Automatenpedia 1998

 

Von Esteka für www.goldserie.de

Goldserie e.V. – 1. Deutscher Verein der Münzspielfreunde

Mit Material aus dem Automatenmarkt und anderen Quellen

 

Ausgabe Juli 2010

Au

Politik, Wirtschaft und Sport

 

Von www.Wikipedia.de

 

2. Januar: Ausbruch der Vogelgrippe in Hongkong

 

16. Januar: Der Bundestag genehmigt den Lauschangriff

 

8. Februar: Ein Volksentscheid in Bayern bewirkt die Streichung des Passus zur Todesstrafe aus der bayerischen Landesverfassung.

 

1. April: Spanien. Vor dem Champions-League-Spiel Madrid – Borussia Dortmund fällt eines der Tore um. Günther Jauch und Marcel Reif erhalten für ihre Berichterstattung den Bayerischen Fernsehpreis („Ein Tor ist bereits gefallen.“)

 

29. April: Das Kyoto-Protokoll über die Klimaänderungen wird unterzeichnet

 

7. Mai: London, Großbritannien. Bekanntmachung der Fusion von Chrysler Corporation und Daimler-Benz AG

 

3. Juni: ICE-Unglück von Eschede: Der ICE „Wilhelm Conrad Röntgen“ entgleist aufgrund eines defekten Radreifens bei Eschede und reißt dadurch eine Straßenbrücke ein. 101 Tote

 

9. Juni: Der 1. FC Kaiserslautern wird sensationell, als erster Aufsteiger der Geschichte, Deutscher Fußballmeister der Herren.

 

12. Juli: Frankreich wird zum ersten mal in Paris, durch ein 3:0 gegen den Vorherigen Sieger Brasilien, FIFA Fußballweltmeister.

 

15. September: Brüssel, Belgien. Die Europäische Kommission gibt die Potenzpille Viagra frei

 

27. September: Wahlen zum 14. Bundestag der Bundesrepublik Deutschland führen zum Ende der 16 Jahre andauernden „Ära Kohl“, Gerhard Schröder wird Bundeskanzler in einer Koalition von SPD und den Grünen. Die letztgenannten sind damit erstmals in ihrer Geschichte an der Bundesregierung beteiligt

 

1. Oktober: Smart beginnt mit dem Verkauf ihres ersten Autos, dem smart city-coupé

 

 

Sonstiges

 

Der erste Freefall-Tower kommt als Fahrgeschäft in Deutschland auf die Volksfeste und auch das erste Mal auf das Münchener Oktoberfest.

 

Die Anzahl der Mobilfunk-Telefon-Benutzer steigt in Deutschland sprunghaft an.

 

Internet-Cafés eröffnen allerorts in Deutschland und ermöglichen jedermann den Zugang zum immer grösser werdenden World Wide Web.

 

 

Nummer 1 Hits 1998

 

Run-D.M.C. vs. Jason Nevins: It's Like That

Céline Dion: My Heart Will Go On

Die Ärzte: Männer sind Schweine

Ricky Martin: La copa de la vida / The Cup Of Life

Pras Michel feat. ODB & introducing Mya: Ghetto Supastar (That Is What You Are)

Politisches aus der Automatenwirtschaft

 

 

Die Branche fühlte sich mal wieder in einer tiefen Krise. Gaststättensterben (in denen mehr als die Hälfte aller Geldspieler aufgestellt waren), die Vergnügungssteuer (bis zu 600 DM pro Monat für ein Spielhallengerät), die im Comupterzeitalter wenig attraktiven Geldspieler nach den Regeln von 1953 und die allgemein sinkende Kaufkraft führte zu einem Einbruch von 30% beim Absatz neuer Geräte. Nicht nur Geldspieler waren betroffen, sondern auch die zuletzt hochgehandelten Sportgeräte (Dart) stagnierten. Einzig bei Fungames gab es steigende Absatzzahlen zu berichten, wenn auch erste Diskussionen um unerlaubten Umgang mit Weiterspielmarken für Unruhe sorgten. Die Industrie vermittelte Durchhalteparolen und auf der erstmals im Herbst stattfindenden IMA natürlich wieder unschlagbare Innovationen, mit denen schon bald alles besser werden würde. Doch zunächst traf es die Schwächsten, die Arbeitnehmer. NSM entließ 350 Mitarbeiter. Einige Artikel zur aktuellen Lage:

 

 

1997.jpgDas Jahr 1997 war wahrlich nicht das Jahr der Branche. In den zurücklie­genden vier Jahren gab es durchaus Grund zur Zufriedenheit und zu ei­nem positiven Denken. Dagegen war das Jahr 1997 überwiegend von Still­stand und negativen Schlagzeilen und Meldungen geprägt.

 

Wo bleibt das Grundrecht auf Gewerbefreiheit?

 

An erster Stelle fällt mir da die Ent­scheidung in Sachen Vergnügungs­steuer beim Bundesverfassungsge­richt ein. Die Klage gegen überhöhte Vergnügungssteuersätze in vielen Ge­meinden wurde nicht zur Entschei­dung angenommen. So bleibt es leider dabei, daß in vielen Bereichen deut­lich überhöhte Vergnügungssteuer­sätze viele mittelständische Automa­tenunternehmen an den Rand des Ruins bringen. Wo bleibt hier das Grundrecht auf Gewerbefreiheit?

 

Dann natürlich die Diskussion und die Debatten um die 12/12-Lösung. Lange Zeit war in Bonn bei der Ände­rung der Spielverordnung Sand im Getriebe. Es wurde viel mit der Politik und in der Öffentlichkeit diskutiert. Ursprünglich wollte der Bundesrat ja in seiner Sitzung am 19. Dezember, kurz vor Weihnachten, über die Änderung der Spielverordnung ent­scheiden. Nun wird dies voraussichtlich Anfang Februar 1998 geschehen. Natürlich bin ich über die­se Entwicklung sehr be­troffen und enttäuscht. Wir haben es allerdings geschafft, die entschei­denden politischen Mei­nungsträger in Bonn zu überzeugen, daß unsere Branche die Verbesserung durch die Änderung der Spielverord­nung dringend braucht. Inwieweit in den 16 Bundesländern die notwendi­ge Mehrheit erreicht wird, bleibt nun bis Anfang 1998 offen.

 

Kommt 12/12er-Lösung?

 

Ich hoffe, daß die Politik die Sorge um die Arbeitsplätze höher bewertet als die ideologischen Vorbehalte selbst­ ernannter Moralapostel, die in Wahrheit haupt­sächlich nur den eigenen Sozialarbeitsplatz sichern wollen. Und selbst wenn die 12/12er-Lösung nicht kommen sollte, was ich nicht glaube, so bleibt der Status quo gewahrt. Je­der, der seinen Betrieb aktiv führt, wird und kann feststellen, daß seine Spielgäste sehr wohl immer wieder zufrieden sind. Dennoch macht es kei­nen Sinn, die Hände untätig in den Schoß zu legen und nur unsere Problerne zu beklagen, denn es gibt viele gute Ansätze für eine gute Entwick­lungsmöglichkeit.

 

 

 

 

Es geht um unsere 60 000 Arbeitsplatze

 

Vor der Wirtschaftspresse forderte der VDAI­ Vorsitzende von der Politik die längst überfällige Anpassung der Rahmenbedingungen.

 

Die deutsche Automatenwirtschaft hat sich fit gemacht für die Zukunft. Krea­tivität, Originalität und Hightech in Verbindung mit gekonntem unternehmeri­schen Handeln sind unsere Antwort auf den zurzeit schwierigen Markt."

Die Teilnehmer der Wirtschaftspressekonfe­renz des VDAI hätten wohl anderes nicht er­wartet. Sie sind aus den Vorjahren das Bemühen des Vorsitzenden um eine positive Sicht der Realitäten gewohnt. Doch diesmal machte Paul Gauselmann eine Einschränkung: „Allerdings erwarten wir, dass die Politik jetzt endlich den notwendigen Ge­staltungsspielraum öffnet."

 

60000

Paul Gauselmann vor der Wirtschaftspresse: Realistischer Optimismus mit Einschränkung

 

Deutliche Worte in Richtung Bundesrat. Der hat am 6. Februar das letzte Wort zur Reali­sierung der lange erwarteten Zwölf/Zwölfer­ Lösung. Diese minimale Lockerung der Rah­menbedingungen hat unsere Branche drin­gend nötig.

 

Erstmalig veröffentlichte Zahlen zeigen auf, wohin überzogene Restriktionen geführt ha­ben. 26,1 Prozent Absatzrückgang bei Geld­ Gewinn-Spiel-Geräten. Sie sind mit einem An­teil von 55 Prozent an der Gesamtproduktion der wichtigste Umsatzträger. 15,4 Prozent Minus bei Videospielen, 14,4 Prozent Minus beim Flipper. Sogar Darts waren mit 24,2 Pro­zent Rückgang mit in den Strudel geraten. Gauselmann wörtlich: „Die deutsche Unter­haltungsautomatenindustrie kämpft um die Arbeitsplätze in allen Branchenbereichen, der Industrie, dem Großhandel und den Aufstell­unternehmen. Das zurückliegende Jahr war von einer deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung und der Rah­mendaten geprägt. Trotz aller unternehmeri­scher Konsolidierungsmaßnahmen sind die negativen Vorzeichen nicht zu übersehen. Vie­le der insgesamt 60 000 Arbeitsplätze in der Unterhaltungsautomatenwirtschaft sind be­droht "

 

 

 

 

Mangels Marktbelebung

Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze

 

Überzogene Restriktionen haben zu keinen positiven Zahlen in unserer Branche geführt. Die NSM AG zieht daraus Konsequenzen.

 

Der Absatz in der Automatenindustrie ist im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent zurückgegangen. Die NSM AG zieht aus dieser Entwicklung Konsequen­zen. Weil das Unternehmen mittelfristig nicht mit einer nennenswerten Marktbelebung rechnet, werden die Fertigungskapazitäten der Be­schäftigungssituation angepasst, wird in einer Mitteilung erläutert.

 

Parallel zur Verbesserung der operativen Ge­schäfte seien Maßnahmen zur Kostensenkung und Reduzierung der Kapitalbindung ent­wickelt worden. Außerdem würden Strukturen und Prozesse vereinfacht oder abgebaut, wie die Polyurethanschäumerei. Diese Technolo­gie wird zur Vermeidung von Umweltbelas­tungen nicht mehr einge­setzt.

 

Diese Maßnahmen haben aber auch Auswirkung auf die Beschäftigung. In den Fertigungsbereichen wird sich das Unternehmen von 37 Personen trennen. Aus den übrigen Unter­nehmensbereichen in Bin­gen verlieren weitere 38 Beschäftigte ihren Arbeits­platz.

 

In Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall wurde mit dem Vorstand vereinbart, zwei weitere Vorfertigungsbereiche nicht auszulagern. Diese Arbeitsplätze sollen durch andere Maßnahmen, wie zum Beispiel Weiterqualifizierung, erhalten wer­den. Vom Absatzrückgang ist das Geldspiel beson­ders betroffen.

 

Vorschriften, Auflagen und Sondersteuern

 

„Staatliche Glücksspielangebote erfahren lau­fend eine Steigerung ihrer Attraktivität durch Gewinnchancen in Millionenhöhe. Das in der Gewerbeordnung geregelte Geldspiel da­gegen wird zunehmend durch Vorschriften, Auflagen und insbesondere Sondersteuer zurückgedrängt. Da das Geldspiel das um­satzstärkste Produkt unserer AG ist, hat diese Entwicklung besondere Auswirkung auf den Un­ternehmenserfolg", heißt es dazu aus Bingen. Der Umsatz des abgelau­fenen Geschäftsjahres ist auf 350 Millionen Mark (Vorjahr 388 Millionen Mark) gesunken. Das ope­rative Ergebnis liegt trotz positiver Entwicklungen in anderen Geschäftsfel­dern (Touchscreengeräte, CD ROM-Wechsler und Archivierungssysteme) mit minus vier Millionen Mark (Vorjahr

 

5,1 Millio­nen Mark) deutlich hinter der Planung.

 

Die sich im ersten Halbjahr 1997 abzeich­nende Markterholung wich im weiteren Jah­resverlauf einem erneuten deutlichen Rück­gang. Gegenüber dem vierten Quartal 1996 wurde im diesem Quartal 1997 nur noch die Hälfte an Automaten im Markt abgesetzt. Als Hauptursache für diese Entwicklung nennt NSM neben den Beschränkungen des Geld­spiels den anhaltend schwachen privaten Ver­brauch in Deutschland.

 

 

Die Vergnügungssteuer schaffte weiterhin kein Vergnügen

 

 

Kölner Schlag: 600 Mark VGSt

 

Nach einem neuen Landesgesetz dürfen in NRW bis zu 25 Prozent der Städte und Gemeinden an einem Versuch teilnehmen, die kommuna­le Selbstverwaltung zu stärken. Ein Mittel dieser Stärkung soll die Be­freiung von der Obergrenze der Vergnügungssteuer sein. Köln hat schnell reagiert und will richtig ab­kassieren. 600 Mark pro Monat und Geld-Gewinnspiel-Gerät in den Spielstätten sollen kassiert werden. Zur Zeit laufen die Telefone heiß und Sitzungen jagen Sitzungen. Der DAV und einzelne Unternehmer le­gen sich mächtig ins Zeug, um diese drastische Erhöhung abzuwenden. Arbeitsplatzreduzierungen sind an­sonsten angesagt. Außerdem wer­den die Betriebe in der Stadt nicht mehr ausreichend Mittel zur Verfü­gung haben, um ihre Spielstätten ständig dem Zeitgeist anzupassen und zu pflegen. Zur Zeit herrscht wenig Einsicht bei der Stadt. Wenn in einigen Jahren manche Spielstät­ten dann schlechter und schlechter aussehen, wird man wieder davon sprechen, daß Spielstätten das städ­tische Umfeld negativ beeinflussen. Schuld sind dann wieder die Spiel­stätten. So einfach ist das. 

 

 

 

Vergnügungssteuer: Aus für 350 NSM-Mitarbeiter

 

Der Binger Konzern NSM baut seinen Mitar­beiterstand in den nächsten zwei Jahren von derzeit 1 450 auf etwa 1100 ab. Der Vor­stand bedauert die bevorstehenden Entlas­sungen sehr. Angesichts der konjunkturellen Lage und der zusätzlichen Belastung der Au­tomatenbranche durch dramatisch steigende Vergnügungssteuersätze sah sich NSM zum Handeln gezwungen. Die Unternehmenslei­tung rechnet mit einem um 20 Millionen auf 330 Millionen Mark geschrumpften Umsatz im laufenden Geschäftsjahr. Die Binger lei­den unter einem Absatzminus von 17 Pro­zent im Automatenbereich. „Das Segment Geldspielgeräte verzeichnet gar einen Rück­gang von 21 Prozent", heißt es in Bingen. NSM habe zwar in diesem Bereich seinen Marktanteil gesteigert. Dennoch würden die Stückzahlen unter dem Vorjahresniveau lie­gen. Erschwerend wirke sich auf das Ge­schäft der Verdrängungswettbewerb aus. Wie NSM mitteilt, drücke der Kampf um Markt­anteile auf den Gerätepreis. Lediglich im Be­reich Touchscreen würden deutliche Zu­wachsraten erzielt. Bei Sportgeräten und Touchscreens ist NSM nach eigenen Anga­ben weiter Marktführer. Trotz Personalabbaus werde man bestehende Beraufsausbildungs­verträge erfüllen. 13 Auszubildende haben erst vor kurzem die Lehrzeit begonnen. Auf die Geschäftsentwicklung reagiert NSM mit der Konzentration der Endmontage an einem Standort im Binger Stadtteil Büdesheim so­wie der Produktionsverlagerung von Musik­boxen ins Ausland. Nach Nordamerika und nach England.

 

 

 

Löwen-Chef Schulze widerspricht den Kristengerüchten energisch. Kein Wunder, schrecken doch schlechte Nachrichten weitere Käufer ab. Sie fragen sich: Sind die Produkte nicht konkurrenzfähig? Gibt es die NSM während der Garantielaufzeit überhaupt noch? Also, sagt Schulze: Entlassungen ja, aber Krise nein. Geht diese Kombination überhaupt?

 

 

NSM: Neue Produktionsstrategie, aber keine Krise

Ullrich D. Schulze: Entlassungen sind bedauerlich, aber unumgänglich

 

Die Meldungen über neue Entlassun­gen bei NSM haben die Gerüchtekü­che der Branche hochkochen lassen. Das Unternehmen sieht sich gezwun­gen, bis zum Jahr 2000 weitere 275 Arbeitsplätze abzubauen. Im Ge­spräch mit dem »münzautomat« be­zeichnete NSM-Vorstandsvorsitzen­der Ullrich D. Schulze diese Maßnah­men als „eine bedauerliche, aber nö­tige Änderung der Produktionsstra­tegie". Von einer „Krise des Unter­nehmens" könne allerdings keine Rede sein.

 

Schulze.jpgZu dem, was da in den letzten Wochen an Gerüchten über NSM durch die Branche schwirrte, hat Ullrich D. Schulze nur zwei Worte übrig: „Alles Quatsch." Wie der Vorstandsvorsit­zende der NSM AG sagt, ist das Un­ternehmen „finanziell gesund, die Ka­pitalbindung wurde sogar herunter­gefahren und die Kreditlinien sind nicht ausgeschöpft". Von einer Krise könne keine Rede sein. Sehr wohl aber von einer nötigen und im Grun­de auch überfälligen Reaktion auf die schlechte Verfassung des Marktes in Deutschland für münzbetriebene Unterhaltung. NSM ändert seine Pro­duktionsstrategie und gibt die tradi­tionelle große Fertigungstiefe auf. „Die wird einfach nicht mehr ge­braucht. Die Fertigung bewegt sich immer stärker auf die Verwendung standardisierter Bauteile zu. Und die werden eingekauft. Wir passen unse­re Produktion also den veränderten Marktgegebenheiten und dem Wan­del in der Technologie an. Unsere Wettbewerber hatten nie eine hohe Fertigungstiefe aufgebaut", erläutert Schulze.

 

Abbau von Arbeitsplätzen

Die Konsequenz dieser neuen Strate­gie ist der Abbau von 200Arbeitsplät­zen in der Binger Fertigung. Dadurch ergeben sich weitere Umstrukturie­rungen, die zusätzlich 75 Arbeitsplät­ze kosten. Der gesamte Prozeß des Personalabbaus wird sich bis zum 2. Quartal des Jahres 2000 hinziehen. Dann soll NSM, ohne Berücksichti­gung der Entwicklung neuer Ge­schäfte, einen Personalstand von 1100 Mitarbeitern haben. Schulze sieht in diesen Maßnahmen eine „ent­scheidende Weichenstellung für die Zukunft des Unternehmens und sei­ner verbleibenden Mannschaft".

 

Überflüssig zu sagen, daß Ullrich D. Schulze persönlich die Konsequen­zen dieser Neuausrichtung nicht ge­fallen. „NSM hat im Verhältnis zu sei­nen Mitarbeitern eine gute Tradition und darüber hinaus eine besondere Beziehung zum Standort Bingen. Deswegen haben wir mit den Maß­nahmen, in der Hoffnung auf eine Verbesserung des Marktes, auch länger gewartet, als wir das eigentlich hätten tun sollen", bedauert er den nun doch „unumgänglichen Schritt".

 

Schwacher Markt

Die wirtschaftlichen Gründe für die NSM-Entlassungen sind die schlech­te, wirtschaftliche Situation am Markt. Geldspiel und auch das Darts­ Geschäft sind dramatisch eingebro­chen. Branchenweit spricht NSM von einem Minus von 21 Prozent beim Geldgewinnspiel und sogar 32 Prozent bei Sportgeräten. Auf dem Sektor Musikbox bewegt sich in Deutschland ohnehin nichts mehr.

 

Deswegen wird hier die Produktion auf die Kernmärkte USA (Standbo­xen) und Großbritannien (Wandbo­xen) ausgelagert. Alles in allem sieht es also nicht gerade sensationell aus, was der Hauptgrund für die Entlas­sungswelle bei NSM ist. „Wir müssen künftig flexibler auf solche Marktge­gebenheiten reagieren können", sagt Ullrich D. Schulze.

 

Neues Geldspiel-Denken

Um den Markt muß sich allerdings nach Meinung von Schulze in einer völlig neuen Art und Weise geküm­mert werden. Er hat vor allem das Geldspiel im Visier. Natürlich schwächt der Staat durch seine massi­ve Vergnügungssteuer-Politik das In­vestitionsklima hier gewaltig. Schulze sieht aber vor allem ein „konzeptio­nelles Problem, das dringend gelöst werden muß. Wir erreichen nämlich die nachwachsende Generation nicht mehr". Und dieses Problem müsse unbedingt gelöst werden. Offensicht­lich hat man bei NSM beschlossen, nicht mehr länger über die gesetzli­chen Beschränkungen zu jammern, die ein attraktiveres Spiel verhindern. „Der Trend geht ganz klar zu unter­haltendem Spiel", so Schulze. „Also werden wir beweisen, daß ein Geld­spiel, das diesem Trend folgt, zu reali­sieren ist", kündigt er an. Schon zur IMA soll ein Blick in die Zukunft ge­geben werden.       

 

 

Dazu ein Lei(d)tartikel:

 

 

Kurzsichtfenster

 

Es wird weiter geschrumpft. Bei NSM ent­fallen bis Mitte nächsten Jahres rund 350 Arbeitsplätze. Zur Verbesserung der Er­tragssituation müsse es so sein. Das ist wohl die erschütterndste Meldung in diesem Heft. Außerhalb unserer Branche wird das kaum zur Kenntnis genommen werden. Was sind schon 350 Familienschicksale bei vier Millio­nen Arbeitslosen! Selbst im Promillebereich nur ein kleiner Wert hinterm Komma. Wir haben uns daran gewöhnt, dass Arbeits­plätze zur Verbesserung von Ertragssituatio­nen wegradiert werden müssen. Wegen der Globalisierung. Mag ja sein, dass in den Un­ternehmen weltumspannend gedacht und ge­handelt wird und werden muss. Politiker da­gegen scheinen ihren Horizont eher auf der Nasenspitze zu balancieren.

 

Dabei sind sie sehr wohl mitverantwortlich für die Misere. Das wird auch zugegeben. Zumindest im Bundestagswahlkampf, der jetzt hinter uns liegt, war das so. Von allen Seiten wurde da getönt, dass eine Reduzie­rung der Arbeitslosigkeit allerhöchste Priorität haben werde.

 

Die einen sind uns allerdings die Erklärung schuldig geblieben, warum sie nicht schon 16 Jahre nach dieser Erkenntnis gehandelt ha­ben. Die anderen haben uns wohlweislich verschwiegen, wie sie es denn konkret besser machen wollen. So müssen wir wohl allem was jetzt auf uns zukommt erst mal mit äußerster Skepsis entgegensehen. Vor dem Fenster zur Welt stehen die meisten unserer Politiker als Kurzsichtige. Es ist ein Kurzsichtfenster. Aus dieser Perspektive blei­ben große Lösungen im Nebel verborgen. Darum wird bei den Entscheidungsträgern von der Hand in den Mund gedacht.

 

Löcher in den öffentlichen Kassen werden nach dieser Denke am bequemsten mit ho­hen Steuern gestopft. Die Logik, dass damit immer mehr Kaufkraft abgeschöpft wird und dadurch immer größere Löcher in den Staats­säckel gerissen werden, liegt wohl jenseits des Horizonts.

 

Erst recht in den Städten und Gemeinden wird so gehandelt. Das hat unter anderem die Vergnügungssteuer weit über das Ver­kraftbare hinaus katapultiert. An politische Motive glaubt dabei nicht mal mehr Herr Trümper, wie er unsere Leser in diesem Heft wissen lässt.

 

Kurzsichtige gehen immer zu weit! Sie erken­nen nicht, dass unsere Branche damit ins Ver­derben gestoßen wird. Das ist der wirkliche Grund dafür, dass jetzt eines der großen Un­ternehmen unserer kleinen Branche mal eben 350 Mitarbeiter freisetzen muss. Auch bei an­deren wird um Arbeitsplätze gezittert. Bisher sind unsere verzweifelten Hilferufe nicht gehört worden. Weil unsere Politiker nicht nur kurzsichtig sondern auch schwer­hörig sind? Oder müssen ihnen nur mal gründlich die Ohren gewaschen werden? Was auch immer, wir können die Entwick­lung nicht schweigend über uns hinweg­gehen lassen. Darum:

 

Stoppt endlich den Vergnügungssteuer­wahnsinn!

Stoppt endlich den Vergnügungssteuer­wahnsinn!!

Stoppt endlich den Vergnügungssteuer­wahnsinn!!!

 

 

Der Gesetzgeber wird gefordert.

 

 

Regulierungen sollten jetzt überprüft werden.

Die Entwicklung und Aussichten der Unterhal­tungsautomaten aus der Sicht des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, München.

 

Mit der Zwölf/Zwölfer-Lösung, wenn ihr der Bundesrat am 6. Februar zu­stimmen sollte, wäre das Unterhal­tungsautomatengewerbe längst nicht aus dem Schneider. Aber sie wäre ein wichtiger Schritt aus der Krise, in die unsere Branche durch übermäßige Knebelungen hineinge­raten ist.

 

So sieht es Dr. Hans-Günther Vieweg vom Münchener ifo Institut für Wirtschaftsfor­schung. Wörtlich: „Es ist nicht damit zu rechnen, dass das in Deutschland bestehende Marktpotenzi­al für das Angebot von Unterhaltungsautoma­ten mit Geldgewinn, das allein aufgrund der Änderung der Spielverordnung im Jahre 1985 um etwa 15 Prozent verringert worden war, auch nur annähernd ausgeschöpft werden kann. Eine leichte Verbesserung der Rahmen­bedingungen würde jedoch einen Beitrag zur Chancengleichheit mit anderen Angeboten des Geldgewinnspiels liefern."

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Das legale Spiel, insbesondere das um Geld, sei aus gutem Grunde reguliert. Der Spielkun­de müsste die Sicherheit haben, nicht „abge­zockt" zu werden. Die Automatenwirtschaft habe die Notwendigkeit erkannt und ihr über das gesetzliche Maß hinaus sichtbar Rechnung getragen. Eine weiterhin restriktive Politik ge­genüber dem legalen Angebot, das der Nach­frageentwicklung nicht folgen kann, würde aber kontraproduktiv wirken und dem nicht kontrollierbaren illegalen Spiel nützen. „Dem entsprechend sollte auf allen Ebenen die gegenwärtige Regulierung der Automaten­wirtschaft überprüft werden", lautet nach Vie­weg die Konsequenz. „Insbesondere in einem marktwirtschaftlichen System, das sich die Pri­vatisierung von Leistungen und die Deregulie­rung auf die Fahne geschrieben hat, sollte ei­ne angemessene Chancengleichheit zwischen dem Angebot der öffentlichen Spielkasinos und den Betreibern privater Spielstätten an­streben.“

 

 

Bergmann ließ es sich auch einem schwierigen Jahr nicht nehmen, eine neue Vertriebsniederlassung zu eröffnen und einen optimistischen Ausblick zu wagen. Respekt.

 

 

Krönung für den Crown

Gegen den Trend auf Expansionskurs

 

Bergmann Automaten hatte Grund zum Feiern. In Frankfurt wurde die von Schneider aufgege­bene Niederlassung übernommen.

 

Sehen Sie doch selbst!" Kurz und knapp beantwortet Tjark Bergmann die Frage danach, was er sich von dieser Expansi­on verspreche.

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Tjark Bergmann: Nach jahrelangem Tief wie­der ganz oben.

 

Über 200 Gäste scheinen ihm Recht zu geben. Sie waren zur Feier des Ereignisses ins Frankfurter Queens Hotel gekommen. Für den nicht zum BA gehörenden Hessi­schen Automatenverband sogar Grund genug, eine Vorstandssitzung hierher zu verlegen. Auch der „offizi­elle" Hessische Münzauto­maten-Verband war mit ei­ner größeren Delegation ver­treten. Ebenso wie die Nach­barverbände von Baden­ Württemberg und Rhein­land-Pfalz.

 

Waldemar Gärtner sprach ein Grußwort. Die Aufsteller würden es begrüßen, dass Berg­mann in dieser Region wieder stärker Fuß fasst. Gelassen quittierte Tjark Bergmann, von Gärt­ner als „Herr Gauselmann" angeredet worden zu sein: „So weit sind wir noch nicht."

 

Zu einer solchen Größe an­wachsen zu wollen, läge ihm fern. Auch wenn sein Unter­nehmen jetzt entgegen dem Trend wieder voll auf Expan­sionskurs gehe. Nach dem sensationellen Durchbruch des Crown Anfang der Achtziger­jahre habe man viele Rückschläge einstecken müssen. Nach mehr als zehn harten Jahren im Geldspielerbereich habe man jetzt aber zur al­ten Größe zurückgefunden. „Wir sind eine kleine Firma. Allerdings eine, die sich große Mühe gibt", übte sich Berg­mann in hanseatischer Zurückhaltung. „So haben wir aber auch nur kleine Sorgen. Im Gegensatz zu den Großen, die im Augenblick große Sorgen haben."

 

In Hamburger Spielhallen, so Bergmann, sei bereits jedes zweite Gerät ein Crown. Das deutliche Nord-Süd-Gefälle bei dieser Prä­senz erklärt er mit der nach Süden abnehmen­den Spielhallendichte. Für die Gastroaufstel­lung habe man wohl bisher nicht ebenso he­rausragende Geräte angeboten. Das werde sich ändern. Zur Untermauerung dieser Aussage wurden in Frankfurt Prototypen von Geräten gezeigt, die speziell fürs Spiel in Gaststätten zuge­schnitten sind. Die Entwicklungen auf dem Sektor Geld­wechselsysteme sol­len fortgesetzt wer­den. Präsentiert wur­de in Frankfurt ein bereits auf den Euro ausgerichtetes Mo­dell. Bergmann warn­te vor übertriebener Euro-Hysterie. Ihn per­sönlich mache die Währungsumstellung nicht froh. Aber der Übergang werde in unserer Bran­che problemloser sein, als wir es uns jetzt vorstellen. Bei Geldspielgeräten aus seiner Produk­tion werde es den Aufsteller nichts kosten.

 

Bergmann räumte ein, sich mit dieser Ankündi­gung „weit aus dem Fenster gehängt" zu haben. Trotzdem wiederhole er sie. Zahlreiche Stammkunden waren unter den Gästen. Nur 70 Kilometer von Frankfurt ent­fernt ist Bergmann mit einer Niederlassung schon in Bingen präsent. Die Gefahr einer Ausdünnung durch die neue Niederlassung in Frankfurt wird nicht gesehen. Bergmann wörtlich: „Frankfurt ist ein Knoten­punkt. Von hier aus werden wir unsere Prä­senz in Richtung Süden und in Richtung Osten verstärken."

