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Automatenpedia 1995 |
Von Esteka für Goldserie e.V.
Version Juni 2010

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Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport |
Von www.Wikipedia.de
1. Januar: Österreich, Schweden
und Finnland treten der EU bei
1. Januar: In Deutschland wird die
Pflegeversicherung eingeführt.
17. Januar: Ein Erdbeben der
Stärke 7,2 tritt nahe Kōbe, Japan auf, tötet
6.321 und verletzt über 32.000 Menschen sowie verursacht große Sachschäden
10. März: Die Metallindustrie
führt die 35-Stunden-Woche (mit flexiblen Regelungen) ein.
19. April: Bei einem
Bombenanschlag in Oklahoma City kommen 168 Menschen ums Leben
25. April: Der erste
Castor-Behälter erreicht Gorleben
3. August: In Hannover beginnen
die Chaostage, bei denen bis zum 6. August mehr als 2.000 Teilnehmer
randalieren, Geschäfte plündern und Straßenschlachten mit der Polizei
unternehmen
24. August: Veröffentlichung von
Windows 95
10. September: In England wird
Jürgen Klinsmann „Fußballer des Jahres“
15. Dezember: Vor dem Europäischen
Gerichtshof ergeht die sogenannte „Bosman-Entscheidung“
16. Dezember: Die Staats- und
Regierungschefs der EU einigen sich auf den Euro als gemeinsame Währung. Man
vereinbart den 1. Januar 1999 als Einführungsdatum
Nummer 1 Hits 1995
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Politisches aus der Automatenwirtschaft |
Anfang 1995 leckte die
Automatenindustrie ihre Wunden. Die Einführung des 40Pf Spiels war eine Katastrophe,
die Spieler spielten immer noch lieber an den alten 30Pf Geräten. Der
ansteigende Faktor zur Besteuerung und die Einführung der Mehrwertsteuer senkte
die Auszahlquote so tief, dass viele Spieler ihr Geld lieber behielten. Durch
die freiwillige Selbstbeschränkung von 1991 waren die Geräte uninteressanter
(Risiko bis 50, max. 150 Sonderspiele am Stück, Zwangspause nach einer Stunde
Spiel). Die Städte kassierten immer höhere Vergnügungssteuern, das Wort von der
Erdrosselung des Automatengewerbes machte die Runde. Dies alles führte zu einem
drastischen Rückgang der Verkäufe neuer Geräte (-14,5%), der Einnahmen der
Aufsteller und einem Sterben von Spielhallen und Aufstellplätzen. Gauselmann
baute mehr als ein Drittel seiner Arbeitsplätze ab, viele Hersteller
verschwanden vom Markt.
Interviews in der IMA 1995
Ausgabe des „Automatenmarktes“:
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AutomatenMarkt: Nun haben wir bei den
Rahmenbedingungen in den letzten zehn Jahren viel abspecken müssen. Erwähnt
sei hier nur der Wegfall der Hunderterleiter. Ist das alles inzwischen aufgefangen
worden? Paul Gauselmann: Nein. Der
Übergang vom 30 Pfennig- zum 40 Pfennig Gerät ist noch nicht
hundertprozentig vollzogen. Das wird noch ein Jahr dauern. Wir sind aber auf
einem guten Weg, dass an vielen Plätzen die neuen Geräte den Spieler so sehr
begeistern, dass er ebensoviel Geld ausgibt wie an
den alten Geräten. Er spielt zwar weniger dran, weil das Geld schneller weg
geht. Aber es bleibt letztlich soviel in den
Kassen, dass sie mit Spitzengeräten der 30 Pfennig Generation vergleichbar
sind. Gerade in diesen Wochen läuft der Multi-Multi, ein absolutes
Spitzengerät aus der dreißiger Klasse, ab. Da hat der Spielgast
gar keine andere Alternative mehr. Er muss sich auf das Neue einstellen.
Darum haben wir ja gerade zu diesem Zeitpunkt unseren JumboJumbo
herausgebracht. -------- Mit dem Rasant hat Bally Wulff ja im
Rahmen deutscher Rahmenbedingungen internationalen Touch
ins Spiel gebracht. Äußerlich und auch in Bezug auf die Spieldauer. Beim
nächsten Gerät, dem Hero, sind Sie aber wieder voll auf die klassische Linie
zurückgefallen. Wie ist das zu verstehen? Hans Kloß
(Geschäftsführer von Bally Wulff und Präsident des US Mutterkonzerns Bally): Nicht
nur der Rasant ist ein Gerät, mit dem wir mal andere Wege gegangen sind. Ob
mit Monopoly, mit Würfel oder mit Hot Slot, wir
haben es immer wieder versucht, etwas Alternatives zur hundertachtzigsten
Version der zwei Risikoleitern mit Ausspieltableau und Sonderspielen
herauszubringen. Es müssen viele Ideen geboren werden, um mal eine richtig
durchzusetzen. Diese Entwicklungen kosten uns viel Geld. Mit Ausnahme von
Rasant ist uns das bisher vom Markt nicht ausreichend honoriert worden. Die
Konsequenz wird sein, dass wir zwar nicht aufhören, neue Dinge zu
entwickeln, unsere Gerätepolitik aber wieder stärker am Konservativen
ausrichten werden. Glauben Sie denn, dass der Spieler
diesen konservativen Traditionen auf Dauer die Treue hält? Kloß: Das ist schwer zu sagen. Ich
glaube, dass wir einen Teil der Spieler durch die idiotische Umsatzsteuerpolitik
vor dem EuGH-Urteil mit den dadurch notwendigen
Niedrigauszahlungsgeräten verloren haben. Die kommen nicht wieder. Wir haben
aber einen permanenten Wandel. So gehen uns auch Spieler durch sich verändernde
Altersstrukturen verloren. Aber ebenso wachsen potentielle Spielergenerationen
nach. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese mit herkömmlichen Angeboten
aus der Automatensteinzeit langfristig zu halten sind. Unser Erfolg in der
Zukunft hängt davon ab, wie wir uns auf wechselnde Anforderungen einstellen
können. Die Grundidee von drei sich drehenden Walzen ist schon hundert Jahre
alt. Es ist immer wieder gelungen, neue Features da einzubringen. Zum
Beispiel die Risikoleiter. Ich halte sie ebenso für einen Segen wie für einen
Fluch. Segen, weil sie dem Automatenspiel neuen Auftrieb gegeben hat. Fluch,
weil sich heute kein Aufsteller mehr traut, in andere Geräte mit neuen
Ideen, aber ohne Risikoleiter, zu investieren. Was 15 Jahre lang gut war,
muss ja nicht unübertroffen bleiben. Vor allem geht es nicht, dass wir Geräte
haben, die für jedes Publikum von 18 bis 85 passen. Platzmarketing tut not,
um das Spielangebot reichhaltiger und individueller zu fassen. ------ Sind Sie denn davon überzeugt, dass
unsere Branche das Publikum hundertprozentig richtig anspricht? Bringen wir
unser Vergnügungsangebot richtig an den Mann? Ulrich Schulze
(Geschäftsführer der NSM AG): Ich glaube schon, dass wir das Publikum richtig
ansprechen. Dagegen sich alle Hersteller und Importeure wirklich große Mühe,
mit guten Produkten im Markt zu sein. Die Tatsache, dass sich die Umsätze
nach dem EuGH-Urteil nicht so entwickelt haben wie
von uns erhofft, ist wohl zum Teil auch auf die schwierige Situation vor dem
Urteil zurückzuführen. Wir müssen uns doch gegenwärtig halten, dass es
wirklich eine Minute vor zwölf war. Wäre das Urteil nicht gekommen, würde
noch in diesem Jahr eine große Zahl von Unternehmern in unserer Branche zum
Konkursrichter marschiert sein. Das wäre in den folgenden Jahren so
weitergegangen. Das konnte, Gott sei Dank, durch das Urteil verhindert
werden. Aber was ist denn vorher passiert! Wir mussten ja in Anpassung zum
höheren Multiplikator seit 1991 von 1,5 bis auf 3,125 zu Beginn vorigen
Jahres die Auszahlquoten kontinuierlich zurückfahren, nur um den
Aufstellern noch eingermassen ein Einkommen zu
ermöglichen. Wir haben die Quoten bis auf das gesetzlich mögliche Minimum
eingeschränkt. Hinzu kommt, dass die Spielpreiserhöhung das Spiel verteuert
hat. Und die Mehrwertsteuer, die ja seit Einführung der Zählwerkgeräte auf
den Spieler abgewälzt werden kann. Das waren ja alles keine spielerfreundlichen
Maßnahmen. Und jetzt müssen wir alles dransetzen,
dass wir durch gute und peppige Spielideen
den Spieler wieder an unsere Produkte zurückholen. Ich bin in diesem
Zusammenhang ein Verfechter höherer Auszahlquoten. Als Industrie stellen wir
Geräte mit hoher und mit niedriger Auszahlquote zur Verfügung. Am Aufsteller
liegt es dann herauszufinden, welches Gerät für welchen Platz das Beste
ist. Es gibt, das wissen wir alle, Plätze, wo ein Gerät mit niedriger
Auszahlung die besten Erfolge verspricht. Aber es gibt auch andere Plätze, wo
eine höhere Quote nötig ist, um das Publikumsinteresse wieder wachzukitzeln. |
Im Kampf gegen die ewig erdrosselnde Vergnügungssteuer
schreckte man auch vor Plakataktionen nicht zurück. Ich frage mich, wozu dieses
Plakat gut sein soll. Soll es an die Stelle eines abgehängten Gerätes in der
Spielstätte gehängt werden? Und setzt sich dann der Spieler davor, sucht
vergeblich den Einwurfschlitz, springt wütend auf,
rennt zu einem Lokalpolitiker seines Vertrauens, beklagt sich bitter
darüber, dass er sein Geld noch in der Tasche hat und fordert die Senkung der
Steuerbelastung des Automatenunternehmers? Oder soll sich die arbeitslos
gewordene Aufsicht das Plakat um den Hals hängen und in der Fußgängerzone
betteln? Oder soll der Heimspieler jubeln, weil er ein schönes Laufzeitgerät
preiswert erstehen konnte?

Folgender Kommentar beschäftigt sich mit der
Vergnügungssteuer. Anscheinend hat die Branche ein Imageproblem bei unseren
Volksvertreter. Wo kommen denn solche unhaltbaren Vorurteile her, dass
Aufsteller ein einfaches Leben in Saus und Braus führen und nur gelegentlich
zum Kassieren arbeiten müssen?
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Dumm
und dämlich wie jedes Vorurteil „Die verdienen sich doch sowieso dumm und dämlich.
Die können das ohne weiteres bezahlen." Das war die Stimmung in der
Kieler CDU-Fraktion vor der drastischen Erhöhung der Vergnügungssteuer. Und
genauso unverblümt gab der CDU-Stadtrat Johannes Wunder das Meinungsbild
vor der Mitgliederversammlung des Automaten-Verbands Schleswig Holstein
wieder. Wohl selten werden derartige Worte in der Öffentlichkeit
ausgesprochen. Schon gar nicht im Norden der Republik. Es muß
viel zusammenkommen an Vorurteilen, falscher Information und sicher auch
Neid, ehe so geredet wird. Das ist auf den ersten Blick verständlich. Seit
gut zehn Jahren arbeitet die Branche mit erheblichem Aufwand daran, ihre
Reputation gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit auf den Stand zu
bringen, den sie verdient. Die Erfolge sind beachtlich. Die Verbände sind zu
ganz selbstverständlichen Gesprächspartnern der Politik geworden. Man hat
sich gegenseitig Zugeständnisse gemacht und eine gute Basis für fortlaufende
Gespräche gefunden. Das Verhältnis zu den Medien ist differenzierter und
vorurteilsfreier geworden. Kurz: man sieht sich auf dem Weg der Besserung.
Aber zwei Sätze eines Kommunalpolitikers reichen im Grunde schon aus, um den
schönen Schein verblassen zu lassen. Schaut man sich aber die Erfolge der vergangenen
Jahre und die Art wie sie zustande kamen einmal näher an, dann kommt man ganz
schnell zu einem besonders markanten Ergebnis. Alles, was erreicht werden
konnte, bewegte sich auf höherer Ebene. Das 40-Pfennig-Spiel war Sache von
Bundestag und Bundesrat. Das Mehrwertsteuer-Urteil mußte
gar vom höchsten europäischen Gericht erstritten werden. Die selbstbeschränkenden
Vereinbarungen wurden mit der Bundesregierung getroffen. Alles spielte sich
ganz oben ab. In dem einen oder anderen Bundesland konnte noch eine
Vergnügungssteuer-Obergrenze mit der Landesregierung ausgehandelt werden.
Aber das war schon mühsam genug. Gerät die Branche in den Bereich der Kommunen,
dann ist Schluß. Daraus folgt konsequent, daß
der Münzspielwirtschaft jede Verankerung an der politischen Basis fehlt. Und
dieser Mangel zeigt sich immer stärker. Es war schwierig genug, den
Profi-Politikern klar zu machen, worum es bei der Branche geht, mit welchen
Schwierigkeiten sie zu kämpfen hat und daß sie
nichts anderes will als die politische, rechtliche und fiskalische
Gleichbehandlung wie alle anderen Gewerbezweige auch. Wenn das so schwer
war, was erwartet man dann von Feierabend-Politikern in den Stadträten?
Natürlich ist es empörend, daß die Kieler die
Vergnügungssteuer bis zum Anschlag hochdrehen, ohne zu wissen, daß Automatenunternehmer die Erhöhung nicht genauso
weitergeben können wie die Tankstelle die
Mineralölsteuer. Aber kann man solche Sachkenntnis so ohne weiteres von
jemandem erwarten, der sich zuerst um seinen Beruf kümmert und dann um die
Gemeinde? Würde der Gemeinderat, der von Beruf Automatenkaufmann ist, die
Probleme des Bäckermeisters kennen? Gibt es einen Ausweg aus dem Dilemma? Der besagte Bäckermeister, und viele andere Mittelständler, haben ihn längst gefunden. Sie sind selbst in der Politik aktiv geworden. Sie wollen die Gesellschaft, in der sie leben und arbeiten, mitgestalten. Sie wollen informieren und informiert sein. Sie wollen handeln, statt sich behandeln zu lassen. Meckern alleine reicht auf Dauer nicht, haben die Unternehmer in vielen mittelständischen Branchen längst gemerkt. Die politische Tradition von Handwerk und Gewerbe ist lang. Der Automatenbranche fehlt sie. Es wird Zeit, damit zu beginnen. Dabei können die Verbände nur Hilfestellung leisten. Die Sache in die Hand nehmen muß der Unternehmer selbst. Als Alternative bleibt nämlich nur, andere die Politik machen zu lassen und sich darüber dumm und dämlich zu ärgern. |

