|
Automatenpedia
1998 |
Von Esteka für www.goldserie.de
Goldserie e.V. – 1. Deutscher Verein der Münzspielfreunde
Mit Material aus dem Automatenmarkt und anderen Quellen
Ausgabe Juli 2010
Au
|
Politik, Wirtschaft
und Sport |
Von www.Wikipedia.de
2. Januar: Ausbruch der Vogelgrippe in Hongkong
16. Januar: Der Bundestag genehmigt den Lauschangriff
8. Februar: Ein Volksentscheid in Bayern bewirkt die Streichung des Passus zur Todesstrafe aus der bayerischen Landesverfassung.
1. April: Spanien. Vor dem Champions-League-Spiel Madrid – Borussia Dortmund fällt eines der Tore um. Günther Jauch und Marcel Reif erhalten für ihre Berichterstattung den Bayerischen Fernsehpreis („Ein Tor ist bereits gefallen.“)
29. April: Das Kyoto-Protokoll über die Klimaänderungen wird unterzeichnet
7. Mai: London, Großbritannien. Bekanntmachung der Fusion von Chrysler Corporation und Daimler-Benz AG
3. Juni: ICE-Unglück von Eschede: Der ICE „Wilhelm Conrad Röntgen“ entgleist aufgrund eines defekten Radreifens bei Eschede und reißt dadurch eine Straßenbrücke ein. 101 Tote
9. Juni: Der 1. FC Kaiserslautern wird sensationell, als erster Aufsteiger der Geschichte, Deutscher Fußballmeister der Herren.
12. Juli: Frankreich wird zum ersten mal in Paris, durch ein 3:0 gegen den Vorherigen Sieger Brasilien, FIFA Fußballweltmeister.
15. September: Brüssel, Belgien. Die Europäische Kommission gibt die Potenzpille Viagra frei
27. September: Wahlen zum 14. Bundestag der Bundesrepublik Deutschland führen zum Ende der 16 Jahre andauernden „Ära Kohl“, Gerhard Schröder wird Bundeskanzler in einer Koalition von SPD und den Grünen. Die letztgenannten sind damit erstmals in ihrer Geschichte an der Bundesregierung beteiligt
1. Oktober: Smart beginnt mit dem Verkauf ihres ersten Autos, dem smart city-coupé
Sonstiges
Der erste Freefall-Tower kommt als Fahrgeschäft in Deutschland auf die Volksfeste und auch das erste Mal auf das Münchener Oktoberfest.
Die Anzahl der Mobilfunk-Telefon-Benutzer steigt in Deutschland sprunghaft an.
Internet-Cafés eröffnen allerorts in Deutschland und ermöglichen jedermann den Zugang zum immer grösser werdenden World Wide Web.
Nummer 1 Hits 1998
Run-D.M.C.
vs. Jason Nevins: It's Like That
Céline
Dion: My Heart Will Go On
Die
Ärzte: Männer sind Schweine
Ricky
Martin: La copa de la vida / The Cup Of Life
Pras
Michel feat. ODB & introducing Mya: Ghetto
Supastar (That Is What You Are)
|
Politisches
aus der Automatenwirtschaft |
Die Branche fühlte sich mal wieder in einer tiefen Krise. Gaststättensterben (in denen mehr als die Hälfte aller Geldspieler aufgestellt waren), die Vergnügungssteuer (bis zu 600 DM pro Monat für ein Spielhallengerät), die im Comupterzeitalter wenig attraktiven Geldspieler nach den Regeln von 1953 und die allgemein sinkende Kaufkraft führte zu einem Einbruch von 30% beim Absatz neuer Geräte. Nicht nur Geldspieler waren betroffen, sondern auch die zuletzt hochgehandelten Sportgeräte (Dart) stagnierten. Einzig bei Fungames gab es steigende Absatzzahlen zu berichten, wenn auch erste Diskussionen um unerlaubten Umgang mit Weiterspielmarken für Unruhe sorgten. Die Industrie vermittelte Durchhalteparolen und auf der erstmals im Herbst stattfindenden IMA natürlich wieder unschlagbare Innovationen, mit denen schon bald alles besser werden würde. Doch zunächst traf es die Schwächsten, die Arbeitnehmer. NSM entließ 350 Mitarbeiter. Einige Artikel zur aktuellen Lage:
|
Wo bleibt das
Grundrecht auf Gewerbefreiheit? An erster Stelle fällt mir da die Entscheidung in Sachen Vergnügungssteuer beim Bundesverfassungsgericht ein. Die Klage gegen überhöhte Vergnügungssteuersätze in vielen Gemeinden wurde nicht zur Entscheidung angenommen. So bleibt es leider dabei, daß in vielen Bereichen deutlich überhöhte Vergnügungssteuersätze viele mittelständische Automatenunternehmen an den Rand des Ruins bringen. Wo bleibt hier das Grundrecht auf Gewerbefreiheit? Dann natürlich die Diskussion und die Debatten um die 12/12-Lösung. Lange Zeit war in Bonn bei der Änderung der Spielverordnung Sand im Getriebe. Es wurde viel mit der Politik und in der Öffentlichkeit diskutiert. Ursprünglich wollte der Bundesrat ja in seiner Sitzung am 19. Dezember, kurz vor Weihnachten, über die Änderung der Spielverordnung entscheiden. Nun wird dies voraussichtlich Anfang Februar 1998 geschehen. Natürlich bin ich über diese Entwicklung sehr betroffen und enttäuscht. Wir haben es allerdings geschafft, die entscheidenden politischen Meinungsträger in Bonn zu überzeugen, daß unsere Branche die Verbesserung durch die Änderung der Spielverordnung dringend braucht. Inwieweit in den 16 Bundesländern die notwendige Mehrheit erreicht wird, bleibt nun bis Anfang 1998 offen. Kommt
12/12er-Lösung? Ich hoffe, daß die Politik die Sorge um die Arbeitsplätze höher bewertet als die ideologischen Vorbehalte selbst ernannter Moralapostel, die in Wahrheit hauptsächlich nur den eigenen Sozialarbeitsplatz sichern wollen. Und selbst wenn die 12/12er-Lösung nicht kommen sollte, was ich nicht glaube, so bleibt der Status quo gewahrt. Jeder, der seinen Betrieb aktiv führt, wird und kann feststellen, daß seine Spielgäste sehr wohl immer wieder zufrieden sind. Dennoch macht es keinen Sinn, die Hände untätig in den Schoß zu legen und nur unsere Problerne zu beklagen, denn es gibt viele gute Ansätze für eine gute Entwicklungsmöglichkeit. |
|
Es geht um unsere 60 000
Arbeitsplatze Vor der
Wirtschaftspresse forderte der VDAI Vorsitzende von der Politik die längst
überfällige Anpassung der Rahmenbedingungen. Die deutsche Automatenwirtschaft hat sich fit gemacht für die Zukunft. Kreativität, Originalität und Hightech in Verbindung mit gekonntem unternehmerischen Handeln sind unsere Antwort auf den zurzeit schwierigen Markt." Die Teilnehmer der Wirtschaftspressekonferenz des VDAI hätten wohl anderes nicht erwartet. Sie sind aus den Vorjahren das Bemühen des Vorsitzenden um eine positive Sicht der Realitäten gewohnt. Doch diesmal machte Paul Gauselmann eine Einschränkung: „Allerdings erwarten wir, dass die Politik jetzt endlich den notwendigen Gestaltungsspielraum öffnet."
Paul
Gauselmann vor der Wirtschaftspresse: Realistischer Optimismus mit
Einschränkung Deutliche Worte in Richtung Bundesrat. Der hat am 6. Februar das letzte Wort zur Realisierung der lange erwarteten Zwölf/Zwölfer Lösung. Diese minimale Lockerung der Rahmenbedingungen hat unsere Branche dringend nötig. Erstmalig veröffentlichte Zahlen zeigen auf, wohin überzogene Restriktionen geführt haben. 26,1 Prozent Absatzrückgang bei Geld Gewinn-Spiel-Geräten. Sie sind mit einem Anteil von 55 Prozent an der Gesamtproduktion der wichtigste Umsatzträger. 15,4 Prozent Minus bei Videospielen, 14,4 Prozent Minus beim Flipper. Sogar Darts waren mit 24,2 Prozent Rückgang mit in den Strudel geraten. Gauselmann wörtlich: „Die deutsche Unterhaltungsautomatenindustrie kämpft um die Arbeitsplätze in allen Branchenbereichen, der Industrie, dem Großhandel und den Aufstellunternehmen. Das zurückliegende Jahr war von einer deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung und der Rahmendaten geprägt. Trotz aller unternehmerischer Konsolidierungsmaßnahmen sind die negativen Vorzeichen nicht zu übersehen. Viele der insgesamt 60 000 Arbeitsplätze in der Unterhaltungsautomatenwirtschaft sind bedroht " |
|
Mangels Marktbelebung Mitarbeiter
verlieren ihre Arbeitsplätze Überzogene Restriktionen haben zu keinen positiven Zahlen in unserer Branche geführt. Die NSM AG zieht daraus Konsequenzen. Der Absatz in der Automatenindustrie ist im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent zurückgegangen. Die NSM AG zieht aus dieser Entwicklung Konsequenzen. Weil das Unternehmen mittelfristig nicht mit einer nennenswerten Marktbelebung rechnet, werden die Fertigungskapazitäten der Beschäftigungssituation angepasst, wird in einer Mitteilung erläutert. Parallel zur Verbesserung der operativen Geschäfte seien Maßnahmen zur Kostensenkung und Reduzierung der Kapitalbindung entwickelt worden. Außerdem würden Strukturen und Prozesse vereinfacht oder abgebaut, wie die Polyurethanschäumerei. Diese Technologie wird zur Vermeidung von Umweltbelastungen nicht mehr eingesetzt. Diese Maßnahmen haben aber auch Auswirkung auf die Beschäftigung. In den Fertigungsbereichen wird sich das Unternehmen von 37 Personen trennen. Aus den übrigen Unternehmensbereichen in Bingen verlieren weitere 38 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. In Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall wurde mit dem Vorstand vereinbart, zwei weitere Vorfertigungsbereiche nicht auszulagern. Diese Arbeitsplätze sollen durch andere Maßnahmen, wie zum Beispiel Weiterqualifizierung, erhalten werden. Vom Absatzrückgang ist das Geldspiel besonders betroffen. Vorschriften, Auflagen und Sondersteuern „Staatliche Glücksspielangebote erfahren laufend eine Steigerung ihrer Attraktivität durch Gewinnchancen in Millionenhöhe. Das in der Gewerbeordnung geregelte Geldspiel dagegen wird zunehmend durch Vorschriften, Auflagen und insbesondere Sondersteuer zurückgedrängt. Da das Geldspiel das umsatzstärkste Produkt unserer AG ist, hat diese Entwicklung besondere Auswirkung auf den Unternehmenserfolg", heißt es dazu aus Bingen. Der Umsatz des abgelaufenen Geschäftsjahres ist auf 350 Millionen Mark (Vorjahr 388 Millionen Mark) gesunken. Das operative Ergebnis liegt trotz positiver Entwicklungen in anderen Geschäftsfeldern (Touchscreengeräte, CD ROM-Wechsler und Archivierungssysteme) mit minus vier Millionen Mark (Vorjahr 5,1 Millionen Mark) deutlich hinter der Planung. Die sich im ersten Halbjahr 1997 abzeichnende Markterholung wich im weiteren Jahresverlauf einem erneuten deutlichen Rückgang. Gegenüber dem vierten Quartal 1996 wurde im diesem Quartal 1997 nur noch die Hälfte an Automaten im Markt abgesetzt. Als Hauptursache für diese Entwicklung nennt NSM neben den Beschränkungen des Geldspiels den anhaltend schwachen privaten Verbrauch in Deutschland. |
Die Vergnügungssteuer schaffte weiterhin kein Vergnügen
|
Kölner Schlag: 600 Mark
VGSt Nach einem neuen Landesgesetz dürfen in NRW bis zu 25 Prozent der Städte und Gemeinden an einem Versuch teilnehmen, die kommunale Selbstverwaltung zu stärken. Ein Mittel dieser Stärkung soll die Befreiung von der Obergrenze der Vergnügungssteuer sein. Köln hat schnell reagiert und will richtig abkassieren. 600 Mark pro Monat und Geld-Gewinnspiel-Gerät in den Spielstätten sollen kassiert werden. Zur Zeit laufen die Telefone heiß und Sitzungen jagen Sitzungen. Der DAV und einzelne Unternehmer legen sich mächtig ins Zeug, um diese drastische Erhöhung abzuwenden. Arbeitsplatzreduzierungen sind ansonsten angesagt. Außerdem werden die Betriebe in der Stadt nicht mehr ausreichend Mittel zur Verfügung haben, um ihre Spielstätten ständig dem Zeitgeist anzupassen und zu pflegen. Zur Zeit herrscht wenig Einsicht bei der Stadt. Wenn in einigen Jahren manche Spielstätten dann schlechter und schlechter aussehen, wird man wieder davon sprechen, daß Spielstätten das städtische Umfeld negativ beeinflussen. Schuld sind dann wieder die Spielstätten. So einfach ist das. |
|
Vergnügungssteuer: Aus für
350 NSM-Mitarbeiter Der Binger Konzern NSM baut seinen Mitarbeiterstand in den nächsten zwei Jahren von derzeit 1 450 auf etwa 1100 ab. Der Vorstand bedauert die bevorstehenden Entlassungen sehr. Angesichts der konjunkturellen Lage und der zusätzlichen Belastung der Automatenbranche durch dramatisch steigende Vergnügungssteuersätze sah sich NSM zum Handeln gezwungen. Die Unternehmensleitung rechnet mit einem um 20 Millionen auf 330 Millionen Mark geschrumpften Umsatz im laufenden Geschäftsjahr. Die Binger leiden unter einem Absatzminus von 17 Prozent im Automatenbereich. „Das Segment Geldspielgeräte verzeichnet gar einen Rückgang von 21 Prozent", heißt es in Bingen. NSM habe zwar in diesem Bereich seinen Marktanteil gesteigert. Dennoch würden die Stückzahlen unter dem Vorjahresniveau liegen. Erschwerend wirke sich auf das Geschäft der Verdrängungswettbewerb aus. Wie NSM mitteilt, drücke der Kampf um Marktanteile auf den Gerätepreis. Lediglich im Bereich Touchscreen würden deutliche Zuwachsraten erzielt. Bei Sportgeräten und Touchscreens ist NSM nach eigenen Angaben weiter Marktführer. Trotz Personalabbaus werde man bestehende Beraufsausbildungsverträge erfüllen. 13 Auszubildende haben erst vor kurzem die Lehrzeit begonnen. Auf die Geschäftsentwicklung reagiert NSM mit der Konzentration der Endmontage an einem Standort im Binger Stadtteil Büdesheim sowie der Produktionsverlagerung von Musikboxen ins Ausland. Nach Nordamerika und nach England. |
Löwen-Chef Schulze
widerspricht den Kristengerüchten energisch. Kein Wunder, schrecken doch
schlechte Nachrichten weitere Käufer ab. Sie fragen sich: Sind die Produkte
nicht konkurrenzfähig? Gibt es die NSM während der Garantielaufzeit überhaupt
noch? Also, sagt Schulze: Entlassungen ja, aber Krise nein. Geht diese
Kombination überhaupt?
|
NSM: Neue
Produktionsstrategie, aber keine Krise Ullrich D.
Schulze: Entlassungen sind bedauerlich, aber unumgänglich Die Meldungen über neue Entlassungen bei NSM haben die Gerüchteküche der Branche hochkochen lassen. Das Unternehmen sieht sich gezwungen, bis zum Jahr 2000 weitere 275 Arbeitsplätze abzubauen. Im Gespräch mit dem »münzautomat« bezeichnete NSM-Vorstandsvorsitzender Ullrich D. Schulze diese Maßnahmen als „eine bedauerliche, aber nötige Änderung der Produktionsstrategie". Von einer „Krise des Unternehmens" könne allerdings keine Rede sein.
Abbau von
Arbeitsplätzen Die Konsequenz dieser neuen Strategie ist der Abbau von 200Arbeitsplätzen in der Binger Fertigung. Dadurch ergeben sich weitere Umstrukturierungen, die zusätzlich 75 Arbeitsplätze kosten. Der gesamte Prozeß des Personalabbaus wird sich bis zum 2. Quartal des Jahres 2000 hinziehen. Dann soll NSM, ohne Berücksichtigung der Entwicklung neuer Geschäfte, einen Personalstand von 1100 Mitarbeitern haben. Schulze sieht in diesen Maßnahmen eine „entscheidende Weichenstellung für die Zukunft des Unternehmens und seiner verbleibenden Mannschaft". Überflüssig zu sagen, daß Ullrich D. Schulze persönlich die Konsequenzen dieser Neuausrichtung nicht gefallen. „NSM hat im Verhältnis zu seinen Mitarbeitern eine gute Tradition und darüber hinaus eine besondere Beziehung zum Standort Bingen. Deswegen haben wir mit den Maßnahmen, in der Hoffnung auf eine Verbesserung des Marktes, auch länger gewartet, als wir das eigentlich hätten tun sollen", bedauert er den nun doch „unumgänglichen Schritt". Schwacher Markt Die wirtschaftlichen Gründe für die NSM-Entlassungen sind die schlechte, wirtschaftliche Situation am Markt. Geldspiel und auch das Darts Geschäft sind dramatisch eingebrochen. Branchenweit spricht NSM von einem Minus von 21 Prozent beim Geldgewinnspiel und sogar 32 Prozent bei Sportgeräten. Auf dem Sektor Musikbox bewegt sich in Deutschland ohnehin nichts mehr. Deswegen wird hier die Produktion auf die Kernmärkte USA (Standboxen) und Großbritannien (Wandboxen) ausgelagert. Alles in allem sieht es also nicht gerade sensationell aus, was der Hauptgrund für die Entlassungswelle bei NSM ist. „Wir müssen künftig flexibler auf solche Marktgegebenheiten reagieren können", sagt Ullrich D. Schulze. Neues
Geldspiel-Denken Um den Markt muß sich allerdings nach Meinung von Schulze in einer völlig neuen Art und Weise gekümmert werden. Er hat vor allem das Geldspiel im Visier. Natürlich schwächt der Staat durch seine massive Vergnügungssteuer-Politik das Investitionsklima hier gewaltig. Schulze sieht aber vor allem ein „konzeptionelles Problem, das dringend gelöst werden muß. Wir erreichen nämlich die nachwachsende Generation nicht mehr". Und dieses Problem müsse unbedingt gelöst werden. Offensichtlich hat man bei NSM beschlossen, nicht mehr länger über die gesetzlichen Beschränkungen zu jammern, die ein attraktiveres Spiel verhindern. „Der Trend geht ganz klar zu unterhaltendem Spiel", so Schulze. „Also werden wir beweisen, daß ein Geldspiel, das diesem Trend folgt, zu realisieren ist", kündigt er an. Schon zur IMA soll ein Blick in die Zukunft gegeben werden. |
Dazu ein Lei(d)tartikel:
|
Kurzsichtfenster Es wird weiter geschrumpft. Bei NSM entfallen bis
Mitte nächsten Jahres rund 350 Arbeitsplätze. Zur Verbesserung der Ertragssituation
müsse es so sein. Das ist wohl die erschütterndste Meldung in diesem Heft.
Außerhalb unserer Branche wird das kaum zur Kenntnis genommen werden. Was
sind schon 350 Familienschicksale bei vier Millionen Arbeitslosen! Selbst im
Promillebereich nur ein kleiner Wert hinterm Komma. Wir haben uns daran
gewöhnt, dass Arbeitsplätze zur Verbesserung von Ertragssituationen
wegradiert werden müssen. Wegen der Globalisierung. Mag ja sein, dass in den
Unternehmen weltumspannend gedacht und gehandelt wird und werden muss.
Politiker dagegen scheinen ihren Horizont eher auf der Nasenspitze zu
balancieren. Dabei sind sie sehr wohl mitverantwortlich für die Misere. Das wird auch zugegeben. Zumindest im Bundestagswahlkampf, der jetzt hinter uns liegt, war das so. Von allen Seiten wurde da getönt, dass eine Reduzierung der Arbeitslosigkeit allerhöchste Priorität haben werde. Die einen sind uns allerdings die Erklärung schuldig geblieben, warum sie nicht schon 16 Jahre nach dieser Erkenntnis gehandelt haben. Die anderen haben uns wohlweislich verschwiegen, wie sie es denn konkret besser machen wollen. So müssen wir wohl allem was jetzt auf uns zukommt erst mal mit äußerster Skepsis entgegensehen. Vor dem Fenster zur Welt stehen die meisten unserer Politiker als Kurzsichtige. Es ist ein Kurzsichtfenster. Aus dieser Perspektive bleiben große Lösungen im Nebel verborgen. Darum wird bei den Entscheidungsträgern von der Hand in den Mund gedacht. Löcher in den öffentlichen Kassen werden nach dieser Denke am bequemsten mit hohen Steuern gestopft. Die Logik, dass damit immer mehr Kaufkraft abgeschöpft wird und dadurch immer größere Löcher in den Staatssäckel gerissen werden, liegt wohl jenseits des Horizonts. Erst recht in den Städten und Gemeinden wird so gehandelt. Das hat unter anderem die Vergnügungssteuer weit über das Verkraftbare hinaus katapultiert. An politische Motive glaubt dabei nicht mal mehr Herr Trümper, wie er unsere Leser in diesem Heft wissen lässt. Kurzsichtige gehen immer zu weit! Sie erkennen nicht, dass unsere Branche damit ins Verderben gestoßen wird. Das ist der wirkliche Grund dafür, dass jetzt eines der großen Unternehmen unserer kleinen Branche mal eben 350 Mitarbeiter freisetzen muss. Auch bei anderen wird um Arbeitsplätze gezittert. Bisher sind unsere verzweifelten Hilferufe nicht gehört worden. Weil unsere Politiker nicht nur kurzsichtig sondern auch schwerhörig sind? Oder müssen ihnen nur mal gründlich die Ohren gewaschen werden? Was auch immer, wir können die Entwicklung nicht schweigend über uns hinweggehen lassen. Darum: Stoppt endlich
den Vergnügungssteuerwahnsinn! Stoppt endlich den Vergnügungssteuerwahnsinn!! Stoppt endlich den
Vergnügungssteuerwahnsinn!!! |
Der Gesetzgeber wird gefordert.
|
Regulierungen sollten
jetzt überprüft werden. Die Entwicklung
und Aussichten der Unterhaltungsautomaten aus der Sicht des ifo Instituts
für Wirtschaftsforschung, München. Mit der Zwölf/Zwölfer-Lösung, wenn ihr der Bundesrat am 6. Februar zustimmen sollte, wäre das Unterhaltungsautomatengewerbe längst nicht aus dem Schneider. Aber sie wäre ein wichtiger Schritt aus der Krise, in die unsere Branche durch übermäßige Knebelungen hineingeraten ist. So sieht es Dr. Hans-Günther Vieweg vom Münchener ifo Institut für Wirtschaftsforschung. Wörtlich: „Es ist nicht damit zu rechnen, dass das in Deutschland bestehende Marktpotenzial für das Angebot von Unterhaltungsautomaten mit Geldgewinn, das allein aufgrund der Änderung der Spielverordnung im Jahre 1985 um etwa 15 Prozent verringert worden war, auch nur annähernd ausgeschöpft werden kann. Eine leichte Verbesserung der Rahmenbedingungen würde jedoch einen Beitrag zur Chancengleichheit mit anderen Angeboten des Geldgewinnspiels liefern."
Das legale Spiel, insbesondere das um Geld, sei aus gutem Grunde reguliert. Der Spielkunde müsste die Sicherheit haben, nicht „abgezockt" zu werden. Die Automatenwirtschaft habe die Notwendigkeit erkannt und ihr über das gesetzliche Maß hinaus sichtbar Rechnung getragen. Eine weiterhin restriktive Politik gegenüber dem legalen Angebot, das der Nachfrageentwicklung nicht folgen kann, würde aber kontraproduktiv wirken und dem nicht kontrollierbaren illegalen Spiel nützen. „Dem entsprechend sollte auf allen Ebenen die gegenwärtige Regulierung der Automatenwirtschaft überprüft werden", lautet nach Vieweg die Konsequenz. „Insbesondere in einem marktwirtschaftlichen System, das sich die Privatisierung von Leistungen und die Deregulierung auf die Fahne geschrieben hat, sollte eine angemessene Chancengleichheit zwischen dem Angebot der öffentlichen Spielkasinos und den Betreibern privater Spielstätten anstreben.“ |
Bergmann ließ es sich auch einem schwierigen Jahr nicht nehmen, eine neue Vertriebsniederlassung zu eröffnen und einen optimistischen Ausblick zu wagen. Respekt.
|
Krönung für den Crown Gegen den Trend
auf Expansionskurs Bergmann Automaten hatte Grund zum Feiern. In Frankfurt wurde die von Schneider aufgegebene Niederlassung übernommen. Sehen Sie doch selbst!" Kurz und knapp beantwortet Tjark Bergmann die Frage danach, was er sich von dieser Expansion verspreche.
Tjark Bergmann: Nach jahrelangem Tief wieder ganz oben. Über 200 Gäste scheinen ihm Recht zu geben. Sie waren zur Feier des Ereignisses ins Frankfurter Queens Hotel gekommen. Für den nicht zum BA gehörenden Hessischen Automatenverband sogar Grund genug, eine Vorstandssitzung hierher zu verlegen. Auch der „offizielle" Hessische Münzautomaten-Verband war mit einer größeren Delegation vertreten. Ebenso wie die Nachbarverbände von Baden Württemberg und Rheinland-Pfalz. Waldemar Gärtner sprach ein Grußwort. Die Aufsteller würden es begrüßen, dass Bergmann in dieser Region wieder stärker Fuß fasst. Gelassen quittierte Tjark Bergmann, von Gärtner als „Herr Gauselmann" angeredet worden zu sein: „So weit sind wir noch nicht." Zu einer solchen Größe anwachsen zu wollen, läge ihm fern. Auch wenn sein Unternehmen jetzt entgegen dem Trend wieder voll auf Expansionskurs gehe. Nach dem sensationellen Durchbruch des Crown Anfang der Achtzigerjahre habe man viele Rückschläge einstecken müssen. Nach mehr als zehn harten Jahren im Geldspielerbereich habe man jetzt aber zur alten Größe zurückgefunden. „Wir sind eine kleine Firma. Allerdings eine, die sich große Mühe gibt", übte sich Bergmann in hanseatischer Zurückhaltung. „So haben wir aber auch nur kleine Sorgen. Im Gegensatz zu den Großen, die im Augenblick große Sorgen haben." In Hamburger Spielhallen, so Bergmann, sei bereits jedes zweite Gerät ein Crown. Das deutliche Nord-Süd-Gefälle bei dieser Präsenz erklärt er mit der nach Süden abnehmenden Spielhallendichte. Für die Gastroaufstellung habe man wohl bisher nicht ebenso herausragende Geräte angeboten. Das werde sich ändern. Zur Untermauerung dieser Aussage wurden in Frankfurt Prototypen von Geräten gezeigt, die speziell fürs Spiel in Gaststätten zugeschnitten sind. Die Entwicklungen auf dem Sektor Geldwechselsysteme sollen fortgesetzt werden. Präsentiert wurde in Frankfurt ein bereits auf den Euro ausgerichtetes Modell. Bergmann warnte vor übertriebener Euro-Hysterie. Ihn persönlich mache die Währungsumstellung nicht froh. Aber der Übergang werde in unserer Branche problemloser sein, als wir es uns jetzt vorstellen. Bei Geldspielgeräten aus seiner Produktion werde es den Aufsteller nichts kosten. Bergmann räumte ein, sich mit dieser Ankündigung „weit aus dem Fenster gehängt" zu haben. Trotzdem wiederhole er sie. Zahlreiche Stammkunden waren unter den Gästen. Nur 70 Kilometer von Frankfurt entfernt ist Bergmann mit einer Niederlassung schon in Bingen präsent. Die Gefahr einer Ausdünnung durch die neue Niederlassung in Frankfurt wird nicht gesehen. Bergmann wörtlich: „Frankfurt ist ein Knotenpunkt. Von hier aus werden wir unsere Präsenz in Richtung Süden und in Richtung Osten verstärken." Erst vor relativ wenigen Jahren hatte Bergmann Automaten Niederlassungen in München und in Leipzig geschlossen. Aus heutiger Sicht sei das ein Fehler gewesen. Die Entscheidungen seien unter damaligen Umständen getroffen worden. Jetzige Umstände hätten zu neuerlicher Expansion ermuntert. Während andere eher zu schrumpfen bemüht seien. Das erfülle ihn mit Genugtuung: „Bergmann ist ja dafür bekannt, gern gegen den Strom zu schwimmen." Der Start in Frankfurt bedeute eine Krönung für den Crown: „Wenn sich die Gelegenheit bietet, einen eingeführten Laden mitsamt einer hervorragenden Mannschaft zu übernehmen, dann muss man ganz einfach zugreifen." Das Frankfurter Bergmann-Team wird von Albert Joost geleitet. Ein alter Hase in der Branche, seit über 30 Jahren im Geschäft. Mitstreiter sind Michael Timm und Gabi Jänischen-Dining. Als Glücksfee und Tombola-Moderator hatten beide ihren großen Auftritt während der Feier. Professionelles Entertainment zeigten Benny und Hanni Maro auf der Bühne. „Zauber der Musik" war ihre Mischung aus Magie, Musik, Kleinkunst und Artistik überschrieben. Völlig anders als gewohnt - und somit bestens zu Bergmann passend.
|
Uwe Christiansen stieg zum operativen Vorstandsvorsitzenden der Bally Wulff auf. Wenn man bedenkt, dass er heute, keine zehn Jahre später, nach einem Abstecher als Chef von Löwen Eigentümer und Geschäftsführer von Bergmann ist, ist ihm der Titel „schillernde Persönlichkeit des dt. Automatengewerbes“ nicht mehr zu nehmen.
|
Hans Kloß goes to Global Business. Die amerikanische Muttergesellschaft Alliance ernannte den Manager aus Berlin zum Generalbevollmächtig ten aller deutschen Bally Wulff-Firmen und deren Tochtergesellschaften. Mit diesem Schritt zieht sich Kloß weitgehend aus dem deutschen Tagesgeschäft zurück. Wird aber weiterhin stellvertretender Vorsitzender des VDAI bleiben. In seiner neuen Position widmet er sich verstärkt globalen Aufgaben wie der Produktneuentwicklung in den USA und der strategischen Führung seiner unabhängigen Bally-Firmen in Australien und Südafrika. Auf Vorschlag von Kloß wurde Uwe Christiansen zum Alleingeschäftsführer der Bally Wulff-Gesellschaften in Deutschland ernannt. Seine Qualifikation als Uternehmensführer stellte Christiansen bereits in den Jahren 1993 bis 1997 unter Beweis. In diesen Jahren über nahm Christiansen in Berlin das Ruder, während Kloß die amerikanische Muttergesellschaft sanierte. Iui Zusammenhang mit den Veränderungen wurde Uwe Christiansen ebenfalls in das „Internationale Executive Commitee" berufen.
|
Neue Automaten des
Jahres 1998
|
Folgende
neuen Geräte des Jahres 1998 sind der Goldserie.de Galerie entnommen.
