Automatenpedia 2001

Von Esteka für www.goldserie.de

Goldserie e.V. – 1. Deutscher Verein der Münzspielfreunde

Politisches, Wirtschaftliches und Sportliches

2. Januar: Die Bundeswehr beginnt mit der Grundausbildung von Frauen an der Waffe

 

15. Januar: Die Wikipedia, das heute größte Internet-Lexikon, geht online

 

20. Januar: George W. Bush wird zum neuen Präsidenten der USA vereidigt

 

26. Januar: Erdbeben der Stärke 7,7 in Gujarat, Indien. ca. 20.000 Tote

 

2.März: In der CDU-Parteispendenaffäre wird das Ermittlungsverfahren gegen Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl gegen Zahlung von 300 000 D-Mark eingestellt.

 

23.März: Die russische Weltraumstation "Mir" verglüht nach 80.000 Erdumrundungen in der Atmosphäre.

 

8.Mai: Der Benzinpreis erreicht Rekordhöhe: 2,23 D-Mark zahlt man für den Liter Superbenzin, Diesel kostet 1,69 D-Mark.

 

11.Juni: Sechs Jahre nach dem Bombenanschlag von Oklahoma, bei dem 168 Menschen starben, wird der Attentäter Timothy McVeigh hingerichtet.

 

25.Juli: Der Bundestag schafft das "Rabattgesetz", nach dem "Feilschen und Handeln" verboten waren, ab.

 

11. September: Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA auf das World Trade Center und das Pentagon. Insgesamt sterben etwa 3000 Menschen bei den Anschlägen.

 

15.November: Der amerikanische Präsident George W. Bush kündigt einen umfassenden Angriff auf den internationalen Terrorismus und dessen Helfer an und ruft den nationalen Notstand aus, Voraussetzung für eine Teilmobilisierung der militärischen Reserven. Die Flughäfen in den USA werden für internationale Gesellschaften wieder geöffnet.

 

3.Dezember: 250.000 Schüler aus 32 Staaten stellen ihr Wissen bei der Schulstudie "Pisa" unter Beweis. Die deutschen Schüler schaffen es in der Gesamtbewertung nur auf Platz 25.

 

31. Dezember Die Deutsche Mark ist zum letzten Mal in der Bundesrepublik alleiniges Zahlungsmittel.

 

Deutscher Fußball-Meister: Männer: FC Bayern München

 

Formel-1-Weltmeister: Michael Schumacher

 

 

 

Nummer 1 Hits 2001

·        Christian: Es ist geil, ein Arschloch zu sein

·        Eminem feat. Dido: Stan

·        OutKast: Ms. Jackson

·        No Angels: Daylight In Your Eyes

·        Crazy Town: Butterfly


Neue Automaten des Jahres 2001

 

Folgende neuen Geräte des Jahres 2001 sind der Goldserie.de Galerie entnommen. Klicke auf den Gerätenamen und springe direkt zur Galerie, um das Foto größer zu sehen und weitere Daten zu sehen. Natürlich freuen wir uns, wenn Du dort ein „schöneres“ Foto einliefern kannst. Auch Kritik an den Kommentaren ist herzlich willkommen. Ich bitte zu entschuldigen, wenn die Namen der Sonderspielarten falsch nenne, ich kann mir die vielen Bezeichnungen nicht merken.

 

 

Gerät

Hersteller

Foto

Kommentar bzw. Werbetext

Alsuna

ADP

Werbetext: „Bereits die Frontscheibe dieses neuen Geld-Gewinn-Spiel-Gerä­tes macht deutlich, dass es beim Alsuna reichlich Sonderspiele gibt." Das Espelkamper Unterneh­men ist überzeugt, dass damit die Erwartungshaltung der Spielgäste groß ist und Spielspaß pur garan­tiert wird. Der Weg in die höher­wertige Jumbo-Ausspielung wird durch kurze Risikoleitern heraus­gestellt. Attraktiv und für jeden Spielgast verlockend sei der früh­zeitige Einstieg in die drei Querausspielun­gen, so ein Unternehmenssprecher. Durch die Startfunktion bei zehn beziehungsweise zwölf Sonderspielen sind 50 Money-Jumbo­Spiele erreichbar. Außerdem sorgt auf jeder Risikoleiter eine Super Chance für zusätzli­che Aktion. Zwischen dem Gewinn und dem nächsthöheren Gewinnfeld wird zufällig so­lange ausgespielt, bis keine Steigerung mehr erreicht wird - höchstens bis in die Jumbo­-Ausspielung. Außerdem verfügt der Alsuna über Direktgewinne von 100 Jumbo- sowie 100 Money-Jumbo-Spielen.

 

Erschien später auch als LED Gerät.

 

Anno Tobak

ADP

 

Spielsystem des Joker G mit mechanischen Geld- und Sonderspielzählerwerken.

Big Bang

Löwen

 

Gerätebeschreibung

Calibre

Bergmann

 

Typisches Bergmann Gerät.

Carat

Bally-Wulff

 

Ein weiterer King-Klon.

Diamant Krone

Bally-Wulff

 

In den 4 Diamantspielen aus dem mittleren Tableau konnten bis zu 200 Sonderspiele gewonnen werden.

 

Werbetext: Auf viele Elemente zum ak­tiven Eingreifen des Spie­lers setzt Bally Wulff mit dem Geld-Gewinn-Spiel­Gerät Diamant Krone. Auf beiden Leitern kann der Gast an jeweils drei Posi­tionen die Ausspielungen selbst starten. Je nach Stra­tegie lässt sich die Risiko­automatik auf bis zu 50 Multispiele einstellen. Akti­ve Teilnahme auch beim Drücken-ohne-Ende-Feature und beim Punk­tetransfer. Besonders hebt Bally Wulff das An­gebot beim Gewinn von 100 Sonderspielen hervor: 40 davon können zur Umwandlung in Multispiele riskiert werden. Weitere Elemente, die Spielfreude wecken sollen, sind Multi­spiele als Freispiele, Steppen auf der Mittel­walze oder riskierbare Geldgewinne. Bally spricht von einer exzellenten Mischung der Spielfeatures und deren optimaler Abstim­mung, die eine gute Frequentierung sichern würden. Zudem böten zwei Quoten dem Automatenunternehmer Flexibilität.

 

Double Power

Bergmann

 

Nachfolger des 7A. Bei dreimal Krone werden im mittleren Tableau zwei Ausspielungen gegeben. Erst zwischen den Actionspielfeldern, dann zwischen den MP-Spielen. Da sehr häufig die kleinsten Felder gegeben werden, und 2A etwa 24 Sonderspiele wert sind, werden also meistens 44 MP Spiele gewonnen (wenn nicht riskiert wird).

In MP Spielen kann bei Nichtgewinn für 1 Sonderspiel in die rechte Ausspielung riskiert werden, was zu ansehnlichen Verlängerungen führt. Wird das Risikoangebot nicht angenommen, sind pro MP Spiel €2 garantiert!

Energy Plus

Bergmann

 

Gerätebeschreibung von muenze

 

Werbetext: „Er ist die Summe der Erfahrungen aus den klassischen Crown-Geräten." Mit diesen Worten beschreibt Bergmann Automaten sein neues Geld-Gewinn-Spiel-Gerät Energy Plus. Die Entwicklung des neuen Gerätes basiert auf dem Maxi Action und dem Maxi­mumm. Neu ist das Maxi-Plus-Risiko. Hier können im Ablauf von Maxi-Plus-Spielen diese wieder in einer Action-Ausspielung riskiert werden. Weiterhin ist es dann dem Spielgast möglich, das Ausspielergebnis er­neut bis 2A zu riskieren. Durch dieses finale Risiko sollen die Maxi-Plus-Spiele bis zu­

letzt spannend blei­ben, erklärt Berg­mann. Einmalig seien die durch dieses Spielsystem erreich­baren Höchstgewinne im Risiko. Damit sei der Energy Plus ein Gerät, das für die Spielstätte prädesti­niert sei, betont das Unternehmen.

 

 

Euro Cash

Löwen

 

Gerätebeschreibung von muenze

 

Werbetext: „Die erfolgreichsten Spielelemente der letzten Jahre in einem Gerät kombiniert." So beschreibt Löwen Entertainment sein neues Geld­spielgerät. Für jeden Spieltyp sei etwas dabei, fügt das Unterneh­men hinzu. Spielelemente sind die drei wieder startfähigen Aus­spielungen, die zwei Bonusjack­pots, die zwei 100er-Jackpots und das Cash-Risiko. Bei 6S bezie­hungsweise 5S kann der Spielgast in die linke beziehungsweise rechte Ausspielung wechseln. Neu ist die Wahlmöglichkeit bei 8S. Die große Ausspie­lung liegt zwischen 24S und 20S. Bei ver­schiedenen Siebener-Kombinationen füllen sich die Bonusjackpots. Der Euro Cash ver­fügt über drei einstellbare Spielsysteme mit unterschiedlichen Auszahlquoten und Ge­winnballungen. Er sei daher ein universell einsetzbares Gerät und sowohl für die Gast­ätte als auch für die Spielstätte geeignet, betont Löwen. Das Gerät wird ausschließlich in Euro-Optik angeboten.

 

 

Euro Gold

Panther

 

Panther baut das gleiche Spielsystems immer wieder. Der Euro Gold ist zuvor z.B. als Pur Pur Royal 1999 gebaut worden, und hat identische Nachfolger z.B. als Tom Tom und Bora Bora gefunden.

Gold Cup

ADP

 

Der Gold Cup begründete eine lange Erfolgsserie. Mit jeweils geringen Variationen sind über ein Dutzend Nachfolger des erfolgreichen Spielsystems gebaut worden, z.B. Gold Pokal, Taifun, Rondo, Top 180 usw.

 

Auch die LED Technik hat sich – wie von Paul Gauselmann im unten stehenden Artikel vorhergesagt – heute zum Standard aller Hersteller entwickelt.

 

Werbetext: Das Geld-Gewinn-Spiel-Gerät Gold Cup, das von Stella International entwickelt wurde, ist mit der neuen Beleuchtungstechnik Multi Co­lor ausgestattet: Die komplette Beleuchtung besteht aus Kaltlicht-Leuchtdioden. Auf her­kömmliche Lampen wurde verzichtet. Laut Gauselmann reduziert sich der Geräteenergie­bedarf damit um 50 Prozent. Die kurze Sonderspielleiter führt bei 20 beziehungs­weise 25 Sonderspielen in die Jumbo-Ausspie­lung mit 50 Money-Jumbo-Spielen als Höchst­gewinn. In der Jumbo-Ausspielung sind pro Risikoleiter zwei Bonuspfeile integriert.

 

Leuchtet ein Pfeil beim Erreichen des zugeord­neten Gewinnfeldes, wird der Gewinn um eine Stufe erhöht. Durch M oder MM auf der mittleren Walze werden in den Geldleitern Bo­nus-LEDs gesetzt. Leuch­ten alle vier, wird eine Cup-Ausspielung gestar­tet und Sonderspiele ge­wonnen.

 

Golden Gate

ADP

 

Spielsystem des Space Star mit völlig veränderter Scheibe.

 

 

 

 

Helios

Löwen

Gerätebeschreibung

 

Werbetext: Das neueste Geld-Gewinn-Spiel­ Gerät aus dem Hause Löwen Entertainment trägt den Namen Helios. Für Abwechslung beim Spielgast sorgen drei Ausspielun­gen. Mit Cash-Spielen und Cash­Risiko will das Binger Unterneh­men gute Gewinnchancen garan­tieren. Außerdem verfügt das Gerät über eine neue Art des Quicki-Jump: Bei Erreichen von bestimmten Würfelaugenzahlen gibt es einen direkten Sprung über fünf Risi­kostufen. Sechs verschiedene Felder auf der Risikoleiter ermöglichen den Sprung in den Sonderspielbereich. „Neu in der Branche ist die Ausspielautomatik", betonten die Löwen. „Sie erlaubt den automatischen Umstieg von der Risikoleiter in die entsprechende Ausspie­lung. Einstellbar sind drei Spielsysteme mit jeweils unterschiedlichen Auszahlquoten und Gewinnballungen. Für die Euro-Umstellung müssen nur noch die D-Mark-Röhren gegen Euro-Röhren gewechselt werden.

 

 

Joker G

ADP

 

Dem erfolgreichen Bergmann 7A ähnliches Spielsystem. Für drei Sonnen (drei A beim 7A) gibt es die hochwertige mittlere Ausspielung mit 2 – 8 Jokerspielen (2-7 Actionspiele). Im Unterschied zum 7A gewinnt jedes Pärchen garantiert mindestens einmal 24 Sonderspiele. Bei 8 Spielen sind also 96 Sonderspiele garantiert. Weiterer Unterschied zum 7A ist, dass die gelben 50 in der linken Risikoleiter „zweimal“ erreicht werden können. Beim zweiten Mal wandeln die Jumbospiele in hochwertige Money-Jumbospiele, die in der linken Risikoleiter €2 gleich auf 6 Spiele riskieren lassen.

Erschien später auch als LED Gerät.

Lanzelot

Bally-Wulff

 

Erstmals konnten bei Wulff 40 / 50 Sonderspiele in eine Topausspielung riskiert werden (ähnlich dem Olymp). Mit nur zwei Varianten (25/50) bei merkwürdigen drei Feldern jedoch wenig spannend.