 

Erst vor relativ wenigen Jahren hatte Berg­mann Automaten Niederlassungen in Mün­chen und in Leipzig geschlossen. Aus heutiger Sicht sei das ein Fehler gewesen. Die Ent­scheidungen seien unter damaligen Umstän­den getroffen worden.

 

Jetzige Umstände hätten zu neuerlicher Ex­pansion ermuntert. Während andere eher zu schrumpfen bemüht seien. Das erfülle ihn mit Genugtuung: „Bergmann ist ja dafür bekannt, gern gegen den Strom zu schwimmen." Der Start in Frankfurt bedeute eine Krönung für den Crown: „Wenn sich die Gelegenheit bietet, einen eingeführten Laden mitsamt einer her­vorragenden Mannschaft zu übernehmen, dann muss man ganz einfach zugreifen."

 

Das Frankfurter Bergmann-Team wird von Al­bert Joost geleitet. Ein alter Hase in der Bran­che, seit über 30 Jahren im Geschäft. Mitstrei­ter sind Michael Timm und Gabi Jänischen-Di­ning. Als Glücksfee und Tombola-Moderator hatten beide ihren großen Auftritt während der Feier.

 

Professionelles Entertainment zeigten Benny und Hanni Maro auf der Bühne. „Zauber der Musik" war ihre Mischung aus Magie, Musik, Kleinkunst und Artistik überschrieben. Völlig anders als gewohnt - und somit bestens zu Bergmann passend.

 

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Uwe Christiansen stieg zum operativen Vorstandsvorsitzenden der Bally Wulff auf. Wenn man bedenkt, dass er heute, keine zehn Jahre später, nach einem Abstecher als Chef von Löwen Eigentümer und Geschäftsführer von Bergmann ist, ist ihm der Titel „schillernde Persönlichkeit des dt. Automatengewerbes“ nicht mehr zu nehmen.

 

 

Hans Kloß goes to Global Business.

 

Die amerikanische Muttergesellschaft Alliance ernannte den Manager aus Berlin zum Gene­ralbevollmächtig­ ten aller deutschen Bally Wulff-Firmen und deren Tochter­gesellschaften. Mit diesem Schritt zieht sich Kloß weitgehend aus dem deutschen Tagesgeschäft zurück. Wird aber weiterhin stellvertretender Vorsitzender des VDAI bleiben. In seiner neuen Position widmet er sich verstärkt globalen Aufgaben wie der Produktneuentwicklung in den USA und der strategischen Führung seiner unab­hängigen Bally-Firmen in Australien und Süd­afrika. Auf Vorschlag von Kloß wurde Uwe Christiansen zum Alleingeschäftsführer der Bally Wulff-Gesellschaften in Deutschland er­nannt. Seine Qualifikation als Uternehmensführer stellte Christiansen bereits in den Jah­ren 1993 bis 1997 unter Beweis. In diesen Jahren über­ nahm Christiansen in Berlin das Ru­der, während Kloß die amerikanische Muttergesellschaft sanierte. Iui Zusammen­hang mit den Veränderungen wurde Uwe Christiansen ebenfalls in das „Internationale Executive Commitee" berufen.

 

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Neue Automaten des Jahres 1998

 

Folgende neuen Geräte des Jahres 1998 sind der Goldserie.de Galerie entnommen. Es können durchaus Geräte fehlen. Natürlich freuen wir uns, wenn Du dort ein „schöneres“ oder fehlendes Foto einliefern kannst.

 

Gerätename

Hersteller

Foto

Werbetexte

Arena

NSM-Löwen

Arena

 

Arena ist ein Geld­ Gewinn-Spiel-Gerät von NSM. Die Arena, sonst ein Sport- oder Kampfplatz, ist hier zum „Spiel-Platz" ge­worden. Die Umset­zung des Namens wird auch im Design fortge­setzt: Ein gelbes Feld, in dem die Walzen laufen, umrahmt von einer Aus­spielung. bildet das Zen­trum des Spiels. Eine Vielzahl von Spielelemen­ten bewegt sich innerhalb dieser „Arena" oder läuft auf sie zu. Das Gerät enthält zwei Spielsysteme mit unterschiedlichen Auszahl­quoten für Spiel- und Gaststätten. Der Aufstel­ler kann individuell entscheiden, welches von, beiden Systemen er einstellt. Herausragende Spielelemente seien drei Risikoleitern, Jackpots und Umstiegsausspielungen sowie ein varian­tenreiches und gewinnbringendes Risikospiel, so ein Unternehmenssprecher von NSM.

 

Big Run II

Panther

BigRun

 

Das Geld-Gewinn-Spiel-Gerät „Big Run II' kommt von der NSM­ Tochter Panther. Dabei handele es sich um eine attraktive Mischung aus bewährtem Spielsystem und modernen Features, heißt es aus dem Unternehmen. Die Spiel­scheibe hat Oversize-Format und die Walzensymbole sind auffällig groß gestaltet. Weitere Kennzei­chen des Gerätes sind: fetzige Gi­tarrenmusik und - zum ersten Mal bei einem Panther-Gerätspiel­ unterstützende Sprache. Das Spielsystem lockt mit einer Glücksradwalze, die mit ei­nem Dreh vier Sonderspiele als Trostpreis oder 100 Big-Spiele gewinnen lässt. Die mitt­lere Ausspielung liegt im Bereich von fünf bis 50 Sonderspielen. „Risikorückversicherung und Sonderspiele sorgen für eine hohe Ak­zeptanz. Ein paar Handgriffe genügen, um das Gerät auf Euro-Münzen umzustellen", so NSM. Big Run II ist für Spiel- und Gaststätten geeignet.

 

Borussia Mönchengladbach

NSM-Löwen

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Die Bundesliga hat begonnen. Der Fussball regiert wieder das Leben vieler Fans. Zu diesem Thema bringt NSM ein neues Zielgruppengerät auf den Markt: das Geldspielgerät Borus­sia Mönchengladbach. Das Gerät ist ganz in den Farben des Bundesliga­vereins gestaltet. Zentrum der Front­scheibe bildet das Vereinslogo. Doch nicht nur an die Optik wurde ge­dacht. Der Live-Stadion-Sound des Borussia Mönchengladbach sorge bei den Fußballfans für Heimspielatmosphäre, sagt NSM. Mit dem neuen Zielgruppengerät sollen neue Aufstellplätze in der Gastronomie erschlossen werden. Insbesondere in Vereins­lokalen und Klubhäusern werde, laut NSM, damit die Gästebindung gestärkt und der Um­satz erhöht. Borussia Mönchengladbach ist mit Euro-ST 25-Technik ausgestattet. Damit sei das Gerät für die Währungsumstellung vorbe­reitet.

Bravo

Mega

Bravo

 

Ausschließlich für die durchschnittliche Gast­ronomie ist er getestet und entwickelt worden: der Bravo von Mega. Das Geld-Gewinn-Spiel­ Gerät verfügt über ein einfacheres, überschau­bareres Spielsystem. Damit soll Gästen, die noch nie an einem Geldspielgerät gespielt ha­ben, entgegengekommen werden. Für diejeni­gen, die es einfach nur mal probieren wollen, ist ein Kennenlernmodus integriert. Kürzer als gewöhnlich sind die Risikoleitern des Bravo. Damit bilden sie die Grundlage für eine ge­ringere Streuungsbreite und ein gemäßigtes Auszahlverhalten. Das führt zu mehr Erfolgs­erlebnissen für den Spieler durch viele Kleingewin­ne. Das soll zu ei­ner besseren Ak­zeptanz und län­gerer Verweildau­er führen.

Casino Royal

NSM-Löwen

Casino

 

Königliches Amüsement

Von der berühmten Bond-Parodie En­de der Sechziger hat das neue Geldge­winnspielgerät aus dem Hause NSM seinen Namen: Casino Royal. Es soll aber keinesfalls Casinos parodieren, sondern ganz im Gegenteil, das gewis­se Casino-Flair jedem Spieler vermit­teln. Dafür besitzt das Walzengerät ei­ne traditionelle Optik im Glamour­Stil. Laut dem Binger Unternehmen richtet es sich vor allem an erfahrene Spieler. Casino Royal fördert mit sei­nem Spielsystem Spieltreue und be­lohnt diese auch. Wer die Nerven be­hält, kann schließlich bei minimalem Risiko maximale Gewinne einfahren. Dahinter steckt die Intention, die Ver­weildauer des Spielgastes zu verlän­gern und damit in Spiel- und Gaststät­ten für eine hohe Auslastung zu sor­gen. Auch Casino Royal läßt sich mit wenigen Handgriffen, wie alle neuen Geldspielautomaten von Löwen S.P I.E.L., auf den Euro umstellen.

 

Castell

Stella

Castell

 

Auf ins Mittelalter. Wo sich die Rit­ter für ihre Damen schlagen. Wo der Minnesang in hoher Blüte steht. Mit auf die Zeitreise will der neue Cas­tell von Gauselmann den Spieler nehmen. An diesem Geldspielgerät seien ritterliche Tugenden gefragt: Entscheidungsfreude und Mut zum Risiko. Wer beides habe, so die Produktbeschreibung des Espelkamper Unternehmens, lande in kürzester Zeit einen Volltreffer. Denn Ge­heimnis des Erfolgs seien schnelle und hohe Gewinne. Angefangen bei den 100 Sonderspielen im Direkteinlauf bis zum riskan­ten Doppelsprung über die Hängebrücke. Was nicht alles sei. Tempo, Spannung und Risiko garantierten zum Beispiel die bis zu 50 Mo­ney-Spiele für den Ritterschlag. Der Lohn für das erfolgreich beendete Ringausspielungstur­nier. Nächster Clou des Castell: Mit den Risiko­tasten kann vorab eingestellt werden, bis zu welchem Feld in der Leiter automatisch der Einsatz riskiert werden soll. Der Castell ist außerdem mit der Profitech 3000 EU-Technik ausgerüstet.

 

Castello II

Stella

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Scheibenvariante des Castell

City Tower

Panther

City%20Tower

 

„Wir bringen ein Jackpot­ Gerät auf den Markt, des­sen Attraktivität keinen Schwankungen unter­liegt", sagt ein Sprecher von Panther. „Am City Tower kann der Spielgast auch bei nicht voll er­leuchteten Jackpots in je­dem Spiel den Höchst­gewinn erreichen. „Die Crux der bisherigen Jack­pot-Geräte: Sie lassen nach der Auslösung oder bei nur halb gefüll­tem Jackpot in der Spielezahl stark nach. Der City Tower aber hat eine Stufenerhöhungsaus­spielung in den Erlebnis-Jackpots. Sie gleicht dieses Defizit wieder aus. Mehrere Elemente sorgen für zusätzliche Spannung und Ab­wechslung im Spiel. Das sind drei Jackpots, zwei Punktetürme, zwei Risikoleitern, Risi­korückversicherung, Umstiegsausspielungen und das Feature „Immer drücken - nur ge­winnen". Mit der neuen Euro-ST 25-Technik ist der City Tower für die Währungsumstel­lung gerüstet, so der Sprecher.

 

Disco

ADP

Disco

 

Mit Schwarzlicht- statt Neonröhren.

Glücksstern

ADP

Gluecksstern

 

Gastrogerät

Golden Noble House

Nova

Golden

 

Ein weiteres „goldenes“ Gerät von Walberer.

Granada

ADP

Granada

 

Granada, eine spanische Stadt, in deren Geschichte sich Araber, Mauren und Spanier abgewechselt ha­ben. Aber auch ein Mo­dell einer großen Auto­marke. Jetzt reiht sich hier noch das Geld-Gewinn­ Spiel-Gerät Granada von Merkur ein. „Feurig, tem­peramentvoll und faszi­nierend", mit diesen Attri­buten beschreibt ein Sprecher der Gauselmann Gruppe das Gerät. Durch seine aufregende Optik und die schil­lernde Vielfalt attraktiver Spielelemente werde es die Spielfreunde fest in seinen Bann ziehen, heißt es weiter. Granada ist ein Gerät mit fes­ter Quote. Ein Blick in die Liste der Spielfea­tures zeigt unter anderem: Einsatzfreie Mo­ney-Spiele für Spitzengewinne, Money-Risiko, vier Sonnen-Jackpots, drei Punkte-Jackpots, sieben Ausspielungen für mehr kleine und mittlere Gewinne und die Risiko-Fallbremse.

 

Happy

ADP

 

Happy

 

 

Happy Risc XL

Bally-Wulff

Happy%20Risc

 

Mit optimierten Features

Neu von Bally Wulff ist das Geldge­winnspielgerät Happy Risc. Laut den Berlinern steht im Zentrum des aus­gewogenen Spielsystems das „Happy Risc Feature". Es ist eine Optimie­rung des beliebten Super-Jump-Risi­koschrittes auf der Mittelleiter. In 15 Testmonaten soll die eigenständige Spielmathematik Schritt für Schritt optimiert worden sein. Nach Aus­kunft von Bally Wulff hat dieser Rei­feprozeß den Happy Risc sowohl bei den Spielgästen als auch bei den Test­vAufstellunternehmern zu einem der beliebtesten Geräte neben Royal Su­per werden lassen. Während der Hap­py Risc-Spielphase wird jeder einlau­fende Gewinn auf der mittleren Risi­koleiter direkt in Richtung 4 Sonder­spiele riskiert. Von dort genügt dann ein weiterer Step und die große Ausspielung ist erreicht. Bei ihr kön­nen bis zu 50 Multispiele erzielt wer­den. Das optimierte Happy Risc Fea­ture wird gestartet mit der Kombina­tion „-/50/Doppelkrone" und mit „-/50/40" beendet. Der Spielgast kann die Länge dieses spannenden Spielelementes durch geschicktes Wegdrücken von eingelaufenen Sym­bolen auf der linken Walze beeinflu­ßen. Happy Risc enthält auch die be­währten Standards wie beispielsweise die seitlichen Ausspielungen, zwei Jackpots, zwei 100er Direktgewinne und den Risikobonus.

Jamaica

NSM-Löwen

Jamaica

 

Urlaubsfeeling pur

 

Lockeres Outfit, cooler Sound, mit dem neuen Geldgewinnspielgerät Ja­maica versucht NSM, automatisch ei­ne prächtige Urlaubsstimmung zu er­zeugen. Laut Hersteller soll auch das Spielsystem einiges zu bieten haben: zwei Punkte-Jackpots, eine zusätzli­che mittlere Risikoleiter und die be­liebte Querausspielung. Jeder Spiel­gast muß seine eigene Strategie ent­wickeln, um in die große Jamaica­ Ausspielung zu gelangen. NSM ist überzeugt, daß Jamaica nicht nur für Spannung und Abwechslung, sondern auch für viel Gesprächsstoff unter den Spielgästen sorgt. Euro-ST-25­Technik soll dem Aufsteller Sicher­heit für die Währungsumstellung ge­ben.

 

Kicker

NSM-Löwen

Kicker

 

Aus Anlass der Fußball­ Weltmeisterschaft wid­met NSM diesem belieb­ten Sport ein eigenes Geldspielgerät. „Beson­ders auffällig ist der Sound, so als wäre man live im Stadion", sagt ein Unternehmenssprecher. Entsprechend dem The­ma ist auch das Schei­bendesign: ein grünes Spielfeld, ein Pokal und jede Menge Fußbälle. Sie liefern auch die Gewinnkombinationen auf den Walzen. Aber damit nicht genug. Fußbälle pflastern den Weg der Risikoleitern bis hin zum Höchstgewinn von hundert Pokalspielen. Das gleiche Ziel lässt sich aber auch über zwei Jackpots erreichen. Jedes der hundert Pokalspiele ist frei, es wird also kein Kredit abgebucht. Der Kicker ist mit neuer NSM­ Technik ausgerüstet. Er lässt sich einfach auf Euro-Betrieb umstellen, heißt es.

 

King Play

Bally-Wulff

King%20Play

 

Bally Wulff ist schon ganz auf den Eu­ro eingestellt: Mit Rototron King Play bringen die Berliner ein weiteres Eu­rotec-Gerät mit starkem Spielappeal auf den Markt. Es besitzt drei groß di­mensionierte Bonus-Jackpots über dem Walzenlaufwerk. Zwei davon führen in die große Ausspielung, einer belohnt bei der Auslösung mit 100 Multispielen. Die Jackpots werden durch verschiedene Serienkombina­tionen gefüllt. Wird einer abgeräumt, geht automatisch ein anderer nach oben. Dadurch werden auch die Punkte-Jackpots aufgewertet. Zum strategischen Spiel können die Punk­te von einem Zähler zum anderen transferiert werden. Hierzu braucht man die neugeschaffene grüne Taste, die man gleichzeitig mit einer der Ri­sikotasten drücken muß, um die Punkte nach links oder rechts wan­dern zu lassen. Auch die Risikoleitern bieten hohen Spielkomfort. Die Zahl der Multispiele kann bequem von Maxi-Displays abgelesen werden.

 

King Royal

Bally-Wulff

King%20Royal

 

„Das Geldspielgerät King Royal überzeugt durch die optimale Kom­bination bewährter und beim Publi­kum populärer Spielelemente", sagt ein Sprecher von Bally Wulff. Die edel gestaltete Scheibe vermittele auf den ersten Blick den Eindruck von einem hochwertigen Gerät. Zu den Spielelementen des King Royal gehört beispielsweise Drücken-oh­ne-Ende auf beiden Risikoleitern so­wie der Risikobonus auf beiden Lei­tern. Sonderspiele können bei den Risikostufen zehn oder zwölf in Multispiele umgewandelt werden. Weiterhin verfügt das Gerät über zwei Bonustürme, einen Superbo­nus, zwei Punktejackpots und Aus­spielungen bei drei, vier und fünf= Kronen.

 

Majesto

NSM-Löwen

Majestro

 

„Genau das Richtige für passionierte Spieler." So be­schreibt NSM sein neues Geld-Gewinn-Spiel-Gerät Majesto. Eine Besonderheit sind die vier Jackpots. Zwei befinden sich in der Mitte. Hier können direkt 100 Majesto-Spiele gewonnen werden. Zwei weitere Jack­pots liegen außen. Hier kann sich der Spielgast 100 Majesto-Spiele in der Majes­to-Ausspielung gutschreiben lassen. Weiterhin ist das Auslösen des Bonuszählers möglich. Bis zu 90 Sonderspiele können so zusätzlich gewonnen werden. Der Majesto besitzt außer­dem eine Risiko-Rückversicherung. Das heißt, beim riskieren auf den höchsten Gewinn der Risikoleiter verbleiben beim Absturz zwölf be­ziehungsweise zehn wieder riskierbare Maje­sto-Spiele.

 

Marylin

Mega

Marilyn

 

Marilyn ist das erste Geldspielgerät, das mit dem neuen Kennenlern­spiel von Mega ausgerüs­tet ist. Das ist ein Anima­tionsspiel, mit dem neue Gäste an das Gerät heran­geführt werden können. Die Highlights des Spiels werden dem Gast ohne Geldeinwurf vorgeführt. „Marilyn hat ein einfa­ches Spielsystem und ist für jeden Spielgast schnell zu durchschauen", sagt ein Sprecher von Mega. Der Gast finde bei Marilyn beliebte Spielfeatures wieder. Dazu gehört beispielsweise das Risiko auf die Aus­spielung, das in Moneyspielen mit dem Sofort­gewinn von zwei Mark gekrönt wird. Dreimal 100 Moneyspiele sind sowohl über die Aus­spielungen als auch über das Risiko erreichbar. Sieben Sonnen auf den Scheiben bilden die Grundlage für eine hohe Trefferhäufigkeit. Da alle Geld- und Sonderspielgewinne weiter ris­kierbar sind, biete Marilyn die idealen Voraus­setzungen für den Einsatz der Mega-Klemme. Mit diesem kleinen mechanischen Hilfsmittel kann der Spielgast die Risikotaste blockieren und kommt so zum Powerrisiko.

 

Maxi Fighter

Bergmann

Maxi%20Fighter

 

Das neue Geldspiel­gerät von Bergmann bietet, nach Unterneh­mensangaben, ganz neue Spielinhalte und ein auffälliges Erschei­nungsbild. Über das Risiko oder die Kro­nen-Ausspielungen im mittleren Tableau wer­den Maxi-Plus-Spiele erreicht. Durch das Maxi-Plus-Risiko wür­den hohe Gewinnchancen erzielt. Beim Maxi­Plus-Risiko kann der Spieler nicht verlieren. Gewinn bei Blaufeld: drei Maxi-Plus-Spiele (plus vier Mark) oder 3,80 Mark. Auch bei Gelbfeld und jeder anderen Gewinnkombina­tion werden vier Mark gewonnen. Dafür sor­gen die Multi-Plus-Spiele und der Multi-Effekt. Auf der linken Risikoleiter werden Action­Spiele geboten. Und ebenfalls Einstiege in zwei Sonderspiele bei Krone-Wappen-Krone. Dadurch werden auch auf diesem Wege Mul­ti-Spiele erreicht. Aber auch die rechte Leiter ist gut für hohe Gewinnchancen.

 

Maxi Step

Bergmann

Maxi%20Step

 

Mit interessantem Feature bei 5 Kronen. Nach der grossen Ausspielung wurde die mittlere Scheibe nachgestartet. Erscheint ein gelbes Feld oder die Krone, wird die Ausspielung wiederholt. Mit Glück mehrfach bis maximal 100 (Maxi) Sonderspiele !

Money Action

ADP

Money%20Action

 

Nomen est Omen

 

Money Ac­tion ist das jüngste Mitglied der „Mo­ney"-Familie. Bei diesem Automaten ist Action pur angesagt. Er besitzt ins­gesamt sieben Bonus-Jackpots, die über und unter dem Walzenlaufwerk angeordnet sind. Die oberen vier Pfeiljackpots lassen sich durch einlau­fende Serienkombinationen erhöhen und auslösen. Bei einer Auslösung wird die Action-Ausspielung oder 100 Moneyspiele gegeben. Danach er­folgt eine Ausspielung über die Rück­stellung der Jackpots, so bleiben im­mer zwei Jackpots mit drei Pfeilen er­leuchtet. Die unteren drei Punkte­jackpots werden durch 3,70 Mark auf der Walze darüber erhöht und durch Serienausspielung ausgelöst. Bei Aus­lösung wird der entsprechende Jack­pot auf 111 zurückgesetzt und ein an­derer auf 999 erhöht. Money Action bietet zusätzlich eine Risiko-Fall­bremse, sieben Einstiegsmöglichkei­ten in die Kleingewinnausspielung so­wie eine Mehrfachrisiko-Chance bei Ausspielung über..Start

Money Komet

ADP

Money%20Komet

 

 

Pasa

ADAG-Automaten

Pasa

 

Ein Geldspielgerät, das die Seele der türkischen Kund­schaft anspricht, so be­schreibt der Berliner Großhändler ADAG-Automaten sein neues Produkt.

 

Das Design des Geräts sei orientalisch gehalten, um die Zielguppe direkt anzuspre­chen. So sind der rote Halb­mond und der Stern der türki­schen Flagge die zentralen Elemente auf der Scheibe des Geräts. Vom Halbmond umschlossen laufen die Walzen. Hier sind als Hauptsymbole Tur­bane zu finden. Eine typisch orientalische Kopfbedeckung. Die Risikoleiter und die rest­liche Symbolik ist verschnörkelt und rund ge­staltet. Sie sei dadurch gefällig und attraktiv für türkische Landsleute, erklärt Geschäftsfüh­rer Dilaver Isikli. Beim Grundgerät und Spiel­system gehe man jedoch kein Risiko ein und setze auf bewährte Technik.

 

Quick Step

ADP

Quick%20Step

 

Mit schnellen Schritten gewinnen

 

Rechtzeitig zur großen Herbst-Of­fensive hat adp mit Quick Step ein neues Geldgewinnspielgerät heraus­gebracht. Es basiert auf dem 6-Son­nen-System mit Sonnenspeicher. Bei einer Sonne setzt die mittlere Scheibe zum zweiten Lauf an. Laut Hersteller erreicht der Quick Step große Ge­winn-Power durch den Direkteinlauf von 100, 50 und 40 Money-Spielen. Auf der mittleren Scheibe finden sich drei Sondersymbole. Quick Step bie­tet acht Ausspielungen, davon 3 mit bis zu 100 Money-Spiele. Auf das Mo­ney-Risiko kommt der Spielgast über drei Sondersymbole in den Money­ Spielen. Neu ist das „Happy-Risiko­ Feature" über eine zusätzliche Risi­koleiter. Jeder Geldgewinn der mitt­leren Leiter kann auf vier Sonderspie­le riskiert werden. Zudem gibt es den Doppelsprung in Jumbo-Spielen von 20/25 Jumbo-Spielen auf 40/45 Mo­ney-Spiele. Bei Quick Step soll man mit schnellen Schritten gewinnen können. Aus diesem Grund gibt es in Jumbo-Spielen den häufigen Ge­winn-Step auf ein gestreiftes Feld und in Money-Spielen den häufigen Ge­winn-Step auf ein Sondersymbol und damit ins Money-Risiko. Unter­schiedliche Auszahlquoten sind ein­stellbar.     

 

ReAction

Bergmann

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Gerätebeschreibung von muenze

Rex Super

Bally-Wulff

Rex%20Super

 

Seit der Einführung von Eurotec hat Bally Wulff von engagierten Kun­den immer wieder Vor­schläge erhalten, was an der neuen Geräte­technik noch alles ver­bessert werden könnte. Nun präsentiert man mit dem Geldspiel­gerät Rex Super erst­mals das Ergebnis die­ser Zusammenarbeit.

 

Ein Produkt, bei dem die Kunden sozusagen Pa­te gestanden hätten, erklärt das Unternehmen. Das Spielsystem zeichne sich insbesondere durch bewährte Features aus. So habe man am Rex Super zum Beispiel das „Drücken-Ohne­ Ende-Feature" auf den Risikoleitern, die Bonus­türme und auch die Punktejackpots wieder ein­gesetzt.

 

Safari II Gold

NSM-Löwen

Safari%20II

 

Das neuste Geldspielgerät von NSM heißt Safa­ri II Gold. Scheibendesign und Musikanimation vermitteln afrikanische Impressionen. Voodoo­ Spiele und Voodoo-Risiko bieten hohe Ge­winnanreize, so NSM. Zwei Jackpots mit drei Stufen bis 100 Voodoo-Spiele ermöglichen ein schnelles Hochschalten auf die oberste Stufe. Das Spielsystem sei mit Blick auf Gaststätten­plätze konsequent weiterentwickelt worden und erfreue sich hoher Akzeptanz, heißt es. Im Safari II Gold steckt neuste NSM-Technik. Mit wenigen Handgriffen kann er auf Euro-Betrieb umgestellt werden.

Show Down

adp

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Feuerwerk der Spielideen

 

Showdown, das neueste Geldgewinn­spielgerät von Mega, soll ein Feuer­werk an Spielideen bieten. Neben der bekannten Doppelserienschaukel und dem Risiko auf die Ausspielung bietet beispielsweise Showdown im Moneyrisiko die Möglichkeit, in die Doppelserienschaukel zu riskieren. Außerdem erwarten den Spielgast, so Mega, echte Zweitchancen, denn in Moneyspielen erfolgt bei Nichtge­winn ein zweiter Lauf der mittleren Walze. Neben den Moneyspielen fin­det man auch Multispiele mit großen Chancen auf Gewinne, vor allem auf zusätzliche Multispiele und damit ei­ne spannende Serienverlängerung, heißt es aus dem Limburger Herstel­lerunternehmen Mega.       

 

Spanien olé

Panther

Spanien

 

Mit dem Geld-Gewinn-Spiel-Gerät Spanien Ole bringt Panther ein weiteres Themengerät auf den Markt. Es soll an den Erfolg von Baller­mann 6 anknüpfen. Neben der Abbildung einer Flamenco-Tänzerin wird der Spieler durch Sprüche und Soundeffekte angefeuert. Spanien Ole ist die Weiterführung einer Gerätelinie mit hoher Trefferquote (40 Treffer auf 100 Spiele). Das Spielsystem berücksichtige das knapper gewordene Budget vieler Spieler, heißt es. Durch häufige kleine und mittlere Gewinne, Multiausspielungen, Risikorückversicherung und stabiles Auszahlverhalten habe der Spiel­gast das nötige Erfolgserlebnis.

 

Summer King Classic XL

Bally-Wulff

Summer

 

Das neue Geldspielgerät Summer King soll nicht nur den Sommer durch sein Design an den Aufstellplatz bringen. Sondern auch I durch seinen Duft. Bally Wulff hat dazu die Erstauflage des Summer King mit dem Super­ Sommer-Set ausgestattet. Das Set besteht aus drei Duftstreifen, die auf den Geräterahmen und die Auszahlschale aufgeklebt werden. Die Streifen geben ihren speziellen Summer­King-Duft ab, sobald an ihnen gerieben wird. Zwei farbenfrohe Seitenaufkleber sollen das Gerät zusätzlich optisch aufwerten. Weiterhin wird ein Display zum Aufstellen auf den Sum­mer-King mitgeliefert. Zusätzlich beinhaltet das Set noch ein Sommerposter für die Wer­bung am Aufstellplatz.

 

Der Wetterbericht kündigt den Sommer an und Bally Wulff den Summer King. „Neben dem Namen und dem Design machen noch andere Details dem Geld­spielgerät alle Ehre", sagt ein Unternehmenssprecher. Bei der Super-Risikoleiter in der Mitte gibt es in der großen Ausspielung Gewin­ne bis zu 50 Multispielen. Zwei Bonustürme halten 100 Multispiele plus Extrachance auf weitere 48 Multispiele bereit. Der Walzenstep in den Multispielen dreht die mittlere Walze bei 3,10 und 3,70 Mark auf die nächste Position. Das Berliner Unternehmen hat die erste Geräte­auflage des Summer King mit zwei Besonder­heiten versehen. Die Seitenwände werden von sommerlichen Aufklebern verziert und Duftstreifen am Gerät sorgen für Sommerduft am Platz und in der Spielstätte.

 

Sun Game

Bally-Wulff

Sun%20Game

 

Das neue Geldspielgerät von Bally Wulff trägt der Namen Sun Game. „Da­bei wurden bewährte Er­folgselemente und die in der Branche völlig neue ,lebende Risikoleiter' miteinander kombi­niert", sagt ein Sprecher von Bally Wulff. Bei die­sem neuen Spielelement verkürzt sich die Risiko­leiter. Im Optimalfall hat der Spielgast die Möglichkeit, direkt von zwölf auf 50 Multispiele auf der linken Leiter sowie von 10 auf 40 Multispiele auf der rechten Lei­ter zu riskieren. Das funktioniert durch Punk­tetransfer auf die Risikoleiter. So bauen sich die beiden oberen Stufen der Leiter in zwei Schritten ab. Als Standard sind folgende Ele­ment zu nennen: die Ausspielungen mit drei, vier und fünf Seriensymbolen, zwei Bonustür­me, der Superbonus und der Risikobonus.