Es können durchaus Geräte fehlen. Natürlich freuen wir uns, wenn Du dort ein
„schöneres“ oder fehlendes Foto einliefern kannst.
|
Gerätename |
Hersteller |
Foto |
Werbetexte |
|
Arena |
NSM-Löwen |
|
Arena ist ein Geld Gewinn-Spiel-Gerät von NSM. Die Arena, sonst ein Sport- oder Kampfplatz, ist hier zum „Spiel-Platz" geworden. Die Umsetzung des Namens wird auch im Design fortgesetzt: Ein gelbes Feld, in dem die Walzen laufen, umrahmt von einer Ausspielung. bildet das Zentrum des Spiels. Eine Vielzahl von Spielelementen bewegt sich innerhalb dieser „Arena" oder läuft auf sie zu. Das Gerät enthält zwei Spielsysteme mit unterschiedlichen Auszahlquoten für Spiel- und Gaststätten. Der Aufsteller kann individuell entscheiden, welches von, beiden Systemen er einstellt. Herausragende Spielelemente seien drei Risikoleitern, Jackpots und Umstiegsausspielungen sowie ein variantenreiches und gewinnbringendes Risikospiel, so ein Unternehmenssprecher von NSM. |
|
Big Run II |
Panther |
|
Das Geld-Gewinn-Spiel-Gerät „Big Run II' kommt von der NSM Tochter Panther. Dabei handele es sich um eine attraktive Mischung aus bewährtem Spielsystem und modernen Features, heißt es aus dem Unternehmen. Die Spielscheibe hat Oversize-Format und die Walzensymbole sind auffällig groß gestaltet. Weitere Kennzeichen des Gerätes sind: fetzige Gitarrenmusik und - zum ersten Mal bei einem Panther-Gerätspiel unterstützende Sprache. Das Spielsystem lockt mit einer Glücksradwalze, die mit einem Dreh vier Sonderspiele als Trostpreis oder 100 Big-Spiele gewinnen lässt. Die mittlere Ausspielung liegt im Bereich von fünf bis 50 Sonderspielen. „Risikorückversicherung und Sonderspiele sorgen für eine hohe Akzeptanz. Ein paar Handgriffe genügen, um das Gerät auf Euro-Münzen umzustellen", so NSM. Big Run II ist für Spiel- und Gaststätten geeignet. |
|
Borussia Mönchengladbach |
NSM-Löwen |
|
Die Bundesliga hat begonnen. Der Fussball regiert wieder das Leben vieler Fans. Zu diesem Thema bringt NSM ein neues Zielgruppengerät auf den Markt: das Geldspielgerät Borussia Mönchengladbach. Das Gerät ist ganz in den Farben des Bundesligavereins gestaltet. Zentrum der Frontscheibe bildet das Vereinslogo. Doch nicht nur an die Optik wurde gedacht. Der Live-Stadion-Sound des Borussia Mönchengladbach sorge bei den Fußballfans für Heimspielatmosphäre, sagt NSM. Mit dem neuen Zielgruppengerät sollen neue Aufstellplätze in der Gastronomie erschlossen werden. Insbesondere in Vereinslokalen und Klubhäusern werde, laut NSM, damit die Gästebindung gestärkt und der Umsatz erhöht. Borussia Mönchengladbach ist mit Euro-ST 25-Technik ausgestattet. Damit sei das Gerät für die Währungsumstellung vorbereitet. |
|
Bravo |
Mega |
|
Ausschließlich für die durchschnittliche Gastronomie ist er getestet und entwickelt worden: der Bravo von Mega. Das Geld-Gewinn-Spiel Gerät verfügt über ein einfacheres, überschaubareres Spielsystem. Damit soll Gästen, die noch nie an einem Geldspielgerät gespielt haben, entgegengekommen werden. Für diejenigen, die es einfach nur mal probieren wollen, ist ein Kennenlernmodus integriert. Kürzer als gewöhnlich sind die Risikoleitern des Bravo. Damit bilden sie die Grundlage für eine geringere Streuungsbreite und ein gemäßigtes Auszahlverhalten. Das führt zu mehr Erfolgserlebnissen für den Spieler durch viele Kleingewinne. Das soll zu einer besseren Akzeptanz und längerer Verweildauer führen. |
|
Casino Royal |
NSM-Löwen |
|
Königliches Amüsement Von der berühmten Bond-Parodie Ende der Sechziger hat das neue Geldgewinnspielgerät aus dem Hause NSM seinen Namen: Casino Royal. Es soll aber keinesfalls Casinos parodieren, sondern ganz im Gegenteil, das gewisse Casino-Flair jedem Spieler vermitteln. Dafür besitzt das Walzengerät eine traditionelle Optik im GlamourStil. Laut dem Binger Unternehmen richtet es sich vor allem an erfahrene Spieler. Casino Royal fördert mit seinem Spielsystem Spieltreue und belohnt diese auch. Wer die Nerven behält, kann schließlich bei minimalem Risiko maximale Gewinne einfahren. Dahinter steckt die Intention, die Verweildauer des Spielgastes zu verlängern und damit in Spiel- und Gaststätten für eine hohe Auslastung zu sorgen. Auch Casino Royal läßt sich mit wenigen Handgriffen, wie alle neuen Geldspielautomaten von Löwen S.P I.E.L., auf den Euro umstellen. |
|
Castell |
Stella |
|
Auf ins Mittelalter. Wo sich die Ritter für ihre Damen schlagen. Wo der Minnesang in hoher Blüte steht. Mit auf die Zeitreise will der neue Castell von Gauselmann den Spieler nehmen. An diesem Geldspielgerät seien ritterliche Tugenden gefragt: Entscheidungsfreude und Mut zum Risiko. Wer beides habe, so die Produktbeschreibung des Espelkamper Unternehmens, lande in kürzester Zeit einen Volltreffer. Denn Geheimnis des Erfolgs seien schnelle und hohe Gewinne. Angefangen bei den 100 Sonderspielen im Direkteinlauf bis zum riskanten Doppelsprung über die Hängebrücke. Was nicht alles sei. Tempo, Spannung und Risiko garantierten zum Beispiel die bis zu 50 Money-Spiele für den Ritterschlag. Der Lohn für das erfolgreich beendete Ringausspielungsturnier. Nächster Clou des Castell: Mit den Risikotasten kann vorab eingestellt werden, bis zu welchem Feld in der Leiter automatisch der Einsatz riskiert werden soll. Der Castell ist außerdem mit der Profitech 3000 EU-Technik ausgerüstet. |
|
Castello II |
Stella |
|
Scheibenvariante des Castell |
|
City Tower |
Panther |
|
„Wir bringen ein Jackpot Gerät auf den Markt, dessen Attraktivität keinen Schwankungen unterliegt", sagt ein Sprecher von Panther. „Am City Tower kann der Spielgast auch bei nicht voll erleuchteten Jackpots in jedem Spiel den Höchstgewinn erreichen. „Die Crux der bisherigen Jackpot-Geräte: Sie lassen nach der Auslösung oder bei nur halb gefülltem Jackpot in der Spielezahl stark nach. Der City Tower aber hat eine Stufenerhöhungsausspielung in den Erlebnis-Jackpots. Sie gleicht dieses Defizit wieder aus. Mehrere Elemente sorgen für zusätzliche Spannung und Abwechslung im Spiel. Das sind drei Jackpots, zwei Punktetürme, zwei Risikoleitern, Risikorückversicherung, Umstiegsausspielungen und das Feature „Immer drücken - nur gewinnen". Mit der neuen Euro-ST 25-Technik ist der City Tower für die Währungsumstellung gerüstet, so der Sprecher. |
|
Disco |
ADP |
|
Mit Schwarzlicht- statt Neonröhren. |
|
Glücksstern |
ADP |
|
Gastrogerät |
|
Golden Noble House |
Nova |
|
Ein weiteres „goldenes“ Gerät von Walberer. |
|
Granada |
ADP |
|
Granada, eine spanische Stadt, in deren
Geschichte sich Araber, Mauren und Spanier abgewechselt haben. Aber auch ein Modell einer großen
Automarke. Jetzt reiht sich hier noch das
Geld-Gewinn Spiel-Gerät Granada
von Merkur ein. „Feurig, temperamentvoll und faszinierend", mit diesen Attributen beschreibt ein Sprecher der Gauselmann Gruppe das Gerät. Durch seine aufregende Optik und die schillernde
Vielfalt attraktiver Spielelemente werde es die Spielfreunde fest in seinen Bann ziehen, heißt es weiter. Granada ist ein Gerät mit fester
Quote. Ein Blick in die Liste der Spielfeatures zeigt unter anderem:
Einsatzfreie Money-Spiele für
Spitzengewinne, Money-Risiko, vier
Sonnen-Jackpots, drei Punkte-Jackpots, sieben Ausspielungen für mehr kleine und mittlere Gewinne und die Risiko-Fallbremse. |
|
Happy |
ADP |
|
|
|
Happy Risc XL |
Bally-Wulff |
|
Mit optimierten Features Neu von Bally Wulff ist das Geldgewinnspielgerät Happy Risc. Laut den Berlinern steht im Zentrum des ausgewogenen Spielsystems das „Happy Risc Feature". Es ist eine Optimierung des beliebten Super-Jump-Risikoschrittes auf der Mittelleiter. In 15 Testmonaten soll die eigenständige Spielmathematik Schritt für Schritt optimiert worden sein. Nach Auskunft von Bally Wulff hat dieser Reifeprozeß den Happy Risc sowohl bei den Spielgästen als auch bei den TestvAufstellunternehmern zu einem der beliebtesten Geräte neben Royal Super werden lassen. Während der Happy Risc-Spielphase wird jeder einlaufende Gewinn auf der mittleren Risikoleiter direkt in Richtung 4 Sonderspiele riskiert. Von dort genügt dann ein weiterer Step und die große Ausspielung ist erreicht. Bei ihr können bis zu 50 Multispiele erzielt werden. Das optimierte Happy Risc Feature wird gestartet mit der Kombination „-/50/Doppelkrone" und mit „-/50/40" beendet. Der Spielgast kann die Länge dieses spannenden Spielelementes durch geschicktes Wegdrücken von eingelaufenen Symbolen auf der linken Walze beeinflußen. Happy Risc enthält auch die bewährten Standards wie beispielsweise die seitlichen Ausspielungen, zwei Jackpots, zwei 100er Direktgewinne und den Risikobonus. |
|
Jamaica |
NSM-Löwen |
|
Urlaubsfeeling pur Lockeres Outfit, cooler Sound, mit dem neuen Geldgewinnspielgerät Jamaica versucht NSM, automatisch eine prächtige Urlaubsstimmung zu erzeugen. Laut Hersteller soll auch das Spielsystem einiges zu bieten haben: zwei Punkte-Jackpots, eine zusätzliche mittlere Risikoleiter und die beliebte Querausspielung. Jeder Spielgast muß seine eigene Strategie entwickeln, um in die große Jamaica Ausspielung zu gelangen. NSM ist überzeugt, daß Jamaica nicht nur für Spannung und Abwechslung, sondern auch für viel Gesprächsstoff unter den Spielgästen sorgt. Euro-ST-25Technik soll dem Aufsteller Sicherheit für die Währungsumstellung geben. |
|
Kicker |
NSM-Löwen |
|
Aus Anlass der Fußball Weltmeisterschaft widmet NSM diesem beliebten Sport ein eigenes Geldspielgerät. „Besonders auffällig
ist der Sound, so als wäre man live im Stadion", sagt ein Unternehmenssprecher. Entsprechend dem Thema ist auch das Scheibendesign: ein grünes Spielfeld, ein Pokal und jede Menge Fußbälle. Sie liefern auch die Gewinnkombinationen auf den Walzen. Aber damit nicht genug. Fußbälle pflastern den Weg der Risikoleitern bis hin zum Höchstgewinn von hundert Pokalspielen. Das gleiche Ziel lässt sich aber auch über zwei Jackpots erreichen. Jedes der hundert Pokalspiele
ist frei, es wird also kein Kredit abgebucht.
Der Kicker ist mit neuer NSM Technik
ausgerüstet. Er lässt sich einfach auf Euro-Betrieb umstellen, heißt es. |
|
King Play |
Bally-Wulff |
|
Bally Wulff ist schon ganz auf den Euro eingestellt: Mit Rototron King Play bringen die Berliner ein weiteres Eurotec-Gerät mit starkem Spielappeal auf den Markt. Es besitzt drei groß dimensionierte Bonus-Jackpots über dem Walzenlaufwerk. Zwei davon führen in die große Ausspielung, einer belohnt bei der Auslösung mit 100 Multispielen. Die Jackpots werden durch verschiedene Serienkombinationen gefüllt. Wird einer abgeräumt, geht automatisch ein anderer nach oben. Dadurch werden auch die Punkte-Jackpots aufgewertet. Zum strategischen Spiel können die Punkte von einem Zähler zum anderen transferiert werden. Hierzu braucht man die neugeschaffene grüne Taste, die man gleichzeitig mit einer der Risikotasten drücken muß, um die Punkte nach links oder rechts wandern zu lassen. Auch die Risikoleitern bieten hohen Spielkomfort. Die Zahl der Multispiele kann bequem von Maxi-Displays abgelesen werden. |
|
King Royal |
Bally-Wulff |
|
„Das Geldspielgerät King Royal überzeugt durch die optimale Kombination bewährter und beim Publikum populärer Spielelemente", sagt ein Sprecher von Bally Wulff. Die edel gestaltete Scheibe vermittele auf den ersten Blick den Eindruck von einem hochwertigen Gerät. Zu den Spielelementen des King Royal gehört beispielsweise Drücken-ohne-Ende auf beiden Risikoleitern sowie der Risikobonus auf beiden Leitern. Sonderspiele können bei den Risikostufen zehn oder zwölf in Multispiele umgewandelt werden. Weiterhin verfügt das Gerät über zwei Bonustürme, einen Superbonus, zwei Punktejackpots und Ausspielungen bei drei, vier und fünf= Kronen. |
|
Majesto |
NSM-Löwen |
|
„Genau das Richtige für passionierte Spieler." So beschreibt NSM sein neues Geld-Gewinn-Spiel-Gerät Majesto. Eine Besonderheit sind die vier Jackpots. Zwei befinden sich in der Mitte. Hier können direkt 100 Majesto-Spiele gewonnen werden. Zwei weitere Jackpots liegen außen. Hier kann sich der Spielgast 100 Majesto-Spiele in der Majesto-Ausspielung gutschreiben lassen. Weiterhin ist das Auslösen des Bonuszählers möglich. Bis zu 90 Sonderspiele können so zusätzlich gewonnen werden. Der Majesto besitzt außerdem eine Risiko-Rückversicherung. Das heißt, beim riskieren auf den höchsten Gewinn der Risikoleiter verbleiben beim Absturz zwölf beziehungsweise zehn wieder riskierbare Majesto-Spiele. |
|
Marylin |
Mega |
|
Marilyn ist das erste
Geldspielgerät, das mit dem neuen Kennenlernspiel von Mega
ausgerüstet ist. Das ist ein Animationsspiel, mit dem neue Gäste an das Gerät herangeführt werden können. Die Highlights des Spiels werden dem Gast ohne Geldeinwurf vorgeführt. „Marilyn hat ein einfaches Spielsystem und ist für jeden Spielgast schnell zu
durchschauen", sagt ein Sprecher von Mega. Der Gast finde bei Marilyn beliebte Spielfeatures wieder. Dazu gehört beispielsweise das Risiko auf die Ausspielung, das in Moneyspielen mit dem Sofortgewinn von zwei Mark gekrönt wird. Dreimal 100 Moneyspiele sind sowohl über die Ausspielungen
als auch über das Risiko erreichbar. Sieben
Sonnen auf den Scheiben bilden die Grundlage
für eine hohe Trefferhäufigkeit. Da alle
Geld- und Sonderspielgewinne weiter riskierbar sind, biete Marilyn die
idealen Voraussetzungen für den
Einsatz der Mega-Klemme. Mit diesem
kleinen mechanischen Hilfsmittel kann
der Spielgast die Risikotaste blockieren und kommt so zum Powerrisiko. |
|
Maxi Fighter |
Bergmann |
|
Das neue Geldspielgerät von Bergmann bietet, nach Unternehmensangaben, ganz neue Spielinhalte und ein auffälliges Erscheinungsbild. Über das Risiko oder die Kronen-Ausspielungen im mittleren Tableau werden Maxi-Plus-Spiele erreicht. Durch das Maxi-Plus-Risiko würden hohe Gewinnchancen erzielt. Beim MaxiPlus-Risiko kann der Spieler nicht verlieren. Gewinn bei Blaufeld: drei Maxi-Plus-Spiele (plus vier Mark) oder 3,80 Mark. Auch bei Gelbfeld und jeder anderen Gewinnkombination werden vier Mark gewonnen. Dafür sorgen die Multi-Plus-Spiele und der Multi-Effekt. Auf der linken Risikoleiter werden ActionSpiele geboten. Und ebenfalls Einstiege in zwei Sonderspiele bei Krone-Wappen-Krone. Dadurch werden auch auf diesem Wege Multi-Spiele erreicht. Aber auch die rechte Leiter ist gut für hohe Gewinnchancen. |
|
Maxi Step |
Bergmann |
|
Mit interessantem Feature bei 5 Kronen. Nach der grossen Ausspielung wurde die mittlere Scheibe nachgestartet. Erscheint ein gelbes Feld oder die Krone, wird die Ausspielung wiederholt. Mit Glück mehrfach bis maximal 100 (Maxi) Sonderspiele ! |
|
Money Action |
ADP |
|
Nomen est Omen Money Action ist das jüngste Mitglied der „Money"-Familie. Bei diesem Automaten ist Action pur angesagt. Er besitzt insgesamt sieben Bonus-Jackpots, die über und unter dem Walzenlaufwerk angeordnet sind. Die oberen vier Pfeiljackpots lassen sich durch einlaufende Serienkombinationen erhöhen und auslösen. Bei einer Auslösung wird die Action-Ausspielung oder 100 Moneyspiele gegeben. Danach erfolgt eine Ausspielung über die Rückstellung der Jackpots, so bleiben immer zwei Jackpots mit drei Pfeilen erleuchtet. Die unteren drei Punktejackpots werden durch 3,70 Mark auf der Walze darüber erhöht und durch Serienausspielung ausgelöst. Bei Auslösung wird der entsprechende Jackpot auf 111 zurückgesetzt und ein anderer auf 999 erhöht. Money Action bietet zusätzlich eine Risiko-Fallbremse, sieben Einstiegsmöglichkeiten in die Kleingewinnausspielung sowie eine Mehrfachrisiko-Chance bei Ausspielung über..Start |
|
Money Komet |
ADP |
|
|
|
Pasa |
ADAG-Automaten |
|
Ein Geldspielgerät, das die Seele der türkischen Kundschaft anspricht, so beschreibt der Berliner Großhändler ADAG-Automaten sein neues Produkt. Das Design des Geräts sei orientalisch gehalten, um die Zielguppe direkt anzusprechen. So sind der rote Halbmond und der Stern der türkischen Flagge die zentralen Elemente auf der Scheibe des Geräts. Vom Halbmond umschlossen laufen die Walzen. Hier sind als Hauptsymbole Turbane zu finden. Eine typisch orientalische Kopfbedeckung. Die Risikoleiter und die restliche Symbolik ist verschnörkelt und rund gestaltet. Sie sei dadurch gefällig und attraktiv für türkische Landsleute, erklärt Geschäftsführer Dilaver Isikli. Beim Grundgerät und Spielsystem gehe man jedoch kein Risiko ein und setze auf bewährte Technik. |
|
Quick Step |
ADP |
|
Mit schnellen Schritten gewinnen Rechtzeitig zur großen Herbst-Offensive hat adp mit Quick Step ein neues Geldgewinnspielgerät herausgebracht. Es basiert auf dem 6-Sonnen-System mit Sonnenspeicher. Bei einer Sonne setzt die mittlere Scheibe zum zweiten Lauf an. Laut Hersteller erreicht der Quick Step große Gewinn-Power durch den Direkteinlauf von 100, 50 und 40 Money-Spielen. Auf der mittleren Scheibe finden sich drei Sondersymbole. Quick Step bietet acht Ausspielungen, davon 3 mit bis zu 100 Money-Spiele. Auf das Money-Risiko kommt der Spielgast über drei Sondersymbole in den Money Spielen. Neu ist das „Happy-Risiko Feature" über eine zusätzliche Risikoleiter. Jeder Geldgewinn der mittleren Leiter kann auf vier Sonderspiele riskiert werden. Zudem gibt es den Doppelsprung in Jumbo-Spielen von 20/25 Jumbo-Spielen auf 40/45 Money-Spiele. Bei Quick Step soll man mit schnellen Schritten gewinnen können. Aus diesem Grund gibt es in Jumbo-Spielen den häufigen Gewinn-Step auf ein gestreiftes Feld und in Money-Spielen den häufigen Gewinn-Step auf ein Sondersymbol und damit ins Money-Risiko. Unterschiedliche Auszahlquoten sind einstellbar. |
|
ReAction |
Bergmann |
|
Gerätebeschreibung von muenze |
|
Rex Super |
Bally-Wulff |
|
Seit der Einführung von Eurotec hat Bally Wulff von engagierten Kunden immer wieder Vorschläge erhalten, was an der neuen Gerätetechnik noch alles verbessert werden könnte. Nun präsentiert man mit dem Geldspielgerät Rex Super erstmals das Ergebnis dieser Zusammenarbeit. Ein Produkt, bei dem die Kunden sozusagen Pate gestanden hätten, erklärt das Unternehmen. Das Spielsystem zeichne sich insbesondere durch bewährte Features aus. So habe man am Rex Super zum Beispiel das „Drücken-Ohne Ende-Feature" auf den Risikoleitern, die Bonustürme und auch die Punktejackpots wieder eingesetzt. |
|
Safari II Gold |
NSM-Löwen |
|
Das neuste Geldspielgerät von NSM heißt Safari II Gold. Scheibendesign und Musikanimation vermitteln afrikanische Impressionen. Voodoo Spiele und Voodoo-Risiko bieten hohe Gewinnanreize, so NSM. Zwei Jackpots mit drei Stufen bis 100 Voodoo-Spiele ermöglichen ein schnelles Hochschalten auf die oberste Stufe. Das Spielsystem sei mit Blick auf Gaststättenplätze konsequent weiterentwickelt worden und erfreue sich hoher Akzeptanz, heißt es. Im Safari II Gold steckt neuste NSM-Technik. Mit wenigen Handgriffen kann er auf Euro-Betrieb umgestellt werden. |
|
Show Down |
adp |
|
Feuerwerk der Spielideen Showdown, das neueste Geldgewinnspielgerät von Mega, soll ein Feuerwerk an Spielideen bieten. Neben der bekannten Doppelserienschaukel und dem Risiko auf die Ausspielung bietet beispielsweise Showdown im Moneyrisiko die Möglichkeit, in die Doppelserienschaukel zu riskieren. Außerdem erwarten den Spielgast, so Mega, echte Zweitchancen, denn in Moneyspielen erfolgt bei Nichtgewinn ein zweiter Lauf der mittleren Walze. Neben den Moneyspielen findet man auch Multispiele mit großen Chancen auf Gewinne, vor allem auf zusätzliche Multispiele und damit eine spannende Serienverlängerung, heißt es aus dem Limburger Herstellerunternehmen Mega. |
|
Spanien olé |
Panther |
|
Mit dem Geld-Gewinn-Spiel-Gerät Spanien Ole bringt Panther ein weiteres Themengerät auf den Markt. Es soll an den Erfolg von Ballermann 6 anknüpfen. Neben der Abbildung einer Flamenco-Tänzerin wird der Spieler durch Sprüche und Soundeffekte angefeuert. Spanien Ole ist die Weiterführung einer Gerätelinie mit hoher Trefferquote (40 Treffer auf 100 Spiele). Das Spielsystem berücksichtige das knapper gewordene Budget vieler Spieler, heißt es. Durch häufige kleine und mittlere Gewinne, Multiausspielungen, Risikorückversicherung und stabiles Auszahlverhalten habe der Spielgast das nötige Erfolgserlebnis. |
|
Summer King
Classic XL |
Bally-Wulff |
|
Das neue Geldspielgerät Summer King soll nicht nur den Sommer durch sein Design an den Aufstellplatz bringen. Sondern auch I durch seinen Duft. Bally Wulff hat dazu die Erstauflage des Summer King mit dem Super Sommer-Set ausgestattet. Das Set besteht aus drei Duftstreifen, die auf den Geräterahmen und die Auszahlschale aufgeklebt werden. Die Streifen geben ihren speziellen SummerKing-Duft ab, sobald an ihnen gerieben wird. Zwei farbenfrohe Seitenaufkleber sollen das Gerät zusätzlich optisch aufwerten. Weiterhin wird ein Display zum Aufstellen auf den Summer-King mitgeliefert. Zusätzlich beinhaltet das Set noch ein Sommerposter für die Werbung am Aufstellplatz. Der Wetterbericht kündigt den Sommer an und Bally Wulff den Summer King. „Neben dem Namen und dem Design machen noch andere Details dem Geldspielgerät alle Ehre", sagt ein Unternehmenssprecher. Bei der Super-Risikoleiter in der Mitte gibt es in der großen Ausspielung Gewinne bis zu 50 Multispielen. Zwei Bonustürme halten 100 Multispiele plus Extrachance auf weitere 48 Multispiele bereit. Der Walzenstep in den Multispielen dreht die mittlere Walze bei 3,10 und 3,70 Mark auf die nächste Position. Das Berliner Unternehmen hat die erste Geräteauflage des Summer King mit zwei Besonderheiten versehen. Die Seitenwände werden von sommerlichen Aufklebern verziert und Duftstreifen am Gerät sorgen für Sommerduft am Platz und in der Spielstätte. |
|
Sun Game |
Bally-Wulff |
|
Das neue Geldspielgerät von Bally Wulff trägt der Namen Sun Game. „Dabei wurden bewährte Erfolgselemente und die in der Branche völlig neue ,lebende Risikoleiter' miteinander kombiniert", sagt ein Sprecher von Bally Wulff. Bei diesem neuen Spielelement verkürzt sich die Risikoleiter. Im Optimalfall hat der Spielgast die Möglichkeit, direkt von zwölf auf 50 Multispiele auf der linken Leiter sowie von 10 auf 40 Multispiele auf der rechten Leiter zu riskieren. Das funktioniert durch Punktetransfer auf die Risikoleiter. So bauen sich die beiden oberen Stufen der Leiter in zwei Schritten ab. Als Standard sind folgende Element zu nennen: die Ausspielungen mit drei, vier und fünf Seriensymbolen, zwei Bonustürme, der Superbonus und der Risikobonus. |
|
Sun King |
Bally-Wulff |
|
Königliches Spielvergnügen Gerade läßt Leonardo DiCaprio im Kino als Sonnenkönig die Herzen wieder höher schlagen, da bringt Bally Wulff mit Sun King das passende Geldgewinnspielgerät in die Spielstätten. Nach Aussage des Berliner Herstellers zählt für die Spielgäste nur die Spannung, die mit Hilfe der Technik geschaffen wird. Abwechslung an den Aufstellplätzen wirke anziehend wie ein neues Kinoprogramm, und mit Sun King biete man, laut Bally Wulff, immer einen Thriller. Das Technik 2000-Gerät besitzt einen Akzeptor mit integrierter Scheinablage und einen Risikobonus. Über acht verschiedene Walzenkombinationen, die mittlere Risikoleiter und bei Erreichen von 10 oder 12 Sonderspielen kann der Spielgast die Multispiele ausspielen. Sun King bietet mit Gewinnsplitting, Teilgewinnübernahme, Start- und Risikoautomatik einen hohen Spielkomfort. |
|
Super |
Ariston |
|
Als absolute Neuentwicklung bezeichnet Ariston Apparatebau sein Geldspielgerät Ariston Super. Die Kombination von bewährter Bergmann-Technik und motorgesteuerter Auszahleinheit
sei ein Garant für Spielvergnügen pur.