Interessant waren die Verbindungen der Ausspielschaukeln. In beiden Ebenen kann direkt eine Ausspielung in der nächst höheren Schaukel (inkl. Topausspielung) erreicht werden. Attraktiv auch das Risiko von €2 auf 5 Sonderspiele wie beim seligen roten Crown.

Lord CD

Bally-Wulff

 

Ein weiterer Aufguss des ewigen Bally Wulff „King“ Spielsystems.

Magic

Nova

 

Sehr seltenes Gerät, das ich nie live gesehen habe.

Maximumm Classic

Bergmann

Leider kein Bild vorhanden.

Werbetext: Als Nachfolger für seinen Crown Maximumm präsen­tiert das Haus Bergmann den Crown Maximumm-Classic. Beim Erscheinungsbild setzt das Unternehmen auf die bewährte Optik, hebt aber hervor, dass es neben den bekannten auch neue inte­ressante Spielvarianten gibt. Im Zentraltableau hat der Gast die Chance auf 100 oder 75 Maximumm-Spiele sowie zusätzlich auf Maxi- oder Sonderspiele. Beim Ablauf der Maximumm-Serien werden bei Kronen-Symbol weitere Spiele hinzuge­wonnen und so eine Verlängerung der Serien erreicht. Durch das Risikospiel kann der Kunde bis zu 50 Maxispiele oder zwei Action­spiele gewinnen. Und im Anschluss an die Actionspiele sind bei• Gewinn erneut Risiko­Chancen gegeben, die für weitere Spannung sorgen sollen. Die Umrüstung des Crown Maximumm-Classic auf Euro und auf Zwölf­ Sekunden-Spielzeit sei problemlos möglich, heißt es aus dem Hause Bergmann.

 

Monarch

Bally-Wulff

 

Ein weiterer Aufguss des ewigen Bally Wulff „King“ Spielsystems.

Player´s Inn

Mega

 

Werbetext: Mit Player's Inn beginnt bei der Firma Mega­Spielgeräte eine neue, extra für die Gastronomie konzipierte Linie von Geld-Ge­winn-Spiel-Ge­räten. Nach Aus­sage des Herstel­lers geht das Gas­trogerät mit einer ebenso attraktiven Scheibengestaltung an den Start wie sein Spielstättenbruder. Das Be­sondere am neuen Produkt sei sein gemäßig­tes Auszahlverhalten. Vier Quoten sollen den Gastwirten einen kalkulierbaren Kasseninhalt durch geringere Auszahlspitzen sichern. Gleichzeitig verspricht Mega Spielfreude für den Gast und lange Verweildauer durch-die acht Jackpots. Hohe Trefferhäufigkeit und viele kleine Serien sind hier die Schlagworte. Play­er's Inn ist serienmäßig mit Euro-Optik und Eurokit sowie mit einem JCM-Akzeptor ausge­stattet. Der NSM-Dispenser ist nachrüstbar.

 

Reno

Löwen

 

Siehe Artikel unten zum Reno und Euro Cash

Rio G

Tuning

 

Freches Gerät des Herstellers Tuning. Ausschließlich Sonderspiele auf einer Gewinnreihe waren ein mutiges Spielsystem. Daneben wird nicht viel Neues geboten, alle anderen Spielelemente sind dem Prima Vera sehr ähnlich.

Rodeo G

Nova

 

Gleiches Spielsystem wie der Rio.

Royal Risiko

Bally-Wulff

 

Bally Wulff experimentierte mit dem Royal Risiko etwas mit dem ewigen King Spielsystem. Statt 10 oder 12 Spielen in der großen Ausspielung wurden 3+6+12 bzw. 2+5+10 Sonderspiele nacheinander garantiert gewonnen und konnten einzeln riskiert werden.

Statt in den beiden äußeren Jackpottürmen als Spitzengewinn die große Ausspielung gewinnen zu lassen, hat man sich auch etwas Neues einfallen lassen (und später beim BigRisc perfektioniert): Es wurde zunächst 1x / 2x oder 3x ausgespielt. Wenn ich mich recht erinnere, konnte so oft in einem Schritt direkt auf 50 Supersonderspiele riskiert werden. Korrigiert mich bitte, wenn das falsch ist.

Sam

Mega

 

Neu im Vergleich zum Olymp war die zentrale blaue Risikoleiter, deren Werte in den Schaukeln mit ausgespielt werden konnten, und die Startmöglichkeit auch bei 20 und 25 Sonderspielen.

 

Werbetext: Das neueste Geld-Gewinn-Spiel-Gerät des Limburger Unternehmens Mega Spielgeräte trägt den Namen Sam. Altbekannte Features, wie beispielsweise die Doppelserienschaukel und die Money-Jumbo-Ausspielung, sind bei diesem Scheibenspielsystem erhalten geblie­ben. Aber auch neue Effekte wurden in das Spiel integriert. So sollen das Fun-Risiko in der mittleren Risikoleiter und der Übergang im Fun-Risiko aus der Money-Jumbo-Ausspielung in die Fun-Risikoleiter neue Spannung in das Spiel brin­gen. Eine attraktive Schei­bengestaltung runde den hervorragenden Gesamtein­druck dieses Geld-Gewinn­Spiel-Gerätes ab, ist ein Un­ternehmenssprecher über­zeugt. Sam ist in Euro-Op­tik inklusive Eurokit erhält­lich. Gastro-Modus und voreinstellbares Risiko sind serienmäßig.

 

Scooter

Bally-Wulff

Das Spielsystem des erfolgreichen Sunfire (Entwickler: Mike, der Gameboxmaker) hinter einer neuen Scheibe versteckt. Neu war nur das Kartensystem (siehe Artikel unten). Der Scooter war denn auch wenig erfolgreich, was nicht verwunderlich ist, wenn man dem Spieler mit einer neuen Scheibe etwas Altes als Neu verkaufen will. Stattdessen hätte man das Spielsystem weiterentwickeln sollen. Das hat stattdessen Gauselmann mit dem Gold Cup gemacht (Kronenrisiko, Bonuspfeile, Zwischenausspielungen) und den Erfolg geerntet.

Werbetext: Viel versprechender könne der Start eines neuen Geldspielgerätes nicht sein, erklärt die Presseabteilung von Bally Wulff anlässlich des Ver­triebsbeginns von Scoo­ter, dem nächsten Schritt in der erfolgreichen Sun­fire-Linie. Optisch sei das Gerät frisch und farben­froh, die inneren Werte hochkarätig viel versprechend. Eines der zen­tralen Spielinhalte beginnt mit dem Center-Ri­siko auf beiden Risikoleitern, bei dem der di­rekte Sprung in die Center-Ausspielung mög­lich ist. Über zwei vierstufige Bonustürme winkt dann erneut der direkte Einstieg in die Scooter-Ausspielung mit dem Topgewinn 50 Scooter-Spiele. Zwei Jackpots, gefüllt mit 100 Scooter-Spielen, und eine Fülle von Bonus-Features würden an dem Gerät für zusätzliches Spielvergnügen sorgen, so das Unternehmen abschließend.

Sonnenfürst (Mod. Premium)

ADP

 

Zum 10.000 Exemplar Neuauflage des Sonnenfürsten mit goldenen Rahmen und attraktiver blauer Scheibe.

Sterntaler

ADP

 

Back to the Roots (oder den Komet). Keine Supersonderspiele, keine Bonuspfeile, keine langen Risikoleitern. Trotzdem kein Erfolg. Die Spieler wollen wohl von hohen Zahlen und bunten Farben geblendet werden. Siehe auch den Beitrag von Paul Gauselmann weiter unten „Magie der großen Zahl“.

 

Werbetext: Das neue Geld-Gewinn-Spiel-Gerät Sterntaler wurde mit seinem 3-2-1 Walzenspiel speziell für die Aufstel­lung in der Gastronomie entwi­ckelt. Die adp Gauselmann GmbH weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich nicht für den Einsatz in der Spielstätte eignet. Zwei Direktge­winne - 80 S und 100 S - sind die Höchstgewinne beim Sterntaler. Auf höherwertige Sonderspiele sei be­wusst verzichtet worden. Die Spiel­freude werde dennoch durch hö­here Trefferhäufigkeit im Bereich der Geldge­winne und kleinen Sonderspiele garantiert, so ein Unternehmenssprecher. Auf der linken Seite der Frontscheibe münden zwei Geldlei­tern in eine Leiter bis 50 Sonderspiele. Bei Er­reichen von sechs beziehungsweise zwölf Sonderspielen kann über die Start-Taste eine Ausspielung in einem zusätzlichen Tableau ge­startet werden. Jeder Einstiegsgewinn in die Geldleiter wird mit der Chance auf Sonder­spiele ausgespielt. Sind Sonderspiele erreicht, werden bei jedem Gewinn 4 Mark gegeben und zum Risiko in der Leiter angeboten.

 

Strike

Mega

 

Dem Mega Sam vergleichbares Gerät.

Super Mac

Bally-Wulff

 

Bally Wulff möchte etwas vom Bergmann Kuchen abschneiden und bringt den Maxi Mumm wenig verändert als eigenes Gerät.

Super Multi G

Stella

 

Die Super Multi Reihe (I- IIII) war eine besondere Erfolgsgeschichte. Der Versuch der Wiederbelebung misslang. Manche Spielsysteme überleben sich einfach.

Super Willy

Panther

 

Von Besitzern als sehr spielfreudiges Gerät bezeichnet. Startausspielungen bis eine Stufe vor dem Topwert machen Spaß beim Hochschaukeln. Die mittlere Ausspielung mit inflationär vielen Feldern lost leider doch meistens 3 aus.

Super Xmax E

Panther

 

In den roten Spielen wechselt das Lauflicht im mittleren Tableau jedes Spiel ein Feld weiter. Bei Joker kann zu diesem Feld riskiert werden, was mit Glück zu besonderen Serienverlängerungen führen kann.

Tom Tom

Panther

 

Siehe Euro Gold.

Troja

ADP

 

Nicht nur optisch ein später Nachfahre des Olymp von 1979. Aus den bronzenen, silbernen und goldenen Sonderspielklassen des Vorläufers sind rote, blaue und gelbe Spiele geworden. Selbst bei roten Spielen werden im Gewinnfall 4 DM gegeben. Beim Olymp gab es bei der kleinsten Klasse nur 1 DM pro Spiel als Gewinn, was von Paul Gauselmann einmal als großer Fehler und Grund für den geringen Erfolg des Gerätes bezeichnet wurde. Die Spieler wollten nicht weniger als 3 bzw. 4 DM im Sonderspiel gewinnen.

Bei erfolgreich riskierten 25 Sonderspielen wird eine gleich verteilte Ausspielung zwischen den drei „33“ Feldern gegeben. Die rechte Risikoleiter ist wie beim Garant von 2000.

Turbo Sunny (Neuauflage)

Mega

Leider kein Bild vorhanden.

Werbetext: „Der Mega Turbo Sunny, das Erfolgsgerät in Spielstätten und Gaststätten, kommt mit einer neuen Zulassung auf die Aufstellplätze zurück", jubelt der Limburger Automaten­hersteller Mega über sein neuestes Geld­ Gewinn-Spiel-Gerät. Brandaktuell und gleichzeitig vertraut und in der gewohnten Optik mit dem gleich­sam bekannten Auszahlverhalten soll Mega Turbo Sunny nun für weitere vier Jahre für hohe Spielezahlen sorgen.

 

Ultra Sun

Bally-Wulff

Neuauflage des Lanzelots.

Werbetext: In leuchtenden Farben präsen­tiert sich der Ultra Sun, das neue Geld-Ge­winn-Spiel-Ge­rät von Bally Wulff. Er ge­hört zur Mo­dellreihe mit der Ausspiel­-Schaukel. Das bedeutet, der Spielgast kann mit der einfachen Ausspie­lung im unteren Bereich einsteigen und sich dann über die Sun-Ausspielung bis in die Ultra-Ausspielung hochschaukeln, wo die Ultraspiele auf ihn warten. Zu den weiteren Features dieses Gerätes gehören zwei Di­rektgewinne von 100 Sonderspielen bezie­hungsweise 100 Ultraspielen sowie das Ri­siko von 2 Euro auf 5 Sonderspiele und von 1,55 Euro auf 3 Sonderspiele. Außerdem verfügt das Geld-Gewinn-Spiel-Gerät über Ultraspiele mit Gewinnextras und zweitem Lauf der Mittelwalze bei Nichtgewinn.

 

Windsor

Bally-Wulff

 

Klassisches Bally Gerät im Stile des Sonnenkrone.

X

Mega

 

Turbo Sunny Nachfolger mit Topausspielung und zwei blauen Feldern in den Schaukeln: 20 bzw. Topausspielung.

 

Automatenwerbung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Preis Skat

 

Auch wenn der Preis Skat von adp Gausel­mann ein Geschicklichkeitsspiel ist, muss er an dieser Stelle genannt werden. Denn an ihm kann Bargeld gewonnen werden.