 

Sun King

Bally-Wulff

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Königliches Spielvergnügen

 

Gerade läßt Leonardo DiCaprio im Kino als Sonnenkönig die Herzen wieder höher schlagen, da bringt Bally Wulff mit Sun King das pas­sende Geldgewinnspielgerät in die Spielstätten. Nach Aussage des Ber­liner Herstellers zählt für die Spiel­gäste nur die Spannung, die mit Hilfe der Technik geschaffen wird. Ab­wechslung an den Aufstellplätzen wirke anziehend wie ein neues Kino­programm, und mit Sun King biete man, laut Bally Wulff, immer einen Thriller. Das Technik 2000-Gerät besitzt einen Akzeptor mit integrier­ter Scheinablage und einen Risiko­bonus. Über acht verschiedene Wal­zenkombinationen, die mittlere Ri­sikoleiter und bei Erreichen von 10 oder 12 Sonderspielen kann der Spielgast die Multispiele ausspielen. Sun King bietet mit Gewinnsplitting, Teilgewinnübernahme, Start- und Risikoautomatik einen hohen Spiel­komfort.        

 

Super

Ariston

Super

 

Als absolute Neuentwicklung bezeichnet Aris­ton Apparatebau sein Geldspielgerät Ariston Super. Die Kombination von bewährter Berg­mann-Technik und motorgesteuerter Aus­zahleinheit sei ein Garant für Spielvergnügen pur. Dafür sorge die ausgewogene Gewinn­verteilung. Das Spielsystem: Durch zwei ver­schiedene Kombinationen gibt es direkt 100 Sonderspiele oder 50 Super-Spiele zu gewin­nen. Das aus der Doppel Chance bekannte Gewinnsteigerungssystem wurde übernom­men. Schon nach einem Sonderspiel ohne Gewinn wird ein zusätzliches Gewinnfeld auf der mittleren Walze aktiviert. Beim zweiten Nietenspiel wird ein wei­teres Feld aktiv und erhöht somit für den Gast die Chancen auf einen Vier­ Mark-Gewinn. Auch gibt es noch die Risikodop­pelchance bei Kleingewin­nen. Verliert der Spielgast einen im Risiko angebote­nen 60-Pfennig-Gewinn, ohne ein Sonderspiel er­reicht zu haben, werden ihm die 60 Pfennig erneut zum Risiko angeboten.

 

 

Super Jump II

Bally-Wulff

Super%20Jump

 

Scheibenvariante des Trianon

Tai Pan Money

Nova

Tai%20Pan

 

Fernöstlich gibt sich das neue Geld-Gewinn-Spiel­ Gerät von Nova Garnes. Tai Pan ist wohl der ungewöhn­lichste Name, den so ein Automat in Deutschland je bekommen hat. Es sei dem­entsprechend ein unge­wöhnliches Gerät, wird uns von Seiten der Nova versi­chert. Und was Tai Pan auf Deutsch heißt? Der Mächtige! Jedenfalls sind die Macher mächtig stolz auf die vielen Features, die ihnen für dieses Gerät eingefallen sind. In einer in­tensiven Testphase habe sich bestätigt, wie gut sie damit beim Spielgast ankommen. Nun empfehlen sie den Aufstellern, sich davon zu überzeugen - indem sie Tai Pan selber testen.

Trianon

Bally-Wulff

Trianon

 

Bei Bally Wulffs neuem Geldspielgerät fallen als Erstes die gewinnauslösen­den Kombinationen ins Au­ge. Auf der Mittelwalze des Trianon sind die bekannten Symbole Krone und Son­nenkrone platziert. Acht verschiedene Kronenkom­binationen führen zu einer großen Ausspielung. Auf der mittleren kleinen Risi­koleiter werden Gewinne zwischen 50 Pfennig und dem Einstieg in die große Ausspielung erreicht. Bei einem Ge­winn von vier Mark genügt ein erfolgreicher Risikoschritt für vier Sonderspiele. Noch ein weiterer Schritt und die große Ausspielung steht bevor. Natürlich seien auch im Trianon­spiel die beliebten Multispiele-Ausspielungen auf den Risikoleitern dabei, so der Sprecher.

 

Triple J

Panther

Triple%20J

 

Das Geldspielgerät Triple J von Panther ist der Nach­folger vom Triple Joker und, nach Unternehmens­angaben, genauso erfolg­reich. Im Mittelpunkt steht eine zentrale Ausspielung, die durch drei Seriensym­bole gestartet wird. Für Spaß und Spannung beim Spieler sind eine hohe Tref­ferquote im Risikospiel, fet­ziger Gitarrensound und Sprachanimation zuständig. Die Mathematik des Spielsystems zeichnet sich durch eine aus­geglichene Auszahlquote und geglättete Ge­winnspitzen aus. Dadurch eigne sich der Tri­ele J sowohl für Gast- als auch für Spielstätten. Mit der ST 25-Technik von NSM ist das neuste Panther-Gerät fit für den Euro. Dazu kommt noch ein weiteres Angebot: serienmäßig ein­gebauter Banknotenprüfer.

Turnier cl

Bally-Wulff

Turnier

 

Scheibenvariante des Trianon

Ultra Time

Bally-Wulff

Ultra%20Time

 

Neu bei Bally Wulff ist auch das Geldspiel­gerät Ultra Time. Es verfügt über zwei zu­sätzliche Spielelemen­te: das Ultra-Risiko und die Super-Risiko­leiter in der Mitte. Im Ultra-Risiko hat der Spieler die Möglich­keit, innerhalb von Ul­traspielen alle 4-Mark­Ciewinne 711 riskieren.

 

Der Gewinn lässt sich mit nur einem Risiko­schritt auf zwei Ultraspiele plus vier Mark er­höhen. Bei Misserfolg bleibt immer noch 1,80 Mark übrig. Der Einstieg in die Super-Risiko­leiter erfolgt über eine Ausspielung. Diese kann durch vier verschiedene Gewinnkombi­nationen oder Direktgewinn von vier Sonder­spielen ausgelöst werden. Ultra Time kann mit dem Duo-Akzeptor ausgestattet und betrieben werden.

 

 

Von folgenden Geräten haben wir leider kein Foto in der Galerie:

 

Attraction

Bergmann

Attraction

 

Das Geldspielgerät Crown Attrac­tion von Bergmann ist ein Scheiben­gerät. Crown Attraction hat ein Aus­spieltableau mit drei Hauptgewinn­feldern: ein, zwei oder drei Actions­piele plus Eingangsgewinn von 50 Maxispielen. In Actionspielen wer­den bei gelbem und blauem Feld der mittleren Zahlenscheibe 24 Son­derspiele gewonnen. Durch das be­kannte Risikoangebot in Actionspie­len gibt es Spitzengewinne. Crown Attraction hat einen konventionellen Risikoleiteraufbau ohne Sprungfeld. In Son­derspielen werden von vier Mark 2,40 links und 1,60 Mark rechts zum Risiko angeboten. Die Auszahlquote beträgt rund 65 bis 67 Pro­zent, je nach Spielweise. Durch das einmalige Risikoangebot und die Haupttreffer im Aus­spieltableau sind die Auszahlschwankungen hoch. Bei der Umstellung auf den Euro muss nur ein Auszahlrohr getauscht werden. Die Lieferung des Rohrs gehört zu Bergmanns Eu­ro-Garantie.

 

Doppel Chance Gold

Ariston

Doppel%20Chance%20Gold

 

Neu aus dem Hause Ariston Automaten ist das Geld-Gewinn-Spiel-Gerät Doppel Chance Gold. Der Nachfolger von Doppel Chance ist in Zusammenarbeit mit Bergmann Automaten entstanden. Das Spielsystem wurde vollständig von Ariston entwickelt. „Durch sein neues Spielsystem soll der Doppel Chance Gold an die Erfolge seines Vorgängers anknüpfen", so Wolfgang Schelle von Ariston. Die richtige Sterne-Konstellation auf den Walzen weist den Weg zur Risikoleiter, den Sonderspielen und der Risiko Doppel Chance. Der Euro sei für das neue Gerät kein Problem, betont Ariston.

King of Action

Bergmann

King%20of%20Action%20(Bergmann%201998)

 

Sondermodell für König Automaten, Gelsenkirchen.

Maxi Gold

Bergmann

Maxi%20Gold%20klein

 

Das neue Geldspielgerät Maxi Gold von Berg­mann wurde speziell für die Gastronomieauf­stellung entwickelt. Basis ist das Spielhallen­gerät Maximumm. Inhaltlich unterscheidet sich der Maxi Gold durch eine Reduzierung der Auszahlquote (62 Prozent) und der Aus­zahlspitzen. Damit sei die Spielfreude im We­sentlichen erhalten geblieben, betont Berg­mann. Neue Farben in neuer Drucktechnik auf einem goldenen Grund trügen außerdem dazu bei, dass das Gerät auch optisch attrak­tiv sei. Auch für dieses Gerät bietet Bergmann eine Eurogarantie.

Tango Gold

NSM-Löwen

Tango

 

Der Tango. Wer kennt dieses Geld­spielgerät von NSM nicht? Als Nachfolger präsentieren die Binger jetzt den Tango Gold. Schon auf den ersten Blick würden die vier Jackpot-Türme unübersehbar auf­fallen. Sie ziehen den Spielgast magisch an, beschreibt NSM die Faszination dieses Details. Auf sei­ne weiteren Vorzüge weise der Na­menszusatz Gold für den Tango ­Nachfolger hin. Gold - das ist auf die Goldspiele gemünzt. Eine ech­te Branchenneuheit, sagt NSM zu diesem Feature. In der Goldspielserie startet die mitt­lere Scheibe bei Nichtgewinn ein zweites Mal. Ein zusätzliches Spannungsmoment für den Spielgast. Und ein besonderes Bonbon sei für den Aufsteller die Flexibilität des Gerätes. Zwischen zwei Gewinnsystemen kann gewählt, Auszahlquote und Gewinn­ballung für jeden Aufstellort individuell ein­gestellt werden. Überdies ist der Tango Gold mit neuster Euro-ST-25-Technik ausgerüstet. Das bedeutet: Umstellung auf den Euro mit wenigen Handgriffen.

 

 

 

Automatenwerbung und -meldungen

 

 

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Attraction 

 

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Geldspiel für Kicker-Fans

Mit Borussia Mönchengladbach setzt NSM weiterhin auf Themengeräte

 

Mit speziellen Themengeräten setzt NSM weiterhin darauf, das Geldspiel in der Gastronomie wieder auf Vor­dermann zu bringen. Jüngste Varian­te dieser Politik ist der Borussia Mönchengladbach, ein Geldspieler für die Fan-Kneipe. In Bingen ist man  sich darüber bewußt, daß solche Ge­räte eher Nischen besetzen und nicht unbedingt für den allgemeinen Markt geeignet sind. Aber in jenen speziellen Lösungen für spezielle Plätze sieht man zumindest einen Teil der Zukunft für das Geldspiel.

 

Mit dem Borussia Mönchengladbach widmet NSM erstmalig einem Bun­desligaverein ein exklusives Geldgewinnspielgerät. „Fußballfans sind Kneipengänger", sagt NSM-Produkt­manager Dirk Schwerdling dazu, der schon als Betriebswirtschaftsstudent sein eigenes Aufstellunternehmen gründete. „Mit dem Borussia Mön­chengladbach lassen sich neue Spieler unter den Fans erschließen, die sich bisher nicht mit Geldspielgeräten be­schäftigt haben. Und es können neue Gaststätten gewonnen werden, die bislang keine Aufstellplätze boten, weil ihnen das Image der Automaten­branche nicht unbedingt positiv er­schien." Erste Erfahrungen von Auf­stellern und Wirten bestätigen Schwerdlings Einschätzung.

 

Kicker.jpg

 

Für die Fan-Kneipe

Der Borussia Mönchengladbach knüpft nahtlos an den Erfolg des Kic­ker an. Optische und akustische Ele­mente wurden übernommen, beson­ders auffällig ist das große Vereins ­Logo auf der grün umrahmten Schei­be. Spielsystem und Auszahlverhalten sind für den Gaststätteneinsatz opti­miert: Starke Gewinnspitzen werden vermieden, dafür gibt es viele Klein­gewinne und eine hohe Trefferquote im Risikospiel. Dadurch werden auch Anfänger motiviert, der schnelle Er­folg animiert zum Weiterspielen.

 

„Der Borussia Mönchengladbach soll den Zugang zum Geldspiel eröffnen", erläutert Schwerdling, dann geht der Spieler vielleicht auf andere Geräte mit etwas komplexeren Spielsyste­men über."

 

Neue Gerätepolitik

Themen- und Zielgruppen-Geräte gehören bei NSM schon seit einiger Zeit zu den Lösungsvorschlägen, wie man dem Rückgang in der Gastrono­mie begegnen kann: Der Ballermann 6 beispielsweise setzte erfolgreich auf das weit verbreitete Mallorca-Fee­ling. „Mit dem Borussia Mönchen­gladbach wurde zum ersten Mal ei­nem Bundesligaverein ein Gerät ge­widmet, einem Verein, der nicht nur regional, sondern in ganz Deutsch­land seine Fanclubs und Fankneipen hat", erklärt Dirk Schwerdling. Die Fans, so hofft man bei NSM, werden zum Gerät eine starke emotionale Bindung aufbauen und sich noch stär­ker mit ihrer Kneipe identifizieren. „Am Borussia Mönchengladbach zu spielen, ist für einen Fan quasi Ehren­sache", so Schwerdlin. 

 

 

 

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Der Löwe setzt zum Sprung an

 

Auf den „Tagen des Löwen" präsentierte NSM seine aktuellen Geräteneuheiten. Fazit: Es geht wieder voran!

AIlen Unkenrufen zum Trotz. Von Al­tersschwäche kann nicht die Rede sein. Die, die sich in der Unterneh­mensstrukur von NSM auskennen, durften feststellen: Der Löwe hat zum Sprung ins nächste Jahrzehnt angesetzt. Mit neuen Ideen und innovativen Produkten hat NSM auf den „Tagen des Löwen" für Auf­merksamkeit in der Branche gesorgt.

 

Nach Ballermann 6 präsentierte man nun mit Casino Royal ein weiteres Geldspielgerät, des­sen gute Testergebnisse einen neuerlichen Er­folg erhoffen lassen.

 

Dass bei NSM seit einiger Zeit ein frischer Wind weht, ist bekannt. Mit neuen Konzepten und Strategien ist das Binger Unternehmen wieder in die Offensive gegangen. Die Geschäftsführung betont jedoch, dass dabei die Interessen der Kunden auch weiterhin im Mittelpunkt stehen sollen.

 

Schon bei der Einladung zu den Hausmessen in allen 22 deutschen Niederlassungen hatte NSM kräftig auf die Tube gedrückt: Einige tau­send Tuben Löwen Senf, extrascharf und witzig verpackt, wur­den an die Kunden verschickt. Sozusagen um Appetit zu machen auf die bevorstehenden Gerä­teneuheiten. Vor allem auf Casino Royal, dem jüngsten Produkt aus dem Hause Löwen. Dieses Geldspielgerät, im Design nicht zu flippig, sondern eher klassisch-konservativ im Glamour-Look, stand bei den Automaten­kaufleuten dann auch im Mittelpunkt des In­teresses. Der Casino Royal richte sich vor al­lem an den erfahrenen Spieler, sagen die Ent­wicklungs-Ingenieure. Wer bei diesem Spiel­system die Nerven behalte, könne am Ende ganz schön kräftig abräumen. Diese Art „Be­lohnung für coole Routiniers" arbeite nach dem Prinzip „ohne Fleiß kein Preis" und sor­ge deshalb sicherlich für eine hohe Aus­lastung der Geräte.

 

Im Klartext muss das wohl heißen: Casino Royal will für eine längere Verweildauer von Stammspielern sorgen.

 

Karl-Heinz Pink, Geschäftsführer Löwen­ Automaten Vertriebsgesellschaft, im Gespräch mit dem AutomatenMarkt.

 

Welche Strategie steckt hinter der Offensive von NSM?

 

Wir suchen die Nähe zum Kunden. Unsere Aktivitäten werden stärker auf das Marke­ting ausgerichtet. Vor allem der Bereich Service und Logistik wird neu geordnet und erweitert. Auf diesem Feld wollen wir eben­falls die Marktführerschaft erringen.

 

Bei den Geldspielgeräten dagegen lief es im vergangenen Jahr zunächst nicht so gut!

 

Diese Phase ist überwunden. Wir haben uns im letzten Jahr neu sortiert und konzen­triert. Die Nachfrage nach dem Baller­mann 6 zum Beispiel ist immer noch hoch. Die neue Scheibe kommt sehr gut an. Auch das Spielsystem wird von den Spielern als sehr gut beurteilt. An diesen Erfolg kann der Casino Royal anknüpfen. Im Testlauf hat er hervorragende Ergebnisse gebracht.

 

 

 

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Kennenlernspiel

 

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Ich habe übrigens aus den Anzeigen beide Geräte in 600dpi gescannt und jeden Satz in der Spielbeschreibung, jede Ausspielwahrscheinlichkeit und alle Scheibenpositionen verglichen. Absolut identisch. Keine Ahnung, was die „kleine Änderung“ ist, um die Auszahlquote zu reduzieren und –spitzen zu vermeiden.

 

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ADAG Automaten-Grosshandel

Mit Pasa die türkische Seele ansprechen

 

Wir haben viel mit dem Bau von Geldspielgeräten für unsere türki­schen Landsleute in Deutschland gewagt. Doch dieses Risiko wird sich auszah­len", so Dilaver Isikli, Geschäftsführer des ADAG-Automaten-Großhandel.

 

Zielgruppen-Marketing. Kundenbedürfnisse erkennen und umsetzen. Über diese Schlag­worte wird viel geredet. Die Brüder Dilaver und Ali Isikli aus Berlin haben Taten folgen lassen. Sie entwickelten ein Geldspielgerät, das speziell auf die türkische Kundschaft zu­geschnitten sein soll.

 

Der Berliner Großhandel ADAG Automaten schließt eine Marktlücke. Er vertreibt ein Geldspielgerät speziell für türkische Kundschaft.

 

Seit fünf Jahren sind sie mit ihrem Großhandel ADAG-Automaten im Geschäft. Die Isiklis er­kannten bald den Wunsch ihrer türkischen Kundschaft nach Geräten, die im Besonderen ihre Landsleute ansprechen.

 

„Die Idee liegt eigentlich auf der Hand. Allein hier in Berlin gibt es Hunderttausende türki­scher Landsleute, die gerne am Geldspieler spielen. Es gibt aber kein Gerät auf dem Markt, das speziell diese große Zielgruppe an­spricht", erklärt der Großhändler. Also ergriffen die Brüder selbst die Initiative. Sie entwickelten eine Frontscheibe mit türki­scher Symbolik und Design. Die türkische See­le soll damit angesprochen und ein Heimatge­fühl geweckt werden, so die Brüder. Dazu Dilaver Isikli: „Bei uns Türken ist die Verbindung zu unserer Heimat stark ausge­prägt. Wir fühlen uns hier fremd, da geben tür­kische Symbole Halt und Identität." Nachdem die Entwürfe für das neue Gerät ab­geschlossen waren, ging es auf die Suche nach einem Hersteller, der die Ideen der bei­den Berliner in die Tat umsetzt.

 

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Der Pasa, das Geld­spielgerät vom türki­schen Großhändler ADAG-Automaten,

speziell designed für seine Landsleute.

 

„Auf der letzten IMA haben wir verschiedene Hersteller angesprochen. Viele hatten Vorbe­halte. Zum Glück haben wir doch noch einen namhaften Hersteller für die Zusammenarbeit gewinnen können", freut sich Ali Isikli. So ging das neue „türkische" Geldspielgerät Pasa (sprich: Pascha, deutsch sinngemäß: „gütiger Herrscher") mit dem Logo von ADAG-Automaten in Produktion. „Wir haben einen bewährten Gerätetyp als Basis für den Pasa ausgewählt. Bei der Technik wollten wir keine Experimente eingehen. Die Beschriftung der Scheibe musste leider nach Auflagen der PTB in Deutsch gehalten sein", erklärt Dilaver Isikli.

 

Dominierendes Symbol und auf den ersten Blick zu erkennen sind Halbmond und Stern der türkischen Flagge. Die restliche Symbolik wie die Risikoleitern sind hierum rund ange­ordnet. Alles liegt auf einem schwarzen Hin­tergrund mit goldenen Verzierungen. Als Walzensymbole wurden Turbane gewählt. Eine typisch orientalische Kopfbedeckung mit Wiedererkennungswert. Dilaver Isikli dazu weiter: „Auch der Schrift­zug Pasa in Rot mit goldener Umrandung ist verschnörkelt. Alles ist runder, eben orientali­scher." Die Unternehmer sind vom Erfolg ihres Gerä­tekonzepts überzeugt. Die nächste Generati­on „türkischer" Geldspielgeräte ist schon in konkreter Planung.

 

„Wir haben eine Marktlücke entdeckt. Das In­teresse unserer Kunden am Pasa ist groß. Viel­leicht wird es bald einen Efendi' geben!", er­klärt der Großhändler zuversichtlich.

 

 

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Zum gleichen Thema ein ganzer Artikel als PDF-Dokument:

 

Vom Trianon zum Summer King

 

 

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Tai Pan-Markteinführung:

„Liesige Spiel­fleude" für Gastro- und Spiel­stättenplätze

 

Nach fünf Monaten intensiven Tests auf den verschiedenen Auf stell platzkategorien ist seit kurzem ein neues Geldgewinnspielgerät von Nova Garnes auf dem Markt: Tai Pan. Mit einem attraktiven Mietangebot wird das Spielgerät offiziell in den Markt eingeführt. Der Slogan „Liesi­ge Spielfleude" kennzeichnet den begleitenden neuen Werbeauftritt der Gauselmann-Gruppe. Aus Espel­kamp erreichte uns nachfolgender Bericht.

 

„Am Anfang stand die Idee, ein Gerät mit möglichst vielen attraktiven Fea­tures auszustatten, die den Markt neu beleben können, aber auch vom Spiel­gast in sehr kurzer Zeit zu begreifen sind", beschreibt Jens Kahle, Vor­stand Vertrieb bei der Gauselmann­Gruppe, die Geburtswehen von Tai Pan. Als man dann bei Nova Garnes über neue Gerätenamen diskutierte, warf Dieter Rücker Tai Pan in die Runde. Zuerst erntete er Stirnrun­zeln, dann einhellige Zustimmung. Einer der wohl ungewöhnlichsten Namen für ein Geldgewinnspielgerät war geboren. Mit guter Resonanz, wie sich jetzt herausstellt. „Was heißt das eigentlich?" oder „Wo kommt denn dieser Name her", gehören zu den häufigsten Fragen. Damit ist „Der Mächtige", so die Übersetzung von Tai Pan, in aller Munde.

 

TP2.jpgIntensive Testphase

„Testen, testen und nochmals testen - das gehört zum Credo der Gausel­mann-Gruppe", sagt Jens Kahle und ergänzt: „Wir haben unsere Lektion gelernt." Die Spielemacher werden hart und konzentriert arbeiten, damit der Spielgast optimalen Spaß und da­mit der Aufstellunternehmer Erfolg hat. Kahle: „Intensive Testphasen ge­hören zu den entscheidenden Maß­nahmen, die beim Aufstellunterneh­mer Vertrauen schaffen. Denn unsere Botschaft heißt Qualität in Spiel und Technik." Jede Neuentwicklung im Geldgewinnspielgeräte-Bereich muß sich in einem schonungslosenTestlauf bewähren. Über mehrere Wochen werden an allen gängigen Aufstell­plätzen (sehr gut, gut und schwäche­ren) eine Vielzahl von Testgeräten im Praxisalltag auf Herz und Nieren er­probt. Tai Pan hat die fünfmonatige umfangreiche Testphase mit Bravour bestanden.

 

Origineller Werbeauftritt

Mit einem originellen Werbeauftritt in der Branchenfachpresse wird die Markteinführung des „Mächtigen aus dem Reich der Mitte" begleitet. Zwi­schen einer doppelseitigen Anzeige ist eine Maske eingefügt,die in diesem Fall eine chinesische Pagode symboli­siert. Beim Durchblättern des Heftes springt dem Leser die Tai Pan-Anzei­ge regelrecht entgegen. Mit dieser neuen Anzeigengestaltung verknüpft die Gauselmann-Gruppe gleichzeitig ein Versprechen: Alle Pro­dukte, die in dieser Form be­worben werden, sind absolute Spitzenprodukte. Die Spiele­macher haben die Signale des Marktes verstanden. Daraus wurden Lehren und Konsequenzen gezogen. „Denn bei der Gauselmann-Gruppe ist man erst zufrieden, wenn der Aufstellunternehmer zufrieden ist", umreißt Kahle die Zielrichtung der Spielemacher.

 

Mietangebot

Bis zum 30. April gibt es für den Tai Pan ein besonderes Mietangebot. Für eine erste Mietrate in Höhe von 2999 Mark und weiteren 41 Raten ä 99 Mark kann man den neuen Nova­Geldspieler seinen Spielgästen prä­sentieren. Die Mietdauer läßt sich au­ßerdem individuell anpassen. Be­denkt man, daß ein Gebrauchtgerät durchschnittlich 3000 Mark kostet, wird die günstige Dimension dieses Mietknüllers weiter verdeutlicht. Noch klarer gestaltet sich die Rech­nung, wenn man zwei Geräte mieten möchte. Zum vergleichbaren Kauf­preis eines Neugerätes können gleich zwei Top-Geräte gemietet werden.

 

Dieses Angebot gilt übrigens für vier Geräte aus adp-Produktion: Action (Merkur), Optimus (Venus), Scala (Mega) und Tai Pan (Nova Garnes).

 

Attraktive Features

Alle Gimmicks wären ohne handfeste Substanz aber sinnloses Beiwerk. Tai Pan verfügt über zahlreiche attrakti­ve Features, die in der Neuheiten-Re­vue vorgestellt werden. Das Spielsy­stem weist eine Reihe zahlreicher Raffinessen auf, die gerade erfahrene Spielgäste schätzen, und läßt sich den­noch sehr einfach „erspielen" und be­greifen. Der auf Herz und Nieren ge­prüfte Spielkamerad eignet sich da­her für die Gastronomie ebenso gut wie für Spielstätten.    

 

 

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Die besondere Überraschung der IMA war der Twinliner des kleinen Herstellers Playmont, der mit seinen

geballten Gewinnen für grosse Aufmerksamkeit sorgte. War das der Weg aus der Krise?

Nach gutem Ordervolumen scheiterte das Gerät im Markt später wegen seiner Manipulationsanfälligkeit.

 

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Verschiedene Meldungen

 

Um den Arena, den Big Run II und den Sun King gab es ein juristisches Scharmützel.

 

 

Einstweilige Verfügung wurde aufgehoben

 

Mit Einstweiligen Verfügungen hatte die Stella, ein Tochterunternehmen der Gauselmann Gruppe, Ende April den Verkauf der Geräte Arena (NSM), Big Run II (Panther) und Sun King (Bally Wulff) gestoppt. Grund: Die Ellipse, die die drei Walzen der Venus-Linie umgibt, sei bei den Geräten der Mitbewerber nachgebildet worden. Bei dem Eilverfahren, das Vorausset­zung für eine Einstweilige Verfügung ist, bestätigte das Landgericht Köln diese Ähnlichkeit. Nachdem die betroffenen Unternehmen ihre Widersprüche eingelegt hatten, hob das Land­gericht Köln jedoch am 7. Mai die Verfügungen wieder auf. Im Falle von Big Run II wurde die Verfügung zurückgezogen. Somit dürfen alle drei Geldspielgeräte seit diesem Datum wieder verkauft werden.

 

 

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Eine interessante Werbeserie gestaltete die Gauselmann Gruppe. Zwischen zwei Werbeseiten, links mit Texten, rechts mit dem Gerät in Seitengrösse, war eine feste Pappe mit dem Thema angelehnten Ausschnitten eingeheftet, die nur einen Teil des Gerätes durchblicken ließ. Im Scan sieht es nur halb so geheimnisvoll wie in Wirklichkeit aus.

 

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Dazu ein Interview

 

 

„Unsere Botschaft heißt Qualität"

Interview mit Jens Kahle, Vorstand Vertrieb der Gauselmann-Gruppe

 

Mit einem völlig neuen Werbeauf­tritt trat in der März-Ausgabe des Fachmagazins »münzautomat« die Gauselmann-Gruppe in Erscheinung. Originelle Masken lenken die Auf­merksamkeit auf zwei bestimmte Geldgewinnspiel-Geräte der Espel­kamper. Ungewöhnliche Stilmittel bergen meistens auch neue Bot­schaften und veränderte Konzepte. „Welche?" wollten wir von Jens Kah­le, neuer Vorstand Vertrieb der Gau­selmann-Gruppe, in einem Interview wissen.

 

»münzautomat«: Der Werbeauftritt des Hauses Gauselmann in der März­Ausgabe des »münzautomat« ist auf­gefallen, Herr Kahle. Bläst das Unter­nehmen zu einer neuen Offensive?

 

Jens Kahle: Ich könnte jetzt natürlich sagen, daß wir immer offensiv sind. Aber damit würde ich genau jenes Klischee bedienen, von dem wir uns lösen wollen. Der Begriff Aufbruch stimmt aber. Allerdings nicht nach quantitativen, sondern nach qualitati­ven Maßstäben. Das wird in den kom­menden Monaten, in denen dieser Werbeauftritt für Geldgewinnspiel­Geräte regelmäßig auftauchen wird, sehr deutlich werden.

 

»münzautomat«: Das sind mehrere Dinge auf einmal. Deswegen eines nach dem anderen. Die neue Werbeli­nie beinhaltet also eine qualitative Botschaft. Behauptet das nicht jeder?

 

neu-10.jpgJens Kahle: Das ist auch legitim, so­lange es aus bestem Wissen und Ge­wissen heraus geschieht. Aber ich bin nicht dafür da, um zu bewerten, was andere tun. Sie fragen nach unserer neuen Linie und ich beantworte das auch gerne. Kurz gesagt: wann immer der Automatenunternehmer in Zu­kunft unserer einzigartigen Werbeat­tacke in der Fachpresse begegnet, dann kann er sicher sein,daß er dahin­ter die besten Geräte der Gausel­mann-Gruppe findet.

