Automatenpedia 1994
Neuauflage Mai 2010 |
Von Esteka für www.goldserie.de
Goldserie e.V. – 1. Deutscher
Verein der Münzspielfreunde
Politisches, Wirtschaftliches und
Sportliches
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Ereignisse des
Jahres 1994
·
Januar: Die Deutsche Bahn AG wird
gegründet
·
12. Februar: Eröffnung der
XVII olympischen Winterspiele in Lillehammer Norwegen. Sie sind die
ersten Spiele außerhalb des „normalen“ Zyklus, der vom IOC geändert wurde, um
alle zwei Jahre abwechselnd Winter- und Sommerspiele auszurichten
·
27. April: Erste freie
Wahlen und damit Ende der Apartheid in Südafrika
·
27. April: Erste freie
Wahlen in Südafrika
·
28. September: Schweden/Estland. Untergang der
Passagierfähre „Estonia“
auf der Fahrt von Tallinn
nach Stockholm. Mit ihr
verlieren 852 Menschen ihr Leben. Größte zivile Schiffahrtskatastrophe nach
Ende des Zweiten Weltkrieges
·
10. November: Irak erkennt die Grenzen Kuwaits an
·
13. November: Michael Schumacher wird
erster deutscher Formel 1
Weltmeister mit insgesamt
92 Punkten. Einen mehr als sein Konkurrent Damon Hill
Nummer 1 Hits 1994
·
Meat
Loaf: : Would Do Anything For Love (But I Won't Do That)
·
Ace
of Base: The Sign
·
Bryan
Adams, Rod Stewart & Sting: All For Love
·
Magic
Affair: Omen III
·
Bruce
Springsteen: Streets Of Philadelphia
Politisches aus der
Automatenwirtschaft
|
Pessimismus
macht sich in der Branche. Allgemein wird geklagt und gejammert. Schuld daran haben
natürlich auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere auch
Entscheidungen der Gerichte. Vergnügungssteuer und Mehrwertsteuer drohen die
gesamte Branche zu erdrosseln.
Der ewige Kampf gegen die Vergnügungssteuer
eskaliert im Jahr 1994 mit folgenden Meldungen:
Interview in der Automatenmarkt 1/1994 mit
Paul Gauselmann:
|
Automaten-Markt: Wir selbst haben an unserem Erscheinungsort Braunschweig eine Aufstellerinitiative
ins Leben gerufen. Die ersten Kontakte zur Kommunalpolitik stehen bereits.
Dann wird uns aber entgegengehalten, wir sollten erst mal Beweise bringen,
daß die Vergnügungssteuer nicht mehr zu verkraften ist. Gausehnann: Das ist doch dummes Zeug, was da so von seiten einiger
Kommunalpolitiker geredet wird. Gehen diese Leute denn mit geschlossenen
Augen durch die Wirklichkeit? Es kann doch nicht unbemerkt geblieben sein,
daß von acht großen Spielstättenketten bereits fünf pleite sind! Welche
Beweise für den erdrosselnden Charakter der Kumulierung von Mehrwert- und
Vergnügungssteuer sollen wir denn noch beibringen! Ich bin ganz sicher, daß
diese Steuerbelastung zumindest in ihren Auswirkungen verfassungsrechtlich
nicht haltbar ist. Ein erstes Signal erwarte ich bereits vom Europäischen
Gerichtshof, der vom Hanseatischen Oberverwaltungsgericht in Sachen
Mehrwertsteuerpraxis zur Stellungnahme aufgefordert worden ist. Die anderen
europäischen Länder haben sich klar gegen die deutsche Auffassung ausgesprochen,
wonach jede eingeworfene Münze gleich Umsatz ohne Abzugsmöglichkeit ist. |
In der Automatenmarkt 5/94 wird eine
Resolution des Automatengewerbes vorgestellt, die von allen
Automatenunternehmern und ihren Angestellten unterzeichnet dem Petitionsausschuss
des Bundestages und der Landtage zugestellt werden soll. Eigentlich ist es ein Wunder, dass es heute, im Jahre 2007, immer noch
Automatenhersteller und –aufsteller gibt.
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AKTION: STOPPT DEN
VERGNÜGUNGSSTEUERWAHNSINN Schluss mit dem Würgegriff Mit Massenpetitionen bei
Bund und Ländern will die Unterhaltungsautomatenwirtschaft nach der Sommerpause
Aufmerksamkeit für ihre Probleme in den Parlamenten wecken Der Automaten-Verband Baden-Württemberg
hat, wie gemeldet, den Anfang gemacht. Eine Unterschriftensammlung für eine
Petition gegen den Sperrzeitenterror hat bereits begonnen. Eine weitere
Petition gegen den Vergnügungssteuerwahnsinn soll folgen. Gleichzeitig wird
dann eine ähnliche Aktion in allen Bundesländern gestartet, in denen
Höchstsätze für die Vergnügungs- oder Automatensteuer nicht durch ein
Landesgesetz geregelt sind. Eine solche Regelung besteht außer in den
Stadtstaaten nur in den Bundesländern Brandenburg, Nordrhein-Westfalen,
Rheinland-Pfalz und Saarland. Schlimmer noch als die
Vergnügungssteuer bedroht die multipliziert erhobene Umsatzsteuer das Automatengewerbe.
Jede Belastung allein wäre notfalls zu verkraften. Erst durch die Häufung
(Kumulation) droht Erdrosselung. Darum werden die Spitzenverbände der
Unterhaltungsautomatenwirtschaft beim Bund die Bildung einer Arbeitsgruppe
einfordern, von der die verschiedenen restriktiven Maßnahmen im einzelnen und
in ihrer Gesamtheit überprüft und Übersteuerungen vermieden werden sollen.
Auch dafür ist eine Petition vorgesehen, für die Unterschriften von Branchenangehörigen,
ihren Familien, den Gastwirten sowie Spielgästen gesammelt werden. Die
damit unterstützte Petition hat folgenden Wortlaut: „Spielhallenflut"
und „Spielsucht" haben in den vergangenen Jahren als Schlagworte die
politische Diskussion über das Spielgewerbe auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene
geprägt. Wie so oft war das Schlagwort dem Augenmaß bei der Einschätzung
der wirklichen Gefahren für den Einzelnen und die Allgemeinheit sowie bei der
Wahl der Abhilfe versprechenden Maßnahmen abträglich. Daß auch der Unterhaltungsautomatenwirtschaft
die Grundrechte des Grundgesetzes zur Seite stehen und sich daher die in
diesem Bereich Tätigen auf die Berufsfreiheit berufen können, und daß das
Spielen auch an Geldspielgeräten zur grundrechtlich verbürgten allgemeinen
Handlungsfreiheit gehört, bleibt weitgehend unbeachtet. Die nicht zu bestreitende
Kompetenz des Staates zur Mißbrauchsabwehr wurde in einer Weise genutzt, die
nicht nur aus Sicht der Unterhaltungsautomatenwirtschaft eine Ausgewogenheit
von grundrechtlich verbürgter Freiheit und grundrechtlich zulässige
Freiheitsbegrenzung vermissen läßt. Bund, Länder und Gemeinden
haben zudem, seit sich vor einigen Jahren mit der wachsenden Freizeit und dem
wachsenden Einkommen eine rasche Entwicklung des Gewerbes abzuzeichnen
schien, das ihnen zur Verfügung stehende gesamte Instrumentarium eingesetzt,
ohne die verschiedenen Maßnahmen aufeinander abzustimmen. Derzeit wirken
die in derAnlage aufgelisteten Veränderungen, vor allem in den Bereichen des
Spielrechts und des Baurechts, des Umsatzsteuerrechts und des Vergnügungssteuerrechts
und nicht zuletzt die Verlängerungen der Sperrzeit, und zwar jeweils
einander verstärkend, derart massiv auf die Branche ein, daß nicht nur die
einstmals befürchete Entwicklung gehemmt wird. Vielmehr sieht sich das Gewerbe
in einem„ Würgegriff". Rückläufige Verkaufszahlen bei den Spielgeräten,
damit verbunden Kurzarbeit und Arbeitsplatzverlust bei den Geräteherstellern,
Betriebsschließungen und
in letzter Zeit sogar die stark wachsende Zahl der Konkurse von bundesweit
tätigen Spielhallen-Filialunternehmen erweisen sich als alarmierende
Indikatoren eines regulativen Übermaßes. Ungereimt erscheint auch, daß man
sich der Automatenwirtschaft gegenüber zur Rechtfertigung derart einschneidender
Maßnahmen auf Gefahren der „Spielsucht" beruft, daß dieses Argument
aber gegenüber den von den öffentlichen Händen getragenen Spielbanken und
ihren Automatensälen, letztlich gegenüber allen staatlich konzessionierten
Glücksspielen, nicht zählt. Offenkundig wird hier ein und dieselbe Sache
mit zweierlei Maßgemessen. Mit unserer Unterschrift möchten wir auf diesem
Mißstand hinweisen und uns dafür aussprechen, daß möglichst rasch eine
Arbeitsgruppe gebildet wird, die sich aus Repräsentanten der verschiedenen
Entscheidungsebenen zusammensetzt. Sie soll die Wirkungen der verschiedenen
restriktiven Maßnahmen im einzelnen und in ihrer Gesamtheit fortlaufend
überprüfen, Vorschläge erarbeiten, um den Übersteuerungen entgegenzuwirken,
und alle künftigen Maßnahmen koordinieren sowie auf die Umsetzung ihrer
Vorschläge hinwirken. Wortlaut der Petition und
Unterschriftenlisten werden in Kürze allen Automatenunternehmen über ihre
Verbände und den Fachgroßhandel zugestellt. |
Mit dem Innenminister des Landes
Baden-Württemberg, Frieder Birzele, wurde in der gleichen Automatenmarkt ein
Interview geführt unter der dicken Überschrift:
Wie fühlt man sich als Existenzenkiller,
Herr Minister ?
Auf einer Sitzung des
Deutschen Automaten Verbandes beschreibt der damalige Vorsitzende, Karl Besse,
die aktuelle Lage:
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Als herausragendes Ereignis
in 1993 bezeichnete er das 40 Pfennig-Spiel. Seine Warnung vor zu großer Euphorie
bei den neuen Geräten, habe sich bestätigt. Im Schnitt hätte das 40 Pfennig-Spiel
keine Umsatzsteigerungen eingebracht. Gleichzeitig sei aber auf allen Ebenen
ein Konjunkturrückgang festzustellen gewesen - auch die Spielgäste selbst
müßten finanziell kürzer treten. „Unsere Gäste zeigen aber
Ermüdungserscheinungen", meinte Besse. „Und das liegt zumeist an der
mangelnden Attraktivität der Geräte. Nur können wir dafür nicht die Industrie
allein verantwortlich machen. Es sind die Regeln, die uns hier Grenzen
setzen." Auf der einen Seite werde
vom Verordnungsgeber alles reglementiert. Auf der anderen Seite trete der
Staat, zum Beispiel mit seinen Casinos und Lotterieveranstaltungen, in
Konkurrenz mit der Automatenbranche. Das sei ein Widerspruch. „Der Staat schreibt uns
Restriktionen vor und eröffnet gleichzeitig neue Casinos - das ist
Schizophrenie! Mit dieser Doppelzüngigkeit dürfen und können wir uns nicht
abfinden. Wir müssen dagegen kämpfen", forderte Besse. Gleichzeitig
appellierte er aber auch an die Industrie, noch mehr Kraftanstrengungen in
den innovativen Bereich zu legen. Aber auch der Aufsteller selbst sei Mitlieferant
von neuen Ideen und sollte sich dazu in den verschiedenen Gremien immer
wieder äußern. Nur mit neuen Ideen könne man neue Kunden gewinnen und alte
zurückerobern. |
Die Suchtdiskussion war im vollem Gange, und
die Automatenbranche fühlte langsam Oberwasser gegen den „Intimfeind“, dem
Psychologen Dr. Gerhard Meyer. In einem
Gegengutachten“ ist plötzlich der Psychologe selbst schuld an der Existenz
Spielsüchtiger:
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PROF. DR. FRIEDHELM SCHILLING Darum sind Meyers Behauptungen falsch Das dem Geldspielgerät
angelastete Suchtpotential durch hohe Gewinnaussichten (bei 30 Pfennig Einsatz
sei in einer Hunderter Sonderserie mit einem Gewinn von 150 Mark zu rechnen)
ist widerlegt. Bei einem Einsatz von 30 Pfennig beträgt der Höchstgewinn
drei Mark abzüglich 30 Pfennig Einsatz = 2,70 Mark. Dieser Höchstgewinn kann
jedoch weiter riskiert werden. Der höhere theoretische Gewinn mündet dann in
Sonderspielserien. Er wird also später ausgezahlt. Aber immer nach dem
Grundsatz höchstens das Zehnfache des Einsatzes pro Spiel. Um in einer
Hunderterserie 150 Mark dem Automaten zu entlocken, müssen mindestens 60,30
Mark aufgewendet werden. Und dafür muß der Spieler durchschnittlich eine
Stunde an dem Automaten spielen. Geldspielgeräte sind daher keine
Glücksspiele, sondern Unterhaltungsautomaten mit Gewinnmöglichkeit im Sinne
des Gesetzgebers. Im Gegenteil: Der Häufigspieler verliert ziemlich genau 40
Prozent seines Einsatzes. Er bezahlt für die Benutzung des
Unterhaltungsautomaten. Er kann also gar nicht gewinnen! Dadurch jedoch,
daß dem Spieler eingeredet wird, dies sei ein Glücksspielgerät, versucht er
ständig neu, sein Glück zu machen. Darum ist davon auszugehen, daß durch die
Thesen der Anhänger des Suchtmodells die Problematik an den Geldspielautomaten
erst entstanden ist. |
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Stachel der Erfolglosigkeit
Ein Politiker führt über Jahre einen Feldzug gegen die
Automatenwirtschaft. Ein harmlosen Freizeitvergnügen wird verteufelt und stranguliert.
Da werden schon mal schwere Geschütze gegen die Politik aufgefahren.
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Mai 1987: Der Göppinger
SPD-Abgeordnete Frieder Birzele stellt im Landtag von Baden-Württemberg
einen Antrag - Drucksache 9/4436 -, in dem die Landesregierung aufgefordert
wird, eine Reihe von restriktiven Maßnahmen gegen die Unterhaltungsautomatenwirtschaft
einzuleiten. Am 7. August des gleichen
Jahres lehnt die Landesregierung die Vorstellungen des Antragstellers unter
anderem mit dem zentralen Hinweis auf geltendes Verfassungsrecht ab. Mit
erfrischender Offenheit stellt die Landesregierung im übrigen fest, daß die
Spielstättenentwicklung Spiegelbild eines wachsenden Interesses der
Bevölkerung an diesem Freizeitangebot ist. Die Entwicklung stehe offensichtlich
damit im Zusammenhang, daß die arbeitsfreie Zeit stetig zunehme und sich
nicht wenige Menschen für die Nutzung ihrer Freizeit von dem Unterhaltungsangebot
in Spielhallen angesprochen fühlten. Der Begründung von Herrn Birzele,
wonach ein Eingreifen unter jugendschutzpolitisehen Gesichtspunkten notwendig
sei, widerspricht die Baden-Württemberger Landesregierung, indem sie betont,
„ ... daß die Spielhallenbetreiber die Jugendschutzvorschriften durchweg
einhalten. Weder von der Polizei noch von den für den Jugendschutz verantwortlichen
Institutionen seien Klagen über Verstöße gegen § 8 JÖSchG laut geworden." Alles in allem eine deutliche
Abfuhr für den Antragsteller. Der Stachel der Erfolglosigkeit
sitzt tief. Sechs Jahre später, Herr Birzele ist inzwischen zum Innenminister
avanciert, setzt er seine Attacken gegen die Branche fort. Auf allen Feldern,
die im Rahmen seiner weitverzweigten Kompetenzen Bezug zur Unterhaltungsautomatenwirtschaft
haben, manifestiert sich seine Abneigung in Form von Unterlassungen und Restriktionen.
Konkret: Dem ausufernden Treiben einiger Kommunen bei der Festsetzung
astronomischer und erdrosselnder Vergnügungssteuersätze sieht er - obgleich
zum Ressort des Innenministers die Kommunalaufsicht zählt - tatenlos zu. Den
ganz großen Knüppel holt er zum Jahresende 1993 heraus. In einer Nacht- und
Nebelaktion - die selbst bei den meisten Kommunen zu Irritationen führt -
bringt er eine Verordnungsänderung auf den Weg, nach der die Sperrzeit für
Spielstätten bereits um 22 Uhr statt vorher um 24 Uhr beginnt. ngesichts
dieser einschneidenden Maßnahme fragt sich der neutrale Beobachter, welche
konkreten Gründe ein solches Vorgehen rechtfertigen. Sorge vor einem
angeblichen Spielstätten-Boom wie schon 1987? Wohl kaum. Statt steigender
Spielstättenzahlen gibt es eine ansteigende Tendenz zu Schließungen.
Baden-Württemberg bildet ohnehin das Schlußlicht bei der Spielstättendichte
im Vergleich zu allen anderen Bundesländern. Die Spielstättendichte liegt 50
Prozent unter Bundesdurchschnitt! So muß dann plötzlich das Schlagwort von
den „Problemen in den Kommunen" herhalten. Bis zur Stunde jedoch warten
wir vergebens darauf, daß statt solcher pauschalen und unbelegten
Verdächtigungen Roß und Reiter genannt werden. So stellt sich denn zwangsläufig
die Frage, welche Geisteshaltung und welche Absichten hinter einem Vorgehen
stecken, an dessen Ende der ökonomische Exitus eines mittelständischen Wirtschaftszweiges
absehbar ist. Wir verspüren heute in
vielen Lebensbereichen eine subtile Art von wachsender Zensur. Verantwortlich
hierfür ist auch jener Politiker, der meint, den Bürger vor einem harmlosen
Freizeitvergnügen schützen zu müssen, das er - ohne Rücksicht auf das
demokratische Toleranzgebot - für negativ hält. Er schickt sich damit an,
seine partikulare Moral und mehr noch, seinen individuellen guten Geschmack,
zur Norm zu erheben. Dabei bleiben grundsätzlich Freiheitsrechte auf der
Strecke, werden eingeschränkt oder geopfert auf dem Altar angeblich moralischer
Wertestandards oder Wertenormen. Der Schweizer Soziologe Prof. Werner
Fritschi stellt genau diese Art der Normierung in Frage und betont: In einer pluralistischen Gesellschaft
ist eine objektivierbare, allgemein gültige und verbindliche Wertnorm kaum
mehr formulierbar. Im Gegensatz zu jener früher geschlossenen Denkwelt, mit
einer verbindlichen Ethik, sind heute die Meinungen und die Ideologien über
das, was schädlich sei oder nicht, derart vielfältig und widersprüchlich,
daß ein politischer Konsens kaum mehr besteht, und damit die Anwendung von
restriktiven Bestimmungen a priori fragwürdig wird.". Und er fragt
weiter, ob die moralischen Entrüstungen und Stellungnahmen todernster
Moralisten, die mit verbissener Miene restriktive Maßnahmen fordern, nicht
oft als Ersatz für das fehlende Verständnis in technischen Dingen und psychologischen
Zusammenhängen dienen, wobei Verteufelung der Technik und Kulturpessimismus
Arm in Arm gehen. Spiele sind immer Spiegel
ihrer Zeit. Moderne Spielstätten sind nichts anderes als ein typisches
Produkt unserer sogenannten Freizeitgesellschaft. Wer etwas genauer
hinsieht, der merkt sehr schnell, daß sich in Spielstätten die soziale
Wirklichkeit widerspiegelt, daß Spielen an Unterhaltungsgeräten für viele
Menschen auch eine kompensatorische Antwort auf die Belastungen der
oftmals kollektiven Arbeitswelt darstellt - eben ein Stück individueller
Freiheit. Das alles verträgt sich naturgemäß nicht mit den Auffassungen jener
Tugendwächter von eigenen Gnaden, die davon überzeugt sind, mit ihrer
Haltung das sogenannte sittliche Empfinden der Gesellschaft zu verkörpern.
irzeles Version vom mündigen Bürger kann und darf so nicht akzeptiert werden.