 

Bereits auf der IMA 2000 wurde ein erstes Mo­dell vom Preis Skat vorgestellt. In der Praxis hatte sich jedoch gezeigt, dass es nicht spiel­freudig genug war. Was an den scharfen Aufla­gen des Bundeskriminalamtes (BKA) lag. Nach erneuten Verhandlungen um attraktive Spiel­features erteilte das BKA dann im September vergangenen Jahres für das überarbeitete Gerät die Unbedenklichkeitsbescheinigung nach Pa­ragraf 33d Gewerbeordnung. Damit ist der jetzt ausgereifte Preis Skat ein staatlich zuge­lassenes gewerbliches Unterhaltungsgerät mit Bargeld-Gewinnmöglichkeit. Der Spielgast muss in einem Turnier, das über 14 Tagen läuft, 36 Spiele absolvieren. Der Ein­satz pro Spiel beträgt eine Mark. Am Ende des Turniers wird der Jackpot ausgeschüttet und prozentual über die Highscore-Liste verteilt. Die Auszahlung an den Spielgast erfolgt über Hopper direkt am Gerät oder durch den Auto­matenunternehmer persönlich.

 

Zusätzlich zu den Geld-Gewinn ­Spiel-Geräten dürfen pro Konzes­sion drei Preis Skat in der Spiel­stätte betrieben werden. Die Auf­stellung dieses Gerätes in der Gas­tronomie ist aufgrund unserer Spielverordnung nicht erlaubt.

 

 

 

 

 

Euro Cash und Reno

 

Das Geheimnis des Erfolgs. Ein PR-Artikel von Löwen

 

Seit Monaten ist der EURO CASH das erfolgreichste Geld-GewinnSpiel-Gerät von Löwen Entertainment. Weil sein Spielsystem haar­genau den Nerv der Spieler trifft, hat sich der EURO CASH in den Spielhallen schnell als Shooting Star eta­bliert. Immer wieder bestäti­gen Aufstellunternehmer den außergewöhnlich hohen Aus­lastungsgrad des Geräts.

 

Dieser Erfolg lässt sich jetzt spielend verdoppeln - mit dem neuen RENO, einer Weiterentwicklung des EURO CASH speziell für die Gastronomie. Auch in das neue Produkt sind wieder zahlreiche Wünsche und An­regungen der Kunden einge­flossen. Besonderer Wert wurde beim RENO auf ein ausgewogenes Auszahlver­halten gelegt.

 

Auch vier Monate nach der Markteinführung setzt sich der Siegeszug des EURO CASH ungebrochen fort. Was macht dieses Erfolgsgerät so unwiderstehlich? Liegt es an der gründlichen Marktforschung? Am genialen Spielsystem? Oder am Finger­spitzengefühl bei der Feinab­stimmung des Geräts? Der Er­folg hat viele Väter. Er ist das Ergebnis einer außerordent­lich kreativen Teamarbeit, bei der Ideen und Erfahrungen aus der gesamten Unterneh­mensgruppe eingebracht wurden. So konnte im Schul­terschluss der verschiedens­ten Abteilungen ein gemein­sames Spitzenprodukt entste­hen, an dem einfach alles stimmt.

 

Mit dem genialen Spielsystem des EURO CASH hat sich für die Automatenunternehmer eine Goldader aufgetan, die es weiter zu erschließen galt.

 

Der nächste Schritt war deshalb nur konsequent: die Weiterentwicklung des EURO CASH speziell für den breiten Einsatz in der Gastro­nomie - einem vielfach ge­hegten Wunsch der Aufsteller entsprechend. Mit dem neuen RENO ist dieser Wunsch Wirklichkeit gewor­den.

 

Besonders ausgewogen

 

Was unterscheidet den RENO vom EURO CASH? Im  Gegensatz zu Spielstätten ist im Gaststättenbereich ein be­sonders ausgewogenes Aus­zahlverhalten gefordert. Auch bei mäßigen Spielezahlen sollten keine starken Schwan­kungen der periodischen Aus­zahlquote auftreten. Genau auf dieses Kriterium wurde beim RENO besonders Wert gelegt. Gewinnspitzen wer­den unter anderem dadurch vermieden, dass die Serien im Wert moderat ausfallen. Generell gilt für den RENO die Devise: Möglichst viel Spielfreude durch kleine und mittlere Gewinne statt großer Hauptgewinne mit zwangs­läufig längeren Durststre­cken.

 

Wie das Vorbild EURO CASH vereint auch der RENO die erfolgreichsten Spielelemente der vergangenen Jahre: vier Bonus-Jackpots und drei wie­der startfähige Ausspielun­gen. Ebenso verfügt der RENO über drei einstellbare Spielsysteme mit drei unter­schiedlichen Auszahlquoten. Die Besonderheit des RENO liegt nun darin, dass alle drei Einstellungen konsequent auf das Gastro-Profil ausgelegt wurden. So bleibt die Ge­winnballung über die ge­samte Bandbreite ausgewo­gen.

 

Euro-fit


Als sinnvolle Ergänzung für ein optimales Geldmanagement - auch im Hinblick auf die zu erwartende Münz­knappheit beim Euro - emp­fiehlt sich gerade in der Gast­ronomie eine Nachrüstung mit dem BankNoten-Prüfer und/oder BankNoten-Dispen­ser. So lassen sich unangenehme Leerspielungen ver­meiden. Auch das lästige Wechseln beim Wirt entfällt. Wie alle neuen Geld-Gewinn­Spiel-Geräte von Löwen En­tertainment wird der RENO ausschließlich in der bewähr­ten Euro-Optik angeboten. Damit ist er schon heute fit für das Euro-Zeitalter.

 

 

Die Väter des EURO CASH

 

Lothar Werner, Leiter Niederlassung Leipzig: „Erst einmal ist Zuhören wichtig. Im direkten Gespräch mit den Aufstellunternehmern erfah­ren wir ständig das Neueste: Was läuft am Markt? Was will der Spielgast? Das unmittel­bare Feedback der Kunden ist unsere erste und schnellste Informationsquelle."

 

Hans-Werner Wirges, Bezirksleiter Löwen Play: „Ich bin täglich in meinen Spielstätten - die bes­te Voraussetzung, um Prototypen während der Testphase ständig zu verbessern. Bei diesem Prozess braucht man viel Erfahrung und vor al­lem ein feines Gespür - gerade in der End­phase, wenn es um letzte Details geht."

 

Dieter Saala, Kundenschulung: „Auf Seminaren und Workshops geben unsere Kunden wertvolle Hinweise. Wir nehmen jede Anregung wichtig und bringen sie unmittelbar in die Produktentwicklung ein. Die Früchte die­ses Dialogs kommen beiden Seiten gleicher­maßen zugute. Danke an alle, die dazu beige­tragen haben."

 

Harald Machwirth, Mathematik: „Im EURO CASH steckt eine ausgefeilte Mathe­matik - optimiert in ausgedehnten Feldtests. Es können drei verschiedene Einstellungen ge­wählt werden. Neben der Veränderung der Aus­zahlquote haben wir speziell in der G-Einstel­lung dafür gesorgt, dass Ballungen reduziert werden."

 

Dirk Schwerdling, Geld-Gewinn-Spiel-Geräte: „Einmalig ist die Verknüpfung von Jackpot-Tür­men mit wiederstartfähigen Ausspielungen. Das Spielsystem ist ein Ergebnis konsequenter Marktforschung und intensiver Inhouse-Tests mit Spielgästen. Durch dieses völlig neue Kon­zept erreichen wir die breite Masse der Spielgäs­te .- sowohl die Jackpot-Fans, als auch die Schaukel-Fans. Das ist aus meiner Sicht die plausibelste Erklärung für den außergewöhnlich hohen Auslastungsgrad des EURO CASH."

 

 

 

LED – eine revolutionäre Technik

 

 

Technik der Zukunft. PR-Artikel von Gauselmann

 

Geld-Gewinn-Spiel-Geräte mit Multicolor-Technik

 

Da sieht die althergebrachte Glühbirne alt aus!


Ein Beitrag der Gauselmann Gruppe

 

Mit Multicolor präsentiert die adp Gauselmann GmbH wieder einmal eine technische Neuerung, die mehr als eine Revolution im Design darstellt. Bei der neuen Generation von Geld­ Gewinn-Spiel-Geräten setzt diese Innovation branchenübergreifende Eckpunkte. Und dies zum Vorteil so­wohl für die Aufstellunternehmer als auch für die Spielgäste. Nicht nur technisch, sondern auch durch viel­fältige Möglichkeiten bei der Farbge­staltung lässt Multicolor die Glüh­lampe ganz schön alt aussehen.

 

Neue Technik spart Kosten/ Energie sparen spart Kosten

 

Multicolor ist moderne LED-Technik mit Kalt-Licht-Leuchtdioden. Die Leuchtdioden haben den Vorteil, dass sie bei der Energieaufnahme mit deutlich weniger Strom auskom­men als herkömmliche Leuchtmittel. Hierzu ein Beispiel: Eine herkömm­liche Glühbirne hat zwei Watt. Eine Leuchtdiode benötigt durchschnitt­lich nur etwa 1/10, d. h. bei Inan­spruchnahme von ca. 0,15 Watt hat die Leuchtdiode eine deutlich besse­re Leuchtleistung. Dadurch führt die Kalt-Licht-Technik zu einer Reduzie­rung der Wärme im Geld-Gewinn­ Spiel-Gerät. Nicht nur das Netzteil an sich bleibt kühl, auch die darum herum angeordneten Geräteteile „leiden" nicht mehr durch eine hohe Umgebungswärme. Wärmebedingte Störungen entfallen. Die Frontschei­be bleibt „cool".

 

LED-Technik hat einen weiteren ent­scheidenden Vorteil gegenüber den herkömmlichen Glühlämpchen, eine fast unbegrenzte Lebensdauer! Der Wechsel „durchgeglühter" Lämpchen entfällt. Jeder Aufstell­unternehmer weiß, was das in der Praxis heißt. Unser Beispiel macht es noch einmal deutlich: Bei durch­schnittlich 50 Glühlämpchen in einem Automaten müssen bis zu acht Lämpchen durchschnittlich pro Monat ausgetauscht werden. Die Lebensdauer der wartungsfreien Dioden beträgt hingegen weit mehr als vier Jahre. Für die Laufzeit eines Geld-Gewinn-Spiel-Gerätes ist das kein Problem.

 

Die Rechnung ist also ganz simpel: Die Betriebskosten werden um mehr als die Hälfte gesenkt. Berechnet man noch anteilige Ener­giekosten für eine Klimaanlage hinzu, so können die Kosten sogar um bis zu 70 % gesenkt werden. Auch der Spielgast hat einen ent­scheidenden Vorteil: Der oft ärger­liche Ausfall der beleuchteten Ak­tionsfelder entfällt zu fast 100 %. Somit spricht bereits eine „nüchter­ne" Betriebskosten-Bilanz eindeutig für die Multicolor-Technik: Senkung der Betriebskosten um 50 %!

 

Praxisbeispiel:

 

Pro Gerät reduzieren sich Ihre Betriebskosten um ca. 167 DM pro Jahr. Hieraus ergibt sich in 4 Jahren eine Einsparung von mindestens ca. 668 DM. Bei 10 Geräten ergibt sich in 4 Jahren eine Einsparung von 6 680 DM pro Spielstätte.

 

Und noch ein Praxisbeispiel:

 

Die Feature-Effekte bei der Multico­lor-Technik, eingesetzt in ein exzel­lentes Spielsystem wie z. B. Gold Cup, wirken sich spielverstärkend aus. Unsere Testergebnisse unterstrei­chen diese Steigerung eindrucksvoll. Eine Steigerung der Tageskasse um nur 5 DM ergibt eine zusätzliche Einnahme von 1 800 DM pro Jahr, in 4 Jahren 7 200 DM. Neben den reinen Zahlen spricht aber auch der höhere Sicherheits­standard für die neue Automatengeneration. Die Platine in der Fenster­scheibe selbst weist keine Löcher mehr auf: Ein entscheidendes Plus! Wiederum von adp!

 

Wow - der hat eine blaue Serie!

Die neuen patentierten Feature­ Effekte binden neue Spielgäste Aber nicht nur Aufstellunternehmer werden von dieser Innovation profi­tieren. Spielgäste und „Zuschauer" in den Spielstätten werden sich einer deutlich gestiegenen Attraktivität des Geld-Gewinn-Spiel-Gerätes er­freuen.

 

Den Farben gehört die Zukunft - Gelb, Rot, Grün und Blau. Kalt­Licht-Technik lässt eine aufmerksam­keitsstarke, neue Farbgebung zu. Und: Die Bedeutung der Farben im Spiel nimmt zu. Sie kennzeichnen zukünftig den Spielmodus des Ge­rätes:

 

Gelb = Normal

 

Rot = Sonderspiele

 

Grün = Money-Spiele

 

Blau = Money-Jumbo-Spiele

 

 

 

 

Das werden sich die Spielgäste ein­prägen! Der Merkur-Glücksbringer spannt sich von gelb bis blau! Durch die farblich gekennzeichnete Spielesituation - jedes Gewinnfeld nimmt farbliche Stufen an - kommt somit eine neue Attraktion ins Spiel. Spiel - Spaß - Spannung werden demnächst auch über die Farbge­bung definiert, die sowohl Spieler als auch Zuschauer in ihren Bann ziehen wird.