 

»münzautomat«: Sorry, wenn wir nochmal allgemein weitermachen. Aber den Song vom „besten Gerät" hat der Markt im vergangenen Jahr über 50 Mal gehört ...

 

Jens Kahle: ... und über 20 Mal aus unserem Haus. Ich weiß. Damit ist jetzt aber Schluß. Das heißt nicht, daß unsere Aussagen in der jüngsten Ver­gangenheit die Kunden auf den Arm nehmen sollten. Im Gegenteil. Wir ha­ben intensiv nach neuen Features und Spielanreizen gesucht, die den Markt neu beleben sollten. Das wollten wir entsprechend transportieren. Dabei sind wir auf Spielelemente gestoßen, die entgegen unserer Überzeugung nicht so gut funktioniert haben. Und andere Features, die etwas Zeit brau­chen, hatten gar nicht die Chance, sich zu entwickeln. Mit dieser Hektik, die keinem in der Branche gut tut,und üb­rigens auch beim spielenden Gast nicht gut ankommt, haben wir bereits aufgehört.

 

»münzautomat«: Was ist nun anders?

 

Jens Kahle: Neben einer größeren Ruhe in der Entwicklung von Gerä­ten haben wir unsere Testphasen we­sentlich erweitert. Die beiden Geräte, die wir jetzt durch Masken herausge­hoben haben, sind durch fünf Monate härtesterTests gegangen. Glauben Sie mir, wir wären gerne schneller gewe­sen. Aber es hat eben so lange gedau­ert, bis wir wußten: das sind unsere derzeitigen Spitzengeräte. Und die haben wir dann für den Start unserer neuen Kampagne ausgewählt.

 

»münzautomat«: Damit stellen Sie sich bewußt auf den Prüfstand.

 

Jens Kahle: Das genau ist unser Ziel. Die Botschaft an unsere Kunden lau­tet: das Gerät hinter der Maske ist das qualitativ Beste, was die Gausel­mann-Gruppe bieten kann. Auf die­se Aussage kann man sich verlassen. Und an dieser Aussage lassen wir uns messen. Schon alleine aus diesem Grunde können Sie davon ausgehen, daß wir uns die betreffenden Produk­te übergenau angesehen haben. Sie sehen das schon richtig: Wir stellen unsere Glaubwürdigkeit auf den Prüfstand.

 

»münzautomat«: Hat die denn gelit­ten?

 

Jens Kahle: Nach über 50 angeblichen Spitzengeräten innerhalb von 12 Mo­naten im Gesamtmarkt ist generell ei­ne große Skepsis aufgetreten. Ich will niemandem zu nahe treten, aber ich denke, diese Skepsis spüren alle im Markt. Wenn alle zwei Wochen der Ober-Knaller erscheint, dann glaubt das doch irgendwann kein Mensch mehr. Diese Reaktion ist völlig nor­mal. Wenn man das ändern will, müs­sen neue Wege gegangen werden. Wir sind der Überzeugung, daß die Aussa­gen zu Produkten auf eine beweisbare Platt­form gestellt werden müssen. Und das tun wir mit unserer Gerätepoli­tik und der dazugehö­rigen Produktaussage. Nur so wächst Vertrau­en.

 

»münzautomat«: Künftig gibt es also zwei Spitzengerä­te und rund 20 Butter- und Brot-Ge­räte?

 

Jens Kahle: Ein klares Nein zum zwei­ten Teil ihrer Frage. Die Gerätepalet­te der Gauselmann-Gruppe im Geld­spielbereich konzentriert sich derzeit auf sieben Modelle. Ich gebe zu, daß hier ein brutaler Schnitt gemacht wur­de. Aber wer auf Qualität setzt, kann dies nicht mit einem undifferenzier­ten Gemischtwarenladen tun. Wir fo­kussieren uns. Und deshalb muß auch einiges weg.

 

»münzautomat«: Mit den vielen un­terschiedlichen Produktlinien des Hauses bekommen Sie dann aber ir­gendwann rein zahlenmäßig Schwie­rigkeiten.

 

Jens Kahle: Nein, das werden wir nicht. Es geht nicht mehr nur um die unterschiedlichen Produktlinien. Es geht nur noch um das beste Gerät, egal ob es von Merkur, Stella oder No­va kommt. Das jeweilig beste Gerät wird auch entsprechend hervorgeho­ben. Und zwar nicht als das Gerät der jeweiligen Produktlinie, sondern als das Gerät, auf das sich der Aufsteller in punkto Qualität, Spielezahl und Einspielergebnisse verlassen kann. Auch hier ändert sich unser Auftritt. Unter dem Dach der Gauselmann­Gruppe versammelt sich sehr viel Kompetenz. Warum sollten wir diese Kompetenz auseinanderdividieren? Dafür gibt es keinen Grund. Die ge­samte Gruppe steht hinter ihrem je­weils besten Produkt, das gehört mit zur neuen Botschaft.

 

»münzautomat«: Das klingt ja auch nach ei­nem strategischen Um­bau der Gruppe.

 

Jens Kahle: Es wird sich vieles ändern, es muß sich vieles ändern, übri­gens nicht nur bei uns. Aber das ist ein anderes Thema. Es geht zunächst nicht um Organisation, sondern um Bewußtsein. Die Gausel­mann-Gruppe startet bewußt eine Qualitätsinitiative, weil sie davon überzeugt ist, daß dies der einzige Weg für ein erfolgreiches Arbeiten ist. Ich jedenfalls sehe keine Alternative. Deswegen werden wir uns in den Be­reichen Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing ausschließ­lich auf dieser Ebene bewegen.Auf et­was anderes lassen wir uns zukünftig nicht ein.

 

»münzautomat«: Die Masken-Stra­tegie ist also ein Langzeit-Projekt?

 

Jens Kahle: Sie ist ein, wie ich finde, sehr außergewöhnlicher,eigenständi­ger Werbeauftritt mit einer ganz kla­ren Botschaft unsererseits. Wer Ihr Magazin durchblättert und mit dem Daumen hängenbleibt, der findet an exakt dieser Stelle Qualität, die unse­re Kunden zufriedenstellen wird. Und nur das ist das Ziel unserer Unterneh­mensgruppe. Denn wir sind erst zu­frieden, wenn der Kunde zufrieden ist.

 

»münzautomat«: Herr Kahle, wir danken für das Gespräch.

 

 

 

Das thematisch außergewöhnlichste Gerät des Jahres war sicherlich der Borussia Mönchengladbach.

 

 

Zielgruppen Marketing

Wenn Borussia im Groschenspiel antritt

 

Die Umsätze an Geldspielgeräten sinken. Neue Zielgruppen werden von der Industrie entdeckt. Sie entwickelt Nischengeräte.

 

Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München. In der Fußball-Bundesliga ein Hit, der volle Kassen für die Ver­eine garantiert. Gleiches erhofft sich NSM Produktmanager Dirk Schwerdling vom neu en Geldspielgerät Borussia Mönchengladbach für Gastwirte und Aufsteller.

 

„Es ist noch ein Versuch, doch bisher dürfen wir optimistisch sein", bilanziert Schwerdling den Absatz in den ersten Wochen.  Das neue Gerät ist schließlich erst seit September auf dem Markt. NSM hat mit dieser Entwicklung (noch) eine Monopolstellung in unserer Branche.

 

„Erstmals ist ein Geldspielgerät seinem Bundesligaverein gewidmet", sagt er.

 

Neue Aufstellplätze und neue Spielkunden versprechen sich die Binger vom Marketingkonzept, das auf eine spezifische Zielgruppe zugeschnitten ist: den Gladbach-Anhängern. Eine zu kleine Gruppe, könnte NSM entgegengehalten werden. Nur im Ruhrgebiet zu fin­den. Eine Vermu­tung, die Schwerd­ling korrigiert: „Bo­russia hat überall in Deutschland Fan­clubs. Nicht nur im Ruhrgebiet, auch in München und in Berlin". Gleiches gilt auch für andere Bundes­ligavereine wie Bayern München.

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Nischengerä­te: der Disco von Gausel­mann und der Borussia von NSM.

 

Doch von einem Geldspielgerät FC Bayern will Schwerdling noch nichts wissen: „Wir müssen abwarten. Ob die Kassen dauerhaft stabil blei­ben oder nach einiger Zeit einbrechen", warnt er vor voreiliger Euphorie. „Und beobachten, ob Modelle wie Borussia der richtige Hebel sind, neue Kunden zu gewinnen." Denn das ist der Kerngedanke bei dem Ziel­gruppen-Marketing von NSM. Schon mit dem Kicker (seit August im Verkauf) verfolgen die Binger dies Konzept.

 

„Fußballfans sind Kneipengänger", sagt Schwerdling. „Das ist doch ein Potenzial. Warum also nicht da ansetzen?" Der Erfolg mit dem Kicker habe Mut gemacht, einen Schritt weiter zu gehen. Auf den ganz besonderen Kick für die Spielfreude zu setzen, wenn sich beim Einsatz alles um Logo und Wappen des Lieblingsvereins dreht.

 

„Wer sich bisher nicht mit Geldspielgeräten beschäftigt, tut dies vielleicht jetzt. Weil er seinen Verein beim Spiel wiederfindet. Das schafft eine emotionale Bindung", meint Schwerdling.

 

Weil neue Kunden angesprochen werden sol­len, hat sich NSM beim Borussia bewusst für ein einfaches Spielsystem entschieden. Prä­gend sind die vielen Kleingewinne und die hohe Trefferquote im Risikospiel. „Das motiviert Anfänger. Weil sie schnell zum Erfolg kommen", glaubt er. Das wiederum öffne den Zugang zum Geld­spiel. Und in der Folge vielleicht auch zu komplexeren Spielsystemen, wie sie im Kicker realisiert sind. Deswegen hält der Manager Kicker und Borussia für ein Pärchen, das sich ideal ergänzt. NSM erwartet noch mehr von seiner Produktlinie ums runde Leder. „Es können auch Aufstellplätze in Gaststätten gewonnen werden, die unserer Branche bis­her immer die Rote Karte gezeigt haben. Weil ihnen unser Image als nicht unbedingt positiv erschien."

 

Borussia muss jetzt die Vorlage aus Bingen verwandeln. Dann dürfen Fans und Spieler ju­beln. Wenn auch in Spielstätten und Gastwirtschaften angepfiffen wird. Zum Kassenschla­ger Borussia gegen Bayern. Bally Wulff hingegen hält sich beim Fußball zurück, schaut von der Tribüne zu. „Wir haben schlechte Erfahrungen gemacht", berichtet Bernhard Eber.

 

Denn nach Auskunft des Marketingchefs der Berliner stoßen Nischengeräte bei Aufstell­unternehmern nicht unbedingt auf Gegen­liebe. Denn: „Geldspielgeräte werden öfter umgehängt."

 

Ein auf eine zu kleine Zielgruppe zugeschnit­tenes Nischengerät erschwere den Geräte­wechsel zu einem anderen Aufstellplatz. Am Beispiel Borussia Mönchengladbach illus­triert Eber das: „In einer Gaststätte mit Bayern­Fans dürfte das Gerät wohl nicht so gut an­kommen."

 

Ein Geldspielgerät müsse neutral sein. Wie et­wa der Kicker von NSM: „Solche Entwicklun­gen sprechen eine breite Gruppe an." Vom Ansatz her hält es auch Eber für nahelie­gend, über ein Thema Kunden zum Spiel zu bringen: „Das machen wir auch. So mit unse­rem James-Bond-Gerät. Mit dem Original­ Soundtrack von 007. Sequenzen aus der Bond­ Musik waren mit der Risikoleiter gekoppelt. Um mehr Spannung zu erzeugen." Unterm Strich zählt für Bally Wulff noch ein an­derer Aspekt: „Für Aufsteller ist doch Auszah­lungsquote und Spielsystem entscheidend." Einen weiteren Einwand gegen auf zu kleine Nischen fixierte Modelle hat Eber: „Im Jahr 100 neue Produkte - damit kann weder die In­dustrie noch der Aufsteller leben." „Wir werden jede Nische nutzen, um die Er­tragskraft der Gruppe zu steigern", erklärt Robert Hess hingegen Grundsätze der Unter­nehmenspolitik der Espelkamper. Für die Spielemacher sind schon einmal die Bayern Münchener aufgelaufen. Vor zehn Jah­ren, 1988. Allerdings nicht im Geldspiel, son­dern in einem Punktespiel.

 

„Unsere Erwartungen haben sich damals nicht zur Gänze erfüllt", erinnert sich Hess. Doch 1998 haben die Gauselmänner im Geldspielbereich eine neue Nische, eine Marktlücke entdeckt. Die Diskotheken. Sie haben eigens dafür den Disco entwickelt. Statt einer Neonröhre sorgt Schwarzlicht in dem Geldspielgerät für Disco-gerechte Effekte. „Toll sieht das aus", schwärmt Hess,

 

 

Scheibendesign

 

Wie entstehen eigentlich Automatenscheiben? Ein Interview mit dem Chefdesigner von Löwen. Der für sein schönstes Werk pikanterweise ein Werk für seinen früheren Arbeitgeber Gauselmann nennt. Wie ist das der Presseabteilung von Löwen durchgerutscht? Anschließend ein Interview mit dem Künstler.

 

 

Automaten-Designer im Fußballfieber

NSM setzt mit dem Kicker das Konzept der Themen- und Zielgruppengeräte fort

 

Wie kann man im Design immer wie­der etwas Neues bringen? Welche Rolle spielt das Design für den Erfolg eines Geldspielautomaten? Mit die­sen Fragen beschäftigt sich NSM­ Chefdesigner Horst Heinen schon seit 18 Jahren. Seine jüngste Ant­wort: Die Kreation der Kicker-Schei­be. Damit wird das Konzept der The­men- und Zielgruppengeräte fort­geschrieben, heißt es im folgenden Beitrag von NSM.

 

neu-1.jpgDie WM ist gerade vorbei, nicht aber das Fußballfieber: Die Bundesliga ruft, der Ball ist immer noch rund, und der Pokal hat immer noch seine eige­nen Gesetze. Wie man bei NSM meint, kommt da der Kicker genau zum rechten Zeitpunkt auf den Markt.An diesem Gerät zu spielen,ist fast wie im richtigen Fußball-Leben, heißt es aus Bingen: „Ein Sound wie im Stadion, Pokalspiele winken, es gibt verschiedene Strategien zum Er­folg, gute Kombinationen werden be­lohnt,und mit ein bißchen Glück kann man ganz schön Kasse machen."

 

Erlebniswelten umsetzen

„Jedes Detail auf der Kicker­ Scheibe ist am Thema Fußball ausgerichtet", erklärt NSM-Chef designer Horst Heinen. „Ich ha­be versucht, diese Erlebniswelt im Design konse­quent umzusetzen: Grün steht für das Spielfeld, der schwarze Rand markiert das Sta­dion, Streifen in den Feldern erinnern an Trikots, beim Schrifttyp der Zahlen assoziiert man Rückennummern, der Spielablauf auf den Risikoleitern ist in eine Ballbewegung umge­setzt, Fußbälle tauchen auch als Walzensymbo­le auf und bestimmen die Gewinnkombina­tionen. Kurzum: alle Gestaltungselemente dienen dem einen Ziel, Fußball-Atmosphäre zu vermitteln."

 

Der Kicker ist ein typi­sches Themengerät, also ein Gerät, das sich die Beliebtheit eines be­stimmten Themas zu nutze macht. Schon mit dem Ballermann, der auf die Popularität des Mallorca-Feelings setzt, ist NSM diesen noch immer recht ungewöhnlichen Weg gegan­gen. „Wir haben damit bewiesen, daß man mit diesem Konzept Erfolg ha­ben kann", heißt es dazu. Der Kicker ist aber nicht nur ein Themengerät, sondern auch ein Zielgruppengerät: Es will die fußballbegeisterten Spie­ler, besonders in Gaststätten, gewin­nen-eine Zielgruppe mit einigem Po­tential.

 

Konventionen verlassen „Normalerweise verzichten wir auf exotische Farbkompositionen, damit die Geräte von einer möglichst brei­ten Spielerschaft angenommen wer­den",betont Horst Heinen. „Aber bei Zielgruppengeräten wie dem Kicker kann man ruhig mal etwas aus dem Rahmen fallen. Hier darf das sonst seltene Grün dominieren, weil es die Signalfarbe für dieses Thema ist." Ei­ne fröhliche Mischung weiterer Far­ben wie Rot, Gelb, Blau, Weiß und Gold sorgen für Dynamik und bunte Wettkampf-Stimmung.

 

Für den Designer haben Themenge­räte einen besonderen Reiz, weil sie mit ihrem Thema über das eigentliche Spielsystem hinausgehen. Das eröff­net neue, kreative Möglichkeiten, dem Spielvergnügen Gestalt zu ver­leihen.  

 

 

„Scheiben-Design ist eine Gratwanderung"

Interview mit Horst Heinen, Chefdesigner der NSM AG

 

neu-30.jpgKein Spielgerät der Unterhaltungs­Automatenwirtschaft kommt ohne Design aus. Auch nicht das Geldge­winnspiel-Gerät. Im Zeitalter des Designs streiten sich die Geister al­lerdings darüber, wie wichtig die Ge­staltung der Geräte ist, welche Rolle sie tatsächlich spielt. Wir unterhiel­ten uns darüber mit Horst Heinen, Chefdesigner bei NSM, den selbst nach 200 Geldspiel-Scheiben der Job noch immer reizt.

 

»münzautomat«: Haben Sie einmal nachgezählt, wie viele Scheiben Sie in den vergangenen 18 Jahren bei NSM gestaltet haben?

 

Horst Heinen: Nein. Aber ich schätze, es könnten so um die 200 gewesen sein.

 

»münzautomatrr Gibt es eine Schei­be, auf die Sie besonders stolz sind?

 

Horst Heinen: Meine Lieblingsschei­be ist wohl immer noch der Bonus, ein Geldgewinnspielgerät, das Anfang der 80er Jahre auf den Markt kam. Zu dieser Zeit kamen die Risikoleitern auf. Beim Bonus hatte ich die Risiko­leiter rund angeordnet. Es war übri­gens die größte am Markt. Der Bonus war für mich persönlich der Durch­bruch.

 

»münzautomat«: Was reizt Sie nach 18 Jahren immer noch an diesem Job?

 

Horst Heinen: Es ist die Herausforde­rung, etwas Neues zu finden auf einem Feld, von dem man behauptet, es sei ausgereizt. Das ist wie in der Musik: Die Zahl der Noten ist begrenzt, und dennoch kann man immer etwas Neu­es komponieren.

 

»münzautomat«: Spielen persönli­che Vorlieben bei Ihrer Arbeit eine große Rolle?

 

neu-32.jpgHorst Heinen: Dann wäre ich Kunst­maler geworden. Ich frage weniger, ob es mir gefällt, sondern vielmehr, ob es draußen gefragt ist. Ich achte auf harmonische Form und darauf, daß al­les schlüssig ist. Persönliche Vorlie­ben stelle ich hinten an. Das ist das Los eines Grafikers.

 

»münzautomat«: Was sind denn Ihre persönlichen Vorlieben?

 

Horst Heinen: Ich bin von den 70er Jahren geprägt, dem Zeitalter der Pop Art. Mein Favorit damals: Andy War­hol. Noch heute mag ich es am liebsten bunt und spielerisch.

 

»münzautomatrr Manche sagen, De­sign sei in unserer Branche gar nicht so wichtig, entscheidend sei das Spiel­System.

 

Horst Heinen: Wenn das Gerät auf den Markt kommt, in den ersten Wochen, ist das Design entscheidend. Es ist der Aufreißer". Später zählen mehr die „inneren Werte". Das ist wie in einer Ehe! Ein Design hat aber auch Lang­zeitwirkung. Deshalb müssen Spielsy­stem und Design in Einklang stehen. Man darf nicht mehr versprechen, als man halten kann. Als Scheiben-Desi­gner muß man eine Gratwanderung zwischen anfänglicher Attraktivität und Langzeitakzeptanz vollbringen. Spektakuläres „Blender-Design" nervt auf Dauer nur.

 

»münzautomat«: Greifen Sie im De­sign bestimmte Modetrends auf?

 

Horst Heinen: Seiner Zeit voraus sein zu wollen, wäre ein typischer Anfän­gerfehler. Bis das Gerät hängt, ist die Mode vielleicht schon wieder vorbei. Man muß abwarten, bis sich der Durchschnittsbürger an eine Mode gewöhnt hat. Unsere Klientel ist eher konservativ-traditionell.

 

»münzautomat«: Gehen Sie manch­mal auch in eine Spielhalle, um sich in­spirieren zu lassen?

 

Horst Heinen: Selbstverständlich. Ich beobachte genau, wie die Leute auf ein bestimmtes Gerät reagieren: Wie gehen sie darauf zu? Auf welchen We­gen nutzen sie das Spielsystem? Wel­che Rolle spielt dabei die Darstel­lung? All das versuche ich zu interpre­tieren.Auch die Erfahrungen derAuf­steller und Niederlassungsleiter flie­ßen in meine Tätigkeit ein. Ich arbeite auf breiter Front.

 

»münzautomat«: Was erwartet der Spielgast heutzutage von einem guten Gerät?

 

Horst Heinen: Den genormten Spieler gibt es nicht. Die meisten wünschen, daß es viele Wege zur Ausspielung und große Direktgewinne gibt. Auf die richtige Mischung der Spielele­mente kommt es an und auf ein De­sign, das mit dem jeweiligen Spielsy­stem harmoniert.  

 

 

 

Ein IMA-Messerundgang des „münzautomaten“

 

 

Die Geldspielgeheimnisse der Industrie

 

Was die IMA bringt -jetzt schon im »münz«

 

Vor der IMA sind die Hersteller im­mer ziemlich geizig mit Informatio­nen über ihre Neuheiten. Wenn es um das Geldspiel geht, dann fallen gleich alle Türen zu: Top Secret. Den Reportern des »münzautomat« ist es aber gelungen, rechtzeitig den Fuß in den Rahmen zu klemmen. Nicht überall, das ist klar. Aber ein bißchen was geht immer. Ehe wir hier die Geldspielgeheimnisse der Industrie zeigen, möchten wir uns bei den Ver­antwortlichen im Namen unserer Le­ser für ihr Vertrauen bedanken.

 

Mega „Bravo"

Der Aufstellung in der Gastronomie geht es wirklich richtig schlecht. So schlecht jedenfalls, daß inzwischen der Ruf nach speziellen Gastro-Gerä­ten, die endlich wieder ziehen, aus der Aufstellerschaft laut geworden ist. Am lautesten hat Willy Wacker vom Verband Rheinland-Pfalz gerufen. Mega-Chef Joachim Trenz hat das ge­hört, angefangen zu entwickeln und präsentiert nun Bravo. Sein Gastro­Gerät beschreibt Trenz so: „Gering schwankendes Auszahlverhalten, kei­ne Gewinnballungen, viele Kleinge­winne, hohe Ereignishäufigkeit, ein­fach und übersichtlich - also das, was Wacker will." Wollen das auch ande­re? Die Tests sind gut, sagtTrenz. Jetzt ist er gespannt auf die IMA-Reaktion: „Nach einem Gastro-Gerät zu rufen, ist eine Sache. Es auch einzusetzen, die andere." Damit es leichter fällt, ist der Bravo-Preis „gastrolike".

 

NSM „Majesto"

Ob nun berechtigt oder nicht - eine ganze Menge Leute aus der Branche gucken angestrengt nach Bingen und warten auf den großen Geldspiel­Wurf. Nun, der »münzautomat« hat aus NSM-Richtung schon länger eini­ge Geräuschentwicklung über ein Gerät geortet, „das verdammt nahe am geldspieltechnischen Ideal dran ist". Diese Äußerung war inoffiziell. Nach Redaktionsschluß wurde der Majesto mit vier Jackpots und zwei Bonuspunktejackpots offiziell. Der Clou daran: die speziellen Bonus­punktejackpots lösen auch dann aus, wenn der Höchststand noch nicht er­reicht ist. Und durch eine Jackpot­schaukel steht ein normaler Gewinn­topf immer unmittelbar vor der Aus­lösung. Die Mischung aus „you never know" und „gleich geht's los" sei ein „Garant für Nervenkitzel", heißt es bei NSM nach den Tests.

 

Bally Wulff „Sun Game"

Man glaubt es kaum - aber sie lebt. Gemeint ist die Risikoleiter, die sich ihrer Lebendigkeit allerdings noch nicht lange erfreut. Bally Wulff be­hauptet nämlich, ihr gerade eben erst das Leben eingehaucht zu haben. Sehr beweglich sind sie mal auf jeden Fall, die beiden Risikoleitern beim neuen Sun Garne. Die drei oberen Steps der Leitern werden digital, und damit veränderbar angezeigt. In Be­wegung gerät die Sache, wenn nach Risikoabstürzen im Sonderspielbe­reich genügend Transferpunkte im Jackpot aufgelaufen sind. Dann rutscht die ganze Geschichte nach un­ten. Auf der linken Leiter zum Bei­spiel kann dann nicht mehr von 12 auf 25 Sonderspiele, sondern gleich auf 50 Sonderspiele riskiert werden. Dar­über warten 50 Multispiele. Die obere Stufe ist gekappt, der Risikoweg ist al­so kürzer. Bei Riskoverlust von 50 S auf 50 M verschwinden sogar die 50 S, was den Weg nochmal verkürzt. Auf der rechten Leiter gilt das gleiche Prinzip, nur mit anderen Werten. Für Bally Wulff ist das der Türöffner ..zu einer neuen Dimension des Risiko­spiels". Für uns bleibt zunächst ein­mal die Erkenntnis: sie lebt. 

 

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Ein weiterer Rundgang bei den Herstellern und ihren Spitzengeräten. Der bei Löwen angesprochene Prototyp wird bald bei Goldserie vorgestellt.

 

 

neu-19.jpgWarten auf den Quantensprung

Der Markt bewegt sich nur mit ganz vorsichtigen Schritten

 

Die VDAI-Zahlen belegen es: das Geldgewinn-Spiel steckt in einer Ab­satzkrise. Trotzdem ist der Geldspie­ler nach wie vor Umsatzträger Nummer eins. Konnte die IMA dem ange­knacksten Rückgrat der Branche neue Impulse geben? Der »münz­automat« hat sich umgehört.

 

„Unseren Turbo Sunny haben wir jetzt im dritten Jahr auf der IMA. Die Stückzahlen stimmen noch immer. Das Gerät ist ein echtes Phänomen", freut sich Joachim Trenz und wundert sich aber auch ein bißchen. Denn so erfreulich die Stabilität dieses Gerä­tes ist, so deutlich zeigt sie auch, wie wenig Bewegung derzeit im Markt für Geldgewinnspiel-Geräte ist. Aufstell­unternehmer verlassen sich offen­sichtlich in der Mehrzahl nur auf das, was sie schon kennen. „Was ist aus Er­fahrung gut", heißt die Grundfrage vor Investitionen. Zumindest weiß man dann, was man hat, und erlebt keine unliebsamen Überraschungen. Wenn investiert wird, dann haupt­sächlich auf sicherem Terrain.

 

Vorsichtige Suche

Die Reaktion ist nicht unverständ­lich. Sinkende Umsätze am Aufstell­platz sind nicht unbedingt ein Motiva­tor für Investitionen in Experimente. Der Neuheiten-Overkill der letzten Jahre hat zudem nicht unbedingt zur Entscheidungsklarheit darüber bei­getragen, was nun gut ist, und was nicht. Die Hektik in der Produktfolge ging andererseits einher mit einer großen Ungeduld am Aufstellplatz. So manchem Gerät wurde erst gar nicht die Chance der Bewährung ge­geben. Schnelle Wechsel auf beiden Seiten heizten das Tempo des Mark­tes an, was sich inzwischen in das Ge­genteil verkehrt hat. Es herrscht Ru­he im Land.

 

Mit dieser Ruhe kann eigentlich niemand so recht zufrieden sein, we­der die Industrie noch der Handel und schon gar nicht die Automatenun­ternehmerschaft. Das Un­terhaltungsgeschäft ist zum großen Teil ein Geschäft mit der Abwechslung. Die Kundschaft braucht neue Reize, neue Motivation für ein neues Spiel. So läuft nun mal das Entertainment-Business - auch beim Geldspiel. Mag die Investitionszurückhaltung auch noch so verständlich sein, schwache Umsätze werden noch schwächer, wenn nicht was Neu­es geboten wird. Selbst der vorsichtig­ste Aufstellunternehmer weiß das. Ihm ist klar: der Rückgriff auf be­währte Geräte, die für die Kundschaft am eigenen Aufstellplatz ja was Neu­es sein können,ist im Grunde nur eine Zwischenlösung. Die Suche nach dem wirklich Neuen geht natürlich trotz­dem weiter.

 

Überraschender Gesprächsstoff Wurde man auf der IMA fündig? Rasch stößt man bei der Antwort auf diese Frage auf jenes Geldgewinn­spiel-Gerät, über das überraschen­derweise auf der Messe am meisten geredet wurde: der Twinliner von Playmont. Die Kunde von einem un­gewöhnlichen Automaten mit einer Auszahlphilosophie in Richtung ungewöhnlicher Gewinnballungen machte die Runde. Eine Diskussion, die ein überraschter Jörg Jäger, Chef von Playmont, nicht so recht verste­hen konnte. „Sicher, das Spielsystem des Twinliner ist darauf ausgelegt, daß der Spielgast über längere Phasen mit einer relativ hohen Gewinnerwar­tung spielen kann. Die Auszahlquote liegt bei knapp unter 70 Prozent. Aber ich denke nicht, daß das der entschei­dende Punkt ist", wunderte er sich über den Gesprächsstoff, den seine neueste Erfindung lieferte. Viel wichtiger erscheint ihm die Idee, daß Jack­pot-Erhöhungen und Sonderspiel­einläufe nicht nur über Risiko und Ausspielungen, sondern direkt über die Walzen zu erhalten sind. „Das ist wirklich neu. Meine Überlegung da­hinter: der Spielgast will kein Geld, er will Sonderspiele und andere Ereig­nisse", so Jäger. Deswegen läßt sich der Twinliner auch über zwei Ebenen mit unterschiedlichem Erlebnischa­rakter spielen.