Dafür sorge die ausgewogene Gewinnverteilung. Das Spielsystem: Durch zwei
verschiedene Kombinationen gibt es
direkt 100 Sonderspiele oder 50 Super-Spiele zu gewinnen. Das aus der Doppel
Chance bekannte Gewinnsteigerungssystem
wurde übernommen. Schon nach einem Sonderspiel ohne Gewinn wird ein zusätzliches Gewinnfeld auf der mittleren Walze aktiviert. Beim zweiten Nietenspiel wird ein weiteres Feld aktiv und erhöht somit für den Gast die Chancen auf einen Vier Mark-Gewinn. Auch gibt es noch die Risikodoppelchance bei Kleingewinnen. Verliert der Spielgast einen im Risiko angebotenen 60-Pfennig-Gewinn, ohne ein Sonderspiel erreicht zu haben, werden ihm die 60 Pfennig erneut zum Risiko angeboten. |
|
Super Jump II |
Bally-Wulff |
|
Scheibenvariante des Trianon |
|
Tai Pan Money |
Nova |
|
Fernöstlich gibt sich das neue Geld-Gewinn-Spiel Gerät von Nova Garnes. Tai Pan ist wohl der ungewöhnlichste Name, den so ein Automat in Deutschland je bekommen hat. Es sei dementsprechend ein ungewöhnliches Gerät, wird uns von Seiten der Nova versichert. Und was Tai Pan auf Deutsch heißt? Der Mächtige! Jedenfalls sind die Macher mächtig stolz auf die vielen Features, die ihnen für dieses Gerät eingefallen sind. In einer intensiven Testphase habe sich bestätigt, wie gut sie damit beim Spielgast ankommen. Nun empfehlen sie den Aufstellern, sich davon zu überzeugen - indem sie Tai Pan selber testen. |
|
Trianon |
Bally-Wulff |
|
Bei Bally Wulffs neuem
Geldspielgerät fallen als Erstes die gewinnauslösenden Kombinationen ins Auge. Auf der
Mittelwalze des Trianon sind die bekannten
Symbole Krone und Sonnenkrone platziert. Acht verschiedene Kronenkombinationen führen zu einer großen Ausspielung. Auf der mittleren kleinen Risikoleiter werden Gewinne zwischen 50
Pfennig und dem Einstieg in die große
Ausspielung erreicht. Bei einem Gewinn
von vier Mark genügt ein erfolgreicher Risikoschritt für vier Sonderspiele. Noch ein weiterer Schritt und
die große Ausspielung steht bevor.
Natürlich seien auch im Trianonspiel die beliebten Multispiele-Ausspielungen
auf den Risikoleitern dabei, so der
Sprecher. |
|
Triple J |
Panther |
|
Das Geldspielgerät Triple J von Panther ist der Nachfolger vom Triple Joker und, nach Unternehmensangaben, genauso erfolgreich. Im Mittelpunkt steht eine zentrale Ausspielung, die durch drei Seriensymbole gestartet wird. Für Spaß und Spannung beim Spieler sind eine hohe Trefferquote im Risikospiel, fetziger Gitarrensound und Sprachanimation zuständig. Die Mathematik des Spielsystems zeichnet sich durch eine ausgeglichene Auszahlquote und geglättete Gewinnspitzen aus. Dadurch eigne sich der Triele J sowohl für Gast- als auch für Spielstätten. Mit der ST 25-Technik von NSM ist das neuste Panther-Gerät fit für den Euro. Dazu kommt noch ein weiteres Angebot: serienmäßig eingebauter Banknotenprüfer. |
|
Turnier cl |
Bally-Wulff |
|
Scheibenvariante des Trianon |
|
Ultra Time |
Bally-Wulff |
|
Neu bei Bally Wulff ist auch das Geldspielgerät Ultra Time. Es verfügt über zwei zusätzliche Spielelemente: das Ultra-Risiko und die Super-Risikoleiter in der Mitte. Im Ultra-Risiko hat der Spieler die Möglichkeit, innerhalb von Ultraspielen alle 4-MarkCiewinne 711 riskieren. Der Gewinn lässt sich mit nur einem Risikoschritt auf zwei Ultraspiele plus vier Mark erhöhen. Bei Misserfolg bleibt immer noch 1,80 Mark übrig. Der Einstieg in die Super-Risikoleiter erfolgt über eine Ausspielung. Diese kann durch vier verschiedene Gewinnkombinationen oder Direktgewinn von vier Sonderspielen ausgelöst werden. Ultra Time kann mit dem Duo-Akzeptor ausgestattet und betrieben werden. |
Von folgenden Geräten haben wir leider kein Foto in der Galerie:
|
Attraction |
Bergmann |
|
Das Geldspielgerät Crown Attraction von Bergmann ist ein Scheibengerät. Crown Attraction hat ein Ausspieltableau mit drei Hauptgewinnfeldern: ein, zwei oder drei Actionspiele plus Eingangsgewinn von 50 Maxispielen. In Actionspielen werden bei gelbem und blauem Feld der mittleren Zahlenscheibe 24 Sonderspiele gewonnen. Durch das bekannte Risikoangebot in Actionspielen gibt es Spitzengewinne. Crown Attraction hat einen konventionellen Risikoleiteraufbau ohne Sprungfeld. In Sonderspielen werden von vier Mark 2,40 links und 1,60 Mark rechts zum Risiko angeboten. Die Auszahlquote beträgt rund 65 bis 67 Prozent, je nach Spielweise. Durch das einmalige Risikoangebot und die Haupttreffer im Ausspieltableau sind die Auszahlschwankungen hoch. Bei der Umstellung auf den Euro muss nur ein Auszahlrohr getauscht werden. Die Lieferung des Rohrs gehört zu Bergmanns Euro-Garantie. |
|
Doppel Chance Gold |
Ariston |
|
Neu aus dem Hause
Ariston Automaten ist das Geld-Gewinn-Spiel-Gerät
Doppel Chance Gold. Der Nachfolger
von Doppel Chance ist in Zusammenarbeit mit Bergmann Automaten entstanden. Das Spielsystem wurde vollständig
von Ariston entwickelt. „Durch sein neues Spielsystem soll der Doppel Chance Gold an die Erfolge seines Vorgängers anknüpfen",
so Wolfgang Schelle von Ariston. Die
richtige Sterne-Konstellation auf
den Walzen weist den Weg zur
Risikoleiter, den Sonderspielen und der
Risiko Doppel Chance. Der Euro sei für das neue Gerät kein Problem, betont Ariston. |
|
King of Action |
Bergmann |
|
Sondermodell für König
Automaten, Gelsenkirchen. |
|
Maxi Gold |
Bergmann |
|
Das neue Geldspielgerät Maxi Gold von Bergmann wurde speziell für die Gastronomieaufstellung entwickelt. Basis ist das Spielhallengerät Maximumm. Inhaltlich unterscheidet sich der Maxi Gold durch eine Reduzierung der Auszahlquote (62 Prozent) und der Auszahlspitzen. Damit sei die Spielfreude im Wesentlichen erhalten geblieben, betont Bergmann. Neue Farben in neuer Drucktechnik auf einem goldenen Grund trügen außerdem dazu bei, dass das Gerät auch optisch attraktiv sei. Auch für dieses Gerät bietet Bergmann eine Eurogarantie. |
|
Tango Gold |
NSM-Löwen |
|
Der Tango. Wer kennt dieses Geldspielgerät von NSM nicht? Als Nachfolger präsentieren die Binger jetzt den Tango Gold. Schon auf den ersten Blick würden die vier Jackpot-Türme unübersehbar auffallen. Sie ziehen den Spielgast magisch an, beschreibt NSM die Faszination dieses Details. Auf seine weiteren Vorzüge weise der Namenszusatz Gold für den Tango Nachfolger hin. Gold - das ist auf die Goldspiele gemünzt. Eine echte Branchenneuheit, sagt NSM zu diesem Feature. In der Goldspielserie startet die mittlere Scheibe bei Nichtgewinn ein zweites Mal. Ein zusätzliches Spannungsmoment für den Spielgast. Und ein besonderes Bonbon sei für den Aufsteller die Flexibilität des Gerätes. Zwischen zwei Gewinnsystemen kann gewählt, Auszahlquote und Gewinnballung für jeden Aufstellort individuell eingestellt werden. Überdies ist der Tango Gold mit neuster Euro-ST-25-Technik ausgerüstet. Das bedeutet: Umstellung auf den Euro mit wenigen Handgriffen. |
|
Automatenwerbung und -meldungen |


|
Geldspiel für Kicker-Fans Mit Borussia
Mönchengladbach setzt NSM weiterhin auf Themengeräte Mit speziellen Themengeräten setzt NSM weiterhin darauf, das Geldspiel in der Gastronomie wieder auf Vordermann zu bringen. Jüngste Variante dieser Politik ist der Borussia Mönchengladbach, ein Geldspieler für die Fan-Kneipe. In Bingen ist man sich darüber bewußt, daß solche Geräte eher Nischen besetzen und nicht unbedingt für den allgemeinen Markt geeignet sind. Aber in jenen speziellen Lösungen für spezielle Plätze sieht man zumindest einen Teil der Zukunft für das Geldspiel. Mit dem Borussia Mönchengladbach widmet NSM erstmalig einem Bundesligaverein ein exklusives Geldgewinnspielgerät. „Fußballfans sind Kneipengänger", sagt NSM-Produktmanager Dirk Schwerdling dazu, der schon als Betriebswirtschaftsstudent sein eigenes Aufstellunternehmen gründete. „Mit dem Borussia Mönchengladbach lassen sich neue Spieler unter den Fans erschließen, die sich bisher nicht mit Geldspielgeräten beschäftigt haben. Und es können neue Gaststätten gewonnen werden, die bislang keine Aufstellplätze boten, weil ihnen das Image der Automatenbranche nicht unbedingt positiv erschien." Erste Erfahrungen von Aufstellern und Wirten bestätigen Schwerdlings Einschätzung.
Für die
Fan-Kneipe Der Borussia Mönchengladbach knüpft nahtlos an den Erfolg des Kicker an. Optische und akustische Elemente wurden übernommen, besonders auffällig ist das große Vereins Logo auf der grün umrahmten Scheibe. Spielsystem und Auszahlverhalten sind für den Gaststätteneinsatz optimiert: Starke Gewinnspitzen werden vermieden, dafür gibt es viele Kleingewinne und eine hohe Trefferquote im Risikospiel. Dadurch werden auch Anfänger motiviert, der schnelle Erfolg animiert zum Weiterspielen. „Der Borussia Mönchengladbach soll den Zugang zum Geldspiel eröffnen", erläutert Schwerdling, dann geht der Spieler vielleicht auf andere Geräte mit etwas komplexeren Spielsystemen über." Neue
Gerätepolitik Themen- und Zielgruppen-Geräte gehören bei NSM schon seit einiger Zeit zu den Lösungsvorschlägen, wie man dem Rückgang in der Gastronomie begegnen kann: Der Ballermann 6 beispielsweise setzte erfolgreich auf das weit verbreitete Mallorca-Feeling. „Mit dem Borussia Mönchengladbach wurde zum ersten Mal einem Bundesligaverein ein Gerät gewidmet, einem Verein, der nicht nur regional, sondern in ganz Deutschland seine Fanclubs und Fankneipen hat", erklärt Dirk Schwerdling. Die Fans, so hofft man bei NSM, werden zum Gerät eine starke emotionale Bindung aufbauen und sich noch stärker mit ihrer Kneipe identifizieren. „Am Borussia Mönchengladbach zu spielen, ist für einen Fan quasi Ehrensache", so Schwerdlin. |



|
Der Löwe setzt zum Sprung
an Auf den „Tagen des Löwen" präsentierte NSM seine aktuellen Geräteneuheiten. Fazit: Es geht wieder voran! AIlen Unkenrufen zum Trotz. Von Altersschwäche kann nicht die Rede sein. Die, die sich in der Unternehmensstrukur von NSM auskennen, durften feststellen: Der Löwe hat zum Sprung ins nächste Jahrzehnt angesetzt. Mit neuen Ideen und innovativen Produkten hat NSM auf den „Tagen des Löwen" für Aufmerksamkeit in der Branche gesorgt. Nach Ballermann 6 präsentierte man nun mit Casino Royal ein weiteres Geldspielgerät, dessen gute Testergebnisse einen neuerlichen Erfolg erhoffen lassen. Dass bei NSM seit einiger Zeit ein frischer Wind weht, ist bekannt. Mit neuen Konzepten und Strategien ist das Binger Unternehmen wieder in die Offensive gegangen. Die Geschäftsführung betont jedoch, dass dabei die Interessen der Kunden auch weiterhin im Mittelpunkt stehen sollen. Schon bei der Einladung zu den Hausmessen in allen 22 deutschen Niederlassungen hatte NSM kräftig auf die Tube gedrückt: Einige tausend Tuben Löwen Senf, extrascharf und witzig verpackt, wurden an die Kunden verschickt. Sozusagen um Appetit zu machen auf die bevorstehenden Geräteneuheiten. Vor allem auf Casino Royal, dem jüngsten Produkt aus dem Hause Löwen. Dieses Geldspielgerät, im Design nicht zu flippig, sondern eher klassisch-konservativ im Glamour-Look, stand bei den Automatenkaufleuten dann auch im Mittelpunkt des Interesses. Der Casino Royal richte sich vor allem an den erfahrenen Spieler, sagen die Entwicklungs-Ingenieure. Wer bei diesem Spielsystem die Nerven behalte, könne am Ende ganz schön kräftig abräumen. Diese Art „Belohnung für coole Routiniers" arbeite nach dem Prinzip „ohne Fleiß kein Preis" und sorge deshalb sicherlich für eine hohe Auslastung der Geräte. Im Klartext muss das wohl heißen: Casino Royal will für eine längere Verweildauer von Stammspielern sorgen. Karl-Heinz Pink, Geschäftsführer Löwen Automaten Vertriebsgesellschaft, im Gespräch mit dem AutomatenMarkt. Welche Strategie steckt hinter der Offensive von NSM? Wir suchen die Nähe zum Kunden. Unsere Aktivitäten werden stärker auf das Marketing ausgerichtet. Vor allem der Bereich Service und Logistik wird neu geordnet und erweitert. Auf diesem Feld wollen wir ebenfalls die Marktführerschaft erringen. Bei den Geldspielgeräten dagegen lief es im vergangenen Jahr zunächst nicht so gut! Diese Phase ist überwunden. Wir haben uns im letzten Jahr neu sortiert und konzentriert. Die Nachfrage nach dem Ballermann 6 zum Beispiel ist immer noch hoch. Die neue Scheibe kommt sehr gut an. Auch das Spielsystem wird von den Spielern als sehr gut beurteilt. An diesen Erfolg kann der Casino Royal anknüpfen. Im Testlauf hat er hervorragende Ergebnisse gebracht. |













Ich habe
übrigens aus den Anzeigen beide Geräte in 600dpi gescannt und jeden Satz in der
Spielbeschreibung, jede Ausspielwahrscheinlichkeit und alle Scheibenpositionen
verglichen. Absolut identisch. Keine Ahnung, was die „kleine
Änderung“ ist, um die Auszahlquote zu reduzieren und –spitzen zu vermeiden.


|
ADAG Automaten-Grosshandel Mit Pasa die türkische
Seele ansprechen Wir haben viel mit dem Bau von Geldspielgeräten für unsere türkischen Landsleute in Deutschland gewagt. Doch dieses Risiko wird sich auszahlen", so Dilaver Isikli, Geschäftsführer des ADAG-Automaten-Großhandel. Zielgruppen-Marketing. Kundenbedürfnisse erkennen und umsetzen. Über diese Schlagworte wird viel geredet. Die Brüder Dilaver und Ali Isikli aus Berlin haben Taten folgen lassen. Sie entwickelten ein Geldspielgerät, das speziell auf die türkische Kundschaft zugeschnitten sein soll. Der Berliner Großhandel ADAG Automaten schließt eine Marktlücke. Er vertreibt ein Geldspielgerät speziell für türkische Kundschaft. Seit fünf Jahren sind sie mit ihrem Großhandel ADAG-Automaten im Geschäft. Die Isiklis erkannten bald den Wunsch ihrer türkischen Kundschaft nach Geräten, die im Besonderen ihre Landsleute ansprechen. „Die Idee liegt eigentlich auf der Hand. Allein hier in Berlin gibt es Hunderttausende türkischer Landsleute, die gerne am Geldspieler spielen. Es gibt aber kein Gerät auf dem Markt, das speziell diese große Zielgruppe anspricht", erklärt der Großhändler. Also ergriffen die Brüder selbst die Initiative. Sie entwickelten eine Frontscheibe mit türkischer Symbolik und Design. Die türkische Seele soll damit angesprochen und ein Heimatgefühl geweckt werden, so die Brüder. Dazu Dilaver Isikli: „Bei uns Türken ist die Verbindung zu unserer Heimat stark ausgeprägt. Wir fühlen uns hier fremd, da geben türkische Symbole Halt und Identität." Nachdem die Entwürfe für das neue Gerät abgeschlossen waren, ging es auf die Suche nach einem Hersteller, der die Ideen der beiden Berliner in die Tat umsetzt.
Der Pasa, das Geldspielgerät vom türkischen
Großhändler ADAG-Automaten, speziell designed für seine Landsleute. „Auf der letzten IMA haben wir verschiedene Hersteller angesprochen. Viele hatten Vorbehalte. Zum Glück haben wir doch noch einen namhaften Hersteller für die Zusammenarbeit gewinnen können", freut sich Ali Isikli. So ging das neue „türkische" Geldspielgerät Pasa (sprich: Pascha, deutsch sinngemäß: „gütiger Herrscher") mit dem Logo von ADAG-Automaten in Produktion. „Wir haben einen bewährten Gerätetyp als Basis für den Pasa ausgewählt. Bei der Technik wollten wir keine Experimente eingehen. Die Beschriftung der Scheibe musste leider nach Auflagen der PTB in Deutsch gehalten sein", erklärt Dilaver Isikli. Dominierendes Symbol und auf den ersten Blick zu erkennen sind Halbmond und Stern der türkischen Flagge. Die restliche Symbolik wie die Risikoleitern sind hierum rund angeordnet. Alles liegt auf einem schwarzen Hintergrund mit goldenen Verzierungen. Als Walzensymbole wurden Turbane gewählt. Eine typisch orientalische Kopfbedeckung mit Wiedererkennungswert. Dilaver Isikli dazu weiter: „Auch der Schriftzug Pasa in Rot mit goldener Umrandung ist verschnörkelt. Alles ist runder, eben orientalischer." Die Unternehmer sind vom Erfolg ihres Gerätekonzepts überzeugt. Die nächste Generation „türkischer" Geldspielgeräte ist schon in konkreter Planung. „Wir haben eine Marktlücke entdeckt. Das Interesse unserer Kunden am Pasa ist groß. Vielleicht wird es bald einen Efendi' geben!", erklärt der Großhändler zuversichtlich. |




Zum gleichen Thema ein ganzer Artikel als PDF-Dokument:


|
Tai Pan-Markteinführung: „Liesige
Spielfleude" für Gastro- und Spielstättenplätze Nach fünf Monaten
intensiven Tests auf den verschiedenen Auf stell platzkategorien ist seit
kurzem ein neues Geldgewinnspielgerät von Nova Garnes auf dem Markt: Tai Pan.
Mit einem attraktiven Mietangebot wird das Spielgerät offiziell in den Markt
eingeführt. Der Slogan „Liesige Spielfleude" kennzeichnet den
begleitenden neuen Werbeauftritt der Gauselmann-Gruppe. Aus Espelkamp
erreichte uns nachfolgender Bericht. „Am Anfang stand die
Idee, ein Gerät mit möglichst vielen attraktiven Features auszustatten, die
den Markt neu beleben können, aber auch vom Spielgast in sehr kurzer Zeit zu
begreifen sind", beschreibt Jens Kahle, Vorstand Vertrieb bei der
GauselmannGruppe, die Geburtswehen von Tai Pan. Als man dann bei Nova Garnes
über neue Gerätenamen diskutierte, warf Dieter Rücker Tai Pan in die Runde.
Zuerst erntete er Stirnrunzeln, dann einhellige Zustimmung. Einer der wohl
ungewöhnlichsten Namen für ein Geldgewinnspielgerät war geboren. Mit guter
Resonanz, wie sich jetzt herausstellt. „Was heißt das eigentlich?" oder
„Wo kommt denn dieser Name her", gehören zu den häufigsten Fragen. Damit
ist „Der Mächtige", so die Übersetzung von Tai Pan, in aller Munde.
„Testen, testen und
nochmals testen - das gehört zum Credo der Gauselmann-Gruppe", sagt
Jens Kahle und ergänzt: „Wir haben unsere Lektion gelernt." Die
Spielemacher werden hart und
konzentriert arbeiten, damit der Spielgast optimalen Spaß und damit der
Aufstellunternehmer Erfolg hat. Kahle: „Intensive Testphasen gehören zu den
entscheidenden Maßnahmen, die beim Aufstellunternehmer Vertrauen schaffen.
Denn unsere Botschaft heißt Qualität in Spiel und Technik." Jede
Neuentwicklung im Geldgewinnspielgeräte-Bereich muß sich in einem
schonungslosenTestlauf bewähren. Über mehrere Wochen werden an allen gängigen
Aufstellplätzen (sehr gut, gut und schwächeren) eine Vielzahl von
Testgeräten im Praxisalltag auf Herz und Nieren erprobt. Tai Pan hat die
fünfmonatige umfangreiche Testphase mit Bravour bestanden. Origineller Werbeauftritt Mit einem originellen
Werbeauftritt in der Branchenfachpresse wird die Markteinführung des
„Mächtigen aus dem Reich der Mitte" begleitet. Zwischen einer
doppelseitigen Anzeige ist eine Maske eingefügt,die in diesem Fall eine
chinesische Pagode symbolisiert. Beim Durchblättern des Heftes springt dem
Leser die Tai Pan-Anzeige regelrecht entgegen. Mit dieser neuen
Anzeigengestaltung verknüpft die Gauselmann-Gruppe gleichzeitig ein Versprechen: Alle Produkte, die in dieser Form
beworben werden, sind absolute Spitzenprodukte.
Die Spielemacher haben die Signale des Marktes verstanden. Daraus wurden
Lehren und Konsequenzen gezogen. „Denn
bei der Gauselmann-Gruppe ist man erst zufrieden, wenn der Aufstellunternehmer
zufrieden ist", umreißt Kahle die
Zielrichtung der Spielemacher. Mietangebot Bis zum 30. April gibt
es für den Tai Pan ein besonderes Mietangebot. Für eine erste Mietrate in
Höhe von 2999 Mark und weiteren 41 Raten ä 99 Mark kann man den neuen NovaGeldspieler
seinen Spielgästen präsentieren. Die Mietdauer läßt sich außerdem
individuell anpassen. Bedenkt man, daß ein Gebrauchtgerät durchschnittlich
3000 Mark kostet, wird die günstige Dimension dieses Mietknüllers weiter
verdeutlicht. Noch klarer gestaltet sich die Rechnung, wenn man zwei Geräte
mieten möchte. Zum vergleichbaren Kaufpreis eines Neugerätes können gleich
zwei Top-Geräte gemietet werden. Dieses Angebot gilt
übrigens für vier Geräte aus adp-Produktion: Action (Merkur), Optimus
(Venus), Scala (Mega) und Tai Pan (Nova Garnes). Attraktive Features Alle Gimmicks wären ohne
handfeste Substanz aber sinnloses Beiwerk. Tai Pan verfügt über zahlreiche
attraktive Features, die in der Neuheiten-Revue vorgestellt werden. Das
Spielsystem weist eine Reihe zahlreicher Raffinessen auf, die gerade
erfahrene Spielgäste schätzen, und läßt sich dennoch sehr einfach
„erspielen" und begreifen. Der auf Herz und Nieren geprüfte
Spielkamerad eignet sich daher für die Gastronomie ebenso gut wie für
Spielstätten. |






Die besondere Überraschung der IMA war der Twinliner des kleinen Herstellers Playmont, der mit seinen
geballten Gewinnen für grosse Aufmerksamkeit sorgte. War das der Weg aus der Krise?
Nach gutem Ordervolumen scheiterte das Gerät im Markt später wegen seiner Manipulationsanfälligkeit.

Um den Arena,
den Big Run II und den Sun King gab es ein juristisches Scharmützel.
|
Einstweilige Verfügung
wurde aufgehoben Mit Einstweiligen Verfügungen hatte die Stella, ein Tochterunternehmen der Gauselmann Gruppe, Ende April den Verkauf der Geräte Arena (NSM), Big Run II (Panther) und Sun King (Bally Wulff) gestoppt. Grund: Die Ellipse, die die drei Walzen der Venus-Linie umgibt, sei bei den Geräten der Mitbewerber nachgebildet worden. Bei dem Eilverfahren, das Voraussetzung für eine Einstweilige Verfügung ist, bestätigte das Landgericht Köln diese Ähnlichkeit. Nachdem die betroffenen Unternehmen ihre Widersprüche eingelegt hatten, hob das Landgericht Köln jedoch am 7. Mai die Verfügungen wieder auf. Im Falle von Big Run II wurde die Verfügung zurückgezogen. Somit dürfen alle drei Geldspielgeräte seit diesem Datum wieder verkauft werden. |




Eine interessante Werbeserie gestaltete die Gauselmann Gruppe. Zwischen zwei Werbeseiten, links mit Texten, rechts mit dem Gerät in Seitengrösse, war eine feste Pappe mit dem Thema angelehnten Ausschnitten eingeheftet, die nur einen Teil des Gerätes durchblicken ließ. Im Scan sieht es nur halb so geheimnisvoll wie in Wirklichkeit aus.