 

Attraktivitätssteigerung der Geld-Gewinn-Spiel-Geräte.


Das Gerät zeigt, was los ist! Es wird kein Weg an der bahnbre­chenden, ökonomisch und ökolo­gisch vernünftigen, sicheren und vor allem attraktiven Alternative zum heutigen Spielgerät vorbeiführen.


Wir sind sicher, dass eines Tages alle Geräte so und nicht anders aussehen werden. Damit ist es den Spielema­chern wieder einmal gelungen, ein eindeutiges Signal zu setzen für eine technisch vielversprechende, kosten­ orientierte und attraktive Zukunft des Automaten-Spielemarktes.

 

 

 

 

 

Nach Fungames jetzt auch beim Geldspiel

Ausland drängt auf den deutschen Markt

 

Auf der IMA 2001 stellte der britische Hersteller Barcrest mit dem Big Ben einen Prototypen für ein Geldspielgerät deutscher Art vor.

 

Außerdem war bei Walberer Automaten eine Projektstudie des englischen Automatenher­stellers Bartrest zu finden. Das Geld-Gewinn­ Spiel-Gerät Big Ben. Zu den Features dieses Walzengerätes gehören unter anderem Cash­Spiele und Risikoleiter. Optisch auffallend ist vor allem der breite pinkfarbene Rahmen des Gerätes. Ob und gegebenenfalls wann dieses Gerät für den deutschen Markt zugelassen wird, war nicht zu erfahren. Deshalb wohl auch der Hin­weis von Barcrest „Blick in die Zukunft".

 

 

Das Gerät wurde nie veröffentlicht. Ein erstes reales Ergebnis war der 2003 erschiene Adders & Ladders.

Es folgt das Originalbild aus der IMA-Berichterstattung des Automatenmarktes und ein vergrößertes und perspektivisch angepasstes Detailbild.

 

 

 

Eine weitere Duftmarkte setzte der holländische Hersteller JVH. Auch daraus wurde bis heute nichts.

 

Barcrest überraschte auf der IMA mit einem Geld-Gewinn-Spiel-Gerät. Auch die niederländi­sche JVH will beim Geldspiel Flagge zeigen.

 

Wenn die IMA 2001 hält, was sie verspricht, wird es in Deutschland auf dem Markt für Geld-Gewinn­Spiel-Geräte spannend. Zum einen hat der englische Fungame-Spezialist Barcrest auf dem IMA-Stand von Walberer die Studie eines Geld-Gewinn-Spiel-Geräts präsentiert. Zum anderen plant die niederländische JVH­Gruppe erneut, neben ihren Fungames auch ein Geld-Gewinn-Spiel-Gerät ihren Kunden in Deutschland präsentieren zu können. „Wir haben das Know-how, die umfangreiche und akribische Zulassungsprozedur bei der PTB zu durchlaufen. Denn für ein Gerät haben wir bereits von der Bundesanstalt die Zulas­sung erhalten", sagt JVH-Geschäftsführer Theo van Dijck.

 

Allerdings verzichteten die Niederländer da­rauf, dieses auch auf den Markt zu bringen. Denn in Tilburg, dem Sitz der JVH-Zentrale, richtet man sein Augenmerk auf die Zukunft. Auf eine neue Spielverordnung in Deutsch­land. Und damit auf die Chance, ein Geld­Gewinn-Spiel-Gerät mit interessanteren Fea­tures produzieren zu können, als dies unter den gegenwärtigen einengenden Bestimmun­gen der Spielverordnung hierzulande mög­lich ist.

 

Wenngleich der Ausgang der Debatte auf Bun­des- und Landesebene über eine geänderte Spielverordnung völlig offen ist, lassen sich dennoch mögliche Eckpunkte einer Novelle erkennen. Dies ist zum einen eine kürzere Mindestspieldauer. Zum anderen eine Begren­zung von durchschnittlichem Stundenverlust und -gewinn sowie der Spitzen, um dem Spie­lerschutz Rechnung zu tragen. Damit würden die Entwickler mehr Freiraum für ihre Kreativität in der Ausgestaltung des Spielsystems gewinnen. Wie es ihnen bereits heute bei Fungames möglich ist. „Sollte eine neue Spielverordnung mit diesen Eckdaten eines Tages die heutigen antiquierten Regelungen ersetzen, sind Geld-Gewinn­ Spiel-Geräte denkbar, die ähnlich interessant wie Fungames gestaltet werden können", meint Bernd Jack, Geschäftsführer der deut­schen JVH gaming products (ehemals Proma­tic). „Und deswegen nicht unbedingt nur Wandgeräte sein müssen. Warum soll es nicht auch eine Standversion für Geld-Gewinn­Spiel-Geräte geben?"

 

Allerdings würden klassische Fungames wei­ter ihren Markt haben. Denn Fungames mit Geld-Gewinn-Möglichkeit müssten mit ih­rem Spielsystem auf andere Spielerbedürf­nisse zugeschnitten werden als die heu­tigen mit Punktgewinnen. „Fungames werden sich differenzieren", ist Jack überzeugt.

 

Mit Spannung werde in den Niederlanden jedenfalls die Diskussion über eine neue Spielverordnung verfolgt. Und es würde nicht verwundern, wenn bei JHV die Überlegungen zu einem Geld-Ge­winn-Spiel-Gerät neuen Typs bereits weiter gediehen sind, als bisher zuge­geben wird.

 

Dazu passt, dass JVH intensiv nach einem Partner in Deutschland sucht, der bei uns ihre Produkte vertreibt. Nachdem JVH die ebenfalls niederländische Errel ge­kauft hatte, nahmen dessen neuestes Fun­game Bet a Dice gleich zwei deutsche Unternehmen unter ihre Fittiche: Berg­mann und Tuning.

 

Zumindest bestätigt Jack, dass bei der Aus­wahl eines deutschen Vertriebspartners auch ein künftiges Engagement von JVH im Geld-Gewinn-Spiel-Bereich berücksichtigt wird. Nach der ATEI, spätestens aber zum Jahresende will JVH die bereits laufenden Gespräche mit deutschen Unternehmen abge­schlossen haben.

„Wir sind jedenfalls überzeugt, für die Zukunft mit unseren Erfahrungen aus dem Fungame-Bereich bestens gerüstet zu sein, sollte eine neue Spielverordnung verabschie­det werden", bekräftigt Bernd Jack.        

 

 

 

Der Euro-Krieg

Die zwei Grossen der Branche, Löwen und Gauselmann, beharkten sich im Anzeigenteil des Automatenmarktes. Was ist die bessere Lösung? Frühzeitig nur noch Euro-Scheiben (Löwen) oder so lange wie möglich DM-Scheiben (Gauselmann)? Wechsel von DM- auf Euroannahme am Eurostichtag 1.1.2002 (Löwen) oder Parallelannahme möglich lange (Gauselmann)? Im Folgenden einige der Anzeigen.

 

 

 

Die Antwort Gauselmann:

 

 

Falsch, grundfalsch. Wer jetzt nicht aufpasst, verliert bares Geld. Bestellen Sie möglichst bald Ihren Umrüstsatz, denn mit einer Bestellung bis zum 31. August dieses Jahres sind Sie garantiert auf der sicheren Seite. Und das müssen Sie wissen:

 

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Also - handeln Sie jetzt. Bevor es zu spät ist und Ihnen das passende Kleingeld für's Gerät und damit in Ihrer Kasse fehlt.

Nur wer rechtzeitig bestellt, geht hundert­prozentig auf Nummer Sicher.

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In einem Interview nimmt Paul Gauselmann persönlich Stellung

 

 „Große D-Mark-Zahl fasziniert die Geste"

 

D-Mark- oder Euro-Scheibe? Der Vorstandsvorsit­zende der Espelkamper Unternehmensgruppe äußert dazu seine persönliche Meinung.

 

 

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass eine Flut von Artikeln und Werbeaussagen auf ei­nen niederprasseln - die Euro-Umstel­lung lässt grüßen! Das Euro-Umstellungsfieber ist ausgebrochen. Manche Werbeaussagen ver­mitteln mehr oder weniger subtil den Eindruck, dass bereits das äußere Erscheinungsbild ent­scheidend für den Inhalt sei. Offensichtlich muss der „Euro-Umstellungsvirus" sehr an­steckend sein, denn viele vergessen darüber, was bisher ihren unternehmerischen Erfolg ausgemacht hat. Eine Euro-Scheibe allein macht noch kein Euro-Gerät. Und die Euro-Schei­be allein ist noch keine Garantie für die ab 1. Januar 2002 notwendige und für den Aufsteller problemlose Umstellung auf die neue Währung. Damit dies erfolgreich und ohne gro­ßen Aufwand abgewickelt werden kann, bedarf es einer ausgefeilten Technologie. Dies betrifft insbeson­dere den Bereich der Geldannahme und der Geldauszahlung und somit alles rund um den Münzverkehr. Aufstellunternehmer aus den neuen Ländern haben mir in vielen Gesprä­chen aus ihren Erfahrungen mit der damaligen Währungsumstellung von Ost-Mark auf die D­Mark berichtet. Wer zum falschen Zeitpunkt seine Automaten auf D-Mark umgestellt hatte, so die Aufstellunternehmer, konnte durchaus einen ganzen Monatsumsatz verlieren. Von die­sen Erfahrungen sollten wir alle gemeinsam profitieren. Deshalb kann ich Ihnen nur emp­fehlen, in dieser wichtigen Frage einen kühlen Kopf zu bewahren und Ihre Menschenkenntnis den Werbekampagnen entgegenzustellen.

 

Es gibt ja Lösungen, die sowohl D-Mark und Euro gleichzeitig akzeptieren.

 

Im Herbst des letzten Jahres hatten wir in unse­ren eigenen Merkur-Spielotheken einige Tests gefahren und zwei gleiche Geräte (einmal mit D-Mark und einmal mit Euro) nebeneinander gehängt. Das Gerät mit Euro wurde unterdurch­schnittlich angenommen, sodass der Test schon bald beendet wurde. In den letzten Wochen ha­ben wir nunmehr in größerer Anzahl Geld-Ge­winn-Spiel-Geräte mit Euro-Scheibe zwischen Geld-Gewinn-Spiel-Geräten mit klassischer D-Mark-Scheibe und gleichen Spielsystemen aufgehängt. Die Auswertung der Kassen hat ein überraschendes Ergebnis gebracht: Geräte mit Euro-Scheiben bringen deutlich weniger Kasse als Geräte mit der klassischen D-Mark-Scheibe. Und zwar mehr als fünf Prozent im Durch­schnitt weniger.

 

Die Logik hinter diesen harten Fakten ist für mich ganz klar: Die im Vergleich zur Euro­ Scheibe größeren Beträge auf der D-Mark­Scheibe üben auf die Spieler eine weit höhere Faszination aus. Die große Zahl zieht den Spielgast in ihren Bann! Auch die Tradition spielt eine wichtige Rolle. Immerhin 80 Prozent der Deutschen stehen dem Euro immer noch skeptisch gegenüber. Das ist auch die Erfahrung aus dem Unterhaltungsbereich. Denken Sie nur zurück an den Flipper oder ganz aktuell an Punkte-Spiel-Geräte. Hier wurde die Faszina­tion der großen Zahl bewusst eingesetzt, um den Spielgast am Gerät zu halten. Für den Spieler bedeutet die Euro-Umstellung zumindest in der heutigen Zeit eine Halbierung der Beträge.

 

Deshalb werden wir so lange als möglich an der D-Mark-Scheibe in der Merkur­ Spielothek festhalten. Unabhängig von Werbe­kampagnen ist der Kasseninhalt noch immer die entscheidende Größe. Und dies spricht ein­deutig für die D-Mark-Scheibe. Ich bin sicher, noch bis weit in das Jahr 2002 hinein, dann aus Nostalgie, wird die D-Mark das beliebteste Bild darstellen. Wenn dann auch D-Mark-Zahlen nicht mehr als Währung, sondern als Weiter­spielmarken die höheren Zahlen bringen, wird zumindest in der Spielstätte diesen Geräten im Vergleich zu den Euro-Geräten ein hoher Be­liebtheitsgrad, die größere Auslastung und so­mit die besseren Kassen zukommen. Dies alles kann jeder im eigenen Betrieb aufmerksam ver­gleichen.           

 

 

 

 

Vom Feiern hält das Sommertheater natürlich nicht ab

 

 

Wehklagen der Branche

Jammern ist die Kunst des Kaufmanns, sagt der Volksmund. Die Automatenbranche ist dabei der Primus. In folgender Rede von Paul Gauselmann zur IMA 2001 mit einem Rundumschlag gegen Vergnügungssteuern, Euroumstellung, Spielverordnung und staatlicher Konkurrenz wurde dies wieder einmal deutlich.

 

„Auch die Euro-Umstellung belastet unsere Branche ganz erheblich. 2,4 Millionen Auto­maten müssen umgestellt werden. Die zusätz­lichen Kosten dafür belaufen sich auf 1,1 Milliarden Mark. Bei jedem Spiel erfolgt außerdem durch die Umrechnung von D­ Mark auf Euro eine Währungsenteignung von 2,21 Prozent", so Gauselmann.