 

Virtuelle Möglichkeiten

Ganz gleich, welchen Weg im Markt der Twinlinerin den kommenden Mo­naten auch nehmen wird, er beweist, daß die Suche nach Geräten, die aus dem Rahmen fallen, nicht aufgehört hat. Das Gefühl, daß Innovation drin­gend gebraucht neu-16.jpgwird, ist also durchaus vorhanden. Das bestätigt auch Jens Kahle, Vorstand Vertrieb und Marke­ting der Gauselmann Gruppe. Die Es­pelkamper ließen auf der IMA unter anderem einen Innovationsballon mit Golden Times steigen, einem Geldspieler auf Bildschirmbasis. Die Walzen des Gerätes drehen sich virtu­ell, was unübersehbar eine Synergie von Atronic ist und schon auf dem Ca­sinosektor durchaus erfolgreich für ein neues Spielgefühl gesorgt hat. „Ei­ne neue Optik und die Verabschie­dung von der Mechanik sind eindeu­tig ein Weg, wieder attraktiver zu wer­den", meinte Kahle. Er setzt dabei nicht nur auf den Neuheiten-Effekt, der sich selbstverständlich irgend­wann einmal abnutzt. „Ich denke, daß über diesen Weg auch verlorene Kun­den zurückgeholt oder neue gewon­nen werden können, denen mechani­sche Lösungen generell antiquiert er­scheinen." Diesen Überlegungen ist Kahle auch in seinen Gesprächen mit Aufstellern auf der Messe begegnet und fand „eine große Bereitschaft zum Experiment". Wobei es das Haus Gauselmann den Interessenten von daher leicht gemacht hat, daß der Bruch mit alten Gerätegewohnheiten nicht allzu radikal ist. Hinter dem Golden Times steckt ein Castell, der ohnehin in seinen Features äu­ßerst lebendig ist.

 

neu-17.jpgWunsch und Realität

Es läßt sich dennoch nicht verheimlichen, daß Vorsicht die Ent­wickler prägt. Diesen Grundtenor vermittel­te auch Christian Arras, Divisionsleiter SPIEL bei Löwen Entertain­ment (NSM). Und da­bei gingen die Binger ebenfalls mit Vor­schußlorbeeren für ih­ren Majesto in die IMA. Arras beschreibt die Entwicklung des Gerätes als einen „intensiven Diskussionsprozeß mit vielen Kunden und sehr ausführli­chen Tests". Die Erfahrung, die man bei NSM in dieser Zeit gemacht hat, läuft einmal mehr darauf hinaus, „daß es nur in kleinen Schritten nach vorne geht. Die Aufstellerschaft will das so, weil das der Spielgast wohl auch so will". Ein Multimedia-Geldspielge­rät, wie es auf dem Stand der Binger als Prototyp ebenfalls gezeigt wurde, ist laut Arras „die Erfüllung eines bei der Idee für die sogenannte „le­bende Risikoleiter" beim Sun Game. Das neue System sorgt ohne Zweifel schon alleine dadurch für Bewegung, daß die bislang starre Risikoleiter nun variabel wird und für neue Spielanrei­ze sorgt. Mit allzuviel Hurra in die In­novation ist man bei Bally Wulff aller­dings ein gebranntes Kind. Also wur­de der Sun Game erstens nur in einer limitierten Auflage gebracht. „Und zweitens ist uns bewußt, daß das Sy­stem des Gerätes noch kultiviert wer­den muß. Das haben wir den Kunden auch gesagt", so Bally-Wulff-Ge­schäftsführer Uwe Christiansen. Nach seinen Angaben sind die aufge­legten 500 Geräte an den Mann ge­bracht, „und nun warten wir auf die Rückmeldung". Bewegt die Risiko­leiter-Bewegung den Markt? Früher hätte man das einfach behauptet. In­zwischen wartet man ab.

 

Aktuelle Probleme lösen

Eine Haltung, die auch Tjark Berg­mann nicht fremd ist. Für ihn gilt die Devise: „Innovation ist nur dann In­novation, wenn sie auch eine deutli­che Qualität hat. Und die muß sich be­weisen." Daß das Haus Bergmann mit dieser Linie nicht schlecht fährt, das weiß man aus denAufsteller-Reaktio­nen vor allem aus dem Norden der Republik, teilweise auch aus dem Ruhrgebiet. Bergmanns Rezept setzt auf klassische Spielinhalte in neuer Form. „Der Spielgast will nach meiner Erfahrung nämlich keine Experimen­te", so sein Credo. „Erfolg haben Fea­tures, die beim Spielgast in positiver Erinnerung sind." Für Bergmann ist das der beste Weg, „die Probleme von heute zu lösen. Statt auf mögliche Neukunden zu starren,müssen wirzu­nächst einmal wieder eine stabile Ba­sis beim vorhandenen Kundenpoten­tial schaffen. Ich denke, darum küm­mern wir uns derzeit zu wenig".

 

neu-18.jpgLeidensdruck verändert

Das ist ein Denkansatz, der auch Joa­chim Trenz mit Blick auf die Gastro­nomie umtreibt. Die bröckelnde Struktur und die drastischen Umsatzrückgänge haben den Leidensdruck in der Aufstellerschaft offensichtlich so erhöht, daß aus ihren Reihen wirk­lich ernsthaft die Forderung nach ei­nem speziellen Gastro-Gerät erho­ben wurde.Trenz hat es mit dem Mega Bravo geliefert und war gespannt, was passieren würde. Nach der Messe konnte er feststellen, „daß offensicht­lich die Mentalität, Spielstättengeräte in die Gastronomie weiterzureichen, durchbrochen ist. Die Aufsteller fol­gen der Philosophie, daß spezielle An­forderungen auch ein spezielles Ge­rät brauchen". Den Ausdruck Innova­tion würde er für sein Gastro-Gerät nicht unbedingt verwenden. Der Bra­vo ist eher ein „Zurück zu den Ur­sprüngen"-Gerät, fast schon sparta­nisch im Auftritt, sehr klar gegliedert im Design und mit entsprechend leicht verständlichem Spielsystem. Das Ziel ist, ganz klar bestehendes Kundenpotential in der Gastronomie zu aktivieren. „Erst dann können wir uns um Neukunden kümmern", so die Überzeugung von Trenz.

 

Vermißter Quantensprung

Endlich wieder Stabilität ins Geschäft bringen - das ist wohl die generelle Geldspiel-Botschaft, die von der IMA '98 ausgeht. Nach Innovationen wird zwar durchaus gesucht - nur zu heftig dürfen sie nicht sein. Dieses Risiko geht derzeit niemand ein - weder bei den Herstellern noch bei den Aufstel­1ern. Natürlich besteht Einigkeit dar­über, daß ein ganz großer Schritt nach vorne auch nicht schlecht wäre. Gau­selmann-Vorstand Jens Kahle bringt es auf den Punkt: „Was wir bräuchten, wäre ein neues Feature, ähnlich der Einführung der Risikoleiter. Das wä­re ein echter Quantensprung. Aber der ist derzeit leider nicht in Sicht." Nach dieser IMA ist die Spekulation aber gar nicht so abwegig, daß der Quantensprung gar nicht erkannt werden würde,wenn es ihn denn gäbe. Dafür stehen die Zeichen viel zu sehr auf Vorsicht. Wir leben in Zeiten der kleinen Schritte.

 

 

 

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Nachdem viele Aufsteller ihre Geräte länger als zugelassen aufstellten, witterten die Hersteller ihre Profite sinken und machten sich für eine Elektronische Zulassung stark, die den Betrieb nach Ablauf von 4 Jahren unwirtschaftlich machen sollte. Alle Hersteller sicherten die Umsetzung zu, doch Gauselmann machte wie so oft den Vorreiter mit dem Happy und dem Show Down. Die Sammlergemeinde wird die folgende Meldung nicht feiern, macht es doch unser Hobby ein Stück komplizierter.

 

 

Neue Geldspieler-Generation

Unsere Forderungen sind erfüllt worden

 

Der Präsident des Bundesverbandes Automaten­unternehmer, Peter Schmid, äußert sich hier über den neuen Standard für Geldspielgeräte.

 

Zwei Jahre hat es gedauert. Nach inten­sivem Dialog mit dem Verband der Deutschen Automaten Industrie (VDAI) hat sich der Bundesverband Automatenunter­nehmer (BA) für mehr Sicherheit und wirt­schaftliche Flexibilität bei Geldspielgeräten für die Aufstellunternehmer eingesetzt und konnte seine Forderungen durchsetzen. Alle ab Januar 1998 bei der Physikalisch-Tech­nischen Bundesanstalt (PTB) zur Zulassung eingereichten neuen Gerätebauarten, die gemäß dem neuen automatisierten Prüfverfah­ren geprüft werden, weisen folgende neue Merkmale auf:

 

•          Elektronische Zulassung

•          Elektronische Abschaltung nach Ab­lauf der gewerblichen Aufstelldauer

•          Elektronische Erfassung der Ruhe­- und Urlaubstage mit Ausfall-Garantie

•          Verlängerung der Auslesefrist

•          Neuer Mehrwertsteuer-Ausdruck

 

Elektronische Zulassung und Abschaltung nach Ablauf der gewerblichen Aufstelldauer

 

Anlass für die elektronische Zulassung und das Abschalten nach Ablauf der gewerblichen Aufstelldauer war die immer mehr um sich greifende Unsitte, Geldspielgeräte ohne ord­nungsgemäße Zulassungsurkunde aufzustel­len beziehungsweise nach Ablauf der Auf­stelldauer weiter in der Aufstellung zu lassen. Behördliche Kontrollen und Rügen durch die Gewerberechtsreferenten der Bundes- und Länderministerien für Wirtschaft waren die Folge. Durch die gemeinsam von den Verbän­den der Unterhaltungsautomatenwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Normung e. V. (DIN) erarbeiteten Typen­empfehlung ist nunmehr die elektronische Zu­lassung für Geldspielgeräte verbindlich einge­führt worden. Danach muss die gewerbliche Aufstelldauer individuell für jedes Gerät elek­tronisch mittels einer achtstelligen Codezahl gespeichert werden. Erst dann ist das Gerät bespielbar. Ohne Eingabe der Codezahl dür­fen lediglich bis zu 3 000 entgeltliche Probe­spiele durchgeführt werden. Nach Ablauf der gewerblichen Aufstelldauer (zurzeit 48 Monate) muss bei Erreichen eines Kasseninhaltes von 150 bis 200 Mark eine elektronische Umschaltung der Geräte auf eine Gewinnausschüttungsquote von größer als 99 Prozent erfolgen. Diese automatische Umschaltung auf eine Ausschüttungsquote von 99 beziehungsweise 100 Prozent hat zur Folge, dass eine weitere gewerbliche Nut­zung des Geldspielgerätes unmöglich ge­macht wird. Andererseits kann das Geld­spielgerät im privaten Bereich nach wie vor genutzt werden. Auch eine weitere gewerbli­che Nutzungsmöglichkeit der Gebraucht­geräte, zum Beispiel für den Export, ist mög­lich, indem für diese Geräte eine neue CPU und gegebenenfalls neue Röhrenmaße gelie­fert werden.

 

Elektronische Erfassung der Ruhe- und Urlaubstage mit Ausfall-Garantie

 

Insbesondere in der Gaststättenaufstellung kann die gewerbliche Aufstelldauer nicht in vollem Umfang ausgeschöpft werden. Ruhe­tage und Betriebsferien in den Gaststätten haben zur Konsequenz, dass die Geldspiel­geräte an diesen Tagen nicht bespielt werden können.

 

Nunmehr werden auch die nicht genutzten Betriebstage elektronisch erfasst und regis­triert. Nach Ablauf der gewerblichen Auf­stelldauer stellen die Hersteller den Aufstel­lern für die elektronisch festgehaltenen, nicht genutzten Betriebstage ein noch zugelassenes Geld-Gewinn-Spiel-Gerät kostenlos zur Verfü­gung. Als nicht genutzte Betriebstage werden maximal 280 beziehungsweise 300 Ausfallta­ge anerkannt, wobei der Wert des Ersatzgerä­tes maximal 1 000 Mark beträgt. Mit dieser Regelung wird insbesondere den Gastronomieaufstellern ein wirtschaftlicher Ersatz gewährt. Der BA hat sich nachdrücklich für eine flexible Zulassungsdauer eingesetzt, die lediglich auf die tatsächlich genutzten Be­triebstage abstellt. Die Umstellung der zurzeit geltenden gewerblichen Aufstelldauer von 48 Monaten auf eine flexible Regelung ist leider an dem Widerstand der Hersteller gescheitert, die einer von vornherein kalkulierbaren Rege­lung den Vorzug gaben. Die jetzt von den Herstellern gewährte Ausfall-Garantie stellt unter den gegebenen Umständen den best­möglichen Ausgleich für die Aufstellunterneh­mer dar.

 

Verlängerung der Auslesefrist

 

Insbesondere im Hinblick auf die Aufstellplät­ze im ländlichen Raum, die nur mit erhebli­chem Zeitaufwand angefahren werden kön­nen, wurde die Frist, nach der sich das Gerät automatisch abschaltet, wenn es nicht ausge­lesen wird, von 60 auf 90 Tage verlängert.

 

Mehrwertsteuer-Ausdruck

 

Der zurzeit gebräuchliche Mehrwertsteuer­ Ausdruck hat zu unerfreulichen Diskussionen mit den Finanzämtern, insbesondere im Rah­men von Betriebsprüfungen, geführt. Da die Röhrenfüllungen anhand der Mehrwertsteuer­ Ausdrucke nicht nachvollziehbar waren, ha­ben die Finanzämter immer häufiger auch den so genannten Statistikausdruck verlangt. An­hand dieses Ausdrucks wurde dann überprüft, ob der Geräteumsatz ordnungsgemäß abge­rechnet worden ist.

 

Auf Druck des BA und dank der intensiven Ar­beit der BA-Fachbeiräte „Betriebswirtschaft" und „Technik" ist nunmehr der neue Mehr­wertsteuer-Ausdruck erarbeitet worden, der in vollem Umfang den Anforderungen der Abga­benordnung an Steuererklärungen entspricht. Der jetzt in den Geräten verwandte Ausdruck basiert auf dem Prinzip „Coin-In-Coin-Out', wobei die Röhrenbestandsveränderungen mit erfasst und ausgedruckt werden. Der Mehr­wertsteuer-Ausdruck, der Grundlage der Um­satzsteuererklärung ist, schließt ausdrücklich mit dem Wort „Ende" ab. Unabhängig von diesem Mehrwertsteuer­ Ausdruck kann separat der „Serviceausdruck' abgerufen werden. Die für die Betriebs­führung erforderlichen Kennzahlen können diesem gesonderten Serviceausdruck ent­nommen werden.

 

Die ersten Geräte sind bereits auf dem Markt

 

Die im VDAI zusammengeschlossenen Her­steller von Geld-Gewinn-Spiel-Geräten haben nunmehr die ersten Geräte auf den Markt ge­bracht beziehungsweise haben Geräte in der Zulassungsprüfung bei der PTB, die diese neu­en Merkmale aufweisen. Die Geräte mit die­sen Merkmalen geben den Aufstellern die dringend benötigte Sicherheit, sowohl vor un­lauter arbeitenden „schwarzen Schafen" als auch vor unberechtigten Nachforschungen der Finanzämter. Zudem wird insbesondere den Gaststätten-Aufstellunternehmern ein wirtschaftlicher Ausgleich für nicht genutzte Betriebstage gewährt.

 

Insgesamt kann die Arbeit des BA für seine Mitglieder als positiv und erfolgreich bewertet werden. Dem VDAI sei ausdrücklich Dank ge­sagt für sein kooperatives Verhalten hinsicht­lich wirtschaftlicher Notwendigkeiten des im­mer schwieriger werdenden Automaten-Auf­stell-Gewerbes.         

 

 

Ein zweiter Bericht zu dem Thema EZ

 

 

Elektronische Zulassung

 

Die Lösung ist perfekt. Nach 48 Monaten stellen sich Geldpielgeräte von selbst auf ei­ne Gewinnausschüttungsquote von mehr als 99 Prozent ein. Was eingeworfen wird, kommt zurück. Vorausgesetzt dass 150 bis 200 Mark in der Kasse sind.

 

Damit ist ein abgelaufenes Gerät für die pri­vate Nutzung im Partykeller nach wie vor ge­eignet. Nur zur gewerblichen Nutzung taugt es dann keinesfalls mehr. So wurden in der elektronischen Umsetzung der gesetzlichen Forderung nach höchstens vierjähriger Lauf­zeit zwei Fliegen mit einer Klappe geschla­gen.

 

Wie das Deutsche Institut für Normung (DIN) mitteilt, wird mit dieser technischen Regel ei­ne neue Form der Dokumentierung eingelei­tet. Eine so genannte PAS. Das Kürzel steht für „Publicity Available Specification". Das PAS-Konzept des DIN zielt darauf, die Lücke zwischen der konsensbasierten Normung und der Werknormung zu schließen. Von der Werknormung unterscheidet sich ei­ne PAS dadurch, dass sie den Zielen einer Gruppierung -zum Beispiel eines Verbandes oder eines Konsortiums - dient, dennoch aber wie Normen und ähnliche technische Regeln auch für jedermann verfügbar ist. So wird die PAS wie die DIN- Normen in die bib­liografischen Datensammlungen des DIN aufgenommen.

 

Der Unterschied zur konsensbasierten Norm liegt darin, dass bei der Erarbeitung einer PAS ein Konsens aller interessierten Kreise über den Inhalt der Regel und damit eine breitest mögliche gesellschaftliche Akzeptanz nicht erforderlich oder - wie im Falle innovativer technischer Entwicklungen - noch nicht möglich ist.

 

Zuständiger Partner beim DIN ist die Stabs­abteilung Technik, die die weitere Bearbei­tung des Antrages im DIN organisiert. Dazu wird unter anderem das gesetzliche und nor­mative Umfeld des für die PAS vorgeschla­genen Sachverhalts hinsichtlich möglicher Konflikte oder Überschneidungen geprüft und die Stellung des Themas in der Fachöf­fentlichkeit untersucht. Patentrechtliche Be­lange müssen von den Antragstellern vorab geklärt werden.

 

 

Kennenlern-Spiel

 

Wieder etwas, was die Welt nicht braucht. Zitat „Dafür wird oft eine kleine Party organisiert, und das neue Gerät per Trocken­übung oder mit Geld aus der Aufstel­lerkasse vorgeführt“. Habe ich jedenfalls nie erlebt. Die Spieler stecken ihr Geld bereitwillig in jede nagelneue Kiste, dafür braucht es keine Tupperparties.

 

 

Marketing mit Marilyn

Das „Kennenlernspiel" von Mega auch im Show-Down

 

Mit dem sogenannten „Kennenlern­spiel" hat die Mega ein aktives Mar­keting-Feature in Geldgewinnspiele eingebaut. Offensichtlich wird diese Möglichkeit, dem Spielgast ein neu­es Gerät praktisch „live" zu demon­strieren, oft und gerne genutzt.

 

Nach der Premiere in Marilyn wurde das  „Kennenlernspiel" auch in „Show­Down" verwendet. Und wie man hört, soll das Feature demnächst auch bei adp Standard werden. Ka­trin Mühlbach von Mega erläuterte im Gespräch mit dem »münzauto­mat« das „Kennenlernspiel" als Marketinginstrument.

 

In fast jeder Diskussion über das, was der Branche derzeit fehlt, fällt mit schöner Regelmäßigkeit das Stich­wort „Marketing".Wie dieses Marke­ting allerdings aussehen soll, darüber gibt es sehr unterschiedliche und meist auch nur recht nebulöse Vor­stellungen. Als ungeschriebenes Ge­setz gilt allerdings meistens, daß mit allen Produktgruppen der Branche so etwas wie „Marketing" betrieben werden kann, außer mit dem Geldge­winnspiel-Gerät.

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Marketing aus der Praxis

Sicher erweist sich der Geldspieler unter Marketing-Gesichtspunkten als ziemlich sperriger Gegenstand. Für die Mega aus Limburg war das al­lerdings kein Grund, vor der Aufgabe zu kapitulieren, dem Geldspiel den­noch Marketing-Möglichkeiten zu er­öffnen. Und das möglichst unaufwen­dig und sogar direkt im Gerät inte­griert: Das sogenannte „Kennenlern­spiel". Inzwischen ist die Idee offen­bar so gut angekommen, daß außer dem Marilyn und dem Show-Down auch weitere Geräte damit ausgestat­tet werden. Auch bei adp will man das „Kennenlernspiel" übernehmen.

 

Wie jede gute Idee, kommt der Ge­danke des „Kennenlernspiels" direkt aus der Praxis. Aktive Automatenun­ternehmer wissen, daß sie neue Gerä­te in ihren Spielstätten ihrem Stamm­publikum schmackhaft machen oder zumindest vorstellen müssen. „Dafür wird oft eine kleine Party organisiert, und das neue Gerät per Trocken­übung oder mit Geld aus der Aufstel­lerkasse vorgeführt", so Katrin Mühl­bach. Der Effekt: die Spielgäste ler­nen das neue Gerät mit all seinen Möglichkeiten kennen, es ist ihnen nicht mehr fremd. Daß es deswegen schneller gerne bespielt wird, dafür gibt es selbstverständlich keine Ga­rantie. „Aber die Chance steigt be­trächtlich",weiß Katrin Mühlbach.

 

Kennenlernen mit System

Ab dem Marilyn hat Mega in seine Geräte nun ein Feature eingebaut, mit dem der Automatenunternehmer gezielt und völlig problemlos den Automaten vorstellen kann. Wie Ka­trin Mühlbach erläutert, ist das „Ken­nenlernspiel" genau das, was der Na­me sagt: Ein Spiel zum Kennenlernen des Gerätes. Das heißt auch: es funk­tioniert nur ohne Geldeinwurf. Und es wird auch kein Gewinn ausgezahlt. Deswegen kann das „Kennenlern­spiel" auch nur dann gespielt werden, wenn sich kein Geld in den Röhren befindet. Wird in einem Marilyn oder in einem anderen Gerät mit „Ken­nenlerspiel" Geld eingeworfen, wäh­rend das „Kennenlernspiel" läuft, so fällt es durch bis in die Auszahlschale.

 

Kennenlernen im Echtspiel

Nimmt man den Faktor Geld weg, dann ist das „Kennenlernspiel" ein Spiel wie jedes andere auch. „Gewin­ne laufen genauso oft ein, wie bei ei­nem Gerät, das mit Geld bespielt wird. Es kann riskiert werden. Ange­zeigte Gewinne können teilweise oder vollständig angenommen wer­den. Die Risikotasten kann man drük­ken. Und selbstverständlich können die fiktiv gewonnenen Beträge und Sonderspiele aufgebucht werden", erläutert Katrin Mühlbach. Sind alle Moneyspiele, auch die hinzugewon­nenen, abgespielt, so bleibt der ge­wonnene Geldbetrag auf dem Münz­speicher stehen. „Er ist dort so lange zu sehen, bis der nächste Spielgast sei­ne persönliche Kennenlerntour am Gerät startet", erläutert Frau Mühl­bach einen zusätzlichen Promotion­effekt.

 

Damit ist das „Kennenlernspiel" in nur drei Punkten anders als ein ge­wöhnliches Spiel: Der Spielgast zahlt keinen Einsatz. Es wird nur fiktiv ge­wonnen, also nicht ausgezahlt. Der Spielgast startet nicht bei Null, son­dern mit einer größeren Serie.

 

Kennenlernen ohne Probleme

Wie Katrin Mühlbach versichert, gibt es mit dem „Kennenlernspiel" keine rechtlichen Probleme. Man braucht dafür weder eine Zulassung noch wird Vergnügungssteuer fällig. Denn ein Gerät mit aktiviertem „Kennenlernspiel" ist kein Geldspielgerät nach der Spielverordnung (da weder Einsatz noch Auszahlung). „Damit bereichert es die Spielstätte als ein weiteres, neues Produkt, neben Geld­und Punktspielgeräten, Flippern, Simulatoren und was es sonst noch alles gibt", ist sich Katrin Mühlbach sicher. Nach ihren Angaben liegen über die Handhabung ge­genüber den Gewerbeaufsichtsämtern bereits Erfah­rungen vor. Alle hierauf bezogenen Punkte seien von den Behörden akzeptiert worden.

 

Wie Frau Mühlbach sagt, läßt sich das „Kennenlern­spiel" sogar als Gewinnspiel benutzen. Allerdings müß­ten dafür erstens die notwendigen Bedingungen beach­tet werden. Und zweitens sollte man sich unbedingt vor­her mit dem Gewerbeaufsichtsamt in Verbindung set­zen und alle Voraussetzungen, die sich aus den gesetzli­chen Vorschriften ergeben, abklären.

 

Kennenlernen mit klarem Ziel

Der „Kennenlernmodus" ermöglicht dem Kunden also, ein neues Geldgewinnspielgerät zu erforschen und ko­stenlos nicht bei „0", sondern mit einer größeren Serie, der Schokoladenseite beim Geldspiel, kennenzulernen. Jeder Spielgast, der es probiert, hat ein garantiertes Er­folgserlebnis und erlebt die Features selbst. „Das ist bes­ser als jede Erklärung", ist sich Katrin Mühlbach sicher. Deswegen sei es auch für „Noch-nicht-Kunden" oder den Gelegenheitsspieler hervorragend geeignet, um die spannende Welt des Geldspiels kennenzulernen. „Wer mit den neuartigen Spielsystemen noch nicht vertraut ist, kann unbeobachtet, vorsichtig und völlig ohne Risi­ko einfach einmal probieren. Mit garantiertem Erfolgs­erlebnis", so Katrin Mühlbach.

 

Deswegen kann das „Kennenlernspiel" schon vor dem erstmaligen „richtigen" Bespielen des Gerätes aktiviert werden. Und bei einem Platzwechsel, bei dem das Ge­rät ja auf neue Kunden stößt, kann der „Kennenlernmo­dus" erneut aktiviert werden. Das Handling für das „Kennenlernspiel" ist in den Servicebüchern der Gerä­te Schritt für Schritt beschrieben. „Hier gibt es keine Probleme. Das Feature wird gut angenommen und des­wegen nun auf breiter Basis eingesetzt", so Katrin Mühlbach.          

 

 

Gastronomie – Das Sorgenkind

 

 

Geldspielgeräte in der Gastronomie

Kneipen-Plätze: Sind sie noch zu retten?

 

Norbert Rexin, Marketingleiter bei Bally Wulff, nimmt Stellung zu der Situation des Geldspiel­gerätes in der Gastronomie.

 

AutomatenMarkt: Das Geldspielgerät in der Gastronomie steckt in einer Krise. Viele sagen, die Industrie baue die falschen Geräte. Was sagen Sie dazu?

 

Norbert Rexin: Alle Geräte, die Bally Wulff auf den Markt bringt, haben sich in Testaufstel­lungen bewährt. Die anderen, und das sind übers Jahr gesehen gar nicht mal so wenige, sind nie in den Verkauf gegangen. Insofern kann die Krise mit den Geräten direkt nichts zu tun haben. Ich denke vielmehr, dass die Kundengruppe, die das klassische Segment der Gastronomie besucht, sehr stark beeinflusst und betroffen ist von der allgemeinwirtschaftli­chen Tendenz des rückläufigen frei verfügba­ren Einkommens. Und das schlägt sich dann in einem reduzierten Getränkekonsum genau­so nieder wie in einem reduzierten Einsatz am Geldspielgerät.

 

AutomatenMarkt: Es ist al­so alles in Ordnung und die Zeit wird's richten?

 

Rexin: Damit würde man es sich sicherlich etwas zu leicht machen. Wenn ich mich nicht sorgfältig mit meinen Kunden beschäfti­ge und versuche herauszu­bekommen, was sie erwar­ten, werde ich auch nicht erfolgreich sein. Es kann durchaus sein, dass trotz rückläufigen verfügbaren Einkommens die Bereit­schaft vorhanden ist, Geld auch als Einsatz für ein Geldspielgerät oder ein anderes Gerät zu nutzen. Man muss doch sehr sorgfältig darauf eingehen, was für ein Gerät der Gast bevorzugt.

 

AutomatenMarkt: Offensichtlich tun das be­reits einige Aufsteller, denn die Forderungen nach speziellen Geräten für die Gastronomie werden ja immer lauter?

 

Rexin: Dem entgegen stehen aber die Forde­rungen nach Allround-Geräten! Es ist doch so: Die meisten Unternehmer stellen ein neu­es Gerät am Anfang auf einen Spitzenplatz in einer Spielstätte. Erst später wird es dann zu einem Gastronomie-Gerät umfunktioniert - und soll da natürlich ähnlich guten Umsatz machen. Oder umgekehrt. Das klappt natür­lich nicht immer. Der Markt bevorzugt den­noch die Alleskönner.

 

AutomatenMarkt: Dann sind die reinen Gast­ro-Aufsteller also Opfer dieser Nachfrage­ Mehrheit?

 

Rexin: Geräte speziell für die Gastronomie zu entwickeln, ist sehr schwer. Der Graffiti war in letzter Zeit das einzige Gastro-Gerät, das die Tests bestanden hatte. Alle anderen haben die Messlatte nicht erreicht und sind deshalb nie in Serie gegangen. Von Opfern' kann also nicht die Rede sein.

 

AutomatenMarkt: Es wird bemängelt, dass sich die Spielsysteme mit der Zeit hochge­schaukelt hätten.

 

Rexin: Ob die Spielsysteme überfrachtet sind, kann ich nicht generell beantworten. Es gibt sicher einige Systeme, die mit einer sehr großen Anzahl verschiedener Spielelemente versuchen, es einer möglichst großen Zahl von Spielgästen recht zu machen.

 

AutomatenMarkt: Ist es für Sie schwer, in der so genannten Trendggastronomie Testplätze zu finden? Oder anders gefragt: Können Sie dem Unternehmer Tipps geben, wie er an solche Plätze herankommt?

 

Rexin: Nein! Und es gibt auch keinen Grund, weshalb wir das besser können sollten als der normale Aufstellunternehmer. Im Gegenteil: Ein Aufsteller hat hier sogar die besseren Kar­ten, weil er ja nicht nur mit dem Anliegen kommt, ein Geldspielgerät testen zu wollen. Er kann als Full-Service-Partner auftreten und neben Geldspielgeräten auch jede Art von Un­terhaltungsautomaten anbieten. Im Übrigen: Testgeräte seitens Bally Wulff werden aus­schließlich, und das möchte ich betonen, in Verbindung mit Aufstellunternehmern auf Test­plätze gebracht.

 

AutomatenMarkt: In unserer Februarausgabe übt ein Spielgast an den heutigen Geldspiel­geräten scharfe Kritik. Ihre Meinung ist da si­cherlich anders! (Anmerkung des Red.: Der Leserbrief ist nach dieser Tabelle zu finden).

 

Rexin: Ich habe diesen Brief sehr aufmerksam gelesen und in einigen Punkten pflichte ich dem Verfasser durchaus bei. Aber nicht in al­len. Er sagt zum Beispiel, er vermisse themen­bezogene Geräte. Vergleichbar Flippern oder Videospielen. Da muss ich ganz klar sagen, das ist falsch, weil wir mit dem Geldspielgerät James Bond exakt das verwirklicht haben, was hier vermisst wird.