Er möge sich zu Herzen nehmen, welche von hohem demokratischen
Verfassungsverständnis getragene Position sein SPD Kollege Franz
Müntefering, Arbeits- und Sozialminister des Landes NordrheinWestfalen, in
diesen Fragen nachlesbar einnimmt: „In einer pluralistisch ausgerichteten
Gesellschaft, in der dem einzelnen Menschen ein Höchstmaß an persönlicher
Freiheit zur Verfügung steht, kann nicht gleichzeitig der Staat dieses
Grundrecht des Bürgers in der Weise umkehren, indem erhebliche Beschränkungen
für gesellschaftlich akzeptierte Freizeitbereiche verordnet werden, nur weil
sie für eine geringe Anzahl von Menschen ein Problem bedeuten, für die
Vielzahl der Menschen aber eine wünschenswerte Verwirklichung ihres
Spielbedürfnisses mit Unterhaltungswert darstellen." Birzele übersieht völlig,
wenn er heute mit restriktiven Schritten seinen Unmut über das vergebliche
Bemühen in 1987 Luft machen möchte, daß in der Zwischenzeit die Branche
erheblich eingeengt und zur Ader gelassen wurde. Die novellierte Baunutzungsverordnung
trat am 26. Januar 1990 in Kraft. Die Baugebietskategorien, in denen
Spielstätten allgemein zulässig sind, reduzierten sich von sechs auf eine
einzige. In der Spielverordnung erfolgten weitere restriktive Eingriffe, die
zu Attraktivitätsverlusten bei Geldspielgeräten führten. Das gleiche gilt für
die freiwilligen selbstbeschränkenden Vereinbarungen mit der
Bundesregierung, die allesamt eine Einigung bedeuten. Gigantisch gewachsene
Belastungen durch branchenspezifische Mehrwert- und Vergnügungssteuerregelungen
traten in Kraft und führten zu einem Anwachsen von Konkursen und
Arbeitsplatzverlusten. ie verträgt sich das alles mit unserem Grundgesetz
und unserer Wirtschaftsverfassung? Die Ausübung des Spielhallengewerbes
steht grundsätzlich unter dem Schutz des Artikels 12 des Grundgesetzes. Der
Staat hat durch unzählige Gesetze und Verordnungen für den Unternehmer
Rahmenbedingungen und damit einen Vertrauenstatbestand geschaffen. Eine
Marktwirtschaft kann jedoch nur funktionieren, wenn die zugrundeliegende
Rechtsordnung zumindest mittelfristig stabil ist. Diese Verläßlichkeit der
wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ist der Nährboden für jedes
unternehmerische Engagement. Wie soll ein Unternehmer verantwortlich
planen, investieren, langfristige Verträge abschließen und auf dieser
Basis ein Return an Investment errechnen, wenn in kurzen Abständen die
wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen geändert werden und zwar in einer
Weise, die ein Überleben nahezu unmöglich machen. n einem Seminar des
Deutschen Instituts für Urbanistik zum Thema Spielstätten hat im August 1988
der damalige Ministerialrat im Wirtschaftsministerium von Nordrhein
Westfalen Dr. jur. Michael Manke warnend den Zeigefinger erhoben und
erklärt: „Artikel 12 des Grundgesetzes, der die Berufsfreiheit schützt, läßt
ohne Zweifel das Recht des Staates, die Art der Berufsausübung zu regeln,
unangetastet. Es ist jedoch unstreitig, daß Ausübungsregelungen de facto
einem vollständigen Berufsverbot gleichkommen können, nämlich dann, wenn sie
von einer bestimmten beruflichen Tätigkeit grundsätzlich abschrecken, weil
sie diese völlig unrentabel machen. Gewerberechtlichen Regelungen
und Einschränkungen dürfen also keine imaginären Gefahren zugrunde gelegt
werden, sondern derartige Gefahren müssen beweisbar sein, und wenn von
Gefahren die Rede ist, müssen diese sich konkret auf ein überragendes Gemeinschaftsgut
beziehen.
Hat Herr Birzele eigentlich nicht zur Kenntnis genommen,
was sein Kabinettskollege Wirtschaftsminister Dr. Spöri hierzu schriftlich
in Zusammenhang mit der beabsichtigten Einführung der Sperrzeitverlängerung
- die er nachdrücklich ablehnt - geäußert hat: „Die geplante Beschränkung
der Berufstätigkeit der Automatenunternehmer wäre auch wohl
verfassungsrechtlich nur in überwiegendem Gemeinwohlinteresse zulässig. Entsprechende
Tatsachen, die ein solches Gemeinwohlinteresse belegen könnte, sind bislang
nicht erkennbar." emerkenswertes spielte sich zum gleichen Zeitpunkt
ab, da der Innenminister die Schließung der gewerblichen Spielstätten schon
ab 22 Uhr verfügte. Der Automatensaal der Spielbank in Baden-Baden
verlängerte seine Öffnungszeit von 24 auf 1 Uhr. Die Errichtung einer
weiteren Spielbank in Baden-Württemberg fand die Zustimmung der politischen
Gremien. Sinnigerweise dachte der Baden-Badener Oberbürgermeister gleich
laut darüber nach, daß der Angebotsschwerpunkt der neuen Spielbank ein Automatensaal
sein sollte. Da paßt es gut ins Bild, wenn man der lästigen Konkurrenz - den
gewerblich betriebenen Spielstätten - Schonkost verordnet. eit 1950 hat das
Land Baden-Württemberg insgesamt zwei Milliarden Mark - in Ziffern
2.000.000.000,DM - als Spielbankabgabe von der Spielbank BadenBaden
erhalten. Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, daß mit Blick auf die
schwierige Haushaltssituation der öffentlichen Hände die SPD-Fraktion im
Landtag gleich drei weitere Spielbankenstandorte fordert. Auch die Städte möchten
an dem Geldsegen partizipieren und haben sich fleißig als Standortgemeinden
beworben. Als da sind: Überlingen, Freudenstadt, Schwetzingen, Bad Mergentheim,
Bad Wildbad, Freiburg, Ludwigsburg, Badenweiler und Stuttgart. Die Unterhaltungsautomatenwirtschaft
hat keine Vorbehalte gegen diese staatlichen oder staatsnahen Spielbanken
und ihre Automatensäle, aber sie wehrt sich verständlicherweise gegen
zweierlei Maß. Sie wehrt sich dagegen, daß Herr Birzele wieder einmal in
auffälliger Weise dokumentiert, daß Spielstätten eine Spielwiese für
populäre demokratische Entrüstungen sind, auf der man seine Muskeln spielen
lassen kann, dagegen Spielbanken und ihre Automatensäle als wirtschaftlicher
Partner von Staat und Kommune offensichtlich eine Tabuzone darstellen, vor
der demokratische Kritikfähigkeit endet. esümee: Herr Birzele begreift
offensichtlich nicht, daß seine Maßnahmen für einen ganzen Wirtschaftszweig
strangulierenden Charakter haben. Er bedroht das Lebenswerk von Menschen,
die sich im Vertrauen auf die Zuverlässigkeit staatlicher Rahmenbedingungen
eine mittelständische Existenz aufgebaut haben, ganz zu schweigen von
tausenden von Arbeitsplätzen, die er ernsthaft gefährdet. Er beschneidet
einen Teil der Freizeitautonomie des mündigen Bürgers ebenso wie das innovative
Engagement einer High-Tech-Branche. Auf der Strecke bleiben
wieder einmal wichtige Elemente unserer politischen Kultur wie das Prinzip
der sozialen und geistigen Offenheit und Toleranz und nicht zuletzt das Vertrauen
in die Kompetenz und Souveränität der Mandatsträger in unserer Demokratie.
Wen wundert es da noch, wenn immer mehr Bürger den Wahlen fernbleiben oder
ihre Stimme radikalen politischen Gruppierungen geben. aum vorstellbar, daß
ein exponierter Repräsentant der traditionsreichsten demokratischen Partei
in Deutschland sich solches wünscht. Für eine Rückkehr zur
Vernunft braucht sich niemand zu schämen - auch Frieder Birzele nicht. Hans-Dieter Morgenstern
Geschäftsführer Merkur Beirat |
Wenn die „bösen“ Politiker sich dann mal im
positiven Sinne für die Automatenindustrie interessieren, ist dies im
Automaten-Markt einen Leitartikel wert. Hier der ehemalige Ministerpräsident
Beck bei NSM-Löwen.

Spielautomaten Light
Der Vorschlag eines Politikers zu „einfachen“ Geräten trifft nicht auf Gegenliebe der Automatenindustrie.
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Lichtplanken Bier, Zigaretten, Cola. Alles gibt es heutzutage auch
in einer sogenannten Lightversion. Weniger Genuß, mehr Reue! Das ist im
Trend. Die neueste Masche sind Spielautomaten light! Der
SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ulrich Böhme hat diese Idee gehabt. Ohne
Sonderspiele und ohne Risikoleiter, Mindestspieldauer 30 Sekunden. Und
während es bei Zigaretten, Bier und Cola wenigstens auch vollwertige
Alternativen gibt, soll nach Böhme der Spielautomat light zum Standard erhoben
werden. Mit welcher fachlichen Qualifikation macht dieser
Volksvertreter Vorschläge zur Veränderung des Unterhaltungsspiels mit Geldgewinnmöglichkeit?
Es scheint ihm entgangen zu sein, daß schon die geltenden 15 Sekunden
Spieldauer das Spielen an mehreren Geräten gleichzeitig herausfordern, weil
sie den Spielgast nicht ausreichend fesseln. Von Betriebswirtschaft scheint
er auch noch nichts gehört zu haben. Sonst wüßte er, laß sich angesichts der
übermäßigen Steuerbelastung schon jetzt ias Aufstellen von Spielautoma;en
kaum noch lohnt. Würden seile Lightvisionen Wirklichkeit, nüßten Aufsteller
noch Geld Irauflegen. Und weil kein Kaufnann vom Zusatz leben kann, vürde
das Gewerbe schnell zu7unde gehen. Genau das scheint dieser Volksvertreter im Hinterkopf zu
haben. Er mischt a einer Gruppe mit, die unserer tranche mit sektiererischem
Eifer ans Leder geht. Unter dem biedermeierlichen Vorwand, Menschen von
der sogenannten Spielsucht abzubringen. Warum wegen einer geringfügigen Zahl
von Exzessivspielern einer überwältigenden Mehrheit von normal Veranlagten
der Spaß verdorben werden soll, bleibt offen. Ich selbst zum Beispiel saufe gern. Je höherprozentig, um
so lieber. Und wenn ich es gelegentlich übertreibe, dann brummt mir am
nächsten Tag der Schädel so sehr, daß ich sechs Wochen lang keinen Alkohol
ertragen kann. Ich bin gesund! Ich weiß, daß es Kranke gibt, deren Körper
nicht so normal reagiert. Etwa vier Prozent der Gesamtbevölkerung. Erheblich
mehr, als es Exzessivspielgefährdete gibt. Sie brauchen Hilfe. Aber doch
nicht in der Form, daß ich gezwungen werde, künftig nur noch alkoholfreies
Bier oder einprozentigen Kognak zu schlürfen. Ebensowenig darf das Geldspiel
nicht noch langweiliger werden, als es durch die vielen restriktiven
Vorschriften sowieso schon geworden ist. E ine Lightversion könnte ebenso wie viele Gesetze die
Spielverordnung vertragen. Die Vorschriften ließen sich auf einen
Verhältnisbetrag zum Durchschnittseinkommen reduzieren, der höchstens in
einer Stunde verloren werden darf. Das ließe sich dank High-Tech auf vielfältige
Weise umsetzen. Die Spiele wären wieder spannender, ohne das Schutzbedürfnis
des Staates im geringsten zu verletzen. Beim Stand der Technik in den fünfziger Jahren war es noch
notwendig, Höchsteinsatz, Höchstgewinn, Mindestauszahlquote und Laufzeit im
einzelnen vorzuschreiben. Die Technik ist in vier Jahrzehnten rasant
fortgeschritten. Die Paragraphen sind noch immer auf die Anforderungen der
fünfziger Jahre ausgerichtet. Und jetzt möchten Leute wie der Abgeordnete
Böhme am liebsten die Zeit noch weiter zurückdrehen. D as englische Wort light hat viele Bedeutungen. Unter
anderem heißt es Erleuchtung. Davon möchte ich in diesem Zusammenhang nicht
sprechen. Ausgesprochen wird es wie das deutsche Leid oder Leit. Dazu gäbe
es eine Menge passender Verbindungen. Leitplanken zum Beispiel. In der
Schreibweise Lightplanken könnte man Bretter daraus machen - vorzugsweise
vorm Kopf zu tragen. |
Das Scheingefecht um die „Spielsucht"
Branchenkritiker auf dem Rückzug - und vor neuem
Angriff.
|
Einem Großteil der deutschen Bildungsbürger geht das Wort
von der „Spielsucht an Automaten" oft sehr leicht über die Lippen.
Logisch! Dostojewskis Roman „Der Spieler" steht schließlich im
Bücherschrank. Gelesen haben ihn zwar die wenigsten. Aber das macht ja
nichts. Das braucht man auch nicht. Um über das Phänomen zu urteilen, müssen
ja nicht erst Hunderte von Seiten verschlungen werden. Wirklich nicht? Ein kurzer Blick in den guten alten
Dostojewski würde schon die ersten Zweifel bringen. Sein Spieler würde
genauso müde lächelnd vor den deutschen Geldspielgeräten stehen wie der
renommierteste amerikanische Wissenschaftler in Sachen „Glücksspiel",
Professor Custer, der die Geräte als „Peanuts", also praktisch „Kinderkram",
bezeichnete. „Wie ist es dann zu erklären", fragte der ehemalige
TV-Moderator und Podiumsleiter bei der Marburger Tagung „Spielen an
Automaten" Hans-Ullrich Spree, „daß das Casino-Spiel überhaupt nicht
diskutiert wird, das Unterhaltungsgerät mit Gewinnmöglichkeit steht aber im
Mittelpunkt heftigster Diskussionen?"
scher Kritiker. Der Skiurlaub, begleitet von
Schneeromantik und dem Gefühl unbeschwerten Gleitens, endet immer öfter in
der Kniechirurgie und beim schlechten Gewissen über die Zerstörung der
Bergwelt. Das Muster bleibt immer gleich. Wirtschaftlicher Erfolg, in welcher Konsumbranche auch
immer, ist ohne Massenkonsum nicht zu haben. Und der wiederum geht nicht ohne
Probleme und Neider ab. Das ist ganz einfach so. Bleiben die Fragen, wie groß die Probleme sind und wie
damit umgegangen werden kann. Wie viele Menschenleben jährlich der Traum
vom Auto kostet, wissen wir ziemlich genau. Wie viele Knochen auf den Skipisten
brechen, läßt sich auch exakt ermitteln. Wie viele Menschen Probleme mit dem
Spiel haben, und es gibt diese Menschen, darüber schwanken die Angaben doch
ganz erheblich. 160 000 schätzt Automatenkritiker Dr. Meyer. Die einzige
bislang fundierte Erhebung landet dagegen bei gerade mal zehn Prozent dieser
Schätzung. Rund fünf Millionen Kunden hatte die Münzspielbranche im letzten
Jahr. Die Relation der Zahlen sagt im Prinzip alles und verführt zu der Frage:
Wo bitte ist das Problem? Die Probleme liegen im Einzelfall, keine Frage. Jeder
Verkehrstote, jeder Skiunfall ist einer zu viel. Das gleiche gilt für jeden
mit problematischem Spielverhalten. Was läßt sich dagegen tun? Die
Autohersteller machen die Autos sicherer, die Skiindustrie verbessert ihr
Material, die Automatenbranche beschränkt sich selbst in der Umsetzung
möglicher Spielanreize. Mit Auto, Skiern und Automat umgehen muß der Mensch
letztlich selbst. Wie damit umgegangen wird, hängt entsprechend ebenfalls von
diesem Menschen ab. Weder Auto noch Skier noch Automat sind suchtauslösende
Drogen, denen man hilflos ausgeliefert wäre. Das beweisen Millionen von
Gegenbeispielen. Das haben die Propagandisten der „Spielsucht"
inzwischen auch gemerkt. Jede neue wissenschaftliche Untersuchung, wie die
jüngste Forschungsarbeit von Professor Schilling, widerlegt ihre Thesen.
Trotzdem wird mehr oder weniger starr an dem Vorwurf festgehalten und nur
scheibchenweise der Rückzug eingeleitet. Der Grund? Die Branchenkritiker
brauchen Zeit, die nächste Front aufzubauen. Es wird versucht, der Branche
eine Diskussion anzuhängen, die dem Geldspiel den Vorwurf des Glücksspiels
macht. Trotz gesetzlicher Rahmendaten, trotz PTB und wider besseres Wissen
arbeitet Dr. Meyer hartnäckig an dieser These. Das ist zwar nicht ganz neu
und hatte bislang keinen Erfolg. Aber eines sollte die Branche aus der
Vergangenheit gelernt haben: kein Vorurteil ist abwegig genug, um nicht von
irgend jemandem zwecks Profilierung aufgegriffen zu werden. Die Branche
sollte sich also nicht wieder von einer Gespensterdiskussion kalt erwischen
lassen. Es ist genug Zeit, um die richtigen Argumente für den richtigen
Zeitpunkt zu sammeln. Der Streit um die „Spielsucht" an Automaten ist
jedenfalls nur noch ein Scheingefecht und Ablenkungsmanöver. |
Letzte Strophe vom Überlebenslied
Wie immer und zu jeder Zeit ihrer fünfzigjährigen Geschichte steht der Automatenunternehmer am Abgrund. Von einer Verbandsversammlung.
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Der
Vorsitzende des „Forum junger Unternehmer“, Mirko Botta, wies in seiner
Begrüßung darauf hin, daß 1993 viele Automatenunternehmer die letzte
„Strophe vom Überlebenslied" angestimmt hätten. Nie sei die Überlegung,
den Betrieb zu schließen, berechtigter gewesen. Als Gründe dafür nannte
Botta Kundenschwund, hohe Investitionen, staatliche Reglementierungen und
mangelnde Geräte-Innovationen. „Um
aus dieser Misere heraus und wieder in die richtige Bahn zu gelangen, kommt
es vor allem darauf an, das Geldspielgerät selbst wieder in ein positives
Licht zu rücken", so der Vorsitzende. Es
sei wichtig, der Öffentlichkeit deutlich vor Augen zu führen, daß das Geldspielgerät
absolut harmlos sei. Auffallend dabei, so Botta weiter, daß sich die Kritik
am Geldspielgerät vorrangig gegen den Spielstätten Standort richte und
nicht gegen das Gerät in der Gaststätte. |
Absage an die Kirchturmpolitik
Wenn die Merkur-Sonne strahlt, dann strahlt die ganze Branche. Glaubt Paul Gauselmann, und die Geschichte gibt ihm recht.
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Seit dreizehn
Jahren ist Paul Gauselmann, der in diesem Jahr 60 wird, Vorsitzender des
Verbandes der Deutschen Automatenindustrie. In diesem Gespräch lassen wir
ihn zurück- und nach vorn blicken AUTOMATEN
MARKT: Sie sind jetzt volle dreizehn Jahre Vorsitzender ,des Verbandes der
Deutschen Automatenindustrie, Herr Gauselmann. Wird Ihnen etwas unheimlich
zumute bei dieser Dreizehn, die ja als Unglückszahl gilt? Paul
Gauselmann: Nein absolut nicht. Dieses dreizehnte Jahr wird eher ein sehr
positives Jahr für unsere Branche werden. Denn in diesem Jahr wird es uns
gelingen, einen erheblichen Teil der größten Krisenphase, die unsere Branche
bisher erlebt hat, zu bewältigen. AUTOMATEN
MARKT: Starke Worte in einer Situation, in der viele Branchen mächtig von der
Rezession geschüttelt werden. Gauselmann:
Was heißt hier „starke Worte". Ich rede von Fakten. AUTOMATEN
MARKT: Blitzschnelle Analyse und klare Worte werden allgemein als Ihre
besonderen Stärken anerkannt. Das war auch vor dreizehn Jahren schon so.