 

Eine weitere Geißel, die den Automaten­unternehmen das Le­ben schwer mache, sei die Vergnügungs­steuer. Es gebe zwar Länder, in denen die Sätze noch erträglich seien, aber auch wie­derum andere, wie Berlin, wo die Steuer quasi über Nacht ver­doppelt worden sei. Als lobendes Beispiel nannte Gauselmann das Bundesland Bay­ern, wo diese leidige Vergnügungssteuer be­reits unter der Ägide von Franz-Josef Strauß abgeschafft wurde. „Doch es gibt auch Lichtblicke im Vergnü­gungssteuer-Kampf. Der Bundesfinanzhof hat uns mit seinem Urteil vom 6. Dezember 2000 Mut gemacht. Denn an der Rechtmäßigkeit der Spielgerätesteuer in Hamburg bestehen im Hinblick auf dieses Urteil nun erhebliche Zweifel. Damit wurde ein erster Schritt getan, um in Zukunft voranzukommen", erklärte der VDAI-Vor­sitzende.

 

Während Lotto, Toto, Wetten und das Spiel in Automatensälen der staat­lichen Spielbanken derzeit zweistellige Wachstumsraten verzeichneten, sei der Verkauf von Geld-Gewinn-Spiel-Geräten der Automatenbranche in den vergangenen zehn Jahren um 35 Prozent zurückgegangen. Was die Eckdaten betreffe, so Gauselmann, werde hier mit zweierlei Maß gemessen. Seit 1952 seien die Rahmenbedingun­gen für das gewerbliche Spiel ein­gefroren. Im europäischen Vergleich stehe die deutsche Automatenbranche an unterster Stelle. Sowohl was den Einsatz be­trifft als auch bei der Spieldauer, der Mindest­auszahlung und dem Höchstgewinn.

 

„Wir sind nicht neidisch auf das staatliche Spiel. Aber unser gewerb­liches Spiel muss europafähig blei­ben, wettbewerbsfähig sein und Perspektiven haben", forderte Gau­selmann. „Ich wäre froh, wenn sich die Politik beeilen würde, die nöti­gen Beschlüsse für eine neue Spiel­verordnung auf den Weg zu brin­gen."

 

 

Wenn gar nichts mehr zu klagen bleibt, sind immer noch die Politiker dankbare Opfer. Leitartikel des Automatenmarktes:

 

Füllende Lücken

 

Wenn der Jackpot im Lotto überge­bührlich angestiegen ist, löst das jedes Mal in Deutschland hyste­risches Spielfieber aus. Immer mehr Men­schen hoffen dann, den Jackpot knacken zu können. Nur, so viele spielende Menschen, wie dazu rechnerisch nötig wären, gibt es in ganz Deutschland überhaupt nicht. Statis­tisch müssten 114 Millionen Spieler verlie­ren, damit ein einziger gewinnen kann. Lottospieler glauben offenbar an eine Mög­lichkeit, im Verhältnis von eins zu 114 Milli­onen den großen Treffer zu landen. Sie glau­ben dagegen nicht an die Möglichkeit, von einem Blitz tödlich getroffen zu werden. Obwohl das statistisch hundert Mal wahr­scheinlicher ist.

 

Jetzt hat sich in der Lübecker Bürgerschaft eine interfraktionelle Tippgemeinschaft ge­bildet. Jeweils drei Abgeordnete von SPD und CDU wollen damit den Lottojackpot knacken, um mit dem Supergewinn den Haushalt der Hansestadt zu sanieren. Als ob das möglich wäre. Selbst ein astronomisch hoher Millionengewinn wäre gegen die Ver­schuldung der Stadt nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

 

Unbekannt ist, ob die glücksritterlichen Kommunalpolitiker den Einsatz wenigstens aus eigener Tasche bezahlen. Aber wie auch immer, es muss erschrecken, dass es mit ih­ren Rechenkünsten nicht allzu weit her sein kann. Wie anders könnten sie davon ausge­hen, eine Chance von eins zu 114 Millionen zu haben.

Dass Politiker nicht rechnen können, ist ja gar nicht so etwas Besonderes. In Berlin war so einer sogar Bankdirektor geworden. Bei einer staatlichen Bank versteht sich. Also eine politische Karriere. Wer weiß, wie seine Bewerbung von einer Bank aufgenommen worden wäre, in der gerechnet werden muss. Aber das ist auch egal. Jedenfalls meldet der Berliner Etat jetzt Land (owsky) unter.

 

Auch in Berlin waren Lottotipps zur Rettung der Finanzen erwogen worden. Doch wuss­te man dort wenigstens, dass sich mit noch so vielen Millionen ein viele Milliarden schweres Haushaltsloch nicht stopfen lässt. Darum entstand' die Idee, über ein neues Notopfer oder sonst wie die Schulden der deutschen Gesamtbevölkerung aufzubür­den. So ein Realitätssinn ist den Lübeckern verloren gegangen.

1184 wurde der Ostseestadt die Reichsfrei­heit verliehen. Was immer das sein mag. Damals herrschten Kaufleute im Rathaus. Die füllten den Stadtsäckel ebenso prall wie die eigenen Taschen. Welch eine gute alte Zeit! Heute ließe sich der Stadt Lübeck al­lenfalls die Narrenfreiheit verleihen. Überhaupt gute alte Zeit: In Frankreich wur­den zwischen 1315 und 1781 nicht weniger als 37 Finanzminister hingerichtet. Wegen mangelnder Sorgfalt im Umgang mit Steuer­geldern. Ein ähnliches Strafmaß hätte heute wenigstens den Vorteil, dass niemand mehr Politiker zu werden wagte.

 

Auch nicht Kommunalpolitiker in Lübeck. Was bei den dortigen Lottohasardeuren am meisten erschreckt, ist der totale Realitäts­verlust. Ein deutliches Suchtmerkmal! Spiel­süchtige Kommunalpolitiker? Dieser Ge­danke macht Schaudern.

 

Unsere harmlosen Geld-Gewinn-Spiel­ Automaten müssen mit deutlicher Suchtwar­nung ausgestattet sein. Lotto kann dagegen jedermann spielen, ohne auf Risiken und Nebenwirkungen hingewiesen zu werden. Das legt den Verdacht nahe, dass Politiker mit dieser Lücke im Gesetz die öffentlichen Kassen auffüllen möchten.

 

 

 

Gerüchte um Löwen

Lange Zeit gab es Gerüchte um die Solvenz von Löwen. In einem offenen Brief meldete sich Uwe Christiansen zu Wort und erklärte alles für haltlos.

Gleichzeitig bot er sein Unternehmen jedoch öffentlich feil. Nicht gerade üblich, wenn die Geschäfte blendend laufen.

 

OFFENER BRIEF

Das Ziel ist einen Partner zu finden

 

„Gerüchte werden nicht wahr, nur weil man sie ständig wiederholt." Das meint Alleinvorstand der NSM AG, Uwe Christiansen.

           

Über das Binger Automatenunterneh­men Löwen Entertainment wurde in der vergangenen Zeit in unserer Bran­che viel spekuliert. Nachfolgend äußert sich NSM-Alleinvorstand Uwe Christiansen zur Situation:

 

„Unsere Branche ist in schlechter Verfassung, das Geschäft läuft nicht gut. Aus einem harten Wettbewerb ist über alle Branchenstufen ein Kampf ums Überleben geworden.

 

Da liegen manche Nerven blank. In einer sol­chen Situation ist es eine alte Kriegslist, von den eigenen Schwächen, Versäumnissen und Fehlentscheidungen abzulenken, indem man Gerüchte über andere streut. So ergeht es zur Zeit unserem Unternehmen.

Die Wahrheit ist:

  • Wir waren die Ersten, die konsequent und erfolgreich Geldspielgeräte auf Euro umge­stellt haben.

 

  • Wir sind die Ersten und Einzigen, die mit einem Geldscheinannahme- und -ausgabe­system eine intelligente und kompetente Lösung für die mit der Einführung des Euro einhergehende Münzverknappung und Falschmünzengefahr anbieten.

 

  • Wir sind gemeinsam mit Funworld Markt­führer und Innovationslokomotive in Sachen Vernetzung.

 

  • Wir sind Marktführer in der Internet-Tech­nologie.

 

  • Wir sind Marktführer im Darts-Geschäft.

 

  • Wir sind Vordenker und Vorreiter gewe­sen, indem wir die Sinnhaftigkeit der IMA 2001 im Januar infrage gestellt und alter­nativ vorgeschlagen haben, diese Euro­nah im Herbst 2001 durchzuführen, die IMA 2002 ausfallen zu lassen und ab 2003 wieder zu dem historisch Gewach­senen zurückzukehren. Wir bekennen uns klar zur IMA, aber bitte so, dass es auch Sinn macht.

  • Und last-not-least haben wir, die Aktionäre Herr und Frau Schulze und ich, aus Verant­wortung gegenüber unseren Mitarbeitern und unseren Kunden das strategische Ziel, einen Partner zu finden, der die Zukunft unseres Unternehmens langfristig sichert, denn wir haben keine Kinder, die das Ge­schäft einmal übernehmen werden.

 

Diese Fakten sind die Wahrheit und hierzu äu­ßern wir uns gern, nicht aber zu Gerüchten. Vielmehr werden wir mit der Souveränität des wirklich Wissenden den Gerüchtemachern im­mer wieder den Spiegel der Wahrheit vorhal­ten und Gerüchte entlarven als das, was sie sind: Ablenkungsmanöver von eigenen Schwä­chen und Fehlentscheidungen."

 

Uwe Christiansen

 

 

Wenig später Brachte Löwen ein Gerät namens „Magic Games“ des in Deutschland bislang nur durch einige wenig erfolgreiche Fungames bekannten Österreichischen Hersteller Novomatic auf den Markt. Der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte bis in die heutige Zeit:

 

Magic Games

 

Für Casino-Flair soll das Video-Fungame Magic Garnes auf PC­ Basis von Löwen En­tertainment sorgen. Aus der Produktion von Austrian Gaming Industries, bietet dieses Gerät eine Auswahl von neun bekannten Casino-Spielen: Star Bell, Always Hot, Draw Poker, Jokers Wild, Ma Card 1, Magic Card II, Fruit Card, Bingo L Roulette. Das Casino-Gehäuse verfügt über einen 20-Zoll-Bildschirm. Gespielt wird wahlweise über Tasten oder Touchscreen. Die Bedienerführung erfolgt wahlweise Deutsch, Englisch oder Türkisch. Magic Games ist mit einem Hopper zur Ausgabe von Weiterspielmarken, einem lernfähigen Münzprüfer und einer DATAprint-Schnittstelle ausgerüstet.

 

 

 

Wieder einige Wochen später hieß es dann schon „zukünftige Projekte“ und  „Kooperation“. Später übernahm Novomatic die ganze Löwen-Gruppe

 

Flexibilität heiße aber auch neue Partner und Geschäftsfelder zu finden, so Uwe Christian­sen. Mit dem Verkauf von Löwen Play habe das Unternehmen jetzt wieder den finanziel­len Freiraum, um neue Projekte und Koopera­tionen anzugehen.

 

„Den ersten Schritt haben wir mit dem öster­reichischen Hersteller Novomatic getan. In unserem auf Mallorca präsentierten Fun­game Magic Games steckt das gemeinsame Know-how beider Unternehmen. Die Zu­sammenarbeit funktionierte so reibungslos und gut, dass zukünftigen Projekten nichts im Wege steht.

 

 

 

Längere Aufstelldauer von Geldspielgeräten

 

Doch es gab in 2001 eine Menge positiver Entwicklungen für die Branche. Eine war die Verlängerung der Laufzeit von Geräten, die um den Stichtag der Euroumstellung herum ablaufen und teilweise 4 Monate länger aufgestellt werden durften.

 

Ausnahmeregelung mildert Belastungen

 

Geldspielgeräte, deren Zulassung ab 1. Oktober 2001 abläuft, können bis zum 28. Februar 2002 weiter betrieben werden.

 

Wir haben mit wahrheitsgemäßen, nachprüfbaren Fakten an den ent­scheidenden Stellen Überzeu­gungsarbeit geleistet und damit dem Automa­tenunternehmer die Umstellung auf den Euro ein wenig erleichtert", erklärt Karl Besse, Prä­sident des Bundesverbandes Automatenunter­nehmer (BA).

 

Unter Hinweis auf die Belastungen, die den Automaten-Aufstellunternehmern aus Anlass der Einführung des Euro-Bargeldes ab 1. Ja­nuar 2002 und der dadurch bedingten Um­stellung der Geldspielgeräte entstehen, hatte der Bundesverband Automatenunternehmer das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gebeten, sich für eine ausnahmsweise Verlängerung der auf 48 Mo­nate begrenzten Aufstelldauer von Geldspiel­geräten einzusetzen. Mit Erfolg! Nach Rücksprache mit der Physikalisch-Tech­nischen Bundesanstalt (PTB) hat das BMWi die Bitte des BA mit den Gewerberechtsrefe­renten der Länderwirtschaftsministerien auf der letzten Tagung des Bund-Länder-Aus­schusses Gewerberecht am 3. und 4. Mai in Bremen diskutiert. Dabei wurde die Auffas­sung der PTB berücksichtigt, dass aus grund­sätzlichen Erwägungen die letztlich prüftech­nisch vorgegebene Aufstelldauer von 48 Mo­naten nicht lediglich wegen wirtschaftlicher Belastungen verlängert werden sollte. Der Bund-Länder-Ausschuss Gewerberecht hielt es vor dem Hintergrund der Euro-Einfüh­rung bei Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit allerdings für ange­bracht, den Betrieb von Geldspielautomaten, deren Aufstelldauer ab dem 1. Oktober 2001 abläuft, bis zum 28. Februar 2002 zu dulden. Das heißt im Klartext: Geldspielgeräte mit den Ablaufdaten 31. Oktober 2001, 30. November 2001, 31. Dezember 2001 sowie 31. Januar 2002 dürfen bis einschließlich 28. Februar 2002 über die Zulassungsdauer hinaus weiter betrieben werden.