Dazu ein Interview
|
„Unsere
Botschaft heißt Qualität" Interview mit Jens Kahle, Vorstand Vertrieb der Gauselmann-Gruppe Mit einem völlig neuen
Werbeauftritt trat in der März-Ausgabe des Fachmagazins »münzautomat« die
Gauselmann-Gruppe in Erscheinung. Originelle Masken lenken die Aufmerksamkeit
auf zwei bestimmte Geldgewinnspiel-Geräte der Espelkamper. Ungewöhnliche
Stilmittel bergen meistens auch neue Botschaften und veränderte Konzepte.
„Welche?" wollten wir von Jens Kahle, neuer Vorstand Vertrieb der Gauselmann-Gruppe,
in einem Interview wissen. »münzautomat«: Der
Werbeauftritt des Hauses Gauselmann in der MärzAusgabe des »münzautomat« ist
aufgefallen, Herr Kahle. Bläst das Unternehmen zu einer neuen Offensive? Jens Kahle: Ich könnte
jetzt natürlich sagen, daß wir immer offensiv sind. Aber damit würde ich
genau jenes Klischee bedienen, von dem
wir uns lösen wollen. Der Begriff Aufbruch stimmt aber. Allerdings nicht nach
quantitativen, sondern nach qualitativen Maßstäben. Das wird in den kommenden
Monaten, in denen dieser Werbeauftritt
für GeldgewinnspielGeräte regelmäßig auftauchen wird, sehr deutlich werden. »münzautomat«: Das sind
mehrere Dinge auf einmal. Deswegen eines nach dem anderen. Die neue Werbelinie
beinhaltet also eine qualitative Botschaft. Behauptet das nicht jeder?
»münzautomat«: Sorry,
wenn wir nochmal allgemein weitermachen. Aber den Song vom „besten
Gerät" hat der Markt im vergangenen Jahr über 50 Mal gehört ... Jens Kahle: ... und über
20 Mal aus unserem Haus. Ich weiß. Damit ist jetzt aber Schluß. Das heißt
nicht, daß unsere Aussagen in der jüngsten Vergangenheit die Kunden auf den
Arm nehmen sollten. Im Gegenteil. Wir haben intensiv nach neuen Features und
Spielanreizen gesucht, die den Markt neu beleben sollten. Das wollten wir
entsprechend transportieren. Dabei sind wir
auf Spielelemente gestoßen, die entgegen unserer Überzeugung nicht so gut
funktioniert haben. Und andere Features, die etwas Zeit brauchen, hatten gar
nicht die Chance, sich zu entwickeln. Mit dieser Hektik, die keinem in der
Branche gut tut,und übrigens auch beim spielenden Gast nicht gut ankommt,
haben wir bereits aufgehört. »münzautomat«: Was ist nun anders? Jens Kahle: Neben einer
größeren Ruhe in der Entwicklung von Geräten haben wir unsere Testphasen wesentlich
erweitert. Die beiden Geräte, die wir jetzt durch Masken herausgehoben
haben, sind durch fünf Monate härtesterTests gegangen. Glauben Sie mir, wir
wären gerne schneller gewesen. Aber es hat eben so lange gedauert, bis wir
wußten: das sind unsere derzeitigen Spitzengeräte. Und die haben wir dann für
den Start unserer neuen Kampagne ausgewählt. »münzautomat«: Damit
stellen Sie sich bewußt auf den Prüfstand. Jens Kahle: Das genau ist
unser Ziel. Die Botschaft an unsere Kunden lautet: das Gerät hinter der
Maske ist das qualitativ Beste, was die Gauselmann-Gruppe bieten kann. Auf
diese Aussage kann man sich verlassen. Und an dieser Aussage lassen wir uns
messen. Schon alleine aus diesem Grunde können Sie davon ausgehen, daß wir
uns die betreffenden Produkte übergenau angesehen haben. Sie sehen das schon
richtig: Wir stellen unsere Glaubwürdigkeit auf den Prüfstand. »münzautomat«: Hat die
denn gelitten? Jens Kahle: Nach über 50
angeblichen Spitzengeräten innerhalb von 12 Monaten im Gesamtmarkt ist
generell eine große Skepsis aufgetreten. Ich will niemandem zu nahe treten, aber ich denke, diese
Skepsis spüren alle im Markt. Wenn alle zwei Wochen der Ober-Knaller
erscheint, dann glaubt das doch irgendwann kein Mensch mehr. Diese Reaktion
ist völlig normal. Wenn man das ändern will, müssen neue Wege gegangen
werden. Wir sind der Überzeugung, daß die Aussagen zu Produkten auf eine
beweisbare Plattform gestellt werden müssen. Und das tun wir mit unserer
Gerätepolitik und der dazugehörigen Produktaussage. Nur so wächst Vertrauen. »münzautomat«: Künftig gibt es also zwei Spitzengeräte und rund 20
Butter- und Brot-Geräte? Jens Kahle: Ein klares
Nein zum zweiten Teil ihrer Frage. Die Gerätepalette der Gauselmann-Gruppe
im Geldspielbereich konzentriert sich derzeit auf sieben Modelle. Ich gebe
zu, daß hier ein brutaler Schnitt gemacht wurde. Aber wer auf Qualität
setzt, kann dies nicht mit einem undifferenzierten Gemischtwarenladen tun.
Wir fokussieren uns. Und deshalb muß auch einiges weg. »münzautomat«: Mit den
vielen unterschiedlichen Produktlinien des Hauses bekommen Sie dann aber irgendwann
rein zahlenmäßig Schwierigkeiten. Jens Kahle: Nein, das werden wir nicht. Es geht nicht mehr nur um die unterschiedlichen Produktlinien. Es geht nur noch um das beste Gerät, egal ob es von Merkur, Stella oder Nova kommt. Das jeweilig beste Gerät wird auch entsprechend hervorgehoben. Und zwar nicht als das Gerät der jeweiligen Produktlinie, sondern als das Gerät, auf das sich der Aufsteller in punkto Qualität, Spielezahl und Einspielergebnisse verlassen kann. Auch hier ändert sich unser Auftritt. Unter dem Dach der GauselmannGruppe versammelt sich sehr viel Kompetenz. Warum sollten wir diese Kompetenz auseinanderdividieren? Dafür gibt es keinen Grund. Die gesamte Gruppe steht hinter ihrem jeweils besten Produkt, das gehört mit zur neuen Botschaft. »münzautomat«: Das klingt ja auch nach einem strategischen Umbau der Gruppe. Jens Kahle: Es wird sich
vieles ändern, es muß sich vieles ändern, übrigens nicht nur bei uns.
Aber das ist ein anderes Thema. Es geht
zunächst nicht um Organisation, sondern um Bewußtsein. Die Gauselmann-Gruppe
startet bewußt eine Qualitätsinitiative, weil sie davon überzeugt ist, daß
dies der einzige Weg für ein erfolgreiches Arbeiten ist. Ich jedenfalls sehe
keine Alternative. Deswegen werden wir uns in den Bereichen Entwicklung,
Produktion, Vertrieb und Marketing ausschließlich auf dieser Ebene bewegen.Auf
etwas anderes lassen wir uns zukünftig nicht ein. »münzautomat«: Die
Masken-Strategie ist also ein Langzeit-Projekt? Jens Kahle: Sie ist ein,
wie ich finde, sehr außergewöhnlicher,eigenständiger Werbeauftritt mit einer
ganz klaren Botschaft unsererseits. Wer Ihr Magazin durchblättert und mit
dem Daumen hängenbleibt, der findet an exakt dieser Stelle Qualität, die unsere
Kunden zufriedenstellen wird. Und nur das ist das Ziel unserer Unternehmensgruppe.
Denn wir sind erst zufrieden, wenn der Kunde zufrieden ist. »münzautomat«: Herr
Kahle, wir danken für das Gespräch. |
Das thematisch außergewöhnlichste Gerät des Jahres war sicherlich der Borussia Mönchengladbach.
|
Zielgruppen Marketing Wenn Borussia im
Groschenspiel antritt Die Umsätze an Geldspielgeräten sinken. Neue Zielgruppen werden von der Industrie entdeckt. Sie entwickelt Nischengeräte. Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München. In der Fußball-Bundesliga ein Hit, der volle Kassen für die Vereine garantiert. Gleiches erhofft sich NSM Produktmanager Dirk Schwerdling vom neu en Geldspielgerät Borussia Mönchengladbach für Gastwirte und Aufsteller. „Es ist noch ein Versuch, doch bisher dürfen wir optimistisch sein", bilanziert Schwerdling den Absatz in den ersten Wochen. Das neue Gerät ist schließlich erst seit September auf dem Markt. NSM hat mit dieser Entwicklung (noch) eine Monopolstellung in unserer Branche. „Erstmals ist ein Geldspielgerät seinem Bundesligaverein gewidmet", sagt er. Neue Aufstellplätze und neue Spielkunden versprechen sich die Binger vom Marketingkonzept, das auf eine spezifische Zielgruppe zugeschnitten ist: den Gladbach-Anhängern. Eine zu kleine Gruppe, könnte NSM entgegengehalten werden. Nur im Ruhrgebiet zu finden. Eine Vermutung, die Schwerdling korrigiert: „Borussia hat überall in Deutschland Fanclubs. Nicht nur im Ruhrgebiet, auch in München und in Berlin". Gleiches gilt auch für andere Bundesligavereine wie Bayern München.
Nischengeräte: der Disco von Gauselmann
und der Borussia von NSM. Doch von einem Geldspielgerät FC Bayern will Schwerdling noch nichts wissen: „Wir müssen abwarten. Ob die Kassen dauerhaft stabil bleiben oder nach einiger Zeit einbrechen", warnt er vor voreiliger Euphorie. „Und beobachten, ob Modelle wie Borussia der richtige Hebel sind, neue Kunden zu gewinnen." Denn das ist der Kerngedanke bei dem Zielgruppen-Marketing von NSM. Schon mit dem Kicker (seit August im Verkauf) verfolgen die Binger dies Konzept. „Fußballfans sind Kneipengänger", sagt Schwerdling. „Das ist doch ein Potenzial. Warum also nicht da ansetzen?" Der Erfolg mit dem Kicker habe Mut gemacht, einen Schritt weiter zu gehen. Auf den ganz besonderen Kick für die Spielfreude zu setzen, wenn sich beim Einsatz alles um Logo und Wappen des Lieblingsvereins dreht. „Wer sich bisher nicht mit Geldspielgeräten beschäftigt, tut dies vielleicht jetzt. Weil er seinen Verein beim Spiel wiederfindet. Das schafft eine emotionale Bindung", meint Schwerdling. Weil neue Kunden angesprochen werden sollen, hat sich NSM beim Borussia bewusst für ein einfaches Spielsystem entschieden. Prägend sind die vielen Kleingewinne und die hohe Trefferquote im Risikospiel. „Das motiviert Anfänger. Weil sie schnell zum Erfolg kommen", glaubt er. Das wiederum öffne den Zugang zum Geldspiel. Und in der Folge vielleicht auch zu komplexeren Spielsystemen, wie sie im Kicker realisiert sind. Deswegen hält der Manager Kicker und Borussia für ein Pärchen, das sich ideal ergänzt. NSM erwartet noch mehr von seiner Produktlinie ums runde Leder. „Es können auch Aufstellplätze in Gaststätten gewonnen werden, die unserer Branche bisher immer die Rote Karte gezeigt haben. Weil ihnen unser Image als nicht unbedingt positiv erschien." Borussia muss jetzt die Vorlage aus Bingen verwandeln. Dann dürfen Fans und Spieler jubeln. Wenn auch in Spielstätten und Gastwirtschaften angepfiffen wird. Zum Kassenschlager Borussia gegen Bayern. Bally Wulff hingegen hält sich beim Fußball zurück, schaut von der Tribüne zu. „Wir haben schlechte Erfahrungen gemacht", berichtet Bernhard Eber. Denn nach Auskunft des Marketingchefs der Berliner stoßen Nischengeräte bei Aufstellunternehmern nicht unbedingt auf Gegenliebe. Denn: „Geldspielgeräte werden öfter umgehängt." Ein auf eine zu kleine Zielgruppe zugeschnittenes Nischengerät erschwere den Gerätewechsel zu einem anderen Aufstellplatz. Am Beispiel Borussia Mönchengladbach illustriert Eber das: „In einer Gaststätte mit BayernFans dürfte das Gerät wohl nicht so gut ankommen." Ein Geldspielgerät müsse neutral sein. Wie etwa der Kicker von NSM: „Solche Entwicklungen sprechen eine breite Gruppe an." Vom Ansatz her hält es auch Eber für naheliegend, über ein Thema Kunden zum Spiel zu bringen: „Das machen wir auch. So mit unserem James-Bond-Gerät. Mit dem Original Soundtrack von 007. Sequenzen aus der Bond Musik waren mit der Risikoleiter gekoppelt. Um mehr Spannung zu erzeugen." Unterm Strich zählt für Bally Wulff noch ein anderer Aspekt: „Für Aufsteller ist doch Auszahlungsquote und Spielsystem entscheidend." Einen weiteren Einwand gegen auf zu kleine Nischen fixierte Modelle hat Eber: „Im Jahr 100 neue Produkte - damit kann weder die Industrie noch der Aufsteller leben." „Wir werden jede Nische nutzen, um die Ertragskraft der Gruppe zu steigern", erklärt Robert Hess hingegen Grundsätze der Unternehmenspolitik der Espelkamper. Für die Spielemacher sind schon einmal die Bayern Münchener aufgelaufen. Vor zehn Jahren, 1988. Allerdings nicht im Geldspiel, sondern in einem Punktespiel. „Unsere Erwartungen haben sich damals nicht zur Gänze erfüllt", erinnert sich Hess. Doch 1998 haben die Gauselmänner im Geldspielbereich eine neue Nische, eine Marktlücke entdeckt. Die Diskotheken. Sie haben eigens dafür den Disco entwickelt. Statt einer Neonröhre sorgt Schwarzlicht in dem Geldspielgerät für Disco-gerechte Effekte. „Toll sieht das aus", schwärmt Hess, |
Wie entstehen eigentlich Automatenscheiben? Ein Interview mit dem Chefdesigner von Löwen. Der für sein schönstes Werk pikanterweise ein Werk für seinen früheren Arbeitgeber Gauselmann nennt. Wie ist das der Presseabteilung von Löwen durchgerutscht? Anschließend ein Interview mit dem Künstler.
|
Automaten-Designer
im Fußballfieber NSM setzt mit dem Kicker das Konzept der Themen- und
Zielgruppengeräte fort Wie kann man im Design
immer wieder etwas Neues bringen? Welche Rolle spielt das Design für den
Erfolg eines Geldspielautomaten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich NSM Chefdesigner
Horst Heinen schon seit 18 Jahren. Seine jüngste Antwort: Die Kreation der
Kicker-Scheibe. Damit wird das Konzept der Themen- und Zielgruppengeräte
fortgeschrieben, heißt es im folgenden Beitrag von NSM.
Erlebniswelten umsetzen „Jedes Detail auf der
Kicker Scheibe ist am Thema Fußball ausgerichtet", erklärt NSM-Chef designer
Horst Heinen. „Ich habe versucht, diese Erlebniswelt im Design konsequent umzusetzen:
Grün steht für das Spielfeld, der schwarze Rand markiert das Stadion,
Streifen in den Feldern erinnern an Trikots, beim Schrifttyp der Zahlen
assoziiert man Rückennummern, der Spielablauf auf den Risikoleitern ist in
eine Ballbewegung umgesetzt, Fußbälle tauchen auch als Walzensymbole auf
und bestimmen die Gewinnkombinationen. Kurzum: alle Gestaltungselemente
dienen dem einen Ziel, Fußball-Atmosphäre zu vermitteln." Der Kicker ist ein typisches
Themengerät, also ein Gerät, das sich die Beliebtheit eines bestimmten
Themas zu nutze macht. Schon mit dem Ballermann, der auf die Popularität des
Mallorca-Feelings setzt, ist NSM diesen noch immer recht ungewöhnlichen Weg
gegangen. „Wir haben damit bewiesen, daß man mit diesem Konzept Erfolg haben
kann", heißt es dazu. Der Kicker ist aber nicht nur ein Themengerät,
sondern auch ein Zielgruppengerät: Es will die fußballbegeisterten Spieler,
besonders in Gaststätten, gewinnen-eine Zielgruppe mit einigem Potential. Konventionen verlassen
„Normalerweise verzichten wir auf exotische Farbkompositionen, damit die
Geräte von einer möglichst breiten Spielerschaft angenommen werden",betont
Horst Heinen. „Aber bei Zielgruppengeräten wie dem Kicker kann man ruhig mal
etwas aus dem Rahmen fallen. Hier darf das sonst seltene Grün dominieren, weil
es die Signalfarbe für dieses Thema ist." Eine fröhliche Mischung
weiterer Farben wie Rot, Gelb, Blau, Weiß und Gold sorgen für Dynamik und
bunte Wettkampf-Stimmung. Für den Designer haben
Themengeräte einen besonderen Reiz, weil sie mit ihrem Thema über das
eigentliche Spielsystem hinausgehen. Das eröffnet neue, kreative Möglichkeiten,
dem Spielvergnügen Gestalt zu verleihen. |
|
„Scheiben-Design
ist eine Gratwanderung" Interview mit Horst Heinen, Chefdesigner der NSM AG
»münzautomat«: Haben Sie
einmal nachgezählt, wie viele Scheiben Sie in den vergangenen 18 Jahren bei
NSM gestaltet haben? Horst Heinen: Nein. Aber
ich schätze, es könnten so um die 200 gewesen sein. »münzautomatrr Gibt es
eine Scheibe, auf die Sie besonders stolz sind? Horst Heinen: Meine
Lieblingsscheibe ist wohl immer noch der Bonus, ein Geldgewinnspielgerät,
das Anfang der 80er Jahre auf den Markt kam. Zu dieser Zeit kamen die
Risikoleitern auf. Beim Bonus hatte ich die Risikoleiter rund angeordnet. Es
war übrigens die größte am Markt. Der Bonus war für mich persönlich der
Durchbruch. »münzautomat«: Was reizt
Sie nach 18 Jahren immer noch an diesem Job? Horst Heinen: Es ist die
Herausforderung, etwas Neues zu finden auf einem Feld, von dem man
behauptet, es sei ausgereizt. Das ist wie in der Musik: Die Zahl der Noten
ist begrenzt, und dennoch kann man immer etwas Neues komponieren. »münzautomat«: Spielen
persönliche Vorlieben bei Ihrer Arbeit eine große Rolle?
»münzautomat«: Was sind
denn Ihre persönlichen Vorlieben? Horst Heinen: Ich bin
von den 70er Jahren geprägt, dem Zeitalter der Pop Art. Mein Favorit damals:
Andy Warhol. Noch heute mag ich es am liebsten bunt und spielerisch. »münzautomatrr Manche
sagen, Design sei in unserer Branche gar nicht so wichtig, entscheidend sei
das SpielSystem. Horst Heinen: Wenn das
Gerät auf den Markt kommt, in den ersten Wochen, ist das Design entscheidend.
Es ist der Aufreißer". Später zählen mehr die „inneren Werte". Das
ist wie in einer Ehe! Ein Design hat aber auch Langzeitwirkung. Deshalb
müssen Spielsystem und Design in Einklang stehen. Man darf nicht mehr
versprechen, als man halten kann. Als Scheiben-Designer muß man eine
Gratwanderung zwischen anfänglicher Attraktivität und Langzeitakzeptanz
vollbringen. Spektakuläres „Blender-Design" nervt auf Dauer nur. »münzautomat«: Greifen
Sie im Design bestimmte Modetrends auf? Horst Heinen: Seiner
Zeit voraus sein zu wollen, wäre ein typischer Anfängerfehler. Bis das Gerät
hängt, ist die Mode vielleicht schon wieder vorbei. Man muß abwarten, bis
sich der Durchschnittsbürger an eine Mode gewöhnt hat. Unsere Klientel ist
eher konservativ-traditionell. »münzautomat«: Gehen Sie
manchmal auch in eine Spielhalle, um sich inspirieren zu lassen? Horst Heinen:
Selbstverständlich. Ich beobachte genau, wie die Leute auf ein bestimmtes
Gerät reagieren: Wie gehen sie darauf zu? Auf welchen Wegen nutzen sie das
Spielsystem? Welche Rolle spielt dabei die Darstellung? All das versuche
ich zu interpretieren.Auch die Erfahrungen derAufsteller und
Niederlassungsleiter fließen in meine Tätigkeit ein. Ich arbeite auf breiter
Front. »münzautomat«: Was
erwartet der Spielgast heutzutage von einem guten Gerät? Horst Heinen: Den
genormten Spieler gibt es nicht. Die meisten wünschen, daß es viele Wege zur
Ausspielung und große Direktgewinne gibt. Auf die richtige Mischung der
Spielelemente kommt es an und auf ein Design, das mit dem jeweiligen
Spielsystem harmoniert. |
Ein IMA-Messerundgang des „münzautomaten“
|
Die
Geldspielgeheimnisse der Industrie Was die IMA bringt -jetzt schon im »münz« Vor der IMA sind die
Hersteller immer ziemlich geizig mit Informationen über ihre Neuheiten.
Wenn es um das Geldspiel geht, dann fallen gleich alle Türen zu: Top Secret.
Den Reportern des »münzautomat« ist es aber gelungen, rechtzeitig den Fuß in
den Rahmen zu klemmen. Nicht überall, das ist klar. Aber ein bißchen was geht
immer. Ehe wir hier die Geldspielgeheimnisse der Industrie zeigen, möchten
wir uns bei den Verantwortlichen im Namen unserer Leser für ihr Vertrauen
bedanken. Mega „Bravo" Der Aufstellung in der
Gastronomie geht es wirklich richtig schlecht. So schlecht jedenfalls, daß
inzwischen der Ruf nach speziellen Gastro-Geräten, die endlich wieder
ziehen, aus der Aufstellerschaft laut geworden ist. Am lautesten hat Willy
Wacker vom Verband Rheinland-Pfalz gerufen. Mega-Chef Joachim Trenz hat das
gehört, angefangen zu entwickeln und präsentiert nun Bravo. Sein GastroGerät
beschreibt Trenz so: „Gering schwankendes Auszahlverhalten, keine
Gewinnballungen, viele Kleingewinne, hohe Ereignishäufigkeit, einfach und
übersichtlich - also das, was Wacker will." Wollen das auch andere? Die
Tests sind gut, sagtTrenz. Jetzt ist er gespannt auf die IMA-Reaktion: „Nach
einem Gastro-Gerät zu rufen, ist eine Sache. Es auch einzusetzen, die
andere." Damit es leichter fällt, ist der Bravo-Preis „gastrolike". NSM „Majesto" Ob nun berechtigt oder nicht - eine ganze Menge Leute aus der Branche gucken angestrengt nach Bingen und warten auf den großen GeldspielWurf. Nun, der »münzautomat« hat aus NSM-Richtung schon länger einige Geräuschentwicklung über ein Gerät geortet, „das verdammt nahe am geldspieltechnischen Ideal dran ist". Diese Äußerung war inoffiziell. Nach Redaktionsschluß wurde der Majesto mit vier Jackpots und zwei Bonuspunktejackpots offiziell. Der Clou daran: die speziellen Bonuspunktejackpots lösen auch dann aus, wenn der Höchststand noch nicht erreicht ist. Und durch eine Jackpotschaukel steht ein normaler Gewinntopf immer unmittelbar vor der Auslösung. Die Mischung aus „you never know" und „gleich geht's los" sei ein „Garant für Nervenkitzel", heißt es bei NSM nach den Tests. Bally Wulff „Sun Game" Man glaubt es kaum -
aber sie lebt. Gemeint ist die Risikoleiter, die sich ihrer Lebendigkeit
allerdings noch nicht lange erfreut. Bally Wulff behauptet nämlich, ihr
gerade eben erst das Leben eingehaucht zu haben. Sehr beweglich sind sie mal
auf jeden Fall, die beiden Risikoleitern beim neuen Sun Garne. Die drei
oberen Steps der Leitern werden digital, und damit veränderbar angezeigt. In
Bewegung gerät die Sache, wenn nach Risikoabstürzen im Sonderspielbereich
genügend Transferpunkte im Jackpot aufgelaufen sind. Dann rutscht die ganze
Geschichte nach unten. Auf der linken Leiter zum Beispiel kann dann nicht
mehr von 12 auf 25 Sonderspiele, sondern gleich auf 50 Sonderspiele riskiert
werden. Darüber warten 50 Multispiele. Die obere Stufe ist gekappt, der
Risikoweg ist also kürzer. Bei Riskoverlust von 50 S auf 50 M verschwinden
sogar die 50 S, was den Weg nochmal verkürzt. Auf der rechten Leiter gilt das
gleiche Prinzip, nur mit anderen Werten. Für Bally Wulff ist das der
Türöffner ..zu einer neuen Dimension des Risikospiels". Für uns bleibt
zunächst einmal die Erkenntnis: sie lebt.
|
Ein weiterer Rundgang bei den Herstellern und ihren Spitzengeräten. Der bei Löwen angesprochene Prototyp wird bald bei Goldserie vorgestellt.
|
Der Markt bewegt sich nur mit ganz vorsichtigen Schritten Die VDAI-Zahlen belegen
es: das Geldgewinn-Spiel steckt in einer Absatzkrise. Trotzdem ist der
Geldspieler nach wie vor Umsatzträger Nummer eins. Konnte die IMA dem angeknacksten
Rückgrat der Branche neue Impulse geben? Der »münzautomat« hat sich
umgehört. „Unseren Turbo Sunny
haben wir jetzt im dritten Jahr auf der IMA. Die Stückzahlen stimmen noch
immer. Das Gerät ist ein echtes Phänomen", freut sich Joachim Trenz und
wundert sich aber auch ein bißchen. Denn so erfreulich die Stabilität dieses
Gerätes ist, so deutlich zeigt sie auch, wie wenig Bewegung derzeit im Markt
für Geldgewinnspiel-Geräte ist. Aufstellunternehmer verlassen sich offensichtlich
in der Mehrzahl nur auf das, was sie schon kennen. „Was ist aus Erfahrung
gut", heißt die Grundfrage vor Investitionen. Zumindest weiß man dann,
was man hat, und erlebt keine unliebsamen Überraschungen. Wenn investiert
wird, dann hauptsächlich auf sicherem Terrain. Vorsichtige Suche Die Reaktion ist nicht unverständlich. Sinkende Umsätze am Aufstellplatz sind nicht unbedingt ein Motivator für Investitionen in Experimente. Der Neuheiten-Overkill der letzten Jahre hat zudem nicht unbedingt zur Entscheidungsklarheit darüber beigetragen, was nun gut ist, und was nicht. Die Hektik in der Produktfolge ging andererseits einher mit einer großen Ungeduld am Aufstellplatz. So manchem Gerät wurde erst gar nicht die Chance der Bewährung gegeben. Schnelle Wechsel auf beiden Seiten heizten das Tempo des Marktes an, was sich inzwischen in das Gegenteil verkehrt hat. Es herrscht Ruhe im Land. Mit dieser Ruhe kann
eigentlich niemand so recht zufrieden sein, weder die Industrie noch
der Handel und schon gar nicht die Automatenunternehmerschaft. Das Unterhaltungsgeschäft
ist zum großen Teil ein Geschäft
mit der Abwechslung. Die Kundschaft braucht neue Reize, neue Motivation für ein neues Spiel. So läuft nun mal das Entertainment-Business - auch beim
Geldspiel. Mag die
Investitionszurückhaltung auch noch so verständlich sein, schwache Umsätze werden noch schwächer, wenn
nicht was Neues geboten wird. Selbst der vorsichtigste Aufstellunternehmer
weiß das. Ihm ist klar: der Rückgriff auf bewährte Geräte, die für die
Kundschaft am eigenen Aufstellplatz ja was Neues sein können,ist im Grunde
nur eine Zwischenlösung. Die Suche nach dem wirklich Neuen geht natürlich
trotzdem weiter. Überraschender
Gesprächsstoff Wurde man auf der IMA fündig? Rasch stößt man bei der Antwort
auf diese Frage auf jenes Geldgewinnspiel-Gerät, über das überraschenderweise
auf der Messe am meisten geredet wurde: der Twinliner von Playmont. Die Kunde
von einem ungewöhnlichen Automaten mit einer Auszahlphilosophie in Richtung
ungewöhnlicher Gewinnballungen machte die Runde. Eine Diskussion, die ein
überraschter Jörg Jäger, Chef von Playmont, nicht so recht verstehen konnte.