Gefährden
Geldspielautomaten die innere Sicherheit des Staates? Führen sie zu
Kriminalität und Sucht?
Erstaunlich, dass
eine renommierte Zeitung wie die FAZ widerspricht.
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Spielautomat und Freizeit Die Sicht der
inneren Sicherheit von
Klaus Hübner Wer
unbefangen in die öffentliche Diskussion um die Bedeutung des Spielautomaten
als eines von vielen Angeboten zu Freizeitaktivitäten außer Haus eintritt,
mag glauben, man führe ihn in ein Zerrspiegelkabinett. Schuld ist eine
fürchterliche emotionale Verzerrung durch schizophrene Ansätze der Politik.
Letztes Schulbeispiel bietet uns das Land Baden-Württemberg, wo die
Öffnungszeiten für private Spielhallen „aus moralischen Gründen" um zwei
Stunden auf 22 Uhr verkürzt wurden, während der Betrieb im Baden-Badener
Spielkasino, einschließlich der Automatensäle, um zwei Stunden bis zwei Uhr
früh ausgedehnt wurde. Der mündige Bürger Zu
diesem tendenziell allgemein gültigen Beispiel muß
man wissen, daß an den Automaten der
konzessionierten Casinos innerhalb von fünf Sekunden fünf Mark, also
innerhalb einer Stunde 3600 Mark riskiert werden können. Eine Gewinnquote ist
gesetzlich nicht vorgeschrieben. iDie Gewerbeordnung schreibt dagegen für den Automaten
in den Spielhallen vor, daß der Höchsteinsatz 40
Pfennig betragen darf, zwischen zwei Spielen mindestens 15 Sekunden vergehen
müssen und 60% der Einsätze als Gewinn auszuschütten sind. Der statistische
Verlust des Spielers am Automaten ist mit 57,60 in der Stunde begrenzt. Die
zuständige Berufsgenossenschaft definiert die unterschiedlichen Geräte so:
„Geldspielgeräte... sind Spielautomaten mit Gewinnmöglichkeit... bei denen
zum Schutze des Spielers Spieleinsatz, Laufzeit je Spiel sowie Möglichkeit
von Verlust und Gewinn gesetzlich festgelegt sind." „Glücksspielautomaten...
sind Spielautomaten mit Gewinnmöglichkeit, bei denen Spieleinsatz, Laufzeit
je Spiel sowie Möglichkeit von Verlust und Gewinn keiner Begrenzung
unterliegen und die nur in staatlich konzessionierten Spielbanken und deren
Automatensälen betrieben werden dürfen. Die naive Frage, weshalb der Staat es
dem mündigen Bürger erlaubt, sich im Casino ruinieren zu dürfen, während er
dem gesetzlich abgebremsten Groschenspiel moralische Bedenken beimißt, läßt sich nur
unzureichend und kläglich erklären. Glücksspiel ohne behördliche Erlaubnis
ist mit Strafe bedroht (§§ 284, 284a StGB). Was nicht absolut zu verbieten
ist, wird dem freien Bürger also verkauft. Der hilfreiche Bundesgerichtshof
hat dem Staat zugemessen, „die wirtschaftliche Ausbeutung der Spielleidenschaft
unter staatliche Kontrolle und Zügelung zu nehmen". Diesen Auftrag
vollziehen die Bundesländer mit erheblichen
Lustgewinn, denn sie beteiligen sich an den Gewinnen der Casinos mit bis zu
95%. Berlin kassierte 1992 von der Spielbank im Europa-Center 87 Millionen
Mark und trieb vergleichsweise magere 61 Millionen Mark von Falschparkern
ein. Die nicht nachvollziehbare Moralwache beim Spieler am Geldspielgerät,
der mit Geld, aber nicht bedingungslos um Geld spielt, diffamiert dieses
Publikum (nach Silbermann spielen 3% der 18- bis 40 jährigen mindestens
einmal wöchentlich in der Spielhalle). Das ist ein bedenklicher
soziokultureller Aspekt mit abträglicher Wirkung auf die innere Sicherheit.
Moderne Kriminalitätsbekämpfung setzt zunehmend auf Prävention. Definiert als
Aufgabe der gesamten Gesellschaft setzt das eine nüchterne Beurteilung aller
gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen voraus. Stellt man das Publikum
eines Freizeitsektors in moralisches Zwielicht, zieht das unweigerlich
Kriminalität an. Aus diesem Grund ist gegen Phantombehauptungen
anzugehen. So ist es widersinnig, zu behaupten, es ginge um den Schutz der
Jugend. Gesetzgeber und Exekutive wissen genau, daß
Jugmvilichen der Aufenthalt in Spielhallen nicht
erlaubt ist und daß sich das Gewerbe daran hält.
Schließlich werden Zuwiderhandlungen bei den Betreibern bis zur
Freiheitsstrafe geahndet. Besonderes
Unrecht wird den Besuchern von Spielhallen mit den diffusen Behauptungen zugefügt,
hier träfen sich bevorzugt Leute, die Diebesgut anbieten und erwerben, Rauschgiftdealer suchten hier ihre neuen Opfer und junge
Erwachsene, die ihr Geld verspielt hätten, beschaffen sich durch Straftaten
neues Einsatzkapital. Der
Reihe nach: Es gibt leider in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr, an dem
„die günstige Gelegenheit" nicht angeboten und angenommen wird.
Arbeitsplatz, Kneipe, Schule, Disco und Kirchenchor stehen als
Anbahnungsmöglichkeit für das schnelle Geschäft in Konkurrenz zur Spielhalle.
Auch hier versammeln sich nur Menschen unserer Epoche, die ein allgemein
nachlassendes Rechtsbewußtsein als Zeitgeist hinehmen. Drogen werden ebenfalls überall umgestzt, wo dieser mörderische Markt Voraussetzungen
dafür schaff. Der „Freak" am elektronischen Automaten sucht eher eine
andere mentale Sensation, als sie ihm Drogen vornehmlich vermitteln könnten.
Man frage, wo die Polizei nach vorhergehender Aufklärung Zivilfahnder
einsetzt. Spielhallen nehmen einen unbedeutenden Rang ein. Dazu trägt nicht
unerheblich bei, daß dort kein Alkohol ausgeschenkt
wird. Wer das kriminelle „Milieu" nur einigermaßen kennt, weiß, daß Geschäfte besiegelt sein wollen. Das kann mit
Doppelkorn oder mit Champagner erfolgen, mit oder ohne Flankierung durch
dienstbare Damen. Spielhallen bieten das nicht. Spiel und
Spielleidenschaft Bleibt
die unbewiesene Behauptung, Spielleidenschaft sei stoffgebundener Sucht vergleichbar
und führe zwangsläufig zu Beschaffungskriminalität. Tatsächlich hat es sich
in der Szene herumgesprochen, daß man mit der
Schutzbehauptung, zwanghaft spielen zu müssen, einen Rabatt bei gutgläubigen
Richtern einhandeln könne. Zurück
zu den Automaten. Sie sind auch in der Freizeit Medien des täglichen Lebens.
Nur objektiver Umgang mit dem Publikum, daß sich
regelmäßig oder gelegentlich ihrer bedient, schafft Voraussetzungen für
sichere, kriminalitätsfreie „Spielräume". (Aus
FAZ Januar 1995) |
1982 boomten
Spielhallen, die berühmten Hühnerkäfigen mit 3 Geräten und zehn Konzessionen.
In einer ellenlangen Übergangsfrist von 10 Jahren verpflichtete sich die
Automatenindustrie, stattdessen eine Quadratmeterregelung zu erfüllen.
Politisch gewünscht war, dass wegen des grösseren und
in Innenstadtlagen nicht immer verfügbaren Flächenbedarfs ein Teil der
Spielstätten schließen.
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Spielverordnung: Jetzt
müssen Sie handeln Übergangsfrist für
Altspielstätten läuft ab Am 31. Dezember 1995 läuft die zweite Übergangsfrist für Altspielstätten nach der Spielverordnung von 1985 ab. Bis dahin müssen alle Betreiber ihre alten Spielstätten umgestaltet oder geschlossen haben. Der »Münzautomat(f sagt Ihnen, was beachtet werden muß. Eine lange Frist neigt sich ihrem Ende. Ab 1. Januar 1996 müssen alle Spielstätten die Grundlagen der Spielverordnung von 1985 (§ 3 Absatz 3 S. 1. SpielV) erfüllen. Das bedeutet konkret: Ein Geldspielgerät pro 15 Quadratmeter Grundfläche und maximal 10 Geldspielgeräte. Für viele Spielstätten beziehungsweise Konzessionen bedeutet dies das Ende. Umbaumaßnahmen mußten durchgeführt, zahlreiche Geräte müssen abgehängt werden. Für einige Einrichtungen bedeutet dies die Schließung. Dabei werden viele Betreiber nicht umhin kommen, Personal zu entlassen. · Beachten Sie die Kündigungsfristen Ihrer Mitarbeiter! · Da die Öffentlichkeit, allen voran in politischen und ministeriellen Kreisen, den Abbau der Geräte und möglicherweise auch die Schließungen äußerst kritisch beobachten werden, sollten die entsprechenden Ämter informiert werden. · Melden Sie noch vor Ablauf der Frist beim Ordnungsamt den Abbau von Geräten beziehungsweise die Schließung Ihrer Spielstätte an! · Nutzen Sie den Umbau zur Verwirklichung der Zweiergruppe! Die Abräum- beziehungsweise Umbaufrist ist aber auch eine gute Gelegenheit, die Zweiergruppe dort zu verwirklichen, wo dies noch nicht geschehen ist. Diese freiwillige Maßnahme hat bei Politikern, Behörden und Gerichten einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Es liegt daher im Interesse aller, sie vollständig durchzusetzen. |
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Neue Automaten 1995 |
Folgende neuen Geräte des
Jahres 1995 sind der Goldserie.de Galerie entnommen. Natürlich freuen wir uns,
wenn Du dort ein „schöneres“ oder ein fehlendes Foto einliefern kannst.
Nach dem sehr
experimentierfreudigen 94er Jahrgang mit großartigen Geräten wie dem Würfel,
Monopoly, Rasant, Trumpf As, Grand Hand (siehe die Historie hier) kehrte
große Ernüchterung ein, weil sich diese Geräte schlecht bis mäßig verkauften.
Bis auf eine Ausnahme war 1995 Tristesse pur und es erschienen vergleichsweise
wenig neue Geräte. Besondes deutlich äußert sich
Bally-Chef Hans Kloß:
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Münzautomat: Trotz Ihres Plädoyers für Innovation ist Bally Wulff nach der IMA '94 zu einer relativ konservativen Politik zurückgekehrt. Wie paßt das ins Bild? Hans Kloß: Ich denke, mit Monopoly, Würfel und dem Rasant haben wir 1994 unsere Innovationskraft nun wirklich unter Beweis gestellt. Aber ich räume ein: Ein eher konservatives Denken in der Produktpolitik kommt leider noch zu sehr an und resultiert aus der hergebrachten Sicht der Rufstellplätze und Spielhallen. Niemand merkt, wie uns mehr und mehr die Rechnung vom Publikum präsentiert wird. Trotz sinkender Zahlen der Spielstätten und Aufstellplätze wird kein wesentlicher Umsatzzuwachs an den noch verbleibenden Spielorten verzeichnet. Das Publikum zieht sich langsam zurück, wenn es nicht mehr hofiert wird. Außerdem: Wer nur auf Neuigkeiten setzt, verliert das Stammpublikum. |
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Gerätename |
Hersteller |
Foto |
Kommentar |
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30/40 |
Ariston |
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Drei Jahre nach Einführung des 40Pf Spiels noch ein 30Pf Gerät herauszubringen, besser gesagt wahlfrei 30 oder 40Pf Einsatz, war mutig. Und wurde Ariston nicht belohnt. |
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America |
Bergmann |
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Corsar II Spielsystem mit frischerem Scheibendesign. Man beachte das Segelboot. Eine echte Innovation von Bergmann. Dafür mit tiefergelegter Auszahlquote. |
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Big Power |
adp |
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Die einzige Aufgabe des Designers bestand wohl darin, möglichst oft die Zahl 100 auf die Frontscheibe zu malen. Keine Jackpots wie beim Winner, sondern Festgewinne für verschiedene Vollbilder. Einzige Innovation war das große Sonderspielezählwerk. Danke, setzen. Sechs. |
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Blizzard |
NSM-Löwen |
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Nochmal der alte Bauernfängertrick: 9 mal „100“ auf die Scheibe schreiben und hoffen, dass die Spieler sich davon anlocken lassen. Siehe den fast baugleichen Staccato weiter unten. |
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Crazy |
Bergmann |
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Man nehme Altbekanntes, rühre zweimal um, verwende drei blasse Farben. Voila, ein neuer Bergmann. Neue Kronen und ein lustiger Joker auf den Spielscheiben machen eben kein erfolgreiches Gerät. |
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Dino |
Panther |
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Eins der ersten Geräte des neuen Labels Panther von Löwen hatte einen gewissen Charme. Zentrales Element war der große Punktezähler, der sich durch Sondersymbole auf der mittleren Walze füllte und bei Auslösung wertvolle Plus Spiele startete. |
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Disc Chance |
adp |
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Oh je, ein weiterer Disc, kann man denken. Innovation war eine einstellbare Risikoautomatik bis 12 Sonderspiele und die „Chance“. Sie wurde bei jedem Gewinn mit Sonne in der Mitte gestartet und kletterte vom Startwert mit 50% Chance immer ein Feld hinauf. Das erreichte Feld war sicher gewonnen. Ein Feature, das später von Bally Wulff häufig übernommen wurde („Super 40“, jedoch immer vom untersten Feld der Leiter). Gauselmann hat dies danach nur selten eingesetzt, z.B. beim Alsuna im Bereich der Sonderspiele bei drei Sonnen. Die Auszahlung der „Chance“ musste irgendwo eingespart werden. Opfer waren die Serienausspielungen, in denen die obersten Werte nicht mehr Prozente, sondern nur noch Promille Wahrscheinlichkeiten hatten. |
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Disc Jackpot |
Adp |
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Das zentrale Element bietet bei Auslosung von 40 oder 50 Sonderspielen die Chance, zusätzliche 250 oder 300 Sonderspiele zu gewinnen. Die Idee stammt vom Fortuna Limit von 1994:
Siehe die Fortuna-Story. |
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Doppelkrone 2000 |
Bally Wulff |
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Hatten wir das gleiche Gerät nicht schon einmal, zehnmal oder häufiger ? Ja. |
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Flash |
Bally-Wulff |
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08/15 Kost von Bally Wulff. |
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Fox |
Mega |
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Produziert von Mega für den Alleinvertrieb von Hanse Automaten Vertrieb. |
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Graffity |
Bally Wulff |
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Durchaus ein besseres Gerät dieses Jahres. Mit frischem Design, wahlweise gegen Aufpreis sogar mit lackierten Seitenflächen, versuchte Bally jüngere Spieler anzusprechen. Die unorthodox verlaufenden Risikoleitern bieten beim Einstieg in die Sonderspiele eine Ausspielung des weiteren Weges. Erfolg versprechendstes Feld war das mittlere, in dem in drei Schritten bei 1:1 Risiko die 50 Supersonderspiele erreicht werden konnten. |
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Holiday Eurotour |
adp |
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Das Highlight des Jahres, der einzige Lichtblick in einem trostlosen Jahr ! Gauselmann machte erstmals Anleihen von den erfolgreichen Fungames, in den „Trails“ der Renner waren. Man denke nur an die Hatz in der Pyramide beim Sindbad. Die „Eurotour“ wird durch Starten von 5 oder 6 Sonderspielen gestartet, und lief im Uhrzeigersinn entlang des Tableaus durch europäische Hauptstädte. Je nach Startwert hatte man 5 oder 6 Züge frei. Erreichte Felder wurden erleuchtet. Zwei nebeneinander liegende Felder gaben einen Gewinn bis zu 50 Supersonderspielen oder wahlweise weitere Züge. Die häufigen Fragezeichen ließen eine Blätterkarte ein Ereignis aufdecken. Meistens ein negatives mit dem Ende der Tour, manchmal auch zusätzliche Züge. Pfiffigerweise blieben erleuchtete Felder am Ende der Tour erleuchtet, so dass man immer einen Anreiz hatte, weiterzuspielen. Heute ein sehr gesuchtes Sammlerstück! |
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Holiday Kreuzfahrt |
Stella |
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Das Eurotour Spielsystem im sehr dekorativen Standgehäuse. |
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Holiday World Wide |
Nova |
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Das Eurotour Spielsystem mit weltweiten Reisezielen. |
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Jumbo Jumbo Maxi |
Stella |
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Die meiste Zeit verwendete der Designer wahrscheinlich auf die Spielscheibe und den riesigen Geräteschriftzug. Davon wird ein überholtes Spielsystem leider auch nicht interessanter. Mangels „Multi“-Spiele (die sich durch Sondersymbole erklecklich vermehren) gibt es nur „Jumbo“-Spiele mit etwas erhöhter Gewinnhäufigkeit. Übrigens mit niedrigerer Auszahlquote als der Jumbo Jumbo vom Vorjahr. |
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Jumbo Max |
adp |
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Neuauflage des Action von 1993 |
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Multi Multi |
adp |
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Der Multi war als 30Pf Gerät eins der erfolgreichsten Automaten aller Zeiten und bis zum letzten Zulassungstag in Spielhallen aufgestellt. Obwohl schon seit 1993 Geräte mit eigentlich attraktiveren 4DM Höchstgewinn verkauft wurden. Was lag näher, als dem Spieler mit einer Verdoppelung des Namens an der Nase herumzuführen. Ansonsten bietet das Gerät gegenüber dem Multi vor allem eins: Eine drastisch geringere Auszahlquote. |
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Orlando |
Bally-Wulff |
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Wenn einem nichts mehr einfällt, kopiert man einfach ein Gerät des Vorjahres: Den Hero. Nun mit massiv ungleich verteilten Scheiben.
Wenn BW schon kopiert, warum dann eines der höchst attraktiven 94er- Geräte wie den Monopoly, Rasant oder Würfel? Das wird ein ewiges Geheimnis bleiben. |
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Premiere |
adp |
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Mit viel Tam Tam und Spektakel angekündigtes Wundergerät, das zu einem Riesenflop wurde. Vielleicht merkten die Spieler, dass viele Hunderter-Schriftzüge auf der Scheibe nicht automatisch viele Hunderter Serien gewinnt. Oder die tuntige Violett Rosa Optik störte. |
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Quadriga |
NSM-Löwen |
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Der Quadriga war ein weiterentwickelter Take 7. Geblieben sind die nachstartende rechte Scheibe, die Punktejackpots (nun vier statt zwei) und die startbare mittlere Ausspielung. Gar nicht gut bekam dem Gerät, dass der Ausspielstart nun bei 10/12 statt bei 5/6 angeboten wurde. Zwar gab es dafür mindestens sechs statt drei Supersonderspiele, aber es war eben wesentlich seltener zu erreichen und für den Spieler unattraktiver. Kann man an dem Gerät eigentlich von 25 Sonderspiele auf 50 Supersonderspiele riskieren? Das wäre ja richtig fair ! |
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Staccato |
NSM-Löwen |
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Auch hier: Spielsystem egal und grottenlangweilig, dafür viele, viele Hunderter-Schriftzüge auf der Scheibe. Herzlichen Glückwunsch, Herr Designer, belästigen Sie uns nicht wieder. |
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Sunny |
Mega |
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Reichert baute 1986 ein leidlich erfolgreiches Gerät namens Sunny Top, was den späteren Konkurs der Firma nicht verhindert konnte. Reichert Mitarbeiter wie Joachim Trenz gründeten Mega, die von der adp übernommen wurde. 1995 war die Zeit reif, das alte Spielsystem neu aufzulegen, und es wurde eines der erfolgreichsten Geräte der Automatengeschichte mit etlichen Nachfolgern. Die Querausspielungen wurden fast bis in die heutige Zeit von allen Herstellern weiterverwendet.
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Tango |
NSM-Löwen |
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Was tut man, wenn die Konkurrenz mit dem Winner ein Erfolgsgerät baut ? Rrrrichtig, nachbauen. Einzig die nachstartende rechte Scheibe erspart dem Gerät die Klon-Krone. |
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Techno |
NSM-Löwen |
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Auch wenn es nicht gleich ersichtlich ist, dies ist ein Klon Klon. Ein Tango Verschnitt mit schrecklichem Sound für das junge Publikum. Hilfe! |
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Top 100 |
Bergmann |
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Das 40Pf Spiel wird auch nach zwei Jahren immer noch nicht von allen Spielern angenommen. 30Pf Geräte bringen den Aufstellern noch gute Kassen. Bergmann baute daher dieses Gerät mit 30Pf Einsatz, aber 4DM Höchstgewinn in Serien. Gleichverteilte Spielscheiben bringen bei jedem dritten Vollbild faire 100 Sonderspiele. |
Von folgenden Geräten haben wir leider kein Foto in der Galerie.
Wer ein eigenes besitzt, bitte dort einliefern!
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Corsar II |
Bergmann |
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Erfolgreiches Gerät mit der beliebten mittleren Risikoleiter. |
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Inka |
Ariston |
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Sehr interessantes Spielsystem eines Gerätes, das viel zu wenig Aufmerksamkeit erweckte. Die lustigen Sonnen, Planeten und Monde auf den Scheiben sind alleine schone eine Anschaffung wert. |
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Jumper |
Bergmann |
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Neuauflage des Happy Stars Spielsystems aus 1988 mit „jugendlicher“ Optik.
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Winner Gold |
Nova |
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Neuauflage des erfolgreichen Winner |
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Super Take |
Panther |
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Winner Pro |
Nova |
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Noch ein Winner, wie langweilig. |
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Automatenwerbung und -artikel |
Im Folgenden einige Werbeanzeigen und –artikel für neue Geräte des Jahres 1995:
30/40



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Ariston bringt sein erstes Drei-Walzen-Gerät heraus: Ariston 30/40. Wie der Name schon sagt, hat der Hersteller
aus Velbert damit zum wahlweisen Einwurf von 30 oder 40 Pfennig zurückgefunden,
der ihm beim Maya bereits große Erfolge einbrachte. Wenn sich der Spieler
für den niedrigeren Spielpreis entscheidet, nimmt
er damit auch eine geringere Auszahlquote von etwa 60 Prozent hin. Beim 40 Pfennig-Spiel liegt sie bei etwa 67 Prozent. Die
Gewinnermittlung erfolgt über drei Walzen mit vier Linien. Durch Direkteinlauf
können 100, durch Ausspielungen 20 bis 100 Jackpotspiele
gewonnen werden. Durch Risiko zwei Serienspiele bis 50 Maxispiele.
In Serienspielen wird das Zehnfache des Einsatzes gewonnen. In Sonderspielen
bleibt der Serienzähler in Stellung 1 stehen, bis gewonnen wird. Ab sechs Serienspiele ist eine Teilgewinnübernahme
möglich. |
America
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Bally Wulffs |
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Big Power
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Groß im Blick, was
wirklich zählt: The magic number
-die magische Zahl
Der Volksmund spricht von Daddelkästen.
In der Gewerbeordnung, der Rechtsgrundlage für unser aller wirtschaftliches
Tun, heißen sie im Paragraph 33 c ganz einfach Spielgeräte mit Geldgewinnmöglichkeit,
und für die Unterhaltungsautomatenwirtschaft in ihrer Gesamtheit sind sie die
absolut unverzichtbare ökonomische Plattform, auf der sich nicht zuletzt das
übrige, breit gefächerte Unterhaltungsangebot in seiner ganzen Vielfalt
darlegen lässt Unterhaltungs- und Erlebnisvielfalt
verbinden sich im Spielgerät für den Spielgast zu einem attraktiven
Freizeitangebot, dem er in aller Regel langfristig die Treue hält. Worin aber
begründet sich diese Erlebnis- und Unterhaltungswelt,
die den Spielgast so fasziniert? Eines darf man getrost festhalten: Es ist
nicht dieses oder jenes Feature allein, es sind nicht nur die Lichteffekte,
nicht die Musik, nicht die Farben, nicht die Grafik und auch nicht die
Ausschüttungsquote. Dies alles sind Mosaiksteinchen, die gut zusammengesetzt
ein faszinierendes Gesamtbild ergeben, das den Erfolg eines solchen Gerätes
ausmacht. In diesem Gesamtbild werden die einzelnen Mosaiksteine durch den
Spielgast im Detail kaum noch wahrgenommen. Fragen Sie mal einen Spielgast,
worin das Besondere eines Gerätes besteht, das er nun schon seit Wochen und
Monaten zu seinem Lieblingsgerät erkoren hat. Er wird es Ihnen nicht sagen
können. Es ist wie der positive Eindruck, den ein sympathischer Mensch auf
andere vermittelt und der vornehmlich auf emotionalen Empfindungen beruht.
Aber wie immer, so gibt es auch in einem durch vielerlei psychologische und
damit schwer erklärbare Elemente geprägten Gesamtbild den Höhepunkt, an dem
sich die Aufmerksamkeit des Betrachters - oder in unserem Falle des
Spielgastes - in besonderer Weise festmacht. Und was Wunder, wenn an diesem
Punkt Gefühl und Verstand in harmonischer Eintracht die gleiche positive
Bewertung vornehmen. Es ist eine Zahl, eine Ziffer, die Erfolg manifestiert,
die real einen materiellen Gewinn bedeutet und die sich in der Gefühlswelt
in Freude über eben diesen Gewinn im guten Sinne artikuliert.
Die Unterhaltung am Spielgerät ist der lange Atem
des angenehmen Zeitvertreibs. Die große Serie, die einhundert Sonderspiele,
sie sind der Kick wie der Torerfolg als Höhepunkt in einem spannenden
Fußballspiel. Und so wie dieser Torerfolg in modernen Stadien
überdimensional auf großen elektronischen Bildtafeln immer wieder
hochgejubelt wird und zu tosendem Beifall der begeisterten Fans führt, so
will adp mit der Sonderspiel- LED-Anzeige auf optisch-dramatische Weise das
Erleben dieses besonderen Ereignisses noch markanter unterstützen. Dieses Schlüsselerlebnis des Spielgastes, mit dem
auf eine sympathische Weise seine Unterhaltungswelt einen brillanten Höhepunkt
erhält, soll mit einem neuen faszinierenden Geräteangebot aus der ostwestfälischen
Ideenschmiede aber nicht nur für den Spielgast alleine aufgepowert
werden. Selbst auf den nichtbeteiligten Betrachter der Szene wird die neue
Höhepunkt - LED – Anzeige elektrisierend wirken und ein Motiv sein, es doch
einmal selbst zu versuchen. Und in einem Gerät, das neunmal auf vielen attraktiven
Wegen die Hunderterserie anbietet, lassen sich eben auch Träume verwirklichen,
die durch das LED-Signal auf den Weg gebracht worden sind. So darf man darauf gespannt sein, wie dieser neue Baustein in der langen Reihe der erfolgreichen Gauselmann-Entwicklungen seinen Weg machen wird. Die Erkenntnisse, die dieser Schöpfung zugrunde liegen, versprechen jedenfalls einen Attraktivitätszuwachs, der sich für den Aufsteller in wachsenden Erträgen niederschlagen wird. |

Corsar
II
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Crazy |
Nicht nur bei Geräten
gibt es Scheibenvarianten, auch bei der Werbung:

Disc Chance

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Klettern
ohne Risiko In dieser
Titelgeschichte der Unternehmensgruppe Gauselmann beantwortet Helmut Besse, adp-Gauselmann Geschäftsführer und Leiter des adp
Industrievertriebes, Fragen zum aktuellen Disc Chance
Drei-Scheiben-Klassiker mit neuem Feature Kurz vor Jahresschluß
bringt adp Gauselmann noch ein neues Geldspielgerät heraus - kollidiert das
nicht mit Ihren Neuvorstellungen zur Messe? Nicht im geringsten. Zum
einen hanben wir noch reichlich
Neuheiten, die wir zur IMA '96 vorstellen werden. Zum anderen ist es mit dem Disc Chance so wie im täglichen Leben, das heißt, wenn
der Braten fertig ist, dann muß er auf den Tisch
und schmeckt am besten. Für unseren Disc Chance bedeutet
das, er ist jetzt absolut marktreif und viel versprechend, so daß wir ihn unseren Kunden in keinem Fall länger
vorenthalten wollen. Ihr jetzt vorgestelltes Gerät Disc • Chance ähnelt
ja stark dem klassischen Disc. Ist das nicht ein bißchen
langweilig? Mit dem Disc Chance wollen wir • nicht nur an die
„guten alten Zeiten" erinnern, sondern wir bringen mit dem modernsten
Disc, den es je gab, eine echte Innovation in den Markt: das Chance Feature.
Die Ähnlichkeit zum alten Disc ist natürlich gewollt. Wir sehen das auch als
Chance, alte Spielfreunde zurückzugewinnen, und
dabei hilft uns die Idee aus unserer Patenteschmiede. Und daß der Disc langweilig ist, kann ja wohl nicht stimmen -
Paul Gauselmann, wie Sie wissen, geistiger Vater des Gerätes, hat erst
kürzlich vor dem Merkur Beirat erklärt, daß der
Disc 4000 in der Spielothek unter den ersten drei umsatzstärksten Geräten
ist, und das nach zweieinhalb Jahren seit der Einführung des 40-PfennigSpiels. Eine bessere Bestätigung für das
Spielsystem gibt es j a wohl nicht. Was ist eigentlich genau dran an diesem ominösen
Chance-Feature? Das Chancenspiel kommt bei allen
Geldgewinn-Kombinationen mit „Merkur" auf der mittleren Scheibe zum
Einsatz. Und das ist durchschnittlich in jedem zwölften Spiel der Fall. Im Gegensatz
zu Risiko, wo der Gewinn zwischen dem Feld „0" und dem nächsthöheren Gewinnfeld 1:1 ausgespielt wird, ermittelt
sich der Gewinn im Chancenspiel zwischen dem Feld des bereits gewonnenen
Betrages und dem nächsthöheren Gewinnfeld 1:1. Der Clou: Ein Absturz auf
„0" ist ausgeschlossen. Man klettert also praktisch ohne große Gefahr
in der Risikoleiter nach oben, und zwar bis zur 100er-Serie. Interessant - und wie geht es weiter? Wie das Risiko 1:1, also 50 Prozent zugunsten des
höheren Gewinns, so verhält sich auch das Chancenspiel. Wenn die Chance
erfolgreich war, werden der gewonnene Betrag oder die gewonnenen
Sonderspiele um eine Stufe erhöht und erneut angeboten, und dies bis hinauf
zu 100 Sonderspielen. Das klingt alles sehr viel versprechend. Meinen
Sie denn, der Spielgast versteht auf Anhieb, was
mit dem neuen Disc los ist? Sobald das Chancenspiel gegeben ist - und das ist
ja ziemlich oft der Fall -, leuchtet deutlich das Bedarfsfeld
Chance auf - gleichzeitig wird in der entsprechenden Risikoleiter das
nächsthöhere Feld durch Blinken wie im Risikospiel wechselweise angezeigt. In
der halbjährigen Testaufstellung haben wir bemerkt, daß
vor allem „ältere Spielgäste" das Spielsystem „Disc" entweder
wiedererkennen oder sich schnell daran gewöhnen. Und da der Einlauf des
Chancenspiels eine sehr willkommene Möglichkeit ist, seinen Gewinn risikolos
zu erhöhen, kommt es gerade deshalb bei allen Spielgästen super an. Ich
möchte es einmal an einem Beispiel verdeutlichen: Dem Spielgast wird das
Chancenspiel von 0,80 Mark auf 1,60 Mark angeboten. Bei Erfolg steigt der
Gewinn auf 1,60 Mark. Gleichzeitig wird ihm das Chancenspiel von 1,60 Mark
auf 3,40 Mark angeboten. Wird dieser höhere Gewinn nicht erreicht, so bleibt
dem Spielgast auf jeden Fall sein Gewinn von 1,60 Mark. Der Absturz auf 0 ist
im Chancenspiel tabu. Sie können sich vorstellen, daß
diese Möglichkeit, sich wie ein Kletteraffe in der Risikoleiter nach oben zu
bewegen, zur besonderen Motivation des Spielgastes beiträgt. Was enthält der Disc noch an interessanten
Features? Zum Beispiel die optionale Vorwahl der
Risiko-Automatik. Auf der linken Leiter können entweder drei, sechs oder zwölf
Sonderspiele, auf der rechten Leiter zwei, fünf oder zehn Sonderspiele
vorgewählt werden. Wer es also bequem liebt, stellt sein Limit am Gerät ein
und trinkt beispielsweise in der Kneipe gemütlich sein Bierchen weiter.
Natürlich kann der Spielgast auch beim Disc Chance
im Expreßtempo an die begehrten 150 Jumbospiele
kommen. Nach dem Einlauf von 100 Sonderspielen im Disc-Ausspieltableau
werden bei einem Gewinn im nächsten Spiel weitere 50 Sonderspiele aufgebucht. Es geht also im wahrsten Sinn des Wortes
richtig rund am Disc Chance. Zur Geschichte Die über 100 000 Geräte der Disc-Familie von 1984
bis heute sprechen eine deutliche Sprache. Nie zuvor sind von einem Geldspielgerätetyp so viele Geräte produziert worden.
Und immer wieder ist es das klare, deutlich verständliche und beliebte
Disc-Spielsystem, welches eine magische Anziehungskraft für die Spielgäste
beinhaltet. Elf Jahre Innovation in einer Geräte-Familie bedeuten
gleichzeitig die Eckpfeiler zur Einleitung neuer Epochen im deutschen Geldspielgerätemarkt.
Zur Erinnerung: Es war ein Disc, in den 1987 der
erste Geldscheinakzeptor überhaupt in ein Geldspielgerät eingebaut wurde.
Auch heute noch werden Disc 3000, Disc Hit und Disc
II von vielen Aufstellunternehmern freudig kassiert. Die Epoche der
40-Pfennig-Geräte wurde mit dem Disc 4000 eingeläutet, und dieser gehört
nunmehr nach zweieinhalb Jahren immer noch zu den beliebtesten und
umsatzstärksten Geldspielgeräten. |
Doppel Krone 2000