 

Die Bundesländer wollen den Vollzugsbehör­den, also den Gewerbe- und Ordnungsämtern empfehlen, von Maßnahmen gegen den Be­trieb der in Rede stehenden Altgeräte für die­sen Zeitraum abzusehen.

 

Besse empfiehlt: „Um die Handhabung dieser Regelung in der Praxis zu erleichtern, sollen die Automatenunternehmer den Gewerbeoder Ordnungsämtern rechtzeitig Kopien der Zulassungsbelege der Geräte einreichen, die im Rahmen der Dul­dung länger als 48 Mo­nate betrieben werden sollen."

Der BA-Präsident sieht diese Ausnahmerege­lung als einen guten Erfolg an: „Der Ge­danke, die Aufstell­dauer von Geldspiel­geräten aufgrund der historisch einmaligen Euro-Bargeldeinführung für diese wenigen Mo­nate zu verlängern, war von betriebswirtschaft­lichen Grundüberlegun­gen geprägt. Wir haben mit der jetzigen Lösung erhebliche zusätzliche Aufwendungen wegen der Euro-Umstellung von den Automatenaufstellunternehmern ab­wenden können."

 

Allerdings erwartet Karl Besse für dieses Enga­gement keinen Lorbeerkranz: „Ich habe als Präsident des Bundesverbandes ganz einfach nur meine Pflicht getan und mich für die Be­lange unserer Mitglieder eingesetzt." Außer Frage steht für Besse, dass die Aufstell­unternehmer in dieser Angelegenheit ihre Glaubwürdigkeit bewiesen haben. Der BA-Präsident weiß: „Unsere Argumente, belegt mit betriebswirtschaftlichen Fakten, ha­ben die Verantwortlichen überzeugt."      

 

 

 

Spielzeitverkürzung

Eine weitere prima Entwicklung für die Branche war die Spielzeitverkürzung von 15 auf 12 Sekunden. Im Folgenden einige Meldungen und Kommentare dazu:

 

 

FREITAG DER 13. FÜR DIE BRANCHE EIN GUTER TAG

 

Spielzeitverkürzung lässt uns Atem holen

 

12- statt 15-Sekunden-Spiel. Jetzt ist es be­schlossene Sache. Wir sprachen darüber mit dem VDAI-Vorsitzenden Paul Gauselmann.

 

AutomatenMarkt: Der Bundesrat hat im Rah­men des Euro-Einführungsgesetzes eine Spiel­zeitverkürzung von 15 auf 12 Sekunden be­schlossen. Das Ganze verlief – zumindest nach außen hin - ziemlich unkompliziert. Wie aber sah es hinter den Kulissen aus?

 

Paul Gauselmann: Wir haben die Politiker mit Fakten überzeugt. Dass ein solcher Beschluss natürlich nur durch intensive Vorbereitungsar­beit herbeigeführt werden kann, versteht sich von selbst. Sie können sich sicherlich vorstel­len, dass wir im Vorfeld diverse Gespräche ge­führt haben. Ich habe mit der besonderen Unterstützung von Herrn Dr. Bornecke, Herrn Hess und weiteren an den entscheidenden Stel­len deutlich gemacht, dass die Automatenwirt­schaft durch die Euro-Einführung einen enor­men Nachteil erleidet. Jeder Automatenunter­nehmer muss aufgrund der Umstellung des Spielpreises von 40 Pfennig auf 20 Cent Einbu­ßen von 2,21 Prozent bei jedem Spiel hinneh­men. Hinzu kommen die bereits eingetretenen Belastungen durch die kumulierte Inflationsrate und die Mehrwertsteuererhöhung. Seit der letz­ten materiellen Anpassung im Jahr 1993, da­mals wurde der Spielpreis von 30 auf 40 Pfen­nig erhöht, wird unsere Branche mit Mehrkos­ten von über 22 Prozent belastet. Außerdem kostet die Euro-Einführung die gesamte Auto­matenbranche über eine-Milliarde Mark. All diese Argumente haben wir den Politikern deutlich vor Augen geführt.

 

AutomatenMarkt: Mit Erfolg, wie wir jetzt wis­sen. Also stellt das 12-Sekunden-Spiel einen Nachteilsausgleich dar?

 

Gauselmann: Richtig. Die Politiker haben uns nichts geschenkt, sondern mit der Spielzeitver­kürzung den Status quo von 1993 wieder her­gestellt. Denn der Preis pro Spiel reduziert sich durch die Währungsumstellung, dafür aber läuft das Spiel künftig schneller. Statt bisher 240 Spiele pro Stunde, werden demnächst 300 Spiele möglich sein. Allerdings nur theoretisch, denn in der Praxis dauern einige Spiele, zum Beispiel durch Ausspielung oder Risiko, länger als 12 Sekunden. Aber generell werden die Geld-Gewinn-Spiel-Geräte für die Spielgäste wesentlich weniger langweilig in einer Pech­strähne.

 

AutomatenMarkt: Ab wann wird es die neuen Geräte mit kürzerer Spielzeit geben?

 

Gauselmann: Eingesetzt werden dürfen sie na­türlich erst im nächsten Jahr. Aber bereits im Herbst werden mit Sicherheit 12-Sekunden­Geräte vorgestellt. Für mein Unternehmen je­denfalls kann ich diese Zusage schon heute geben. Und ich versichere Ihnen, wir haben einiges in der Pipeline, um diese Geräte auch darüber hinaus noch spannender zu gestalten. Das langweilige 15-Sekunden-Geld-Gewinn­Spiel-Gerät ist mit der Spielzeitverkürzung spritziger geworden. Der erste 20-prozentige Schritt in Richtung 3-Sekunden-Spiel ist damit getan.

 

AutomatenMarkt: Werden zum Beispiel Risi­koleiter und Sonderspiele auch bei einer kürze-

ren Spielzeit prägendes Element der Geld-Ge­winn-Spiel-Geräte bleiben?

 

Gauselmann: Selbstverständlich, denn das, was der Spieler gewohnt ist, will er auch künf­tig wiedersehen. Es werden aber noch viele andere Elemente hinzukommen, die ihn fes­seln. Nur was bisher langweilig war, nämlich das Warten bis endlich mal wieder etwas pas­siert, wird mit den 12 Sekunden halbiert, das heißt heute ist in der Regel nach neun Sekun­den der Walzenlauf beendet. Durchschnittlich vier von fünf Spielen sind ohne positives Er­eignis und dann muss der Spieler im Durch­schnitt sechs Sekunden warten, bis ein neuer Lauf beginnt. Beim 12-Sekunden-Spiel muss er demnach nur die halbe Zeit von drei Se­kunden warten.

 

AutomatenMarkt: Ist geplant, bereits am Markt befindliche Geräte auf die kürzere Spielzeit umzurüsten?

 

Gauselmann: Es ist davon auszugehen, dass die Industrie für die meisten neueren Geld­Gewinn-Spiel-Geräte der letzten zwei Jahre, die auf Euro umgestellt werden können, auch einen entsprechenden Nachrüstsatz anbieten wird, um die Spielzeit auf 12 Sekunden zu verkürzen. Dazu muss die Physikalisch-Tech­nische Bundesanstalt allerdings nach entspre­chender Prüfung erst einmal eine Zusatz­urkunde ausstellen. Und das kostet Zeit und Geld. Sehr gut stehen auf jeden Fall diejeni­gen Automatenaufsteller da, die über Geräte mit einstellbarer Quote verfügen. Auf einem schwächeren Platz kann beispielsweise bei ei­nem 12-Sekunden-Spiel die Auszahlquote nach oben gestellt werden. Durch die kürzere Spielzeit hat der Spielgast dann ein größeres Erfolgserlebnis und wird länger am Gerät ver­weilen. An Spitzenplätzen dagegen muss nichts an der Quote geändert werden. Hier können künftig in einer Stunde 60 Spiele mehr getätigt werden. Ein positiver Aspekt übrigens auch für Stoßzeiten in Gaststätten, denn mit der Spielzeitverkürzung wird schneller ein Spielerwechsel stattfinden.

 

AutomatenMarkt: Mit welchen Kosten muss der Automatenunternehmer für einen Umrüst­satz rechnen?

 

Gauselmann: Das kann ich heute noch nicht sagen. Auf jeden Fall wird ein Umrüstsatz Geld kosten, denn wie bereits erwähnt, muss neu entwickelt werden und eine Zusatzurkunde durch die PTB ausgestellt werden. Außerdem hat ein Umrüstsatz - zum Beispiel bestehend aus einer neuen CPU, einer Frontscheibe mit 12 Sekunden und einer Urkunde - nicht nur ei­nen materiellen, sondern auch einen ideellen Wert. Denn derjenige Aufsteller, der ein bereits heute am Markt befindliches Gerät umrüsten will, ist mit diesem Gerät zufrieden, hat gutes Geld damit verdient und will in der Zukunft entsprechend mehr verdienen. Folglich wird er auch bereit sein, für einen entsprechenden Umrüstsatz eine bestimmte Summe zu zahlen. Bei Geld-Gewinn-Spiel-Geräten, die im Herbst auf den Markt kommen, wird der Automaten­aufsteller - zumindest beim Kauf von Geräten aus meinem Hause - eine Garantie erhalten, dass die Umrüstung auf das 12-Sekunden-Spiel zu einem Vorzugspreis erfolgt.

 

AutomatenMarkt: Wie schätzen Sie das Ein­kaufsverhalten der Kunden im Herbst ein?

 

Gauselmann: Wenn die Geräte gut sind - und das werden sie sein - wird mit Sicherheit geor­dert. In einer Spielstätte hat doch ein Geld­ Gewinn-Spiel-Gerät bei den heutigen Preisen schon nach ein bis zwei Monaten den Anschaf­fungspreis eingespielt. Und wenn der Aufsteller dann noch die Garantie hat, dass die Geräte zu einem günstigeren Preis auf die kürzere Spiel­zeit umgestellt werden, wird er sie im Herbst auch kaufen, um sich in der besten Jahreszeit das bessere Geschäft nicht entgehen zu lassen.

 

AutomatenMarkt: Der IMA wird durch die Spielzeitverkürzung doch jetzt bestimmt ein ganz anderer Stellenwert beigemessen?

 

Gauselmann: Die IMA 2002 wird boomen, da­von bin ich fest überzeugt. Ich habe mich - trotz aller Kritik und der Absage einiger Her­steller im vergangenen Jahr - immer für den Ja­nuar-Termin, eine Woche vor der Londoner Messe, stark gemacht. Wie wichtig diese Ent­scheidung war, sehen Sie heute. Ich bin zwar kein Hellseher, aber manchmal im Leben hat man eben auch einen Netzroller, um es einmal im Tennisjargon auszudrücken.

 

AutomatenMarkt: Wie haben denn unsere Kri­tiker auf die Spielzeitverkürzung reagiert?

 

Gauselmann: Ich glaube nicht, dass die Kritiker hierdurch überhaupt auf den Plan gerufen sind. Im Gegenteil! Denn dadurch, dass künftig schneller ein Ereignis am Geld-Gewinn-Spiel­Gerät eintritt, kann ein Spielgast logischerweise gar nicht mehr so einfach an mehr als zwei Ge­räten spielen und will es aufgrund der Action­Freudigkeit auch gar nicht mehr.

 

AutomatenMarkt: Eine materielle Anpassung ist jetzt erreicht worden. Wann rechnen Sie mit einer strukturellen Verbesserung?

 

Gauselmann: In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz laufen bekanntlich immer noch die Kabinettsabstimmungen bezüglich der von den Amtschefs der Wirtschaftsminister angeregten Bundesratsinitiative. Während sich in Rheinland-Pfalz wegen der politischen Kon­stellation die Situation etwas günstiger gestaltet, gibt es in Nordrhein-Westfalen grundsätzliche Bedenken des Ministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit. Außerdem zeichnen sich Vorbehalte in den Jugendressorts anderer Bundesländer ab. Ich gehe deshalb davon aus, dass eine endgültige Novellierung der Spielver­ordnung erst nach der nächsten Bundestags­wahl von der Politik wieder vorangetrieben wird. Unabhängig davon werden wir unsere Bemühungen zur strukturellen Änderung aber weiter konsequent fortsetzen.

 

AutomatenMarkt: Aber die Durststrecke ist mit der Spielzeitverkürzung wohl überwunden?