„Sicher, das Spielsystem des Twinliner ist darauf ausgelegt, daß der
Spielgast über längere Phasen mit einer relativ hohen Gewinnerwartung
spielen kann. Die Auszahlquote liegt bei knapp unter 70 Prozent. Aber ich
denke nicht, daß das der entscheidende Punkt ist", wunderte er sich
über den Gesprächsstoff, den seine neueste Erfindung lieferte. Viel
wichtiger erscheint ihm die Idee, daß Jackpot-Erhöhungen
und Sonderspieleinläufe nicht nur über Risiko und Ausspielungen, sondern
direkt über die Walzen zu erhalten sind. „Das ist wirklich neu. Meine
Überlegung dahinter: der Spielgast will kein Geld, er will Sonderspiele und
andere Ereignisse", so Jäger. Deswegen läßt sich der Twinliner auch
über zwei Ebenen mit unterschiedlichem Erlebnischarakter spielen. Virtuelle Möglichkeiten Ganz gleich, welchen Weg
im Markt der Twinlinerin den kommenden Monaten auch nehmen wird, er beweist,
daß die Suche nach Geräten, die aus dem Rahmen fallen, nicht aufgehört hat.
Das Gefühl, daß Innovation dringend gebraucht
Es läßt sich dennoch
nicht verheimlichen, daß Vorsicht die Entwickler prägt. Diesen Grundtenor
vermittelte auch Christian Arras, Divisionsleiter SPIEL bei Löwen Entertainment
(NSM). Und dabei gingen die Binger ebenfalls mit Vorschußlorbeeren für ihren
Majesto in die IMA. Arras beschreibt die Entwicklung des Gerätes als einen „intensiven
Diskussionsprozeß mit vielen Kunden und
sehr ausführlichen Tests". Die Erfahrung, die man bei NSM in dieser Zeit gemacht hat, läuft einmal mehr darauf hinaus, „daß es nur in kleinen Schritten nach vorne geht. Die Aufstellerschaft will das so, weil das der Spielgast wohl auch so will". Ein Multimedia-Geldspielgerät, wie es
auf dem Stand der Binger als Prototyp
ebenfalls gezeigt wurde, ist laut Arras
„die Erfüllung eines bei der Idee für
die sogenannte „lebende Risikoleiter" beim Sun Game. Das neue System
sorgt ohne Zweifel schon alleine dadurch für Bewegung, daß die bislang starre
Risikoleiter nun variabel wird und für neue Spielanreize sorgt. Mit
allzuviel Hurra in die Innovation ist man bei Bally Wulff allerdings ein
gebranntes Kind. Also wurde der Sun Game erstens nur in einer limitierten
Auflage gebracht. „Und zweitens ist uns bewußt, daß das System des Gerätes
noch kultiviert werden muß. Das haben wir den Kunden auch gesagt", so
Bally-Wulff-Geschäftsführer Uwe Christiansen. Nach seinen Angaben sind die
aufgelegten 500 Geräte an den Mann gebracht, „und nun warten wir auf die
Rückmeldung". Bewegt die Risikoleiter-Bewegung den Markt? Früher hätte
man das einfach behauptet. Inzwischen wartet man ab. Aktuelle Probleme lösen Eine Haltung, die auch
Tjark Bergmann nicht fremd ist. Für ihn gilt die Devise: „Innovation ist nur
dann Innovation, wenn sie auch eine deutliche Qualität hat. Und die muß
sich beweisen." Daß das Haus Bergmann mit dieser Linie nicht schlecht
fährt, das weiß man aus denAufsteller-Reaktionen vor allem aus dem Norden
der Republik, teilweise auch aus dem Ruhrgebiet. Bergmanns Rezept setzt auf
klassische Spielinhalte in neuer Form. „Der Spielgast will nach meiner
Erfahrung nämlich keine Experimente", so sein Credo. „Erfolg haben Features,
die beim Spielgast in positiver Erinnerung sind." Für Bergmann ist das
der beste Weg, „die Probleme von heute zu lösen. Statt auf mögliche Neukunden
zu starren,müssen wirzunächst einmal wieder eine stabile Basis beim
vorhandenen Kundenpotential schaffen. Ich denke, darum kümmern wir uns
derzeit zu wenig".
Das ist ein Denkansatz, der auch Joachim Trenz mit Blick auf die Gastronomie umtreibt. Die bröckelnde Struktur und die drastischen Umsatzrückgänge haben den Leidensdruck in der Aufstellerschaft offensichtlich so erhöht, daß aus ihren Reihen wirklich ernsthaft die Forderung nach einem speziellen Gastro-Gerät erhoben wurde.Trenz hat es mit dem Mega Bravo geliefert und war gespannt, was passieren würde. Nach der Messe konnte er feststellen, „daß offensichtlich die Mentalität, Spielstättengeräte in die Gastronomie weiterzureichen, durchbrochen ist. Die Aufsteller folgen der Philosophie, daß spezielle Anforderungen auch ein spezielles Gerät brauchen". Den Ausdruck Innovation würde er für sein Gastro-Gerät nicht unbedingt verwenden. Der Bravo ist eher ein „Zurück zu den Ursprüngen"-Gerät, fast schon spartanisch im Auftritt, sehr klar gegliedert im Design und mit entsprechend leicht verständlichem Spielsystem. Das Ziel ist, ganz klar bestehendes Kundenpotential in der Gastronomie zu aktivieren. „Erst dann können wir uns um Neukunden kümmern", so die Überzeugung von Trenz. Vermißter Quantensprung Endlich wieder
Stabilität ins Geschäft bringen - das ist wohl die generelle
Geldspiel-Botschaft, die von der IMA '98 ausgeht. Nach Innovationen wird zwar
durchaus gesucht - nur zu heftig dürfen sie nicht sein. Dieses Risiko geht
derzeit niemand ein - weder bei den Herstellern noch bei den Aufstel1ern.
Natürlich besteht Einigkeit darüber, daß ein ganz großer Schritt nach vorne
auch nicht schlecht wäre. Gauselmann-Vorstand Jens Kahle bringt es auf den
Punkt: „Was wir bräuchten, wäre ein neues Feature, ähnlich der Einführung der
Risikoleiter. Das wäre ein echter Quantensprung. Aber der ist derzeit leider
nicht in Sicht." Nach dieser IMA ist die Spekulation aber gar nicht so
abwegig, daß der Quantensprung gar nicht erkannt werden würde,wenn es ihn
denn gäbe. Dafür stehen die Zeichen viel zu sehr auf Vorsicht. Wir leben in
Zeiten der kleinen Schritte. |

Nachdem viele Aufsteller ihre Geräte länger als zugelassen aufstellten, witterten die Hersteller ihre Profite sinken und machten sich für eine Elektronische Zulassung stark, die den Betrieb nach Ablauf von 4 Jahren unwirtschaftlich machen sollte. Alle Hersteller sicherten die Umsetzung zu, doch Gauselmann machte wie so oft den Vorreiter mit dem Happy und dem Show Down. Die Sammlergemeinde wird die folgende Meldung nicht feiern, macht es doch unser Hobby ein Stück komplizierter.
|
Neue
Geldspieler-Generation Unsere Forderungen
sind erfüllt worden Der Präsident des Bundesverbandes Automatenunternehmer, Peter Schmid, äußert sich hier über den neuen Standard für Geldspielgeräte. Zwei Jahre hat es gedauert. Nach intensivem Dialog mit dem Verband der Deutschen Automaten Industrie (VDAI) hat sich der Bundesverband Automatenunternehmer (BA) für mehr Sicherheit und wirtschaftliche Flexibilität bei Geldspielgeräten für die Aufstellunternehmer eingesetzt und konnte seine Forderungen durchsetzen. Alle ab Januar 1998 bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) zur Zulassung eingereichten neuen Gerätebauarten, die gemäß dem neuen automatisierten Prüfverfahren geprüft werden, weisen folgende neue Merkmale auf: • Elektronische Zulassung • Elektronische Abschaltung nach Ablauf der gewerblichen Aufstelldauer • Elektronische Erfassung der Ruhe- und Urlaubstage mit Ausfall-Garantie • Verlängerung der Auslesefrist • Neuer Mehrwertsteuer-Ausdruck Elektronische
Zulassung und Abschaltung nach Ablauf der gewerblichen Aufstelldauer Anlass für die elektronische Zulassung und das Abschalten nach Ablauf der gewerblichen Aufstelldauer war die immer mehr um sich greifende Unsitte, Geldspielgeräte ohne ordnungsgemäße Zulassungsurkunde aufzustellen beziehungsweise nach Ablauf der Aufstelldauer weiter in der Aufstellung zu lassen. Behördliche Kontrollen und Rügen durch die Gewerberechtsreferenten der Bundes- und Länderministerien für Wirtschaft waren die Folge. Durch die gemeinsam von den Verbänden der Unterhaltungsautomatenwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Normung e. V. (DIN) erarbeiteten Typenempfehlung ist nunmehr die elektronische Zulassung für Geldspielgeräte verbindlich eingeführt worden. Danach muss die gewerbliche Aufstelldauer individuell für jedes Gerät elektronisch mittels einer achtstelligen Codezahl gespeichert werden. Erst dann ist das Gerät bespielbar. Ohne Eingabe der Codezahl dürfen lediglich bis zu 3 000 entgeltliche Probespiele durchgeführt werden. Nach Ablauf der gewerblichen Aufstelldauer (zurzeit 48 Monate) muss bei Erreichen eines Kasseninhaltes von 150 bis 200 Mark eine elektronische Umschaltung der Geräte auf eine Gewinnausschüttungsquote von größer als 99 Prozent erfolgen. Diese automatische Umschaltung auf eine Ausschüttungsquote von 99 beziehungsweise 100 Prozent hat zur Folge, dass eine weitere gewerbliche Nutzung des Geldspielgerätes unmöglich gemacht wird. Andererseits kann das Geldspielgerät im privaten Bereich nach wie vor genutzt werden. Auch eine weitere gewerbliche Nutzungsmöglichkeit der Gebrauchtgeräte, zum Beispiel für den Export, ist möglich, indem für diese Geräte eine neue CPU und gegebenenfalls neue Röhrenmaße geliefert werden. Elektronische
Erfassung der Ruhe- und Urlaubstage mit Ausfall-Garantie Insbesondere in der Gaststättenaufstellung kann die gewerbliche Aufstelldauer nicht in vollem Umfang ausgeschöpft werden. Ruhetage und Betriebsferien in den Gaststätten haben zur Konsequenz, dass die Geldspielgeräte an diesen Tagen nicht bespielt werden können. Nunmehr werden auch die nicht genutzten Betriebstage elektronisch erfasst und registriert. Nach Ablauf der gewerblichen Aufstelldauer stellen die Hersteller den Aufstellern für die elektronisch festgehaltenen, nicht genutzten Betriebstage ein noch zugelassenes Geld-Gewinn-Spiel-Gerät kostenlos zur Verfügung. Als nicht genutzte Betriebstage werden maximal 280 beziehungsweise 300 Ausfalltage anerkannt, wobei der Wert des Ersatzgerätes maximal 1 000 Mark beträgt. Mit dieser Regelung wird insbesondere den Gastronomieaufstellern ein wirtschaftlicher Ersatz gewährt. Der BA hat sich nachdrücklich für eine flexible Zulassungsdauer eingesetzt, die lediglich auf die tatsächlich genutzten Betriebstage abstellt. Die Umstellung der zurzeit geltenden gewerblichen Aufstelldauer von 48 Monaten auf eine flexible Regelung ist leider an dem Widerstand der Hersteller gescheitert, die einer von vornherein kalkulierbaren Regelung den Vorzug gaben. Die jetzt von den Herstellern gewährte Ausfall-Garantie stellt unter den gegebenen Umständen den bestmöglichen Ausgleich für die Aufstellunternehmer dar. Verlängerung der
Auslesefrist Insbesondere im Hinblick auf die Aufstellplätze im ländlichen Raum, die nur mit erheblichem Zeitaufwand angefahren werden können, wurde die Frist, nach der sich das Gerät automatisch abschaltet, wenn es nicht ausgelesen wird, von 60 auf 90 Tage verlängert. Mehrwertsteuer-Ausdruck Der zurzeit gebräuchliche Mehrwertsteuer Ausdruck hat zu unerfreulichen Diskussionen mit den Finanzämtern, insbesondere im Rahmen von Betriebsprüfungen, geführt. Da die Röhrenfüllungen anhand der Mehrwertsteuer Ausdrucke nicht nachvollziehbar waren, haben die Finanzämter immer häufiger auch den so genannten Statistikausdruck verlangt. Anhand dieses Ausdrucks wurde dann überprüft, ob der Geräteumsatz ordnungsgemäß abgerechnet worden ist. Auf Druck des BA und dank der intensiven Arbeit der BA-Fachbeiräte „Betriebswirtschaft" und „Technik" ist nunmehr der neue Mehrwertsteuer-Ausdruck erarbeitet worden, der in vollem Umfang den Anforderungen der Abgabenordnung an Steuererklärungen entspricht. Der jetzt in den Geräten verwandte Ausdruck basiert auf dem Prinzip „Coin-In-Coin-Out', wobei die Röhrenbestandsveränderungen mit erfasst und ausgedruckt werden. Der Mehrwertsteuer-Ausdruck, der Grundlage der Umsatzsteuererklärung ist, schließt ausdrücklich mit dem Wort „Ende" ab. Unabhängig von diesem Mehrwertsteuer Ausdruck kann separat der „Serviceausdruck' abgerufen werden. Die für die Betriebsführung erforderlichen Kennzahlen können diesem gesonderten Serviceausdruck entnommen werden. Die ersten Geräte
sind bereits auf dem Markt Die im VDAI zusammengeschlossenen Hersteller von Geld-Gewinn-Spiel-Geräten haben nunmehr die ersten Geräte auf den Markt gebracht beziehungsweise haben Geräte in der Zulassungsprüfung bei der PTB, die diese neuen Merkmale aufweisen. Die Geräte mit diesen Merkmalen geben den Aufstellern die dringend benötigte Sicherheit, sowohl vor unlauter arbeitenden „schwarzen Schafen" als auch vor unberechtigten Nachforschungen der Finanzämter. Zudem wird insbesondere den Gaststätten-Aufstellunternehmern ein wirtschaftlicher Ausgleich für nicht genutzte Betriebstage gewährt. Insgesamt kann die Arbeit des BA für seine Mitglieder als positiv und erfolgreich bewertet werden. Dem VDAI sei ausdrücklich Dank gesagt für sein kooperatives Verhalten hinsichtlich wirtschaftlicher Notwendigkeiten des immer schwieriger werdenden Automaten-Aufstell-Gewerbes. |
Ein zweiter
Bericht zu dem Thema EZ
|
Elektronische Zulassung Die Lösung ist perfekt. Nach 48 Monaten stellen sich Geldpielgeräte von selbst auf eine Gewinnausschüttungsquote von mehr als 99 Prozent ein. Was eingeworfen wird, kommt zurück. Vorausgesetzt dass 150 bis 200 Mark in der Kasse sind. Damit ist ein abgelaufenes Gerät für die private Nutzung im Partykeller nach wie vor geeignet. Nur zur gewerblichen Nutzung taugt es dann keinesfalls mehr. So wurden in der elektronischen Umsetzung der gesetzlichen Forderung nach höchstens vierjähriger Laufzeit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Wie das Deutsche Institut für Normung (DIN) mitteilt, wird mit dieser technischen Regel eine neue Form der Dokumentierung eingeleitet. Eine so genannte PAS. Das Kürzel steht für „Publicity Available Specification". Das PAS-Konzept des DIN zielt darauf, die Lücke zwischen der konsensbasierten Normung und der Werknormung zu schließen. Von der Werknormung unterscheidet sich eine PAS dadurch, dass sie den Zielen einer Gruppierung -zum Beispiel eines Verbandes oder eines Konsortiums - dient, dennoch aber wie Normen und ähnliche technische Regeln auch für jedermann verfügbar ist. So wird die PAS wie die DIN- Normen in die bibliografischen Datensammlungen des DIN aufgenommen. Der Unterschied zur konsensbasierten Norm liegt darin, dass bei der Erarbeitung einer PAS ein Konsens aller interessierten Kreise über den Inhalt der Regel und damit eine breitest mögliche gesellschaftliche Akzeptanz nicht erforderlich oder - wie im Falle innovativer technischer Entwicklungen - noch nicht möglich ist. Zuständiger Partner beim DIN ist die Stabsabteilung Technik, die die weitere Bearbeitung des Antrages im DIN organisiert. Dazu wird unter anderem das gesetzliche und normative Umfeld des für die PAS vorgeschlagenen Sachverhalts hinsichtlich möglicher Konflikte oder Überschneidungen geprüft und die Stellung des Themas in der Fachöffentlichkeit untersucht. Patentrechtliche Belange müssen von den Antragstellern vorab geklärt werden. |
Wieder etwas, was die Welt nicht braucht. Zitat „Dafür wird oft eine kleine Party organisiert, und das neue Gerät per Trockenübung oder mit Geld aus der Aufstellerkasse vorgeführt“. Habe ich jedenfalls nie erlebt. Die Spieler stecken ihr Geld bereitwillig in jede nagelneue Kiste, dafür braucht es keine Tupperparties.
|
Marketing mit
Marilyn Das „Kennenlernspiel"
von Mega auch im Show-Down Mit dem sogenannten „Kennenlernspiel" hat die Mega ein aktives Marketing-Feature in Geldgewinnspiele eingebaut. Offensichtlich wird diese Möglichkeit, dem Spielgast ein neues Gerät praktisch „live" zu demonstrieren, oft und gerne genutzt. Nach der Premiere in Marilyn wurde das „Kennenlernspiel" auch in „ShowDown" verwendet. Und wie man hört, soll das Feature demnächst auch bei adp Standard werden. Katrin Mühlbach von Mega erläuterte im Gespräch mit dem »münzautomat« das „Kennenlernspiel" als Marketinginstrument. In fast jeder Diskussion über das, was der Branche derzeit fehlt, fällt mit schöner Regelmäßigkeit das Stichwort „Marketing".Wie dieses Marketing allerdings aussehen soll, darüber gibt es sehr unterschiedliche und meist auch nur recht nebulöse Vorstellungen. Als ungeschriebenes Gesetz gilt allerdings meistens, daß mit allen Produktgruppen der Branche so etwas wie „Marketing" betrieben werden kann, außer mit dem Geldgewinnspiel-Gerät.
Marketing aus
der Praxis Sicher erweist sich der Geldspieler unter Marketing-Gesichtspunkten als ziemlich sperriger Gegenstand. Für die Mega aus Limburg war das allerdings kein Grund, vor der Aufgabe zu kapitulieren, dem Geldspiel dennoch Marketing-Möglichkeiten zu eröffnen. Und das möglichst unaufwendig und sogar direkt im Gerät integriert: Das sogenannte „Kennenlernspiel". Inzwischen ist die Idee offenbar so gut angekommen, daß außer dem Marilyn und dem Show-Down auch weitere Geräte damit ausgestattet werden. Auch bei adp will man das „Kennenlernspiel" übernehmen. Wie jede gute Idee, kommt der Gedanke des „Kennenlernspiels" direkt aus der Praxis. Aktive Automatenunternehmer wissen, daß sie neue Geräte in ihren Spielstätten ihrem Stammpublikum schmackhaft machen oder zumindest vorstellen müssen. „Dafür wird oft eine kleine Party organisiert, und das neue Gerät per Trockenübung oder mit Geld aus der Aufstellerkasse vorgeführt", so Katrin Mühlbach. Der Effekt: die Spielgäste lernen das neue Gerät mit all seinen Möglichkeiten kennen, es ist ihnen nicht mehr fremd. Daß es deswegen schneller gerne bespielt wird, dafür gibt es selbstverständlich keine Garantie. „Aber die Chance steigt beträchtlich",weiß Katrin Mühlbach. Kennenlernen mit
System Ab dem Marilyn hat Mega in seine Geräte nun ein Feature eingebaut, mit dem der Automatenunternehmer gezielt und völlig problemlos den Automaten vorstellen kann. Wie Katrin Mühlbach erläutert, ist das „Kennenlernspiel" genau das, was der Name sagt: Ein Spiel zum Kennenlernen des Gerätes. Das heißt auch: es funktioniert nur ohne Geldeinwurf. Und es wird auch kein Gewinn ausgezahlt. Deswegen kann das „Kennenlernspiel" auch nur dann gespielt werden, wenn sich kein Geld in den Röhren befindet. Wird in einem Marilyn oder in einem anderen Gerät mit „Kennenlerspiel" Geld eingeworfen, während das „Kennenlernspiel" läuft, so fällt es durch bis in die Auszahlschale. Kennenlernen im
Echtspiel Nimmt man den Faktor Geld weg, dann ist das „Kennenlernspiel" ein Spiel wie jedes andere auch. „Gewinne laufen genauso oft ein, wie bei einem Gerät, das mit Geld bespielt wird. Es kann riskiert werden. Angezeigte Gewinne können teilweise oder vollständig angenommen werden. Die Risikotasten kann man drükken. Und selbstverständlich können die fiktiv gewonnenen Beträge und Sonderspiele aufgebucht werden", erläutert Katrin Mühlbach. Sind alle Moneyspiele, auch die hinzugewonnenen, abgespielt, so bleibt der gewonnene Geldbetrag auf dem Münzspeicher stehen. „Er ist dort so lange zu sehen, bis der nächste Spielgast seine persönliche Kennenlerntour am Gerät startet", erläutert Frau Mühlbach einen zusätzlichen Promotioneffekt. Damit ist das „Kennenlernspiel" in nur drei Punkten anders als ein gewöhnliches Spiel: Der Spielgast zahlt keinen Einsatz. Es wird nur fiktiv gewonnen, also nicht ausgezahlt. Der Spielgast startet nicht bei Null, sondern mit einer größeren Serie. Kennenlernen
ohne Probleme Wie Katrin Mühlbach versichert, gibt es mit dem „Kennenlernspiel" keine rechtlichen Probleme. Man braucht dafür weder eine Zulassung noch wird Vergnügungssteuer fällig. Denn ein Gerät mit aktiviertem „Kennenlernspiel" ist kein Geldspielgerät nach der Spielverordnung (da weder Einsatz noch Auszahlung). „Damit bereichert es die Spielstätte als ein weiteres, neues Produkt, neben Geldund Punktspielgeräten, Flippern, Simulatoren und was es sonst noch alles gibt", ist sich Katrin Mühlbach sicher. Nach ihren Angaben liegen über die Handhabung gegenüber den Gewerbeaufsichtsämtern bereits Erfahrungen vor. Alle hierauf bezogenen Punkte seien von den Behörden akzeptiert worden. Wie Frau Mühlbach sagt, läßt sich das „Kennenlernspiel" sogar als Gewinnspiel benutzen. Allerdings müßten dafür erstens die notwendigen Bedingungen beachtet werden. Und zweitens sollte man sich unbedingt vorher mit dem Gewerbeaufsichtsamt in Verbindung setzen und alle Voraussetzungen, die sich aus den gesetzlichen Vorschriften ergeben, abklären. Kennenlernen mit
klarem Ziel Der „Kennenlernmodus" ermöglicht dem Kunden also, ein neues Geldgewinnspielgerät zu erforschen und kostenlos nicht bei „0", sondern mit einer größeren Serie, der Schokoladenseite beim Geldspiel, kennenzulernen. Jeder Spielgast, der es probiert, hat ein garantiertes Erfolgserlebnis und erlebt die Features selbst. „Das ist besser als jede Erklärung", ist sich Katrin Mühlbach sicher. Deswegen sei es auch für „Noch-nicht-Kunden" oder den Gelegenheitsspieler hervorragend geeignet, um die spannende Welt des Geldspiels kennenzulernen. „Wer mit den neuartigen Spielsystemen noch nicht vertraut ist, kann unbeobachtet, vorsichtig und völlig ohne Risiko einfach einmal probieren. Mit garantiertem Erfolgserlebnis", so Katrin Mühlbach. Deswegen kann das „Kennenlernspiel" schon vor dem erstmaligen „richtigen" Bespielen des Gerätes aktiviert werden. Und bei einem Platzwechsel, bei dem das Gerät ja auf neue Kunden stößt, kann der „Kennenlernmodus" erneut aktiviert werden. Das Handling für das „Kennenlernspiel" ist in den Servicebüchern der Geräte Schritt für Schritt beschrieben. „Hier gibt es keine Probleme. Das Feature wird gut angenommen und deswegen nun auf breiter Basis eingesetzt", so Katrin Mühlbach. |
|
Geldspielgeräte in der
Gastronomie Kneipen-Plätze:
Sind sie noch zu retten? Norbert Rexin, Marketingleiter bei Bally Wulff, nimmt Stellung zu der Situation des Geldspielgerätes in der Gastronomie. AutomatenMarkt: Das Geldspielgerät in der Gastronomie steckt in einer Krise. Viele sagen, die Industrie baue die falschen Geräte. Was sagen Sie dazu? Norbert Rexin: Alle Geräte, die Bally Wulff auf den Markt bringt, haben sich in Testaufstellungen bewährt. Die anderen, und das sind übers Jahr gesehen gar nicht mal so wenige, sind nie in den Verkauf gegangen. Insofern kann die Krise mit den Geräten direkt nichts zu tun haben. Ich denke vielmehr, dass die Kundengruppe, die das klassische Segment der Gastronomie besucht, sehr stark beeinflusst und betroffen ist von der allgemeinwirtschaftlichen Tendenz des rückläufigen frei verfügbaren Einkommens. Und das schlägt sich dann in einem reduzierten Getränkekonsum genauso nieder wie in einem reduzierten Einsatz am Geldspielgerät. AutomatenMarkt: Es ist also alles in Ordnung und die Zeit wird's richten? Rexin: Damit würde man es sich sicherlich etwas zu leicht machen. Wenn ich mich nicht sorgfältig mit meinen Kunden beschäftige und versuche herauszubekommen, was sie erwarten, werde ich auch nicht erfolgreich sein. Es kann durchaus sein, dass trotz rückläufigen verfügbaren Einkommens die Bereitschaft vorhanden ist, Geld auch als Einsatz für ein Geldspielgerät oder ein anderes Gerät zu nutzen. Man muss doch sehr sorgfältig darauf eingehen, was für ein Gerät der Gast bevorzugt. AutomatenMarkt: Offensichtlich tun das bereits einige Aufsteller, denn die Forderungen nach speziellen Geräten für die Gastronomie werden ja immer lauter? Rexin: Dem entgegen stehen aber die Forderungen nach Allround-Geräten! Es ist doch so: Die meisten Unternehmer stellen ein neues Gerät am Anfang auf einen Spitzenplatz in einer Spielstätte. Erst später wird es dann zu einem Gastronomie-Gerät umfunktioniert - und soll da natürlich ähnlich guten Umsatz machen. Oder umgekehrt. Das klappt natürlich nicht immer. Der Markt bevorzugt dennoch die Alleskönner. AutomatenMarkt: Dann sind die reinen Gastro-Aufsteller also Opfer dieser Nachfrage Mehrheit? Rexin: Geräte speziell für die Gastronomie zu entwickeln, ist sehr schwer. Der Graffiti war in letzter Zeit das einzige Gastro-Gerät, das die Tests bestanden hatte. Alle anderen haben die Messlatte nicht erreicht und sind deshalb nie in Serie gegangen. Von Opfern' kann also nicht die Rede sein. AutomatenMarkt: Es wird bemängelt, dass sich die Spielsysteme mit der Zeit hochgeschaukelt hätten. Rexin: Ob die Spielsysteme überfrachtet sind, kann ich nicht generell beantworten. Es gibt sicher einige Systeme, die mit einer sehr großen Anzahl verschiedener Spielelemente versuchen, es einer möglichst großen Zahl von Spielgästen recht zu machen. AutomatenMarkt: Ist es für Sie schwer, in der so genannten Trendggastronomie Testplätze zu finden? Oder anders gefragt: Können Sie dem Unternehmer Tipps geben, wie er an solche Plätze herankommt? Rexin: Nein! Und es gibt auch keinen Grund, weshalb wir das besser können sollten als der normale Aufstellunternehmer. Im Gegenteil: Ein Aufsteller hat hier sogar die besseren Karten, weil er ja nicht nur mit dem Anliegen kommt, ein Geldspielgerät testen zu wollen. Er kann als Full-Service-Partner auftreten und neben Geldspielgeräten auch jede Art von Unterhaltungsautomaten anbieten. Im Übrigen: Testgeräte seitens Bally Wulff werden ausschließlich, und das möchte ich betonen, in Verbindung mit Aufstellunternehmern auf Testplätze gebracht. AutomatenMarkt: In unserer Februarausgabe übt ein Spielgast an den heutigen Geldspielgeräten scharfe Kritik. Ihre Meinung ist da sicherlich anders! (Anmerkung des Red.: Der Leserbrief ist nach dieser Tabelle zu finden). Rexin: Ich habe diesen Brief sehr aufmerksam gelesen und in einigen Punkten pflichte ich dem Verfasser durchaus bei. Aber nicht in allen. Er sagt zum Beispiel, er vermisse themenbezogene Geräte. Vergleichbar Flippern oder Videospielen. Da muss ich ganz klar sagen, das ist falsch, weil wir mit dem Geldspielgerät James Bond exakt das verwirklicht haben, was hier vermisst wird. AutomatenMarkt: Es werden aber auch mehr zielgruppengerechte Geräte gefordert wie zum Beispiel Papa. Warum ist das eigentlich nicht offiziell ein Bally Wulff-Produkt? Rexin: Auf Zielgruppen bezogen ist das Geldspielgerät Pa§a ein sehr gutes Beispiel. Es wurde ja speziell für türkische Spieler entwickelt. Dass dieses Gerät nicht vom Bally Wulff-Vertrieb angeboten wird, liegt im Punkt der Urheberschaft. AutomatenMarkt: Sie sind neidisch! Rexin: Nein, absolut nicht! Im Gegenteil, wir begrüßen es sogar. Weil wir hier auf Initiative eines Kunden ganz gezielt reagieren konnten und damit eigentlich genau dem Anliegen gefolgt sind, spielgruppenspezifische Geräte zu entwickeln und anzubieten. AutomatenMarkt: Könnte man durch kleinere Spieleinsätze Gäste hinzugewinnen? Rexin: Sicher hat jede Idee ihre Berechtigung. Beim Rasant haben wir ja genau diesen Ansatz verfolgt. Wir haben die 40 Pfennig Einsatz gesplittet in einen Einsatz von 2 x 20 Pfennig oder 4 x 10 Pfennig. Jedoch haben wir festgestellt, dass von den drei Möglichkeiten, also vier Läufe ä 10 Pfennig, zwei Läufe ä 20 Pfennig und ein Lauf ä 40 Pfennig, die letzte Variante mit Abstand am häufigsten gewählt wurde. AutomatenMarkt: Wie erklären Sie sich das? Rexin: Nach der Einführung haben wir mit sehr vielen Spielern gesprochen. Hauptgrund für die Wahl des 40-Pfennig-Spiels war die zu erwartende Höhe des Gewinns. Mit 40 Pfennig Einsatz kann ich natürlich vordergründig einen deutlich höheren Gewinn realisieren als mit den 10 Pfennig. AutomatenMarkt: 40-Pfennig-Einsatz bei verkürzter Spielzeit wäre demnach die Lösung aller Probleme. Rexin: Für mich steht fest, dass der Einsatz von 40 Pfennig mit einer deutlich reduzierten Spielzeit wesentlich erfolgversprechender wäre, als eine Reduzierung des Einsatzes bei Beibehaltung der 15 Sekunden. AutomatenMarkt: Wird Bally Wulff der Gastronomie-Aufstellung neue Impulse verleihen? Rexin: Als Grundsatz bleiben wir unserem Versprechen treu, dass wir nur vergleichsweise wenige Geräte neu in den Markt einführen. Aber der Kunde kann sich darauf verlassen, dass die mit sehr guten Testergebnissen behaftet sein werden. Also Klasse vor Masse. Dem Aufstellunternehmer bieten wir damit eine höchstmögliche wirtschaftliche Sicherheit für Investitionen. |
|
Per E-Mail
erhielten wir diesen Brief aus Schwerte. Der Verfasser befasst sich darin
mit der Problematik heutiger Geldspielgeräte aus seiner Sicht. Sehr geehrte Redaktion, ich bin heute zufällig auf Ihrer Homepage gelandet, als ich mich als Privatmann ein bisschen über das Thema Geldspielgeräte informieren wollte. Bei all den Seiten, die ich im Internet zum Thema Geldspielgeräte gefunden habe, ist mir aufgefallen, dass immer nur die Rede von Herstellern und Aufstellern ist. Der eigentlichen Zielgruppe dieser Geräte, nämlich den Konsumenten, die hin und wieder ein Spielchen wagen, wird scheinbar kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Wo man sich im Internet auch umsieht, man findet überall Hinweise darauf, dass es der Automatenindustrie nicht besonders gut zu gehen scheint. Mich persönlich wundert das nicht! Geldspielgeräte sind seit meiner Jugend ein großes Hobby von mir und ich habe im Laufe der letzten 15 Jahre schon etliche Gebrauchtgeräte besessen. Obwohl ich mir nie Illusionen über die Gewinnmöglichkeiten gemacht habe, bin ich früher gerne in Spielhallen gegangen und habe das eine oder andere Spielchen gewagt, weil mich die neuen Geräte mit ihren Spielsystemen fasziniert haben. Heute ist das leider anders! Viele aktuelle Geräte schaffen es einfach nicht mehr, mich zum Spielen zu verleiten. Viele der aktuellen Automaten wirken schrecklich überladen und jeder Hersteller versucht, mit neuen Formen des Sonderspiels und besonders großen Zahlen in den Risikoleitern zu glänzen, statt ein einprägsames Spielprinzip zu präsentieren. Meine Lieblingsautomaten hatten alle ein zentrales Spielthema, das einerseits schnell zu begreifen war und andererseits doch viel Abwechslung geboten hat, wie beispielsweise die „Jacky Jackpot"-Reihe, bei der sich alles um die zwei zentralen Jackpots drehte, die „Venus Multi"-Serie oder die Bally Wulff Geräte mit den Kronenspielen. Ich denke, die Hersteller sollten sich wieder mehr auf ein wirklich gutes Spielprinzip und weniger auf den kurzfristigen Spielanreiz konzentrieren. Die Automaten hängen schließlich längerfristig an ihren Aufstellplätzen und sollten daher wieder mehr langfristige Spielmotivation bieten. Hierzu ein Beispiel: Beim Nachfolger der „Jacky Jackpot"-Geräteserie von NSM, dem „Safari 40", wurde das Jackpot-Konzept so abgeändert, dass die Jackpots fast immer oben stehen, aber dafür umso seltener ausgespielt werden. Die ständig prall gefüllten Jackpots sollen wohl dem Spieler suggerieren, dass sich ein Spielchen im Moment besonders gut lohnt und ihn so zum Spielen animieren. Hat man dieses Prinzip aber erst mal erkannt, verlieren die Jackpots viel von ihrem Reiz und das genaue Gegenteil tritt ein. Auch das Design der neuesten Modelle folgt leider dieser negativen Entwicklung. Was nützen all die schönen großflächigen 50er und 100er auf den Geräten, wenn sie auch nicht häufiger ausgespielt werden als früher? Sie nehmen nur denjenigen Spielelementen den Platz, die im Spielalltag viel häufiger vorkommen. Auch sollte man wieder eine einheitliche Form der Sonderspiele einführen. Die Einführung der Superspiele mit mehr als 50 Prozent Gewinnerwartung vor einigen Jahren fand ich ja noch interessant, solange das Grundprinzip beibehalten wurde. Aber inzwischen gibt's von Automat zu Automat viel zu grosse Unterschiede. Der eine bucht weiterhin 40 Pfennig für das Spiel ab, beim nächsten sind die Sonderspiele frei. Der eine Automat zahlt 3 Mark pro Spiel, der nächste wieder 4 Mark, ein dritter hält 3,20 Mark für angebracht. Das alles hat zur Folge, dass ich persönlich meist nur noch ein paar Groschen verfüttere, die mein Portmonee unnötig belasten, während die größeren Beträge hier zu Hause in meinen Gebrauchtgeräten landen. Vor fünf Jahren war das noch anders. Ich besaß zwar auch damals schon gebrauchte Automaten, habe aber schon alleine des faszinierenden Spielprinzips aktueller Geräte wegen so manchen Besuch in Spielhallen gemacht. Es gibt doch trotz (oder gerade wegen) der starken gesetzlichen Einschränkungen so viel kreativen Spielraum zur Entwicklung neuer, interessanter Spielkonzepte. Zum Beispiel vermisse ich themenbezogene Automaten, wie sie bei den Flippern und Videospielen gang und gäbe sind. Dabei gäbe es sicher genug Möglichkeiten, einen Geldspielautomaten zielgruppengerecht zu designen. Einen ersten Anfang hat NSM ja mit dem „Ballermann 6" gemacht. Was mich auch stört ist die Tatsache, dass man an die zentralen Spielelemente scheinbar keinerlei Gedanken mehr verschwendet. Jeder Hersteller hat seine typischen Gewinnsymbole und bleibt stur bei diesem Konzept, statt hier mal Innovationen zu zeigen. Gerade bei Walzengeräten, die ja pro Rad oft mehr als 20 Symbole aufweisen können, ist es mir unerklärlich, warum alle Hersteller immer auf das gleiche System mit einem einzigen Gewinnsymbol setzen. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem „Sonne, Mond und Sterne"-Automaten, der gleich drei verschiedene Gewinnsymbole mit unterschiedlicher Wertigkeit aufweist? Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn Sie diese Überlegungen mal an einige Entwickler weiterleiten könnten, denn ich habe durchaus die Hoffnung, irgendwann wieder schöne neue Geräte zu entdecken, an denen mir das Spielen wieder richtig Spaß macht. Christoph Kögler, Schwerte |
|
Gespräch am Markt Kneipenflaute!
Wie schaffen wir wieder frischen Wind? Automatenkaufleute aus der Region unterhielten sich in Berlin über die Probleme in der Gastro-Aufstellung. Aber auch über die Chancen und Möglichkeiten einer guten Zusammenarbeit mit dem Wirt. Andreas Danne, IMS-Mitarbeiter: Zwei Drittel der Geldspielgeräte werden auch heute noch in der Gastronomie aufgestellt. Dort gibt es aber immer größere Probleme. Wie ist denn die Entwicklung in den neuen Bundesländern? Thorsten Hannemann, Automatenunternehmer aus Doberlug-Kirchhain: Ich arbeite im väterlichen Betrieb. Die Firma Dieter Hannemann betreibt in dritter Generation, seit 1957, Automaten im Gebiet Berlin-Bran denburg und im nördlichen Sachsen. Wir haben nach der Wende anfangs gute Spielezahlen gehabt. Die sind aber seit längerem stark rückläufig. Danne: Kennen Sie die Gründe dafür? Thorsten Hannemann: Natürlich! In der Region, in der wir Automaten aufstellen, ist die Arbeitslosigkeit sehr hoch. Von Ort zu Ort unterschiedlich zwischen 17 und 29 Prozent. Da können beim besten Willen der Gäste die Spielezahlen von 1990 oder 1991 nicht mehr erreicht werden. Das nenne ich die Einnahmeseite. Die andere Seite sind die teilweise sehr hohen Vergnügungssteuern, die die Provision der Wirte schmälert oder gegen null gehen lässt. Die Kommunen haben immer noch nicht erkannt, dass sie den Wirten eine notwendige Nebenerwerbsquelle nehmen. In einigen Objekten haben wir beide Geräte abhängen müssen. Danne: Wie funktioniert denn unter solchen Bedingungen die Zusammenarbeit zwischen Automatenunternehmer und Gastronom? Harry Labude, Automatenunternehmer aus Rehfelde: Die Zusammenarbeit funktioniert gut, wenn beide Parteien zufrieden sind. Dazu ist für mich wichtig, dass die Industrie ein günstiges Gerät auf den Markt bringt. Besser gesagt: ein preisgünstiges Geldspielgerät, das sich auch auf den schlechten Plätzen in der Eckkneipe noch für mich rechnet! Thorsten Hannemann: Ich sehe noch ein weiteres Problem, das ich in Gesprächen mit verschiedenen Herstellern auch anklingen lassen habe. Die Geräte, die in den letzten zwei Jahren auf den Markt gekommen sind, erfüllen nicht die Forderung nach einer geglätteten Auszahlung. Nach der Wende wurden in manchen Geräten bis zu 10 000 Spiele erreicht. Heute müssen wir mit 3 000 bis 5 000 Spielen im Monat auskommen. Wir brauchen ein Gerät, das auch bei diesen geringen Spielezahlen noch gleichmäßig seine 60 oder 62 Prozent auszahlt. Bodo Fechner, Automatenunternehmer aus Frankfurt/Oder: Die Gerätepolitik oder das vorhandene Geräteangebot entspricht oftmals nicht dem ländlichen Raum. Dazu gehört beispielsweise so eine Spielhallenauszahlquote. Das schafft in erster Linie einnahmeseitige Verärgerung. Die wird dann über den Gastwirt auch zu uns transportiert. Thorsten Hannemann: Es kann nicht sein, dass auf einem Platz mit geringer Spielezahl ein großer Gewinn von 400 Mark ausgegeben wird. Zwar freut sich der Spieler, aber er freut sich genauso, wenn er öfter 70 oder 110 Mark gewinnt. Wenn der Automat einmal 400 Mark auszahlt, spricht sich das unter den fünf Stammspielern dieser Gaststätte in einer ländlichen Gegend sofort herum. Dann kann ich vergessen, dass das Gerät im nächsten Monat Spiele macht. Ich kann damit vielleicht einmal leben, aber der Gastwirt bekommt keine Provision und ist unzufrieden. Er wird sagen: Der Automatenaufsteller ist Schuld. Danne: Ist da Abhilfe in Sicht? Thorsten Hannemann: Erfreulicherweise haben bereits zwei von den großen Herstellern signalisiert, Entwicklungen sozusagen in der Hosentasche zu haben oder auch schon Testgeräte auf dem Markt. |
Die Idee mit den Ruhezeiten von Geldspielern in der Gastronomie, welche die Hersteller erstatten sollten, stammt von Willibald Wacker. Nach unbestätigten Gerüchten ist später ein Fungame nach ihm benannt worden.
|
Ausfallgarantie
von Bally und NSM Ausgleich für ungenutzte
Geldspiel-Laufzeit
Willibald Wacker, streitbarer Vorsitzender des Automaten-Verbandes Rheinland-Pfalz und gleichzeitig BAFinanzchef, hatte die Diskussion angezettelt. In der Gastronomie, so seine Berechnung, kommen Geldgewinnspiel-Geräte nie und nimmer auf eine Nutzungszeit von vier Jahren. Urlaube, Ruhetage und andere Einflüsse begrenzen die aktive „Geschäftstätigkeit" eines Gerätes beträchtlich. Der Aufstellunternehmer kann die vier Jahre, die ihm für ein Geldspielgerät als Nutzungszeit zustehen, nicht ausschöpfen. Was nach Wackers Meinung, die vom Bundesverband Automatenunternehmer übernommen wurde, zu einer erheblichen wirtschaftlichen Belastung jener Betriebe führt, die ausschließlich oder hauptsächlich in der Gastronomie aufstellen. Schwierige
Diskussion Seit Wackers Analyse in der Welt war, gehörte das Stichwort „flexible Zulassungsdauer" zum Diskussionsstandard in den Gremien der Automatenwirtschaft. Die Wellen der Begeisterung schlugen bei der Industrie deswegen zwar nicht übermäßig hoch. Andererseits wuchs aber auch eine gewisse Einsicht in die Argumentation der Aufstellerschaft. Lange Verhandlungen waren die Folge, die sich auch auf Grund von rechtlichen Voraussetzungen schwieriger gestalteten als zunächst angenommen. Eine generelle Regelung war nicht möglich. Also mußte einzeln verhandelt werden. Erstes Ergebnis war die Ausfall-Garantie des Hauses Gauselmann, das für nicht genutzte Betriebstage eines Geldgewinnspiel-Gerätes in einem bestimmten Rahmen einen wirtschaftlichen Ausgleich in Form eines Ersatzgerätes zusichert. Eine ähnliche Regelung schob Bally Wulff Anfang August nach. Im September hat NSM für alle Linien des Hauses, also auch für Panther, nun ebenfalls nachgelegt. Die Reihe der drei großen Hersteller von Geldgewinnspiel-Geräten wäre somit komplett. Nicht genutzte Laufzeittage von Geldspielgeräten werden in einem gewissen Rahmen ausgeglichen. Thema vom Tisch? Damit kann als sicher gelten, daß spätestens die Geräte, die zur IMA präsentiert werden, mit der Ausfallgarantie versehen sind. Davon geht man zumindest beim BA aus. Die Urkunden werden den Geldspielern, die nach den neuen Prüfbedingungen der PTB zugelassen werden, automatisch beigefügt, heißt es aus Bonn. Ob damit das Thema unter dem Stichwort „flexible Laufzeit" endgültig vom Tisch ist, ist allerdings nicht ganz sicher. Wie sich auf der Mitgliederversammlung des BA im Mai zeigte, werden die Ausfallgarantien der Hersteller zwar positiv gesehen. Einer ganzen Reihe von Landesverbänden geht der Fortschritt allerdings noch nicht weit genug. Man darf gespannt sein, ob und wann das Thema als Tagesordnungspunkt wieder auftaucht. |
|
Praxis Gastronomieaufstellung „Es gibt einfach kein Gastro-Einheitsgerät" Christian Arras,
Leiter der Division Spiel bei der NSM AG, äußert sich zu den Wünschen nach
attraktiveren Geldspielgeräten. Brauchen Geldspielgeräte in der Gastronomie einfachere Spielsysteme und eine bessere Ausgewogenheit bei der Auszahlquote? Gefordert hat dies Willibald Wacker, der Vorsitzende des AutomatenVerbandes Rheinland-Pfalz. Auch der BAFachbeirat 2000 befasst sich mit dieser Thematik; bei seinem jüngsten Besuch in Bingen hat er darauf hingewiesen. Wie steht man bei NSM zu den Wünschen der Aufsteller? Der AutomatenMarkt fragte Christian Arras, den Leiter der Division Spiel bei der NSM AG.
„Das Anliegen von Herrn Wacker ist durchaus auch unser Anliegen. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass alle Kraft nur noch auf die Spielstätte konzentriert wird. Die meisten Geräte stehen nun mal in der Gaststätte. Leider mit stark sinkender Tendenz. Umso mehr muss darüber nachgedacht werden, wie man attraktivere Geldspielgeräte für die Gaststätte macht", erklärt Arras. Seiner Meinung nach müssen dazu erst mal ein paar Fragen geklärt werden: Laufen die Gaststätten schlecht und werden deshalb die Geräte schlecht bespielt? Oder liegt es an den Spielgeräten, dass die Leute in den Gaststätten weniger daran spielen? An beidem, meint Arras, ist etwas Wahres dran. „Es ist sicherlich richtig, dass sich die Branche insgesamt bei den Spielsystemen ziemlich hochgeschaukelt hat. Auch unser Geldspielgerät Arena zählt zu den komplexeren Spielsystemen. Wir sind aber davon überzeugt, dass es für Leute, die häufig spielen, genau das Richtige ist. Der Arena zeigt, dass NSM in der Lage ist, seine Philosophie in Sachen Geldspielgeräte an den Markterfordernissen auszurichten. An diesen Erfolg wollen wir mit weiteren Geräten anknüpfen. Das heißt aber nicht, dass wir nur noch komplexe Spielsysteme auf den Markt bringen werden. Es gibt viele Wege, erfolgreiche Geräte zu bauen. Auch für die Gaststätte." NSM, so Arras weiter, will sich verstärkt jener Gaststättenplätze annehmen, die auch Willibald Wacker im Auge hat. Nach Wackers Erfahrung kommt ein Gerät, das normalerweise 25 000 Spiele im Monat machen sollte, in einer kleinen Gaststätte gerade mal auf 5 000 Spiele. Wenn ein solches Gerät mit einem Schlag leer gespielt werde, werfe es oft wochenlang gar nichts mehr aus. Der Spieler verliere die Lust, weil die Auszahlquote in kürzeren Zeiträumen zu gering sei. „Bei nur 5 000 Spielen im Monat stellt sich die Frage, ob das Gerät überhaupt noch wirtschaftlich zu betreiben ist", meint Arras. „Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle, zum Beispiel die Vergnügungssteuer." Wahrscheinlich würden solche gering bespielten Plätze nur gehalten, weil sie schon lange bestehen und weil man hofft, das Geschäft ziehe doch mal wieder an. „Um diese Plätze werden wir uns kümmern. Die müssen wir im Interesse der gesamten Branche erhalten. Gerade in den letzten Jahren sind viele Gastronomieplätze abgebaut worden. Mindestens das Zweitgerät wurde abgehängt. Manche Gaststätte gibt es heute gar nicht mehr. Allerdings kann die Automatenbranche gegen das Gaststättensterben nur wenig tun. Ob allein die Tatsache, dass dort ein gut bespielter Geldspieler hängt, ausreicht, um eine Gaststätte zu halten, wage ich zu bezweifeln. Da gehört wohl schon ein bisschen mehr dazu. Aber wir haben die Wünsche der Aufsteller verstanden und werden unseren Beitrag dazu leisten", versichert der Divisionsleiter. „Es liegt auch in unserem Interesse, hier etwas zu tun".
Christian Arras: Wir haben die Wünsche der
Aufsteller verstanden. Laut Arras muss die Devise lauten, aus einem Gerät, das heute 5 000 Spiele macht, künftig mindestens 10 000 zu bekommen. Die Tendenz für solche Geräte gehe hin zu einfacheren Spielsystemen mit einer Auszahlquote auf ausgewogenem Niveau. Doch Arras warnt vor falschen Vorstellungen. Ein einfaches Spielsystem mit ausgeglichener Auszahlungsstruktur sei keine Garantie dafür, dass ein Gerät in der Gaststätte läuft. Noch sehr viele andere Einflussfaktoren seien wichtig und zu beachten. „Es gibt kein Einheitsgerät für die Gaststätte. Die Ansprüche sind von Platz zu Platz verschieden." Der Divisionsleiter vertritt deshalb die Meinung, dass eine ganze Gerätelinie aufgebaut werden muss. Dem Aufsteller wie dem Spieler müsse gezeigt werden, dass bei aller notwendigen neuen Entwicklung auch Altbewährtes zähle, Dinge, an die sich der Spielgast gerne erinnert, die ihn zum Spielen animieren und am Gerät halten. „Die Zutaten sind mehr oder weniger bekannt, es kommt auf die richtige Mischung an", betont Arras. „Beim Arena ist uns das sehr gut gelungen. Das Spielsystem ist attraktiv, weil es eine Menge Abwechslung bietet." Arras kann sich allerdings auch Plätze vorstellen, an denen die Spielgäste mit dem Arena überfordert sind. Er hält jedoch nichts davon, zwischen Gast- und Spielstätte völlig zu trennen. „Es gibt durchaus Gaststätten und Spielstätten, die vergleichbar sind. Das hängt davon ab, welche Spielezahl in der Halle erreicht wird. Es ist erwiesen, dass Hallen mit höherer Spielezahl andere Geräte brauchen und vertragen als Hallen mit einer niedrigen Spielezahl. Genau das Gleiche gilt für Gaststätten." |
Für das Jahr 2007 wurde gar das Ende des Geldspielgerätes vorhergesagt. Wie wir heute wissen, eine ganz und gar fehlerhafte Aussicht. Oder doch nicht ? Welche klassischen Geldspieler gibt es denn heute noch neu zu kaufen ? Vielmehr ähnelt der Markt heute dem Fungamemarkt von 1998, mit schnellen, teuren Spielen. Insofern ist die Vorhersage sogar erstaunlich präzise. In folgendem Beitrag kommen verschiedene Hersteller und Aufsteller zu Worte.
|
Produktlebenszyklus Bringt 2007 das
Aus für unser Geldspiel? Die Absatzzahlen von Geldspielgeräten gehen stetig zurück. Wie kann diese Entwicklung aufgehalten werden? Die Grafik zu diesem Beitrag gibt die Absatzkurve der Hersteller von Geldspielgeräten wieder. Spitzen um 1990 zählen nur bedingt. Dieser Boom wurde durch die Wiedervereinigung ausgelöst. Normaler Ausgangspunkt ist 1982. Damals sorgte die Einführung der Risikoleiter für Auftrieb. Der aber bald gebrochen wurde. Seitdem geht es bergab. Wir haben eine gedachte Linie von 1982 bis über 1997 hinaus gezogen. Sie endet 1997. Dann läge danach das Geldspielgerät völlig am Boden. Man kann sich damit beruhigen, dass Statistiken grundsätzlich lügen. Auch wenn sie auf Tatsachen beruhen.