 

AutomatenMarkt: Es werden aber auch mehr zielgruppengerechte Geräte gefordert wie zum Beispiel Papa. Warum ist das eigentlich nicht offiziell ein Bally Wulff-Produkt?

 

Rexin: Auf Zielgruppen bezogen ist das Geld­spielgerät Pa§a ein sehr gutes Beispiel. Es wur­de ja speziell für türkische Spieler entwickelt. Dass dieses Gerät nicht vom Bally Wulff-Ver­trieb angeboten wird, liegt im Punkt der Urhe­berschaft.

 

AutomatenMarkt: Sie sind neidisch!

 

Rexin: Nein, absolut nicht! Im Gegenteil, wir begrüßen es sogar. Weil wir hier auf Initiative eines Kunden ganz gezielt reagieren konnten und damit eigentlich genau dem Anliegen ge­folgt sind, spielgruppenspezifische Geräte zu entwickeln und anzubieten.

 

AutomatenMarkt: Könnte man durch kleinere Spieleinsätze Gäste hinzugewinnen?

 

Rexin: Sicher hat jede Idee ihre Berechtigung. Beim Rasant haben wir ja genau diesen An­satz verfolgt. Wir haben die 40 Pfennig Einsatz gesplittet in einen Einsatz von 2 x 20 Pfennig oder 4 x 10 Pfennig. Jedoch haben wir festge­stellt, dass von den drei Möglichkeiten, also vier Läufe ä 10 Pfennig, zwei Läufe ä 20 Pfen­nig und ein Lauf ä 40 Pfennig, die letzte Vari­ante mit Abstand am häufigsten gewählt wurde.

 

AutomatenMarkt: Wie erklären Sie sich das?

 

Rexin: Nach der Einführung haben wir mit sehr vielen Spielern gesprochen. Hauptgrund für die Wahl des 40-Pfennig-Spiels war die zu erwartende Höhe des Gewinns. Mit 40 Pfen­nig Einsatz kann ich natürlich vordergründig einen deutlich höheren Gewinn realisieren als mit den 10 Pfennig.

 

AutomatenMarkt: 40-Pfennig-Einsatz bei ver­kürzter Spielzeit wäre demnach die Lösung al­ler Probleme.

 

Rexin: Für mich steht fest, dass der Einsatz von 40 Pfennig mit einer deutlich reduzierten Spielzeit wesentlich erfolgversprechender wä­re, als eine Reduzierung des Einsatzes bei Bei­behaltung der 15 Sekunden.

 

AutomatenMarkt: Wird Bally Wulff der Gast­ronomie-Aufstellung neue Impulse verleihen?

 

Rexin: Als Grundsatz bleiben wir unserem Versprechen treu, dass wir nur vergleichsweise wenige Geräte neu in den Markt einführen. Aber der Kunde kann sich darauf verlassen, dass die mit sehr guten Testergebnissen behaf­tet sein werden. Also Klasse vor Masse. Dem Aufstellunternehmer bieten wir damit eine höchstmögliche wirtschaftliche Sicherheit für Investitionen. 

 

 

 

Per E-Mail erhielten wir diesen Brief aus Schwerte. Der Verfas­ser befasst sich darin mit der Problematik heutiger Geldspiel­geräte aus seiner Sicht.

 

Sehr geehrte Redaktion,

 

ich bin heute zufällig auf Ihrer Homepage gelandet, als ich mich als Privatmann ein bisschen über das Thema Geldspielgeräte informieren wollte.

 

Bei all den Seiten, die ich im Internet zum Thema Geldspielgeräte gefunden habe, ist mir aufgefallen, dass immer nur die Rede von Herstellern und Aufstellern ist. Der eigentli­chen Zielgruppe dieser Geräte, nämlich den Konsumenten, die hin und wieder ein Spiel­chen wagen, wird scheinbar kaum Aufmerk­samkeit geschenkt. Wo man sich im Internet auch umsieht, man findet überall Hinweise darauf, dass es der Automatenindustrie nicht besonders gut zu gehen scheint. Mich persönlich wundert das nicht!

 

Geldspielgeräte sind seit meiner Jugend ein großes Hobby von mir und ich habe im Laufe der letzten 15 Jahre schon etliche Gebraucht­geräte besessen.

 

Obwohl ich mir nie Illusionen über die Gewinnmöglichkeiten gemacht habe, bin ich früher gerne in Spielhallen gegangen und habe das eine oder andere Spielchen gewagt, weil mich die neuen Geräte mit ihren Spiel­systemen fasziniert haben. Heute ist das leider anders!

 

Viele aktuelle Geräte schaffen es einfach nicht mehr, mich zum Spielen zu verleiten. Viele der aktuellen Automaten wirken schrecklich überladen und jeder Hersteller versucht, mit neuen Formen des Sonderspiels und beson­ders großen Zahlen in den Risikoleitern zu glänzen, statt ein einprägsames Spielprinzip zu präsentieren. Meine Lieblingsautomaten hatten alle ein zen­trales Spielthema, das einerseits schnell zu begreifen war und andererseits doch viel Ab­wechslung geboten hat, wie beispielsweise die „Jacky Jackpot"-Reihe, bei der sich alles um die zwei zentralen Jackpots drehte, die „Venus Multi"-Serie oder die Bally Wulff­ Geräte mit den Kronenspielen. Ich denke, die Hersteller sollten sich wieder mehr auf ein wirklich gutes Spielprinzip und weniger auf den kurzfristigen Spielanreiz kon­zentrieren. Die Automaten hängen schließlich längerfristig an ihren Aufstellplätzen und soll­ten daher wieder mehr langfristige Spielmoti­vation bieten.

 

Hierzu ein Beispiel: Beim Nachfolger der „Jacky Jackpot"-Geräteserie von NSM, dem „Safari 40", wurde das Jackpot-Konzept so ab­geändert, dass die Jackpots fast immer oben stehen, aber dafür umso seltener ausgespielt werden. Die ständig prall gefüllten Jackpots sollen wohl dem Spieler suggerieren, dass sich ein Spielchen im Moment besonders gut lohnt und ihn so zum Spielen animieren. Hat man dieses Prinzip aber erst mal erkannt, verlieren die Jackpots viel von ihrem Reiz und das genaue Gegenteil tritt ein. Auch das Design der neuesten Modelle folgt leider dieser negativen Entwicklung. Was nüt­zen all die schönen großflächigen 50er und 100er auf den Geräten, wenn sie auch nicht häufiger ausgespielt werden als früher? Sie nehmen nur denjenigen Spielelementen den Platz, die im Spielalltag viel häufiger vorkom­men.

 

Auch sollte man wieder eine einheitliche Form der Sonderspiele einführen. Die Ein­führung der Superspiele mit mehr als 50 Pro­zent Gewinnerwartung vor einigen Jahren fand ich ja noch interessant, solange das Grundprinzip beibehalten wurde. Aber in­zwischen gibt's von Automat zu Automat viel zu grosse Unterschiede. Der eine bucht wei­terhin 40 Pfennig für das Spiel ab, beim nächsten sind die Sonderspiele frei. Der eine Automat zahlt 3 Mark pro Spiel, der nächste wieder 4 Mark, ein dritter hält 3,20 Mark für angebracht.

 

Das alles hat zur Folge, dass ich persönlich meist nur noch ein paar Groschen verfüttere, die mein Portmonee unnötig belasten, während die größeren Beträge hier zu Hause in meinen Gebrauchtgeräten landen. Vor fünf Jahren war das noch anders. Ich besaß zwar auch damals schon gebrauchte Automa­ten, habe aber schon alleine des faszinierenden Spielprinzips aktueller Geräte wegen so man­chen Besuch in Spielhallen gemacht. Es gibt doch trotz (oder gerade wegen) der starken gesetzlichen Einschränkungen so viel kreativen Spielraum zur Entwicklung neuer, interessanter Spielkonzepte. Zum Beispiel ver­misse ich themenbezogene Automaten, wie sie bei den Flippern und Videospielen gang und gäbe sind. Dabei gäbe es sicher genug Möglichkeiten, einen Geldspielautomaten zielgruppengerecht zu designen. Einen ersten Anfang hat NSM ja mit dem „Ballermann 6" gemacht.

 

Was mich auch stört ist die Tatsache, dass man an die zentralen Spielelemente scheinbar keinerlei Gedanken mehr verschwendet. Jeder Hersteller hat seine typischen Gewinnsymbo­le und bleibt stur bei diesem Konzept, statt hier mal Innovationen zu zeigen. Gerade bei Walzengeräten, die ja pro Rad oft mehr als 20 Symbole aufweisen können, ist es mir unerklärlich, warum alle Hersteller immer auf das gleiche System mit einem einzigen Gewinnsymbol setzen. Wie wäre es zum Bei­spiel mal mit einem „Sonne, Mond und Ster­ne"-Automaten, der gleich drei verschiedene Gewinnsymbole mit unterschiedlicher Wertig­keit aufweist?

 

Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn Sie diese Überlegungen mal an einige Entwickler weiterleiten könnten, denn ich habe durchaus die Hoffnung, irgendwann wieder schöne neue Geräte zu entdecken, an denen mir das Spielen wieder richtig Spaß macht.

 

Christoph Kögler, Schwerte

 

 

 

Gespräch am Markt

Kneipenflaute! Wie schaffen wir wieder frischen Wind?

 

Automatenkaufleute aus der Region unterhielten sich in Berlin über die Probleme in der Gastro-Aufstellung. Aber auch über die Chancen und Möglichkeiten einer guten Zusammenarbeit mit dem Wirt. Andreas Danne, IMS-Mitarbeiter: Zwei Drit­tel der Geldspielgeräte werden auch heute noch in der Gastronomie aufgestellt. Dort gibt es aber immer größere Probleme. Wie ist denn die Entwicklung in den neuen Bundesländern?

 

Thorsten Hannemann, Automatenun­ternehmer aus Doberlug-Kirchhain: Ich arbeite im väterlichen Betrieb. Die Firma Dieter Hannemann be­treibt in dritter Generation, seit 1957, Automaten im Gebiet Berlin-Bran­

denburg und im nördlichen Sachsen. Wir ha­ben nach der Wende anfangs gute Spielezah­len gehabt. Die sind aber seit längerem stark rückläufig.

 

Danne: Kennen Sie die Gründe dafür?

 

Thorsten Hannemann: Natürlich! In der Regi­on, in der wir Automaten aufstellen, ist die Arbeitslosigkeit sehr hoch. Von Ort zu Ort un­terschiedlich zwischen 17 und 29 Prozent. Da können beim besten Willen der Gäste die Spielezahlen von 1990 oder 1991 nicht mehr erreicht werden. Das nenne ich die Einnah­meseite. Die andere Seite sind die teilweise sehr hohen Vergnügungssteuern, die die Pro­vision der Wirte schmälert oder gegen null gehen lässt. Die Kommunen haben immer noch nicht erkannt, dass sie den Wirten eine notwendige Nebenerwerbsquelle nehmen. In einigen Objekten haben wir beide Geräte ab­hängen müssen.

 

Danne: Wie funktioniert denn unter solchen Bedingungen die Zusammenarbeit zwischen Automatenunternehmer und Gastronom?

 

Harry Labude, Automatenunternehmer aus Rehfelde: Die Zusammenarbeit funktioniert gut, wenn beide Parteien zufrieden sind. Da­zu ist für mich wichtig, dass die Industrie ein günstiges Gerät auf den Markt bringt. Besser gesagt: ein preisgünstiges Geldspielgerät, das sich auch auf den schlechten Plätzen in der Eckkneipe noch für mich rechnet!

 

Thorsten Hannemann: Ich sehe noch ein wei­teres Problem, das ich in Gesprächen mit ver­schiedenen Herstellern auch anklingen lassen habe. Die Geräte, die in den letzten zwei Jah­ren auf den Markt gekommen sind, erfüllen nicht die Forderung nach einer geglätteten Auszahlung. Nach der Wende wurden in manchen Geräten bis zu 10 000 Spiele er­reicht. Heute müssen wir mit 3 000 bis 5 000 Spielen im Monat auskommen. Wir brauchen ein Gerät, das auch bei diesen geringen Spie­lezahlen noch gleichmäßig seine 60 oder 62 Prozent auszahlt.

 

Bodo Fechner, Automatenunternehmer aus Frankfurt/Oder: Die Gerätepolitik oder das vorhandene Geräteangebot entspricht oftmals nicht dem ländlichen Raum. Dazu gehört bei­spielsweise so eine Spielhallenauszahlquote. Das schafft in erster Linie einnahmeseitige Verärgerung. Die wird dann über den Gast­wirt auch zu uns transportiert.

 

Thorsten Hannemann: Es kann nicht sein, dass auf einem Platz mit geringer Spielezahl ein großer Gewinn von 400 Mark ausgegeben wird. Zwar freut sich der Spieler, aber er freut sich genauso, wenn er öfter 70 oder 110 Mark gewinnt. Wenn der Automat einmal 400 Mark auszahlt, spricht sich das unter den fünf Stammspielern dieser Gaststätte in einer länd­lichen Gegend sofort herum. Dann kann ich vergessen, dass das Gerät im nächsten Monat Spiele macht. Ich kann damit vielleicht ein­mal leben, aber der Gastwirt bekommt keine Provision und ist unzufrieden. Er wird sagen: Der Automatenaufsteller ist Schuld.

 

Danne: Ist da Abhilfe in Sicht?

 

Thorsten Hannemann: Erfreulicherweise ha­ben bereits zwei von den großen Herstellern signalisiert, Entwicklungen sozusagen in der Hosentasche zu haben oder auch schon Test­geräte auf dem Markt.

 

 

Die Idee mit den Ruhezeiten von Geldspielern in der Gastronomie, welche die Hersteller erstatten sollten, stammt von Willibald Wacker. Nach unbestätigten Gerüchten ist später ein Fungame nach ihm benannt worden.

 

 

Ausfallgarantie von Bally und NSM

Ausgleich für ungenutzte Geldspiel-Laufzeit

 

Wacker.jpgNachdem das Haus Gauselmann schon seit einigen Monaten eine Ausfallgarantie für nichtgenutzte Betriebstage bei Geldspielgeräten gewährt, zogen Bally Wulff und NSM damit in den letzten Wochen nach.

 

Willibald Wacker, streitbarer Vorsit­zender des Automaten-Verbandes Rheinland-Pfalz und gleichzeitig BA­Finanzchef, hatte die Diskussion an­gezettelt. In der Gastronomie, so sei­ne Berechnung, kommen Geldge­winnspiel-Geräte nie und nimmer auf eine Nutzungszeit von vier Jahren. Urlaube, Ruhetage und andere Ein­flüsse begrenzen die aktive „Ge­schäftstätigkeit" eines Gerätes be­trächtlich. Der Aufstellunternehmer kann die vier Jahre, die ihm für ein Geldspielgerät als Nutzungszeit zu­stehen, nicht ausschöpfen. Was nach Wackers Meinung, die vom Bundes­verband Automatenunternehmer übernommen wurde, zu einer erhebli­chen wirtschaftlichen Belastung jener Betriebe führt, die ausschließlich oder hauptsächlich in der Gastrono­mie aufstellen.

 

Schwierige Diskussion

Seit Wackers Analyse in der Welt war, gehörte das Stichwort „flexible Zu­lassungsdauer" zum Diskussions­standard in den Gremien der Auto­matenwirtschaft. Die Wellen der Be­geisterung schlugen bei der Industrie deswegen zwar nicht übermäßig hoch. Andererseits wuchs aber auch eine gewisse Einsicht in die Argumen­tation der Aufstellerschaft. Lange Verhandlungen waren die Folge, die sich auch auf Grund von rechtlichen Voraussetzungen schwieriger gestal­teten als zunächst angenommen. Eine generelle Regelung war nicht mög­lich. Also mußte einzeln verhandelt werden.

 

Erstes Ergebnis war die Ausfall-Ga­rantie des Hauses Gauselmann, das für nicht genutzte Betriebstage eines Geldgewinnspiel-Gerätes in einem bestimmten Rahmen einen wirt­schaftlichen Ausgleich in Form eines Ersatzgerätes zusichert. Eine ähnli­che Regelung schob Bally Wulff An­fang August nach. Im September hat NSM für alle Linien des Hauses, also auch für Panther, nun ebenfalls nach­gelegt. Die Reihe der drei großen Hersteller von Geldgewinnspiel-Ge­räten wäre somit komplett. Nicht ge­nutzte Laufzeittage von Geldspielge­räten werden in einem gewissen Rah­men ausgeglichen.

 

Thema vom Tisch?

Damit kann als sicher gelten, daß spä­testens die Geräte, die zur IMA prä­sentiert werden, mit der Ausfallgaran­tie versehen sind. Davon geht man zu­mindest beim BA aus. Die Urkunden werden den Geldspielern, die nach den neuen Prüfbedingungen der PTB zugelassen werden, automatisch bei­gefügt, heißt es aus Bonn. Ob damit das Thema unter dem Stichwort „fle­xible Laufzeit" endgültig vom Tisch ist, ist allerdings nicht ganz sicher.

 

Wie sich auf der Mitgliederversamm­lung des BA im Mai zeigte, werden die Ausfallgarantien der Hersteller zwar positiv gesehen. Einer ganzen Reihe von Landesverbänden geht der Fort­schritt allerdings noch nicht weit ge­nug. Man darf gespannt sein, ob und wann das Thema als Tagesordnungs­punkt wieder auftaucht.        

 

 

 

 

Praxis Gastronomieaufstellung

 „Es gibt einfach kein Gastro-Einheitsgerät"

 

Christian Arras, Leiter der Division Spiel bei der NSM AG, äußert sich zu den Wünschen nach attraktiveren Geldspielgeräten.

 

Brauchen Geldspielgeräte in der Gast­ronomie einfachere Spielsysteme und eine bessere Ausgewogenheit bei der Auszahlquote? Gefordert hat dies Willibald Wacker, der Vorsitzende des Automaten­Verbandes Rheinland-Pfalz. Auch der BA­Fachbeirat 2000 befasst sich mit dieser The­matik; bei seinem jüngsten Besuch in Bingen hat er darauf hingewiesen. Wie steht man bei NSM zu den Wünschen der Aufsteller? Der AutomatenMarkt fragte Christian Arras, den Leiter der Division Spiel bei der NSM AG.

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„Das Anliegen von Herrn Wacker ist durch­aus auch unser Anliegen. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass alle Kraft nur noch auf die Spielstätte konzentriert wird. Die meisten Geräte stehen nun mal in der Gast­stätte. Leider mit stark sinkender Tendenz. Umso mehr muss darüber nachgedacht wer­den, wie man attraktivere Geldspielgeräte für die Gaststätte macht", erklärt Arras. Seiner Meinung nach müssen dazu erst mal ein paar Fragen geklärt werden: Laufen die Gaststätten schlecht und werden deshalb die Geräte schlecht bespielt? Oder liegt es an den Spielgeräten, dass die Leute in den Gaststätten weniger daran spielen? An beidem, meint Ar­ras, ist etwas Wahres dran.

 

„Es ist sicherlich richtig, dass sich die Branche insgesamt bei den Spielsystemen ziemlich hochgeschaukelt hat. Auch unser Geldspiel­gerät Arena zählt zu den komplexeren Spiel­systemen. Wir sind aber davon überzeugt, dass es für Leute, die häufig spielen, genau das Richtige ist. Der Arena zeigt, dass NSM in der Lage ist, seine Philosophie in Sachen Geldspielgeräte an den Markterfordernissen auszurichten. An diesen Erfolg wollen wir mit weiteren Geräten anknüpfen. Das heißt aber nicht, dass wir nur noch komplexe Spielsyste­me auf den Markt bringen werden. Es gibt vie­le Wege, erfolgreiche Geräte zu bauen. Auch für die Gaststätte."

 

NSM, so Arras weiter, will sich verstärkt jener Gaststättenplätze annehmen, die auch Willi­bald Wacker im Auge hat. Nach Wackers Er­fahrung kommt ein Gerät, das normalerweise 25 000 Spiele im Monat machen sollte, in ei­ner kleinen Gaststätte gerade mal auf 5 000 Spiele. Wenn ein solches Gerät mit einem Schlag leer gespielt werde, werfe es oft wo­chenlang gar nichts mehr aus. Der Spieler ver­liere die Lust, weil die Auszahlquote in kürze­ren Zeiträumen zu gering sei. „Bei nur 5 000 Spielen im Monat stellt sich die Frage, ob das Gerät überhaupt noch wirt­schaftlich zu betreiben ist", meint Arras. „Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle, zum Bei­spiel die Vergnügungssteuer." Wahrscheinlich würden solche gering bespielten Plätze nur gehalten, weil sie schon lange bestehen und weil man hofft, das Geschäft ziehe doch mal wieder an.

 

„Um diese Plätze werden wir uns kümmern. Die müssen wir im Interesse der gesamten Branche erhalten. Gerade in den letzten Jah­ren sind viele Gastronomieplätze abgebaut worden. Mindestens das Zweitgerät wurde ab­gehängt. Manche Gaststätte gibt es heute gar nicht mehr. Allerdings kann die Automaten­branche gegen das Gaststättensterben nur we­nig tun. Ob allein die Tatsache, dass dort ein gut bespielter Geldspieler hängt, ausreicht, um eine Gaststätte zu halten, wage ich zu be­zweifeln. Da gehört wohl schon ein bisschen mehr dazu. Aber wir haben die Wünsche der Aufsteller verstanden und werden unseren Beitrag dazu leisten", versichert der Divisions­leiter. „Es liegt auch in unserem Interesse, hier etwas zu tun".

 

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Christian Arras: Wir haben die Wünsche der Aufsteller verstanden.

 

Laut Arras muss die Devise lauten, aus einem Gerät, das heute 5 000 Spiele macht, künftig mindestens 10 000 zu bekommen. Die Ten­denz für solche Geräte gehe hin zu einfache­ren Spielsystemen mit einer Auszahlquote auf ausgewogenem Niveau. Doch Arras warnt vor falschen Vorstellungen. Ein einfaches Spielsystem mit ausgeglichener Auszahlungsstruktur sei keine Garantie dafür, dass ein Gerät in der Gaststätte läuft. Noch sehr viele andere Einflussfaktoren seien wich­tig und zu beachten. „Es gibt kein Einheits­gerät für die Gaststätte. Die Ansprüche sind von Platz zu Platz verschieden." Der Divisionsleiter vertritt deshalb die Mei­nung, dass eine ganze Gerätelinie aufgebaut werden muss. Dem Aufsteller wie dem Spieler müsse gezeigt werden, dass bei aller notwen­digen neuen Entwicklung auch Altbewährtes zähle, Dinge, an die sich der Spielgast gerne erinnert, die ihn zum Spielen animieren und am Gerät halten.

 

„Die Zutaten sind mehr oder weniger bekannt, es kommt auf die richtige Mischung an", be­tont Arras. „Beim Arena ist uns das sehr gut ge­lungen. Das Spielsystem ist attraktiv, weil es ei­ne Menge Abwechslung bietet." Arras kann sich allerdings auch Plätze vorstel­len, an denen die Spielgäste mit dem Arena überfordert sind. Er hält jedoch nichts davon, zwischen Gast- und Spielstätte völlig zu tren­nen. „Es gibt durchaus Gaststätten und Spiel­stätten, die vergleichbar sind. Das hängt davon ab, welche Spielezahl in der Halle erreicht wird. Es ist erwiesen, dass Hallen mit höherer Spielezahl andere Geräte brauchen und vertra­gen als Hallen mit einer niedrigen Spielezahl. Genau das Gleiche gilt für Gaststätten."     

 

 

 

Attraktivität von Geldspielern

 

Für das Jahr 2007 wurde gar das Ende des Geldspielgerätes vorhergesagt. Wie wir heute wissen, eine ganz und gar fehlerhafte Aussicht. Oder doch nicht ? Welche klassischen Geldspieler gibt es denn heute noch neu zu kaufen ? Vielmehr ähnelt der Markt heute dem Fungamemarkt von 1998, mit schnellen, teuren Spielen. Insofern ist die Vorhersage sogar erstaunlich präzise. In folgendem Beitrag kommen verschiedene Hersteller und Aufsteller zu Worte.

 

 

Produktlebenszyklus

Bringt 2007 das Aus für unser Geldspiel?

 

Die Absatzzahlen von Geldspielgeräten gehen stetig zurück. Wie kann diese Entwicklung auf­gehalten werden?

Die Grafik zu diesem Beitrag gibt die Absatzkurve der Hersteller von Geld­spielgeräten wieder. Spitzen um 1990 zählen nur bedingt. Dieser Boom wurde durch die Wiedervereinigung ausgelöst. Nor­maler Ausgangspunkt ist 1982. Damals sorgte die Einführung der Risikoleiter für Auftrieb. Der aber bald gebrochen wurde. Seitdem geht es bergab. Wir haben eine gedachte Linie von 1982 bis über 1997 hinaus gezogen. Sie endet 1997. Dann läge danach das Geldspielgerät völlig am Boden. Man kann sich damit beruhigen, dass Statisti­ken grundsätzlich lügen. Auch wenn sie auf Tatsachen beruhen.

 

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Der Verband der Deutschen Automatenindus­trie (VDAI) hat 1996 beim Institut für Wirt­schaftsforschung (Ifo) eine Studie in Auftrag gegeben. Darin ist unter anderem zu lesen: „Die Entwicklung der Unterhaltungsautoma­tenwirtschaft verlief bis Mitte der Achtzigerjah­re in enger Beziehung zur Gesamtwirtschaft. Insbesondere die Einkommenssituation der pri­vaten Haushalte hat die Nachfrage nach Erzeugnissen der Branche beeinflusst. Seit die­ser Zeit haben sich die Rahmenbedingungen verschlechtert, wovon insbesondere die Geld­ Gewinn-Spiel-Geräte betroffen waren." Wir wollten wissen, wie einige Insider zu die­sem Thema stehen. Wie erklären sie die Höhen und Tiefen und welche Tendenzen sehen sie in der Entwicklung des Geldspielgerätes? Zum Beispiel Mega-Geschäftsführer Joachim Trenz: „Ich habe mir den Spaß erlaubt, die Mega-Absatzentwicklung zum Vergleich zu nehmen. Dabei zeigt sich für Mega ein Trend, der genau in die andere Richtung geht. Damit bin ich sehr zufrieden."

 

Positives auch von Michael Schumann. Der Inhaber von Triomat ist davon überzeugt, dass die Talfahrt auf jeden Fall im nächsten Jahr beendet sei.

 

Bei der Beurteilung dürften die Veränderun­gen in der Bevölkerungsstruktur nicht außer Acht gelassen werden. Das meint Karl-Heinz Pink. Er ist Geschäfts­führer von Panther-Apparatebau: „Großen Ein­fluss hat die demografische Entwicklung auf die Bereiche Spiel- und Gaststätte. Gerade hier wirken sich diese Einflüsse gegenläufig aus. Darüber sagt die Kurve nichts." „Es wird oft festgestellt, dass der Anteil der älteren Menschen in der Gesamtbevölkerung zunimmt. Vielleicht könne bei dieser Alters­gruppe nicht mehr von einer großen Unter­nehmungslust ausgegangen werden", sagt Christian Arras, Leiter der Division Spiel bei der NSM AG. Es zeigt sich kein eindeutiger Vier-Jahres-Rhythmus.

 

Damit ließe sich wenigstens zum Teil erklären, dass sich die Zahlen nicht nach vier Jahren wiederholen. So müsste es doch sein, wenn alle Geräte nach Ablauf der Zulassungszeit erneuert würden. Trenz zu diesem Phänomen: „Einige Höhen und Tiefen können eindeutig bestimmten Ereignissen zugeordnet werden. Wir sehen eindeutig die Zusatzinvestitionen in den neuen Bundesländern. Aber warum wieder­holt sich das nicht nach vier Jahren?" Sicherlich habe der Wegfall der 30-Pfennig­ Geräte einen Knick gebracht. Durch die kür­zere Verweildauer des Spielgastes als Folgeer­scheinung. Das zeige sich 1997. Pink führt einen weiteren Grund für die Rück­läufigkeit an: „Der Ablauf der Hunderter-Serie ist beispielsweise ein Grund dafür, dass die Geräte etwas von ihrer Attraktivität eingebüßt haben."

 

Erstaunlicherweise zeige sich aber keine posi­tive Reaktion auf den Wegfall des Multiplika­tors, so Pink weiter.

Eine Frage drängt sich auf: Wo bleiben Gerä­te, die offensichtlich nach Ablauf der Zulas­sung nicht erneuert werden?

 

„Das zweite Gerät in der Gaststätte wandert raus. Wird einfach abgehängt und nicht ersetzt. Daran sind politische und konjunkturelle Ein­flüsse schuld. Wir können von durchschnitt­lichen Einkommenseinbußen von zehn bis fünfzehn Prozent ausgehen", erläutert Pink. Joachim Trenz geht davon aus, dass die Alt­geräte in den Heimmarkt oder den Partykeller gehen.

 

Wie können die Gastroplätze wieder aktiviert werden?

 

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Alt­geräte noch weiterhin am Platz betrieben wer­den", sagt Trenz. „Wichtig ist hier lediglich die Frage, wie man diese Plätze wieder aktivieren kann."

 

Vonseiten der Industrie wären schon viele neue Gerätetypen geboten worden, um dem Geldgewinnspiel neuen Aufschwung zu geben, findet Trenz. Als Beispiele zählt er Kar­tenwendergeräte, Bildschirmgeräte, Monopo­ly- und Würfelspiele auf. „Einige davon waren Flops. Andere sind kaum über die Funktion eines Nischenge­rätes hinaus gekommen", so Trenz. Auch Pink ist der Meinung, dass die Industrie vieles versucht hat, um neue Wege zu gehen: „Es ist nicht einfach, bei neuen Gerätetypen den richtigen Geschmack zu treffen. Der Spie­ler ist sehr konservativ", sagt er. „Vielleicht gibt es eine Wandlung durch die Spieler, die vom Computer auch andere Spiele kennen." Als einen großen Hemmschuh bei der Ent­wicklung von Geräteneuheiten beurteilt Michael Schumann die Zulassungsbehörde: „Bei den Geldspielgeräten gibt es PTB­ bedingt seit Jahrzehnten nichts Neues", sagt er. „Obwohl sich die Industrie wirklich Mühe gegeben hat."

 

Ein großes Anliegen von Schumann ist es, den Spieler zu pflegen. Schuld am Weggang der Spieler seien die niedrigen Auszahlquoten und das Herabsetzen der Zahl der Sonder­spiele.

 

„Spielen soll Spaß machen, das muss geför­dert werden", so Schumann. „Die Automa­tenunternehmer sollen mit den Quoten hochgehen."   