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Neuauflage der Legende Gerüchte
gab es viele, jetzt steht es auch offiziell fest: Bally Wulff präsentiert eine
Neuauflage des Geldspielers Doppelkrone, das in der Branche sicherlich
unvergessen geblieben ist. Schließlich wurde dieses Geldspielgerät zwischen
1986 und 1990 länger als 4 Jahre gebaut. Die neue Doppelkrone
heißt Doppelkrone 2000 und ist keineswegs das alte Gerät in neuem Gewand. Was
dem Entwicklungsteam von Bally Wulff gelungen ist, ist die Veredelung der
Spielelemente der Doppelkrone anhand veränderter
Anforderungen der Gegenwart und der Zukunft. Zwei Kronenzähler bestimmen
auch weiterhin die Frontscheibe. Jeder
Zähler kann innerhalb der 3und 4-Kronen-Ausspielung getroffen werden. Als
Spitzengewinn winken 100 Multispiele plus 50 Multispiele durch den
Kronenjackpot, der über einen Gewinn im ersten Multispiel geknackt werden
kann. Dieser Kronenjackpot ist auch über einen in
der großen Ausspielung erzielten Gewinn von 100 Multispielen zu erreichen.
Zusätzliche Highlights sind: 6 Chancen auf 100 Multispiele über Ausspielungen
mit der Extrachance auf weitere 40 oder 50 Multispiele. Die Absturzsicherung
auf der linken und rechten Risikoleiter bei den Stufen 40 bzw. 50
Multispiele, die vollen 4-Mark-Gewinne in Sonder- und Multispielen, wobei in
Multispielen 2,40 Mark und 3,20 Mark in der Mitte darüber hinaus 4 Mark zu
gewinnen sind. Multispiele sind Freispiele. Doppelkrone 2000 ist also die
Vollendung des Vorbilds Doppelkrone, dessen Namen allein schon Spielanreiz
genug ist. |
Flash

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Ausgewogene
Mathematik soll den neuen Rototron Flash zum Erfolgsgerät werden lassen. Im
Gegensatz zu den gängigen Niedrig- oder Hochauszahlern
versucht Bally Wulff, Berlin, den Spieler durch mittlere Auszahlquoten
länger an das Gerät zu binden. „Unserer Meinung nach ist die goldene Mitte
der beste Weg, Gastwirte, Spielstättenbetreiber
und Gäste gleichermaßen zufriedenzustellen", sagt ein Firmensprecher.
Der Kernpunkt des Spielsystems sei das geballte Mitteltableau, das sofort
ins Auge falle. Die Gewinne 100 Multispiele plus Zusatzchanche
auf weitere 50 Multispiele seien dabei die Highlights. Diese Gewinne
lassen sich auf acht verschiedenen Wegen erreichen. Ständig wachsende Punktej ackpots unter der
linken und rechten Walze sollen zusätzlich animieren. Ein Punktetransfer zwischen
den beiden Zählern ist zur Optimierung der Spielstrategie
möglich. Bally betont zwei Dinge: „Die überdurchschnittlichen Kleingewinne
zum Risikoeinstieg fesseln die Aufmerksamkeit des Spielkunden von Anfang an,
und das ausgewogene Auszahlverhalten macht am Ende alle Beteiligten zu Gewinnern." |
Fox

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Aus
adp-Produktion und für den Exklusiv-Vertrieb der Firma HAV Hanse Automaten
kommt das Mega-Gerät Fox jetzt auf den Markt. Der Geldspielautomat verfügt
über vier Scheiben, drei für das normale Spiel, eine weitere mit
Kartensymbolen. Zur Verfügung stehen dem Spielgast neben den Sonderauch Mega- und Step-Spiele.
Alle drei Varianten sind Freispiele. Gewonnene Mega-Spiele wandeln die gesamte
Serie in eine MegaSerie, die wiederum durch das
Risikospiel verlängert werden kann. Durch Erreichen von 150 Sonderspielen in
Folge wird eine Serie zur Step-Serie. Hier sind bei
Gewinnkombinationen, gestreiftem Feld oder Sonne links und rechts jeweils
vier Mark gewonnen. Bei den Symbolen 2,40 Mark oder 3,20 Mark in der Mitte
steppt die Mittelscheibe automatisch auf ein Gewinnfeld.
Direktgewinne von 100 Sonderspielen sind bei fünfmal Sonne plus As drin.
Drei pfeilschnelle Jackpots, so Hanse, sind fast immer randvoll und werden
durch fünfmal Sonne plus Bube, Dame oder König ausgelöst. Strategisches Jackpotspiel ist dank einer selektiven Startautomatik
möglich. |
Giga

Graffity
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Mehr
Action für den Spielgast verspricht Bally Wulff in
Berlin mit dem neuen Scheibengerät Graffiti. Das Herzstück des Gerätes ist eine
neue Graffiti-Ausspielung. In dieser wird eine von drei Sonderausspielungen
ermittelt, die zu mordmal 50 Multi-Spielen führen.
Vorteil für den Spielgast: Er kommt mit höchstens vier Risikoschritten auf
einer der beiden Leitern ans Ziel. Konkret, so die Berliner, heißt das, daß eine Ausspielung die nächste jagt. Außerdem ist die
Graffiti-Ausspielung über zwei sich schnell aufbauende Jackpots und
Direkteinläufe bei drei und vier Seriensymbolen erreichbar. Dazu kommen zwei
Anti-Frust-Jackpots, die sich über die Gewinnsymbole
in den äußeren Symbolfenstern und 2,40 Mark beziehungsweise 3,20 Mark im
Mittelfenster aufbauen. Auch hier führt ein gefüllter Jackpot in die Graffiti-Ausspielung.
Der Absturzschutz - beim Riskieren von 48 Sonderspielen bleiben selbst im
negativen Ergebnis 24 Sonderspiele erhalten - und die Super-Ausspielung mit
zusätzlichen 9 oder 24 Sonderspielen sind weitere Features. Bei der
Super-Ausspielung reicht beispielsweise ein Risikoschritt,
um von 24 Sonderspielen auf 50 Multi-Spiele zu
kommen. |
Holiday-Serie
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Eurotour und Gesellen, soviel war kurz vor Redaktionsschluß zu erfahren, verfügen über ein Sonderspielfeature, das wie das holländische Clubspiel
aufgebaut ist. Auch andere Elemente aus dem englischen Spiel sind
aufgegriffen. Bei allen großen deutschen Herstellern wird derzeit in den
geheimen Entwicklungsküchen überlegt, wie man aus verschiedenen guten
Systemen in Europa ein geschicktes Mix für unseren Markt machen könnte. Was
den Autoherstellern recht ist, muß auch dem Münzspiel billig sein. |
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Aus
der Gauselmann-Serie Holiday präsentiert die Stella das Walzengerät Kreuzfahrt.
Was beim Eurotour (vorgestellt im vorigen Heft) der
Flughafen, ist hier der Hafen. Hat der Spielgast die entscheidende Hürde
(fünf oder sechs Sonderspiele zu erreichen) überwunden, geht die Reise
richtig los. Über den Canale Grande in Venedig oder
nach Griechenland, Ägypten oder Tunesien. Die zunächst gewonnenen
Sonderspiele gelten als Reisekasse auf dem Etappenziel, die einzelnen Stationen
werden per Kartenwender ermittelt. Wo der Spielgast
anlegt, erfährt er zudem über den Lautsprecher, aus dem landestypische Musik
ertönt. Den Kreuzfahrt gibt es in drei Versionen: als konventionelles Wand-,
als Standgerät in Holland-Optik oder als Casino-Ausführung. Mit
vergleichbarem Spielsystem gibt es von Merkur zudem im Wandgehäuse den Eurotour als Scheibengerät. |
Hero De Luxe
Inka
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Jumbo Jumbo Maxi
Sprüche, über die
ich mich maximal aufregen kann: „Sie sollten sich
schon mal an den Begriff maximal gewöhnen. Er wird Ihnen umso leichter über
die Lippen gehen, je öfter Sie Kasse machen. Denn die Auszahlung liegt im
Schnitt nur bei 57%, und das bei maximaler Spielfreude“. Maximale Kasse,
57%, maximale Spielfreude für den Spieler? Hallo adp, zeigt diese Anzeige
nicht den Spielern!
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Jumper
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Multi Multi
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Klassiker mit modernisierter Technik Von Stella gibt es jetzt
den neu aufgelegten Multi Multi mit 40 Pfennig/ 4-Mark-Spiel und
verfeinertem Spielsystem. Mit diesem Multi Multi-Spielsystem ist nach
Aussage des Unternehmens die Zukunft des Gerätes gesichert, denn dafür
sorgen die Multi-Jumbo-Spiele mit 4 Mark Gewinn, eine erhöhte Trefferquote
und zusätzlich noch 2, 4 oder 6 Sonderspiele bei der entsprechenden Gewinnkombination.
100 Multi-Jumbo-Spiele direkt aus dem Spiel, zwei weitere Chancen auf 100
Multi-Jumbos durch die Super-Ausspielung 40/100, 50/100 - das macht Lust auf
mehr. Jumbospiele werden beim Multi Multi als Freispiele mit erhöhter
Trefferhäufigkeit und 4 Mark Gewinn gegeben. Und zusätzlich: Die
Jumbo-Schaukel mit aktivem Start der Jumbo-Ausspielung bei 10 bzw. 12
Sonderspielen auf der Risikoleiter. Ebenfalls beinhaltet der
Multi Multi das Multi-Roulette mit 11 Seriengewinnpositionen rund um das
Walzenfeld. Drei davon gehören zur MultiSpielchance (30, 40, 50
Sonderspiele). Bewährte Features wie Teil-GewinnÜbernahme, Risiko-Splitting
und die Gewinnverlängerung sind ebenfalls eingebaut. Profitech 3000
kombiniert mit der modernen Walzenmaschine sorgen beim Multi Multi für
Betriebssicherheit. |
Multi Win

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Mit
dem neue Scheibenspielsystem Multi Win geht Mega
in das Herbstrennen. Die Limburger haben dieses Gerät mit einem neuen
Spielelement ausgestattet: dem Multi-Effekt über Risiko. Das bedeutet, Multi
Win bietet dem Spielgast bei jedem Gewinneinkauf
außerhalb einer Serie die Chance, über Risiko Multi-Jumbo Spiele zu
gewinnen und damit den typischen Multi-Effekt zu erleben. Das gibt es nach
Angaben der Mega bislang noch nicht und funktioniert wie folgt: Bei
erreichten 10 S oder 12 S kann über die Start-Taste aktiv Jumbo Ausspielung
gestartet werden. Sind keine Sonderspiele vorhanden, werden diese
Jumbo-Spiele sofort als MultiJumbo-Spiele gewertet und gewinnen bei Sonne
oder 3-Groschen-Symbol in der Mitte jeweils vier Mark und zusätzlich drei
Multi Jumbo-Spiele. Neben diesem „Serie-in-Serie-Effekt" bietet Multi Win ebenfalls wieder die Zweitchance in der
Jumbo-Ausspielung sowie jeweils die Chance auf 100 + 50 S bei Sonnen-Kombinationen
über Ausspielung. Der spielerische Schwerpunkt bei Multi Win
konzentriert sich, so Mega, auf möglichst häufige Gewinneinläufe und die
Chance, daraus über Risiko Multi-Jumbo Spiele zu erreichen. |
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Orlando
Premiere |
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Quadriga
Sunny
Super Take
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Staccato
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Tango



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Beim
Tango geht die Musik ab NSM/Löwen
auf Tournee. In fünf
Metropolen wurde mit einem neuen Gerät eine neue Technik vorgestellt. Ullrich
D. Schulze, Vorstandsvorsitzender der NSM AG, übernahm persönlich die
Präsentation. Was am stärksten ins Auge fiel, das fiel im
eigentlichen Sinn ins Ohr. Tango, der erste einer neuen NSM-Gerätegeneration
mit Systemtechnik ST25, macht richtig Musik. Kein Krächzen oder Piepsen,
wie es ebensogut aus einem Telefon oder Wecker
tönen könnte, sondern richtiger Orchesterklang für Animations- und Begleitmelodien. Schulze wörtlich: „Dank ST25 sorgen digital
abgespeicherte Sounds jetzt für Spielanreiz, der direkt ins Ohr geht."
Beim Tango geht die Musik ab. Das gilt im übertragenen Sinn auch fürs
optische Erscheinungsbild. Vier Jackpot- und zwei Risikoleitern stehen
trichterförmig abgeschrägt auf der Scheibe. Mit etwas Fantasie kann man sie
als tanzende Beine verstehen - tangotanzende. Das Spielsystem, von NSM als Auftakt für eine
Serie faszinierender Spielkultur herausgestellt, ist Lesern des AUTOMATEN
MARKT nach der Titelgeschichte im Aprilheft schon bestens bekannt. Auch die Sonderveranstaltung zur Einführung der
neuen NSM-Technik läßt sich unter der Rubrik
„Faszinierende Spielkultur" einordnen. Es war eine multimediale Show,
mit der die Sinne der Zuschauer direkt angesprochen wurden. Im Mittelpunkt
aber der ganz persönliche Vortrag von NSM-Chef Ullrich D. Schulze. Sein
Eingeständnis, kein Fachmann für Technik zu sein, ließ die Behauptung noch
glaubhafter werden, daß nun mit der neuen Technik
alles viel einfacher werde.
Mit diesen Highlights wurde das neue System
beschrieben: Aufklappbare Steuereinheit für einfacheren Zugriff,
Spielsystem als herausnehmbares Steckmodul, kürzeste Verarbeitungszeiten
dank 16bit-Prozessoren, erhöhte Speicherkapazität und erweiterbares Schnittstellenkonzept
sollen mehr Schnelligkeit gewährleisten. Für erhöhte Sicherheit werden ins
Feld geführt: eine neu entwickelte, leicht herausnehmbare Münzanlage mit
Schutz gehäuse für höhere Manipulatonssicherheit,
Annahmesperre für jede Münzart über Tastatur, der
Münzröhrenblock läßt sich ohne Lösen von
Steckverbindungen mit einem Handgriff ohne vorheriges Leeren entnehmen,
Münzprüfer sind serienmäßig elektronisch. Daten bleiben im Servicefall auch
bei Modulwechsel erhalten. Ein neues Auslesegerät soll mehr Flexibilität ermöglichen.
Die modifizierte Servicetastatur mit Klarschriftanzeige steht dabei für
leichtere Handhabung und Programmierung sowie besseres Ablesen. Die
Steuereinheit mit Kontroll LEDs macht schnellere
Zustandsanalyse möglich. Erweiterte Fehler- und Statusmeldungen dienen der Serviceunterstützung. Als hervorstechend werden auch
angegeben: mehr Serviceprogrammschritte sowie erweiterte Schnittstelle für
Ständer, automatische Erkennung, Hopperbetrieb und
automatisches Sperren und Leeren der Fünfmarkröhre. Mit Vernetzungsmöglichkeit für noch flexiblere
Datenverarbeitung will das ST25-System von NSM mehr Wirtschaftlichkeit
erreichen. Verkürzte Diagnosezeiten erlauben schnelleren Service. Die
Ersatzteilehaltung soll durch Standardisierung der Baugruppen
verringert werden. Last but not least: Kassenüberlauf durch
Servicetastatur umstellbar sowie Kassenzählung nach VDAI und erweiterter
Statistikausdruck für mehr Serviceinformation. Kernpunkt des Systems ist ein hochleistungsfähiger
NEC-Mikroprozessor, der alle Gerätefunktionen und Steuerabläufe initiiert
und koordiniert. Dabei werden Teilaufgaben wie Motorsteuerung oder
Geldverarbeitung von eigenen Controllern ausgeführt, die via Steuereinheit
untereinander in Verbindung stehen. |
Techno