Der Verband der Deutschen Automatenindustrie (VDAI) hat 1996 beim Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) eine Studie in Auftrag gegeben. Darin ist unter anderem zu lesen: „Die Entwicklung der Unterhaltungsautomatenwirtschaft verlief bis Mitte der Achtzigerjahre in enger Beziehung zur Gesamtwirtschaft. Insbesondere die Einkommenssituation der privaten Haushalte hat die Nachfrage nach Erzeugnissen der Branche beeinflusst. Seit dieser Zeit haben sich die Rahmenbedingungen verschlechtert, wovon insbesondere die Geld Gewinn-Spiel-Geräte betroffen waren." Wir wollten wissen, wie einige Insider zu diesem Thema stehen. Wie erklären sie die Höhen und Tiefen und welche Tendenzen sehen sie in der Entwicklung des Geldspielgerätes? Zum Beispiel Mega-Geschäftsführer Joachim Trenz: „Ich habe mir den Spaß erlaubt, die Mega-Absatzentwicklung zum Vergleich zu nehmen. Dabei zeigt sich für Mega ein Trend, der genau in die andere Richtung geht. Damit bin ich sehr zufrieden." Positives auch von Michael Schumann. Der Inhaber von Triomat ist davon überzeugt, dass die Talfahrt auf jeden Fall im nächsten Jahr beendet sei. Bei der Beurteilung dürften die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur nicht außer Acht gelassen werden. Das meint Karl-Heinz Pink. Er ist Geschäftsführer von Panther-Apparatebau: „Großen Einfluss hat die demografische Entwicklung auf die Bereiche Spiel- und Gaststätte. Gerade hier wirken sich diese Einflüsse gegenläufig aus. Darüber sagt die Kurve nichts." „Es wird oft festgestellt, dass der Anteil der älteren Menschen in der Gesamtbevölkerung zunimmt. Vielleicht könne bei dieser Altersgruppe nicht mehr von einer großen Unternehmungslust ausgegangen werden", sagt Christian Arras, Leiter der Division Spiel bei der NSM AG. Es zeigt sich kein eindeutiger Vier-Jahres-Rhythmus. Damit ließe sich wenigstens zum Teil erklären, dass sich die Zahlen nicht nach vier Jahren wiederholen. So müsste es doch sein, wenn alle Geräte nach Ablauf der Zulassungszeit erneuert würden. Trenz zu diesem Phänomen: „Einige Höhen und Tiefen können eindeutig bestimmten Ereignissen zugeordnet werden. Wir sehen eindeutig die Zusatzinvestitionen in den neuen Bundesländern. Aber warum wiederholt sich das nicht nach vier Jahren?" Sicherlich habe der Wegfall der 30-Pfennig Geräte einen Knick gebracht. Durch die kürzere Verweildauer des Spielgastes als Folgeerscheinung. Das zeige sich 1997. Pink führt einen weiteren Grund für die Rückläufigkeit an: „Der Ablauf der Hunderter-Serie ist beispielsweise ein Grund dafür, dass die Geräte etwas von ihrer Attraktivität eingebüßt haben." Erstaunlicherweise zeige sich aber keine positive Reaktion auf den Wegfall des Multiplikators, so Pink weiter. Eine Frage drängt sich auf: Wo bleiben Geräte, die offensichtlich nach Ablauf der Zulassung nicht erneuert werden? „Das zweite Gerät in der Gaststätte wandert raus. Wird einfach abgehängt und nicht ersetzt. Daran sind politische und konjunkturelle Einflüsse schuld. Wir können von durchschnittlichen Einkommenseinbußen von zehn bis fünfzehn Prozent ausgehen", erläutert Pink. Joachim Trenz geht davon aus, dass die Altgeräte in den Heimmarkt oder den Partykeller gehen. Wie können die Gastroplätze wieder aktiviert werden? „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Altgeräte noch weiterhin am Platz betrieben werden", sagt Trenz. „Wichtig ist hier lediglich die Frage, wie man diese Plätze wieder aktivieren kann." Vonseiten der Industrie wären schon viele neue Gerätetypen geboten worden, um dem Geldgewinnspiel neuen Aufschwung zu geben, findet Trenz. Als Beispiele zählt er Kartenwendergeräte, Bildschirmgeräte, Monopoly- und Würfelspiele auf. „Einige davon waren Flops. Andere sind kaum über die Funktion eines Nischengerätes hinaus gekommen", so Trenz. Auch Pink ist der Meinung, dass die Industrie vieles versucht hat, um neue Wege zu gehen: „Es ist nicht einfach, bei neuen Gerätetypen den richtigen Geschmack zu treffen. Der Spieler ist sehr konservativ", sagt er. „Vielleicht gibt es eine Wandlung durch die Spieler, die vom Computer auch andere Spiele kennen." Als einen großen Hemmschuh bei der Entwicklung von Geräteneuheiten beurteilt Michael Schumann die Zulassungsbehörde: „Bei den Geldspielgeräten gibt es PTB bedingt seit Jahrzehnten nichts Neues", sagt er. „Obwohl sich die Industrie wirklich Mühe gegeben hat." Ein großes Anliegen von Schumann ist es, den Spieler zu pflegen. Schuld am Weggang der Spieler seien die niedrigen Auszahlquoten und das Herabsetzen der Zahl der Sonderspiele. „Spielen soll Spaß machen, das muss gefördert werden", so Schumann. „Die Automatenunternehmer sollen mit den Quoten hochgehen." Schumann: „Hängen zwei Geräte nebeneinander, eines mit hoher und eines mit niedriger Auszahlungsquote, hat das Gerät mit der hohen Quote die schlechtere Kasse. Der Aufsteller wird es wieder abhängen. Dabei hat er aber vergessen, dass dieses Gerät den Spielgast hält und zum Spielen motiviert. Nicht das mit der geringen Quote." Schließlich bleibt unsere Branche von Entwicklungen in der Gastronomie nicht verschont. Bei den Geräten werde die Generation aussterben, die dem Spielgast nur die Mindestauszahlung laut Spielverordnung zugesteht, schließt sich auch Trenz dieser Ansicht an. Der Aufstellunternehmer wird zum Gastro-Promoter „Wir von NSM haben uns gefragt, wie kann die Eckkneipe wieder belebt werden? Wir haben ein Konzept entwickelt, wie der Kneipenbesuch wieder zum Erlebnis wird." NSM hat Animateure engagiert, die sonst in Ferienklubs arbeiten. Die haben in den Gaststätten Partys in Gang gebracht und angeheizt. Der Versuch sei gelungen, die Gaststätte wieder besser besucht. Das könne auch der Aufstellunternehmer, der damit zum Gastro-Promoter werde. „Wenn es den Kneipen wieder besser geht, werden auch die Geldspielgeräte besser laufen." Entscheidend sei es, dem Spieler so viel Vergnügen in Form von Verweildauer und Spannung zu geben, wie wir uns aufgrund der freien Auslastungskapazitäten leisten können. In diese Richtung tendiert auch Trenz bei Überlegungen, den Rückwärtsgang zu stoppen: „Ich persönlich bin überzeugt, dass wir innerhalb unberührt. Daraus sollten jedoch nicht nur negative Konsequenzen gezogen werden. Es liegen auch Chancen darin, auf Wandlungen zu reagieren. Interesse am Spiel mit Geldautomaten sei nach wie vor vorhanden, meint dazu Christian Arras. Über zwei Drittel der Geräte stünden schließlich in Gaststätten. „Dass es den Kneipen nicht mehr so gut geht, macht sich auch in unserer Branche bemerkbar. In den nächsten drei bis vier Jahre müsse eine Auszahlquote zwischen 70 und 75 Prozent erreichen werden. Damit werden wir automatisch wieder mehr zufriedene Spielgäste bekommen." Schumann richtet noch einen Appell an die Industrie. Sie solle nicht über niedrige Preise Geräte in den Markt bringen, die beim Spieler nicht gut angekommen sind. Diese Automaten sollten lieber vom Markt genommen und zugunsten besserer ausgetauscht werden. |
Wie kann man die Automaten attraktiver gestalten, wie sehen die einzelnen Hersteller die Lage? Mit durchaus unterschiedlichen Patentrezepten. Während die einen für die junge Computer- und Multimediageneration keine attraktiven Angebote sieht und die Spielerschaft „aussterben“ sieht, wollen die anderen weiter die reifere Kundschaft befriedigen, weil auch die Jüngeren bald die Älteren sind. Eine Zusammenstellung aus dem IMA Heft November 1998:
|
Paul Gauselmann AutomatenMarkt: Die Automatenunternehmer sehen aber als ihr Hauptstandbein nach wie vor das Geld-Gewinn-Spiel-Gerät. Hier trauern sie den guten Kassen nach. Gauselmann: Wir haben im Moment aber aufgrund der Gesetzeslage keine Möglichkeit, das Geld-Gewinn-Spiel-Gerät grundlegend zu ändern. Aber ich versichere Ihnen: Wir bleiben am Ball. Wir werden uns weiterhin dafür stark machen, diesen Geräte Typ interessanter zu gestalten. Was in anderen Ländern Europas möglich ist, muss doch auch bei uns auf Dauer funktionieren. Überall ist das Gerät schneller, überall ist es vielseitiger, weil es von den Gesetzgebern nicht so enge Vorgaben gibt. Schauen Sie doch nur nach England. Dort hat der Staat erst kürzlich eine Erhöhung des Gewinns zugelassen. Oder in Spanien. Dort wurde jetzt der Spieleinsatz von 25 Peseten (30 Pfennig) auf 50 Peseten (60 Pfennig) erhöht und der Höchstgewinn von 10 000 Peseten (120 Mark) auf 15 000 Peseten (170 Mark). Außerdem erlaubt das Gesetz in Spanien, einen Jackpot anzuschließen. Das heißt, es dürfen zehn Geräte zusammengeschlossen werden, sodass nicht 15 000, sondern 150 000 Peseten auf einen Schlag gewonnen werden können. So habe ich die Neuerung verstanden. AutomatenMarkt: Sie appellieren damit also an unseren Gesetzgeber, endlich einmal mit der Zeit zu gehen.
Gauselmann: Richtig. Für jüngere Leute, die heute mit ihrem Computer ein ungewöhnlich schnelles Spiel erleben, sind unsere GeldGewinn-Spiel-Geräte doch langweilige Kisten. Dagegen müssen wir etwas tun. Wenn jetzt ein neuer Wind in der Regierung weht, hoffe ich, dass wir mit unseren Forderungen auf Verständnis stoßen. Wir brauchen als Erstes keinen höheren Spielpreis, wir brauchen mehr Inhalt, damit unsere Gäste wieder mehr Spass am Spiel hahen AutomatenMarkt: Meinen Sie, dass die Spielfreudigkeit beim Spieler nachgelassen hat? Gauselmann: Ja. Wie ich eben schon sagte, die Geräte sind zu langweilig. In einem Casino sehen Sie selten, dass jemand mehr als an einem Gerät spielt. Eine Slot-Machine ist spannend und schnell. Hier reicht dem Spieler das Erlebnis an einem Gerät. Bei uns aber muss man an zwei oder mehr Automaten spielen, um überhaupt einen Kick zu erhalten. Wenn wir das einzelne Gerät spannender gestalten dürften, wäre alles in Ordnung. … AutomatenMarkt: Sie verraten aber noch keine Details? Gauselmann: Sicherlich nicht. Aber hier schon mal ein Leckerbissen vorab: Golden Time, ein Geld-Gewinn-Spiel-Gerät mit integriertem Bildschirm. Das Originalspielsystem entspricht dem des Castell, der in der Branche sehr gut angekommen ist. Mit diesem Gerät bieten wir ein ganz neues Medium an. Der Aufsteller sollte es auf jeden Fall vor Ort ausprobieren. Der Spieler wird dann entscheiden, ob ihn der Bildschirm mehr begeistert, als die bisher bekannte Walze. Einziger Wermutstropfen bei Golden Time: Durch den Bildschirm kostet das Gerät mehr. Aber wenn es dann zwanzig und mehr Prozente Mehrkasse bringt, lohnt sich diese zusätzliche Investition. Die ersten Testergebnisse sind auf jeden Fall sehr viel versprechend.
… AutomatenMarkt: Also macht auch dem Haus Gauselmann der Rückgang der Geldspielgeräte zu schaffen? Gauselmann: Das Geldspielgerät ist auch bei uns zurückgegangen. Vielleicht nicht so stark wir bei anderen. Aber deshalb stecke ich den Kopf nicht in den Sand. Im Gegenteil! Ich schaue nach vorn. Unsere neuen Produkte werden für Aufschwung sorgen. Davon bin ich überzeugt. Denn dem Spielgast werden ganz neue Elemente geboten, die wir bisher nicht verwenden durften. Die Geräte werden also auch entsprechend besser laufen und mehr Kasse bringen. Mit mehr Umsatz hat der Aufsteller wieder Spaß an seinem Geschäft und wird neuen Mut schöpfen. Ich bin sehr zuversichtlich was die Zukunft unserer Branche betrifft. |
|
Uwe Christiansen (Bally
Wulff): AutomatenMarkt: Ist denn unser seit 1953 mehr oder weniger unverändertes Geldgewinnspiel überhaupt in unserer heutigen Zeit noch aktuell? Christiansen: Bally Wulff hat schon häufiger versucht, frischen Wind in dieses Geschäft zu bringen. Ob durch Monopoly, Rasant oder den Würfel. AutomatenMarkt: Die sind aber allesamt im Markt durchgefallen.
Christiansen: Eben weil der Markt nicht in der Lage ist, neue Dinge gemeinsam zu kultivieren. Der wirtschaftliche Kurzerfolg bestimmt das Geschäft. AutomatenMarkt: In jüngerer Zeit ist es still geworden um solche Experimente. Müssen wir daraus schließen, dass Sie kapituliert haben, Herr Christiansen? Christiansen: Ich muss zugeben dass ich zwischenzeitlich den Mut verloren hatte, ob es sinnvoll ist in solche scheinbar aussichtslose Entwicklungen zu investieren. Ich glaube aber, dass diese Zweifel verkehrt gewesen sind. Wir werden auf der IMA Ansätze zu neuen Lösungen zeigen. AutomatenMarkt: Wie werden die aussehen? Christiansen: Wir werden eine neue Darstellungsform der Risikoleiter präsentieren, von der wir uns für die Zukunft sehr viel versprechen. Aber um nicht den gleichen Fehler zu machen wie mit Würfel oder Monopoly, werden wir diese nur in einer sehr begrenzten Anzahl in den Markt bringen. So können wir die Idee in Gemeinschaft mit unseren Kunden zur Marktreife weiterentwickeln. AutomatenMarkt: Heißt das, Sie wollen mit einer halbfertigen Idee herauskommen? Christiansen: Nein, diese Idee ist keinesfalls halbfertig, die Umsetzung muss noch kultiviert werden. Unsere Idee beruht darauf, dass sich die statische Darstellungsform überleben wird. Mit einer Digitalisierung - einer so genannten lebenden Risikoleiter - wollen wir jugendliche Spieler besser erreichen. |
|
Ullrich D. Schulze
(NSM-Löwen)
Ullrich D. Schulze: Das ist richtig. Die Industrie leidet unter einem enormen Rückgang der verkauften Stückzahlen. Besonders seit Juli hat es im Vergleich zum Vorjahr einen starken Einbruch gegeben. Bei Geldspielautomaten von über 20 Prozent, bei Sportautomaten von über 30 Prozent. Die bisher positive Entwicklung bei Unterhaltungsgeräten stagniert seit August ebenfalls. Darüber hinaus findet in unserer Branche derzeit ein Technologiewandel statt. Das alles kann man nicht einfach reaktionslos an sich vorübergehen lassen. AutomatenMarkt: Was genau meinen Sie mit Technologiewandel und welche Auswirkungen hat das für Ihr Unternehmen? Schulze: Sie werden auf der kommenden IMA feststellen, dass immer mehr Geräte von einem PC betrieben werden. Also über eine Monitoroberfäche, einen Internet- oder Modemanschluss verfügen. Das bedeutet, dass in unserer Branche immer mehr Standardbauteile aus der Computerindustrie Verwendung finden werden. Die Geräte werden sich zunehmend noch in ihrem Gehäuse, dem Design und der Software unterscheiden. |
|
Tjark Bergmann (Bergmann): AutomatenMarkt: Unsere Branche hat derzeit mit vielen Problemen zu kämpfen. Die Vergnügungssteuer macht vielerorts ein wirtschaftliches Handeln kaum noch möglich. Was raten Sie in dieser Situation dem Automatenunternehmer? Tjark Bergmann: Natürlich steht die Automatenbranche zurzeit vor besonderen Problemen, die dringend Lösungen verlangen. Diese gibt es auch. Leider will sich die ältere Generation der Automatenkaufleute damit am liebsten nicht mehr befassen. Jüngere haben die entsprechende Motivation, können aber nicht ohne weiteres andere Unternehmen übernehmen. AutomatenMarkt: Woran liegt das Ihrer Meinung nach? Bergmann: Die Arbeit in der Automatenbranche ist heutzutage ein sehr schwieriges Geschäft. Hinzu kommt die künftige Euro Hürde. Auch wenn das kein großes Problem ist, wenn es um die Technik geht, werden sich viele Automatenkaufleute der älteren Generation - weil sie es sich erlauben können - zurückziehen. Das ist leider Fakt.
AutomatenMarkt: Muss sich nicht auch im Spielstättenbereich ein Wandel vollziehen? Gerade die jüngere Generation, die mit Gameboys und Home-Computern groß geworden ist, lockt doch unser Angebot nicht unbedingt hinter dem Ofen vor? Bergmann: Ja, das muss sicherlich anders werden. Aber es kann auch anders werden. Genau hier ist doch der Ansatzpunkt. Wir haben die ganzen Jahre versäumt, die Wiederbelebung der Spielfreudigkeit herbeizuführen. Vor allem das Geldspielgerät wieder imagemäßig aufzuwerten. Dabei sind die Geldspielgeräte heute viel besser als es allgemein vom potenziellen Spielerpublikum angenommen wird. Diesbezüglich wird auch von der Industrie der größte Fehler gemacht. AutomatenMarkt: Wo liegt denn dieser Fehler der Industrie? Bergmann: Die Industrie bringt viel zu viele Geräte pro Jahr auf den Markt. Unser Unternehmen macht das nicht. Deswegen haben wir auch Erfolg. Dafür habe ich persönlich gesorgt und selbst das Heft in die Hand genommen. Geldspielgeräte werden von den Spielern nur angenommen, wenn sie wirklich gut sind. Also entsprechende Erfolgserlebnisse vermitteln. Und so etwas spricht sich herum. Dann erhalten die Geräte den Bonus des Bekannten und der Spieler vertraut ihnen. AutomatenMarkt: Wie wollen Sie den Spieler wieder für das Geldspielgerät begeistern? Bergmann: Unsere Branche hat nach der Einführung des 40-Pfennig-Spiels und dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes einen sträflichen Fehler begangen. Man wollte noch mehr Geld verdienen und ist bei den Niedrigauszahlern geblieben. Wir wissen doch, dass uns damals die Spieler davongelaufen sind. Jetzt steht die Frage im Raum, wie wir die Spieler wieder aktivieren können. Ganz sicherlich nicht dadurch, indem ein neues Gerät nach dem anderen einfach nur an die Wand gehängt wird. Der Spieler weiß doch gar nicht mehr, was sich dahinter verbirgt. Er hat keinen Bezug mehr zu den Geräten. Kein Vertrauen. AutomatenMarkt: Sie fordern also Qualität statt Quantität. Aber müsste nicht das Geldspielgerät an sich attraktiver werden, um den Spieler wieder mehr dafür zu begeistern? Bergmann: Es gibt immer Möglichkeiten zu experimentieren. Das Gerät mit neuen, interessanten Features auszustatten. Nur dürfen nicht siebzig Geräte pro Jahr herausgebracht werden. Was soll das? Bei den Aufstellern ist heute schon längst der Groschen gefallen, dass das alles nichts gebracht hat. AutomatenMarkt: Es ist nach wie vor notwendig, dass wir ein neues Kundenpotenzial für unsere Geräte gewinnen müssen. Wie kann das Ihrer Ansicht nach geschehen? Bergmann: Sie reden von neuen Spielern. Ich aber meine, wir dürfen dabei auch unseren alten Spielerkreis nicht außer Acht lassen. Wir kümmern uns - gedanklich und praktisch - viel zu wenig um das bürgerliche und das ältere Publikum. Die Rede ist immer nur von der nachwachsenden Generation. Das halte ich für einen absoluten Blödsinn! AutomatenMarkt: Aber die Alten sterben ja nun einmal weg. Das bleibt einfach nicht aus. Bergmann: Dann werden neue Alte nachwachsen. Außerdem kenne ich Casinos und andere Freizeiteinrichtungen in allen Ländern, die voll sind von älteren Leuten. Und diese Unternehmen leben fantastisch. AutomatenMarkt: Auf der einen Seite fordern Sie, das ältere Publikum nicht zu vernachlässigen. Auf der anderen Seite ist es doch aber auch wichtig, die Heranwachsenden für unsere Spiele zu begeistern. Wo liegt da der goldene Mittelweg? Bergmann: Es gibt doch schon heute Gaststätten für Ältere, für Bürgerliche, für Jüngere. Damit sind sicherlich noch nicht alle Probleme gelöst, aber hier werden bereits Ansatzpunkte geliefert. Dieser Entwicklung müssen wir entsprechen. Dürfen sie nicht versäumen. Wenn man die Aufgabe erkennt, ist die Lösung nicht mehr weit. Wenn man aber nur Vorträge über Lösungen hält und nicht einmal weiß, wie die eigentliche Aufgabe lautet, dann wird es ulkig - leider aber ganz und gar nicht mehr witzig. |
Lassen wir neben den Firmenchefs auch mal den Vertriebschef von Gauselmann zu Wort kommen:
|
Geldspiel wird sich immer
durchsetzen Helmut Besse:
Jede neue Spielidee wird auf breiter Basis getestet. Helmut Besse, Vertriebsleiter bei adp, äußert sich zu vergangenen und zukünftigen Entwicklungen und Tendenzen im Geldgewinnspielmarkt. AutomatenMarkt: Jedes Jahr kommt eine Vielzahl von Geld-GewinnSpiel-Geräten auf den Markt. Viele halten sich dort aber nicht lange. Steht hier Quantität vor Qualität? Helmut Besse: Wir haben aus den Erfahrungen gelernt. Der Markt braucht keine Fülle von Geräten. Der Markt braucht Spitzengeräte. Man ist in der Vergangenheit oftmals von der Theorie ausgegangen, wenn das eine Gerät nicht läuft, muss das andere laufen. Inzwischen haben wir verstanden, dass man eine Zufriedenheit nur in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden erreichen kann. AutomatenMarkt: Wie sieht diese Zusammenarbeit konkret aus? Besse: Zuerst einmal haben wir gezielt ein Produktmanagement für Geld-GewinnSpiel-Geräte eingeführt. Diese organisatorische Umstellung hat auch schon Früchte getragen. So haben wir in den letzten fünf Monaten kein neues Gerät gebracht. Die Geld-Gewinn-Spiel-Geräte werden jetzt vor der Neueinführung monatelang in großen Stückzahlen getestet. Was unseren Anforderungen nicht genügt, fällt durch. AutomatenMarkt: Warum ist man nicht schon früher so vorgegangen? Musste erst ein „Einbruch" kommen? Besse: Einige Zeit war man nach einer relativ kurzen Entwicklungs- und Testphase sehr von einer neuen Idee überzeugt. Der Schuss ging dann schon mal nach hinten los, wenn man sich vorrangig an Testergebnissen von Spitzenplätzen orientiert hatte. Das passiert uns nicht mehr. Jede neue Spielidee wird jetzt ausgiebig auf breiter Basis getestet. Auf guten, mittleren und schwachen Plätzen, denn das Spielerverhalten ist dort jeweils stark unterschiedlich. AutomatenMarkt: Geld-Gewinn-Spiel-Geräte sind sich im Allgemeinen vom Design her sehr ähnlich. Ist da nicht auch ein Ansatzpunkt zur Weiterentwicklung gegeben? Besse: Dafür haben wir das Produktmanagement eingerichtet. Wir werden am Markt dranbleiben und auch in diesem Jahr in dem Bereich Gestaltung der Geräte viel bewegen. Andererseits kann man das Erscheinungsbild der Geld-Gewinn-Spiel-Geräte nur schrittweise ändern. Der Spielgast akzeptiert nur ein Gerät, was vom Erscheinungsbild her das wiedergibt, was er erwartet. AutomatenMarkt: Wagen wir mal einen Blick in die Zukunft. Wird in fünf oder zehn Jahren das Spielerpotenzial für Geld-Gewinn-Spiel-Geräte noch vorhanden sein? Besse: Ich bin davon überzeugt, dass ein Spiel, wie wir es bieten, sich auch weiterhin dauerhaft durchsetzten wird. Der Reiz, geprägt von der Mechanik, von den sich drehenden Walzen und Scheiben ist und bleibt ungebrochen. Und noch eins: Produkte unseres Hauses sind gekennzeichnet als gute Dauerbrenner über volle vier Jahre. Wir sind gegen Blender mit Strohfeuer. AutomatenMarkt: Die jungen Leute sind mit Elektronik aufgewachsen und können damit etwas anfangen. Zieht das Geld-GewinnSpiel-Gerät mit seinen mechanischen Elementen auch die jüngere neue Generation an? Besse: Wir müssen hier differenzieren. Nicht die ganze Gesellschaft setzt sich mit den neuen Medien auseinander. Ein Teil ist davon angezogen, was er erkennen, was er greifen kann. Hier ist die Erkennbarkeit der Mechanik Voraussetzung zum Spielen. Natürlich wird es in Zukunft Verfeinerungen der Geräte geben, die auch die Liebhaber der Elektronik begeistern werden. Hierzu bieten wir als einziger Hersteller bereits seit mehr als zehn Jahren auch Bildschirmgeräte an, die sehr erfolgreich sind und laufend weiterentwickelt werden. Wie auch beim Design geht das aber nur Schritt für Schritt. AutomatenMarkt: Wie wird sich der Markt für Geld-Gewinn-Spiel-Geräte aus Ihrer Sicht verändern? Besse: Im Augenblick sieht es so aus, dass unser Markt Tendenzen einer Rückläufigkeit zeigt. Besonders in der Gastronomieaufstellung. Und aufgrund des derzeitigen politischen Umfelds entstehen große Unsicherheiten. Besonders wegen der zu hohen Vergnügungssteuer. |
Auch in folgendem PR-Artikel von Bally Wulff wird die Lage schöngeredet und es werden Rezepte gegen das Kneipensterben verbreitet. Die Erlebnisgastronomie würde die Couch-Potatoes wieder in die Kneipen locken, und das geht natürlich nur mit Bally-Produkten.
|
Qualitatives Wachstum mit
Bally Wulff Spielstätten
müssen regelmäßig neue Attraktionen bieten.
Während viele deutsche Großunternehmen jährlich zweistellige Wachstumsraten bilanzieren und ihre Aktionäre mit überdurchschnittlichen Dividenden erfreuen, hat das Konjunkturtief die kleinen und mittleren Firmen frontal erwischt. Sie tragen, so auch das Fazit des Bally WulffFachkongresses '97, die Hauptlast einer Wirtschaftskrise, die auch eine Strukturkrise ist. Zwar hat der einzelne Unternehmer so gut wie keine Möglichkeit, Einfluss auf so entscheidende Faktoren wie Arbeitslosenzahl, Steuerlast oder Sozialabgaben zu nehmen. Ihm bleibt nach Aussagen aller Wirtschaftsexperten dennoch ein beträchtlicher Spielraum für Eigeninitiativen. Was aber kann ein Aufsteller in der Praxis tun, um den konjunkturellen Einbruch zu stoppen? Wie kann er Spieler und gastronomische Vertragspartner halten oder gar neue Kunden gewinnen? Derzeit sehen zahlreiche Aufsteller ihr Heil allein in einer vermeintlichen Gesundschrumpfung. Man hängt Geräte ab, was mehr bedeutet als nur die numerische Verringerung des Bestandes. Denn: Vergessen wird dabei, dass ein Abbau von Automaten kurzfristig kalkulatorisch vielleicht Sinn macht, die Maßnahme ist aber gleichzeitig auch ein Abbau an Qualität und Kundendienst. Eine solche Geschäftspolitik kann, andere Branchen zeigen das, schnell zum Bumerang werden, weil es den Spielgast naturgemäß nicht interessiert, warum sein Gerät abgeräumt wurde. Er sieht allein die Einschränkung des Angebotes, die für ihn so gravierend ist, als hätte man ihm daheim gleich mehrere populäre Sen der aus dem Fernsehprogramm gestrichen. Die logische Folge: Der Gast sucht sich frustriert eine neue Spielstätte. Eine, wo man vielleicht rechnerisch zwar auch zu dem Ergebnis gekommen ist, dass der Rotstift seinen Reiz hat, jedoch einen enormen Verlust an Qualität, Service und Corporate ldentity bedeutet.
Aufwärtstrend
durch Qualität Unbestritten ist, dass Spielstätten regelmäßig neue Attraktionen bieten müssen. Das gilt nicht nur für unsere Branche., Auch Disneyland oder deutsche Vergnügungsparks, die als gewinnbringende Aushängeschilder der Unterhaltung gelten, wären längst tot, wenn sie sich nicht ständig erneuern würden. Mehr noch: Sie erweitern ihre Angebote. „Obwohl Spielstätten einerseits immer wieder neue Anreize benötigen, so verwirrt andererseits ein Überangebot an Modellen den Aufstellunternehmer", sagt Bally Wulff-Geschäftsführer Uwe Christiansen und fügt hinzu: „Wenn es um die Modellpolitik bei Geldspielgeräten geht, dann verfolgt unser Haus die klassische Devise - so wenig wie möglich und so viel wie notwendig. Ausschlaggebend ist immer die Qualität, nicht die Quantität" Der Spagat zwischen Qualität und Quantität ist für den Gerätehersteller ebenso schwierig wie für den Aufsteller. Dass der Balanceakt den Berlinern gelungen ist, bestätigt die Umsatzentwicklung des vergangenen Jahres. Denn Bally Wulff musste bei den Geldspielgeräten als einziger Hersteller nur geringfügige Einbußen hinnehmen. Auch im Bereich American Darts legte die Unternehmensgruppe, die im Jahre 2000 ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, den Schwerpunkt auf den Grundsatz „Qualität der Konzepte vor Quantität der Modelle". Qualitatives erschöpft sich jedoch nicht in der richtigen Wahl der Produkte. Das ist nur eine Seite. Sie muss ergänzt werden durch ein breit gefächertes Service-Konzept, das richtiges Freizeitgefühl vermittelt.
Wachstum bei
Automatenunternehmen durch konsequente Pflege Das beginnt bei der Auswahl des Personals, bei dessen Schulung und Motivation und endet bei Aktionen, die gar nicht einmal teuer sein müssen. Ein Stichwort mag die „Happy Hour" sein, mit der vor allem Hotels ihre Hausgäste erfreuen. Mit verbilligten Preisen zu bestimmten Zeiten werben in Großbritannien neuerdings auch einige Supermärkte: Wer zur Mittagszeit einkaufen geht, zahlt für Milch, Butter und Brot weniger. Nach ersten Erfahrungen hat sich der Umsatz in dieser Zeit verdreifacht, wodurch das Personal in den Abendstunden entlastet wurde. Ein qualitativ - und oft auch quantitativ - zu erschließendes Feld bietet sich dem Aufsteller in der Gastronomie an. „Hier liegen der größte Bedarf und das größte Defizit", wie Unternehmensberater Andreas Schreiner beim Bally Wulff-Kongress '97 erklärte. „In aller Regel", so seine Erkenntnis, „gibt es keine Zielgruppen Definition, sondern die Meinung, eine nette Einrichtung reicht und die Gäste kommen von alleine." Hier hat der Aufsteller gute Chancen, in aktiver Partnerschaft mit dem Gastwirt ein gemeinsames Konzept aufzustellen. Mit seiner Erfahrung ist er vor allem für Gastro-Neulinge, die dem Umfeld häufig hilflos gegenüberstehen, ein kompetenter Berater. Qualität in der Gastronomie endet heute nicht bei der Schnitzelgröße oder dem gut gezapften Bier. Auch ein oder zwei Geldspielgeräte sind nicht mehr ausreichend. Die rasante technische Entwicklung hat dazu beigetragen, dass sich jede Kneipe in eine kleine Sporthalle verwandeln lässt. Ein paar Quadratmeter reichen, um ein American DartsTurnier auszutragen und sich per Datenfernübertragung den Reiz der Liga ins Haus zu holen. Steigern lässt sich die Attraktion einer Gaststätte aber auch mit thematischen aktuellen Flippern oder mit dem „Touch Master". Der beansprucht weniger Platz als eine Tageszeitung und ist ein echter „Thekenkumpel". Konjunkturell schlechte Zeiten waren in der Vergangenheit in allen Branchen immer auch Zeiten der Motivation und einer erhöhten Kreativität. Bally Wulff hat sich mit seiner Palette auf die Notwendigkeit eines qualitativen Wachstums eingestellt. |
Ob dies jedoch mit solchen Produkten erreicht werden kann ?