 

Schumann: „Hängen zwei Geräte nebenein­ander, eines mit hoher und eines mit niedriger Auszahlungsquote, hat das Gerät mit der hohen Quote die schlechtere Kasse. Der Auf­steller wird es wieder abhängen. Dabei hat er aber vergessen, dass dieses Gerät den Spiel­gast hält und zum Spielen motiviert. Nicht das mit der geringen Quote." Schließlich bleibt unsere Branche von Ent­wicklungen in der Gastronomie nicht verschont.

 

Bei den Geräten werde die Generation ausster­ben, die dem Spielgast nur die Mindestauszah­lung laut Spielverordnung zugesteht, schließt sich auch Trenz dieser Ansicht an.

 

Der Aufstellunternehmer wird zum Gastro-Promoter

 

„Wir von NSM haben uns gefragt, wie kann die Eckkneipe wieder belebt werden? Wir haben ein Konzept entwickelt, wie der Kneipenbesuch wieder zum Erlebnis wird."

 

NSM hat Animateure engagiert, die sonst in Ferienklubs arbeiten. Die haben in den Gast­stätten Partys in Gang gebracht und angeheizt. Der Versuch sei gelungen, die Gaststätte wie­der besser besucht. Das könne auch der Auf­stellunternehmer, der damit zum Gastro-Pro­moter werde.

 

„Wenn es den Kneipen wieder besser geht, werden auch die Geldspielgeräte besser lau­fen."

 

Entscheidend sei es, dem Spieler so viel Ver­gnügen in Form von Verweildauer und Span­nung zu geben, wie wir uns aufgrund der frei­en Auslastungskapazitäten leisten können. In diese Richtung tendiert auch Trenz bei Über­legungen, den Rückwärtsgang zu stoppen: „Ich persönlich bin überzeugt, dass wir innerhalb unberührt. Daraus sollten jedoch nicht nur negative Konsequenzen gezogen werden. Es liegen auch Chancen darin, auf Wandlungen zu reagieren.

 

Interesse am Spiel mit Geldautomaten sei nach wie vor vorhanden, meint dazu Christi­an Arras. Über zwei Drittel der Geräte stün­den schließlich in Gaststätten. „Dass es den Kneipen nicht mehr so gut geht, macht sich auch in unserer Branche bemerk­bar. In den nächsten drei bis vier Jahre müsse eine Auszahl­quote zwischen 70 und 75 Prozent erreichen werden. Damit werden wir automatisch wieder mehr zufriedene Spielgäste bekommen."

 

Schumann richtet noch einen Appell an die Industrie. Sie solle nicht über niedrige Preise Geräte in den Markt bringen, die beim Spieler nicht gut angekommen sind. Diese Automaten sollten lieber vom Markt genommen und zugunsten besserer ausgetauscht werden.

 

 

Wie kann man die Automaten attraktiver gestalten, wie sehen die einzelnen Hersteller die Lage? Mit durchaus unterschiedlichen Patentrezepten. Während die einen für die junge Computer- und Multimediageneration keine attraktiven Angebote sieht und die Spielerschaft „aussterben“ sieht, wollen die anderen weiter die reifere Kundschaft befriedigen, weil auch die Jüngeren bald die Älteren sind. Eine Zusammenstellung aus dem IMA Heft November 1998:

 

 

Paul Gauselmann

 

AutomatenMarkt: Die Automatenunterneh­mer sehen aber als ihr Hauptstandbein nach wie vor das Geld-Gewinn-Spiel-Gerät. Hier trauern sie den guten Kassen nach.

 

Gauselmann: Wir haben im Moment aber aufgrund der Gesetzeslage keine Möglich­keit, das Geld-Gewinn-Spiel-Gerät grundle­gend zu ändern. Aber ich versichere Ihnen: Wir bleiben am Ball. Wir werden uns wei­terhin dafür stark machen, diesen Geräte ­Typ interessanter zu gestalten. Was in anderen Ländern Europas möglich ist, muss doch auch bei uns auf Dauer funktionieren. Überall ist das Gerät schneller, überall ist es viel­seitiger, weil es von den Gesetzge­bern nicht so enge Vorgaben gibt. Schauen Sie doch nur nach Eng­land. Dort hat der Staat erst kürz­lich eine Erhöhung des Gewinns zugelassen. Oder in Spanien. Dort wurde jetzt der Spieleinsatz von 25 Peseten (30 Pfennig) auf 50 Peseten (60 Pfennig) erhöht und der Höchstgewinn von 10 000 Peseten (120 Mark) auf 15 000 Peseten (170 Mark). Außerdem erlaubt das Gesetz in Spanien, einen Jackpot anzuschließen. Das heißt, es dürfen zehn Geräte zusammengeschlossen werden, sodass nicht 15 000, sondern 150 000 Peseten auf einen Schlag gewon­nen werden können. So habe ich die Neue­rung verstanden.

 

AutomatenMarkt: Sie appellieren damit also an unseren Gesetzgeber, endlich einmal mit der Zeit zu gehen.

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Gauselmann: Richtig. Für jüngere Leute, die heute mit ihrem Computer ein ungewöhnlich schnelles Spiel erleben, sind unsere Geld­Gewinn-Spiel-Geräte doch langweilige Kisten. Dagegen müssen wir etwas tun. Wenn jetzt ein neuer Wind in der Regierung weht, hoffe ich, dass wir mit unseren Forde­rungen auf Verständnis stoßen. Wir brauchen als Erstes keinen höheren Spielpreis, wir brauchen mehr Inhalt, damit unsere Gäste wieder mehr Spass am Spiel hahen

 

AutomatenMarkt: Meinen Sie, dass die Spielfreudigkeit beim Spieler nachge­lassen hat?

 

Gauselmann: Ja. Wie ich eben schon sagte, die Geräte sind zu langweilig. In einem Casino sehen Sie selten, dass jemand mehr als an einem Gerät spielt. Eine Slot-Machine ist spannend und schnell. Hier reicht dem Spieler das Erlebnis an einem Gerät. Bei uns aber muss man an zwei oder mehr Automa­ten spielen, um überhaupt einen Kick zu erhalten. Wenn wir das einzelne Gerät spannender gestalten dürften, wäre alles in Ordnung.

 

 

AutomatenMarkt: Sie verraten aber noch keine Details?

 

Gauselmann: Sicherlich nicht. Aber hier schon mal ein Leckerbissen vorab: Golden Time, ein Geld-Gewinn-Spiel-Gerät mit inte­griertem Bildschirm. Das Originalspielsystem entspricht dem des Castell, der in der Bran­che sehr gut angekommen ist. Mit diesem Gerät bieten wir ein ganz neues Medium an. Der Aufsteller sollte es auf jeden Fall vor Ort ausprobieren. Der Spieler wird dann ent­scheiden, ob ihn der Bildschirm mehr begeis­tert, als die bisher bekannte Walze. Einziger Wermutstropfen bei Golden Time: Durch den Bildschirm kostet das Gerät mehr. Aber wenn es dann zwanzig und mehr Prozente Mehr­kasse bringt, lohnt sich diese zusätzliche Investition. Die ersten Testergebnisse sind auf jeden Fall sehr viel versprechend.

 

 

AutomatenMarkt: Also macht auch dem Haus Gauselmann der Rückgang der Geldspielgeräte zu schaffen?

 

Gauselmann: Das Geldspielgerät ist auch bei uns zurückgegangen. Vielleicht nicht so stark wir bei anderen. Aber deshalb stecke ich den Kopf nicht in den Sand. Im Gegenteil! Ich schaue nach vorn. Unsere neuen Produk­te werden für Aufschwung sorgen. Davon bin ich überzeugt. Denn dem Spielgast werden ganz neue Elemente geboten, die wir bisher nicht verwenden durften. Die Geräte werden also auch entsprechend besser laufen und mehr Kasse bringen. Mit mehr Umsatz hat der Aufsteller wieder Spaß an seinem Ge­schäft und wird neuen Mut schöpfen. Ich bin sehr zuversichtlich was die Zukunft unserer Branche betrifft.           

 

 

 

Uwe Christiansen (Bally Wulff):

 

AutomatenMarkt: Ist denn unser seit 1953 mehr oder weniger unverändertes Geldgewinnspiel überhaupt in unserer heutigen Zeit noch aktuell?

 

Christiansen: Bally Wulff hat schon häufiger versucht, frischen Wind in dieses Geschäft zu bringen. Ob durch Monopoly, Rasant oder den Würfel.

 

AutomatenMarkt: Die sind aber allesamt im Markt durchgefallen.

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Christiansen: Eben weil der Markt nicht in der Lage ist, neue Dinge gemeinsam zu kulti­vieren. Der wirtschaftliche Kurzerfolg be­stimmt das Geschäft.

 

AutomatenMarkt: In jüngerer Zeit ist es still geworden um solche Experimente. Müssen wir daraus schließen, dass Sie kapituliert ha­ben, Herr Christiansen?

 

Christiansen: Ich muss zugeben dass ich zwi­schenzeitlich den Mut verloren hatte, ob es sinnvoll ist in solche scheinbar aussichtslose Entwicklungen zu investieren. Ich glaube aber, dass diese Zweifel verkehrt gewesen sind. Wir werden auf der IMA Ansät­ze zu neuen Lösungen zeigen.

 

AutomatenMarkt: Wie werden die aussehen?

 

Christiansen: Wir werden eine neue Darstel­lungsform der Risikoleiter präsentieren, von der wir uns für die Zukunft sehr viel verspre­chen. Aber um nicht den gleichen Fehler zu machen wie mit Würfel oder Monopoly, wer­den wir diese nur in einer sehr begrenzten Anzahl in den Markt bringen. So können wir die Idee in Gemeinschaft mit unseren Kun­den zur Marktreife weiterentwickeln.

 

AutomatenMarkt: Heißt das, Sie wollen mit einer halbfertigen Idee herauskommen?

 

Christiansen: Nein, diese Idee ist keinesfalls halbfertig, die Umsetzung muss noch kultiviert werden. Unsere Idee beruht darauf, dass sich die sta­tische Darstellungsform überleben wird. Mit einer Digitalisierung - ei­ner so genannten lebenden Risiko­leiter - wollen wir jugendliche Spieler besser erreichen.

 

 

 

Ullrich D. Schulze (NSM-Löwen)

 

neu-3AutomatenMarkt: Die derzeitige konjunktu­relle Lage und die besonderen Belastungen der Automatenbranche zwingen zum Han­deln. Sie haben bereits Konsequenzen gezo­gen. Ihr Mitarbeiterstand soll bis zum Jahr 2000 um etwa 275 Leute reduziert werden.

 

Ullrich D. Schulze: Das ist richtig. Die Industrie leidet unter einem enormen Rück­gang der verkauften Stückzahlen. Besonders seit Juli hat es im Vergleich zum Vorjahr einen starken Einbruch gegeben. Bei Geld­spielautomaten von über 20 Prozent, bei Sportautomaten von über 30 Prozent. Die bisher positive Entwicklung bei Unterhal­tungsgeräten stagniert seit August ebenfalls. Darüber hinaus findet in unserer Branche derzeit ein Technologiewandel statt. Das alles kann man nicht einfach reaktionslos an sich vorübergehen lassen.

 

AutomatenMarkt: Was genau meinen Sie mit Technologiewandel und welche Auswirkun­gen hat das für Ihr Unternehmen?

 

Schulze: Sie werden auf der kommenden IMA feststellen, dass immer mehr Geräte von einem PC betrieben werden. Also über eine Monitoroberfäche, einen Internet- oder Modemanschluss verfügen. Das bedeutet, dass in unserer Branche immer mehr Standardbauteile aus der Computerindustrie Verwendung finden werden. Die Geräte werden sich zunehmend noch in ihrem Gehäuse, dem Design und der Software unterscheiden.

 

 

 

Tjark Bergmann (Bergmann):

 

AutomatenMarkt: Unsere Branche hat der­zeit mit vielen Problemen zu kämpfen. Die Vergnügungssteuer macht vielerorts ein wirt­schaftliches Handeln kaum noch möglich. Was raten Sie in dieser Situation dem Auto­matenunternehmer?

 

Tjark Bergmann: Natürlich steht die Automa­tenbranche zurzeit vor besonderen Proble­men, die dringend Lösungen verlangen. Diese gibt es auch. Leider will sich die ältere Generation der Automatenkaufleute damit am liebsten nicht mehr befassen. Jüngere haben die entsprechende Motivation, können aber nicht ohne weiteres andere Unterneh­men übernehmen.

 

AutomatenMarkt: Woran liegt das Ihrer Mei­nung nach?

 

Bergmann: Die Arbeit in der Automatenbran­che ist heutzutage ein sehr schwieriges Geschäft. Hinzu kommt die künftige Euro­ Hürde. Auch wenn das kein großes Problem ist, wenn es um die Technik geht, werden sich viele Automatenkaufleute der älteren Generation - weil sie es sich erlauben kön­nen - zurückziehen. Das ist leider Fakt.

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AutomatenMarkt: Muss sich nicht auch im Spielstättenbereich ein Wandel vollziehen? Gerade die jüngere Generation, die mit Gameboys und Home-Computern groß ge­worden ist, lockt doch unser Angebot nicht unbedingt hinter dem Ofen vor?

 

Bergmann: Ja, das muss sicherlich anders werden. Aber es kann auch anders werden. Genau hier ist doch der Ansatzpunkt. Wir haben die ganzen Jahre versäumt, die Wie­derbelebung der Spielfreudigkeit herbeizu­führen. Vor allem das Geldspielgerät wieder imagemäßig aufzuwerten. Dabei sind die Geldspielgeräte heute viel besser als es allge­mein vom potenziellen Spielerpublikum angenommen wird. Diesbezüglich wird auch von der Industrie der größte Fehler gemacht.

 

AutomatenMarkt: Wo liegt denn dieser Feh­ler der Industrie?

 

Bergmann: Die Industrie bringt viel zu viele Geräte pro Jahr auf den Markt. Unser Unter­nehmen macht das nicht. Deswegen haben wir auch Erfolg. Dafür habe ich persönlich gesorgt und selbst das Heft in die Hand genommen. Geldspielgeräte werden von den Spielern nur angenommen, wenn sie wirklich gut sind. Also entsprechende Erfolgserlebnis­se vermitteln. Und so etwas spricht sich herum. Dann erhalten die Geräte den Bonus des Bekannten und der Spieler vertraut ihnen.

 

AutomatenMarkt: Wie wollen Sie den Spieler wieder für das Geldspielgerät begeistern?

 

Bergmann: Unsere Branche hat nach der Ein­führung des 40-Pfennig-Spiels und dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes einen sträflichen Fehler begangen. Man wollte noch mehr Geld verdienen und ist bei den Niedrigauszahlern geblieben. Wir wissen doch, dass uns damals die Spieler davonge­laufen sind. Jetzt steht die Frage im Raum, wie wir die Spieler wieder aktivieren können. Ganz sicherlich nicht dadurch, indem ein neues Gerät nach dem anderen einfach nur an die Wand gehängt wird. Der Spieler weiß doch gar nicht mehr, was sich dahinter verbirgt. Er hat keinen Bezug mehr zu den Gerä­ten. Kein Vertrauen.

 

AutomatenMarkt: Sie fordern also Qualität statt Quantität. Aber müsste nicht das Geldspielgerät an sich attraktiver werden, um den Spieler wieder mehr dafür zu begeistern?

 

Bergmann: Es gibt immer Möglich­keiten zu experimentieren. Das Gerät mit neuen, interessanten Fea­tures auszustatten. Nur dürfen nicht siebzig Geräte pro Jahr herausgebracht wer­den. Was soll das? Bei den Aufstellern ist heute schon längst der Groschen gefallen, dass das alles nichts gebracht hat.

 

AutomatenMarkt: Es ist nach wie vor not­wendig, dass wir ein neues Kundenpotenzial für unsere Geräte gewinnen müssen. Wie kann das Ihrer Ansicht nach geschehen?

 

Bergmann: Sie reden von neuen Spielern. Ich aber meine, wir dürfen dabei auch unseren alten Spielerkreis nicht außer Acht lassen. Wir kümmern uns - gedanklich und prak­tisch - viel zu wenig um das bürgerliche und das ältere Publikum. Die Rede ist immer nur von der nachwachsenden Generation. Das halte ich für einen absoluten Blödsinn!

 

AutomatenMarkt: Aber die Alten sterben ja nun einmal weg. Das bleibt einfach nicht aus.

 

Bergmann: Dann werden neue Alte nach­wachsen. Außerdem kenne ich Casinos und andere Freizeiteinrichtungen in allen Län­dern, die voll sind von älteren Leuten. Und diese Unternehmen leben fantastisch.

 

AutomatenMarkt: Auf der einen Seite fordern Sie, das ältere Publikum nicht zu vernachläs­sigen. Auf der anderen Seite ist es doch aber auch wichtig, die Heranwachsenden für unsere Spiele zu begeistern. Wo liegt da der goldene Mittelweg?

 

Bergmann: Es gibt doch schon heute Gaststätten für Ältere, für Bürgerliche, für Jüngere. Damit sind sicherlich noch nicht alle Probleme gelöst, aber hier werden bereits Ansatzpunkte geliefert. Dieser Ent­wicklung müssen wir entsprechen. Dürfen sie nicht versäumen. Wenn man die Auf­gabe erkennt, ist die Lösung nicht mehr weit. Wenn man aber nur Vorträge über Lösungen hält und nicht einmal weiß, wie die eigentliche Aufgabe lautet, dann wird es ulkig - leider aber ganz und gar nicht mehr witzig.

 

 

Lassen wir neben den Firmenchefs auch mal den Vertriebschef von Gauselmann zu Wort kommen:

 

 

Geldspiel wird sich immer durchsetzen

Helmut Besse: Jede neue Spielidee wird auf breiter Basis getestet.

 

Helmut Besse, Vertriebsleiter bei adp, äußert sich zu vergangenen und zukünftigen Entwicklungen und Tendenzen im Geldgewinnspielmarkt.

 

AutomatenMarkt: Jedes Jahr kommt eine Vielzahl von Geld-Gewinn­Spiel-Geräten auf den Markt. Viele halten sich dort aber nicht lange. Steht hier Quantität vor Qualität?

 

Helmut Besse: Wir haben aus den Erfahrun­gen gelernt. Der Markt braucht keine Fülle von Geräten. Der Markt braucht Spitzen­geräte. Man ist in der Vergangenheit oftmals von der Theorie ausgegangen, wenn das ei­ne Gerät nicht läuft, muss das andere lau­fen. Inzwischen haben wir verstanden, dass man eine Zufriedenheit nur in enger Zusammenarbeit mit unseren Kun­den erreichen kann.

 

AutomatenMarkt: Wie sieht diese Zusam­menarbeit konkret aus?

 

Besse: Zuerst einmal haben wir gezielt ein Produktmanagement für Geld-Gewinn­Spiel-Geräte eingeführt. Diese organisatori­sche Umstellung hat auch schon Früchte ge­tragen. So haben wir in den letzten fünf Monaten kein neues Gerät gebracht. Die Geld-Gewinn-Spiel-Geräte werden jetzt vor der Neueinführung monatelang in großen Stückzahlen getestet. Was unseren Anforde­rungen nicht genügt, fällt durch.

 

AutomatenMarkt: Warum ist man nicht schon früher so vorgegangen? Musste erst ein „Einbruch" kommen?

 

Besse: Einige Zeit war man nach einer rela­tiv kurzen Entwicklungs- und Testphase sehr von einer neuen Idee überzeugt. Der Schuss ging dann schon mal nach hinten los, wenn man sich vorrangig an Testergebnissen von Spitzenplätzen orientiert hatte. Das passiert uns nicht mehr. Jede neue Spielidee wird jetzt ausgiebig auf breiter Basis getestet. Auf guten, mittleren und schwachen Plätzen, denn das Spielerverhalten ist dort jeweils stark unterschiedlich.

 

AutomatenMarkt: Geld-Gewinn-Spiel-Gerä­te sind sich im Allgemeinen vom Design her sehr ähnlich. Ist da nicht auch ein Ansatz­punkt zur Weiterentwicklung gegeben?

 

Besse: Dafür haben wir das Produktmanage­ment eingerichtet. Wir werden am Markt dranbleiben und auch in diesem Jahr in dem Bereich Gestaltung der Geräte viel bewegen. Andererseits kann man das Erscheinungsbild der Geld-Gewinn-Spiel-Geräte nur schritt­weise ändern. Der Spielgast akzeptiert nur ein Gerät, was vom Erscheinungsbild her das wiedergibt, was er erwartet.

 

AutomatenMarkt: Wagen wir mal einen Blick in die Zukunft. Wird in fünf oder zehn Jahren das Spielerpotenzial für Geld-Ge­winn-Spiel-Geräte noch vorhanden sein?

 

Besse: Ich bin davon überzeugt, dass ein Spiel, wie wir es bieten, sich auch weiterhin dauer­haft durchsetzten wird. Der Reiz, geprägt von der Mechanik, von den sich drehenden Wal­zen und Scheiben ist und bleibt ungebrochen. Und noch eins: Produkte unseres Hauses sind gekennzeichnet als gute Dauerbrenner über volle vier Jahre. Wir sind gegen Blender mit Strohfeuer.

 

AutomatenMarkt: Die jungen Leute sind mit Elektronik aufgewachsen und können da­mit etwas anfangen. Zieht das Geld-Gewinn­Spiel-Gerät mit seinen mechanischen Ele­menten auch die jüngere neue Generation an?

 

Besse: Wir müssen hier differenzieren. Nicht die ganze Gesellschaft setzt sich mit den neu­en Medien auseinander. Ein Teil ist davon ange­zogen, was er erkennen, was er greifen kann. Hier ist die Erkennbarkeit der Mechanik Vor­aussetzung zum Spielen. Natürlich wird es in Zukunft Verfeinerungen der Geräte geben, die auch die Liebhaber der Elektronik begeistern werden. Hierzu bieten wir als einziger Herstel­ler bereits seit mehr als zehn Jahren auch Bild­schirmgeräte an, die sehr erfolgreich sind und laufend weiterentwickelt werden. Wie auch beim Design geht das aber nur Schritt für Schritt.

 

AutomatenMarkt: Wie wird sich der Markt für Geld-Gewinn-Spiel-Geräte aus Ihrer Sicht verändern?

 

Besse: Im Augenblick sieht es so aus, dass unser Markt Tendenzen einer Rückläufigkeit zeigt. Besonders in der Gastronomieaufstel­lung. Und aufgrund des derzeitigen politi­schen Umfelds entstehen große Unsicher­heiten. Besonders wegen der zu hohen Vergnügungssteuer.

 

 

 

Auch in folgendem PR-Artikel von Bally Wulff wird die Lage schöngeredet und es werden Rezepte gegen das Kneipensterben verbreitet. Die Erlebnisgastronomie würde die Couch-Potatoes wieder in die Kneipen locken, und das geht natürlich nur mit Bally-Produkten.

 

 

Qualitatives Wachstum mit Bally Wulff

Spielstätten müssen regelmäßig neue Attraktionen bieten.


Auch in konjunkturellen schlechten Zeiten. Ein PR-Beitrag der Unternehmensgruppe Bally Wulff.

 

Während viele deutsche Großunter­nehmen jährlich zweistellige Wachs­tumsraten bilanzieren und ihre Ak­tionäre mit überdurchschnittlichen Dividenden erfreuen, hat das Kon­junkturtief die kleinen und mittleren Firmen frontal erwischt. Sie tragen, so auch das Fazit des Bally Wulff­Fachkongresses '97, die Hauptlast ei­ner Wirtschaftskrise, die auch eine Strukturkrise ist.

 

Zwar hat der einzelne Unternehmer so gut wie keine Möglichkeit, Ein­fluss auf so entscheidende Faktoren wie Arbeitslosenzahl, Steuerlast oder Sozialabgaben zu nehmen. Ihm bleibt nach Aussagen aller Wirt­schaftsexperten dennoch ein be­trächtlicher Spielraum für Eigeninitia­tiven.

 

Was aber kann ein Aufsteller in der Praxis tun, um den konjunkturellen Einbruch zu stoppen? Wie kann er Spieler und gastronomische Ver­tragspartner halten oder gar neue Kunden gewinnen? Derzeit sehen zahlreiche Aufsteller ihr Heil allein in einer vermeintlichen Ge­sundschrumpfung. Man hängt Geräte ab, was mehr bedeutet als nur die numerische Verringerung des Bestan­des. Denn: Vergessen wird dabei, dass ein Abbau von Automaten kurz­fristig kalkulatorisch vielleicht Sinn macht, die Maßnahme ist aber gleich­zeitig auch ein Abbau an Qualität und Kundendienst.

 

Eine solche Geschäftspolitik kann, andere Branchen zeigen das, schnell zum Bumerang werden, weil es den Spielgast naturgemäß nicht interes­siert, warum sein Gerät abgeräumt wurde. Er sieht allein die Einschrän­kung des Angebotes, die für ihn so gravierend ist, als hätte man ihm da­heim gleich mehrere populäre Sen­

der aus dem Fernsehprogramm ge­strichen.

 

Die logische Folge: Der Gast sucht sich frustriert eine neue Spielstätte. Eine, wo man vielleicht rechnerisch zwar auch zu dem Ergebnis gekom­men ist, dass der Rotstift seinen Reiz hat, jedoch einen enormen Verlust an Qualität, Service und Corporate ldentity bedeutet.

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Aufwärtstrend durch Qualität

 

Unbestritten ist, dass Spielstätten re­gelmäßig neue Attraktionen bieten müssen. Das gilt nicht nur für unse­re Branche., Auch Disneyland oder deutsche Vergnügungsparks, die als gewinnbringende Aushängeschilder der Unterhaltung gelten, wären längst tot, wenn sie sich nicht stän­dig erneuern würden. Mehr noch: Sie erweitern ihre Angebote. „Obwohl Spielstätten einerseits im­mer wieder neue Anreize benötigen, so verwirrt andererseits ein Überan­gebot an Modellen den Aufstellun­ternehmer", sagt Bally Wulff-Ge­schäftsführer Uwe Christiansen und fügt hinzu: „Wenn es um die Modell­politik bei Geldspielgeräten geht, dann verfolgt unser Haus die klassi­sche Devise - so wenig wie möglich und so viel wie notwendig. Aus­schlaggebend ist immer die Qualität, nicht die Quantität" Der Spagat zwischen Qualität und Quantität ist für den Gerätehersteller ebenso schwierig wie für den Auf­steller. Dass der Balanceakt den Ber­linern gelungen ist, bestätigt die Um­satzentwicklung des vergangenen Jahres. Denn Bally Wulff musste bei den Geldspielgeräten als einziger Hersteller nur geringfügige Einbußen hinnehmen.

 

Auch im Bereich American Darts leg­te die Unternehmensgruppe, die im Jahre 2000 ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, den Schwerpunkt auf den Grundsatz „Qualität der Konzepte vor Quantität der Modelle".

 

Qualitatives erschöpft sich jedoch nicht in der richtigen Wahl der Pro­dukte. Das ist nur eine Seite. Sie muss ergänzt werden durch ein breit gefächertes Service-Kon­zept, das richtiges Freizeitgefühl vermittelt.

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Wachstum bei Automatenunternehmen durch konsequente Pflege

 

Das beginnt bei der Auswahl des Personals, bei dessen Schulung und Motivation und endet bei Aktionen, die gar nicht einmal teuer sein müs­sen. Ein Stichwort mag die „Happy Hour" sein, mit der vor allem Hotels ihre Hausgäste erfreuen. Mit verbillig­ten Preisen zu bestimmten Zeiten werben in Großbritannien neuerdings

auch einige Supermärkte: Wer zur Mittagszeit einkaufen geht, zahlt für Milch, Butter und Brot weniger. Nach ersten Erfahrungen hat sich der Um­satz in dieser Zeit verdreifacht, wo­durch das Personal in den Abend­stunden entlastet wurde. Ein qualitativ - und oft auch quanti­tativ - zu erschließendes Feld bietet sich dem Aufsteller in der Gastrono­mie an. „Hier liegen der größte Be­darf und das größte Defizit", wie Un­ternehmensberater Andreas Schrei­ner beim Bally Wulff-Kongress '97 erklärte. „In aller Regel", so seine Er­kenntnis, „gibt es keine Zielgruppen­ Definition, sondern die Meinung, ei­ne nette Einrichtung reicht und die Gäste kommen von alleine." Hier hat der Aufsteller gute Chancen, in aktiver Partnerschaft mit dem Gastwirt ein gemeinsames Konzept aufzustellen. Mit seiner Erfahrung ist er vor allem für Gastro-Neulinge, die dem Umfeld häufig hilflos gegen­überstehen, ein kompetenter Berater. Qualität in der Gastronomie endet heute nicht bei der Schnitzelgröße oder dem gut gezapften Bier. Auch ein oder zwei Geldspielgeräte sind nicht mehr ausreichend.

 

Die rasante technische Entwicklung hat dazu beigetragen, dass sich jede Kneipe in eine kleine Sporthalle ver­wandeln lässt. Ein paar Quadratme­ter reichen, um ein American Darts­Turnier auszutragen und sich per Da­tenfernübertragung den Reiz der Li­ga ins Haus zu holen.

 

Steigern lässt sich die Attraktion ei­ner Gaststätte aber auch mit thema­tischen aktuellen Flippern oder mit dem „Touch Master". Der bean­sprucht weniger Platz als eine Tages­zeitung und ist ein echter „Theken­kumpel".

 

Konjunkturell schlechte Zeiten waren in der Vergangenheit in allen Bran­chen immer auch Zeiten der Motiva­tion und einer erhöhten Kreativität. Bally Wulff hat sich mit seiner Palet­te auf die Notwendigkeit eines qua­litativen Wachstums eingestellt.

 

 

Ob dies jedoch mit solchen Produkten erreicht werden kann ?

 

Dübeln

 

Panther

 

Die Frage und Forderung, ob spezielle Gastronomiegeräte den Trend umkehren könnten, wird kontrovers diskutiert. Bis in die heutigen Tage ! Damals sah NSM-Löwen für solche Geräte keinen Bedarf und zeigte sich wenig kritikfähig an den seinen aktuellen Produkten.

Als kleiner Nischenanbieter aus der Hellomat Konkursmasse sah sich Panther auf gutem Wege. Gerade der Ballermann-6 Erfolg ließ aufhorchen.

 

 

Zielgruppenorientierung

Panther setzt auf alternatives Konzept

 

Der Löwen Abkömmling aus Weilerswist ver­folgt weiter eine ganz eigene Linie. Das Plan­soll fürs erste Halbjahr wurde überschritten.

 

Es ist eine gute und schlechte Nachricht zu­ gleich: Der Marktanteil von Panther Auto­maten nähert sich einem zweistelligen Prozentwert. Ein bedeutend größeres Stück aus einem kleiner gewordenen Kuchen.