 

Gauselmann: Ich möchte es anders formulieren: Zumindest werden wir in den nächsten ein bis zwei Jahren erst einmal eine kleine Erholungs­pause haben. Die Industrie ebenso wie der Großhandel und die Aufsteller. Wir können also wieder Atem holen. Erst hat die Aufstellerschaft im Alleingang erreicht, dass Geräte, deren Zu­lassung ab 1. Oktober diesen Jahres abläuft, bis einschließlich Februar 2002 wegen der Euro­Umstellung weiter betrieben werden können. Nunmehr hat die Industrie mit der Spielzeitver­kürzung für die gesamte Branche ein positives Signal gesetzt. Wenn wir alle ab sofort konse­quent immer gemeinsam an einem Strang zie­hen - ich meine hier Industrie, Großhandel und Aufsteller mit jeweils ihren Verbänden -, werden wir sicherlich auch in Zukunft noch einiges für unseren Wirtschaftszweig bewegen. Ich bin da durchaus optimistisch. Und zum Marktverhalten noch ein Wort: 1953 musste der Spielgast für ein 15-Sekunden-Spiel 6,02 Prozent eines Stunden­lohnes aufwenden. 2001 kostet ein 15-Sekun­den-Spiel nur noch 1,36 Prozent eines Stunden­lohnes. Das zeigt, unser Spiel ist gemessen am durchschnittlichen Einkommen um Faktor 4,4 billiger geworden. Die gesamte Freizeitbranche macht einen Umsatz von 450 Milliarden Mark. Unsere Branche gerade mal sechs Milliarden Mark. Ich bin sicher, mit besseren (nicht teure­ren) Angeboten können wir uns trotz übermäch­tiger Konkurrenz ein Paar Scheiben mehr vom Freizeitkuchen abschneiden. Es liegt nun an uns, einhellig gemeinsam dies zu erreichen.

 

 

 

Probleme mit Fungames

 

Fungames waren in den Neunziger Jahren die Melkkuh der Branche und hatten in vielen Unternehmen die Einnahmen aus dem Geldspielgerätegeschäft übertroffen. Die Gier nach noch mehr Gewinnen verleitete viele Aufsteller zu gesetzeswidrigem Handeln, z.B. dem Ankauf von Token. Die Öffentlichkeit und die Strafverfolgungsbehörden wurden aufmerksam, da die Einsätze und möglichen Gewinnen für viele Spieler Existenz gefährdend wurden. Folgendes Interview mit einem Hauptkommissar hätte der Branche Warnung genug sein sollen. Doch halbherzige Versuche („Roter Brief“), die schwarzen Schafe in den eigenen Reihen zur Räson zu bringen, schlugen fehl. Die Folge war, dass mit Inkrafttreten der Neuen Spielverordnung Fungames so gut wie verboten sind. Das Wehklagen der Industrie und der Aufsteller klingt heute noch in den Ohren.

 

 

„Überhöhte Verluste sind das Problem"

 

Interview mit Paul Weiß ( Hauptkommissar im Bayerischen Landeskriminalamt, zuständig für illegales Glücks­spiel.). Er fordert klare Verhältnisse für Fungames.

 

AutomatenMarkt: Herr Weiß, was haben Sie gegen Fungames?

 

Paul Weiß: Da müssten Sie mir erst sagen, was so genannte Fungames sind. Am Fun­game kann der Spieler in wenigen Sekunden bis zu fünf Mark verlieren. Das ist für mich kein Unterhaltungsgerät mehr wie etwa ein Flipper, sondern ein Geldspielgerät. Von die­ser Thematik abgesehen geht es uns um den Missbrauch, der mit Fungames von einigen betrieben wird.

 

AutomatenMarkt: Wie stellt sich der dar?

 

Weiß: Weiterspielmarken werden gegen Geld getauscht. Das ist illegales Glücksspiel nach Paragraf 284 Strafgesetzbuch. Wenn wir da­von Kenntnis erhalten, müssen wir als Polizei tätig werden.

 

AutomatenMarkt: Wie erfahren Sie von solch­en Fällen?

 

Weiß: Zum einen durch Spieler. Manche ha­ben so viel Geld an Fungames verloren, dass sie ruiniert sind. Dann kommen sie zu uns und zeigen sich selber an. Zum anderen ge­hen auch Hinweise von Automatenunterneh­mern ein, die ihr Geschäft einwandfrei führen und die vom Gesetz vorgegebenen Spielre­geln beachten.

 

AutomatenMarkt: Nun sind in einem Fall ge­nerell Automatenunternehmer in einer Region angeschrieben worden. Der erhobene Vor­wurf lautet, jede Einsatzrückgewähr sei ille­gales Glücksspiel.

 

Weiß: Das ist eine Position, die in der be­treffenden Re­gion von den Behörden ver­treten wird. Mir ist auch

bekannt, dass Rechtsgutachten diese Auffas­sung nicht so eindeutig gegeben sehen. Ich sage dazu nur, dass die finsatzrückgewähr in der Tat nicht in einer Eindeutigkeit geregelt ist.

 

AutomatenMarkt: Sie fordern also klare Ver­hältnisse.

 

Weiß: Uns ist sehr daran gelegen, dass diese Problematik in gerichtsverwertbarer Weise geklärt wird. Denn Gutachten allein helfen nicht weiter. Für klare Verhältnisse könnte aber auch eine geänderte Gewerbeordnung sorgen. In der jetzigen Situation leiden Spie­ler darunter, die ruiniert werden, und die seriösen Automatenunternehmer.

 

AutomatenMarkt: Heißt das, Fungames soll­ten verboten werden?

 

Weiß: Nein, muss es nicht. Spiel ums Glück als solches ist für die Polizei nicht das Prob­lem. Sondern die Gefahr für Spieler, unange­messen hohe Verluste in kurzer Zeit zu erlei­den. Ich verweise da auf die Anlage zu Para­graf 5 a der Spielverordnung, die regelt, was erlaubnisfreie Spiele für das Reisegewerbe sind. Dort wird ausgeführt, unter welchen Be­dingungen Spiele legal sind. Kernpunkte sind maximaler Einsatz, Mindestauszahlquote und Gewinnhäufigkeit. Was legal ist und was nicht, ist anhand dieser Kriterien einfach zu entschei­den: Entweder sie werden erfüllt oder nicht.

 

AutomatenMarkt: Einen solchen Ansatz ver­folgt ja auch unsere Branche bei den Bemü­hungen um eine neue Spielverordnung.

 

Weiß: Ja, die Richtung ist eine ähnliche. Dass wir eine neue Spielverordnung brauchen, darüber müssen wir nicht lange reden. Eine neue Spielverordnung ist einfach notwendig. Es muss ein Weg gefunden werden, der für alle Beteiligten gehbar ist.

 

 

Sieht man Preislisten von 2001 für Fungames, tränen einem die Augen. ALLE hier genannten Geräte kann der private Sammler heutzutage für weniger als €100 in beliebiger Menge erwerben.

 

 

Bally Promotion Konzept

 

In einer groß angelegten Kampagne zur Einführung des Scooters profilierte sich Bally Wulff mit Zusatzleistungen rings um seine Geldspieler. „Platzmarketing“ war das Zauberwort. Ein Mittel dazu war ein neuartiges Kartensystem.

 

Jetzt alle Geräte mit Chipkartensystem

 

Neue Technik soll die Bedienung der Geldspiel­geräte für den Unternehmer einfacher und sicherer machen sowie neue Spieler gewinnen.

 

In allen neuen Geld­spielgeräten wie dem Scooter ist das neue Chipkartensystem Standard. Es soll dem Unternehmer eine Erleichterung, bessere Kontrolle und neue Promotion­ möglichkeiten bringen.

 

 

Alle Welt redet von Promotion. Ein Be­griff, der vielen leicht über die Lippen geht, aber gleichzeitig für die meisten nur schwer umzusetzen ist. Eines der schwie­rigsten Gebiete ist wohl die viel beschworene Promotion bei Geldspielgeräten. Das heißt, wie gewinne ich neue Kunden für die umsatzstärks­te Gerätegattung.

 

Bally Wulff hat dafür eine Lösung entwickelt, die sogar weit über den Promotionaspekt hi­nausgehe, so das Unternehmen. Gleichzeitig soll auch noch das Bedienen des Gerätes durch den Automatenkaufmann, die Techniker, die Wirte und das Servicepersonal einfacher und sicherer werden.

 

Das Zauberwort heißt Chipkartensystem. Das Berliner Unternehmen ist so von seiner Ent­wicklung überzeugt, dass es alle neuen Geld­Gewinn-Spiel-Geräte ab dem Scooter standardmäßig mit dem neuen System ausstatten will.

 

Das Lesegerät für die Karten ist in das Gerät in­tegriert und befindet sich direkt neben dem Münzeinwurf. Auch die benötigten Chipkarten werden mitgeliefert. Es können vier verschie­dene Kartentypen definiert und direkt am Gerät erstellt werden.

 

Zum einen die Aufstellerkarte. Mit ihr kann der Automatenunternehmer zum Beispiel das Spielsystem ändern, ohne das Gerät zu öffnen oder eine PIN einzugeben. Die Karte ermög­licht Zugriff auf den Servicebaum bis zur Si­cherheitsstufe (Barriere) B3. Bei geschlossener Tür stehen so die Menüpunkte Spielsystem, Kurzstatistik und Kasse zur Verfügung. Jedes Gerät verfügt jetzt zusätzlich zum bisheri­gen Wirtespeicher über drei weitere Wirtekon­ten. Zugriff auf diese Konten erhält der Gastro­nom über eine Wirtekarte. Das Gerät registriert bei eingesteckter Wirte­karte die Summe, die bei einer Leerspielung eingeworfen wird. Erreichen die Münzröhren später wieder einen Mindestfüllstand, kann sich der Wirt mithilfe der Karte das vorher einge­worfene Geld zurückzahlen lassen. Die Servicekarte ist für Kassierer und Techniker gedacht. Nach der Identifizierung mit dieser Karte werden im Servicebaum alle Menü­punkte bis zur Sicherheitsstufe Bi freigegeben. Das Gerät kann bis zu sechs von diesen Ser­vicekonten verwalten.

 

Und noch eine zusätzliche Sicherung soll durch die Verwendung der Karten erreicht werden. Ist der Punkt „Türarlarm ein" aktiviert, kann die Gerätetür nur nach vorherigem Stecken einer Aufsteller- oder Servicekarte geöffnet werden. Andernfalls wird der Alarm ausgelöst. Der Clou des ganzen Chipkartensystems sei aber die Promotionkarte, erklärt Bernhard Eber, Pressesprecher von Bally Wulff. Bei der Verwendung der Karte werden im Münzspeicher ein Geldbetrag und im Serien­spielspeicher ein Serienspiel-Startwert vorge­legt. So könne sich der Spielgast ohne Risiko mit dem Spielsystem vertraut machen, betont Eber. Natürlich erfolge keine Gewinnauszahlung.

 

Weiter: „Dieses Kennenlernspiel ist eine ideale Möglichkeit, den Gast an das Gerät her­anzuführen und ihm die unterschiedlichen Spielfeatures näher zu bringen. Auch sind mit dem neuen System zum Beispiel Wettbewerbe möglich. Den Marketingideen sind hier keine Grenzen gesetzt."

 

 

 

 

Schwerkraft in der Magengrube

Dieses Gefühl von Druck in der Magenge­gend, Spannung, Geschwin­digkeit und Spaß. Kaum unterdrückte spitze Schreie, dann die Erleichterung in der Zielgeraden. Danach: Strah­lende glückliche Gesichter. Diese kurze Szene auf der Achterbahn könnte auch bald den Spielverlauf an Scooter beschreiben.

 

Der erste Teil dieser Erfolgs­geschichte begann bereits im August 2000 mit SUNFIRE,

einer völlig neuen Spie­lekonzeption. Ein Gerät, das vom Start weg die Überholspur für sich gepachtet hat und alle Mächte des Marktes außer Kraft setzte. Die Story Nr. 2 wird noch waghalsiger. Siehe Achterbahn. Kein mühsames Hochschaukeln; mit dem nö­tigen Glück jagt man hoch wie in einem Looping und holt sich die TOP 50 ganz oben: Die unteren Steps der Risikoleiter erst verkürzen, dann hochriskieren in die Center-Aus­spielung, mit dem Ga­rantie-Bonus weiter auf die Risiko-Strecke, in der Scoo­ter-Ausspielung mit dem SCOOTER-Bonus hoch bis zum Gipfel des Erfolgsge­fühls.

 

 

 

Verschiedene Operating-Cards (PDF-Dokument)

 

 

Flipper auf dem Rückzug

 

Es ist kein Geheimnis, dass in den Ländern der westlichen Welt von USA bis nach Europa der Absatz neuer Flipper auf einige tausend pro Jahr geschrumpft ist. Erschreckend ist aber auch der Rückgang der aufgestellten Geräte. So hat zum Beispiel Frankreich noch im Jahre 1996 etwa 120000 Flipper in Bars, Cafes und Spielhallen betrieben. Diese Zahl ist auf 55 000 im Jahr 2000 gesunken. Allerdings sind in Frankreich alle Gerätetypen rückläufig.