Die Frage und Forderung, ob spezielle Gastronomiegeräte den Trend umkehren könnten, wird kontrovers diskutiert. Bis in die heutigen Tage ! Damals sah NSM-Löwen für solche Geräte keinen Bedarf und zeigte sich wenig kritikfähig an den seinen aktuellen Produkten.
Als kleiner Nischenanbieter aus der Hellomat Konkursmasse sah sich Panther auf gutem Wege. Gerade der Ballermann-6 Erfolg ließ aufhorchen.
|
Zielgruppenorientierung Panther setzt auf
alternatives Konzept Der Löwen Abkömmling aus Weilerswist verfolgt weiter eine ganz eigene Linie. Das Plansoll fürs erste Halbjahr wurde überschritten. Es ist eine gute und schlechte Nachricht zu gleich: Der Marktanteil von Panther Automaten nähert sich einem zweistelligen Prozentwert. Ein bedeutend größeres Stück aus einem kleiner gewordenen Kuchen. „Mir wären ein paar Prozentpunkte weniger von einem größeren
Gesamtmarkt lieber", gesteht Hermann-Josef Kaiser. Er ist
Geschäftsführer des Unternehmens innerhalb der Spiel-Division der NSM AG. Vor zehn Monaten hatte Panther an dieser Stelle mutige Zielvorgaben verkündet. Angepeilt werde für 1998 eine Verdoppelung des Markt anteils. Damals vier Prozent. In echten Zahlen waren das eben mal 2 000 Geräte im Jahr. Diese Stückzahl wurde, so Kaiser, jetzt schon im ersten Halbjahr annähernd erreicht. Somit das Plansoll mehr als erfüllt. Trotz Verlegung der IMA auf den Spätherbst. Ein Überschreiten der Gesamtstückzahl von 4 000 dürfte damit absehbar sein. Einen wesentlichen Ansatz für diesen Sprung nach vorn sieht Kaiser in der Übernahme der NSM-Technik. Damit seien viele neue Kunden gewonnen worden. Zuvor hatte die Existenzberechtigung von Panther zum Wesentlichen auf dieser an deren Technik basiert. Das Unternehmen entstammt der Konkursmasse von Hellomat. Ein auf dessen Technik eingeschworener Kunden stamm hielt Panther die Treue. In der Modellpolitik will Panther seiner Außenseiterrolle treu bleiben. Wobei das Wort Außenseiter nicht gern gehört, lieber von Alternativen gesprochen wird. Sichtbar war diese neue Linie erstmals durch den Ballermann 6 geworden. Nicht nur die rahmenlose Oversize-Scheibe setzte Zeichen für anderes Design. Neue Wege wurden auch in der Motivgestaltung beschritten. Das Experiment löste ebenso viel begeisterte Zustimmung aus wie ablehnende Entrüstung. Vorübergehend wurde Ballermann 6 auch „ohne Frau" angeboten. Ohne Resonanz! Die Wogen haben sich geglättet. Die Ablehner sind still geworden. Kaiser berichtet von verblüffenden Ergebnissen einer analytischen Untersuchung. Danach seien es fast ausschließlich Männer gewesen, die das scheinbar sexistische Frauenbild auf der Scheibe zurückwiesen. Frauen selbst hätten es viel lockerer gesehen. Trotzdem kommt Panther mit dem neuen Big Run II wieder recht brav daher. Aber weiterhin mit rahmenlosem Oversize. Die große Scheibe solle besonderes Merkmal der Panther-Produkte bleiben und nicht von der Muttergesellschaft in Bingen übernommen werden. Auch sonst sei der kleinen Weilerswister Tochter weitere Eigenständigkeit zugesichert worden. „In kleineren Einheiten ist es leichter zu experimentieren", hebt Kaiser den Vorzug dieser Organisationsstruktur hervor. „Nicht nur wegen der umwegfreien Kommunikation in der Entwicklung." Unausgesprochen lässt er den Vorzug, dass ein möglicher Flop in kleinerer Stückzahl nicht so stark zu Buche schlägt. Sieben von zehn Neuentwicklungen fallen im Test durch den Rost. Sie erreichen den Markt gar nicht erst. „Unser Hauptanliegen ist es, die Langeweile zu überbrücken, die uns von der Spielverordnung aufgezwungen wurde", bringt Kaiser sein Konzept auf den Punkt. Neben themenorientierten Gerätelinien und alternativem Design nehme dabei der Sound eine bedeutende Stellung ein. Die Möglichkeiten der NSM-Technologie für Musikwiedergabe und spielunterstützende Sprache würden voll ausgeschöpft. Die Motivierung des Spielers erfolge in echtem Deutsch. Kaiser: „Wir sind zwar weder die Ersten auf diesem Gebiet noch die Einzigen. Aber mit Sicherheit die Besten!“ |
|
Panther auf dem
Sprung Zweistellige Marktanteile
im Visier
In den beiden Produktionshallen herrscht rege Betriebsamkeit. 24 Mitarbeiter fertigen gerade eine Serie des Triple-Automaten. Die letzte Generation der Panther-Geräte besticht vor allem durch die große OversizeScheibe, die für viel Aufmerksamkeit am Aufstellplatz sorgt. Für die Geräte der neuen Generation ist man in Weilerswist bei der Gehäuse-Entwicklung und dem -Design neue Wege gegangen. Die Gehäuse werden in Modultechnik zusammengesteckt und dann mit der NSM-Technik Euro-ST 25 bestückt. Bis zu 40 Geräte können hier am Tag gefertigt werden. Im Gewerbegebiet Weilerswist, südlich von Köln, sitzt ein Automatenunternehmen, das der Branche in der letzten Zeit interessante Impulse verliehen hat. Die Rede ist von der NSMTochter Panther. Recht unscheinbar und bescheiden wirkt der gesamte Firmenkomplex, von außen ist kaum sichtbar, daß hier eine „kleine, feine und innovative Automatenschmiede zu Hause ist", wie es der Geschäftsführer und Werksleiter Hermann-Josef Kaiser gern bezeichnet. Kaiser begann vor neun Jahren bei der Firma Inter Spiel Geräte, die nach dem Zusammenschluß mit der NSMGruppe seit dieser Zeit Panther heißt. „Mit der kompletten Übernahme der NSM-Technik in unsere neue GeräteGeneration konnten wir uns im Markt endgültig etablieren", meint Kaiser rückblickend.
Absatzzahlen
steigern Mit dem neuen Namen kam auch der stete Aufschwung. Gerade in den letzten Jahren konnte sich Panther-Automaten weitere Marktanteile sichern. Mit den Geräten Ballermann 6 oder dem neuen Big Run hat sich das Unternehmen ins Gespräch gebracht. „Wir arbeiten daran, daß wir nicht nur in Gaststätten, sondern auch verstärkt in Spielstätten vertreten sind", sieht der Panther-Geschäftsführer optimistisch in die Zukunft. „Schließlich konnten wir Schritt für Schritt unsere Absatzzahlen steigern", sagt er. Für die nächsten Jahren peilt Kaiser einen zweistelligen Marktanteil an. Optimale
Kommunikation „Das Gute bei Panther ist", meint Klaus Doderer, Softwareentwickler bei Panther, „daß wir hier in einer überschaubaren Einheit die Zeit haben, um qualitativ neue Konzepte zu erproben und dann auf den Markt zu bringen." Acht Mitarbeiter sind bei Panther für die Entwicklung und Realisation der Spielsysteme zuständig. In Weilerswist geht vieles noch auf Zuruf, die Wege seien kurz, berichten die Mitarbeiter stolz. Die Kommunikation zwischen Entwicklung und Produktion ist also optimal gestaltet. Wenn man das konzentrierte Arbeitsklima in der Nähe von Köln erlebt, dann weiß man, der Panther ist auf dem Sprung. |
Bally Wulff macht sich Gedanken um das Gerät der Zukunft. Der Sun Game mit der „lebenden Risikoleiter“. Es blieb beim Versuch.
|
Viel Arbeit an Details für
Erfolg am Markt Bally Wulff zieht Konsequenzen aus der Marktlage. Statt auf Revolution setzen die Berliner in der Produktentwicklung auf Evolution. Uwe Christiansen: Wir überprüfen alle Projekte auf ihre Markttauglichkeit. Vom November '97 bis November '98 ein Absatzminus von 20 Prozent bei Geld-Gewinn-Spiel-Geräten. Nein, auch Bally Wulff ist von diesem negativen Trend nicht verschont geblieben", stellt Bernhard Eber dem Fazit für die zurückliegenden 22 Monate seit der IMA '97 voran. Das trifft ebenso für das Geschäft mit Flippern zu. Noch drastischer gar. Ein Rückgang von 50 Prozent auf dem Markt für Pinballs lässt um die Zukunft des einstigen Kultgeräts fürchten. Hoffnungen richten sich auf die kommende Gerätegeneration, die mit neuen Features den Trend wenden könnte. Freude beschert hingegen derzeit den Berlinern die Entwicklung im American Darts. „Wir verzeichnen sehr große Erfolge in der Öffentlichkeit. Leider hinkt unser Umsatz da noch hinterher", bedauert der Pressechef von Bally Wulff.
Eber führt das im Wesentlichen auf zwei Umstände zurück. Zum einen sei das Investitionsklima im Bereich Darts in den vergangenen Monaten nicht „so freundlich" gewesen. Zum anderen leiste sein Unternehmen zusammen mit Peter und Renate Tekook vom American Darts Verband noch viel Aufbauarbeit. Die Konsequenzen aus der allgemeinen Marktsituation finden bei Bally Wulff ihren Niederschlag insbesondere in der Entwicklungsstrategie neuer Spiele und Produkte. Dazu erklärt Geschäftsführer Uwe Christiansen: „In Zeiten hoher Gewinnmargen kann sich ein Unternehmen experimentelle Felder leisten und erhöhte Produktrisiken eingehen. Die Lage heute zwingt zum Umdenken." Was konkret bedeutet: Bally Wulff setzt auf Evolution statt auf Revolution. Auf die Politik der kleinen Schritte, um erfolgreiche Produkte mit neuen Features peu a peu auf den Markt zu bringen und zu testen. Wie beispielsweise bei der „Lebenden Risikoleiter" des Sun Game. Nur 250 Exemplare haben die Berliner produziert. An ausgesuchten Plätzen werden sie eingesetzt, Erfahrungen aus dem Alltag für das „Feintuning" ausgewertet. „Viele Ideen sind schon gestorben, weil sie zum falschen Zeitpunkt eingeführt wurden", erklärt Eber. Daher konzentrieren sich die Berliner auf Feinarbeit. Resultate sind etwa die Jackpot Einheit für Geld-Gewinn-Spiel-Geräte und Barcrests MayGay, aber auch die neue Variante Speed Darts für American Darts. Problembündel
belastet die Entwicklung unserer Branche In naher Zukunft erwartet Christiansen keine Wende zum Besseren. Verantwortlich seien verändertes Freizeitverhalten, Kneipensterben, restriktive Handhabung bei der Zulassung neuer Spielstätten und die Vergnügungssteuer. Verstärkte Anstrengungen für neue und spannendere Spiele würden zwar helfen, die Talfahrt abzubremsen, könnten den Rückgang aber nicht völlig ausgleichen. Zumindest gegen das Kneipensterben hofft das Unternehmen mit der Produktidee American Darts Cafe ein Mittel gefunden zu haben. Aktuell, modern und jugendlich gestylt steht dennoch ein Gerät im Mittelpunkt des neuen Gaststättentyps - das Darts. |
Sonderaktionen sollten den Verkauf ankurbeln

Mit Quotenmarketing wollte Gauselmann die Misere zu beenden. In spielstarken Etablissements, den Spielhallen, sollte die tiefste Quote eingestellt werden und in Pommes-Buden mit Gelegenheitsspielern die höchste. Diese Logik habe ich nie verstanden.
|
Quotenmarketing Wir haben verstanden!" Joachim Mohrmann, Leiter Technik des Gauselmann Großhandels, greift eine Herausforderung aus der Praxis auf. In der jüngsten Mitgliederversammlung des Automaten-Verbandes Rheinland-Pfalz war der Wunsch nach einem Gerät laut geworden, das sich den aktuellen Bedingungen am Aufstellplatz anpasst. Landesvorsitzender Willibald Wacker, gleichzeitig Schatzmeister des Bundesverbandes Automatenunternehmer e. V., hatte das Thema zur Sprache gebracht. Bei niedrigen Spielezahlen, so sein Vorhalt, sei der Unsicherheitsfaktor für den Aufsteller zu groß. Grund dafür seien die hohen Schwankungen im Auszahlverfahren. Da könne es vorkommen, dass ein Gerät mit hoher Quote unterm Strich eine zu niedrige Kasse ausweise. Umgekehrt könne es in denselben Zeiträumen bei einem niedrig angesetzten Gerät zu einer außergewöhnlich hohen Quote kommen. Die durchschnittliche Auszahlquote jeden Geräts wird von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in einem Dauertest geprüft. Nach einer mittleren Anzahl von Spielen ist diese Auszahlung immer gewährleistet. In kürzeren Phasen liegt sie auch mal wesentlich höher oder niedriger. Davon geht, darüber sind sich Fachleute einig, die Faszination des Spiels aus. Das Auszahlverhalten muss für den Spieler unberechenbar sein. Für den Gesetzgeber ebenso wie für den Aufsteller muss dagegen die Rechnung mittelfristig stimmen. Aber was ist mittelfristig - nach Aufsteller und Wirtewunsch? In der Gaststätte in einem Monat. In der Spielstätte in einer Woche. Wackers Wunschvorstellung: ein Gerät mit möglichst gleichmäßigem Auszahlverhalten. Das könne auch eine höhere Quote verkraften. Diese müsse nur auch in kürzeren Zeitspannen konstant sein. Nur dies ist, so Mohrmann, leider nach deutscher Gesetzgebung nicht möglich. Vor jedem Spiel muss die Gewinnchance gleich sein. Alles darf nur, aber auch nur vom Zufall abhängen. Klar, dass dabei sich höhere Gewinne einmal ballen und die Durststrecke einmal größer ausfallen kann. Mohrmann wörtlich: „Es ist ein Leichtes, akkurat so ein Gerät mit nur kleineren Gewinnen herzustellen. Tests damit haben allerdings zu der Erkenntnis geführt, dass das nicht ausreicht, um den Spielgast auf Dauer hinter dem Ofen hervorzulocken." In Testaufstellungen waren, schildert er, solche Geräte nach äußerst kurzfristigen Anfangserfolgen regelmäßig steil abgestürzt. Der Grund: Die Spieler hatten die Regelmäßigkeit schnell erkannt und das Interesse am Gerät verloren. Es hatte sich Langeweile eingestellt. Fazit: In unausgereifter Umsetzung könnte die Anregung ein Schuss sein, der nach hinten losgeht. Statt der 5 000 Spiele am schwachen Platz würden es bald vielleicht nur noch 3 000 sein. Die Problemlösung muss also sein, die Spielzahl auch an schwächeren Plätzen zu erhöhen. Das streben die Spielemacher über noch spannendere Features an, die sich nicht unbedingt über eine dynamische Auszahlgarantie zeigen. Mohrmann: „In der Gauselmann Gruppe sind wir noch einen Schritt weitergegangen. Wir haben die Wirkungsweise des variablen Auszahlverhaltens bei Veränderungen erheblich verkürzt. Und das bei sämtlichen neuen Geräten. Damit ermöglichen wir den Aufstellern, jederzeit flexibel auf individuelle platzspezifische Anforderungen zu reagieren." Für ein modernes Aufstellmarketing empfiehlt er eine gründliche Beobachtung der Gästestrukturen. Welcher Spielertypus dominiert am jeweiligen Platz. Zu unterteilen sei in risikofreudigen, durchschnittlichen und vorsichtigen Spielertyp. Der durchschnittliche Spieler hat in der Regel sein festes Budget. Er möchte für sein Geld höchstmögliches Spielvergnügen. Was er gewinnt, setzt er meistens gleich wieder ein. Der Geldgewinn ist für ihn von sekundärer Bedeutung. Mittel zum Zweck, sich den Spielspaß möglichst lange zu erhalten. Der risikofreudige Spieler sucht darüber hinaus den Nervenkitzel. Kleine und mittlere Gewinne riskiert er sofort, um die größtmögliche Chance zu erreichen Er braucht sie, um aufs Ganze gehen zu können. Dafür geht er auch bis an die Grenze der Möglichkeiten, meist immer bis in die Spitze der Risikoleiter. Dieser Spielertyp geht oftmals strategisch vor. Er beobachtet das Auszahlverhalten der Geräte und versucht, sich daraus scheinbar ergebende Chancen zu nutzen. Da ist schließlich noch der vorsichtige Spieler. Er will kein großes Risiko eingehen, akzeptiert schon kleine Sonderspielgewinne. Er akzeptiert es zu verlieren. Wenn er gewinnt, für ihn umso besser. Diesen Gewinn setzt er dann meistens nicht erneut aufs Spiel. Wo letzterer Spielertyp überwiegt, haben wir es hauptsächlich mit Gelegenheitsspielern zu tun. Wie zum Beispiel im Gastronomiebereich. Damit der Aufsteller und Wirt in gleichen Zyklen zu ihren Spieleinnahmen kommen, sollte die Dynamik der Auszahlquote nicht zu hoch sein. Prinzipiell ist für mittlere Plätze die Einstellung 0 (Auszahlung normal, etwa 60 Prozent) und für schwache die Einstellung H (Hohe Auszahlung, zirka 67 Prozent) vorgesehen. Hier bieten sich aber Variationen an. Wenn bei verändertem Spielverhalten aus einem mittleren ein schwacher Platz geworden ist. Oder auch umgekehrt. Oftmals sind es wenige Spieler, die das Gästeverhalten dominieren. Das lässt sich beobachten. Dann ist es vorteilhaft, die verschiedenen Möglichkeiten des Auszahlverhaltens in einem einzigen Gerät zur Verfügung zu haben. Wenn zum Beispiel am Spitzenplatz mit der Einstellung S (schwache Auszahlung, zirka 52 Prozent) eine Einnahme von 40 Mark pro Betriebsstunde erzielt wurde, so würde bei der Einstellung 0 (mittel) diese Betriebsstundeneinnahme 36 Mark und bei H (schwach) 31 Mark im Durchschnitt betragen. Wichtigstes Kriterium für die Beurteilung eines Platzes ist die Auslastung der Geräte. Sie ist allgemein zu niedrig. Hier ist der Ansatzpunkt, um zu besseren Ergebnissen zu kommen. Die werden unterm Strich auch erreicht, wenn durch höhere Auszahlung die Verweildauer verlängert wird. In einer durchschnittlichen Gaststätte mit zwölf Stunden Öffnungszeit an sechs Tagen in der Woche werden die Geräte an 288 Stunden zur Verfügung gehalten. Davon nehmen 5 000 Spiele im Monat nur 21 Stunden in Anspruch. Das ist ein Auslastungsgrad von gerade mal 7,3 Prozent. Nur etwa ein Prozent mehr kann zu völlig anderen Ergebnissen führen. Dann werden mit der nächsthöheren Einstellungsstufe schon dieselben Kassen erzielt wie bisher. Über eine höhere Quote würden mehr Gewinne erzielt werden, somit auch mehr Spielvergnügen. Dies könnte auch andere Gäste zum Spielen animieren. „Darum geben wir von der Gauselmann Gruppe uns nicht allein mit mehr Spielfreude durch spannendere Spielsysteme zufrieden", betont Mohrmann „Mit variabler Auszahlung liefern wir dem Aufsteller darüber hinaus die technische Voraussetzung dafür, das Spielerpotenzial an allen Plätzen bestmöglich zu nutzen. Und zwar mit ein und demselben Gerät, das sowohl auf dem Spitzenplatz mit S, auf dem mittleren Platz 0 oder auf dem schwächeren Platz mit H ohne zusätzliche Kosten gewechselt werden kann. Also für das Platzmarketing drei Geräte in einem!" |
Ein weiteres Unternehmen verbreitet Optimismus. Wie ein Phönix aus der Reichert-Asche stieg Mega empor. Bewusst klein mit Konzentration auf die Entwicklung mit dem starken Produktions- und Vertriebspartner Gauselmann im Rücken mischt Mega den Markt auf. Bis heute. Monopoly 2010.
|
Zehn Jahre Spiele mit
Pfiff Die Mega entwickelt nur Spiele, sie baut sie nicht selbst - und das jetzt schon 10 Jahre lang. Ein stolzes Datum in einer Branche und in einer Zeit, die für junge Unternehmennicht die beste ist. Doch die Mega hat sich beharrlich weiterentwickelt. In beachtenswerten Schritten ist das Unternehmen von Quartal zu Quartal gewachsen - und das schon nach einer sehr kurzen Startphase. Deshalb fliegen nun auch am 19. Juni in Limburg die Sektkorken, ein Geburtstag muß schließlich gefeiert werden.
Für JoachimTrenz war dieser Deal die Grundlage einer langen und fruchtbaren Beziehung. Am schwachen Vertriebsnetz und nicht an der Qualität der Geräte, so analysiert man hinter vorgehaltener Hand, sei sein ehemaliger Arbeitgeber damals nämlich gescheitert. Aus Passiertem zieht man seine Schlüsse, sagte Joachim Trenz heute ganz selbstbewußt. Es berührt ihn nicht, einen „großen Verwandten" zu haben. So pflegte der inzwischen verstorbene Dietmar Schneider es immer auszudrücken, wenn er nach dem Verhältnis seines Unternehmens zur Gauselmann Gruppe gefragt wurde. Bei Mega schätzt man die derzeitige Konstellation: „Die Mega kann sich ganz aufs Entwickeln konzentrieren." Wobei Joachim Trenz, so ganz nebenbei, noch der beste Werbeträger für seine Gerätelinie ist. Doch Werbung Funktioniert langfristig nur, wenn das Produkt stimmt. Daß das Mega-Produkt stimmt, dafür sorgen inzwischen 23 Mitarbeiter, die man kaum zu Gesicht bekommt. Sie entwickeln hinter verschlossenen Türen, kümmern sich um Design und Funktion, sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Bei der Mega in Limburg versteht man sich als Team. Ohne diesen Teamgeist wäre der beständige Aufwärtstrend sicher nicht möglich gewesen. Ohne das große Fachwissen und die selbständige Arbeitsweise dieses Teams wohl auch nicht. So weiß auch Joachim Trenz, in der Geschäftsführung eher der Vertriebsmann, wovon er redet, wenn es um das Geld-Gewinnspiel-Gerät geht. Er kennt nicht nur die Entwicklung, die Produktion oder die Handelsstufe. Er weiß, wo der Schuh drückt, kennt die Probleme, aber auch die guten Seiten dieser Branche. Mit Trenz muß man nicht um zehn Ecken reden. Fällt ein Stichwort, so fällt auch bei ihm der Groschen. Als das Zählwerk eingeführt wurde, da zog er durch die Lande und predigte die Vorteile dieser Einrichtung. Die neue Gerätegeneration hat damals recht schnell den Durchbruch geschafft, auch- und vielleicht sogar wegen Trenz. Jedem ist er noch in Erinnerung, wie er sich mit Zahlen und Folien durch die Summe der Vorurteile, Unkenntnis und Halbwissen wühlte. Es brachte ihm den Titel „Zählwerkspapst" ein. Kaum war das EuGH-Urteil gesprochen, da startete man bei Mega einen neuen Feldzug zur Erhöhung der Auszahlquote. Trotz manchem Versuch, es bei niedrigen Quoten zu belassen, hat sich eine höhere Auszahlquote heute durchgesetzt. Trenz führt in der Grundargumentation an, daß der Spielgast das Geld-Gewinnspiel nur annimmt, wenn er für seinen Einsatz auch ausreichend Spielspaß bekommt. Ideal hierbei ist eine gute Kasse für den Aufsteller in Verbindung mit einer hohen Verweildauer für den Spielgast. Die Kasse isoliert betrachtet, hält er für einen gefährlichen Indikator, um den Erfolg eines Gerätes zu messen. Ebenso kann die Spielezahl allein nicht erfreuen, wenn die Kasse nahezu leer ist. Und das ist zum Beispiel der Fall, wenn Aufstellunternehmer Hochauszahler neben Niedrigauszahler hängen und dann den Hochauszahler zum Verlierer stempeln wollen. Nicht wissend, daß der Spieler immer wieder den Niedrigauszahler mit dem Geld aus dem Hochauszahler nachfüttert. Er startet nämlich meist an beiden Geräten mit dem gleichen Einsatz und bekommt logischerweise aus dem Hochauszahler mehr Geld zurück - das er ins Gerät daneben steckt. Der Hochauszahler ist aber der wirkliche Grund, warum der Spielgast Spielspaß hat, warum er am Gerät und in der Spielstätte bleibt. Folge: aktiver Hochauszahler niedrige Kasse, müder Niedrigauszahler hohe Kasse. Fehlschluß: Der Niedrigauszahler ist das bessere Gerät. Wenn Trenz einer solchen „Erkenntnis" auf die Spur kommt, dann ist er in seinem Element, dann zückt er Zettel und Stift und überzeugt seinen Partner in einen Exkurs um Spielezahlen und Kasseninhalte. Fazit: Wenn nur noch Geräte mit höherer Auszahlung hängen, haben die Spielgäste wieder generell mehr Spielspaß, verweilen viel länger am Gerät, und letztlich ist der Kasseninhalt dann auch bei allen Geräten und besser frequentierten Hallen wieder gut. Nun feiert man in Limburg keinen Trenz-Geburtstag, sondern das zehnjährige Bestehen des Unternehmens Mega. Wenn Trenz auch nicht Alleininhaber und Meister aller Reußen ist, so ist er doch die prägende Figur dieses Hauses. Somit zeigt ein Ausflug zu seiner Person auch recht viel vom Charakter des Unternehmens Mega.
Was man bei Mega als wirklichen Anreiz und Ansporn empfindet, das ist der ständige und sehr offene Gedanken-, Ideen- und Erfahrungsaustausch mit den Kollegen in der Espelkamper Gauselmann Ideenschmiede. „Wir empfinden das als einen offenen Wettbewerb der Kreativität", sagt Trenz, und der redet das nicht einfach so daher. Der „SUNNY"-Boy aus dem Westerwald hat es nämlich gerne, wenn Ideen aufeinanderprallen. Und dieses Ringen um Ideen bringt dann Spielsysteme wie das des Sunny hervor, das unbestritten in der Branche eines der wirklich Guten ist. Der Mega kann man gratulieren zu all ihren Mitarbeitern in einem gut funktionierenden Unternehmen - wobei Unternehmen aus Menschen bestehen und nicht aus Mauern. Sicher ist, daß von der Mega aus Limburg noch viele Impulse aus gehen werden. Wir von der Redaktion wünschen weiterhin beste Gesundheit, denn kranke Unternehmen gibt es derzeit in Deutschland nun wirklich zu viele. |
|
Spielstätten |
Zeitgeist
zeigt sich oft in Einrichtung, Farbe und Design. Daher in dieser Automatepedia
einige auch aus heutiger Sicht gelungene Varianten. Wegen des teils schwierigen
Layouts der Artikel sind sie als PDF-Dokumente abgelegt, die durch Klick
geöffnet werden.
Perfektes Konzept ist oberstes Gebot
Befrackte Männchen an der Reeperbahn
Bellagio
|
|