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120 Beats
per Minute Der Sound der 90er macht auch vor den Geldspielgeräten
nicht halt. Jedenfalls nicht in Bingen. Denn das neue Geldspielgerät von NSM
heißt Techno, was schon ahnen läßt, daß es hier ganz schön Dampf gibt.
Natürlich ist Techno mit der neuen Svstemtechnik ST 25 ausgestattet. Vier
Jackpots mit jeweils fünf Stufen sind, wie beim Tango, paarweise angeordnet.
Die jeweils erreichte Stufe des Jackpots wird in einem Leucht-Dioden-Display
(LED) angezeigt. Beide Zwillings-Jackpots erkennt der Spieler durch die
insgesamt vier LED-Displays. Paarweise werden die Jackpots hochgeschaltet.
Zusätzlich zum Hochschalten gibt es SonderspielAusspielungen. Wird ein
Jackpot ausgelöst, ist die Jackpotschaukel aktiviert. Und der zweite
Jackpot des Paares schaltet auf die vorletzte Stufe von 50 Sonderspielen
hoch. Auch das „Take7-Spiel"-Feature, das den direkten Gewinn „der
Hundert" beim Scheibengerät ermöglicht, fehlt im Techno nicht. Falls im
ersten Spiel der Serie ein Gewinn einläuft, ermöglicht das mittlerweile schon
klassische NSMFeature hier sogar einhundert Supersonderspiele plus weitere
fünfzig Supersonderspiele. Im Techno wurde das „Take 7-Spiel" aber ergänzt und
damit noch spannender gemacht. Löst das „Take 7 Spiel" keine
Sonderspiele aus, werden - abhängig von der Anzahl der erforderlichen
Gewinnfelder - verschiedenwertige Kleinausspielungen gegeben. Vorausgesetzt,
über die rechte oder linke Scheibe ist mindestens eine „Sieben"
eingelaufen. Techno mit Trefferquote heißt das Spielmotto. Außerdem wurde
erstmalig die Auszahlquote deutlich erhöht, die jetzt bei 60 Prozent liegt |
Top 100
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Der
30-Pfennig-Spieler 30 Pfennig Einsatz und 4 Mark Höchstgewinn zeichnen das neue Geldspielgerät Crown Top 100 von Bergmann in Rellingen aus. Mit diesem Gerät als Ergänzung will das Unternehmen die Wünsche der Spieler berücksichtigen, die 30 PfennigGeräte bevorzugen. Mit diesem Gerät werde kaum weniger verdient als mit einem 40 Pfennig-Gerät mit hoher Auszahlquote, heißt es dazu aus Rellingen. Etwa 12 Pfennig pro Spiel seien in der Regel bei entsprechend hoher Spieleanzahl das optimale Ergebnis. Hier einige Spielelemente: Zwei Bonusleitern bieten aus oberster Stufe den Einsprung in eine Topausspielung mit hohen Werten. Die kurze Top-Bonusleiter bietet in jeder Stufe eine TopAusspielung und den Direktgewinn von 100 Sonderspielen aus der obersten Stufe und bietet entsprechenden Spielanreiz. In Sonderspielen werden drei Mark und in Maxispielen vier Mark gewonnen. Von 100 Sonderspielen werden 50 Spiele zum Risiko angeboten, so daß 100 Maxispiele als Höchstgewinn erzielt werden können. Das Gerät hat nach Angaben des Herstellers eine Auszahlquote von 60 bis 62 Prozent. |
Tornado
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Wirbelsturm, zu deutsch Tornado Natürlich
ist Wirbelsturm das deutsche Wort für den englischen Tornado. Doch bei
NSM/Löwen könnte man das anders sehen. Die
Binger Automatenprofis haben eine Vorliebe für Wortspiele mit Großbuchstaben
und Punkten. T.
= Tolles Spieltempo durch fünf schnelle Jackpots, die durch Siebenerkombinationen und Kartensymbole ausgelöst
werden. O.
= Offensives Spielsystem mit Superfeatures und großen Seriengewinnen,
achtmal die 100 Plus und sechsmal die 100. R.
= Rasante Ausspielungen durch attraktive Werte, erreichbar bei 5 x 7 und 4 x 7
und Joker. N.
= Nur das Beste von Safari, nämlich die gut
eingespielten Erfolgsfeatures und die bewährte Umstiegsausspielung. A.
= Angehobene Trefferquote fuhrt zu mehr Kleingewinnen und erlaubt somit einen
häufigeren Einstieg in das Risikospiel. D.
= Dauererfolg, gesichert durch hervorragende Ergebnisse im Langzeittest. O.
= Optimiertes kassenfreundliches Auszahlverhalten. Zusammen
also : TO.R.NAD.O.! Und
was sagen Praktiker dazu? NSM/Löwen befragte Automatenkaufleute,
die bereits Erfahrungen mit dem Neuen aus Bingen haben. „Tornado
ist als Sturm bekannt", äußert sich Werner Strunz aus Alling poetisch. „Als Automat stürmt der das Land." Auch
Peter Schmid, Schatzmeister des Bundesverbandes Automatenunternehmer, läßt sich von der Muse der Dichtkunst küssen: „Das alte
Jahr ist futsch. Mit Tornado ins neue. Guten Rutsch!" Werner
Giese aus Schefflenz sieht es dagegen ganz
nüchtern: „Tornado hat das beste Design der letzten drei Jahre. Die Jackpots
machen das Spielsystem sehr attraktiv und umsatzstark." Schließlich
Dirk Weichbrodt aus Wolfenbüttel: „Tornado entspricht voll seinem Namen,
kommt beim Spieler an und bringt hervorragende Kassen." |
Winner Gold
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Winner Pro |
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Für
WINNER PRO verbürgt sich Paul Gauselmann persönlich In dieser Titelgeschichte wird der Unternehmensgruppenchef gefragt,
weshalb er sich bei diesem Gerät seiner Sache so sicher ist Herr Gauselmann, die NOVA in Hamburg startet nun
mit einem Riesenfeuerwerk ihr neues Geldspielgerät WINNER PRO. Champagner,
Raketen! Ein Riesenwirbel wird bereits um dieses Gerät gemacht, noch bevor
es auf dem Markt erschienen ist. Woher nehmen denn Ihre Hamburger den Mut für
derartige Aussagen? Sie haben natürlich recht, der WINNER PRO wird mit
einer Rieseneinführungs Werbung dem Markt
angeboten. Ihre Frage war aber, woher nehmen denn die Hamburger den Mut dazu.
Ich kann Ihnen sagen, dieser Mut ist absolut berechtigt und auch durch Fakten
untermauert. Also, so was hört man ja eigentlich von jedem
Gerät, bevor es auf den Markt kommt, und oftmals hat es schon hinterher eine
Enttäuschung gegeben. Ich meine, besonders bei der NOVA haben wir früher wenig
Besonderes auf dem Geldspielsektor gesehen. Die NOVA hat ihre Lorbeeren in
erster Linie mit Unterhaltungsgeräten geerntet, und es entstand dann auch
der Eindruck, daß die NOVA mit dem Geldspielgerät
nur am Rande mitläuft. Warum denn jetzt auf einmal diese Wende? Das kann man so und so sehen. Die NOVA ist ja seit
über zehn Jahren im Geldspielgeräte Geschäft tätig. Wir haben damals für die
neu zur Gauselmann-Gruppe gestoßene NOVA das erste Wir erinnern uns aber noch sehr gut an das Gerät
BINGO BINGO. Nicht nur wir waren davon begeistert. Viele waren begeistert. Nur das Gerät hat in der
Praxis leider nicht gehalten, was wir uns davon versprochen hatten. Obgleich
die Hamburger Entwickler immer meinten, das Gerät wäre
hervorragend, nur die Spieler anscheinend zu dumm, um es zu verstehen. Nachdem
wir also einige Jahre eigentlich damit vergeudet hatten, viel Geld
ausgegeben hatten, kam dann doch vor drei Jahren der Entschluß,
für die NOVA-Entwicklung in Espelkamp eine weitere Gruppe zu bilden. Aber auch danach hat es auf der Hamburger Schiene
ja nicht unbedingt die erfolgreichsten Geräte gegeben. Das stimmt nicht! Wir haben, nach dem wir die
Entwicklung wieder nach Espelkamp verlegt hatten und auch mit dem Beginn des
40-Pfennig-Spiels, sofort angefangen, die WINNER-Familie zu entwickeln. Daß dieser Gerätetyp ein derartiger Erfolg werden würde,
konnte man damals allerdings nur unter sehr optimistischen Aspekten ahnen.
Heute, fast zwei Jahre nach dem Ersterscheinen des WINNER, weiß jeder in
Deutschland: WINNER ist ein absoluter Gewinner in jeder Aufstellung. Nach meinem Eindruck hatten Sie, als der WINNER
herauskam, persönlich wohl mehr auf ein anderes Gerät aus Ihrer Gruppe
gesetzt. Ich erinnere mich genau an das Erlebnis, wo Sie sich dann doch auf
der IMA '94 mehr dem WINNER zuwandten und sich von mir vor diesem Turm auf
dem NOVA-Stand fotografieren ließen. Wie haben Sie den Erfolg des WINNERs
damals vorhergesehen, und wie können Sie ihn begründen? Schon sehr früh wußte
ich, daß WINNER ein Winner werden wird. Bestärkt
darin haben mich natürlich die Testergebnisse auf breiter Front und die
Reaktionen unserer Kunden auf der IMA 1994. Sie dürfen dabei allerdings
nicht vergessen, daß wir heute erheblich feinere
Methoden bei der Gerätebeurteilung haben als früher. Früher mußten einige wenige Testgeräte
genügen, um eine Entscheidung für die Produktion eines Typs zu fällen. Heute
haben wir mehr Zeit durch unsere ausgeweitete Entwicklungskapazität. Das
heißt, wir können in Ruhe Geräte entwickeln, testen und notfalls auch Systeme
die sich nicht bewähren, beerdigen, das heißt gar nicht auf den Markt
bringen. Bei WINNER hatten wir schon recht früh einen breiten Markttest,
deshalb war mir auf der IMA im vorigen Jahr bereits klar, WINNER wird ein
Winner! Wir haben dann an diesem Konzept konsequent weitergearbeitet. Wir
sind mit Testgeräten weiter in die Breite gegangen. Der WINNER PRO ist jetzt
ein neues Kind der W1NNER-Familie, der, wie der Name sagt, seinen Vorgänger
um Längen schlägt, vor allem auf Spitzenplätzen. Wir werden ihm noch sehr
viele folgen lassen. WINNER PRO wurde auf einer breiten Basis seit langem
getestet. Deshalb haben die Hamburger recht, den WINNER PRO als absoluten
Winner einzuführen. Wenn Sie aber ein so tolles Gerät haben, warum
halten Sie es nicht bis zur IMA '96 zurück, sondern bringen es kurz vor
dieser Messe bereits auf den Markt? Wir halten es nach heutigen Marktgegebenheiten
einfach nicht mehr für zeitgemäß, Geräte nur im Hinblick auf Messetermine zu
entwickeln. Wenn man ein Gerät fertig hat und bis zur Marktreife erprobt,
sollte man damit auf den Markt kommen, auch wenn dies vier oder acht Wochen
vor einer großen Messe erfolgt. Im Gegenteil, die häufig tote Zeit vor einer
Messe wird damit positiv überbrückt und die Polarisierung einer Messe etwas
entschärft. Häufig sind auch noch Investitionen vor Ablauf des Jahres nötig
und die Kunden, die gezwungen sind, bis zur IMA zu warten, verlieren unter
Umständen ihren steuerlichen Vorteil. Und wer sagt ihnen denn, daß wir trotzdem nicht noch einiges mehr zur IMA '96
bringen werden. Erfahrungsgemäß kommt die NOVA bei jeder IMA mit
einer Vielzahl von Neuheiten und Highlights auf dem Unterhaltungssektor
raus. Hat vielleicht auch die Befürchtung zu Ihrem früheren WINNER PRO-Erscheinungstermin dazu beigetragen, daß
dieses Gerät etwas in den Hintergrund gedrängt würde durch die anderen
Neuheiten? Jede Firma versucht natürlich auf allen Gebieten,
möglichst viele Highlights während einer Messe zu bieten. Auf der anderen
Seite neigen wir immer mehr dazu, dort mit Geräten anzutreten, die wir auf
breiter Basis getestet haben, wo wir wissen, was wir dem Kunden anbieten. Und
der Kunde weiß, daß er sich auf unser Urteil
verlassen kann. Ich muß praktisch noch
mal auf meine Anfangsfrage zurückkommen. Sie sagen, der Kunde kann sich auf
Ihr Urteil verlassen. Woher nehmen Sie nun die Sicherheit, daß der Kunde dabei nicht enttäuscht wird? Aus jahrzehntelanger Erfahrung wissen wir heute,
welche Geräte am Markt ankommen werden und welche nicht. Dies haben die
Vergangenheit und gerade die letzten Jahre bewiesen. Geräte aus unserem
Hause haben eigentlich nie enttäuscht. Unsere Treffsicherheit wird immer
besser und wir sind immer mehr in der Lage, Flops zu vermeiden. Dies gilt
natürlich in besonderem Maße für den WINNER PRO. Auch wenn er sich optisch
nicht stark vom WINNER oder WINNER GOLD unterscheidet. Er ist eine
konsequente Weiterentwicklung in vielen kleinen Details, die der Spieler
schnell erkennen und schätzen wird. Wir haben dies schon sehr lange auf
breiter Front mit zirka hundert Geräten in Gaststätten und unseren Spielotheken
getestet. Dies ist nicht nur ein Gefühl aus dem Bauch heraus. Sie wissen ja:
adp „aus der Praxis für die Praxis". Dieses Motto haben wir beim WINNER
PRO konsequent verwirklicht. Wir wundern uns, daß Sie
sich für ein Produkt Ihres Hauses so aus dem Fenster lehnen. Zugegeben, wir haben mehrere sehr hübsche Töchter,
die älteste und vielseitigste Merkur und die schöne Venus mit ihren
Multitalenten. Die etwas entfernteren, aber nichtsdestotrotz vielseitig
erfolgreichen Verwandten MEGA und dann die jüngste Tochter NOVA. Allein Hans
Rosenzweig, dem Flipperpapst zuliebe, tue ich das, aber ganz besonders weil
dieses zwölfjährige Küken ein toller Winner ist. Ihr altes Motto „aus der Praxis für die
Praxis": Sie selbst sind ja aus der Branche emporgewachsen. Deshalb
können Sie sich in die Situation eines Kunden versetzen. Wie würden Sie denn
als Kunde handeln? Würden Sie den WINNER PRO jetzt kaufen oder lieber erst
auf der IMA '96? Wenn ich mich für ein Gerät so aus dem Fenster
lege und sage: das Gerät ist erprobt, getestet und gut, dann verbürge ich
mich dafür, und dann können Sie es unbesehen bereits heute kaufen und auf
der IMA weitere Aufträge plazieren. Dies ist
wahrscheinlich die beste Lösung für beide Seiten. Natürlich ist es immer
einfacher, sich später zu entscheiden. Nur, Sie wissen ja, wer zu spät kommt
den bestraft irgend jemand,
und wer zuerst kommt, mahlt auch zuerst. Das heißt, wer zuerst die WINNER
PRO in der Praxis einsetzt, wird die besten Ergebnisse haben. Auf der IMA
können Sie immer noch einen Nachschlag nehmen. Dies werden mit Sicherheit die
meisten, ganz besonders die erfolgreichen Aufstellunternehmer so
machen. |
Ein Artikel zum Bally Wulff Graffity
als PDF-Dokument.
Mit christomäßiger Verhüllung. Gauselmann konnte das
nicht auf sich sitzen lassen und verhüllte seine Geräte in einer Anzeige auch.
Warum eigentlich? Regenet es da rein?

Warum baut Bally Wulff 1995 eigentlich nur noch
langweilige Geräte?
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AUTOMATEN
MARKT: Mit dem Rasant hat Bally Wulff ja im Rahmen deutscher
Rahmenbedingungen internationalen Touch ins Spiel
gebracht. Äußerlich und auch in bezug auf die
Spieldauer. Beim nächsten Gerät, dem Hero, sind Sie aber wieder voll auf die
klassische Linie zurückgefallen. Wie ist das zu verstehen? Kloß:
Nicht nur der Rasant ist ein Gerät, mit dem wir mal andere Wege gegangen
sind. Ob mit Monopoly, mit Würfel oder mit Hot Slot,
wir haben es immer wieder versucht, etwas Alternatives zur
hundertachtzigsten Version der zwei Risikoleitern mit Ausspieltableau und
Sonderspielen herauszubringen. Es müssen viele Ideen geboren werden, um mal
eine richtig durchzusetzen. Diese Entwicklungen kosten uns viel Geld. Mit
Ausnahme von Rasant ist uns das bisher vom Markt nicht ausreichend honoriert
worden. Die Konsequenz wird sein, daß wir zwar
nicht aufhören, neue Dinge zu entwickeln, unsere Gerätepolitik aber wieder
stärker am Konservativen ausrichten werden. AUTOMATEN
MARKT: Glauben Sie denn, daß der Spieler diesen konservativen
Traditionen auf Dauer die Treue hält? Kloß:
Das ist schwer zu sagen. Ich glaube, daß wir einen
Teil der Spieler durch die idiotische Umsatzsteuerpolitik vor dem EuGH-Urteil mit den dadurch notwendigen Niedrigauszahlungsgeräten
verloren haben. Die kommen nicht wieder. Wir haben aber einen permanenten
Wandel. So gehen uns auch Spieler durch sich verändernde Altersstrukturen
verloren. Aber ebenso wachsen potentielle Spielergenerationen nach. Ich kann
mir nicht vorstellen, daß diese mit herkömmlichen
Angeboten aus der Automatensteinzeit langfristig zu halten sind. Unser
Erfolg in der Zukunft hängt davon ab, wie wir uns auf wechselnde
Anforderungen einstellen können. Die Grundidee von drei sich drehenden
Walzen ist schon hundert Jahre alt. Es ist immer wieder gelungen, neue
Features da einzubringen. Zum Beispiel die Risikoleiter. Ich halte sie ebenso
für einen Segen wie für einen Fluch. Segen, weil sie dem Automatenspiel
neuen Auftrieb gegeben hat. Fluch, weil sich heute kein Aufsteller mehr
traut, in andere Geräte mit neuen Ideen, aber ohne Risikoleiter, zu investieren.
Was 15 Jahre lang gut war, muß ja nicht
unübertroffen bleiben. Vor allem geht es nicht, daß
wir Geräte haben, die für jedes Publikum von 18 bis 85 passen.
Platzmarketing tut not, um das Spielangebot reichhaltiger und individueller
zu fassen. |
Die Preisgestaltung
der Hersteller war den Aufstellern lange ein Dorn im Auge. Klar, der Kaufpreis
muss verdient werden, und bei 40 neuen Geräten im Jahr wird das zunehmend
schwieriger.
2. Thema in folgendem
Artikel: Die Elektronische Zulassung, die uns so lange Ärger bereitet, wurde
anfangs von den Aufstellern heftig abgelehnt. Hat aber nichts geholfen.
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Automaten Verband Rheinland
Pfalz: Die
Frage nach der Preisgestaltung der Industrie waren zwei der Kernpunkte, mit
denen sich die Mitglieder des rheinland-pfälzischen Automaten-Verbandes im
Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung in Bingen auseinandersetzten. Dazu
kam die Diskussion über die - so die einhellige Meinung - zu hohen Gerätepreise. Diese hatte Wacker in einem Brief an den
VDAI Vorsitzenden Paul Gauselmann kritisiert. In dessen Antwort wurden
dann, so zitierte Wacker aus dem Schreiben, Vergleiche angeführt, die die
Versammlung mit deutlicher Verstimmung zur Kenntnis nahmen. Nach Paul Gauselmanns Meinung könnten die Geräte unter bestimmten
Umständen noch deutlich teurer sein, wenn man beispielsweise die Preise für
Gebrauchtgeräte zugrunde legt. Wird beispielsweise ein Multi-Multi für 300
Mark pro Monat Restlaufzeit veräußert, ergibt sich nach Auffassung des
VDAI-Vorsitzenden ein theoretischer Geräteneupreis von 15 000 bis 20 000
Mark. Eine Rechnung, die Wacker so nicht stehen lassen wollte. Er verwies
auf die zahlreichen Flops der Industrie, die die Aufstellunternehmer
schließlich mit ähnlich hohen Einstandspreisen bezahlen müßten.
Wenn bei diesen Geräten eine ähnliche Restwertkalkulation aufgemacht würde,
hätten die Automaten nicht mehr als 1500 bis 2 000 Mark kosten dürfen. … Rundheraus
abgelehnt wurde dagegen ein Vorschlag der Industrie, die neuen Geräte mit
einem Programm auszurüsten, das die Automaten nach vierjähriger Laufzeit endgültig
abschaltet. Zwar wurde von seiten der Versammlungsteilnehmer die Grundidee begrüßt, dem
illegalen Einsatz von Altgeräten ein Ende zu bereiten, doch „noch mehr
Bevormundung durch die Industrie" wollen die Rheinland-Pfälzer nicht hinnehmen.
Hier müßte nach anderen Möglichkeiten gesucht
werden, um beispielsweise das Vermarkten der Ablaufgeräte an private Partykeller-Betreiber
sicherzustellen. Schon heute sei die 60-Tage-Auslese-Pflicht mit Stillstand
des Gerätes ein sichtbares Hindernis. Hier wollen die Automatenkaufleute aus
Rheinland-Pfalz weiterhin am Ball bleiben, um der Industrie praxisbezogene
Lösungsmöglichkeiten zu unterbreiten. Ebenso wie im Bereich der Elektronikschrott-Entsorgung,
die ein zunehmendes und ernstes Problem sei. |
Ein Gerät für den
norwegischen Markt:

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Rollende Legende |
Eine besondere Kampagne startete Bally Wulff für den Doppelkrone 2000. Ein Zug wurde kreuz und quer durch die
Republik geschickt, um Aufstellern die unschlagbaren Vorteile der Neuauflage
eines der erfolgreichsten Bally Wulff Geräte aller Zeiten, dem Doppelkrone,
näher zu bringen.
Ein Artikel im PDF-Format
zum Download.




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Berlin war eine Reise
wert Verbandsvorstände
zu Gast bei Bally Wulff zum Start der „Rollenden Legende"
„Für
die einen wurde es langsam Zeit, für die anderen kommt eine gute Idee nie zu
spät." So beschrieb Bally-Wulff Geschäftsführer Uwe Christiansen den
allgemeinen Tenor seiner Gäste in Berlin. Eingeladen hatte man die Vorstände
aller Landesverbände, um zwei Tage mit einem reichhaltigen Programm in der
Bundeshauptstadt zu verbringen. Damit schlug Bally Wulff gleich zwei Fliegen
mit einer Klappe. Denn zum einen ist es dem Berliner Unternehmen ein großes
Landesverbände der Automatenwirtschaft nach Berlin gebeten. Ein buntes
Programm, reichlich Informationen und viel Zeit für Diskussionen und Gespräche
standen auf dem Programm. Berlin war sicher für die meisten eine Reise wert. Gefolgt
waren der Einladung fast alle. Und diejenigen, die nicht kommen konnten,
hatten dafür eine triftige Entschuldigung. So war der Kreis denn auch nicht
gerade klein, den Uwe Christiansen am Sonntag, dem 10. September, im Hotel
Palace mitten im Zentrum von Berlin begrüßen konnte. Schon hierbei machte
der Geschäftsführer deutlich, daß es ihm bei
diesem Treffen in erster Linie um Kommunikation geht. Und wie regt man die am
besten an? In einer lockeren Atmosphäre. Und wie kann sich diese besser
entwickeln als bei einem deftigen Rittermahl in einer entsprechenden
Kulisse. Die Spandauer Zitadelle sollte an diesem Abend erleben, wie locker
und kommunikativ die Automatenbranche ist. Schließlich ist Unterhaltung ja
auch ihr Geschäft. Bei bester Stimmung wurden Schmalzbrot, Wurstplatte, Suppe, Braten und Kompott einzig und allein mit Hilfe eines schwertähnlichen Messers zu sich genommen. Das Bier floß reichlich, und der Met wurde zünftig aus riesigen Ochsenhörnern geschlürft. Als schließlich Gaukler und Musikanten den ganzen Saal zum Mitsingen brachten, war der Höhepunkt des Abends erreicht. Das Ende aber noch lange nicht. Selbst später im Hotel wurde noch lange und angeregt geredet, diskutiert und geschwoft. |