AUTOMATEN
MARKT: Ganz nüchtern gesagt, haben Sie sich aus unternehmerischem Egoismus um
das Amt des Vorsitzenden im VDAI bemüht. Oder gab es daneben noch andere Motive? Gauselmann:
Natürlich wollte ich nicht Vorsitzender werden, um später mal einen schönen
Nachruf zu bekommen. Ein Industrieverband ist kein Sozialverein, sondern ein
Interessenverband, bei dem es um wirtschaftliche Belange geht. Und da ist
es doch völlig klar, daß jemand dann ganz besonders engagiert kämpft, wenn
es auch um seine eigenen elementaren Interessen geht. Ich war damals Mitte
vierzig und hatte erkannt, daß mein eigener unternehmerischer Erfolg und die
positive Entwicklung der ganzen Branche sich gegenseitig bedingen. AUTOMATEN
MARKT: Sie meinen also, wenn die Merkur-Sonne strahlt, dann strahlt die ganze
Branche? Gausehnann:
Davon träumt man manchmal als Branchenführer. Aber das ist nicht nur
vermessen, sondern einfach unrichtig. Ohne eine wohlorganisierte und
tatkräftige Branche mit ihren internen Strukturen könnte ein einzelnes
Unternehmen nicht erfolgreich operieren. Unser Unternehmen hatte schon
damals eine beträchtliche Marktbedeutung erreicht, die ich für mich
persönlich auch als Führungsauftrag innerhalb der Branche aufgefaßt habe.
Den damals fälligen Generationswechsel in der Führungsriege des VDAI habe
ich als Chance gesehen, und die Mitglieder haben mir dann den Auftrag
erteilt. AUTOMATEN
MARKT: Wie begann dann die Ära Gauselmann im VDAI? Gausehnann:
Eigentlich begann Sie schon vor mehr als dreizehn Jahren, nämlich 1977.
Damals hatte ich gerade de mit meinem ersten Merkur den Start in die Industrie
vollzogen. Schon ein Jahr später wurde ich in den Vorstand gewählt. Gegen
den Widerstand der Alten konnte ich mit Hans Rosenzweig zusammen die Idee
einer festen Industriemesse in Frankfurt in die Tat umsetzen. Mein Start als
Vorsitzender war dann sehr stürmisch. Im Mai 1981 war ich gewählt worden und
im Juni kam schon die erste Schlammschlacht schlacht in den Medien auf uns
zugerollt. Damals begann die heftige Diskussion um die sogenannten Killer
Automaten, die schließlich 1985 in der Neufassung des Jugendschutzgesetzes
ihren Niederschlag fand. Wir mußten damals für unsere Branche völlig neue
Erfahrungen machen. In Sachen Öffentlichkeitsarbeit und Krisen-PR waren wir
ziemliche Neulinge. Wir mußten in kürzester Zeit rasend schnell lernen. Dabei
entstand übrigens die ASK, unsere Freiwillige Selbstkontrolle. AUTOMATEN
MARKT: Das war ja auch wohl bitter nötig, denn kurze Zeit später kam ja dann
schon die nächste Herausforderung mit der These von der angeblichen
Spielsucht. Gauselmann:
Als im Jahre 1983 die Medien die Spielsuchtthese so reißerisch aufgegriffen
haben, war vielen in der Branche überhaupt nicht klar, daß diese Behauptung
eine existentielle Bedrohung für die ganze Branche hätte sein können. Denn
wäre die Behauptung, daß der Automat süchtig macht, so im Raum geblieben,
dann wäre dies weitgehend das Aus für unsere Branche gewesen. Inzwischen
wissen wir, daß die Medien damals die Anfängerarbeit eines jungen zornigen
Mannes überbewertet und für die eigene Sensationsmache ausgeschlachtet
haben. Wir haben es inzwischen vielfach bestätigt bekommen, daß die
wissenschaftlich bewiesene Wahrheit woanders liegt. Wir wissen, daß es eine
geringe Anzahl von Menschen gibt, die unsere Spiele in pathologischer Weise
mißbrauchen. Neben den pathologischen Spielern gibt es noch die, die
kurzzeitig das Spielen übertreiben. Solche Menschen treffen wir in vielen
Lebensbereichen, die einem besonders viel Spaß machen. Übertreibung ist oft
leichtsinnig, aber keinesfalls krank. AUTOMATEN
MARKT: Hat Sie diese Diskussion um die sogenannte Spielsucht nur als
Unternehmer oder auch persönlich als geistiger Vater vieler Spiele berührt? Gauselmann:
Die Spielsuchtthese war für mich ganz persönlich ein Hammerschlag vor den
Kopf. Sollte ich etwa der Erfinder und Hersteller eines Suchtmittels sein?
Das hat mich zutiefst schockiert. Dies wollte ich keinesfalls sein. Bei
meiner langjährigen Erfahrung als Aufsteller und auch als begeisterter
Spieler von Kindheit an konnte ich mir das einfach nicht vorstellen. Diese
ungläubig kritische Haltung gegenüber der Spielsuchtthese hat dann dazu
geführt, daß wir mit viel Kraft und Aufwand nach der Wahrheit gesucht haben.
Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, daß wir wirklich alle unsere Kräfte
mobilisiert haben, um die aus der leichtfertigen Mediendiskussion
entstandenen Vorurteile gegenüber unserer Branche nach und nach
richtigzustellen. AUTOMATEN
MARKT: Wie macht man so etwas als Vorsitzender eines Industrieverbandes? Gausehnann:
Natürlich dadurch, daß man sich selber in das Feuer begibt. Aber auch - und
das ist von ganz entscheidender Bedeutung -, daß man wirkungsvolle personelle
und organisatorische Strukturen schafft oder die Entwicklung dieser Strukturen
fördert. Wir haben die Repräsentanz des VDAI in Bonn zu einer anerkannten
Verbandszentrale mit hochqualifizierten Mitarbeitern ausgebaut. Wir haben
die IMS gegründet, die ich als eine unserer Visitenkarten im politischen Bonn
bezeichnen möchte. Die ZOA -jetzt als BA auftretend - hat sich in einer
respektablen Weise in Bonn etabliert. Und schließlich zeigt das Forum Junger
Automatenunternehmer, daß unsere Branche auch in ihren Strukturen
innovationsfähig und zukunftsorientiert ist. AUTOMATEN
MARKT: Allein mit der Schaffung von Strukturen ist es aber wohl nicht getan. Gauselmann:
Natürlich nicht. Diese Strukturen waren aber die Voraussetzung dafür, daß
wir das einzig Richtige zur Sicherung unserer Entwicklungsmöglichkeiten tun
konnten. Das einzig Richtige war und ist, mit Tatsachen und Fakten und mit großer
Überzeugungskraft offensiven Kontakt zu allen zu pflegen, die die Rahmenbedingungen
für unsere Branche mitgestalten. Ich meine damit viele Politiker, Parteien,
Ministerien, Länderverwaltungen bis hin zu Kommunalparlamenten und
Kommunalverwaltungen. Und nicht zuletzt meine ich damit auch die
Auseinandersetzung mit Dachorganisationen aus den verschiedensten Bereichen
außerhalb der eigenen Branche und die Information der breiten
Öffentlichkeit. AUTOMATEN
MARKT: Wenn wir Sie jetzt fragen, ob dieser Weg erfolgreich war, werden Sie
sicher nicht nein sagen. Gauselmann:
Warum sollte ich auch! Soll ich unseren Erfolg etwa verleugnen? Unsere
Branche ist zwar immer noch von vielen angefeindet, aber ihr Existenzrecht ist
anerkannt und die Weichen für eine wirtschaftlich vernünftige Entwicklung
sind gestellt. AUTOMATEN
MARKT: Räumen Sie in dieser Rückschau auch Fehler ein? Gauselmann:
Ehrlicherweise muß man eingestehen, daß wir auch viele Fehler gemacht haben,
die in Auseinandersetzungen mit völlig ungewohnten Situationen nicht
untypisch sind. Heute wissen wir, daß es unserer eigenen Sache schadet, wenn
wir uns mit unqualifizierten Kritikern und mit wenig differenzierten
Argumenten auseinandersetzen. Wenn wir ernsthaft auf Scharlatane eingehen,
werten wir sie ungerechtfertigt auf. Erst sehr spät haben wir die
Selbstreinigung unserer Branche in bezug auf schwarze Schafe mit dem nötigen
Nachdruck in Angriff genommen. Und schließlich müssen wir uns als Verbände
auch noch an die eigene Brust schlagen. Es ist uns nur sehr langsam und bis
heute auch nur teilweise gelungen, unseren eigenen Verkrustungen auf der
Länderebene entgegenzuwirken. Volle Kooperation statt Kirchturmpolitik muß
hier in Zukunft das Motto des Erfolges sein. AUTOMATEN
MARKT:: Wo Sie schon gerade beim Erfolg sind. Worin sehen Sie die größten
Erfolge des VDAI und somit auch Ihre größten persönlichen Erfolge in der
Führung dieses Branchenverbandes? Gausehnann:
Obwohl ich darauf sehr stolz bin, will ich hier kein Eigenlob verbreiten.
Ich lasse es lieber bei den Fakten. Nur einige wichtige seien hier genannt:
Die Weichenstellung für die moderne Spielstätte im Rechtsstreit vor dem
Bundesverwaltungsgericht im Jahre 1984, in dem die Zulässigkeit von mehreren
Spielhallen nebeneinander bestätigt wurde. Zu nennen sind in diesem
Zusammenhang die Impulse, die wir für die Neugestaltung der rechtlichen
Rahmenbedingungen in der Spielverordnung von 1985 geben konnten.
Hervorzuheben sind auch die Freiwilligen Selbstbe. schränkenden
Vereinbarungen im Jahre 1989, die uns ein gutes Stück auf dem Weg zur
gesellschaftlichen Akzeptanz weitergebracht haben. Unzweifelhaft der größte
Erfolg war jedoch 1993 der endgültige Sieg im 17-Fronten-Krieg um das 40
Pfennig Spiel. Nicht nur auf Bundesebene, sondern besonders auch in sechzehn
Ländern mußte eine breite effektive Überzeugungsarbeit für die Notwendgkeit
der materiellen Anpassung geleistet werden. Dieser Erfolg steht für sich.
Punkt AUTOMATEN
MARKT: Da könnten Sie sich nach dreizehn Jahren doch eigentlich auf den
erworbenen Lorbeeren ausruhen. Oder? Gauselmann:
Das wäre nicht schlecht. Aber es geht nicht. Ohne Verschnaufpause sind wir
schon wieder voll gefordert. Ich nenne nur die Themen, sie heißen Vergnügungssteuer
und Sperrzeiten für Spielstätten. Die Bewältigung dieser Probleme wird uns
noch mehr gemeinsame Kraftanstrengung bis hin auf die Ebene der Gemeinden
abverlangen. Hier werden wir als Verbände und mit uns auch unsere Mitglieder
beweisen müssen, ob wir zur Kooperation bereit sind. Auf keinen Fall ist ein
so zentrales Thema im Alleingang von einem AufstellerLandesverband zu lösen.
Bei Einzelkämpfen auf der Länderebene werden wir nur allzu leicht
auseinanderdividiert. Vielmehr brauchen wir die Koordination und
Kooperation aller Kräfte. Wie dringend dies erforderlich ist, zeigt das
jüngste Beispiel aus Berlin. In der BZ war zu lesen, daß ein
Vorstandsmitglied dem Berliner Finanzsenator Pieroth Beifall spendet, weil
dieser die Vergnügungssteuer für die als Killer-Automaten diffamierten
Unterhaltungsspielgeräte drastisch erhöhen will. Derartige Eskapaden sind
absolut schädlich und dürfen sich in der Zukunft keinesfalls wiederholen.
Eine völlig kurzsichtige Milchmädchenrechnung ist es auch, wenn gelegentlich
Verbandsmitglieder eine Erhöhung der Vergnügungssteuer bei Geldspielgeräten
in Spielstätten befürworten, wenn nur die Geräte in Gaststätten verschont
bleiben. Wir müssen uns immer wieder verdeutlichen, daß wir eine Branche
sind, wobei die Betonung auf eine liegt. Und wenn sich die leidige
Vergnügungssteuer schon nicht vermeiden läßt, dann ist zumindest anzustreben,
daß sie sich wie zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen an der Größenordnung
des jeweiligen Vergnügens, sprich an der Kasse orientiert und bezahlbar
bleibt. Die Vergnügungssteuer darf keinesfalls als Strafsteuer mißbraucht
werden. AUTOMATEN
MARKT: Wie sehen Sie vor diesem Hintergrund die Zukunft der Branche? Gausehnann:
Die Vergnügungssteuer ist zwar eine ernste Bedrohung. Aber ich bin fest
davon überzeugt, daß es uns bei geballter Kraftanstrengung gelingen wird,
auch in diesem Bereich der Vernunft zum Sieg zu verhelfen. Der Sieg wäre hier
eine Vergnügungssteuer in tragbarer Höhe. Die Zukunft der Branche bewerte
ich positiv. Denn die Spielfreude kann man weder abschaffen noch verbieten.
Die Freizeit wird zwar nicht mehr so rasant wachsen wie in der
Vergangenheit. Aber sie wird trotzdem auf einem sehr hohen Niveau bleiben.
Und trotz rezessiver Zwischenphasen werden die Bundesbürger wohlhabend
bleiben und viel frei verfügbare Zeit haben. Wenn es uns bei diesen guten
Voraussetzungen gelingt, attraktive Spiele zu entwickeln und anzubieten,
gibt es eigentlich keinen Hinderungsgrund für eine erfolgreiche Zukunft. AUTOMATEN
MARKT: Haben Sie in Ihrem dreizehnten Jahr als VDAIVorsitzender, das Sie ja
selbst als ein eher positives Jahr bezeichnen, einen Wunsch für die Zukunft
der Branche? Oder sind Sie wunschlos glücklich? Gauselmann:
Glücklich schon, aber nicht wunschlos. Mein ganz zentraler Wunsch ist, daß
unsere Branche gesellschaftlich vorurteilslos als das akzeptiert wird, was
sie faktisch ist: eine Dienstleistungsbranche, die Angebote zur Befriedigung
ganz normaler und gesunder Spielfreude schafft. Eigentlich müßte dieser
Wunsch ganz einfach zu realisieren sein: Die Fakten müssen in die Köpfe der
Menschen. AUTOMATEN
MARKT: Sie werden in diesem Jahr sechzig Jahre alt, Herr Gauselmann. Da haben
Sie schon einen Anspruch auf die zahlreichen Seniorenermäßigungen, bei der
Deutschen Bundesbahn zum Beispiel. Denken Sie da auch schon mal daran, sich
auf das sogenannte Altenteil zurückzuziehen? Gauselnann:
Ganz ehrlich: Die Arbeit und alles, was damit zusammenhängt, ist mein Hobby.
Und wer gibt schon gern ein geliebtes Hobby auf! Aber auch wenn das Hobby
noch so schön ist, man muß ja nicht immer mit 150prozentigem Einsatz dabeisein.
80 Prozent reichen ja auch, zumal wenn viele junge Leute in der Branche mehr
und mehr aktiv und engagiert mitarbeiten. |
Vergnügungssteuer
Die Gemeinden und Städte halten die Hand auf, auch wenn ein Gerät gar nicht bespielt wird. Diese sogenannte Vergnügungssteuer wird fleißig erhöht. Die Aufsteller stöhnen, manche Aufstellplätze lohnen nicht mehr. Mit einer sarkastisch lustigen Reihe von Karikaturen macht die Industrie auf ihre Nöte aufmerksam:












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Darum darf es keine neue Sondersteuer für Spielautomaten
geben Die permanente steuerliche Mehrbelastung hat eine Senkung
der Auszahlquoten mit sich gebracht. Das Gebot der Wirtschaftlichkeit hat es
so erfordert. Doch die Katze beißt sich in den Schwanz. Dem Spieler geht
Spielfreude verloren, und sei diese nur in Zeit gemessen. Die Auswirkungen
sind bekannt. Das Spielgastinteresse geht zurück. Damit die Umsätze mit
Geldspielgeräten in Spiel- und Gaststätten. Die Industrie mußte ihre
Produktion reduzieren. Arbeitsplätze wurden abgebaut. Spektakuläre Konkurse
in der Branche runden das trübe Bild ab. Zur Wiederankurbelung werden dringend neue Freiräume
benötigt. Den Spielemachern muß es wieder möglich gemacht werden, die Geräte
mit Faszination anzureichern. Hier wird aufgezeigt, wieviel Spielspaß ein Gast für 100
Mark im Verhältnis zu verschiedenen Auszahlquoten bekommt, wenn er alles
gewonnene Geld wieder neu einsetzt. Den Angaben liegt eine Berechnung
zugrunde, die Karl-Heinz Kaiser, Automatenkaufmann aus Dörfles-Esbach,
aufgestellt hat.
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Neue Automaten des Jahres 1994
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1993 wurde nach langem politischem Tauziehen das 40Pf Spiel eingeführt.
Trotzdem erschienen 1994 noch 30Pf und gemischte 30Pf/40 Pf Geräte. Die Attraktivität
aller neuen Geräte war wegen der seit 1991 auf den Spieler abgewälzten
Mehrwertsteuer weiterhin gering. Einige Hersteller, insbesondere Bally Wulff,
versuchten dem mit originellen Spielfeatures und neuen Umlaufkörpern
entgegenzuwirken. Siehe ausführlichen Bericht der neuen Bally Wulff Geräte
weiter unten. Die „gefühlte“ und reale Auszahlquote blieb trotzdem gering, die
Spieler skeptisch, und die Absatzzahlen der Industrie gering.