 

So war Frankreich einmal ein fantastischer Markt für Videospiele. Diese sind von 90000 in 1996 auf 25000 im Jahr 2000 zurückgegangen. Das Gleiche gilt für Sportgeräte wie Fußball und Pool. Auch hier hat sich die Zahl halbiert. Und selbst die Mu­sikbox, die in Frankreich immer noch einen festen Markt hatte, ist von 15 000 in 1996 auf 5 000 im Jahr 2000 zurückgegangen. Leider zeigen sich ähnliche Zahlen zum Beispiel auch in den USA. Dort gab es einmal nahezu eine Million Flipper. Dies Zahl hat sich mehr als halbiert. 1998 zählte man nur noch 450 000 Flipper. Das Gleiche gilt interessanterweise auch für Videos. Die sind von über einer Mil­lion in 1988 auf etwa 550 000 in 1998 zurück­gegangen. Die einzige Gruppe mit Zuwachs­raten sind die so genannten Redemptiongames, das heißt Geschicklichkeitsspiele, bei denen es ein Ticket zu gewinnen gibt. Dieses Ticket kann dann gegen Ware umgetauscht werden. So soll die Zahl in zehn Jahren, von 1988 bis 1998, von 8 000 auf nahezu 90 000 gestiegen sein.

 

 

Peter Eiba

 

Einer der Rebellen der Branche, der immer wieder gegen die Gauselmann AG ins Felde zieht, ist Peter Eiba. Legendär ist sein Onlinebuch, in dem er mit der Branche abrechnet. Siehe auch dieser Bericht in der Goldserie. Auch wenn in der Automatenpedia bislang keine einzelne Spielhalle vorgestellt wurde, soll Peter Eiba’s Projekt im Augsburger Hauptbahnhof doch mit folgenden beiden PDF-Seiten gewürdigt werden:

 

Seite 1

Seite 2

 

Vermischtes

 

Leitgeplankte Geld-Gewinn-Spiel-Geräte

Mut zur Innovation am Geld-Gewinn-Spiel­Gerät: Den hat nach einem Bericht der Neuen Westfälischen Zeitung die Gauselmann AG bewiesen. Künftig werden deren Automaten mit einem neuen Design daherkommen, das zugleich mehr Sicherheit beim Spiel bringt. Denn wie dem Bericht zu entnehmen ist, be­stückt das Espelkamper Unternehmen seine Produkte neuerdings mit Leitplanken, wie sie gemeinhin von Landstraßen und Autobahnen bekannt sind. Jürgen Trümper, Leiter der Spiel­sucht-Beratungsstelle im westfälischen Unna, dürfte sich über diese Neuerung freuen. Denn mit Leitplanken am Gerät ist der Schutz der Spieler doch erheblich verbessert. Vor was auch immer. Bevor aber in unserer Branche spekuliert werden konnte, ob Leitplanken für Geld-Gewinn-Spiel-Geräte durch eine neue Spielverordnung verbindlich für alle Hersteller vorgeschrieben werden, folgte in der Neuen Westfälischen (leider) ein Dementi. Gausel­mann habe nicht für Leitplanken investiert, sondern in eine Bestückungsanlage für Leiter­platten. Schade eigentlich, denn leitgeplankte Geld-Gewinn-Spiel-Geräte wären doch end­lich mal wieder eine echte Innovation gewe­sen. Oder?

 

Stunk in Braunschweiger Spielstätte

Von wegen Automatenaufsteller nutzen die neuen Medien nicht. Laut einer Meldung der Braunschweiger Zeitung hatte ein maskierter Mann in einer Spielstätte in der Innenstadt größere Mengen übel riechender Buttersäure verspritzt. Sowohl bei der Dienst habenden Servicemitarbeiterin als auch bei den herbei­gerufenen Hilfskräften von Feuerwehr und Polizei hatte der Anschlag starke Übelkeit ausgelöst. Allgemein herrschte jedoch Ratlo­sigkeit, wie man dem äußerst hartnäckigen Gestank am besten auf den Pelz rücken könnte - bis der Spielstättenbetreiber im Internet einen Anbieter aus Baden-Württem­berg ausfindig machte, der sich auf das Ent­fernen von Buttersäure spezialisiert hat. Ob das Unternehmen den Mann, der für so viel „Stunk" in der Braunschweiger Spielstätte ge­sorgt hatte, gleich mit neutralisierte, ist nicht bekannt. Gegen ihn wurde Strafanzeige wegen Körperverletzung und Sachbeschädi­gung erstattet.

 

 

Euro bringt Sorgen für Millionäre

Manche haben viele Jahre, viele sogar ihr Leben lang gearbeitet, um ihren Traum zu verwirklichen und Millionär zu werden. Das Überschreiten der magischen Grenze von einer Million Mark sorgte auch für neues Selbstbewusstsein. Die Einführung des Euro gefährdet diese Personen akut, da sie fortan nur noch 511 291,88 Euro ihr Ei­gen nennen können. Sind Psychologen und Krankenhäuser vorbereitet? Haben sich bereits Selbsthilfegrup­pen der „ehemaligen Millionäre" gegründet? Noch ist nicht abseh­bar, ob es zu Verzwei­flungstaten kommen wird oder ob der Euro ein Ansporn zu härte­rer Arbeit ist, um ein richtiger Euro-Milli­onär zu werden. Die Einrichtung eines Euro­Sorgentelefons scheint laut Experten jeden­falls angebracht.

 

 

Der Duft, der den Spielgast überzeugt

 

Mit Aromatec kommt eine neue Art der Kunden­bindung auf den Markt. Düfte sollen den Gast bei Gewinn belohnen und bei Verlust trösten.

 

BILD GERUCHSAUTOMAT. Bildunterschrift: Die Duftaggregate im Inneren des Gerätes sollen auch als Nachrüstsatz erhältich sein.

 

Der Spielgast soll den Duft des Geldes riechen können. Ihm wird eine neue Dimension des Spielerlebens eröffnet, die weit über die bekannten, oft gleichen opti­schen und akustischen Reize hinausgeht." Für Gilbert Dennis Rosper ist seine neueste Erfindung ein Meilenstein für die Kundenbin­dung an Geld-Gewinn-Spiel-Geräten. Eine Möglichkeit, mal über den Tellerrand hinaus­zublicken und die viel beschworenen neuen Wege zu gehen.

 

Der Erfinder aus dem kleinen Ort Kretz vor den Toren Koblenz hat mit dem so genannten Aro­matec eine Vorrichtung entwickelt, die die mar­kanten Spielphasen eines Geldspielgerätes mit unterschiedlichen, speziell entwickelten Düf­ten unterstreicht. Zum Beispiel bei einem Geld­gewinn, dem Erreichen einer Hunderterserie, beim Risiko, aber auch für den Fall, dass nicht gewonnen wird.

Die „Beeinflussung" das Gastes findet hier bei im Unterbewusst sein statt. Das System verströmt für wenige Sekunden einen kaum wahrnehmbaren Duft. Dabei ist es so einge­ stellt, dass ihn nur der Spieler direkt vor dem Gerät registriert. Riechen ist die einzige Sinneswahrnehmung, die nicht vom Willen beeinflusst, direkt die Gefühlswelt eines Menschen anspricht. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Auch nicht deren Nut­zung für kommerzielle Zwecke. In anderen Branchen, wie zum Beispiel im Einzelhandel oder der Automobilindustrie, ist Duftdesign schon lange gang und gäbe. Welcher Raumduft den Kunden im Kaufhaus in eine entspannte, konsumfreudige Atmosphäre versetzt oder wie der Innenraum eines neuen Autos riechen muss, damit sich der Fahrer wohl fühlt, ist schon von verschiedenen Studien beleuchtet worden. In einem sind sich alle einig: Der richtige Duft kann Kaufentscheidun­gen und Konsumverhalten beeinflussen. In Anlehnung an diese Studien und Erfahrun­gen aus der Wirtschaft will Rosper diese Tech­nik jetzt auch für unsere Branche nutzbar ma­chen.

 

„Der Bereich Geldspiel scheint hier am inte­ressantesten zu sein. Denn immer da, wo es um bare Münze geht, sind die Emotionen am größten. Das Aromatec-System wird in das Geldspielgerät integriert. Greift aber nicht in den Spielverlauf oder die Elektronik ein. So bleibt die PTB-Zulassung unberührt", erklärt Rosper.

 

Das System soll sowohl als Nachrüstsatz wie auch als fester Bestandteil von neuen Geld­spielgeräten auf den Markt kommen. Die verströmten Düfte sind auf die unter­schiedlichen Spielphasen abgestimmt. So wird bei einem Geld- oder Seriengewinn ein eu­phorisierender Geruch freigesetzt, der das Er­folgsgefühl und das Gewinnerlebnis noch stei­gern soll.

 

In der Risiko-Phase kommt ein „Angstfrei­ Duft" zur Anwendung. Dieser Duft werde schon seit einiger Zeit erfolgreich in Zahnarzt­ Praxen eingesetzt, um den Patienten die Angst zu nehmen.

 

 

Die Zeit ist schon eine schwierig zu verstehende Maßeinheit. Wikipedia: „In der Physik ist die Zeit die fundamentale, messbare Größe, die zusammen mit dem Raum das Kontinuum bildet, in das jegliches materielle Geschehen eingebettet ist.“ Vor allem, wenn man sich zu lange und krampfhaft dazu etwas aus den Fingern schreiben muss. Wie der Redakteur des Automatenmarktes mit dieser misslungenen Kolumne merken musste:

 

Zeit ist Geld! Weiß der Teufel, wer diese Behauptung mal in die Welt gesetzt hat. Jedenfalls bestimmt sie heute unseren Alltag. Hauptsächlich indem wir beides regelmäßig nicht haben. Weder Zeit noch Geld.

 

Sekundenbruchteilung

 

Jedenfalls besteht da ein Zusammenhang der beiden genannten Maßeinheiten. So versteht es sich von selbst, dass wir eine neue Zeitrechnung brauchen, wenn im nächsten Januar die Euro-Währung unaus­weichliche Wirklichkeit wird. Wenn dann der Pfennig beim Geld nicht mehr die kleinste Maßeinheit, sondern der Cent, dieser aber fast doppelt so viel wert sein wird, muss auch die Sekunde als kleins­te Zeiteinheit anders eingestuft werden. Bleiben wir bei dem Verhältnis eins zu 1,95583, stellt sich die Frage, ob entspre­chend rauf oder runter. Halten wir uns an die Stückzahlentwicklung beim Geldumlauf, deutet das eindeutig nach unten. Danach wäre morgen die Se­kunde gegenüber der heutigen nur noch 0,51129 wert. Die 15 Sekunden Mindest­laufzeit für Geldspielautomaten dürfte dann nur noch 7,66935 Sekunden betragen. Auf­gerundet acht Sekunden. Das wären sieben Sekunden weniger. Drei hat man uns zugestanden. Die restlichen vier sind dann wohl Verwaltungsgebühren. So ist nun mal die Sekundenbruchteilungs­praxis der öffentlichen Hände. Als 1953 die geltende Spielverordnung er­lassen wurde, lautete die offizielle Defini­tion einer Sekunde = der 86 400ste Teil des mittleren Sonnentages. Aber was ist ein mitt­lerer Sonnentag? Das Jahr hat rund 360 Tage. Jeder ist anders.

 

Die Mitte von 360 wäre 180. Im Kalender wäre das jedoch ein Tag mit der längsten

Sonnenscheindauer. Kann also zur Errech­nung der Mittelmäßigkeit nicht herangezo­gen werden. Da müssen wir uns auf die je­weilige Mitte der beiden Hälften beschrän­ken. Welche wiederum ein Viertel des Gan­zen darstellen.

 

Es ist schon eine äußerst komplizierte Rech­nung mit den Sekunden. Ob nun 15 oder 12 mal ein Sechsundachtzigtausendvierhun­dertstel des mittleren Sonnentages als Min­destspieldauer. Für mich wäre es das gleiche Problem. Ich wüsste gar nicht, wie man das ausrechnet.

 

Zum Glück hat darum schon 1967 die Ge­neralkonferenz für Maß und Gewicht diese reichlich unpräzise Periodendauer der Se­kunde abgeschafft. Die Internationale Astro­nomische Union hatte erkannt, dass der technische Fortschritt tausendfach exaktere Berechnungsmethoden ermöglicht. Jetzt wird die Sekunde atomar definiert. Ich erspare mir, an dieser Stelle das Zahlen­gewirr der neuen Sekundenbruchteilungs­rechnung abzudrucken. Die würde doch kein Mensch verstehen. Darum ist es gut, dass die Physikalisch-Technische Bundesan­stalt in Braunschweig mittels Zeitüberwa­chung garantiert, dass auf Jahrtausende hi­naus jede Sekunde der anderen gleicht. In der Berliner PTB-Filiale, wo unsere Geld­ Gewinn-Spiel-Geräte geprüft werden, weiß man längst über den technischen Fortschritt auch in unserer Branche. Hundertprozenti­ger Schutz des Spielers wären durch einfa­che Eckdaten ohne komplizierte Sekunden­beschränkung viel eleganter zu gewährleis­ten. Doch dazu wäre grünes Licht vonseiten der Politik erforderlich. Und in der Politik ist Sekundenschnelle nun mal nicht üblich. Leider.        

 

 

 

Euer Esteka