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Auszahlquoten |
Seit 1990 war die Mehrwertsteuer vom Spieleinsatz abzuziehen
und abzuführen. Zuvor war sie vom Kasseninhalt zu berechnen. Die
Aufstellerschaft befand sich unter Generalverdacht, den Kasseninhalt
nicht vollständig in der Einkommenssteuererklärung anzugeben und damit sowohl
Einkommenssteuer als auch Mehrwertsteuer gesetzteswidrig
zu verkürzen. Gesetzliche Regelungen mit einer Fülle weiterer Einschränkungen wurde befürchtet, gerade weil auch die Spielsuchtdebatte
wieder fröhlichen Einstand feierte. In einer freiwilligen Selbstbeschränkung
verpflichtete sich die deutsche Automatenwirtschaft (Hersteller, Grosshandel und Aufsteller) am 15.11.1989 zur Vermeidung
gesetzlicher Regelungen zu verschiedenen Maßnahmen, die die Attraktivität der
Geräte senken sollte (Stichwort Suchtgefahr) und die Steuerehrlichkeit erhöhte
(Stichwort Kasseninhalt):
Letzteres ermöglichte die exakte Zählung des
Spieleinsatzes und damit die korrekte Versteuerung. Entsprechende Geräte kamen
Ende 1991 auf den Markt, zu erkennen an einer 5 am Anfang der Zulassungsnummer
(zuvor 4). Für den Spieler hatte dies Auswirkungen. Die Mindest-Auszahlquote
sank von 60% auf 52% und damit die Attraktivität der Geräte. Auch die
Einführung des 40Pf Spiels 1993 konnte den Trend nicht umkehren. Im Gegenteil.
30Pf Geräte nach alter Bauart waren so beliebt, dass für manche Geräte, z.B.
den Multi, gebraucht höhere als Neupreise gezahlt wurden. Die Auszahlquoten
wurden seitens der Hersteller auf das gesetzliche Minimum gesenkt, um den
Aufstellern mit weniger Umsatz noch Gewinne zu sichern. 52% statt der Ende der
80er Jahre gewohnten 65-70% Auszahlquoten spürten alle Spieler schmerzlich. Mit
dem Auslaufen dieser alten („Faktor“)-Geräte verlor die Aufstellerschaft immer
mehr Spieler, die Umsätze gingen dramatisch zurück. Kurzarbeit großer und
Konkurs kleiner Hersteller folgte. Faktorgeräte
übrigens deshalb, weil die abzuführende Mehrwertsteuer des Kasseninhalts auf
den Faktor 1,5, 2 und 3,125 erhöht wurde. Zuletzt mussten also 3,125 mal 15% Mehrwertsteuer abgeführt werden, was auch die
alten Geräte unrentabel machte. Eine Zwickmühle.
Folgender Artikel beschreibt eine Lösung, die Erhöhung
der Auszahlquoten zur Steigerung der Attraktivität der Geräte. Besser
prozentual wenig Gewinn auf hohe Umsätze als umgekehrt. Eigentliche eine
Standardlösung der Betriebswirtschaft. Senke die Verkaufspreise Deines Produktes,
dann verdienst Du mehr. Die Automatenbranche brauchte viele Jahre, dies zu
erkennen. Mit den höher auszahlenden Geräten der zweiten Hälfte des
90er-Jahrzehnts kehrten endlich wieder bessere Umsätze und Optimismus zurück.
Maßgeblich beteiligt waren Mega-Geräte wie der Sunny und Turbo-Sunny, die auf
folgender Philosophie basieren. Bis in die heute Zeit hat sich Mega mit „Hochauszahlern“ einen guten Ruf bei den Spielern erhalten.
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So holen wir verlorene
Spieler in unsere Hallen zurück Seit der vom Steuergesetzgeber erzwungenen Senkung
der Auszahlquoten ist die Zahl der Gäste in
Spielstätten dramatisch zurückgegangen. Das EuGH-Urteil
eröffnet Chancen, dieses verlorene Potential zurückzugewinnen. Wie? Das
ließen wir uns von Mega Geschäftsführer Joachim Trenz erläutern Wie
eine unternehmerische Entscheidung kaufmännisch richtig und zugleich
grundfalsch sein kann, zeichnet Trenz in einer Fallstudie auf. Darin stellt
er theoretisch in einer Zweiergruppe ein Gerät A mit 65 Prozent Gewinnauszahlung,
zum Beispiel Mega Double, neben ein Gerät X, das auf die gesetzliche
Mindestauszahlung von 52,17 Prozent (vom Brutto vor Abzug der Mehrwertsteuer)
beschränkt ist. Ein
Spielgast, der beide Geräte bedient und 50 Mark verspielt, verliert am
ersten Gerät 21 Mark, während ihm das andere in derselben Zeit 29 Mark
abnimmt. Auf einen Monatsumsatz von 2 000 Mark hochgerechnet, entnimmt der
Aufsteller bei der Kassierung dem Gerät A nur 846 Mark, während ihm das Gerät
X immerhin 1 154 Mark hinterläßt. Das sind 36 Prozent
mehr! Klare Konsequenz: Das scheinbar erfolglose Gerät A wird abgehängt und
durch ein weiteres Gerät X ersetzt. Verblüffendes Ergebnis: Plötzlich gehen
die Umsätze zurück. Nur noch 1800 Mark erbringt diese Zweiergruppe.
Insgesamt entwickelt sich die Spielstätte rückläufig. Gäste bleiben weg. Trenz
nennt des Rätsels Lösung: „Der Spielgast hat im allgemeinen eine feste Summe
zur Verfügung, die er verspielt. Das Gerät mit der höheren Quote vermittelt
ihm fürs selbe Geld mehr Unterhaltungserlebnis, weil er entsprechend länger
daran spielt." Zur
Untermauerung noch einmal dieselbe Studie mit zwei gleichen Geräten vom Typ A
mit 65 Prozent Auszahlung in der Zweiergruppe. Jetzt steigt das
Einspielergebnis auf tausend Mark an. Zusammen sind es wie bisher 2 000 Mark.
Der Aufsteller hat keinen Verlust. Aber der Spielgast
hat beträchtlich gewonnen. Der Gegenwert
an Spielzeit und Unterhaltungsqualität liegt um rund 30 Prozent höher. Wenn
Spielstättenbetreiber auch sonst nichts zu
verschenken haben, an Spielzeit besteht kein Mangel. Die Auslastung der
Geräte ist absolut unzureichend. Bei sinkender Tendenz. Hier muß zur Wende angesetzt werden, was sich letztlich in
besseren Betriebsergebnissen niederschlagen wird. Die Grafiken zu diesem
Beitrag machen es auf einen Blick sichtbar. Doch
vor einer Erläuterung im einzelnen erhält Mega-Geschäftsführer Joachim Trenz
an dieser Stelle Gelegenheit, das Problem kompakt darzustellen. Er beginnt
mit einem Rückblick auf die Situation, als wir mit den
Multiplikator-Erhöhungen von 2,0 auf 2,5 und ab Januar 1994 gar auf 3,125
konfrontiert wurden. Resümee
daraus: Die Auszahlungsquote mußte
von der Industrie, um einen einigermaßen wirtschaftlichen Betrieb der Geräte
zu ermöglichen, immer mehr gesenkt werden. Dies stellte sich für den
Spielgast so dar, daß er sein Geld erheblich
schneller verspielte als mit vergleichbaren Faktorgeräten
mit 30 Pfennig Einwurf, die damals noch in erheblich größerer Stückzahl neben
den 40 PfennigGeräten plaziert
waren. Dies führte dazu, daß die 30er-Geräte auch
erheblich stärker bespielt wurden, obwohl die Kasse der 40er-Geräte durch
veränderte geringere Spielezahl, aber niedrigere
Quote für den Aufsteller trotzdem noch interessant waren. Aus
Sicht des Aufstellers zeigte sich also folgendes Bild: 30er- und 40erGeräte
wiesen erheblich unterschiedliche Spielezahlen
aus. Die Kasse war bei beiden jedoch fast gleich. Auf stark frequentierten
Plätzen stellten 40er Geräte die 30er oftmals sogar in den Schatten. Aus
Sicht des Aufstellers entstand so der Eindruck einer positiven Entwicklung.
Kassenergebnisse zugunsten der 40er-Geräte ließen vermuten, daß diese vom Spielgast weitgehend angenommen wurden.
Aus Sicht des Spielers stellte es sich jedoch völlig anders dar. Bei den niedrig
auszahlenden 40er-Geräten erlebte er zum einen durch den höheren Einsatz
einen um 33 Prozent schnelleren Verlust seines Geldes und zum zweiten durch
die Senkung der Auszahlquote abermals einen schnelleren Verlust. Das führte
dazu, daß er gegenüber dem 30er-Gerät, wo er pro
Spiel einen Groschen verlor, beim 40er-Gerät mit 52 Prozent Auszahlung pro
Spiel einen Verlust von fast 20 Pfennig hatte. Das bedeutete einen doppelt so
schnellen Verlust des Geldes und das - ein ganz entscheidender Punkt - bei
weniger Spielfreude durch weniger Gewinneinläufe. Der Spielgast zog sich also
verstärkt zu den 30er-Geräten zurück, was einen verstärkten Absatz dieser
Altgeräte, ob neu oder gebraucht, zur Folge hatte. Aus
Sicht des Spielgastes stellten sich die ersten 40er-Geräte trotz
Gewinnballung wegen geringerer Gewinneinläufe negativ dar. Der Spielgast war unzufrieden, blieb großenteils nach
einiger Zeit weg. Resümee
aus Sicht von Trenz: Langfristig gesehen können wir nur mit zufriedenen
Spielgästen leben. Die durch gesenkte Auszahlquoten entstandene Situation
hat dazu geführt, daß die Spielstätten immer leerer
wurden, keine neuen Gäste herangeführt werden konnten. In der Gastronomie
hat sie dazu geführt, daß viel weniger Gewinn- und
Erfolgserlebnisse auftraten, weil die Häufigkeit der Kleingewinne total nach
unten gefahren wurde. Wenn also ein potentieller neuer Spielgast vielleicht
einem alteingesessenen zuschaute, war er durch die Minierlebnisse, die sich
noch bei dem 40er-Gerät mit der niedrigen Quote boten, in keiner Weise zu animieren,
irgendwann mal selbst einen Fünfer in ein Geldspielgerät zu stecken. Darauf
ist die Automatenbranche jedoch unbedingt angewiesen. Wer langfristig
dieses Geschäft betreiben will, und das wollen sicher fast alle, muß dafür sorgen, daß
Nachwuchsspieler an die Geräte herangeführt werden. Dies können wir jedoch
nur erreichen, wenn den vorhandenen Spielgästen in hohem Maße Spielfreude
vermittelt wird. Natürlich verbunden mit interessanten Spielfeatures und
-abläufen, aber auch gesponsert durch Gewinnauszahlungen. Langfristig
kann es also nur so gehen, daß wir dem Spielgast
wieder eine höhere Quote bieten. Wenn wir diese bei 65 oder 66 Prozent
ansiedeln, heißt das immer noch, daß wir dem
Spielgast 33 Prozent seines Einsatzes von 40 Pfennig, also rund 13 Pfennig
pro Spiel abnehmen. Das sind im Verhältnis zu den beliebten 30er-Geräten 33
Prozent mehr. Der Spielgast verliert also immer noch um ein Drittel
schneller als bisher sein Geld. Das
heißt, wenn er genauso viele Spiele macht wie früher an 30er Geräten, dann
würde dies zu einer 33 Prozent höheren Kasse führen.
Diese Betrachtung ist jedoch bei der augenblicklichen binnenwirtschaftlichen
Lage utopisch. Wir müssen bei den meisten Plätzen davon ausgehen, daß dem Spielgast nur ein bestimmter Betrag zur
Verfügung steht. Aus diesem Grunde ist es gerade so wichtig, für diesen zur
Verfügung stehenden Betrag ein Höchstmaß an Unterhaltungserlebnis zu bieten
mit einer entsprechenden Auszahlquote, damit er verhältnismäßig lange für
sein Geld spielen kann. Dies führt dazu, daß der Spielgast zufrieden ist. Der Aufsteller ist dann
ebenfalls zufrieden, weil er wieder volle Spielstätten hat und letztlich per
Saldo in seinen Geräten mindestens den gleichen Betrag, den er früher auch
hatte. Wenn nicht mehr. Langfristig bestimmt. Grafik
1 stellt die theoretische Einnahmesteigerung dar, die sich aus der
Spielpreiserhöhung von 30 auf 40 Pfennig ergeben hätte, wenn die Spielezahl gleich geblieben wäre. Mittellinie gleich
100 Prozent ist der Ausgangspunkt von einem 30 PfennigFaktorgerät
mit 65 Prozent Auszahlquote. Bei unveränderter
Auszahlquote wären das bei 40 Pfennig Einsatz 33,33 Prozent gewesen, bei auf
60 Prozent verringerter Quote 52,38 Prozent und bei 55prozentiger Quote gar
71,43 Prozent. Bei 70 Prozent Gewinnauszahlung werden immer noch 14,29
Prozent mehr eingespielt. Erst bei 75 Prozent Gewinnausschüttung würde ein
Minus von 4,76 Prozent in der Kasse sein.
Grafik
2 spiegelt die durchschnittliche Einnahme pro Spiel im Verhältnis vom 30er-
zum 40er-Gerät bei gleichen Auszahlungen wider. Mittellinie A erleichtert
den Vergleich mit den Favoriten der sogenannten 30er Zählwerkgeneration,
Mittellinie B mit den sogenannten Faktorgeräten.
Es wird deutlich, daß bei neuen 40er-Geräten fast
75 Prozent Auszahlung möglich sind, um mit den 30er Faktorgeräten
auf einen Level zu kommen. Bei 70 Prozent stellt sich die Kasse gleich mit
der aus den ersten Zählwerkgeräten mit 30 Pfennig Einwurf.
Grafik
3 verdeutlicht die tägliche Auslastung eines Geräts in einer
durchschnittlichen Spielstätte, wenn es 2 500 Mark im Monat einspielt. Diese
Quote beträgt bei einem 40er Gerät mit 65prozentiger Auszahlung unter 20
Prozent. Selbst bei 75 Prozent Gewinnauszahlung ist das Gerät nur zu 23,15
Prozent bei der angenommenen Öffnungszeit ausgelastet.
In
Grafik 4 wird noch einmal derselbe Vergleich für ein Gerät angestellt, das
in einer durchschnittlichen Gaststätte 1000 Mark monatlich einspielt.
INTERVIEW Joachim
Trenz, Geschäftsführer Mega Spielgeräte, Limburg, im Gespräch mit dem
AUTOMATEN MARKT AUTOMATEN
MARKT: Sie behaupten, daß die verbreitete Ansicht
„niedrigere Auszahlquote gleich höhere Kasse" falsch ist, Herr Trenz.
Wie kommen Sie dazu? Trenz:
Die Rechnung ist praxisfremd, weil sie davon ausgeht, daß
der Spielgast auch zum höheren Preis dieselbe Zahl von Spielen macht wie
früher. Sich also dieses Vergnügen 25 Prozent mehr kosten läßt. Dieses Geld steht ihm nicht zur Verfügung. Und
wenn er jetzt fürs selbe Geld rund ein Drittel weniger Spielspaß
erlebt, verliert er langfristig sicher die Freude am Spiel und bleibt weg. AUTOMATEN
MARKT: War es denn nicht umsonst, daß wir jahrelang
um das 40 Pfennig-Spiel gekämpft haben? Trenz:
Durchaus nicht! Mittelfristig wird uns das 40
Pfennig-Spiel die durch gestiegene Kosten auch dringend nötigen Mehreinnahmen
bringen. Wenn auch nicht gleich in demselben Umfang, wie der Spielpreis
angestiegen ist. Dadurch, daß sich die
Auszahlquoten bei allen Herstellern in einem Rahmen zwischen 62 und 67 Prozent
eingependelt haben, scheint mir der richtige Weg gefunden worden zu sein.
Das ergibt rund 30 Prozent AUTOMATEN
MARKT: Wie soll das gehen, wenn höhere Gewinnauszahlungen längere
Spielzeiten voraussetzen, um gleiche Ergebnisse zu erzielen? Trenz:
Die durchschnittliche Auslastung ist so gering, daß
es ohne weiteres drin ist. AUTOMATEN
MARKT: Was ist aber mit Plätzen, die überdurchschnittlich ausgelastet sind? Trenz: Plätze mit außergewöhnlich hoher Auslastung können natürlich noch mehr von der Spielpreisanhebung profitieren. Bahnhofsgaststätten zum Beispiel, in denen bei geringer Verweildauer die Besucherfrequenz sehr hoch ist. Wo Kurzzeitspieler dominieren, wäre es unklug, Geräte mit höherer Auszahlungsquote anzubringen. Die Auszahlquote allein sagt noch nichts aus über den Erfolg eines Geräts. Der Aufsteller sollte seine Plätze sehr individuell bewerten und danach seine Geräte auswählen. |
Bally Wulff will den
Aufstellern die Entscheidung überlassen, welche Auszahlquote an welchem Platz
die beste ist. Es war die Zeit vor der Individuellen Quote (IQ) von Gauselmann,
die der Aufsteller nach Belieben einstellen kann.
|
Vielfalt und Ideenreichtum Wie der Automatenunternehmer
sein Angebot attraktiver gestalten und damit ein größeres Publikum ansprechen
kann, wird von Bally Wulff erläutert.
Für
Diskussionsstoff unter Fachleuten sorgt die Frage um die richtige
Auszahlquote bei Geldspielgeräten, ein wichtiger Punkt für die Entscheidungsfmdung für das eine oder andere Gerät. Es
gibt unterschiedliche Interpretationen, und jede hat etwas für sich. Mit
einer angehobenen Auszahlung bindet man das Publikum und hat die Chance,
neue Spielgäste zu gewinnen. Dagegen spricht der Protest der Gastwirte, wenn
am Kassiertag einmal wenig oder gar nichts
übrigbleibt. Was dann leider oft vergessen wird, sind die guten Ergebnisse
vorher. Eine
andere Meinung tendiert dahin, daß es alleine am
Spielsystem liegt, ob einem Gerät Erfolg beschieden ist und die Auszahlquote
dabei eine untergeordnete Rolle spielt. Dagegen sprechen wiederum
Meinungen, daß damit auf lange Sicht die Spielfreude minimiert und Kunden verloren werden. Es
gibt Aufstellunternehmer, die eine Leerspielung
gerne in Kauf nehmen, wenn der Durchschnitt der Ergebnisse stimmt. Andere
hingegen argwöhnen jedem Gerät, das die Möglichkeit
einer Leerspielung in sich birgt. Als
Hersteller kann man nicht einen Grundsatz verfechten und alle Meinungen und
Erfahrungen anderer außer acht lassen. Im Gegenteil:
Im Sinne eines in dividuellen Platz-Marketing
bedarf es unterschiedlicher Lösungen. Hier bietet Ballt' Wulff mit den Kategorien
Maxi-Quote und Schottenquote ein einfach anwendbares Instrument zur
Entscheidungsfindung, Angefangen bei den Klassikern des Angebotes wie Road
Star, Trucker, Titan oder Rasant bis hin zu den IMA-Neuheiten Hero und
Arthus, lassen sich alle Geräte unter diesen Aspekten für einen optimalen, zielgruppenspezifischen Einsatz einordnen. Die Vielfalt
der Geräte fordert allerdings auch eine grundlegende Einschätzung der
Aufstellplätze. |
Gar nicht zu Bally
Wulffs eigenen Aussagen passt das Geräteprogramm. Nur ein Gerät hat die
„Maxi-Quote“, fünf die „Schotten“-Quote. Das weiss
man, was die Aufsteller einkaufen…