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Gerät |
Hersteller |
Foto |
Kommentar |
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Ballys
Würfel |
Bally-Wulff |
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Die
Sensation des Jahres und der verheißungsvolle Start einer Serie ganz
andersartiger Geldspielgeräte. Dachte man. Leider zu unrecht. Bis auf die
phantastische Technik der drei Würfel bot das Gerät nur Hausmannskost und ein
eher langweiliges Spielsystem, was trotz der Optik nur einen Achtungserfolg
zuließ. Es erschien anschließend lediglich ein weiteres Würfelgerät, der Super Dice. Trotzdem
ein sehr sammelwürdiges Gerät, das hohe Preise bei ebay erzielt. |
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Bube-Dame-König |
Mega
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Bis auf die
schöne Optik mit den drei Spielkarten ein simples Winner-ähnliches
Spielsystem. |
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Cross |
Stella |
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Werbetext: Als
Schwestergerät des Power bietet die Stella jetzt ein bei adp gefertigtes Walzengerät
namens Cross an. Vier Power-Jackpots und insgesamt elf Wege zur 100er Serie
sollen für Spielanreiz sorgen und versprechen hohe Gewinne. Allein in den
vier Jackpots verbergen sich sechs Wege zur großen Serie, das heißt zu 100
Sonderoder Jumbo-Spielen. Bei letzteren winken bei Gewinnkombinationen
jeweils vier Mark. Durch taktisches Spielen kann die vorzeitige Auslösung des
Powerpots verzögert werden - dann geht es ab in die 100er. Modifiziert wurde
beim Cross die Startautomatik, die jetzt nicht nur aus und ein, sondern in
zwei Stufen geschaltet werden kann. Automatik 1 bedeutet, daß die linke
Walze außer bei Doppel-Merkur oder Merkur einmal nachgestartet wird,
Automatik 2 bewirkt, daß die linke Walze außer bei Doppel-Merkur nachgestartet
wird. Ein weiteres Feature ist, daß bei zehn oder zwölf Sonderspielen aktiv
ins Geschehen eingegriffen werden kann: Hier kann der Gast Sonder- in
Jumbo-Spiele verwandeln. |
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Disc
Bonus |
ADP |
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Der xte Aufguss
der Disk-Serie mit einem besonderem Spielfeature, dem Jackpot. Dieser war als
Zusatzgerät aufgebaut. Was in einigen Spielhallen Platzprobleme machte. Der Jackpot fungierte
als Spielerbindung, indem Sonderspielgewinne nicht angenommen, sondern
gesammelt wurden. Sobald ein oben nicht erleuchtetes Feld in der Risikoleiter
erreicht war, konnte der Spieler es im Jackpot beleuchten und damit sammeln. Die gesammelten
Gewinne konnten vom Spieler jederzeit mit der oberen roten Taste angenommen
werden. Hatte man vom
Start beginnend mindestens zwei Lichter am Stück erleuchtet, gab es einen
progressiv steigenden Zuschlag: 2+3 = 7 (+2) 2+3+5 = 13 (+3) 2+3+5+6 = 20
(+4) 2+3+5+6+10 = 33
(+7) 2+3+5+6+10+12 =
50 (+12) 2+3+5+6+10+12+20
= 75 (+17) 2+3+5+6+10+12+20+25
= 100 (+17) |
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Double |
Mega |
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Besonderheit des
Gerätes waren zwei Läufe pro Spiel. Der zweite Lauf wurde nur gestartet, wenn
im ersten nicht gewonnen wurde. Dies führte
zu einem gefühlt hektischem Spielverlauf (man war damals gemächliche 15
Sekunden gewohnt), doch subjektiv zu höheren Gewinnchancen. Was natürlich
nicht stimmte. |
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Double
Chance |
Bergmann |
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Der
Name war Programm. Bei 2 Kronen auf den äußeren Scheiben und Nicht-Krone in
der Mitte startete die mittlere Scheibe einmal nach. Was dadurch erkauft
wurde, dass auf der rechten Scheibe nur zwei statt der Bergmann-typischen
drei Kronen sind. Also eine Mogelpackung. Ansonsten
nichts Neues aus dem Hause Bergmann, jedoch recht edle Optik mit dem
schwarzen Scheibenhintergrund. |
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Fifty.five |
Mega |
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Lichter in 5
Jackpots wurden durch bestimmte Sonnenkombinationen erleuchtet. War ein
Jackpot voll, drehten die Walzen auf die Kombination, auf die der Jackpot zeigte.
Auch dort wurde ein Licht erleuchtet, was wiederum zur Auslösung des Jackpots
führen konnte. So erreichte man manchmal mit einer kleinen Sonnenkombination
die mittlere Ausspielung mit mindestens 10 Sonderspielen. In dieser
Ausspielung waren u.a. zwei oder drei Actionspiele zu gewinnen, in denen je
gestreiftes Feld 50 Sonderspiele gewonnen werden konnten. Für Gauselmann
Geräte damals ein neuartiges Feature, das von Bergmann abgeschaut wurde. Walzenversion
des 1993 erschienenen Fifty400 |
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Fighter |
Bergmann |
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Das bei Spielern
wenig beliebte 40Pf/4DM Spiel trieb bei Bergmann seltsame Blüten. Der
ansonsten klassische Crown kassiert pro Spiel nur 30Pf Einsatz, zahlt jedoch
in Sonderspielen 4 DM aus! Erreicht wurde dies einfach durch eine Reduzierung
der Wahrscheinlichkeiten in der mittleren Ausspielung und wenig attraktiven
Risikoschritten, u.a. 3DM auf 3 Sonderspiele. Bei Bergmann gab es zuvor
Geräte, die von 3DM 5 Sonderspiele boten. Bergmann musste
sich einige Vorwürfe der Konkurrenz gefallen lassen, dass sie die
Spielverordnung missachteten (10facher Gewinn pro Spiel zum Einsatz).
Bergmann erwiderte, dass das Gerät von der PTB zugelassen sei. Siehe Interview mit
Tjark Bergmann weiter unten. |
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Fortuna
Limit |
Fortuna |
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Innovatives Gerät von Bernd Fischer mit grossen Gewinnchancen in der mittleren Ausspielung. Viele Details zu diesem Gerät und noch vieles mehr lest Ihr in der Fortuna-Story. |
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Fruit
Runner |
Playmont |
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Außergewöhnliches
Gerät, das einige Achtungserfolge in der Aufstellung feiern konnte. Vor allem
im Großraum Hannover war das Gerät durchaus gut verbreitet. Das Gerät hatte einen
einzigen Geldgewinn auf den Scheiben (4 DM), ansonsten nur Fruchtsymbole und
Siebenen und erinnert damit an aktuelle „Früchtebomber“. Auch die rechte
Risikoleiter, die ausschließlich Punkte enthält, scheint ein Urvater dieser
Geräte zu sein. |
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Grand
Hand |
Stella |
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Siehe meine Gerätebeschreibung. |
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Hero |
Bally-Wulff |
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Obwohl eher ein
klassisches Bally Wulff Gerät, hat dieses doch recht großen Markterfolg
erzielt. Ob es an der frischen Optik lag oder an der attraktiveren großen
Ausspielung ? Die gelben
Supersonderspiele 40, 50 und 100 wurden auf einem Extrazähler angezeigt.
Erfolgreiches Risiko in diesen Spielen führte nur zu „normalen“
Sonderspielen. Werbespruch:
„Pro Minute einmal ins Risiko“ |
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Hot
Slot |
Bally-Wulff |
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Einige mutige
Spielfeatures und das für Bally Wulff sehr untypische 3-1-3 Ableseschema
machen dies Gerät zu einem der Highlights des Jahres. Drei mittlere
Jackpots füllen sich sehr rasch durch besondere Gewinnsymbole. Wenn sie voll
sind, schalten sie eine weitere –bis zu drei - Gewinnlinien dazu. Das
Ableseschema verändert sich dann von 3-1-3 zu 3-3-3. Dies ist mir
damals viel Spass gemacht. Erscheint eine 1
in der zusätzlichen Gewinnlinie, wird diese wieder abgeschaltet. |
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Jacky
150 |
NSM-Löwen |
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Werbetext:
Jacky 150 heißt ein neues Geldspielgeräte von NSM, das aus der Jacky Super-Familie
stammt. Es verfügt über zwei Jackpots und über Galaspiele zu erzielende 150er
Serien. Beginnend bei 40 beziehungsweise 48 Sonderspielen werden auf der
obersten Stufe jeweils 100 Galaspiele augewiesen. 7erKombinationen schalten
den linken und 7er-Kombinationen mit Joker den rechten Jackpot jeweils um
eine Stufe hoch. Ausgelöst werden die Jackpots durch zweimal Doppelsieben
außen und 1,60 beziehungsweise 1,20 auf der mittleren Walze. In Galaspielen
wird bei Jacky 150 kein Spieleinsatz abgebucht. Drei Galaspiele werden bei 30
Pf. oder 7 auf der mittleren Walze gegeben, bei Joker fallen zwei zusätzliche
Galaspiele an. Insgesamt bietet Jacky 150 viermal 100 Galaspiele an, das
bedeutet viermal die Chance auf 150 Sonderspiele durch Verlängerung. Alternativ
zu Jacky 150 kann der Aufsteller die Designvariante Jacky Professional
wählen. |
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Java |
NSM-Löwen |
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Uninteressanter
Jacky Nachfolger. Werbetext: Als Grundlage für die Einstellung der
Auszahlquote dienten beim Java, dem zweiten neuen Geldspielgerät von NSM,
Erfahrungen und Wünsche von Aufstellern. Das versprochene Ergebnis: gute
Kassen und zeitgleich hohe Akzeptanz beim Spielgast. Der besondere
Gewinnanreiz liegt bei diesem Walzengerät in einem neuen Zwei-WegeJackpot
mit viermal 100 Sonder-/Supersonderspielen als oberste Stufe. Die Serienkombinationen
mit dreimal „7" und „7 - Joker - 7" bringen drei beziehungsweise
zwei Sonderspiele und schalten den jeweiligen Jackpot hoch. Beim VierMark-Gewinn
im Sonderspiel werden 3,20 Mark für drei Sonderspiele zum Risiko angeboten,
80 Pfennig bleiben für das Nach-Risiko im Topf. Weitere Features: die
Jackpotschaukel, bei der nach Auslösung des einen Jackpots der andere automatisch
auf 100 geht. Der Höchstgewinn von jeweils 100 Sonder- oder Supersonderspielen
wird durch das Auslösen der obersten Jackpotstufe erreicht oder aber durch
die Kombinationen dreimal „7" plus Joker, viermal „7", viermal
„7" plus Joker und fünfmal „7". |
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Jumbo
Jumbo |
Stella |
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Xter
Multi-Nachfolger mit 4 DM Gewinn. |
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Lambada |
NSM-Löwen |
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Eine der
zahlreichen Take 7 Nachfolgegeräte als 40Pf Version. |
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Maya |
Ariston |
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„Von Aufstellern für Aufsteller“ war kein
leerer Spruch, denn Ariston betreibt selbst Spielhallen. Der Ariston Maya, von Bergmann produziert, ist
wirklich etwas Außergewöhnliches. Nicht nur, dass er vom Spieler wahlweise 30
oder 40 Pf Einsatz nimmt (immer mit 4 DM Höchstgewinn in Serien), sondern er
hat auch die “tiefste“ Ausspielung, die je gebaut wurde. Bereits beim
erfolgreichen Riskieren von 1,20 oder 1,60 DM startet eine Ausspielung bis 50
Supersonderspiele. Diese wird doppelt
so häufig wie an anderen Geräten erreicht, was viel Spaß bringt. Lustige Sonnen- und Planetensymbole und
eine ungewöhnliche Anordnung der Risikoleitern machen das Gerät auch optisch
zu etwas Besonderem. Der Höchstgewinn kann mit Sonne – Joker – Sonne erreicht
werden, welches eine Ausspielung im rechten Ausspieltableau mit 10, 12, 20
oder 100 Sonderspielen, 25 Mayaspielen oder 3 Superspielen ergibt. Letztere
werden im rechten oberen 3er-Display abgespielt, die Gewinnchancen sind mir
nicht mehr bekannt. |
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Monopoly |
Bally-Wulff |
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Das absolute Highlight
des Jahres. Mit großer Innovationskraft wurde das bekannte Brettspiel als
Geldspielgerät umgesetzt. Das attraktive Äußere, besonders mit dem Aufsatz,
macht dieses Gerät zu einem der teuersten Sammlerobjekte und übersteigt im
Wert schon manches Gerät aus den frühen Fünfziger Jahren. Jeder Monopoly
Schriftzug auf den Walzen gibt 10 Punkte, und bei 990 startet das Monopoly
Spiel. Ebenso darf ein im Risiko oder in Serienspielen erreichter 4 DM Betrag
gegen das Monopoly Spiel eingetauscht werden. Unterschied beider
Startereignisse ist der Höchstgewinn (100+50 bzw. 50 Sonderspiele). Erstaunlich
häufig darf das Monopoly Spiel gespielt werden, was neben der
außergewöhnlichen Optik zu einem spaßigen Spielverlauf führt. Dabei darf man
darüber hinwegsehen, dass das Monopolyspiel eigentlich nur mit den Feldern
Parkstrasse und Schlossalle irgendeinen Wert hat. Bis dahin gewinnt man
höchstens 3 Sonderspiele, also nicht mehr als den Spieleinsatz von 4 DM. Ich
glaube nicht, dass jemals ein Spieler das Monopolyspiel auf der Elisenstrasse
beendet hat und dort (ich glaube) 60 Pf annahm. Erreicht man
wieder das Startfeld, muss ein Pasch gewürfelt werden, um von vorne beginnen
zu dürfen. Das ist eher ärgerlich, da es keinen Vorteil in der zweiten Runde
gibt. Es fehlt meines Erachtens ein Feature, bei dem bei Erreichen aller
Strassen eines Strassenzuges (z.B. Bad- und Turmstrasse) ein besonderer
Gewinn gegeben wird (vgl. Kreuzfahrt
von 95) Mangels Platz
für Risikoleitern findet das Risiko auf dem alphanumerischen Display statt.
Dort wird der erreichte und der mögliche Gewinn angezeigt. Der Spieler wählt
zum Risiko den Bereich 2-6 oder 8-12. Die beiden quer drehenden kleinen
Walzen darüber spielen dann den Risikoerfolg aus. 7 ist -glaube ich- eine
Risikowiederholung. Die Ereignis-
und Gemeinschaftsfelder werden in den beiden 6er-Textboxen unterhalb der
Würfel ausgespielt. Leider mit höchsten Wahrscheinlichkeiten für Spielende
(Gefängnis, Bankrott usw.) Trotz allen
Vorteilen war der Monopoly nicht der erwartete wirtschaftliche Erfolg für
Bally Wulff. Die Innovationskraft des Jahres 1994 mit dem Monopoly, dem
Würfel und dem Rasant blieb dabei leider auf der Strecke. In den Folgejahren
baute man wieder King-Verschnitte… |
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Master |
Stella |
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Die Antwort der Gauselmann-Gruppe
auf den Ballys Würfel. Erstmals und nicht wieder verwendete man Würfelsymbole
auf den Spielwalzen. Ich habe das Gerät nie selbst gespielt und kann nichts
über den Spassfaktor sagen. |
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Mystery |
ADP |
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Disc-Nachfolger
mit einer „Mystery“ Serie, wenn im mittleren Tableau 2 oder 3 ausgespielt
wurde. Ich kann mich nicht mehr an die Details erinnern, nehme aber an, dass
eine Serie beginnt, die so lange läuft, bis ein bestimmtes Feld auf der
mittleren Scheibe die Serie beendet. Dieses Feature wurde im Mystic von 1996
auf bis zu 11 Spiele erweitert.
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Pharao |
NSM-Löwen |
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Ein Safari40 in anderem Gewand |
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Power |
Adp |
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Der
Power wurde von adp nicht sonderlich intensiv beworben, man traute ihm den
grossen Erfolg, der sich einstellte, wohl nicht zu. Eigentlich ein simples Gerät
mit Jacky-ähnlichen Jackpot und seitlichen Leitern. Die Jackpotgewinne gab es
vir 4 Sonnen außen und eins von vier Sonderfeldern. Die Mathematik war aber
so gut ausgetüftelt, dass die Jackpots recht häufig fielen und durch die
attraktiven Leitern (mindestens 10 Sonderspiele, Multispiele) lukrativ waren. |
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Power
Take |
Panther |
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Take 7 mit 4 DM
Einsatz und tuntiger Farbwahl |
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Rasant |
Bally-Wulff |
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Fast
revolutionärer Spielautomat, der seiner Zeit weit voraus war. Was
unterscheidet dieses Gerät von den ganz aktuellen Punktekisten aus der
Gauselmann-Produktion ? Nicht viel! ·
Einsatzwahl mit der Folge von 1-4 Läufen pro Spiel ·
Minimal 3 Sekundenspiel. ·
3x3 Früchte (allerdings nur mit 3 statt 5 Gewinnlinien) ·
Direkter Gewinn des Hauptgewinnes abhängig vom Einsatz. Bei dreimal
Bally gibt es 30, 70 oder 100 Sonderspiele) ·
Früchtegewinnplan abhängig vom Einsatz ·
Sehr häufige Kleingewinne, teilweise nur ein Viertel des Einsatzes. Was fehlt, sind
die Darstellung der Gewinne als Punkte statt als Geld oder Sonderspiele. Die beiden
Punktejackpots füllen sich mit dem Bally-Schriftzug, abhängig vom Einsatz und
seiner Position in den Gewinnfeldern. Bei 999 gibt es eine attraktive
Ausspielung in den äußeren Risikoleitern (in die übrigens bei erreichten 6,
12 oder 24 in der inneren Risikoleitern gewechselt werden kann, um die 50
Supersonderspiele zu erreichen). |
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Safari
40 |
NSM-Löwen |
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Ein
Jacky-Nachfolger im attraktiven Jukebox-ähnlichen Gehäuse, der zu einem
beachtlichen Erfolg wurde. |
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Samba |
NSMLöwen |
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Werbetext:
Rotierende Scheiben, ein „heißes" Spielsystem und eine gezielt
hochgesetzte Auszahlquote - so präsentiert sich das neue Geldspielgerät
Samba aus dem Hause NSM. Die höhere Auszahlquote bekommt der risikofreudige
Spielgast im neuen Spielfeature Extra-Risiko zu spüren. Bei Totalverlust im
Risiko und gleichzeitiger „7" im mittleren Fenster werden zusätzlich 40
Pfennig gewonnen, die erneut riskiert werden können. Im Sonderspielmodus
bedeutet dies maximal drei Risikoläufe: Risiko, Nach-Risiko und
Extra-Risiko. Für zusätzliche Spannung sorgt der bekannte Jackpot. Fünf
unterschiedliche Siebener-Kombinationen schalten die Jackpots hoch;
fünfmal „7" und in der Mitte 1,20 Mark oder 1,60 Mark lösen die Jackpots
aus. Bei sechsmal „7" werden 100 Gala-Spiele gewonnen, der sichere Weg
zu 150 Sonderspielen. Denn innerhalb der Gala-Spiele werden bei rotem Feld
und vier Mark zusätzlich drei Gala-Spiele direkt gewonnen. Da die Gala-Spiele
Freispiele sind, erhöht sich die Gewinnchance erheblich. Insgesamt gibt es
fünf Chancen auf den Supergewinn, außerdem können Sonderspiele in Supersonderspiele
mittels einer Umstiegsausspielung erzielt. |
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Smaragd |
Panther |
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Ausnahmsweise zitiere ich eine Beschreibung
von www.automatenmagazin.de. Ich hoffe,
Serge ist mir nicht böse. Die Beschreibung ist so gut gelungen, dass ich
nicht versuche, was Besseres zu schreiben: Du meine Güte. Was ist denn das für ein
hässliches Gerät? Für viel mehr als drei Farben hat es wohl nicht gereicht?
Du meine Güte. Und dann die Grafik. Du meine Güte. Ein Gerät mit öden,
hässlichen Farben und dann auch noch einfallsloser Grafik. Du meine Güte. Wer
will an so einem Gerät spielen? Okay, wir haben schon vom Mechanismus des
Sich-Frauen-Schönsaufens gehört, aber was, zum Teufel sollte einen Spieler
dazu bringen, an so einem Gerät zu spielen? Du meine Güte. Oje, oje. Du meine
Güte. Okay, bei unseren seltenen Spielhallen-Besuchen sehen wir etwa 90
Prozent Prols, denen unsere ästhetischen Einwände bestimmt egal sind. Okay,
okay. Es gibt angeblich sogar Leute, die sich die TV-Serie "Gute Zeiten,
schlechte Zeiten" ansehen. Okay, okay. Wer sich dieses Laienspieltheater
antut, spielt vielleicht auch an so einem Gerät. Okay, okay. Auch ein
Ballermann-Dauersäufer. Ja ja, so ist das. Es gibt auch Leute, die
Stoiber gut finden. Du meine Güte. So ist das. Naja, der eine hört Techno,
der andere die Chansons von Gainsbourg. Ja, ja. Der eine (der, der in der
Irrenanstalt sitzt) sieht sich einen Horrorfilm von Fulci an, der andere
einen von Bava. So ist das. Ja, ja, ja. Der eine findet Gysi intelligent, der
andere findet Effenberg prima (zugegeben: bei letztgenannter Bemerkung
übertreiben wir, und zwar maßlos - wir haben noch nie jemanden kennengelernt,
dem die saudummen Verbaler-Dünnschiss-Plattitüden dieses Großkotz-Heinis
gefallen). Du meine Güte. Die einen ergehen sich in Gleichnissen
(Gelegenheit, dass irgendwelche Korinthenkacker laut "Polemik!"
schreien), die anderen reden Tacheles. Okay - das machen wir jetzt auch:
DIESES GERÄT SIEHT EINFACH SCHEISSE AUS. Punktum. |
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Super
Disc |
ADP |
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Discnachfolger
mit einem einzigen neuen Feature. Bei 3DM-Sonne-3DM gibt es 6 Sonderspiele.