 

„Mir wären ein paar Prozentpunkte weniger von einem größeren Gesamtmarkt lieber", ge­steht Hermann-Josef Kaiser. Er ist Geschäftsführer des Unternehmens innerhalb der Spiel-Di­vision der NSM AG. neu-1

 

Vor zehn Monaten hatte Panther an dieser Stel­le mutige Zielvorgaben verkündet. Angepeilt werde für 1998 eine Verdoppelung des Markt­ anteils. Damals vier Prozent. In echten Zahlen waren das eben mal 2 000 Geräte im Jahr. Diese Stückzahl wurde, so Kaiser, jetzt schon im ers­ten Halbjahr annähernd er­reicht. Somit das Plansoll mehr als erfüllt. Trotz Verle­gung der IMA auf den Spät­herbst. Ein Überschreiten der Gesamtstückzahl von 4 000 dürfte damit absehbar sein. Einen wesentlichen Ansatz für diesen Sprung nach vorn sieht Kaiser in der Übernah­me der NSM-Technik. Damit seien viele neue Kunden ge­wonnen worden. Zuvor hatte die Existenzbe­rechtigung von Panther zum Wesentlichen auf dieser an­ deren Technik basiert. Das Unternehmen ent­stammt der Konkursmasse von Hellomat. Ein auf dessen Technik eingeschworener Kunden­ stamm hielt Panther die Treue.

 

In der Modellpolitik will Panther seiner Außen­seiterrolle treu bleiben. Wobei das Wort Außenseiter nicht gern gehört, lieber von Alter­nativen gesprochen wird. Sichtbar war diese neue Linie erstmals durch den Ballermann 6 geworden. Nicht nur die rahmenlose Oversize-Scheibe setzte Zeichen für anderes Design. Neue Wege wurden auch in der Motivgestaltung beschritten. Das Experiment löste ebenso viel begeisterte Zustimmung aus wie ablehnende Entrüstung. Vorübergehend wurde Ballermann 6 auch „oh­ne Frau" angeboten. Ohne Resonanz!

 

Die Wogen haben sich geglättet. Die Ablehner sind still geworden. Kaiser berichtet von ver­blüffenden Ergebnissen einer analytischen Un­tersuchung. Danach seien es fast ausschließlich Männer gewesen, die das scheinbar sexistische Frauenbild auf der Scheibe zurückwiesen. Frau­en selbst hätten es viel lockerer gesehen. Trotzdem kommt Panther mit dem neuen Big Run II wieder recht brav daher. Aber weiterhin mit rahmenlosem Oversize. Die große Scheibe solle besonderes Merkmal der Panther-Produk­te bleiben und nicht von der Muttergesellschaft in Bingen übernommen werden. Auch sonst sei der kleinen Weilerswister Tochter weitere Ei­genständigkeit zugesichert worden. „In kleineren Einheiten ist es leichter zu experi­mentieren", hebt Kaiser den Vorzug dieser Or­ganisationsstruktur hervor. „Nicht nur wegen der umwegfreien Kommunikation in der Ent­wicklung."

 

Unausgesprochen lässt er den Vorzug, dass ein möglicher Flop in kleinerer Stückzahl nicht so stark zu Buche schlägt. Sieben von zehn Neu­entwicklungen fallen im Test durch den Rost. Sie erreichen den Markt gar nicht erst. „Unser Hauptanliegen ist es, die Langeweile zu überbrücken, die uns von der Spielverordnung aufgezwungen wurde", bringt Kaiser sein Kon­zept auf den Punkt.

 

Neben themenorientierten Gerätelinien und al­ternativem Design nehme dabei der Sound ei­ne bedeutende Stellung ein. Die Möglichkeiten der NSM-Technologie für Musikwiedergabe und spielunterstützende Sprache würden voll ausgeschöpft. Die Motivierung des Spielers er­folge in echtem Deutsch. Kaiser: „Wir sind zwar weder die Ersten auf die­sem Gebiet noch die Einzigen. Aber mit Si­cherheit die Besten!“

 

 

Panther auf dem Sprung

Zweistellige Marktanteile im Visier

 

neu-9.jpgMit Ballermann fing alles an ... Damit kann man treffend die Entwicklung des Automatenunternehmens Pan­ther aus Weilerswist beschreiben. Denn seit das Geldgewinnspielgerät Ballermann mit seiner doch ausge­fallenen Optik in der Branche für Furore sorgte, geht es mit Panther immer weiter bergauf. Für die näch­sten Jahre strebt die NSM-Tochter sogar einen zweistelligen Markt­anteil an.

 

In den beiden Produktionshallen herrscht rege Betriebsamkeit. 24 Mit­arbeiter fertigen gerade eine Serie des Triple-Automaten. Die letzte Gene­ration der Panther-Geräte besticht vor allem durch die große Oversize­Scheibe, die für viel Aufmerksamkeit am Aufstellplatz sorgt. Für die Geräte der neuen Generation ist man in Wei­lerswist bei der Gehäuse-Entwick­lung und dem -Design neue Wege ge­gangen. Die Gehäuse werden in Mo­dultechnik zusammengesteckt und dann mit der NSM-Technik Euro-ST 25 bestückt. Bis zu 40 Geräte können hier am Tag gefertigt werden.

 

Im Gewerbegebiet Weilerswist, süd­lich von Köln, sitzt ein Automatenun­ternehmen, das der Branche in der letzten Zeit interessante Impulse ver­liehen hat. Die Rede ist von der NSM­Tochter Panther. Recht unscheinbar und bescheiden wirkt der gesamte Firmenkomplex, von außen ist kaum sichtbar, daß hier eine „kleine, feine und innovative Automatenschmiede zu Hause ist", wie es der Geschäfts­führer und Werksleiter Hermann-Jo­sef Kaiser gern bezeichnet.

 

Kaiser begann vor neun Jahren bei der Firma Inter Spiel Geräte, die nach dem Zusammenschluß mit der NSM­Gruppe seit dieser Zeit Panther heißt. „Mit der kompletten Übernahme der NSM-Technik in unsere neue Geräte­Generation konnten wir uns im Markt endgültig etablieren", meint Kaiser rückblickend.

 

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Absatzzahlen steigern

Mit dem neuen Namen kam auch der stete Aufschwung. Gerade in den letz­ten Jahren konnte sich Panther-Auto­maten weitere Marktanteile sichern. Mit den Geräten Ballermann 6 oder dem neuen Big Run hat sich das Un­ternehmen ins Gespräch gebracht. „Wir arbeiten daran, daß wir nicht nur in Gaststätten, sondern auch ver­stärkt in Spielstätten vertreten sind", sieht der Panther-Geschäftsführer optimistisch in die Zukunft. „Schließ­lich konnten wir Schritt für Schritt unsere Absatzzahlen steigern", sagt er. Für die nächsten Jahren peilt Kaiser einen zweistelligen Marktan­teil an.

 

Optimale Kommunikation

„Das Gute bei Panther ist", meint Klaus Doderer, Softwareentwickler bei Panther, „daß wir hier in einer überschaubaren Einheit die Zeit haben, um qualitativ neue Konzepte zu erproben und dann auf den Markt zu bringen." Acht Mitarbeiter sind bei Panther für die Entwicklung und Realisation der Spiel­systeme zuständig. In Wei­lerswist geht vieles noch auf Zuruf, die Wege seien kurz, berichten die Mitar­beiter stolz. Die Kommuni­kation zwischen Entwick­lung und Produktion ist al­so optimal gestaltet. Wenn man das konzentrierte Ar­beitsklima in der Nähe von Köln erlebt, dann weiß man, der Panther ist auf dem Sprung.

 

 

Lebende Risikoleiter

 

Bally Wulff macht sich Gedanken um das Gerät der Zukunft. Der Sun Game mit der „lebenden Risikoleiter“. Es blieb beim Versuch.

 

 

Viel Arbeit an Details für Erfolg am Markt

 

Bally Wulff zieht Konsequenzen aus der Markt­lage. Statt auf Revolution setzen die Berliner in der Produktentwicklung auf Evolution.

 

Uwe Christiansen: Wir überprüfen alle Pro­jekte auf ihre Markttauglichkeit.

 

Vom November '97 bis November '98 ein Absatzminus von 20 Prozent bei Geld-Gewinn-Spiel-Geräten. Nein, auch Bally Wulff ist von diesem negativen Trend nicht verschont geblieben", stellt Bern­hard Eber dem Fazit für die zurückliegenden 22 Monate seit der IMA '97 voran. Das trifft ebenso für das Geschäft mit Flippern zu. Noch drastischer gar. Ein Rückgang von 50 Prozent auf dem Markt für Pinballs lässt um die Zukunft des einstigen Kultgeräts fürchten. Hoffnungen richten sich auf die kommende Gerätegeneration, die mit neuen Features den Trend wenden könnte. Freude beschert hingegen derzeit den Berli­nern die Entwicklung im American Darts. „Wir verzeichnen sehr große Erfolge in der Öffentlichkeit. Leider hinkt unser Umsatz da noch hinterher", bedauert der Pressechef von Bally Wulff.

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Eber führt das im Wesentlichen auf zwei Um­stände zurück. Zum einen sei das Investitions­klima im Bereich Darts in den vergangenen Monaten nicht „so freundlich" gewesen. Zum anderen leiste sein Unternehmen zusammen mit Peter und Renate Tekook vom American Darts Verband noch viel Aufbauarbeit.

 

Die Konsequenzen aus der allgemeinen Marktsituation finden bei Bally Wulff ihren Niederschlag insbesondere in der Entwick­lungsstrategie neuer Spiele und Produkte. Dazu erklärt Geschäftsführer Uwe Christian­sen: „In Zeiten hoher Gewinnmargen kann sich ein Unternehmen experimentelle Felder leisten und erhöhte Produktrisiken eingehen. Die Lage heute zwingt zum Umdenken." Was konkret bedeutet: Bally Wulff setzt auf Evolution statt auf Revolution. Auf die Politik der kleinen Schritte, um erfolgreiche Produkte mit neuen Features peu a peu auf den Markt zu bringen und zu testen. Wie beispielsweise bei der „Lebenden Risiko­leiter" des Sun Game. Nur 250 Exemplare haben die Berliner produziert. An ausgesuchten Plätzen werden sie eingesetzt, Erfahrungen aus dem Alltag für das „Feintuning" ausgewertet.

 

„Viele Ideen sind schon gestorben, weil sie zum falschen Zeitpunkt eingeführt wurden", erklärt Eber.

 

Daher konzentrieren sich die Berliner auf Feinarbeit. Resultate sind etwa die Jackpot­ Einheit für Geld-Gewinn-Spiel-Geräte und Barcrests MayGay, aber auch die neue Varian­te Speed Darts für American Darts.

 

Problembündel belastet die Entwicklung unserer Branche

 

In naher Zukunft erwartet Christiansen keine Wende zum Besseren. Verantwortlich seien verändertes Freizeitverhalten, Kneipensterben, restriktive Handhabung bei der Zulassung neu­er Spielstätten und die Vergnügungssteuer. Verstärkte Anstrengungen für neue und span­nendere Spiele würden zwar helfen, die Tal­fahrt abzubremsen, könnten den Rückgang aber nicht völlig ausgleichen.

 

Zumindest gegen das Kneipensterben hofft das Unternehmen mit der Produktidee Ameri­can Darts Cafe ein Mittel gefunden zu haben. Aktuell, modern und jugendlich gestylt steht dennoch ein Gerät im Mittelpunkt des neuen Gaststättentyps - das Darts.    

 

 

Sonderaktionen sollten den Verkauf ankurbeln

 

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Mit Quotenmarketing wollte Gauselmann die Misere zu beenden. In spielstarken Etablissements, den Spielhallen, sollte die tiefste Quote eingestellt werden und in Pommes-Buden mit Gelegenheitsspielern die höchste. Diese Logik habe ich nie verstanden.

 

 

Quotenmarketing

 

Wir haben verstanden!" Joachim Mohrmann, Leiter Technik des Gauselmann Großhandels, greift eine Herausforderung aus der Praxis auf. In der jüngsten Mitgliederversammlung des Au­tomaten-Verbandes Rheinland-Pfalz war der Wunsch nach einem Gerät laut geworden, das sich den aktuellen Bedingungen am Aufstell­platz anpasst.

 

Landesvorsitzender Willibald Wacker, gleich­zeitig Schatzmeister des Bundesverbandes Au­tomatenunternehmer e. V., hatte das Thema zur Sprache gebracht. Bei niedrigen Spiele­zahlen, so sein Vorhalt, sei der Unsicherheits­faktor für den Aufsteller zu groß.

 

Grund dafür seien die hohen Schwankungen im Auszahlverfahren. Da könne es vorkom­men, dass ein Gerät mit hoher Quote unterm Strich eine zu niedrige Kasse ausweise. Umge­kehrt könne es in denselben Zeiträumen bei ei­nem niedrig angesetzten Gerät zu einer außer­gewöhnlich hohen Quote kommen. Die durchschnittliche Auszahlquote jeden Geräts wird von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in einem Dauertest ge­prüft. Nach einer mittleren Anzahl von Spielen ist diese Auszahlung immer gewährleistet. In kürzeren Phasen liegt sie auch mal wesentlich höher oder niedriger. Davon geht, darüber sind sich Fachleute einig, die Faszination des Spiels aus. Das Auszahlverhalten muss für den Spieler unberechenbar sein. Für den Gesetzgeber ebenso wie für den Aufsteller muss dagegen die Rechnung mittelfristig stimmen. Aber was ist mittelfristig - nach Aufsteller und Wirtewunsch? In der Gaststätte in einem Monat. In der Spiel­stätte in einer Woche.

 

Wackers Wunschvorstellung: ein Gerät mit möglichst gleichmäßigem Auszahlverhalten. Das könne auch eine höhere Quote verkraf­ten. Diese müsse nur auch in kürzeren Zeit­spannen konstant sein. Nur dies ist, so Mohrmann, leider nach deut­scher Gesetzgebung nicht möglich. Vor jedem Spiel muss die Gewinnchance gleich sein. Al­les darf nur, aber auch nur vom Zufall abhän­gen. Klar, dass dabei sich höhere Gewinne einmal ballen und die Durststrecke einmal größer ausfallen kann.

 

Mohrmann wörtlich: „Es ist ein Leichtes, ak­kurat so ein Gerät mit nur kleineren Gewin­nen herzustellen. Tests damit haben allerdings zu der Erkenntnis geführt, dass das nicht aus­reicht, um den Spielgast auf Dauer hinter dem Ofen hervorzulocken." In Testaufstellungen waren, schildert er, solche Geräte nach äußerst kurzfristigen Anfangser­folgen regelmäßig steil abgestürzt. Der Grund: Die Spieler hatten die Regelmäßigkeit schnell erkannt und das Interesse am Gerät verloren. Es hatte sich Langeweile eingestellt.

 

Fazit: In unausgereifter Umsetzung könnte die Anregung ein Schuss sein, der nach hinten losgeht. Statt der 5 000 Spiele am schwachen Platz würden es bald vielleicht nur noch 3 000 sein. Die Problemlösung muss also sein, die Spielzahl auch an schwächeren Plätzen zu erhöhen. Das streben die Spielema­cher über noch spannendere Features an, die sich nicht unbedingt über eine dynamische Auszahlgarantie zeigen.

 

Mohrmann: „In der Gauselmann Gruppe sind wir noch einen Schritt weitergegangen. Wir haben die Wirkungsweise des variablen Aus­zahlverhaltens bei Veränderungen erheblich verkürzt. Und das bei sämtlichen neuen Gerä­ten. Damit ermöglichen wir den Aufstellern, jederzeit flexibel auf individuelle platzspezifi­sche Anforderungen zu reagieren."

 

Für ein modernes Aufstellmarketing empfiehlt er eine gründliche Beobachtung der Gäs­testrukturen. Welcher Spielertypus dominiert am jeweiligen Platz. Zu unterteilen sei in risi­kofreudigen, durchschnittlichen und vorsichti­gen Spielertyp.

 

Der durchschnittliche Spieler hat in der Regel sein festes Budget. Er möchte für sein Geld höchstmögliches Spielvergnügen. Was er ge­winnt, setzt er meistens gleich wieder ein. Der Geldgewinn ist für ihn von sekundärer Bedeu­tung. Mittel zum Zweck, sich den Spielspaß möglichst lange zu erhalten.

Der risikofreudige Spieler sucht darüber hi­naus den Nervenkitzel. Kleine und mittlere Gewinne riskiert er sofort, um die größtmögli­che Chance zu erreichen Er braucht sie, um aufs Ganze gehen zu können. Dafür geht er auch bis an die Grenze der Möglichkeiten, meist immer bis in die Spitze der Risikoleiter. Dieser Spielertyp geht oftmals strategisch vor. Er beobachtet das Auszahlverhalten der Gerä­te und versucht, sich daraus scheinbar erge­bende Chancen zu nutzen.

 

Da ist schließlich noch der vorsichtige Spieler. Er will kein großes Risiko eingehen, akzeptiert schon kleine Sonderspielgewinne. Er akzep­tiert es zu verlieren. Wenn er gewinnt, für ihn umso besser. Diesen Gewinn setzt er dann meistens nicht erneut aufs Spiel.

 

Wo letzterer Spielertyp überwiegt, haben wir es hauptsächlich mit Gelegenheitsspielern zu tun. Wie zum Beispiel im Gastronomiebe­reich. Damit der Aufsteller und Wirt in glei­chen Zyklen zu ihren Spieleinnahmen kom­men, sollte die Dynamik der Auszahlquote nicht zu hoch sein.

 

Prinzipiell ist für mittlere Plätze die Einstel­lung 0 (Auszahlung normal, etwa 60 Prozent) und für schwache die Einstellung H (Hohe Auszahlung, zirka 67 Prozent) vorgesehen. Hier bieten sich aber Variationen an. Wenn bei verändertem Spielverhalten aus einem mittleren ein schwacher Platz geworden ist. Oder auch umgekehrt. Oftmals sind es wenige Spieler, die das Gäste­verhalten dominieren. Das lässt sich beobach­ten. Dann ist es vorteilhaft, die verschiedenen Möglichkeiten des Auszahlverhaltens in ei­nem einzigen Gerät zur Verfügung zu haben. Wenn zum Beispiel am Spitzenplatz mit der Einstellung S (schwache Auszahlung, zirka 52 Prozent) eine Einnahme von 40 Mark pro Be­triebsstunde erzielt wurde, so würde bei der Einstellung 0 (mittel) diese Betriebsstunden­einnahme 36 Mark und bei H (schwach) 31 Mark im Durchschnitt betragen. Wichtigstes Kriterium für die Beurteilung ei­nes Platzes ist die Auslastung der Geräte. Sie ist allgemein zu niedrig. Hier ist der Ansatz­punkt, um zu besseren Ergebnissen zu kom­men. Die werden unterm Strich auch erreicht, wenn durch höhere Auszahlung die Ver­weildauer verlängert wird.

 

In einer durchschnittlichen Gaststätte mit zwölf Stunden Öffnungszeit an sechs Tagen in der Woche werden die Geräte an 288 Stunden zur Verfügung gehalten. Davon nehmen 5 000 Spiele im Monat nur 21 Stunden in Anspruch. Das ist ein Auslastungsgrad von gerade mal 7,3 Prozent. Nur etwa ein Prozent mehr kann zu völlig an­deren Ergebnissen führen. Dann werden mit der nächsthöheren Einstellungsstufe schon dieselben Kassen erzielt wie bisher.

 

Über eine höhere Quote würden mehr Ge­winne erzielt werden, somit auch mehr Spiel­vergnügen. Dies könnte auch andere Gäste zum Spielen animieren.

 

„Darum geben wir von der Gauselmann Gruppe uns nicht allein mit mehr Spielfreude durch spannendere Spielsysteme zufrieden", betont Mohrmann „Mit variabler Auszahlung liefern wir dem Aufsteller darüber hinaus die technische Voraussetzung dafür, das Spieler­potenzial an allen Plätzen bestmöglich zu nut­zen. Und zwar mit ein und demselben Gerät, das sowohl auf dem Spitzenplatz mit S, auf dem mittleren Platz 0 oder auf dem schwächeren Platz mit H ohne zusätzliche Kosten gewechselt werden kann. Also für das Platzmarketing drei Geräte in einem!"      

 

 

Mega

 

Ein weiteres Unternehmen verbreitet Optimismus. Wie ein Phönix aus der Reichert-Asche stieg Mega empor. Bewusst klein mit Konzentration auf die Entwicklung mit dem starken Produktions- und Vertriebspartner Gauselmann im Rücken mischt Mega den Markt auf. Bis heute. Monopoly 2010.

 

 

neu-16.jpgZehn Jahre Mega

Zehn Jahre Spiele mit Pfiff

 

Die Mega entwickelt nur Spiele, sie baut sie nicht selbst - und das jetzt schon 10 Jahre lang. Ein stolzes Da­tum in einer Branche und in einer Zeit, die für junge Unternehmennicht die beste ist. Doch die Mega hat sich beharrlich weiterentwickelt. In be­achtenswerten Schritten ist das Un­ternehmen von Quartal zu Quartal gewachsen - und das schon nach ei­ner sehr kurzen Startphase. Deshalb fliegen nun auch am 19. Juni in Lim­burg die Sektkorken, ein Geburtstag muß schließlich gefeiert werden.

 

neu-15.jpgGeil, obergeil mega-geil! So würden Jugendliche heute wahrscheinlich den Werdegang des Limburger Automa­tenhauses beschreiben. 10 Jahre ist es her, daß Joachim Trenz und Dr. Jörg Bewersdorff sich mit 11 Mitarbeitern, aus der Konkursmasse des ehemali­gen Herstellers Reichert heraus, auf eigene Füße gestellt haben. Daß die Füße nicht ganz die „eigenen" sind, wollte zwar anfänglich niemand so deutlich sagen, man wußte es aber. Paul Gausel­mann sicherte sich durch eine entspre­chende Produktions- und Vertriebsverein­barung die Kerntruppe des Unternehmens. Er machte es möglich, daß die Limburger Crew als eigenständiges Unternehmen weiterarbeiten konnte. Bei der Mega in Limburg wird seither entwickelt - nur ent­wickelt -, und bei Gau­selmann in Lübbecke laufen diese Entwicklungen dann vom Band. Neben der Produktion geht der Vertrieb zum Großhandel auch über den bestehenden und erprobten Wege des Gauselmann Konzerns.

 

Für JoachimTrenz war dieser Deal die Grundlage einer langen und fruchtba­ren Beziehung. Am schwachen Ver­triebsnetz und nicht an der Qualität der Geräte, so analysiert man hinter vorgehaltener Hand, sei sein ehemali­ger Arbeitgeber damals nämlich ge­scheitert. Aus Passiertem zieht man seine Schlüsse, sagte Joachim Trenz heute ganz selbstbewußt. Es berührt ihn nicht, einen „großen Verwandten" zu haben. So pflegte der inzwischen verstorbene Dietmar Schneider es im­mer auszudrücken, wenn er nach dem Verhältnis seines Unternehmens zur Gauselmann Gruppe gefragt wurde. Bei Mega schätzt man die derzeitige Konstellation: „Die Mega kann sich ganz aufs Entwickeln konzentrieren." Wobei Joachim Trenz, so ganz neben­bei, noch der beste Werbeträger für seine Gerätelinie ist. Doch Werbung Funktioniert langfristig nur, wenn das Pro­dukt stimmt. Daß das Mega-Produkt stimmt, dafür sorgen inzwischen 23 Mit­arbeiter, die man kaum zu Gesicht be­kommt. Sie entwickeln hinter ver­schlossenen Türen, kümmern sich um Design und Funktion, sorgen für ei­nen reibungslosen Ablauf. Bei der Mega in Limburg versteht man sich als Team. Ohne diesen Teamgeist wäre der beständige Aufwärtstrend sicher nicht möglich gewesen. Ohne das gro­ße Fachwissen und die selbständige Arbeitsweise dieses Teams wohl auch nicht.

 

So weiß auch Joachim Trenz, in der Geschäftsführung eher der Vertriebs­mann, wovon er redet, wenn es um das Geld-Gewinnspiel-Gerät geht. Er kennt nicht nur die Entwicklung, die Produktion oder die Handelsstufe. Er weiß, wo der Schuh drückt, kennt die Probleme, aber auch die guten Seiten dieser Branche. Mit Trenz muß man nicht um zehn Ecken reden. Fällt ein Stichwort, so fällt auch bei ihm der Groschen. Als das Zählwerk einge­führt wurde, da zog er durch die Lan­de und predigte die Vorteile dieser Einrichtung. Die neue Gerätegenera­tion hat damals recht schnell den Durchbruch geschafft, auch- und viel­leicht sogar wegen Trenz. Jedem ist er noch in Erinnerung, wie er sich mit Zahlen und Folien durch die Summe der Vorurteile, Unkenntnis und Halb­wissen wühlte. Es brachte ihm den Ti­tel „Zählwerkspapst" ein.

 

Kaum war das EuGH-Urteil gespro­chen, da startete man bei Mega einen neuen Feldzug zur Erhöhung der Aus­zahlquote. Trotz manchem Versuch, es bei niedrigen Quoten zu belassen, hat sich eine höhere Auszahlquote heu­te durchgesetzt. Trenz führt in der Grundargumentation an, daß der Spielgast das Geld-Gewinnspiel nur annimmt, wenn er für seinen Einsatz auch ausreichend Spielspaß be­kommt. Ideal hierbei ist eine gute Kas­se für den Aufsteller in Verbindung mit einer hohen Verweildauer für den Spielgast. Die Kasse isoliert betrach­tet, hält er für einen gefährlichen Indi­kator, um den Erfolg eines Gerätes zu messen. Ebenso kann die Spielezahl allein nicht erfreuen, wenn die Kasse nahezu leer ist. Und das ist zum Bei­spiel der Fall, wenn Aufstellunterneh­mer Hochauszahler neben Niedrigauszahler hängen und dann den Hochauszahler zum Verlierer stempeln wollen. Nicht wissend, daß der Spieler immer wieder den Niedrigaus­zahler mit dem Geld aus dem Hochauszahler nachfüttert. Er startet nämlich meist an beiden Geräten mit dem gleichen Ein­satz und bekommt logischer­weise aus dem Hochauszahler mehr Geld zurück - das er ins Gerät daneben steckt. Der Hochauszahler ist aber der wirkliche Grund, warum der Spielgast Spielspaß hat, warum er am Gerät und in der Spiel­stätte bleibt. Folge: aktiver Hochauszahler niedrige Kas­se, müder Niedrigauszahler hohe Kasse. Fehlschluß: Der Niedrigauszahler ist das besse­re Gerät. Wenn Trenz einer solchen „Erkenntnis" auf die Spur kommt, dann ist er in seinem Element, dann zückt er Zettel und Stift und über­zeugt seinen Partner in einen Exkurs um Spielezahlen und Kasseninhal­te. Fazit: Wenn nur noch Geräte mit höherer Auszahlung hängen, haben die Spielgäste wieder generell mehr Spielspaß, verweilen viel länger am Gerät, und letztlich ist der Kassenin­halt dann auch bei allen Geräten und besser frequentierten Hallen wieder gut. Nun feiert man in Limburg keinen Trenz-Geburtstag, sondern das zehn­jährige Bestehen des Unternehmens Mega. Wenn Trenz auch nicht Allein­inhaber und Meister aller Reußen ist, so ist er doch die prägende Figur die­ses Hauses. Somit zeigt ein Ausflug zu seiner Person auch recht viel vom Charakter des Unternehmens Mega.

 

neu-14.jpgWeniger das Unternehmen, aber um so mehr die Spiele von Mega sind ge­prägt von dem Erfindungsgeist von Dr. Jörg Bewersdorff. Er ist der Vor­denker des 11köpfigen Entwickler­teams und der stillere der beiden Me­ga-Chefs. Mathematiker und dabei sehr stark spielerorientiert, etwas in sich gekehrt und trotzdem nicht kom­munikationsarm. Er gehört zwar zu den Menschen, die meist erst etwas sa­gen, wenn sie gefragt werden - dann hat er aber auch etwas zu sagen. Be­wersdorff geht ganz auf in seiner Welt aus Zahlen, Wahrscheinlichkeiten und Spielefeatures, ohne dabei Spie­ler und Aufsteller aus dem Auge zu verlieren. Trenz sagt von ihm, daß er einer der ganz wenigen in der Branche sei - man könne sie an einer Hand ab­ zählen -, die in der Lage seien, ein wirklich gutes Gerät zu entwickeln. Angelehnt an die Opel­Werbung würde er wohl sagen: Der hat's ver­standen. Und was geht besser zusammen als ein guter Entwickler, ein gu­ter Promoter und ein Spitzen-Team. Das Mega­Team hat es geschafft, in zehn Jahren rund 70 000 Geräte an den Markt und damit an den Mann zu bringen. Und seit 1991, al­so drei Jahre nach dem Start, hat das Un­ternehmen von Quartal zu Quar­tal zugelegt.

 

Was man bei Mega als wirklichen Anreiz und Ansporn empfindet, das ist der ständige und sehr offene Gedanken-, Ideen- und Erfah­rungsaustausch mit den Kolle­gen in der Espelkamper Gau­selmann Ideenschmiede. „Wir empfinden das als einen offe­nen Wettbewerb der Kreativi­tät", sagt Trenz, und der redet das nicht einfach so daher. Der „SUNNY"-Boy aus dem We­sterwald hat es nämlich gerne, wenn Ideen aufeinanderpral­len. Und dieses Ringen um Ide­en bringt dann Spielsysteme wie das des Sunny hervor, das unbestritten in der Branche eines der wirklich Guten ist. Der Mega kann man gratulieren zu all ihren Mitarbei­tern in einem gut funktionierenden Unternehmen - wobei Unternehmen aus Menschen bestehen und nicht aus Mauern. Sicher ist, daß von der Mega aus Limburg noch viele Impulse aus­ gehen werden. Wir von der Redaktion wünschen weiterhin beste Gesund­heit, denn kranke Unternehmen gibt es derzeit in Deutschland nun wirklich zu viele.

 

 

 

Spielstätten

 

Zeitgeist zeigt sich oft in Einrichtung, Farbe und Design. Daher in dieser Automatepedia einige auch aus heutiger Sicht gelungene Varianten. Wegen des teils schwierigen Layouts der Artikel sind sie als PDF-Dokumente abgelegt, die durch Klick geöffnet werden.

 

Perfektes Konzept ist oberstes Gebot

 

Zitronenduft

 

Befrackte Männchen an der Reeperbahn

 

Bring Kette

 

Pyramide

 

 

Bellagio

 

 

neu-30.jpgGolden Jack gibt sein Debüt in Bayern