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Museum Gauselmann |
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Sturm frei auf Altgeräte Kaum
ist es eröffnet, schon wird es von den Besuchermassen gestürmt. Die Rede ist
vom Münzautomaten-Museum der Gauselmann-Gruppe in Espelkamp. Wissenswertes
über Inhalte und Hintergründe im nachfolgenden Artikel von Horst-H. Griepenstroh. Das
Gauselmann-Museum ist das einzige seiner Art im gesamten europäischen
Raum, und die rund 800 Exponate umfassende Sammlung alter Münzautomaten gilt
immerhin als die größte der Welt. Seit Anfang August ist nun ein Teil der
von der Familie Gauselmann zusammengetragenen Geräte in den Geschäftsräumen
des Unternehmens an der Merkurallee der Öffentlichkeit zugänglich. Noch
heute trauert Birgit Friederike Haberbosch, bei Gauselmann für die alten
Münzautomaten verantwortlich, dem inzwischen begrabenen Plan nach, in der
alten Post in Lübbecke ein Münzautomaten-Museum einzurichten. „Das wäre für
die Region eine enorme kulturelle Bereicherung gewesen. Denn wo sonst wohl
ist ein Münzautomaten-Museum angebrachter als ausgerechnet im Lübbecker Land. Ist doch hier mit den Firmen Gauselmann,
Harting und Wurlitzer
die Hochburg der Automatenindustrie."
Gauselmann
habe die rund 800 Münzautomaten zusammengetragen, und diese Sammlung verkörpere
ein recht ansehnliches Vermögen. Schließlich koste der wertvollste Automat
inzwischen rund 450 000 Schweizer Franken, die übrigen Exponate siedelte die
Kulturreferentin im „Bereich von 500 Mark bis 80 000 Mark" an. Angesichts
dieser enormen Werte und auch aus grundsätzlichen Erwägungen heraus sei es
einem Unternehmen wohl kaum zuzumuten, ein Museum in der ursprünglich
geplanten Größenordnung allein zu unterhalten. Unternehmerische Gesichtspunkte
seien eben andere als die Einrichtung eines Museums. Trotzdem, so
Haberbosch, „schön wäre es allemal gewesen". Doch
die kleine Lösung, einen Teil der gesammelten Zeitzeugen der „Spielewelt im Wandel von Technik und Gesellschaft",
wie es Paul Gauselmann in der Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb, in
einem Firmenmuseum der Öffentlichkeit zu
präsentieren, stößt schon kurz nach ihrer Realisierung auf großes Interesse.
Tagtäglich führt Birgit F Haberbosch Besuchergruppen durch die Ausstellung,
und es sind beileibe nicht nur Fachleute, die sich für die alten Automaten
interessieren. Die Besucher entstammen allen möglichen Berufssparten.
Problematisch wird es allerdings, wenn gleich ganze Busladungen
interessierter Gäste anreisen. „Mehr als 30 oder 35 Besucher zugleich sind
nicht zu bewältigen. Dann müssen wir die Gäste in mehrere Gruppen aufteilen",
so die Kulturreferentin. Schon
im Eingangsbereich der auf rund 170 Quadratmetern Fläche untergebrachten
Ausstellung fühlt sich der Besucher „in die gute alte Zeit" zurückversetzt:
eine originalgetreue Bahnhofsszene im Stil der Jahrhundertwende. Und hier
sind sie dann auch, Geräte wie der Pez-Automat oder
die Nuß-Glocke, die früher auf keiner Kneipentheke
fehlen durfte. Und da steht er, der Urvater aller Warenautomaten, der Merkur
Schokoladenautomat von Stollwerk aus dem Jahr 1890 - das älteste Exponat der
wertvollen Sammlung. Vergoldet und bronziert repräsentieren die verschnörkelten
Ornamente das ganze Hat
sich mehr als acht Jahre lang durch die Historie alter Automaten durchgeboxt:
Birgit Friederike Haberbosch, Kulturreferentin der Gauselmann-Gruppe Das
Warenangebot jedoch erscheint bei näherem Hinsehen etwas verwunderlich.
Neben Schokolade, Vanille und Mandel ist hier auch eine Dose Wurmpulver zu
bekommen. Hintergrund für dieses etwas kuriose Warenangebot: Der Staat
hegte damals massive Befürchtungen, das Volk könnte gänzlich der
Naschsucht verfallen. So wurde also nur eine Konzession zum Aufstellen von
Automaten erteilt, wenn auch ein Artikel angeboten wurde, der die Volksgesundheit
förderte. Und das war um die Jahrhundertwende eben jenes Darmreinigungsmittel.
Das Geschäft mit den stummen Verkäufern jedoch boomte, und es wurden im mer phantasievollere Exemplare entwickelt. So gab es
einen lebensgroßen Storch, der für einen Groschen Schokoladen-Babys spendete
und als Zugabe auch noch Mama schrie. In diese Kategorie gehören auch die
eierlegende Henne oder der gestiefelte Kater. Was
natürlich in einer richtigen Bahnhofshalle nicht fehlen durfte, waren die
Bahnhofswaage und der Schuhputzautomat. Schier unbeschreiblich das weitere
Warenangebot: Kugelschreiber, Fahrrad-Flickzeug, Ansichtskarten oder
Streichhölzer, alles war für einen Fünfer oder einen Groschen zu haben. Wer
auch noch gut duften wollte, der bediente sich am Parfüm-Spritzautomat,
der verschiedene Duftwässerchen per Düse lieferte.
Der
Museumsrundgang führt weiter auf die ausgetretenen Holzdielen eines
Vergnügungssaales. Schier unendlich ist auch hier das Angebot. Schon in den
Anfangsjahren der Automaten war der Streit darüber entbrannt, ob der Erfolg
des Spielers denn nun ausschließlich von seinem Geschick abhänge, oder ob
er auf das berühmte Glück angewiesen sei. Automaten, die vom Preußischen
Innenministerium in die Kategorie Glücksspiel eingeordnet wurden, durften
nicht betrieben werden, und so versuchten es die Hersteller immer wieder mit
Kombinationen, um die Definition Glücksspiel zu umgehen. In dieser Zeit
erfreuten sich das Henkeltöpfchen oder auch der Bajazzo großer Beliebtheit. Bei
der Bezeichnung Musikautomat denkt der Besucher spontan an die 50er und 60er
Jahre. Doch der Ursprung dieser Unterhaltungsautomaten liegt viel weiter
zurück. Das Symphonion Schwarzwald wurde bereits
1886 von einer sächsischen Firma hergestellt und wurde mit einer stählernen
Lochscheibe betrieben. Fünf Reichspfennig kostete
damals der Musikgenuß. Untrennbar verbunden mit der
Geschichte der Musikautomaten ist allerdings der Name Wurlitzer.
Einige besonders schöne Exemplare dieses Herstellers sind im
Gauselmann-Museum ebenfalls zu bestaunen. Wer
einen Blick riskieren möchte in die für viele Menschen immer noch geheimnisvolle
Welt der Automaten, ist in der Merkurallee willkommen. Das Münzautomaten-Museum
kann von montags bis donnerstags zwischen 10 und 16 Uhr besichtigt werden.
Eine vorherige Anmeldung unter Telefon (0 57 72) 49 - 4 86 ist jedoch
erforderlich. |
Mehr zum Gauselmann Museum siehe die Goldserie
Werksbesichtigung.
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Jüngst Automaten (Ariston) |
Ein kleiner aber feiner Hersteller versucht sich tapfer gegen
die übermächtige Konkurrenz zu stemmen. Mit bemerkenswerter Ausdauer bis in die
heutige Zeit.
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Zwei Jahre Ariston Apparatebau GmbH Neue Impulse geben Mit
Ariston 30/40 drittes Geldspielgerät aus der
eigenen Produktlinie vorgestellt. Zur Präsentation hatte Dr. Paul Jüngst,
geschäftsführender Gesellschafter von Ariston,
Automaten. kaufleute und Verbandsmitglieder nach
Velbert eingeladen.
Das
wollten sich die Jungunternehmer des DAV sowie die „alte Hasen" aus der
Automatenbranche nicht entgehen lassen: Hatte doch das gerade zwei Jahre alt
gewordene Unternehmen Ariston Apparatebau zur Präsentation
seines mittlerweile dritten Geldspielgerätes nach Velbert eingeladen. Ariston 30/40 heißt das neueste Produkt der Firma. Und
dieses Gerät soll es in sich haben, prophezeite dann auch Dr. Paul Jüngst,
geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. „Unser neuer
Geldspieler hat ein einzigartiges und bereits zum; Patent angemeldetes
Jackpot-System", erläuterte er während der offiziellen Vorstellung.
Nach den beiden" Scheibengeräten Ariston Inka
und Ariston Maya handelt es sich bei Ariston 30/40 um das erste Walzengerät aus der
Entwicklungsabteilung in Velbert.
Vom
Automatenbau auf Aufstellung konzentriert Mit
der Entwicklung neuer Geldspielgeräte knüpft Ariston
an eine alte Tradition an. Denn Automaten und Spielsysteme wurden von dem
damaligen Unternehmen „Jübu" in Velbert schon
in den 50er Jahren entwickelt. Der Familienbetrieb hatte sich auf die
Herstellung rein mechanischer Automaten spezialisiert und zählte zu den
Pionieren in Sachen Automatenaufstellung im Rhein-Ruhrgebiet. Die rasante
Entwicklung mit der aufkommenden Elektromechanik und die damit verbundenen,
nötigen Investitionen ließen jedoch eine rentable Produktion nicht mehr zu.
Das Familienunternehmen Jüngst konzentrierte sich
daher vollends auf die Aufstellung. Bei
der Aufstellung sind die Velberter Kaufleute auch
geblieben. Wenn auch im kleineren Rahmen: In einem mit zirka 5 Millionen
Menschen dichtbesiedelten Aktionsradius von 35 Kilometern ist Ariston mit 20 Spielstätten vertreten. Bis 1984 war auch
eine Gastronomieaufstellung dabei. Die 200
Aufstellplätze wurden allerdings dann verkauft. „Mit einem weinenden und
einem lachenden Auge", wie Dr. Paul Jüngst verrät, „wir haben uns zwar
von viel Arbeit gelöst, hatten aber auch eine recht gute Aufstellung vieler
Geräte." |
Interview mit dem Geschäftsführer
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Dr.
Paul Jüngst (Ariston, Velbert) im Gespräch. AUTOMATEN MARKT: Sie haben zusammen mit Ihrer Familie ein florierendes
Aufstellunternehmen im Spielstättenbereich, Herr
Doktor Jüngst. Welcher Teufel hat Sie geritten, eine eigene Produktion aufzunehmen? Dr.
Paul Jüngst: Als Aufsteller bereitet uns die drohende Monopolisierung im
Industriebereich Sorgen. Mit Besorgnis stellen wir auch fest, daß uns die Preise davonlaufen. AUTOMATEN MARKT: Sind Sie denn ein Preisbrecher? Dr.
Jüngst: Bedingt können wir preisgünstig sein, weil wir kein aufwendiges
Vertriebsnetz unterhalten. Die Entwicklung wird mehr oder weniger ehrenamtlich
gemacht. Da ergeben sich begrenzte Kostenvorteile gegenüber den großen Herstellern. AUTOMATEN MARKT: Was hat ten Sie vor allem
im Sinn, als Sie vor zwei Jahren die eigene Produktion aufnahmen? Dr.
Jüngst: Wir wollten unter anderem den Markt durch eigene Ideen bereichern. AUTOMATEN MARKT: Ist Ihnen das gelungen? Dr.
Jüngst: Wir hatten einen sehr guten Anfangserfolg mit unserem Maya. Mit dem
variablen Einsatz von sowohl 30 als auch 40 Pfennig hatten wir eine
notwendige Alternative zum reinen 40 Pfennig-Spiel
geboten, das sich nur sehr schwerfällig etablieren konnte. AUTOMATEN MARKT: Sie hatten dann aber im Anschluß
auch einen echten Flop. Dr.
Jüngst: So können Sie das nicht nennen. In unserem Rahmen war auch das
Folgegerät Inka ein Achtungserfolg. Richtig ist, daß
der Inka aufgrund des komplizierten Spielsystems nur recht zögerlich
akzeptiert wurde. Es besteht immer noch Nachfrage, da erst jetzt einige Kunden
nachordern. Es handelt sich um einen Spätzünder. AUTOMATEN MARKT: Was macht Sie so zuversichtlich, mit Ihrem neuen Ariston 30/40 richtig zu liegen? Dr.
Jüngst: Wir haben selbstverständlich Konsequenzen aus den Problemen des
Vorgängers gezogen. Das heißt insbesondere, daß
wir zu den Wurzeln eines einfacheren, durchschaubaren Spielsystems
zurückgefunden haben. Ebenso ist die Idee des variablen Einsatzes wieder
aufgegriffen worden, die sich auch im Namen wiederfindet. AUTOMATEN MARKT: Jetzt hat sich, Herr Doktor Jüngst, nach langer Zeit
das 40 Pfennig-Spiel endgültig durchgesetzt. Weswegen greifen Sie
ausgerechnet jetzt darauf zurück, auf Wunsch weiterhin für 30 Pfennig spielen
zu können? Dr.
Jüngst: Die Aussage, daß sich das 40 Pfennig-Spiel
endgültig durchgesetzt habe, möchte ich so nicht hinnehmen. Richtig ist, daß von der Industrie fast nur noch 40 Pfennig-Geräte
angeboten werden. Ich bin aber der Meinung, daß
man in begrenztem Maß das 30 Pfennig-Spiel noch
belassen kann. AUTOMATEN MARKT: Was unterscheidet Ihren Ariston
30/40 von dem Bergmann-Gerät, das für 30 Pfennig Einwurf 4 Mark Gewinnchancen
bietet? Dr.
Jüngst: Nicht nur das 30 Pfennig/3 Mark-Verhältnis wird gewahrt. Mit der
Entscheidung des Spielers für das 40 Pfennig-Spiel
vergrößern sich auch im Ablauf die Gewinnchancen. Wir haben es so ausgelegt, daß bei gleicher Spieldauer die gleiche Kasse erzielt
wird. Das ist für den Aufsteller schließlich das entscheidende. AUTOMATEN MARKT: Bieten Sie weitere Alternativen zum üblichen
Geräteangebot? Dr.
Jüngst: Die herausragende Besonderheit ist der neuartige „schnelle
Jackpot", den wir entwickelt und zum Patent angemeldet haben. Dieser
Jackpot arbeitet im Gegesatz zu bisher üblichen
Systemen nur innerhalb der Serie. AUTOMATEN MARKT: Sie sind jetzt zwei Jahre als Hersteller aktiv. Haben
Sie damit die größten Schwierigkeiten hinter sich? Dr.
Jüngst: Ich will nicht leugnen, daß in vielen
Punkten unsere ursprünglichen Erwartungen nicht erfüllt worden sind. Aber
es ist ja noch nie ein Meister vom Himmel gefallen. AUTOMATEN MARKT: Welchen Marktanteil wollen Sie mittelfristig erreichen? Dr.
Jüngst: Unser Ziel ist ein vernünftiges, angemessenes Wachstum.
Betriebswirtschaftlich scheint es mir ratsam, nicht in übertriebenen
Schritten nach vorn zu streben. Schon, um nicht zuviel
Fremdkapital ins Unternehmen einfließen zu lassen. Das würde die
unternehmerische Freiheit einschränken. AUTOMATEN MARKT: Eigentlich kann Ihnen doch gar nichts passieren,
weil Sie notfalls Ihre gesamte Produktion in der eigenen Aufstellung
unterbringen könnten. Wie viele Plätze haben Sie insgesamt? Dr.
Jüngst: Nein! Der Wettbewerb baut schließlich auch Geräte, an denen man nicht
vorbeikommt. Aber zu 20 Prozent stehen in unseren Spielstätten Ariston-Automaten. Das hat sich als gesundes Verhältnis
erwiesen. Wenn alle Spielstättenbetreiber in
Deutschland diesem Beispiel folgen würden, könnten wir mit der Produktion
gar nicht nachkommen. Dr.
Jüngst: Da muß ich was richtigstellen. Unsere Gaststättenaufstellung mit 250 Plätzen ist schon 1984 an
Herrn Rolf Blankertz verkauft worden, der die
Firma unter dem Namen Automatenservice Jüngst GmbH
weiter betreibt. Selbstverständlich ist diese Firma unser Kunde. AUTOMATEN MARKT: Aber schon viele Meister sind von der Leiter
gefallen. Wie ist da Ihr Standvermögen? Dr.
Jüngst: Wir sind entschlossen, auf der Leiter noch etliche Sprossen
emporzusteigen. AUTOMATEN MARKT: Sie betreiben 20 eigene Spielhallen. Findet man dort
ausschließlich Ariston-Geräte? Dr.
Jüngst: Nein, aber einen bedeutenden Anteil. Wir wollen den Gästen keine
Monokultur vorsetzen. Die richtige Mischung macht den Gewinn, und da sind Ariston-Geräte die beste Ergänzung. |
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IMA |
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Mit einem zufriedenen
Lächeln über die IMA Neues
aus dem Produktbereich gibt es eine ganze Menge. Aber auch am Rande, im
atmosphärischen Bereich sozusagen, gibt es interessante Neuigkeiten. Diese
fielen - es mag an der Sensibilität des Gastes liegen - besonders Peter Beredits, Direktor der österreichischen Novomatic, auf:
„In diesem Jahr fehlen die verkniffenen Gesichter. Die Messebesucher gehen
mit einem zufriedenen Lächeln über die Messe." Neben neuen Produkten
folglich auch eine neue Art des Erlebens“.
Wir
werden auf den folgenden Seiten versuchen, Trends bei den Geräten aufzuzeigen,
Highlights vorzustellen und - schließlich - ein Resümee dieser Fachmesse zu
ziehen. Wenn dabei Produkte unberücksichtigt bleiben und längst nicht alle in
Wort und Bild präsentiert werden, so ist dies keine böse Absicht, sondern es
liegt am fehlenden Platz. Die Redaktion verspricht aber jetzt schon hoch
und heilig, in den kommenden Ausgaben möglichst alle Messeneuheiten in der
entsprechenden Rubrik unserer Fachzeitschrift gezielt ins Rampenlicht zu
stellen.
Mehr
als 200 ausstellende Firmen aus dem In- und Ausland - wo fängt man da an mit
den unzähligen Neuheiten? Traditionsgemäß bei den heimischen Herstellern
oder diesmal bei den Newcomern der Branche? Mit den marktbeherrschenden
Geldspielautomaten oder mit den Nischengeräten? Mit Sportaktivitäten oder
Konzepten? Wir halten uns an die ungeschriebenen Spielregeln des Messelebens
und beginnen beim Marktführer.
Die
Gauselmann-Gruppe hatte in diesem Jahr für aufmerksame Besucher eine Menge
zu bieten. Von produktionsreifen Geräten über Prototypen, die unter dem
Stichwort „Blick in die Zukunft" präsentiert wurden, bis hin zu
Konzepten und technischen Hilfskonstruktionen für Service und Werkstatt.
Hoffnungsträger im Geldspielbereich sind hier
sicherlich die unter dem Stichwort Holiday auftretenden Typen Eurotour (Merkur), Worldwide (Nova) und Kreuzfahrt
(Stella), die eines gemeinsam haben: Sie bieten den Spielgästen neben dem
Scheiben- (Eurotour und Worldwide) oder Walzenspiel
unterhaltsame Erklärungen zu den Sehenswürdigkeiten dieser Welt.
Interessant ist hier sicherlich der Versuch, die von immer mehr Spielgästen
als lästig empfundenen 15 Sekunden von Spiel zu Spiel zu überbrücken. Und so
funktioniert das ungewöhnliche Spiel:
Hat
der Spielgast fünf oder sechs Sonderspiele auf der Risikoleiter, kann er
diese auf den sogenannten Etappenzähler überweisen. Somit bekommt er alle
wichtigen Reiseziele angeboten, wobei ihm für jede Etappe ein Punkt abgezogen
wird. Der „Traumurlaub" ist beendet, wenn
alle Punkte weg sind oder der Spielgast 50 Jumbo-Spiele erreicht hat. Als
Hilfsmittel für das Ansteuern der Reiseziele wird hier ein zusätzlicher
Kartenwender mit den Erklärungen für die Etappenziele eingesetzt. Variabel
sind zumindest beim Kreuzfahrt die Gehäusevarianten. Ob als klassisches Wandgerät, ob als
kompakte Alternative mit tiefer liegender Walzenmaschine
und schräg stehendem Scheibenunterteil oder im Look der typischen Slotmachine (Standgerät) - hier kann zwischen drei Ausführungen
gewählt werden.
Der
Reisegedanke setzt sich auch bei den Unterhaltungsspielen fort. Der Railway, ein neues Walzenstandgerät nach holländischem
Vorbild (Fruchtbilder als Gewinnsymbole), lockt mit ICE-schnellem Spiel in
den unterschiedlichen Basis- und Clubspielen. In
diese Familie gehört auch der Dice Master plus als
Weiterentwicklung des Dice Master, der nunmehr
auf die Begrenzung der Gewinnpunkte (bisher 1000) verzichtet und
unbegrenztes Spielvergnügen versprechen soll.
Nicht
ganz so weit, sondern nur einmal um den Block, führt die Reise beim Monopoly
als Unterhaltungsgerät. Im gemeinsamen Vertrieb
von Gauselmann und Bally Wulff wird mit dieser elektronischen Variante eines
klassichen Brettspieles die Tradition fortgesetzt,
anerkannte Gesellschaftsspiele neu zu vermarkten. Der Bistro-Table hat -
nach eigenen Tests während der Messe - das Zeug dazu, jede Menge Freunde zu
finden. Im Reigen von Mann-oh-Mann (Mensch ärgere Dich nicht), Backgammon und
Domino ein weiterer erfolgversprechender Versuch, mit alten Spielen neue
Gäste für die Unterhaltungsspiele ohne Geldgewinn
zu begeistern.
Als
Blick in die Zukunft und eher für Leute, die zum Mischen zu faul sind, ist
der Prototyp eines elektronischen Bildschirmskatspiels anzusehen. Alles
funktioniert wie im richtigen Leben, einschließlich Reizen und Drücken; aber
anstelle der Karten wird der Joystick in die Hand genommen. Wenn das Gerät
vom Programm her schneller und der seitliche Sichtschutz
zu den benachbarten Bildschirmen verbessert wird, könnten sich auch hierfür
Freunde finden lassen. Der gravierende Vorteil ist, daß
man auch zu zweit nach allen Regeln der Kunst und des Deutschen Skatbundes spielen kann. Denn im Notfall übernimmt der
Computer die Rolle des dritten Partners. Bei Turnieren lassen sich zudem nach
Abschluß des Wettkampfes die Ergebnisse ausdrucken.
Dazu
kamen bei adp zahlreiche Geräte, die unter dem Stichwort Blick in die Zukunft
und somit als Prototypen vorgestellt wurden. Großen Anklang fanden vor
allem zwei Geldspielgeräte namens Magie Smoke und Express, die mit
entsprechender Geräteverkleidung die Reisethemen auf höchst interessante
Weise umsetzen. Einfachste Spielsysteme und ein fast intellektuelles
Scheibendesign haben bereits während der Messe viele Besucher nach dem
Liefertermin fragen lassen. Dennoch ist es völlig offen, ob die Geräte
überhaupt in die Serie gehen.
Ähnlich
wie bei zwei anderen Prototypen namens Premiere und Krone, die gleichfalls
zwar als Prototypen vorgestellt wurden, deren Spielsysteme sich zum Teil
deutlich von den bisherigen unterscheiden. Beim
Krone beispielsweise soll das Spiel nur zehn Pfennig kosten, als
Gewinnsymbole dienen Fruchtbilder. Beim Premiere
könnten neuartige Punkte-Jackpots zum Einsatz kommen, die durch unterschiedliche
Gewinnkombinationen aufgefüllt und ausgelöst werden.
Zu
den erfolgreichsten Neuvorstellungen der Löwen aus Bingen gehört ohne
Zweifel der Tornado. Ein Geldspielgerät, das mit vielen Risikoeinstiegen
und Kleingewinnen die Herzen der Geldspielfans erobern soll. Schnelle, kurze
Jackpots, die vierzehnfache Chance, 100 Sonderspiele zu erreichen, und die
aggressive Jackpot-Schaukel ergänzen das Erscheinungsbild. Ein völlig neues
Erscheinungsbild hingegen bietet der Quadriga. Verkürzte äußere
Risikoleitern, eine zusätzliche für Sonderspiele in der Mitte, und die
Verringerung auf vier kleine Jackpots sorgen ebenso für schnelle
Erfolgserlebnisse wie Umstiegsausspielungen oder
die Tatsache, daß in nur acht Stufen, bei Risiko
im Sonderspiel in nur fünf Stufen, der Spiel-Himmel erreicht werden kann.
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Verschiedenes |
Gegen den Missbrauch von Fun Games organisierte sich
Widerstand. Die Aktion Rote Karte wurde ins Leben gerufen, mit der Aufsteller
den gesetzesuntreuen Nachbarn anzeigen sollten:



Andere versuchten mit Gewinnspielen Erfolg zu haben.

Und sollte der böse Einbrecher kommen, wird er ein sehr
böses Wunder erleben.


Mancher Aufsteller mag sich das auch gegen die schlitzäugige
Konkurrenz wünschen, die Kurs auf den deutschen Markt nahm

Eine Überleitung zum nächsten Thema fällt mir schwer. Die
Automatenbranche zeigt erste zaghafte Schritte, einen eigenen Ausbildungsberuf
zu kreieren. Es sollte noch über zehn Jahre dauern, bis dies realisiert wird.
Was hat das jetzt mit Hackfleisch zu tun? Keine Ahnung.