Eins der letzten 30Pf Geräte. Recht attraktiv mit schwarzen Scheiben und
Scheibenhintergrund. Dagegen wirkt der SUPER-Schriftzug übertrieben dominant. |
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Titan
400 |
Bally
Wulff |
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Bally
Wulff konnte auch im innovationsfreudigsten Jahr ihrer Geschichte (Monopoly,
Rasant, Würfel) noch klassische Geldspieler zum xten Male nachbauen.
Vielleicht trauten sie dem Markterfolg der Paradepferde nicht so recht, und
wollten noch eine Cash-Cows in der Hinterhand haben. Denn an solch 08/15
Kosten spielen die Spieler treu seit vielen Jahren. |
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Trumpf
AS |
ADP |
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Zweites
Bildschirmgerät nach dem Kreuz As. Der
mittlere Jackpot wird –glaube ich- bei Straight Flush bzw. 4 Assen
ausgelösten. Letzteres war durchaus attraktiv und einen Fünfer Versuch wert.
Er schien auch recht häufig ausgelöst zu werden, denn recht häufig war der
entsprechende Jackpot nicht auf dem Höchstwert erleuchtet. Als
Gegenleistung sank die Wahrscheinlichkeit, bei drei Assen 100 Sonderspiele zu
gewinnen, von 1% auf 1 Promille, was dem Gerät einiges an Anziehungskraft
nahm. |
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Vegas |
Mega |
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Mischung aus Winner und Jumbo Jumbo mit
Scheibenmaschine. Wegen erhöhter Auszahlquote von 66% nicht uninteressant. |
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Vulkan
(plus) |
Adp |
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Plus mit höherer
Auszahlquote (siehe Werbung unten) |
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Winner |
Nova |
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Die drei
mittleren Jackpots, die meist auf „100“ standen, waren anscheinend ein
starker Anreiz für die Spielgäste, denn das Gerät wurde in großer Zahl
verkauft. Erstmals winkte nicht nur bei einer Kombination der Höchstgewinn
von 100 Sonderspielen (vgl. Komet), sondern bei deren drei. Da die Walzen
noch nicht ungleich verteilt waren, hatte man beim Vollbild außen wirklich
eine gute Chance auf den Höchstgewinn (3:21). Durch den großen
Anteil der Höchstgewinne auf die gesamte Ausschüttung waren alle anderen
Gewinne stark beschnitten und man konnte außer durch Risiko nichts Wertvolles
gewinnen. Die Werbung
richtet sich direkt an die Lateiner unter uns: „Verba Docent
Exempla Trahunt“. Was das heisst ?
Dann belehre ich Euch mal: Worte belehren,
Beispiele reißen mit“. Was das mit
einem Geldspieler zu tun hat ? Keine Ahnung. |
Zu folgenden Neuerscheinungen des Jahres 94 haben wir leider keine Fotos in der Galerie. Folgende sind aus Werbeanzeigen. Wenn Ihr Fotos liefern könnt, immer her damit !
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Happy Joker |
Bergmann |
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Werbespruch:
Das Unternehmen Bergmann Automaten in Rellingen bringt mit Happy Joker ein Geldspielgerät
der neuen Generation Top-Line auf den Markt. In einer Pressemitteilung
weist der Hersteller besonders auf die erhöhte Auszahlquote von 63 Prozent
hin. Damit werde der allgemeine Wunsch der Aufstellerschaft nach angemessen
erhöhter Auszahlquote berücksichtigt, die nach allgemeiner Erfahrung die
erforderliche Spielfreudigkeit gewährleiste, heißt es dazu aus dem Hause
Bergmann. Zum Spielinhalt: Der Joker hat Kombinationsfunktion wie Krone.
Die Zahl der Ausspielungen und Gewinne wird damit verdoppelt oder angehoben.
Zusätzlich wird die Anzahl der Gewinne durch ein 20 Pf-Symbol auf der
mittleren Zahlenscheibe angehoben. |
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Maya
II |
Ariston |
Kein Foto vorhanden |
Werbespruch „Mit erhöhter Auszahlung“ |
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Riva |
Bergmann |
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Klassisches Gerät von Bergmann ohne
besondere Neuerungen. Werbespruch „Auf die Plätze, fertig, los“.
Wie originell. |
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Tornado |
NSM-Löwen |
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Und gleich noch mal eine Beschreibung aus
dem Automatenmagazin, das für das Jahr 94 zur Grossform auflief: Mal davon abgesehen, dass man demjenigen, der
hier das Standby-Lichtspiel programmiert hat, bei Gauselmann vielleicht schon
in der Probezeit ans Freie befördert hätte, sind auf der Frontscheibe, deren
geschmacklose Farbgebung den Betrachter an der ästhetischen
Zurechnungsfähigkeit des dafür Verantwortlichen zweifeln lässt (die Optik
erinnert an Panthers häßlichen Take Off), unsinnige
Angaben enthalten: Bei den „100 plus X Serien“ (so nennen wir mal hier jene
Serieneinläufe, bei denen es zu gewonnenen 100 Sonderspielen bei einem Gewinn
im nächsten Spiel zwischen 20 und 50 Spiele zusätzlich gibt) werden nur die
zusätzlichen 50er-Serien als „Super-Sonderspiele“ aufgeführt, alle kleineren
Zusatz-Serien jedoch nicht. Da jedoch die entsprechenden 100er-Serien bereits
Supersonderspiele sind, werden auch die kleineren Zusatzserien (zwischen 20
und 48 Sonderspielen) als Supersonderspiele gewertet. Dieses „Tiefstapeln“ im
Gewinnplan kann wohl nur unter psychologischen Aspekten (100 + 50
Supersonderspiele sollte als Hauptgewinn herausgestellt werden, obwohl 100
Supersonderspiele + 48 Sonderspiele auch 148 Supersonderspiele sind, also
praktisch gleichwertig) oder unter graphischen Gesichtspunkten (die
Doppel-Supersonderspiel-Gewinne zentriert angeordnet, die anderen Gewinne
dieser Art seitlich angeordnet und nicht als solche gekennzeichnet) gewertet
werden. Ein anderer interessanter Punkt sind die
vielen Sondersymbole auf der mittleren Walze: Neben den obligatorischen
Symbolen, nämlich dem Joker und der „7“, gibt es hier noch fünf weitere:
„Herz“, „Karo“, „Kreuz“, „Pik“ und „Trumpf“. Dieses generöse
Vorhandensein von Sondersymbolen wurde durch ein Neuentwurf der Walzen
kompensiert: Hatten die Rotoren früher 24 Stopppositionen, so wurden die
Beträge und Symbole hier kleiner gedruckt, so daß man (obwohl die Walzen die
selbe Größe wie früher haben) 32 Stop-Postionen unterbrachte. Siehe Werbung unten |
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Tropica |
NSM-Löwen |
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Werbespruch: „Leute hört, das gab’s noch
nie, Psycho-Jackpot mit Strategie“ Zwar kann die rechte Walze kann nachgestartet
werden, doch was das mit Strategie zu tun haben soll, ist mir ein Rätsel. Man
spielt einfach auf die Doppel-7, das kann jeder selbst im Vollsuff. Auch der
Name „Psycho-Jackpot“ klingt mir merkwürdig im Ohr. „Psycho“ ist für mich ein
Schimpfwort für einen sehr gestörten Menschen. Abgesehen davon gefällt das Gerät mit
angenehmer Farbwahl. Nur der Kussmund als O finde ich unangebracht. |
Automatenwerbung und Werbetexte
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Werbetext: Mit einem neuen Geldspielgerät
kommt die Ariston Apparatebau GmbH in Velbert auf den Markt. Das Gerät heißt
Maya und bietet eine auffällige Besonderheit. Je nach Risikofreude des Spielgastes
kann er mit 30 oder 40 Pfennig Einsatz spielen, wobei jeder Gewinn in Serienspielen
vier Mark beträgt. Der Maya ist mit drei Scheiben und vier Gewinnlinien
ausgestattet und bietet Serienkombinationen von zwei bis 100 Sonderspielen beziehungsweise
per Risikio auch 50 Maya-Spiele. In der Serie können alle Sonder- in Mayaspiele
umgewandelt werden. Start- und Risikoautomatik sind ebenso vorhanden wie eine
Teilgewinnübernahme ab sechs Serienspielen und eine Schnittstelle für Drukker
nach VDAI-Standard. Die Entwicklung des Gerätes stammt aus Velbert, produziert
werden die Geräte bei Bergmann. Dadurch soll eine möglichst problemlose
Großserienfertigung erreicht werden, bei der im Notfall auf
Bergmann-Ersatzteile zurückgegriffen werden kann. |
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Eine mehrjährige Entwicklungs-
und Testzeit, so Bally Wulff in Berlin, sind der Präsentation des
Geldspielgerätes Bally 's Würfel vorausgegangen. Herausgekommen ist dabei
das erste Gerät, bei dem sich auf zwei unterschiedlichen Achsen drei Würfel
als Gewinnsymbolträger bewegen. Das Spielsystem ist an typische Thekenspiele
angelehnt und damit leicht verständlich. Sonder- und Multispiele werden
über separate Punktezähler erreicht, die als Jackpots fungieren. Entsprechend
kann der Spielgast über eine Turbo- oder eine große Ausspielung an den
Höchstgewinn der 100 beziehungsweise 150 Multispiele gelangen.
Vorschußlorbeeren erhielt Bally's Würfel während der IMA bereits durch die
Wahl auf Platz 3 bei der DAGV Umfrage.
Das neue Geldspielgerät der
Limburger Mega Spielgeräte GmbH heißt Bube-Dame-König und ist im Prinzip,
so ist aus Limburg zu hören, ein Wunschgerät für viele Unternehmer. Diese
hatten die Weiterentwicklung der derzeit meistbespielten Jackpots für ein
Scheibengerät gefordert. Bube-Dame-König ist ein Vier-Scheiben-Gerät, in dem
bewährte Spielfeatures mit neuen Elementen kombiniert wurden. Bekannt ist
bereits die Gewinndynamik mit dem Höchstgewinn von 100 Sonderspielen und
der Chance auf 50 Mega-Spiele im nachfolgenden Spiel sowie den 45
beziehungsweise 50 MegaSpielen im Risiko. Neu ist beispielsweise eine
selektive Startautomatik, die es erlaubt, ganz gezielt und strategisch auf
die drei Jackpots einzuwirken.
Als „kleine private Hausbank mit einer astronomischen Verzinsung von fast 50 Prozent" bezeichnet die Gauselmann-Gruppe ihren neuen Scheiben-Geldspielautomaten Disc Bonus. Der gravierende Unterschied zum bekannten Disc besteht in einem Bonus-Aufsatz, mit dem der Spielgast seine Serien mit Geschick und Taktik nach oben treiben kann. Werden zwei, drei oder fünf Sonderspiele auf dem Bonus-Zähler abgespeichert, gibt es drei Sonderspiele als Bonus, so daß insgesamt 13 Sonderspiele auf dem Sonderspielezähler registriert werden. Die Krönung: Wenn alle 83 unteren Felder des Bonus-Zählers gefüllt sind, gibt es mindestens 17 Sonderspiele zusätzlich. Wenn im nächsten Spiel eine Gewinnlinie einläuft, sogar weitere 20, also insgesamt 37 zusätzliche Sonderspiele. Insgesamt stehen dann 120 Sonderspiele zur Verfügung. Als zusätzliches Extra wirft der Disc Bonus in Sonderspielen volle vier Mark, in Jumbo-Spielen ebenfalls plus zusätzliche Freispiele.
Der Disc Jackpot aus dem Hause adp-Gauselmann soll, laut Hersteller, die Neuauflage vom Merkur Disc sein. Besonderes Merkmal bei diesem Gerät ist der Victory-Jackpot. Normalerweise füllt sich ein Jackpot nach und nach und wird mit einemmal ausgelöst. Beim neuen Disc Jackpot füllt sich dagegen, sobald 40 oder 50 Sonderspiele im Ausspieltableau ausgespielt werden, einer der beiden Victory Jackpots mit einem Schlag und wird erst dann Stufe für Stufe ausgelöst. Nach Angaben des Herstellers liegt die Auszahlung für den Spielgast bei 66 Prozent. |

Der zweite Disc mit 40 Pfennig-Spielsystem
aus dem Hause adp trägt den Namenszusatz Mystery. Dies ist gleichzeitig ein
neues Spielfeature, das folgendermaßen funktioniert. Unter den drei Scheiben
ist das sogenannte Mystery-Ausspieltableau. Erreicht der Spielgast bei
fünfmal Merkur in der Ausspielung zwei bis 50 Sonderspiele in besagtem Tableau,
so bleibt der Sonderspielezählerstand so lange erhalten, bis die mittlere
Scheibe 3,20 Mark anzeigt - die dann auch gewonnen werden. Dazu kommen bereits
bekannte Features wie das Erreichen der 150 Sonderspiele in nur zwei Spielen,
die Jumbo-Spiele mit vier Mark Gewinnen sowie der Serienstep auf ein Gewinnfeld
bei Einlauf der 1,20 Mark auf der mittleren Scheibe ohne Gewinn. Eine
Umschaltautomatik am Ende der Risikoleitern sorgt dafür, daß zwischen 100 oder
90 Sonderspielen auf 50 oder 40 Jumbo-Spiele gewechselt wird. Alle Serienspiele
sind Freispiele.

Das Scheibengerät hat nicht nur eine erhöhte Auszahlquote, die bei etwa 65 Prozent liegt, sondern besonders auffällige neue Spielinhalte, die dem Spielgast sofort deutlich machen sollen, daß Spaß und Spannung garantiert werden. Eines dieser besonderen Merkmale ist die Nachstartmöglichkeit der mittleren Scheibe, wenn links und rechts Kronen eingelaufen sind. Hier winkt eine Ausspielung im Sonderspiel-Tableau. Die dadurch verdoppelten Ausspielungen erhöhen den Reiz erheblich, dazu kommt ein Bonus von zusätzlichen 50 MaxiSpielen, sofern Maxi-Spiele im Tableau ausgespielt werden.


Nach dem Motto alles oder
nichts ist der Fruit Runner aus dem Hause Playmont in Kassel konstruiert. Es
ist das erste Gerät, bei dem es nur einen einzigen Geldbetrag, vier Mark, als
Auszahlungsgewinn gibt. Ansonsten stehen dem Spielgast entweder
Roulette-Punkte oder Sonder- beziehungsweise Super-Sonderspiele als Gewinn ins
Haus. Die Roulette-Punkte werden gesammelt und können anschließend
stufenweise oder komplett zum Risiko gesetzt werden. Erscheint auf dem
Roulette-Tableau ein Winner-Feld, werden die entsprechenden Sonderspiele
gegeben. Ein weiteres Feature besteht darin, daß bei der Gewinnkombination mit
Kirschen auf allen drei Scheiben eine Ausspielung für 200 Freispiele und sechs
Sonderspiele erfolgt.
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Wiederbelebt hat das Haus
Gauselmann den Kartenwender im Geldspielbereich. Der Grand Hand bietet fünfmal
52 Spielkarten, aus denen wie beim Poker Gewinnkombinationen zu erzielen sind.
Bleibt die erste Ziehung erfolglos, können alle fünf Kartenwender nachgestartet
werden. Bei vier Buben oder einem Straight Flush geht es direkt in die große
Ausspielung um 100 Sonderspiele. Folgt im nächsten Spiel ein Gewinn, erhöht
sich die Zahl der Sonderspiele um weitere 50. Ein Punktejackpot oberhalb der
Kartenwender verspricht weitere Spannung und Gewinnchancen. Ein voller
Jackpot, beispielsweise vier im Fächer sichtbare Buben und ein Buben-Drilling
oder -Vierling als Gewinn bringen ebenfalls die Ausspielung. Punktetransfer
von einem in einen anderen Jackpot ist ebenso möglich.
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Jumbo Jumbo
Als Aufforderung zum Tanz
versteht NSM in Bingen das neue Scheibengerät Lambada. Es ist das erste
Gerät mit drei Direktgewinn inien für 100 Sonderspiele. PsychoJackpot und
weitere Features aus Safari und Take 7 wurden hier zu einer neuen Mischung
kombiniert, die hohe Spannung garantieren soll. Die beiden Jackpots locken
auf der linken Seite mit 100 Super-Sonderspielen, auf der linken mit 100
Sonderspielen. Zusätzlichen Anreiz bietet das Take 7Spiel, bei dem ebenfalls
das Herz des Spielgastes lacht. Hier winken 100 Gala-Spiele und mehr. Denn
von hier aus geht es schnell zu 150 Super-Sonderspielen, da bei jedem roten
Feld auf der mittleren Scheibe drei Super-Sonderspiele hinzuaddiert werden.
Mit nur drei Risikoschritten kann der Spielgast per Umstieg aus 10 und 12
Sonderspielen die begehrten Super-Sonderspiele erreichen. Da hier auch die
roten Felder als Goldfelder gelten, sind die Erwartungen hier ganz besonders
hoch. Bei Erreichen der maximal 150 Sonderspiele werden vorhandene
Sonderspiele zu Super-Sonderspielen, die dann - steuerlich günstig - als
Freispiele ablaufen.
Brandneu und mit der Erstzulassung im laufenden Oktober bietet die Ariston Apparatebau GmbH in Velbert ihren Maya II an, der auf die Bedürfnisse nach dem EuGH-Urteil abgestimmt wurde. Wie beim Ur-Maya kann der Spielgast hier zwischen 30 und 40 Pfennig Einsatz wählen, die Auszahlquote liegt beim 30Pfennig-Spiel bei 62 Prozent, im 40-Pfennig-Spiel bei etwa 66 Prozent. Das Scheibengerät verfügt über vier Gewinnlinien und läßt Gewinne im Bereich von 30 Pfennig bis vier Mark zu. Per Risikotaste können zwei bis 50, in den Ausspielungen zwei bis 100 Sonderspiele erzielt werden. Werden in einer Serie Gewinne erzielt, können alle Sonder- in Maya-Spiele umgewandelt werden. Der höchste Gewinnanreiz liegt bei den Super-Maya-Spielen. |
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Monopoly im Test Ein PR-Artikel zum Monopoly. Natürlich optimistisch,
was sich am Markt (leider) nicht bestätigte. So bliebt die innovative Technik
ohne spannendes Spielsystem (fast) eine Eintagsfliege.
Als König, Priester und zugleich Gott zog der Pharao einst das Volk in seinen Bann. Das soll heute das Geldspielgerät Pharao von NSM übernehmen. Der Spieler hat unter anderem folgende Gewinnchancen: Sonderspiele kosten nichts, das heißt, es erfolgt kein Abzug im Kreditzähler. Dennoch werden bei Gewinn vier Mark ausgezahlt. Der Jackpot bietet auf der obersten linken Stufe 100 Supersonderspiele, auf der rechten obersten Stufe 100 Sonderspiele. Beim Hochschalten können links bei 3x7 zusätzlich drei Sonderspiele und rechts bei 2x7 und Joker zwei Sonderspiele erzielt werden. Die Jackpots lösen links bei Doppelsieben - 1,80 - Doppelsieben und rechts bei Doppelsieben - 1,20 - Doppelsieben aus. Dann gibt es noch die Jackpot-Schaukel: Bei Auslösen eines Jackpots schaltet der andere automatisch auch 48 Sonderspiele hoch. Nach Erreichen von Supersonderspielen gelten vorhandene und weitere Sonderspiele als Supersonderspiele. Ab Zählerstand 150 werden verbleibende Sonderspiele in Supersonderspiele umgewandelt.
Nach fast neunmonatiger Testphase bringt Bally Wulff ein neues Geldspielgerät auf den Markt. Die Frucht-Gewinn-Symbolik bei Rasant erinnert an Slotmachines, wie sie in Spielcasinos üblich sind. Der Spielgast hat die Möglichkeit, das 15 Sekunden-Spiel in drei Zeittakte zu unterteilen und bestimmt damit sein persönliches Tempo. Beim Viervierteltakt entscheidet sich der Spielgast für vier Walzenläufe innerhalb der vorgeschriebenen 15 Sekunden. Der Einsatz dabei beträgt einen Groschen pro Walzenlauf Beim Zweivierteltakt fällt die Entscheidung für zwei Walzenläufe ä zwei Groschen innerhalb von 15 Sekunden. Beim StandardSpiel wird innerhalb von 15 Sekunden ein 40 PfennigSpiel gegeben. Mit der Entscheidung für die Anzahl der Walzenläufe legt der Spielgast auch die Höhe des möglichen Gewinns fest. So sind in den Ein-Groschen-Läufen über die Gewinnkombinationen bis zu 30 Sonderspiele, im Zwei-Groschen-Spiel bis zu 70 und im StandardSpiel bis zu 100 Sonderspiele erreichbar. Außerdem gibt es eine neue Jackpot-Variante. Der Gast hat dabei die Chance, zwei Jackpot-Ausspielungen hintereinander zu erzielen. In jeder dieser Ausspielungen sind 100 Multispiele möglich.
Aus dem Hause Panther kommt
das Geldspielgerät Smaragd. Als zentrales Feature steht hier ein KaratJackpot
im Mittelpunkt des Spielinteresses. Gewinnen kann der Spielgast hier bei drei,
vier, fünf und sechs Karat-Chancen jeweils bis zu 150 Star-Sonderspiele. Ein
leichtverständliches Spielsystem soll den Einstieg erleichtern. Drei
Power-Risiko-Leitern und drei RisikoAusspielungen bis zu 50
Star-Sonderspielen erhöhen den Anreiz.
Mit dem Titan 400 bringt das Berliner Unternehmen Bally Wulff ein Geldspielgerät auf den Markt, das über sechs Psychojackpots verfügt. Drei Bonustürme und drei Punktejackpots versprechen dem Spielgast Spannung und hohe Gewinne. Die Punktejackpots werden -je nach Walze - über die Vier-Mark-Symbole aufgefüllt. Die Bonustürme steigen mit den Gewinnkombinationen dreimal, viermal oder fünfmal Bally1. Ist ein Turm voll, wird bei der nächsten Gewinnkombination eine große Ausspielung ausgelöst, bei der maximal vier Titanspiele und 50 Sonderspiele zu gewinnen sind. Werden bei den Ausspielungen Titan- und Sonderspiele gewonnen, so werden die Titanspiele vorrangig abgespielt. In diesen Spielen gewinnt jedes karierte Feld auf der Mittelwalze zusätzlich 24 Sonderspiele. Für jeden Platz die richtige Farbe: Den Titan gibt es mit fünf Scheibenfarben, und zwar in Anthrazit-Classic, Titan-Blau, Orange-Fresh, Magenta-Pink und Royal-Weiß. |
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Psycho-Jackpot Selten gab es einen dämlicheren Namen für ein Spielelement. Als wenn der Jackpot damit neu erfunden worden wäre. Und nur mit einem Namen, den ich eher einem Irren geben würde, wird er nicht besser
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Ein neues Geldspielgerät kommt auch aus dem Hause NSM. Es heißt Tropica und fügt sich nahtlos in die Reihe der Geräte mit Psycho-Jackpot ein. Beim Tropica kann der Spielgast diesen Jackpot durch das Nachstarten der dritten Walze aktivieren und damit das strategische Spiel auf den Jackpot und die Hauptkombinationen eröffnen. Der Jackpot mit je fünf Stufen bietet links 12, 24 und 48 Spiele sowie 50 Super-Sonderspiele und als Neuheit 100 Gala-Spiele. Rechts werden 10, 20, 40, 100 Sonderspiele sowie 50 Super-Sonderspiele gewonnen. Weitere Features: separate Startautomatiken für die linke und rechte Walze, drei Gala-Spiele bei rotem Feld auf mittlerer Walze und Jackpot-Schaukel. Alle Gala-Spiele sind steuermindernde Freispiele.
Neun Jahre nach der Markteinfiihrung
des ersten kombinierten TV- und Geldspielgerätes namens Kreuz-As bedient
die GauselmannGruppe die Freunde dieses Gerätetyps mit einem Nachfolger:
Trumpf-As. Das 40 Pfennig-Gerät baut auf dem Urtyp auf. Unterschiede gibt es
jedoch natürlich auch. So ist der Bildschirm kompakter und flacher geworden,
bietet eine bessere Bildauflösung. Darüber hinaus werden alle für das
Poker-Spiel wichtigen Anzeigen direkt per Bildschirm erkennbar. Auch hier
stehen Stapel mit je 52 Karten zur Verfügung, Halte-Empfehlungen des Gerätes
können, müssen aber nicht befolgt werden. Die zweite Ausspielung, sofern
keine Karte gehalten wird, erfolgt aus 32 Karten, so daß die Chancen auf einen
Gewinn steigen. Die 100er Serie wird beispielsweise durch den Royal Flush
erreicht, aber auch über die Jackpots. |
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Mit Vegas präsentiert die Limburger Firma Mega ihr erstes Geldspielgerät, das auf die veränderten Rahmenbedingungen nach dem EuGH-Urteil abgestimmt ist. Vegas ist ein 40 Pfennig Scheibengerät, das - so der Hersteller - insbesondere den Wünschen der Aufstel1er nach mehr Gewinneinläufen, mehr Risikochancen und längerem Spielvergnügen entspricht. Die Auszahlquote wird mit etwa 66 Prozent angegeben. In allen Serienspielen werden vier Mark gewonnen. In Mega- und Stepspielen wird dabei kein Einsatz abgebucht. Zwei Direkt-Gewinnsymbole auf der mittleren Scheibe sollen die Spielfreudigkeit ebenso fördern wie die vier meist vollen taktischen High-Level-Jackpots, davon zwei mit nur drei Jackpotfeldem.
New Winner Ein Geldspielgerät mit dem vielversprechenden
Namen Winner bringt die Nova auf den Markt. Eine übersichtliche
Scheibengestaltung erlaubt ein schnelles Begreifen des Spielsystems. Drei
in der Mitte angeordnete Jackpots und die beiden Risikoleitern dominieren
das Walzengerät. In die große Serie kommt der Spielgast über die normalen
Leitern sowie über die Jackpots. 150 Jumbo-Spiele sind auch hier innerhalb
von zwei Spielen realisierbar. 120 oder 125 Sonderspiele können darüber
hinaus über die Jackpots gewonnen werden. Das ehemals gebräuchliche DreiGroschen-Symbol
wird hier in Anpassung an den Namen als großes W dargestellt und läuft -
zur Freude des Spielgastes - entsprechend häufig ein. Sonderund
Jumbo-Spiele sind - wie bei adp-Geräten üblich - Freispiele und damit einsatz-
und mehrwertsteuerfrei. Jeder Gewinn im Jumbo-Spiel bringt vier Mark. |
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Mega Fifty Five
Ein Walzengerät mit Profitech 3 000-Technik kommt von der Mega aus Limburg neu auf den Markt: Fifty Five. Wie der Name erkennen läßt setzt Mega damit die Produktlinie des Fifty fort. Zu den Features gehören fünf schnell hochschaltende Pfeil-Jackpots mit automatischem Serienstep zum „Höchstgewinn aus dem Nichts", eine Spitzengewinn-Ausspielung bei fünfmal Sonne, drei Fifty-Spiele mit je 50 Mega-Spielen als Gewinnspitze sowie vier verschiedene Sonderspielformen mit hoher Gewinnwahrscheinlichkeit durch zusätzliche Gewinnfelder und -kombinationen.
Bergmann

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PsychoAttraktivität von Geldspielgeräten |
Viel wurde in der
Branche diskutiert, ob die althergebrachten Geldspieler in ihren starren, vom Gesetzgeber
und Zulassungsbehörde beschnittenen Spielsystemen, im modernen Freizeitmarkt
noch eine Chance haben gegen die moderne Hightech der Fernseher, Videospiele
und Computer. Man versuchte die Attraktivität durch massiven Einsatz von
Eintwicklungskompetenz und -ressourcen zu steigern und suchte das ultimative
Spielgerät des nächsten Jahrzehnts. Im Folgenden verschiedene Sichtweisen.
Keine Experimente!
Gesucht wird das Idealgerät, das sowohl den Gelegenheits-
als auch den Intensivspieler anspricht. Also einfach und übersichtlich, damit
es auch der Alki in der Kneipe versteht, wenns klingelt. Und gleichzeitig immer
abwechslungsreichere Spiele, die den intelligenten Spieler ansprechen. Geht
doch gar nicht, oder? Ein Automatenkaufmann diskutiert mit Bernhard Eber von
Bally Wulff.
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Keine Experimente! Mit
diesem Slogan ließen sich vor vier Jahrzehnten noch Bundestagswahlen
gewinnen. Die Zeiten sind aders geworden. Auch in unserer Branche. Über
Zukunftsorientierungen unterhalten sich hier Detlef Auer, Automatenjungunternehmer
aus Berlin, und Bernhard Eber, Bally Wulff,. Was erwarten Aufsteller von der
Industrie und umgekehrt?
Bernhard Eber, PR-Chef bei Bally
Wulff, Berlin: Alle Entwicklungsabteilungen unserer Branche stehen vor dem
gleichen Problem, daß auf der einen Seite immer abwechslungsreichere Spiele
verlangt werden, auf der anderen Seite der Ruf laut wird, einfachere Geräte
zu bauen. Als Beispiele kann ich hier selbstverständlich nur Geräte unseres
Hauses nennen. Schon, um anderen nicht zu nahe zu treten. Ich bitte also um
Verständnis und es nicht als Schleichwerbung aufzufassen. Ich nenne als
Beispiel Bally's Würfel: Da sind beide Anforderungen in einem Gerät
vereinigt. Das ist in dieser Art noch nie dagewesen und gleichzeitig leicht
verständlich. Trotzdem gibt es Aufsteller, denen das Spielsystem zu einfach
ist. Um die Geräte richtig einzusetzen, propagieren wir das Platz-Marketing.
Meiner Meinung nach gibt es kaum zu einfache beziehungsweise zu komplizierte
Spielsysteme. Es kommt jeweils auf den Aufstellplatz an. Und wir bieten
dafür die gesamte Bandbreite an. Das Idealgerät, das sowohl den Gelegenheits-
als auch den Intensivspieler anspricht, gibt es nicht und kann es auch nicht
geben. Auer: Wenn ich die Werbung der
Industrie als Maßstab heranziehe, dürfte es nur Erfolgsgeräte geben. Die
Wirklichkeit sieht dann oftmals ganz anders aus. Der Aufsteller geht darum
immer wieder Risiken ein, die ihm die Industrie ersparen sollte. Eber: Was würden Sie dazu
erwarten? Auer: Gründlichere Tests zum Beispiel. Eber- Es wird, das weiß ich aus
den Erfahrungen unseres Hauses, sehr gründlich getestet. Was meinen Sie, wie
viele Geräte überhaupt nicht auf den Markt kommen, weil sie die Tests nicht
bestanden haben! Auer: Wie kann es dann dazu
kommen, daß sich Geräte in der Praxis von vornherein als Flops herausstellen? Eber: Oftmals wird das Urteil
vom Aufsteller allzu schnell getroffen. Ich wünschte mir etwas mehr Geduld
in der Anfangsphase. Meistens verläuft die Kurve bei einem neuen Gerät
zunächst steil nach oben. Dann flacht sie etwas ab. Erst danach pendelt es
sich ein. Nach dem Abflachen. Aber sobald die Anfangsergebnisse zurückgehen,
geraten viele in Panik. Dann wird vorschnell geurteilt, das Testgerät
zurückgegeben oder nicht mehr nachgekauft. Erfahrungsgemäß bedarf es einiger
Zeit, um die Spielgäste an ein neues Gerät zu gewöhnen. Vor allem wenn es
darum geht, wirklich neue Spielideen und Spielelemente durchzusetzen. Wir
haben mit unserem Gerät Monopoly diese Erfahrung gemacht. Für dieses Gerät
gibt es in fast jeder Spielhalle ein bestimmtes Klientel, dies muß sich
allerdings über einen längeren Zeitraum als nur innerhalb von vier bis sechs
Wochen herauskristallisieren. Wenn diese Zeit nicht genommen wird, führt es
dazu, daß wir uns nur auf der Stelle bewegen, nichts Neues vorantreiben.
Wenn man nur das, was einmal erfolgreich war, baut, wird dies letztlich zum
Rückgang führen. Auer: Da gebe ich Ihnen recht.
Trotzdem bin ich als Aufsteller oder Großhändler auf den schnellen und
sicheren Erfolg angewiesen. Die Investition muß sich lohnen. Ich weiß auch
nicht, was die Industrie anders machen könnte. Nur fehlt meines Erachtens
zur Zeit auf der gesamten Linie das herausragende Erfolgsgerät. Meine
Anregung ginge höchstens dahin, das normale Gaststättengerät mehr in den
Vordergrund der Entwicklungen zu rücken. Es ist wohl davon auszugehen, daß
sich die Spielstätten rückläufig entwickeln werden. Zum einen durch die
baurechtlichen Maßnahmen, die neue Konzessionen kaum noch möglich machen.
Die meisten Altkonzessionen werden Ende nächsten Jahres schließen, wenn die
Übergangsregelung ausläuft. Spielgäste werden dann zunehmend in die
Gastronomie abwandern. Da wird es wohl Konflikte geben zwischen Gästen, die
intensiv spielen möchten und solchen, die nur gelegentlich beim Bier an den
Automaten gehen. Da brauchen wir ein Gerät, das beiden Ansprüchen gerecht
wird. Zum einen sollte es spannend sein, möglichst viele kleine Gewinne auswerfen.
Auf der anderen Seite müßte es übersichtlich bleiben. Eber: Es ist eigentlich kein
Problem, solche Geräte zu entwickeln. Ich muß da noch einmal auf unseren
Bally's Würfel zurückkommen. Man versteht ihn von Anfang an. Und über die
Jackpots wird eine gute Langzeitwirkung erzielt. Das Problem bei der
Forderung nach einfachen Geräten ist, daß ein Großteil der Aufstellunternehmer
die Geräte zuerst in die Spielhalle stellt. Und dann, wenn sie dort
erfolgreich waren, in die Gaststätte. Wie soll man denn ein Gaststättengerät
bauen, das zuerst in der Spielhalle getestet wird? Auer: Da sag ich einfach mal aus
meiner Sicht, daß es nicht unbedingt so ist, wie Sie es darstellen. Wenn ein
Gerät vom Anbieter von vornherein als Gaststättengerät dargestellt wird, dann
wird es auch von Anfang an in der Gaststätte landen. Allerdings muß es dazu
auch zu einem gaststättengerechten Preis angeboten werden. Die Amortisation
verläuft nun mal in Spielstätten schneller. Das mag sogar dazu führen, daß
die Geräte erst einmal dort aufgehängt werden. Wir brauchen also Geräte zu
niedrigeren Preisen, als sie derzeit üblich sind. Solche Geräte spielen sich
dann auch in der Gaststätte in einem vernünftigen Zeitrahmen ein. Solche
Geräte, ich komme immer wieder darauf zurück, fehlen zur Zeit im Angebot. Ich
beobachte das auch im elterlichen Handel, daß die Geräte im Augenblick kaum
abzusetzen sind. Kein kleines Aufstellunternehmen kann es sich im Augenblick
leisten, neue Geräte in größerer Zahl zu kaufen.
Auer: Da kommen Sie selbst auf
das Prinzip zurück, das Sie vorhin noch beanstandet haben. Neue Geräte zuerst
in die Spielstätten. Aber es gibt doch eine Menge Aufsteller, die gar keine
Spielstätten haben ... Eber: Nein, ich rede von
Spitzenplätzen in der Gastronomie. Da gibt es doch welche, die sich im Ergebnis
durchaus mit Spielstätten messen können. Auer: Im allgemeinen verläuft es
aber doch so, daß zunächst mal ein Gast einen guten Gewinn gemacht hat. Das
erzählt er den anderen. Was der kann, muß ich auch können, sagen dann die
anderen. So schaukelt sich das gegenseitig auf. Wenn wir Geräte haben, die
viele kleine Serien bringen, reißt das nicht ab. Die Durststrecken dürfen
nicht zu lang sein. Dann geht das Interesse verloren. Darum wünsche ich mir,
und ich glaube viele denken genauso, Geräte zurück, mit denen wir in dieser
Beziehung gute Erfahrungen gemacht haben. Um einige aus Ihrem Hause zu
nennen: Doppelkrone zum Beispiel oder Lord. Da war auch der Preis noch
akzeptabel. Eber: Nun darf nicht übersehen
werden, daß die Zeit nicht stehengeblieben ist. Doppelkrone kam vor etwa acht
Jahren heraus. Damals waren das Lohngefüge, das Preisgefüge ganz anders.
Inzwischen sind in allen Bereichen die Kosten gestiegen. Entwicklung und
Herstellung sind teurer geworden. Die Umstellung von Faktor- auf Zählwerkgeräte
hat Geld gekostet. Immense Entwicklungskosten hat erneut die Umstellung von
30er Geräten auf 40er gekostet. Auer: Das will ich gar nicht
bezweifeln. Aber es hat auch damals schon Geräte gegeben, die sehr viel
billiger waren als die eben genannten. Eber: Ja, das waren Geräte, die zum
Teil schon vor zehn Jahren entwickelt worden waren, deren Entwicklungskosten
sich längst amortisiert hatten. Darum legt gerade unser Haus sehr viel Wert
auf Langzeitgeräte. Wenn wir die Preise nicht erzielen können, die
kalkulatorisch notwendig sind, müssen wir an der Entwicklung Einsparungen
vornehmen. Das wäre zuallerletzt im Sinne des Aufstellers. Sie müssen die
Preisentwicklung auch einmal aus dieser Perspektive betrachten. Auer: Erfahren Sie es denn nicht
selbst sozusagen am eigenen Leibe, daß die Geräte im Augenblick kaum
absetzbar sind? Eber: Es ist richtig, daß der Absatz
bei allen Firmen zur Zeit zu wünschen übrig läßt. Das führe ich aber nicht so
sehr auf die Preise zurück. Vielmehr sehe ich den Grund in einer allgemeinen
Orientierungslosigkeit bei den Aufstellern. Nach dem EuGH-Urteil rufen
viele nach Geräten mit wiederhöherenAuszahlquoten. Fälschlicherweise ist
sogar von einzelnen Landesverbänden das Gerücht gestreut worden, daß die Industrie
schon am Tag nach der Verkündung des EuGH-Urteils neue hochauszahlende
Geräte zur Verfügung habe. Eigentlich Unsinn... Auer: So was habe ich auch
gelesen. Ich halte es ebenfalls für Unsinn, denn jeder Branchenkundige weiß
von dem zeitraubenden Zulassungsverfahren der PTB. Eber: Es ist auch einfach
falsch, das Allheilmittel allein in höher auszahlenden Geräten zu suchen.
Setzen wir mal ein Gerät mit 66- bis 70prozentiger Auszahlung in Relation zu
einem, das bei Einhaltung der Mindestauszahlung rund zweitausend Mark Kasse
macht, dann muß das höher auszahlende Gerät 27 Stunden länger bespielt
werden, um wieder auf diese Kasse zu kommen. Das funktioniert doch gar nicht
bei den Kernzeiten, die in vielen Gast- und Spielstätten vorhanden sind.