Bügelbahn
Hans Melchers, ein Aufstellerurgestein aus Viersen, war unser Gastgeber
während einer IMA-Tour. Bernie kann längere Geschichten über ihn erzählen. Eine
handelte von einer „Bügelbahn“, und ich wusste nicht was er meinte. Vielleicht
eine Art Carera-Rennbahn? Wegen folgendem
Artikels aus dem Automatenmarkt weiss ich endlich, um
was es geht.
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Strategie
ist angesagt, wenn man auf ihr spielt. Früher wurde sie aus Lehm geformt, der
vorher in Ochsenblut getränkt wurde. Die Rede ist von einer Bügelbahn. Im
Spiel- und Sportcenter von Hans Melchers in Viersen steht solch eine
Bügelbahn. Allerdings ist sie aus Vollkunststoff gefertigt. Wir haben sie uns
vor Ort angeschaut und das Spiel erklären lassen Das
Bügelspiel ist ein alter Volkssport, der 1331 in den Annalen der Stadt
Lüttich erstmals erwähnt wurde", weiß Hans Melchers, der sich mit dieser
Materie genauestens auseinandergesetzt hat. Demnach
kann man also davon ausgehen, daß das Bügelspiel
schon vor 1330 betrieben wurde. Wie man alten Schriften entnehmen kann,
vertrieben sich vor allem adelige Stiftsdamen ihre Freizeit mit dem
Bügelspiel. Doch wie so oft, mischte sich die Obrigkeit ein und verbot dieses
Spiel. Auch in Lüttich wurde diese „Unsitte" im Jahre 1331 untersagt:
„Unerlaubte Spiele wie Würfelspiele und Kugelspiele - auch das Bügelspiel -
dürfen auf keinen Fall betrieben werden!" Nachdem
bis etwa 1970 keine Bügelbahnen am Niederrhein
mehr zu finden waren - mit Ausnahme von Mönchengladbach-Hardt und Süchteln
Hagenbroich -, wurde 1977 im niederrheinischen Freilichtmuseum Dorenburg in Grefrath eine aus Waldniel
stammende Bahn eröffnet. Aber erst 1983 kam es mit der ersten Niederrheinischen
Bügelmeisterschaft zu einem regen Spielbetrieb. Das Bügelspiel
war damit aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Als
der Aufstellunternehmer Hans Melchers die Entwicklung des Bügelspiels
verfolgte, kam er ins Grübeln: „Üblicherweise wird das Bügelspiel draußen
gespielt. Aber was draußen geht, muß eigentlich
auch drinnen möglich sein!" Also
überlegte Hans Melchers, wie er solch eine Bahn in seinem Spiel und
Sportcenter bauen konnte. Von Spielgästen aus Holland wußte
er, daß dieser Sport dort sehr gefragt ist. Dort
wird das Spiel sogar bis zur Bundesliga gespielt, allerdings im Freien. „Das
schwierigste beim Bau der Bügelbahn war, den richtigen Bodenbelag zu
finden", erinnert sich Melchers. „Zusammen mit holländischen Spielern
bin ich auf die Suche nach dem optimalen Material gegangen. Nach langem Hin
und Her und vielem Ausprobieren habe ich mich dann für Kunststoff
entschieden. Heute kann ich zu Recht sagen, daß ich
wohl über die einzige Hallenbügelbahn aus Vollkunststoff
in Deutschland, vermutlich sogar in der ganzen Welt verfüge." Und
daß diese Bügelbahn im Spiel und Sportcenter von
Viersen bei den Gästen ankommt, zeigt sich nicht nur darin, daß die Einheimischen ihre Freizeit immer öfter mit dem Bügelspiel verbringen, sondern auch aus Holland viele
Sportler anreisen. „Die Holländer kommen mindestens einmal im Monat, um auf
meiner Bügelbahn zu spielen. Meistens bringen sie ihre Frauen mit, die dann
während dieser Zeit einkaufen gehen", freut sich Hans Melchers.
Zum
Spiel benötigt man vier Kugeln aus Kunststoff (zwei rote und zwei weiße), die
etwa vier Kilogramm schwer sind und einen Durchmesser von 18 Zentimetern
haben. Diese Kugeln werden mit Holzschläger oder Holzschippen bewegt. Beim
Bügelspiel spielen entweder zwei Einzelspieler mit jeweils zwei Kugeln oder
vier Spieler - wobei jeweils zwei Spieler ein Doppel bilden - mit jeweils
einer Kugel. Das Spiel beginnt durch Abschlag von der Rinne aus. Ein Fuß muß dabei in der Rinne stehen, der andere auf der Bahn.
Die Vorlage der Kugel darf die Markierung rechts und links der Bahn nicht
überschreiten. Von
dort muß die Kugel so gespielt werden, daß sie entweder den Bügel, die Bande oder eine andere
Kugel berührt. Die zu spielende Kugel darf vom Anschlag aus die Kugel des Gegners
nicht direkt in die Rinne spielen. Das ist nur möglich, wenn sie vorher
Kontakt mit der Bande, dem Bügel oder einer anderen Kugel hatte. Das Schieben
der Kugel ist verboten. Die zu spielende Kugel muß
in gerader Linie gespielt werden, dabei darf der Schläger nicht seitlich im
Bogen geführt werden. „Das
klingt zwar in der Theorie alles sehr kompliziert, aber wenn man erst einmal
angefangen hat, dieses Spiel zu spielen, kommt man ganz schnell in die Regeln
rein", weiß Hans Melchers aus eigener Erfahrung. Er
beschreibt das Bügelspiel als eine Mischung aus Billard und Schach: „Vor
allem ist es ein Strategiespiel, bei dem nicht nur der nächste, sondern auch
die darauf folgenden Schläge durchdacht und berücksichtigt werden müssen.
Außerdem ist es sehr gesund, denn das Bügelspiel erfordert eine Menge
Bewegung!" |
Gauselmann Ideenbörse
|
Mitarbeiter denken mit Gauselmann-Ideenbörse hoch
im Kurs Allein
62 000 Mark an Prämien vergab die Gauselmann AG bislang an ihre Mitarbeiter
für neue Ideen. Dabei wurden nicht nur Vorschläge rund ums Spielgerät
gemacht, sondern zum Beispiel auch für das Unternehmensimage, die Werbung unt den Umweltschutz. Eine
hervorragende Bilanz wird nach den ersten sechs Monaten an der Gauselmann-Ideenbörse
gezogen. 260 Merkur-Mitarbeiter richteten Verbesserungsvorschläge an
dieses Gremium der Gauselmann Gruppe. Häufig wurde gleich mehr als eine Idee
eingereicht. Das Unternehmen vergab bisher mehr als 62000 Mark an Prämien. Nerv der Ideenbörse
getroffen Schwerpunkte
der Vorschläge: Spielfeatures, Spielideen, Weiterentwicklungen, Neukonzeptionen
und Detailverbesserungen bei Geldspielgeräten. Damit trafen die kreativen Merkurianer gleich den Nerv der Ideenbörse. Besonders „unersättlich",
so kündigt das Unternehmen in einer Broschüre an, seien die Bereiche „Alles
rund ums Spielgerät", Fertigungsoptimierung,
Merkur Spielothek und Freizeit von den Mitarbeitern mit Einfällen
angegangen worden. Aber auch in kommunikationsintensiven Sparten wie Werbung,
Image und Umweltschutz hatten Gauselmann-Angestellte einige wertvolle
Geistesblitze. Nach
Expertenmeinung schlägt Merkur mit einer Institution wie der Ideenbörse einen
Weg ein, der „ideal für die Entwicklung einer modernen und produktiven
Unternehmenskultur ist". Denn „das Kapital eines Unternehmens liegt in
den Köpfen der Mitarbeiter". |
Symbole
Einheitliches Auftreten nach innen und vor allem nach außen ist ein maßgebliches Qualitätsmerkmal eines Unternehmens. Mit Markennamen und Symbolen schafft man Sympathien und Kundenbindung. Der Markenwert eines Unternehmens ist oft grösser als seine Aktiva. Der Name Coca Cola soll Milliarden wert sein und würde gerne von einem Konkurrenten auf seine Brauseflaschen geklebt. Daher geht Gauselmann auch gerichtlich gegen jeden Mitbewerber vor, der seine Marken zu ähnlich gestaltet und vom positiven Image der adp Gruppe profitieren möchte.
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Die
Merkur-Sonne strahlt jetzt in jedem Firmen-Logo Die Merkur-Sonne steht traditionell als Gütesiegel für die
GauselmannGruppe. Nun erweitert der Konzern Auf Geräten aus der adp-Produktion, auf der Außenwerbung
der MerkurSpielotheken und zahlreichen Accessoires prangt das freundlich
lächelnde Markenzeichen der Spielemacher. Ab sofort müssen jetzt auch nicht
mehr die letzten fehlenden Firmenzeichen der einzelnen Unternehmen auf das
Aushängeschild verzichten: Alle Logos tragen jetzt die MerkurSonne als
einheitliches Zeichen ihrer Herkunft. Sowohl der GauselmannGroßhandel als
auch die MerkurSpielotheken trugen von Anfang an die lachende Merkur-Sonne
in ihrem Label. Und bei allen jüngeren sein Corporate Identity (CI) und integriert
die Sonne in die Firmen-Logos seiner Tochterunternehmen. Tochterfirmen des Großhandelsunternehmens wurde bereits in
der Planung der Schriftzüge das Logo vorgesehen. Zum Sprung über den großen Teich setzte das Symbol mit Gründung
der Atronic an. Die Spezialisten für Entwicklung, Herstellung und Vertrieb
von Casinogeräten bekamen das weltweit geschützte Einzelzeichen in ihr
modernes Logo. Garant für ein unverwechselbares Gesicht im internationalen
Markt. Die Merkur-Sonne erhielt im Zuge des Revirements auch adp und Stella.
Beide mußten sich bis dahin mit einer vereinfachten Version begnügen. Nun
wird dem Branchenkundigen die Zugehörigkeit zu den marktführenden
Spielemachern auf einen Blick deutlich. Für die Stella gilt dabei dasselbe
Prinzip wie für Atronic: Auch in Norwegen, Holland und Tschechien zeigen, zu
welcher Familie man gehört. Letzter im Kreise der Sonnenembleme ist die
Nova. Dem Schriftzug des traditionsreichen Hamburger Automatenhauses wurde
aber nicht nur das Emblem hinzugefügt, sondern gemäß den erweiterten Aufgaben
an der Alster auch der Name internationalisiert: Aus Nova Apparate wurde
Nova Games.
Was Branchenkundige seit langem kennen, transportieren die
neuen Logos nun in die deutsche und internationale Spielwelt und
Öffentlichkeit: Die Merkur-Sonne, so das Unternehmen, ist Symbol für
Spielspaß, Hightech und Erfolg. |
Ab nach Java
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Bei
der Einführung des Geldspielgerätes Java startete NSM eine Telefonaktion
unter den Spielern, um mehr über deren Vorlieben und Geschmack zu erfahren.
Verbunden damit konnten die Spieler eine Gewinnfrage beantworten. Wer die
Antwort wußte, bei welcher Serienkombination der
linke Jackpot eine Stufe höher schaltet, hatte die Chance, eine 14tägige
Reise auf die indonesische Trauminsel Java für zwei Personen zu gewinnen. Brigitte
Gassert aus Filderstadt wird diese Reise antreten.
Der Stuttgarter Niederlassungsleiter von Löwen Automaten übergab ihr
persönlich den Reisegutschein. Brigitte Gassert spielt vorzugsweise in einer Gaststätte, in dem
das Geldspielgerät Java von dem heute 71jährigen Gründungsmitglied des
Automaten-Verbandes Baden-Württemberg, Joannes Bebko,
aufgestellt wurde.
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Spielsucht
In der immer noch ungelösten Spielsuchtdebatte werden jetzt die Aufsichten befragt. Die sollten ihre Kundschaft schließlich kennen. Aber auch ihren Job lieben, also werden sie öffentlich wohl kaum was Negatives über die Automatenindustrie von sich geben.
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Problemspieler - nein
danke FIlona Klischa, Filialleiterin bei
Merkur-Spielothek, arbeitet seit 14 Jahren in der Münzautomatenbranche.
Im Laufe dieser Zeit hat sie viele Kundengenerationen erlebt und die unter
schiedlichsten Gruppen kennengelernt AUTOMATEN
MARKT: Haben Sie Menschen erlebt, für die Spielen zum Problem wurde? Ilona
Klischat: Wenn man in dieser Branche arbeitet,
kennt man die immer wieder aufflammende Diskussion um Spielsucht.
Wissenschaftler zerbrechen sich die Köpfe darüber und kommen zu den
unterschiedlichsten Ergebnissen bezüglich Spielsucht. Ich beobachte hier
vor Ort, was geschieht. Kommen Kunden häufiger, registriere ich, was sie bei
uns tun. Ich lerne ihre Spielvorlieben und ihr
Spielverhalten kennen. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen spüre ich
recht schnell, wenn jemand beim Spielen mehr Geld ausgibt, als er verkraften
kann. AUTOMATEN
MARKT: Woher will eine Spielstättenaufsicht wissen,
welche finanziellen Grenzen dem Spielgast gesetzt
sind? Khschat: Bevor ich Ihre Frage beantworte, möchte ich auf
die von Ihnen gewählte Berufsbezeichnung „Spielstättenaufsicht"
eingehen. Es gibt in unserer Branche sicher Spielhallen, in denen das
Personal die Funktion einer Aufsicht wahrnimmt. Das ist bei Merkur-Spielothek
glücklicherweise anders. Die Filialleitungen und die Mitarbeiterinnen
werden durch ein aufwendiges Schulungskonzept im hauseigenen Aus- und
Weiterbildungszentrum geschult. Themen wie „Animation" oder „Umgang
mit Kunden" stehen ganz oben auf dem Programm, darüber hinaus können
sich Mitarbeiterinnen zur Spielberaterin ausbilden lassen.
AUTOMATEN
MARKT: Haben Sie Fälle erlebt, in denen die Kunden dann diese Traumwelt nicht
wieder verlassen konnten? Klischat: Ein Fall hat
mich vor Jahren ziemlich erschüttert: Es war ein Kunde, der sein letztes
Geld verspielte. Er kündigte uns dies auch an. Was tun? Wir hatten den
Kunden bereits seit längerer Zeit beobachtet. Unsere Versuche, ihn im Spiel
zu bremsen, mit ihm zu reden, waren erfolglos. Heute kommt er nicht mehr zu
uns, wir wissen allerdings, daß er heute in einer
Sekte aktiv ist, die diesem sehr labilen, haltlosen Menschen scheinbar Halt
und Orientierung gibt. Ganz anders verlief die Geschichte bei einem Kunden,
der sich selbst den absoluten Kontrollverlust beim Spielen eingestanden hat.
Wir haben seine Entwicklung miterlebt, mehrfach hatten wir sehr vorsichtig
versucht, ihn auf sein Problem anzusprechen. Aber er reagierte mit Ablehnung,
wollte über seine Probleme nicht reden. Und genau da liegt
die Problematik und unsere Aufgabe. Da wir keine Psychologen sind, können
wir nur ein Gespräch oder ein offenes Ohr bieten. Aber aus der Misere heraus
wollen muß der Mensch schon aus eigenem Antrieb.
Darüber hinaus können wir natürlich versuchen, den Kunden quasi vor sich
selbst zu schützen, zum Beispiel durch Hausverbot, denn wir haben kein
Interesse daran, daß sich ein Kunde bei uns
finanziell ruiniert. Mit dem Hausverbot ist aber sein Problem nicht gelöst,
wahrscheinlich spielt er dann woanders weiter. Glücklicherweise hatte dieser
Fall ein Happy-End. Der Kunde begann eine Therapie, heute ist er Stamm-Billardspieler. Wo sein Problem lag, weiß ich auch heute
nicht. Besonders beunruhigt bin ich immer, wenn junge Auszubildende für ihre
Verhältnisse zu viel Geld verspielen. Bei einer konkreten Nachfrage, woher
sie das Geld hätten, erhielt ich von einigen Jungs die stolze Antwort, sie
hätten Kredite aufgenommen. Mich hat es damals erstaunt und verärgert, daß Kreditinstitute ihren jungen Kunden gegenüber eine
derartige Kreditpolitik betreiben. AUTOMATEN
MARKT: Halten Sie die Anwendung der selbstbeschränkenden Maßnahmen für
sinnvoll? Klischat: Unsere Kunden weisen immer wieder darauf hin, daß sie schließlich erwachsen sind und schon wüßten, was sie tun. Allerdings glaube ich, daß wir mit unseren Hinweisen im Inneren der Menschen
doch ein wenig bewirken, sie können es uns nur nicht zeigen, besonders, wenn
sie gerade verloren haben und dies auch als Niederlage empfinden. Darum
gehört es für mich dazu, daß ich meine Kunden
beobachte und ihnen immer wieder die Möglichkeit zum Gespräch anbiete, denn
allein die Tatsache, daß jemand zuhört, in einer
Zeit, in der keiner mehr Zeit zum Zuhören hat, kann vielleicht schon helfen. |
Und wenn das nicht
hilft, zerren wir wieder einen Wissenschaftler ins Rampenlicht, und lassen den mal richtig über Dr. Meyer herziehen. Bisschen lang der
Artikel, aber lesenswert. Immerhin wissen wir dann, dass Marburg 11 belastete
Spieler hat.
|
Spielsucht durch
Geldspielautomaten? Der
bekannte amerikanische Spielforscher Custer hat einmal in einem Interview
die Geldspielautomaten in Zusammenhang mit klassischen Glücksspielen als
Spielzeug bezeichnet. Wie kommt dieser Kenner der Spielsuchtszene zu einer
derartigen Aussage? Bei klassischen Glücksspielen ist es in aller Regel
möglich, bei jedem neuen Spiel das bisher verlorene Geld auf einmal zurück zu
gewinnen. Man kann beispielsweise jahrelang jede Woche Lotto gespielt
haben, ohne zu gewinnen und dann in einer Ausspielung mit dem Hauptgewinn
alles verlorene Geld zurückgewinnen und darüber hinaus so viel Geld
zusätzlich gewinnen, daß man sich zur Ruhe setzen
kann. Dies alles ist bei einem Geldspielautomaten
nicht möglich. Je länger man spielt, um so weniger ist es möglich, überhaupt
das bisher verspielte Geld zurück zu gewinnen. Höhere Gewinne als Verluste
sind allenfalls nach den ersten hundert Spielen möglich. Es handelt sich
somit eindeutig um ein Unterhaltungsspiel, für dessen Unterhaltung und Spaß
man bezahlen muß, und nicht um ein Glücksspiel im
Sinne klassischer Glücksspiele. Deshalb hält treffenderweise Custer den
Geldspielautomaten in bezug auf sein
Gefahrenpotential, abhängig werden zu können, für ein Spielzeug! Allein
aus diesen Darlegungen wird deutlich, daß es sich
bei dem Geldspielgerät nicht um ein Glücksspiel im klassischen Sinne handeln
kann, sondern daß diese Spielautomaten von ihrer
Spielstruktur her eher vergleichbar sind mit Punktspielgeräten, in denen
lediglich Punkte gewonnen werden können, die die Spielzeit verlängern.
Punktspielgeräte sind zwar überwiegend Kompetenzspiele, im Erleben der
Spieler unterscheiden sie sich aufgrund ihrer strukturellen Eigenschaften
jedoch nicht wesentlich von den Geldspielgeräten. Die
Frage bleibt offen, warum gibt es überhaupt Häufigspieler,
die für diese Art der Freizeitbeschäftigung mehr Geld ausgeben, als sie sich
leisten können und so erheblich in Schwierigkeiten geraten können. Meyer
nennt als entscheidenden Grund den in Aussicht gestellten hohen
Erwartungsgewinn. Nach unseren Untersuchungen an den Automaten spielt das
Geld in aller Regel eine untergeordnete Rolle; eher lockt der Reiz des
Risikos, die persönliche Auseinandersetzung mit dem Schicksal, mit dem
Zufallsgenerator des Automaten und mit dem lustvollen Erleben der
physischen und psychischen Hochs und Tiefs. In diesen Auseinandersetzungsprozeß
werden alle Familien-, Berufs- und Daseinsprobleme hineinprojiziert.
Offenbar bildet die Gleichförmigkeit der Spielsituationen dafür einen guten
Nährboden. Meyer
macht neben den hohen Erwartungsgewinnen die Spielstruktur des Automaten für
die hohe Spielpersistenz bei pathologischen Spielern verantwortlich, wobei
diese Spielstruktur eine Verstärkerfunktion in
seinem lerntheoretischen Modell einnimmt: •
Verstärkerfmktion von gelegentlichen
Gewinnen •
kurze Zeitintervalle zwischen einzelnen Spielen •
Suggestion von Kontrolle durch Start-, Stopp- und Risikotasten •
ständige Verfügbarkeit der Spielautomaten •
Wechseln des Geldes in kleine Einheiten und damit Verlust der •
Wertschätzung für das Geld. S.
Waadt untersuchte bereits 1988 den Verlauf von Spielerkarrieren. Nach ihren
Ergebnissen spielten Gelegenheitsspieler etwa über fünf Jahre mit der
gleichen Intensität. Mit den Jahren schien die Häufigkeit eher abzunehmen
als zuzunehmen. Nach Untersuchungen von Bühringer
und Herbst hat sich das Spielverhalten insgesamt in den alten Bundesländern
über Jahre kaum verändert. Häufigspieler wurden in
ihrer Entwicklung über vier Jahre verfolgt (vier Meßpunkte
bei 199 Personen): nur
relativ wenige unbelastete Spieler wurden zu belasteten Spielern wenn ein
Spieler ein Jahr lang mehr als fünf Stunden pro Woche spielt, dann liegt das
Risiko zwischen 30 und 40 Prozent, daß sich psychische
Belastungen einstellen treten
psychische Belastungen auf, dann zeigt sich die Tendenz, die Spielintensität zu reduzieren. Sie fallen - ein Jahr
dauert es etwa - in die Gruppe der Seltenspieler zurück. Wir
selbst fanden bei Häufigspielern an
Geldspielgeräten wesentlich höhere Leistungswerte am Flipper als bei anderen
Spielergruppen. Offenbar bezieht sich das Häufigspielen
nicht allein auf den Geldspielautomaten, auch Häufigspielen
an Kompetenzspielen kann Formen annehmen, die zu
persönlichen Problemen führen. Letztlich kann jede intensive Freizeitbeschäftigung
eine Einengung der persönlichen Freiheit bedeuten und insbesondere dann, wenn
die Kosten die persönlichen Möglichkeiten übersteigen, zu Problemen in den
sozialen Beziehungen führen. So fand Waadt, daß
viele Fragen in dem Pathologie-Fragebogen von Meyer eher mit stimmt
beantwortet wurden allein aufgrund der Tatsache des Häufgspielens,
denn Häufigspieler an Videogeräten erreichten
ähnlich hohe Skalenwerte in dem Fragebogen wie Häufigspieler
an Geldspielgeräten. Der
Pathologie-Fragebogen mißt daher eher allgemein
Aspekte und Konsequenzen von hoher und für die betreffende Person
schädlicher Spielintensität. Für manche wird das häufigere Spielen zur
Gewohnheit und allmählich zu einer unliebsamen Gewohnheit, von der sie nur
schwer wieder loskommen. Schließlich können solche Gewohnheiten in
selteneren Fällen zum persönlichen Problem werden, ohne jedoch Symptome
einer Sucht im klassischen Sinne anzunehmen. Dies
würde auch erklären, warum die erdrückende Mehrheit (etwa 99 Prozent der 34
Millionen Automatenspieler) den von Meyer verteufelten Spielstrukturen des
Geldautomaten widerstehen und kein pathologisches Spielen zeigen. Nach
repräsentativen Erhebungen ist in den alten Bundesländern mit 32 000
Vielspielern zu rechnen, von denen etwa 25 Prozent sich durch das Vielspielen
belastet fühlen. Dies sind rund 8 000 Personen, von denen wiederum nur ein
Teil als therapiebedürftig anzusehen ist. In
Abbildung 1 ist dieser Sachverhalt einmal auf die Universitätsstadt Marburg
angewandt worden. Wie gering die Zahl der Häufigspielenden
einzuschätzen ist, wurde uns deutlich, als wir über Monate mit großen
Schwierigkeiten versucht haben, im Marburger Stadtund
Landkreis eine größere Stichprobe von Häufigspielern
an Geldspielautomaten für unsere empirischen Untersuchungen zu finden.
Damit soll keinesfalls das Problem verniedlicht werden, sondern eher die
durch Pressekampagnen in der Bevölkerung entstandenen falschen Vorstellungen
von einer Volksgesundheitsgefährdung durch AutomatenvSpielsucht
den Tatsachen entsprechend korrigiert werden.
Unter
männlichen und weiblichen Automatenspielern rangierte in der
Beliebtheitsskala von 14 unterschiedlichen Spielkategorien der Geldspielautomat
ebenfalls auf dem letzten Rang. Er wurde von Männern und Frauen eher als
uninteressant und langweilig eingestuft. Nimmt
man Spielautomaten die Risikomöglichkeiten, so fällt ein solcher Automat in
der Attraktivitätseinstufung noch entschieden weiter ab. Wir konnten sogar
beobachten, daß viele Spieler dadurch, daß sie bei dem Punktspielgerät nur auf selten auftretende
Gewinnkombinationen aus waren, sich in Ermangelung der Risikoleiter ihr
eigenes Risiko schufen. Meyer
macht nachdrücklich die Risikomöglichkeiten und Sonderspielsysteme der
Geldspielautomaten für die Spielpersistenz von Häufigspielern
verantwortlich, wodurch es zu Kontrollverlust und Abstinenzunfähigkeit der
Spieler komme. Nach
dieser These müßte sich das Risikoverhalten am
Geldspielautomaten erheblich von dem Risikoverhalten an Spielautomaten ohne
Gewinnmöglichkeit unterscheiden, denn den Punktspielgeräten
wird keinerlei suchtauslösende Funktion nachgesagt. Schilling untersuchte
120 Spieler in 120 Spieldurchgängen (etwa eine Stunde Spielzeit inklusive
Protokoll und so weiter) an einem Geldspielund
einem äußerlich ähnlichen Punktspielgerät. Er
fand ein nahezu gleiches Risikoverhalten an beiden
Automaten, was einen besonderen Einfluß von Geldgewinn
und -verlust auf das Risikoverhalten bei Geldspielgeräten ausschließt.
Nicht einmal häufiger auftretende Sonderspielserien in den zweiten 60
Spielen vermochten die einmal eingeschlagene Risikostrategie der Spieler an
dem Geldspielgerät zu verändern. Die
Mittelwerte der Risikoquoten waren in den ersten und zweiten 60 Spielen
geradezu identisch. Aus den begleitenden Aussagen der Spieler ergab sich, daß das Risikoverhalten wesentlich durch die Lust am
Riskieren bestimmt wird und damit vom Persönlichkeitstyp des Spielers
abhängt und keinesfalls - wie Meyer dies auch heute noch behauptet - von der
Spielstruktur des Geldspielautomaten. Wer häufig
an Geldspielautomaten spielt, tut dies nicht in erster Linie, um Geld zu
gewinnen, sondern weil er den erlebnisreichen, sich ständig wiederholenden
Spannungsbogen des jeweils erneuten Riskierens sucht. Für diesen Lustgewinn
zahlt der Spieler wie bei allen anderen Unterhaltungsautomaten. Nach
Brengelmann ist das Spielverhalten an
Geldspielgeräten als kontrolliertes Ausüben von Risikolust und Risikobereitschaft
viel eher ein Hinweis auf die psychische Gesundheit und das Erfolgsstreben
als ein Indiz für Mißerfolg oder
gar Krankheit. Der verschwindende Anteil unkontrollierten
Riskieren beschränkt sich nach eigenen Ergebnissen keinesfalls auf Häufigspieler. Sie unterscheiden sich von Gelegenheitsspielern in ihren Risikoquoten in 120
Spielen nicht einmal signifikant. Wie
ist diese Diskrepanz zwischen unseren Ergebnissen und den Befunden von Meyer
zu erklären? Meyer
untersuchte die Risikobereitschaft über einen Fragebogen und versuchte, das
Risikoverhalten über einen Glücksspielversuch zu operationalisieren. Wir
fanden jedoch nur unbedeutende beziehungsweise nicht signifikante
Zusammenhänge zwischen Risikofragebogen, Risikoversuchen und dem tatsächlichen
Risikoverhalten an den Spielautomaten. Das tatsächliche Risikoverhalten an
einem Geldspielgerät hat danach wenig mit Risikomaßen zu tun, die außerhalb
dieser Spielsituation gewonnen werden. Unsere Ergebnisse basieren auf immerhin
36 000 Spielabläufen. Risiko- und Sonderspiele stehen damit in keinem
Zusammenhang mit dem sogenannten pathologischen Spielverhalten. Allein der
Typ Spieler entscheidet über sein Risikoverhalten an Automaten, und dieses
Verhalten ist nach unseren Befunden recht konstant über verschiedene
Kompetenz- und Zufallsspiele. Wer zum Beispiel
alle eingehenden Gewinne riskiert, zeigt ausschließlich Interesse an dem Risikoprozeß selbst völlig unabhängig von Gewinn und
Verlust, dem allenfalls Moderatorfunktion in der
Lustgewinnung durch den ständigen Spannungswechsel zukommt. Aufgrund dieser
Ergebnisse und Zusammenhänge fällt die Argumentation von Meyer, der Automat
würde süchtig machen, wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Geldspielgeräte
sind genauso gefährlich oder ungefährlich wie Videospiele, Flipper,
Punktspielgeräte oder andere Kompetenzspiele mit und ohne Risikosystem. Es
bleibt danach die Frage nach der im Vergleich zu den aktiven Automatenspielern
doch relativ kleinen Zahl von etwa 8 000 oder höchstens doppelt so vielen
subjektiv belasteten Spielern, von denen einige erfolgreich, andere weniger
erfolgreich mit unterschiedlichen Therapieformen behandelt werden. Man
nehme eine Person, die aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur nicht ganz
unbeteiligt ist an Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, in der Ehe oder in dem
Zurechtkommen mit dem eigenen Leben. Häufig haben solche Personen, die sich
von der Gesellschaft betrogen fühlen, zudem Schwierigkeiten im Umgang mit
Geld, ja mit den Leistungsprinzipien unserer Gesellschaft. Viele von ihnen
können den Verlockungen der Konsumgesellschaft nicht widerstehen: sie kaufen
ihre Wohnungseinrichtung, eventuell ein teueres
Auto und so weiter - auf Kredit. Sie leben, wie viele in Deutschland, über
ihre Verhältnisse. Wenn man diesen Menschen einredet, der Geldspielautomat
sei eine perfekte Glücksspielmaschine, an der mit 30 Pfennig 150 Mark in nur
25 Minuten zu gewinnen seien, dann werden sie
versuchen, dies auch zu bekommen. Allerdings - und das ist das Betrügerische
an den Aussagen der Suchtverfechter - wird sich bald herausstellen, daß sie längerfristig ziemlich genau 28,80 Mark für jede
Stunde Spielzeit aufbringen müssen, um dem Phantom des ihnen in Aussicht
gestellten Glücks über längere Zeit nachstellen zu können. Automatenspiel wird zur Gewohnheit. Gewohnheiten sind
ohne zusätzliche Merkmale jedoch nicht mit Suchtverhalten zu verwechseln.
Jedem Menschen fällt es schwer, Gewohnheiten abzulegen. Dabei spielt es kaum
ein Rolle, ob diese Gewohnheiten positive oder
negative Vorzeichen haben. Das
Spielen bringt zudem die Möglichkeit, die Alltagsschwierigkeiten zu
vergessen. Wenn diese Menschen ihre Lebenssituation durch die ständigen
Kosten ihrer vermeintlichen Glücksspiele erheblich verschlechtert haben, dann
wird ihnen weiter eingeredet, sie seien spielsüchtig wie ein Alkoholiker oder
Drogenabhängiger, das heißt, der Automat als Quasidroge sei schuld an diesem
Dilemma. Diesen Menschen wird dann die Verantwortlichkeit für ihr Handeln
abgesprochen. Alle Schulden, alle Verfehlungen, aller Mist, der gebaut wurde,
können pathologische Spieler mit auf die Spielsucht
abladen. Die Selbsthilfe redet ihren Mitgliedern geradezu ein, daß sie arme Schweine sind So
formuliert Klaus Hübner: „Viele Gutachter gehen in die Selbsthilfeszene und
suchen sich dort ihre Klientel. Da haben sie dann leichtes Spiel, denn die
Selbsthilfe redet ihren Mitgliedern geradezu ein, daß
sie arme Schweine sind, die für ihre Sucht gar nichts können und daß sie ihre Situation nur dann in den Griff bekommen,
wenn sie sich zusätzlich noch von der Selbsthilfegruppe abhängig
machen." Diese etwas zynische Formulierung trifft jedoch das
Kernproblem: Wenn
der Geldspielautomat über keinerlei spezifisches Suchtpotential verfügt, dann
kann es nur an den Spielern selbst liegen, die bestimmte Voraussetzungen,
soziale Konstellationen und häufig einschlägige Glücksspiel-Vorerfahrungen
mitbringen, daß sie sich paradoxerweise ständig
selbst durch zu hohe Spielfrequenzen bestrafen. Dies erklärt vor allem,
warum nur eine verschwindend geringe Anzahl von GeldspielautomatenSpielern
behandlungsbedürftig wird. Im
Gespräch mit abhängigen Spielern wurde deutlich, daß
diesen Spielern eingeredet wird, der Automat sei schuldig, weil er eine
eigentlich zu verbietende Glücksspielmaschine darstelle. Wir haben diesen
Spielern die Funktionsweise des Geldspielautomaten erklärt und ihnen
deutlich gemacht, daß bereits nach einigen 10 000
Spielen 40 Prozent des Geldeinsatzes mit einer
Schwankungsbreite von wenigen Prozent verloren sei, es gäbe bei längerem
Spiel nichts zu gewinnen. Sie möchten doch bitte einmal 14 Tage lang sehr
genau die Geldeinsätze und -gewinne notieren. Nachdem
zwei Spieler dies versuchten, waren sie von dem Ergebnis offensichtlich
überrascht: „Das ist ein Mistautomat, an dem kann man ja gar nicht gewinnen,
an dem spielen wir nicht mehr!" Aufklärung
ist danach bitter notwendig, die öffentliche Meinung zu revidieren, es
handele sich bei den Geldspielautomaten um ein
gefährliches Glücksspiel. Diese unberechtigte und durch keinerlei Fakten zu
belegende Diskriminierung der überwiegenden Mehrheit (99 Prozent) der
kontrolliert und souverän spielenden Menschen in Deutschland, hat beispielsweise
dazu geführt, daß bei einer Befragung von rund 400
Spielern und Spielerinnen 53 Prozent der männlichen Spieler der Meinung
waren, sie könnten unter bestimmten Umständen spielsüchtig werden (31
Prozent ja, 22 Prozent vielleicht) und immerhin 26 Prozent der weiblichen
Spieler diesem Vorurteil ebenfalls erlagen (vier Prozent ja, 22 Prozent
vielleicht). Vielleicht
haben diese Vorurteile dazu geführt, daß mancher
Spieler häufiger und intensiver spielt, als er dies an einem nicht ins
Gerede geratenen Unterhaltungsautomaten mit Gewinnmöglichkeit tun würde.
Sicher aber sind die Verfechter der Automaten-Spielsucht-Theorie dafür
verantwortlich zu machen, daß viele der abhängigen
Spieler ihre Verantwortung gegenüber sich selbst leichtfertigerweise aufgegeben
haben und unter der Schutzbehauptung, spielsüchtig zu sein, ihre verfahrene
Situation als schicksalsgegeben ansehen. Dies
ist die denkbar unvorteilhafteste Ausgangsposition für eine erfolgreiche
Therapie, denn gerade der abhängige Spieler muß lernen,
sein Leben wieder in die Hand zu nehmen, seine Probleme zu meistern, indem
er sein eigenes Tun bewerten lernt, sein Selbstvertrauen gestärkt wird und er
Einsicht gewinnt in die Wirkzusammenhänge der eigenen Handlungen.
Interessanterweise sind bestimmte Persönlichkeitsmerkmale notwendig, um den Vorurteilen, der Geldspielautomat sei ein
Glücksspiel, zu erliegen. Es sind Menschen mit äußeren Kontrollmerkmalen,
Menschen, die sich von außen steuern lassen,
die anderen eher Glauben schenken als ihren eigenen Werthaltungen. Für
Brengelmann sind die Spielangebote dabei
nebensächlich. Als negative Merkmale einer solchen Persönlichkeitsstruktur
stellt er heraus: •
Streßreaktionen •
negative Lebensbewertung •
soziale Inkompetenz •
soziales Desinteresse •
Zurückhaltung Dauerndes
Spielen an einem Automaten, an dem es auf längere Sicht nichts zu gewinnen
gibt, ist eher ein Erkennungsmerkmal für Menschen, die mit sich selbst und
ihrem Leben nicht zurechtkommen. J.
Weidenhammer äußert in einem Interview: „Exzessives oder pathologisches
Spielen ist immer eine Störung beim Spielenden, die in seiner Persönlichkeit
begründet ist und die Ursache für den krankmachenden Prozeß
ist. Überweisen in eine Selbsthilfegruppe halte ich nach wie vor für das
Eingeständnis eines therapeutischen Mißerfolges." H.
Puhe weist auf einen interessanten psychologischen
Zusammenhang hin. Seiner Meinung nach zeigen Geldspielautomatenspieler
einen starken Arbeitscharakter. Sie gehen absolut routiniert mit dem
Automaten um. Das Automatenspiel wird als Fortsetzung des ewig Gleichen erlebt,
das diese Leute aus dem Arbeitsalltag kennen. Bei Kompetenzspielen wird Verlieren
und Gewinnen allen offengelegt. Beim Geldspielautomat weiß keiner, wieviel Geld ich hineingesteckt habe. Nur wenn ich
gewonnen habe, macht der Automat meine Umgebung akustisch auf meinen Sieg,
meinen Erfolg aufinerksam, während er meine
Verluste, meine Niederlagen dezent übergeht: Kein Glück zu haben, werde
innerlich zum Verlieren umgemünzt. Bekannt
sei eine hohe Fluktuation und Abbruchrate in den Selbsthilfegruppen, die
darauf hindeute, daß die Abstinenzforderung
lediglich das Symptomverhalten unterdrücke. Die
Therapie muß daher zunächst den Spieler aufklären, daß er nicht Opfer, sondern Täter ist, der für sich und
für seine Handlungen zuständig und verantwortlich ist. Der Therapeut muß sich ein möglichst vollständiges Bild von den
Problemen und Eigenarten des Patienten machen, um positiv auf seine
Lebensgestaltung einwirken zu können. Die vereinfachte und plakative
Diagnose Spielsucht verhindert geradezu eine differenzierte diagnostische
und therapeutische Vorgehensweise. Es
ist nicht zu leugnen, daß klassische Glücksspiele
in hohem Maße zu Abhängigkeit führen können. Voraussetzung sind jedoch
Unverhältnismäßig hohe Gewinne und Verluste, die eine Vermögensgefährdung
bedeuten müssen. Erst die Aussicht auf den großen Gewinn, der unabhängig
macht, der Ansehen und Macht verleiht, läßt bei
vielen Menschen das Risiko nicht mehr kontrollieren. Klettert der Jackpot
beim Lotto in Millionenhöhe, so spielen bis zu 20 Prozent mehr Menschen, um
dieses Ziel zu erreichen, obwohl die Wahrscheinlichkeit, zu gewinnen, sich
nicht verändert hat. Diese
Goldgräber-Mentalität hat nach den vorliegenden Ergebnissen jedoch nichts mit
den Geldspielautomaten zu tun, bei dem die relativ kleinen Gewinne in aller
Regel zur Verlängerung der Spielzeit benutzt werden. Die
Spielsucht-Verfechter sprechen dann in Zusammenhang mit Geldspielgeräten
auch nur von hohen Verlusten und niemals von hohen Gewinnen. Es
muß eine deutliche Trennlinie zwischen dem
Geldspielautomaten und den klassischen Glücksspielen gezogen werden.
Psychologisch gesehen spielt sich bei klassischen Glücksspielen qualitativ
und quantitativ etwas anderes ab als bei dem Risikoverhalten
am Geldspielautomaten. Es ist eine irrige Auffassung, daß
der gleiche psychologische Mechanismus in verdünnter Form am Geldspielautomaten zu beobachten sei. Man sollte
endlich damit aufhören, dem Spieler einzureden, es handele sich bei dem
Geldspielgerät - um eine gleiche Glücksspielmaschine wie bei den klassischen
Glücksspielen. Die Gefahr geht also nicht vom Geldspielautomaten aus, sondern
von denen, die ihn verteufeln. |