Jeder Betrieb hat eine bestimmte Öffnungszeit. Innerhalb dieser Öffnungszeit
gibt es eine Kernzeit, in der gespielt wird. Außerhalb wird ja gar nicht in
nennenswertem Umfang gespielt. Die Auslastung der Geräte läßt sich ja nicht
beliebig erweitern. Es mag ja sein, daß ein- zelne Spieler mehr einsetzen würden,
wenn die Gewinnchance etwas höher wäre. Aber sicher nicht in dem Maße, daß
die notwendige Mehrzeit dabei herauskäme. Auer: Es wäre sicher hilfreich
und würde dem Aufsteller die Kaufentscheidung erleichtern, wenn von seiten
der Industrie Angaben zur Zielgruppe der Geräte gemacht werden. In der
Praxis sieht es aber doch so aus, daß zu jedem neuen Gerät nicht viel mehr
Information gegeben wird, als daß es das beste sei. Bis das nächste
rauskommt, das dann wieder das beste ist. Und der Aufsteller muß dann sehen,
wie er damit fertig wird. Eber: Also das kann ich
zumindest für unser Haus nicht so hinnehmen. Wir haben eine breite Palette
von Geräten, die jeweils auf bestimmte Spieler zugeschnitten sind. Darüber
informieren wir auch sehr ausführlich. Der Begriff Platzmarketing ist von
Bally Wulff eingeführt worden. Wir unterlassen es auch, das jeweils neue
Gerät als das beste herauszustellen. Das neuste Gerät ist immer das mit den
neusten Features. Wir arbeiten in einer schnellebigen Branche. Eine Brauerei
kann immer auf dieselbe Biersorte setzen. Wir können das nicht. Auch ein Kino
wird, wenn es immer nur denselben Film zeigt, bald nicht mehr besucht werden.
So ist das auch mit unseren Spielgeräten. Aber daneben werden Geräte
angeboten, die sich schonjahrelang bewährt haben. Unsere Philosophie ist, daß
neben dem Neuen immer auch Bewährtes angeboten wird. Die gesamte Palette muß
gut sein. Daraus kann sich der Aufstellunternehmer zielgerichtet
heraussuchen, was für seine Kunden gebraucht wird. Auer: Da muß ich mal auf Ihr
Monopoly zu sprechen kommen. Woher soll denn der Aufsteller wissen, für
welche Plätze so was geeignet ist. Da gibt es doch überhaupt keine Erfahrungswerte.
Vor einigen Jahren brachten Sie Lotto heraus. Auch eine tolle Idee, aber 'ne
totale Bauchlandung. Eber: Diese beiden Geräte lassen
sich nicht vergleichen. Lotto war sicher 'ne tolle Idee. Aber nicht
ausgereift. Da fehlten einige Elemente. Daraus haben wir gelernt. Monopoly
ist ein Gerät, das sich nicht vom Tisch wischen läßt. Es hat bei falscher
Plazierung negative Resonanz, zugegeben. Aber es hat auch viel positive
Resonanz. Leider geben viele Aufsteller zu früh auf. Ich wünschte mir zur
Durchsetzung solcher wirklich neuen Spielideen etwas mehr Geduld und
Kundenkenntnis. Auer: Vergessen Sie bitte nicht,
daß diese Geduld viel Geld kostet. Investitionen müssen sich bezahlt machen. Eber: Sie investieren ja nicht
nur in Geräte. Sie investieren auch in die Zukunft Ihrer Plätze und unserer
Branche. Monopoly wendet sich zum Beispiel an einjüngeres anspruchsvolleres
Publikum. Das finden Sie nicht an Geräten herkömmlicher Art. Monopoly ist
für den Aufstellunternehmer eine Chance neue Gäste zu gewinnen. Auer: Sie sprechen von
Investitionen in die Zukunft. Da muß ich wieder auf den Preis zurückkommen.
Ich kann es mir nicht leisten, so viel Geld für ein Gerät anzulegen und dann
noch mal dieselbe Summe oder mehr für das Warten auf entsprechendes Publikum.
Solche Experimente kann sich der normale Aufsteller bei der heute üblichen
Kostenbelastung nicht leisten. Eber: Neue Ideen müssen sein,
wenn die Zukunft nicht verschlafen werden soll. Märkte stehen nicht still.
Publikumswünsche sind ständig in Bewegung. Wenn wir uns ständig nur am
Spielgast von heute orientieren, kann es irgendwann sein, daß überhaupt
keine Spielgäste mehr da sind, für die wir entwickeln können. Darum muß auch
experimentiert werden. Das kann die Industrie nicht allein. Da müssen
Aufsteller und Industrie zusammenstehen. |
Interview zur
Attraktivität von Geldspielern mit Tjark Bergmann
Aus
dem Automatenmarkt 1/94
|
AUTOMATEN MARKT Sie verlegen Ihre Produktion
zunehmend auf Sicherheitssysteme und Geldverarbeitung. Geben Sie dem
Geldspiel keine Chance mehr? Bergmann: Das sehen Sie aber völlig falsch! 50 Prozent unserer Produktion
liegt bei Geldspielautomaten. Zur Zeit mit steigender Tendenz. AUTOMATEN MARKT: Was begründet die steigende Tendenz? Bergmann: So merkwürdig
es klingen mag, uns kommt zugute, daß sich das 40-Pfennig-Spiel nicht hat
durchsetzen lassen. Unser 30-Pfennig-Gerät mit 4-Mark-Gewinn scheint eine
Lösung zu sein, die aus dieser Misere herausführt. Jedenfalls haben wir damit
Erfolg wie schon lange nicht mehr AUTOMATEN MARKT: Widerspricht denn das nicht jeder Logik? Bei 30 Pfennig Einsatz und
vier Mark Gewinn ist die Chance doch noch viel geringer als beim Verhältnis
40 Pfennig/4 Mark. Bergmann: Wir halten uns genau an die von der PTB vorgegebenen Relationen.
Aber der Spieler kann sich für sein Geld länger am Gerät vergnügen. Der
Unterhaltungseffekt ist mindestens ebenso wichtig wie die Gewinnchance. AUTOMATEN MARKT: Könnte es sein, daß über unser klassisches Geldspiel die Zeit
hinweggegangen ist? Bergmann: Ja und nein! Wir haben es bei der augenblicklichen Krise des
Geldspielgeräts in erster Linie mit einer hausgemachten Krise zu tun. Wir
haben uns scheinbar freiwillig Beschränkungen auferlegen lassen, die
unerträglich zu Lasten der Attraktivität gehen. |
Höhere Auszahlquote = Mehr Gewinn?
Ein Ausschnitt einer Diskussion mit Bernhard Eber, Bally-Wulff, wie die Attraktivität von Geldspielern gesteigert werden kann.
|
Die
Frage ist, ob einzelne Spieler mehr einsetzen würden, wenn die Gewinnchance
etwas höher wäre. Aber sicher nicht in dem Maße, daß die notwendige Mehrzeit
dabei herauskäme. Auer:
Es wäre sicher hilfreich und würde dem Aufsteller die Kaufentscheidung
erleichtern, wenn von seiten der Industrie Angaben zur Zielgruppe der Geräte
gemacht werden. In der Praxis sieht es aber doch so aus, daß zu jedem neuen
Gerät nicht viel mehr Information gegeben wird, als daß es das beste sei.
Bis das nächste rauskommt, das dann wieder das beste ist. Und der Aufsteller
muß dann sehen, wie er damit fertig wird. Eber:
Also das kann ich zumindest für unser Haus nicht so hinnehmen. Wir haben eine
breite Palette von Geräten, die jeweils auf bestimmte Spieler zugeschnitten
sind. Darüber informieren wir auch sehr ausführlich. Der Begriff Platzmarketing
ist von Bally Wulff eingeführt worden. Wir unterlassen es auch, das jeweils
neue Gerät als das beste herauszustellen. Das neuste Gerät ist immer das mit
den neusten Features. Wir arbeiten in einer schnellebigen Branche. Eine
Brauerei kann immer auf dieselbe Biersorte setzen. Wir können das nicht. Auch
ein Kino wird, wenn es immer nur denselben Film zeigt, bald nicht mehr
besucht werden. So ist das auch mit unseren Spielgeräten. Aber daneben werden
Geräte angeboten, die sich schonjahrelang bewährt haben. Unsere Philosophie
ist, daß neben dem Neuen immer auch Bewährtes angeboten wird. Die gesamte
Palette muß gut sein. Daraus kann sich der Aufstellunternehmer zielgerichtet
heraussuchen, was für seine Kunden gebraucht wird. Auer:
Da muß ich mal auf Ihr Monopoly zu sprechen kommen. Woher soll denn der
Aufsteller wissen, für welche Plätze so was geeignet ist. Da gibt es doch
überhaupt keine Erfahrungswerte. Vor einigen Jahren brachten Sie Lotto heraus.
Auch eine tolle Idee, aber 'ne totale Bauchlandung. Eber:
Diese beiden Geräte lassen sich nicht vergleichen. Lotto war sicher 'ne tolle
Idee. Aber nicht ausgereift. Da fehlten einige Elemente. Daraus haben wir
gelernt. Monopoly ist ein Gerät, das sich nicht vom Tisch wischen läßt. Es
hat bei falscher Plazierung negative Resonanz, zugegeben. Aber es hat auch
viel positive Resonanz. Leider geben viele Aufsteller zu früh auf. Ich
wünschte mir zur Durchsetzung solcher wirklich neuen Spielideen etwas mehr
Geduld und Kundenkenntnis. Auer:
Vergessen Sie bitte nicht, daß diese Geduld viel Geld kostet. Investitionen
müssen sich bezahlt machen. Eber:
Sie investieren ja nicht nur in Geräte. Sie investieren auch in die Zukunft
Ihrer Plätze und unserer Branche. Monopoly wendet sich zum Beispiel an ein
jüngeres anspruchsvolleres Publikum. Das finden Sie nicht an Geräten herkömmlicher
Art. Monopoly ist für den Aufstellunternehmer eine Chance neue Gäste zu
gewinnen. Auer:
Sie sprechen von Investitionen in die Zukunft. Da muß ich wieder auf den
Preis zurückkommen. Ich kann es mir nicht leisten, so viel Geld für ein Gerät
anzulegen und dann noch mal dieselbe Summe oder mehr für das Warten auf
entsprechendes Publikum. Solche Experimente kann sich der normale Aufsteller
bei der heute üblichen Kostenbelastung nicht leisten. Eber:
Neue Ideen müssen sein, wenn die Zukunft nicht verschlafen werden soll.
Märkte stehen nicht still. Publikumswünsche sind ständig in Bewegung. Wenn
wir uns ständig nur am Spielgast von heute orientieren, kann es irgendwann
sein, daß überhaupt keine Spielgäste mehr da sind, für die wir entwickeln
können. Darum muß auch experimentiert werden. Das kann die Industrie nicht
allein. Da müssen Aufsteller und Industrie zusammenstehen. |
Innovative Bally Geräte 1994
Titelseite
Automatenmarkt 5/1994:

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Gemeinsames Promotion- Konzept von Merkur Spielothek und Bally Wulff Neue Zielgruppen sollen
für das Münzspiel erschlossen werden. Mit Brettspielen werden, so Beobachter,
auch „bisher Spielabstinente" angesprochen Mit Monopoly haben wir
ein Etappenziel erreicht", sagt Bernhard Eber, PR-Chef der
Unternehmensgruppe Bally Wulff. „Als erstem Gerät einer neuen Generation
wurden ihm von vielen Seiten absolute Begeisterung, aber auch tiefe Skepsis
entgegengebracht." Motto: Innovationen?
Toll, her damit! Sie sollen aber am besten all das erfüllen, was bisher war Eber: „Oberflächlich
haben die Befürworter ebenso recht bekommen wie die Skeptiker. Diejenigen,
die für Monopoly Plätze mit jungem, aufgeschlossenem Publikum auswählten,
erfuhren einen erfolgreichen Verlauf Sie konnten neue Spielgäste aus neuen
Schichten und bessere Gesamtergebnisse in den Spielstätten registrieren. Aber
auch Skeptiker konnten sich bestätigt finden, wenn sie dieses neue Gerät an
Plätzen aufstellten, wo der Risikodaumen die erste und einzige Rolle sowie
das Unterhaltungsangebot eine untergeordnete Rolle spielt. Es wird leider
noch zu wenig beachtet, daß es unterschiedliche Verbraucherwünsche
gibt." Von ganz Ungeduldigen sei
das Gerät nach kurzem Probeeinsatz zurückgegeben worden. Dazu komme es, wenn
nur das kurzfristige Einspielergebnis zähle und nicht die Veränderung des
Publikums und das damit zusammenhängende Gesamtergebnis. Leider sei auch das
angebotene Werbematerial nur von einem verschwindend kleinen Teil der
Unternehmer genutzt worden. Es gelte wohl weit verbreitet noch das Motto, daß
ein Gerät von allein laufen müsse, sonst nichts tauge.
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Dazu Eber: „Ganz gleich,
in welchem Produktsektor Innovationen eingeführt werden. Ohne Werbung und Einführungszeit
schafft keine Produktneuheit die Klippen der alten Gewohnheiten." Aufgrund dieser
Erfahrungen habe Bally Wulff neben dem Standard-Werbepaket, bestehend aus
Bierdeckeln, Aufklebern, Postern und Spielerkarten, weitergehende
Verkaufsförderungsmittel entwickelt. Zusammen mit der Marketingabteilung der
Merkur Spielothek in Espelkamp sei ein Konzept für eine durchschlagende
Spielstättenwerbung aus der Taufe gehoben worden: Angefangen bei der
Fernwirkung, die über die Schaufensterdekoration erzielt wird, bis hin zu
Fußbodenaufklebern, die den Weg vom Eingang bis hin zum Gerät weisen,
Din-Al-Postern für Fenster, Schaukästen und Deckenhänger, Broschüren mit
einer Spieleinführung für die Gäste auf dem Tablett eines Holzbutlers in
Gestalt des Monopoly-Mannes. „Dieses Pilotprojekt, für
das sich die Marketingfachleute der beiden Häuser zusammengesetzt haben,
zeigt den hohen Stellenwert dieses, von einer neuen Entwicklungsphilosophie
geprägten Spieles", kommentiert Eber. „Das Konzept von Merkur Spielothek
und Bally Wulff verwirklicht in insgesamt 17 Spielotheken eine intensive
Kundenansprache, um die Auswirkungen beim Publikum und die Akzeptanz auf
breitester Basis zu erfassen. In Berlin setzen die Bally Wulff-Werbeleute
noch eines obendrauf. Zur Zeit wird für verschiedene Spielstätten mit
Monopoly im Rundfunk geworben. Denn, was das Publikum nicht kennt, kann es
auch nicht konsumieren." Medienleute haben die
Heranwachsenden als überproportionale Radiokonsumenten ausgemacht.
Bisherige Beobachtungen an Aufstellplätzen und in Spielstätten haben
bestätigt, daß Monopoly auf junge Erwachsene einen hohen Wirkungsgrad erzielt
und darüber hinaus bisher Spielabstinente anspreche: Leute mit teuren
Jogging-Schuhen, Designerjeans und Lacoste-Sweatshirts. Eber: „Es steckt also
eine Menge Energie in diesem Gerät. Wichtig in einer Zeit, wo sich aus den
nachwachsenden Generationen immer weniger Kunden für die Angebote der Unterhaltungsautomatenwirtschaft
gewinnen lassen. Denn junge Erwachsene haben zunehmend ein anderes Verständnis
von Unterhaltung. Da muß mehr passieren als der übliche Ablauf an
Geldspielgeräten. Es werden interessante Themen gesucht. Man muß mitdenken
können, wie man es vom Home-Computer her gewohnt ist. Und es muß etwas Schickes
sein, da man auf das Image seiner Freizeitbeschäftigung achtet. Die bereits
über ein Jahrzehnt währende Kampagne gegen Geldspielgeräte ist auch bei der
Bevölkerung nicht wirkungslos geblieben. Gerade in diesem Zusammenhang hat
sich Monopoly bewiesen und bei der nachwachsenden Generation, aber auch bei
Mittdreißigern Interesse am Spiel geweckt, ohne daß Berührungsängste
bemerkbar wurden." In diesem Zusammenhang
verweist Eber auch auf Bally's Würfel, womit das innovative Spielangebot
abgerundet werde. Das Gerät passe vom Spielsystem her sowohl zu den
Risikoprofis als auch den Newcomern unter den Spielgästen. Mit Stolz hebt er
hervor, daß beiden Geräten auf der lvIA'94 ein Innovation-Oscar zuerkannt
wurde. „Marketingorientierte
Unternehmer nutzen dieses Werkzeug für unterschiedliche
Kundenbedürfnisse", meint er. „Zur Befriedigung des alteingesessenen
und konservativen Publikumskreises dienen herkömmliche Spielsysteme, für
vorhandene Kunden und Neukunden eignen sich Bally's Würfel und Monopoly. Eines
muß man immer berücksichtigen: Es ist schwieriger, neue Kunden zu gewinnen,
als alte zu halten. Aber wer sich nur auf die bisherige Kundschaft verläßt,
geht das Risiko der fortschreitenden Rezession ein." Mit Monopoly stehe die
Branche erst am Anfang einer Ära der themenbezogenen Geldspielgeräte. In England
seien diese Spiele nicht mehr aus dem Markt wegzudenken. Dort habe ein
Generationswechsel bereits stattgefunden, der in der Bundesrepublik
Deutschland noch bevorstehe. Eber: „Aufstellunternehmer mit Mut zur
Veränderung werden damit Erfolg haben!" |
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Attraktive Geräte durch höhere Auszahlquote?
Was denkt der Aufsteller über die Auszahlquote? Bei
der Niedrigstauszahlquote von 52% werden 100 Mark im Schnitt in 131 Minuten verspielt.
Bei einer höheren Auszahlquote von 65 Prozent erhöht sich die Spielzeit auf 179
Minuten. Also kauft der Aufsteller lieber die 52% Geräte, damit die hundert Mark immer verspielt
werden, ehe der Gast geht. Ob er beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr wieder
kommt oder zur Konkurrenz mit besser auszahlenden Geräten geht, ist die grosse
Frage. Ein Gespräch mit einem Aufsteller
|
Schulze: Die Attraktivität des Automatenspiels besteht aus
einer Mischung vieler Dinge. Die optimale Rezeptur hatten wir im letzten
Jahr gefunden mit Safari. Es sind manchmal Kleinigkeiten, die den Erfolg
eines Systems ausmachen. Aber wir arbeiten an Features und versuchen auch,
die optimale Auszahlquote zu finden. Das ist ein sehr schwieriges Thema. Wir
müssen einerseits dem Aufsteller ein Gerät liefern, mit dem er genügend Kasse
macht. Andererseits müssen wir dem Spieler ein System bieten, bei dem er
wieder mehr Spaß an der Freude hat, eben auch Kasse machen kann. Das sind
zwei entgegengesetzte Interessenlagen. Wenn wir dem Spieler höhere
Auszahlungen bieten, hat der Aufsteller weniger in der Kasse, wenn nicht
deutlich mehr gespielt wird. AUTOMATEN MARKT: Nicht unbedingt. War es nicht so, daß die
Aufstel1er ihre besten Kassen zu einer Zeit hatten, als die Geräte häufig
leergespielt wurden? Schulze: Wir haben auch jetzt wieder ein Gerät im Markt,
den Professional, der ab und zu leergespielt wird. Da haben wir die
unterschiedlichsten Reaktionen. Der eine Aufsteller begrüßt es, daß die Spieler
mal wieder so 'ne - Gurke fegen können und das durch mehr Spieldauer wettmachen. Andere haben sich beschwert, wenn sie nach
Leerspielungen mehrfach auffüllen mußten. Oft wird die Werbewirkung eines Geräts vergessen. Nicht immer. Aber oft. AUTOMATEN MARKT: Welche Rolle spielt Ihrer persönlichen Meiung
nach die Auszahlquote generell für den Erfolg eines Geräts? Schulze: Die Interessenlagen sind sehr unterschiedlich. Wir
haben in den letzten Monaten eine sehr aufwendige Marktuntersuchung mit einer
Befragung von über 200 Aufstellern gemacht. Sie glauben gar nicht, was da
für unterschiedliche Meinungen zutage gekommen sind. Im Schnitt gesehen ist
eine Tendenz zu erkennen, die eine Auszahlquote irgendwo bei 62 Prozent
bevorzugt. Aber insgesamt gibt es Spannen zwischen 70 und 52 Prozent. AUTOMATEN MARKT: Hat die Schwierigkeit bei der Durchsetzung
des 40 Pfennig-Spiels nicht vor allem daran gelegen, daß durch die zwangsläufig
vor dem EuGH-Urteil niedrigeren Gewinnquoten für mehr Geld weniger Spielzeit
zu bekommen war? Schulze: Es ist wohl davon auszugehen, daß der Spieler ein
bestimmtes Budget hat, das er verspielt. Eine höhere Auszahlquote, darüber
sind wir uns wohl einig, ist allgemein wünschenswert. Aber wir müssen uns
auch Gedanken darüber machen: Können wir, wenn wir diese höhere Auszahlquote
nehmen, welche auch immer das sein mag, mehr Spielerumsatz dadurch
erreichen, so daß das Ergebnis für den Aufsteller mindestens gleich bleibt,
eher noch besser wird. Der Zusammenhang von Kasse und Spieldauer läßt sich
nachvollziehen. Bei der Niedrigstauszahlquote, die wir bei den ersten
40er-Geräten hatten, wird für 100 Mark 131 Minuten gespielt, bis das Geld
weg ist. Wir gehen davon aus, daß die hundert Mark immer verspielt werden.