Las Vegas
Ein Bericht aus der Hauptstadt des Spielens. Wann machen wir dort die Hauptversammlung?
|
Show
Biz Las Vegas Impressionen aus der
Welthauptstadt des Automatenspiels. Ein Veteran gewährt Blicke hinter die glitzernden
Fassaden. Wie ein Deutscher in Las Vegas mit und für sein Unternehmen die
Karten neu aufmischt
Etwa
acht Kilometer lang ist der Strip, die Hauptstraße von Las Vegas. Superhotel
reiht sich an Superhotel. Zu beiden Seiten der sechsspurigen Autostraße. Wenn
ein gewisser Hang zum Gigantismus eine amerikanische Eigenschaft ist, dann
ist Amerika hier am amerikanischsten.
Besitzer
des Klondike Inn ist John Woodrum.
Der 57jährige Amerikaner hat einen abenteuerlichen Lebenslauf aufzuweisen, der
auf diese Stadt in der Wüste zugeschnitten zu sein scheint. Geboren wurde er
als Farmersohn in Kentucky. Als 14jähriger riß er von zu Hause aus. Ihm fehlte der Hang zur Scholle.
Er schloß sich Schaustellern an, mit denen er über
Jahrmärkte zog. Von Stadt zu Stadt. Als
25jähriger kam John Woodrum vor 32 Jahren nach Las
Vegas. Da streikte sein klappriger Gebrauchtwagen. Vergaser kaputt. Kein
Geld für einen neuen Vergaser. Die Umstände zwangen ihn etwas zu tun, das
ihm vom Naturell her am meisten zuwider war: John Woodrum
wurde seßhaft. Erster Job als Tellerwäscher. Stufenweises
Emporarbeiten brachte ihn empor bis zum Partner seines Chefs. „Damals
gab es noch nicht die großen Hotels, die heute das Stadtbild prägen",
erinnert sich Woodrum. „Es war eine Ansammlung von
kleinen geduckten Motels. Ein-, höchstens mal zweistöckig. Aber jedes mit
großem Casino. Während in den übrigen USA das Glücksspiel verboten war, wurde
hier in der Wüste richtig Geld damit gemacht."
Auf
die zurückhaltend geäußerte Vermutung, daß er doch
wohl Millionär sei, kommt die Antwort blitzschnell und ebenso
zurückhaltend: „Mehrfacher!" Nicht mal etwas Stolz, der in diesem Wort
enthalten ist, schimmert durch. Geschweige denn Arroganz. John Woodrum ist kein Millionär in Nadelstreifen. Angezogen
wie ein Jogger streift er durch sein Casino, klopft hier diesem, dort jenem
Spieler freundschaftlich auf die Schulter, findet für jeden ein
aufmunterndes Wort. Dabei gibt es keine Wiederholungen. Jeder Spieler fihlt sich individuell vom Chef willkommen geheißen, als
sei gerade er der Mittelpunkt des Ganzen.
Wie
fast alle Unternehmen in Las Vegas ist Klondike Inn
an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden rund um die Uhr geöffnet. Rund 16
Stunden täglich ist der Chef persönlich im Betrieb. Auch sein Sohn, der noch
Betriebswirtschaft studiert, verbringt hier seine freie Zeit mit Arbeit. „Dann
habe ich ihn von der Straße", scherzt Vater John. „Die Theorie von der
Uni mag heute ja wichtig sein. Aber handfeste Praxis ist durch nichts zu
ersetzen!" Zigmillionenfach strömen aus allen
Teilen der Welt die Menschen nach Las Vegas, um zu spielen. Doch sind es
diese zum geringeren Teil, die im Klondike Inn Tage
und Nächte an den Slotmaschinen verbringen. Hierher
kommen in erster Linie Menschen, die selbst mit und vom Spielen leben, teils
mittel- und zum größeren Teil unmittelbar. Es sind die Einwohner von Las
Vegas, die im Spielerparadies ihr Geld verdienen und ausgeben. Ihre Zahl bewegt
sich derzeit um die erste Million. 1930,
ein Jahr bevor der Staat Nevada das Glücksspiel legalisierte, waren es ganze
5165, die hier mitten in der Wüste ihr Leben fristeten. Fünfzig Jahre
brauchte danach die aufblühende Touristenattraktion, um es auf 164 275
Einwohner zu bringen. Sechsmal so viele sind es jetzt, knapp eineinhalb
Jahrzehnt danach. Zehn
der elf größten Hotels der Welt stehen hier. Und zwischen 80 und 90 Prozent
der auf dem gesamten Erdball betriebenen Glücksspielautomaten. Ein paar
Namen und Zahlen: MGM Grand mit 5 505 Zimmern und knapp 4 000 Slotmaschinen stellt die Spitze dar. Es folgen Excalibur mit 4 032 Zimmern und fast 3 000 Spielautomaten.
Weiter Flamingo Hilton (3174: 2 250), Las Vegas Hilton (3 049
: 1 350), The Mirage (2 832 : 2 380), Bally's
(2 832 : 1 900), Circus Circus (2 688 : 2 500), Treasure Island (2 637 2 450), Imperial Palace (2 526:
1950) und Luxor (2100: 2 700). Großenteils
ist die Bettenkapazität von Las Vegas erst in den letzten zehn Jahren auf
nahezu 200 000 angewachsen. Und sie wächst weiter. Damit steigt die Zahl der
Arbeitsplätze. Allein Bally's, das unter den
größten Hotels nur eine mittlere Position einnimmt, beschäftigt
rund 4 000 Mitarbeiter. Die
Bettenzahl hat kaum Aussagekraft über das, was rund 70 Millionen Gäste Jahr
für Jahr hier suchen. Sie kommen nicht zum Schlafen. Sie wollen sich
vergnügen. Für sie ist Las Vegas ein Eldorado, das in der ganzen Welt nicht
seinesgleichen hat.
Während
das Luxor durch den Bauch einer überdimensionalen Sphinx zu betreten ist, muß nebenan zum Excalibur eine
von mittelalterlichen Ritterfiguren besetzte Zugbrücke überwunden werden.
Wenn drinnen die Fanfaren von Herolden schmettern, übertönt es sogar das tausendfache
Klickern und Klimpern der Spielautomaten. Äußerlich wirkt das über 4 000
Zimmer umfassende zweitgrößte Hotel der Stadt, als hätte Bayernkönig Ludwig
ein Schlößchen aus Legosteinen gebastelt.
Vergangenheit und Zukunft werden hier mit Träumen vermischt zu einer
Einheit, die zur wohltuend wirklichkeitsfernen Wirklichkeit verschmilzt. Ähnlich
Caesar's Palace, wo das alte und das gegenwärtige
Rom auf einem Fleck zu erleben sind. Der Palast beherbergt die schönste und
fantasievollste Einkaufsmeile der Welt. Edelboutiquen
umsäumen hinter altrömischen Fassaden die mit Marmor gepflasterte Straße.
Der Himmel ist mit zarten Wölkchen bemalt, die sich beim Bummeln zu bewegen
scheinen. Vom Strip aus wird diese Fashion Mall über ein langes Laufband erreicht.
Doch kein Laufband führt vom Eingang aus zurück auf die Straße. Da wird der
Besucher zunächst über ein anderes Laufband ins Casino transportiert, wo er
sich durch ein Labyrinth von Spielgeräten einen Weg
nach draußen erst suchen muß. In
Las Vegas ist alles Gold, was glänzt. Aller Glitzer und Glimmer ist nur
Beiwerk zum Spiel, um das sich alles dreht. Ob man sich im Harrah's, das als Schaufelraddampfer vom Mississippi zum
Strip verlagert worden zu sein scheint, den Live-Rhythmen einer Jazzband
hingibt, oder im Circus Circus Artisten unter der Betonzeltkuppel
bewundert, stets locken zigtausende von Slotmaschinen,
an denen kein Weg vorbeiführt. Maschinen bauen, wo das
Spiel zu Hause ist 420
Maschinen stehen allein im Casino des Klondike Inn
von John Woodrum. Aus dem Überangebot von über 80
Herstellern beschränkt er sich auf zwei: IGT (International Game Technology)
und Bally. Beide Firmen sind im Bundesstaat Nevada angesiedelt, IGT in Reno
und Bally in Las Vegas selbst. Spielmaschinen könne man am besten dort
herstellen, wo das Spielen zu Hause ist, meint Woodrum. Bally
habe dies erst vor fünf Jahren erkannt, als es eigentlich schon zu spät war.
Trotzdem liegt Verklärung in seiner Stimme, wenn er diesen Namen erwähnt.
Von den 420 Maschinen, die er derzeit stehen hat,
sind 297 von Bally. Es werden bald wohl noch mehr sein, wenn der endlich gefundene
neue Weg des Unternehmens konsequent fortgesetzt werde. Es
habe eine Zeit gegeben, wo 90 Prozent aller Slotmaschinen
in der Welt den Namen Bally trugen. Doch das läge schon 20 Jahre zurück. Vor
drei Jahren habe der Marktanteil der einstigen Spitzenmarke höchstens noch
ein Prozent betragen. Doch seit zwei Jahren gehe es spürbar wieder aufwärts.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Berliner Hans Kloß die Präsidentschaft der
neuen Bally Gaming Inc. übernommen, die aus dem hervorgegangen ist, was
früheres Mißmanagement übriggelassen hatte.
Ein
Deutscher an der Spitze eines US-Konzerns. Das hatte zunächst einiges
Aufsehen erregt. Das Wirtschaftsmagazin World Trade registrierte das
Ereignis gar mit Hans Kloß auf der Titelseite. „Made
in Germany, das steht hier für Mercedes, für Präzision und Zuverlässigkeit",
sagt John Woodrum. „Vielleicht ist das deutsche
Element für die Wiedergeburt der Weltmarke gerade zum richtigen Zeitpunkt gekommen." `
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