Erhöhen wir die Auszahlquote auf, sagen wir mal, 65 Prozent, dann erhöht sich
die Spielzeit als Gegenwert auf 179 Minuten. Andererseits wissen wir aber
nicht, ob der Spieler überhaupt so lange bleibt. Bei der Niedrigauszahlung ist vielleicht ein Besuch
notwendig, um die hundert Mark zu verspielen. Bei 65 Prozent wären schon 1,5
Besuche dazu nötig. Bei 75 Prozent sind entweder zwei normale Besuche
erforderlich, oder der Spieler muß doppelt so lange bleiben, um seine hundert
Mark zu verspielen. Tut er das? Oder ist gewährleistet, daß ein anderer
Spieler kommt, wenn das Gerät früher freigemacht wird? Tausend Spiele am 40
Pfennig-Gerät mit Auszahlquote 52,7 entsprechen 1 350 Spielen bei einer Quote
von 65 Prozent. Es müssen also 350 Spiele mehr gemacht werden, damit der
Aufsteller dieselbe Kasse hat. Der Aufsteller will und soll aber nicht nur
dieselbe Kasse haben, sondern eine bessere. Man kann also nicht einfach
Geräte mit hohen Auszahlquoten bauen. Es muß auch das Spielerverhalten in
die Überlegungen einbezogen werden. AUTOMATEN MARKT: Liegt es denn nicht nahe, daß bei
niedrigerem Spielerbudget das Interesse hauptsächlich darauf gerichtet
werden muß, daß der Spielgast möglichst lange für sein Geld spielen kann? Schulze: Das ist ein anderer Gesichtspunkt, der auch nicht
zu unterschätzen ist. Bleiben die Gäste länger in der Halle, und ist diese
immer voll, werden andere dadurch vielleicht angezogen. Zusammenfassend läßt
sich sagen, daß wir die Auszahlquote nach oben bringen müssen. Wir müssen dabei
aber so vorsichtig vorgehen, daß auf der einen Seite der Spieler zunehmend
Interesse gewinnt, wiederzukommen, wieder mehr zu spielen. Auf der anderen
Seite darf aber auch der Aufsteller nicht einen Rückgang in seiner Kasse
haben, sondern die Kasse muß mitsteigen. Das richtige Mittelmaß zu finden,
ist eine Gratwanderung, aber auch eine Herausforderung an uns als
Spieleentwickler! |
Die widerstreitenden Argumente der Aufsteller zur
Auszahlquote zeigen sich in folgendem Streitgespräch zwischen Pit Arndt, Dt.
Automatenverband und Willibald Wacker, Aufsteller.
|
Willibald Wacker: Industrie und Großhandel klagen über zu
geringe Investitionen, wir Aufsteller beklagen rückläufige Einnahmen aus
unseren Geräten. Der gepriesene wirtschaftliche Aufschwung ist bis zu uns
noch nicht durchgeschlagen. Unsere Kunden, die Spieler, haben weniger Geld
als früher. Darum wird weniger gespielt. Fit Arndt: Um so mehr sind wir herausgefordert, den
Spielern neue Anreize zu vermitteln. Nach dem EuGH-Urteil gibt es ja wieder
mehr Möglichkeiten. Wacker: Ich warne aber davor, das Allheilmittel in den
Auszahlquoten zu sehen. Sie sind nicht das Entscheidende, wie uns im
Augenblick viele weismachen wollen. Das Spielsystem muß interessant sein.
Das ist es, was den Spieler in erster Linie fasziniert. Arndt: Da will ich Ihnen nicht widersprechen, Herr Wacker.
Sie sollten jedoch bedenken, daß interessante und neue Spielfeatures
automatisch eine höhere Auszahlquote mit sich bringen. Wacker: Da will ich Ihnen auch nicht widersprechen, Herr
Arndt. Sofern mit Maßen angehoben wird, stimme ich voll zu. Sechzig Prozent,
vielleicht sogar zweiundsechzig. Arndt: Gilt das inklusive oder plus Freispiele? Wacker:
Inklusive Freispiele! Arndt: Nun werden wir Freispiele ja nicht mehr unbedingt
brauchen. Wacker: Freispiele waren eine Notlösung, um den Spielern
bei der alten Besteuerung überhaupt noch etwas bieten zu können. Sie hatten
zu ihrer Zeit ganz sicher ihre Berechtigung. Arndt: Ich denke, dabei ging es nicht unbedingt um die
Spieler, sondern in erster Linie darum, für den Aufsteller Mehrwertsteuer
einzusparen. Wacker: Dann bauchen wir sie heute ja glücklicherweise
nicht mehr. Aber dennoch sollte die Auszahlung nicht so hoch sein. Arndt: Sehen Sie sich doch mal im Vergleich die Spielezahl
der noch in der Aufstellung befindlichen Faktorgeräte mit einer Auszahlquote
von etwa 66 Prozent zu den niedrig auszahlenden 40 PfennigGeräten an. Die Ergebnisse
beweisen, daß wir dem Spieler da schon etwas mehr bieten müssen. Bei 66
Prozent bleiben dem Aufsteller immer noch zehn Pfennig pro Spiel. Auf 40
Pfennig-Geräte hochgerechnet, könnten wir für zehn Pfennig 75 Prozent
auszahlen. Das ist sicherlich zu hoch gegriffen. Aber ich glaube, wir sind
uns einig, daß ein Gerät auch einmal leerspielen muß. Wacker: Das geht nicht nur mit hohen Auszahlungen. Ich
habe einen Safari, der mehrfach leergespielt worden ist. Bei einer
Gewinnquote irgendwo zwischen 53 und 58 Prozent. Arndt: Jetzt überlegen Sie sich mal, wie wenig das Gerät in
den langen Durststrecken auszahlt, wenn es bei einer so niedrigen Quote auch
ab und zu mal leerspielt. Es muß einfach wieder über die gesamte Spielzeit
mehr Dynamik in die Spiele. Und den Gestaltungsspielraum hierfür hat die
Industrie seit dem EuGH-Urteil wieder. Und wenn sie ihn nutzen will, geht die
Quote automatisch nach oben. Wacker: Je höher die Quote ist, um so länger muß dann am
Gerät gespielt werden, damit das Geld wieder hereinkommt. Wenn ich an eine
Gastwirtschaft denke, die nur acht oder zehn Stunden geöffnet hat, da ist
das bei der durchschnittlichen Geräteauslastung einfach nicht zu machen. Arndt: Es gibt Extremfälle auch in Spielstätten, wo die
Geräte zum Teil nur sehr gering ausgelastet sind. Wacker: Ich habe mal das Verhältnis von Spielzeit zur
Auszahlquote errechnet. In 45 Betriebsstunden macht ein Gerät 10 800 Spiele.
Das ergibt bei 40 Pfennig pro Spiel einen Einsatz von 4 320 Mark. Davon
erhält der Spieler bei 60 Prozent Auszahlung 2 592 Mark zurück. In der Kasse
verbleiben 1728 Mark. Um bei einer Auszahlquote von 70 Prozent zu demselben
Ergebnis zu kommen, sind 60 Betriebsstunden erforderlich, also 15 Stunden
mehr. Das sind bei der durchschnittlichen Geräteauslastung in Gaststätten
drei volle Tage zusätzlich! Arndt: Mathematisch kann ich Ihre Rechnung gut
nachvollziehen. Nun gehen Sie mit Ihren 70 Prozent natürlich direkt voll
ran. Auf der anderen Seite muß man doch berücksichtigen, daß unsere Spieler
- zumindest im Durchschnitt - mehr Zeit als Geld für unser Angebot zur
Verfügung haben. Mit Einführung der 40 Pfennig-Geräte hat ein Spiel - wenn
wir die Quote für diese Betrachtung einmal ganz vernachlässigen - schon ein
Drittel mehr gekostet. Hinzu kam die extreme Verteuerung durch die niedrigen
Auszahlquoten. Lassen Sie uns doch jetzt, wo wir wieder die Möglichkeit
haben, auch den Spieler wieder etwas stärker partizipieren zu lassen, um ihn
dadurch länger ans Gerät zu binden. Wacker: Bei 75 Betriebsstunden gleich 18 000 Spielen ist
der Einsatz 7 200 Mark. 4 320 Mark Spielergewinn abgezogen, verbleiben 2 880
Mark in der Kasse. Da sind, um bei 70 Prozent zu dem selben Ergebnis zu
kommen, schon 25 zusätzliche Betriebsstunden nötig. Das ist schon eine ganze
Woche, die länger gespielt werden muß. Das ist überhaupt nicht möglich. Arndt: Klar. Das trifft für Gaststätten zu, wo keine
besondere Gästefrequenz ist, wo sich innerhalb von drei bis vier Stunden
alles abspielt. Nur gibt es aber, von Spielstätten mal abgesehen, auch in der
Gastronomie grundverschiedene Plätze. Einen Imbiß oder eine
Bahnhofsgaststätte, wo sich das Publikum häufiger umschlägt, kann man nicht
genauso bewerten wie die Eckkneipe, in der die Stammgäste meistens über
mehrere Stunden verweilen. Da ist der Aufsteller gefordert, die richtige
Geräteauswahl zu treffen. Wacker: Insofern kann ich Ihnen sehr gut folgen. Aber
glauben Sie mir, für die normale Gastronomie ist alles, was über 62 Prozent
hinausgeht, tödlich. Bei Spielstätten mag das anders sein. Da wird ein Gerät,
das höhere Gewinne erwarten läßt, vielleicht dadurch sogar öfter bespielt.
Beim Imbiß, den Sie eben erwähnten, wo sich das Publikum nur wenige Minuten
aufhält, kann ich allerdings erst recht nicht glauben, daß höhere Quoten zu
längeren Spielzeiten führen. Arndt: Da bin ich voll Ihrer Meinung. In der Gastronomie
mag es möglich sein, daß eine Quote um 65 Prozent herum eine Obergrenze sein
sollte. Beim Imbiß denke ich ebenso wie Sie, daß die Quote eher niedriger
liegen kann. In Spielstätten, wie Sie auch bereits eingeräumt haben, sieht
das jedoch völlig anders aus. Die Aufstellung der Automaten muß sich eben
sehr individuell am jeweiligen Platz orientieren. Ich will hier zwar den
Begriff Platz- oder Aufstellmarketing nicht überstrapazieren, aber das
trifft wohl genau den Kern. Wacker: Allerdings sehe ich da ein Problem. Wenn wir
mehrere Gerätetypen haben, die so weit auseinandergehen, wie bringe ich denn
dem Gastwirt bei, daß ein Gerät, von dem er mal gehört hat, für ihn nicht
geeignet ist? Wie bringe ich das gar dem Spieler bei? Arndt: Den Gastwirt können Sie sicherlich mit Argumenten
und Zahlen überzeugen. Was den Spieler angeht, können wir uns doch nur
freuen, wenn er ein bestimmtes Gerät fordert, denn damit hatte er wohl schon
seine Erfolgserlebnisse. Ich erinnere da an die Zeiten des Crown, des Disc
oder Venus Multi. Die Geräte lebten doch von der Mundpropaganda, und der
Aufsteller hat dennoch nicht schlecht verdient. Der normale
Gaststättenspieler hat doch ganz andere Ambitionen als der Spielstättengast.
In vielen Spielstätten, das kann ich Ihnen sagen, findet im Augenblick ein
Prozeß der Vereinsamung statt. Manchmal sind nur zwei Geräte besetzt.
Früher war das anders. Da gab es weitaus mehr Spieler, und die spielten auch
noch länger. Dadurch ist die Spielstätte auch Kommunikationspunkt
gewesen. Der Gast in der Spielstätte oder auch in der spielorientierten
Gaststätte stellt ganz andere Ansprüche an das Gerät. Und wenn er sich nicht
befriedigt sieht, bleibt er zunehmend weg. Für diese Spieler brauchen wir
Geräte mit höheren Auszahlquoten, und deshalb ist es gut, daß uns durch das
EuGH-Urteil wieder bessere Gestaltungsmöglichkeiten gegeben worden sind. Wacker: Was nützt das, wenn der Spieler kein Geld hat! Es
ist zu wenig Kaufkraft vorhanden, und darunter hat eine Vergnügungsbranche
wie unsere als erste zu leiden. Arndt: Ist ja richtig. Aber es kommt nun mal hinzu, daß
gleichzeitig das Spielen am Automaten teurer geworden ist. Bei Faktorgeräten
mit Auszahlquoten um die 66 Prozent mußte der Spieler, wie ich schon
erläutert habe, zehn Pfennig für ein Spiel bezahlen. Bei einem 40
Pfennig-Gerät mit 52 Prozent Auszahlquote gleich 19 Pfennig pro Spiel. Das hat
Stammspieler verprellt und potentielle neue Spieler abgeschreckt. Und wenn
wir jetzt die Möglichkeit haben, dem Spieler wieder mehr Spielzeit und
unterhaltsamere Spiele mitzugeben, dann wird sich das auch multiplizieren.
Der eine sagt das dem anderen und er wieder dem nächsten. So kommen auch
wieder neue Leute an die Geräte heran. Wir müssen nur differenzierter
betrachten, welches Gerät mit welcher Auszahlquote an welchen Platz gehört. Wacker: Ich befürchte nur, daß es allzuweit auseinanderklafft.
Dann bin ich als Aufsteller nicht mehr in der Lage, meine Geräte optimal
einzusetzen. Vor allem, wenn sie nach einiger Zeit von Platz zu Platz
ausgetauscht werden müssen. Wenn wir eine Quotenbandbreite von 52 bis 70
Prozent und mehr haben ... Arndt: Niemand sagt doch, daß es so extrem kommen muß, Herr
Wacker. Ich nehme an, daß sich alles im Bereich von 60 bis 68 Prozent
abspielen wird. Wacker: Dann bin ich einverstanden! Daß wir über 60 hinauskommen
müssen, ist klar 65 geht als Obergrenze vielleicht auch noch. Dann sind wir
beide wenigstens nicht mehr so ganz weit auseinander.
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Scheibe, Walze, oder was?
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Spielspaß
für Individualisten Nischengeräte im Geldspielbereich sind interessant, aber
auch mit einem Risiko verbunden. Ihre Akzeptanz hängt größtenteils von der
Weitsicht des Unternehmers ab, sie richtig zu plazieren. Über eines dieser
Ausnahmegeräte sprach die Redaktion mit Helmut Besse, Geschäftsführer des
adp-Gauselmann-Industrievertriebes AUTOMATEN MARKT: Das Geldspielgeräte-Angebot wird in
erster Linie geprägt von Scheiben- und Walzengeräten. Roulette-, Würfel-,
Kartenwender- und Monopoly-Automaten gehören ebenso zu den Nischengeräten
wie der neue Merkur Trumpf As als Bildschirmgerät. Erkennt der Spielgast den
Bildschirm als Gewinnsymbolträger an? Helmut Besse: Sicher sind die meisten Geräte mit Walzen
oder Scheiben ausgerüstet. Doch das darf uns nicht hindern, andere interessante
Darstellungsformen anzubieten. Oft ist es so, daß dann im Laufe der Zeit
völlig neue Spielerschichten gewonnen werden und die Unternehmer damit eine
individuelle Spielerschaft ansprechen und halten können. Dies beweist die Akzeptanz
der Bildschirmgeräte seit vielen Jahren. AM: Wie lange gibt es Bildschirmgeräte aus dem Hause
Gauselmann? Besse: Das erste Bildschirmgerät aus adp-Produktion war der
Merkur Kreuz As, der 1985 eingeführt wurde. Die Fortentwicklung brachte dann
Geräte wie den Super Kreuz As, Top As und jetzt - brandneu - den Trumpf As.
Insgesamt mehr als 10 000 verkaufte Bildschirmgeräte beweisen, daß sie ihre
Berechtigung haben. Überdurchschnittliche Kassen während der gesamten
Aufstellzeiten sind ein weiterer Beweis. Für die Aufsteller ist die
Handhabung darüber hinaus auch im wahrsten Sinne des Wortes leichter
geworden. Früher produzierte Geräte brachten 65 Kilogramm auf die Waage,
heute wiegt der Trumpf As gerade noch 42 Kilogramm. Trotz der großflächigen
Panoramascheibe hat er die Abmessungen eines normalen Geldspielgerätes und
ist universell einsetzbar. AM: Können Sie etwas detaillierter zur Technik des Gerätes
Stellung nehmen? Besse: Wir haben hier die neuesten technischen Erkenntnisse
einfließen lassen. Da ist zunächst der sehr flache und hochauflösende
Bildschirm. Die Technik entspricht der Profitech 3 000-Linie, die sich im
wesentlichen auf die Flexibilität der CPU, der manipulationssicheren
Münzeinheit und des hervorragenden Netzteils bezieht. Der Trumpf As ist außerdem
mit dem Japan Cash-Geldscheinakzeptor nachrüstbar. Unter dem Strich ergibt
sich damit eine äußerst hohe Betriebssicherheit und ein minimaler Wartungsaufwand.
Noch einmal zurück zum Bildschirm. Bei unserer Darstellung auf dem
Bildschirm werden nicht nur die Kartensymbole präsentiert. Was einmalig bei
Bildschirmgeräten ist, ist die gleichzeitige Anzeige der Bedarfsfelder wie
Münzspeicher, Sonderspielezähler und so weiter. Darüber hinaus wird der
Spielgast durch eine leicht verständliche Bedienerführung zum Spielen
animiert. Diese Spielanleitung verfügt über farblich unterlegte Pfeile, die
auf die unterschiedlichen Funktionen hinweisen. Denken Sie nur an die vielen
Bildschirmarbeitsplätze und privaten PCs, die gerade die jüngere Generation
heute von Kindesbeinen an begleiten. Es ist selbstverständlich, daß wir
heute Spielanleitung und Bedienerfiührung auf dem Bildschirm haben. AM: Also ein Gerät für jüngere Spielgäste? Besse: Nein, wir sind selbst überrascht, daß nicht nur
jüngere Spieler den Trumpf As auf Anhieb überdurchschnittlich akzeptieren,
sondern auch und gerade etablierte, ältere Spielgäste, die sich einfach mit
diesem Gerät identifizieren, um damit selbstbestätigend im Trend zu liegen.
In den Merkur-Spielotheken liegen die weit mehr als 100 eingesetzten Trumpf
As in der Spielfrequenz und Kasse mit an der Spitze. AM: Was ist so besonderes am Spielsystem des Trumpf As? Besse: Das Spielsystem ist gekennzeichnet von allen neuen
Erkenntnissen des Marktes. So haben wir - bedingt durch die
Gewinnkombinationen über Spielkarten, die in zwei Ziehungen auf dem
Bildschirm aufgedeckt werden und nach der ersten Ziehung eine
Halte-Empfehlung beinhalten - die entsprechenden Gewinneinstiege. Diese
führen dann zum möglichen Risiko, wobei selbstverständlich das bekannte
Klick-Klack-Feature am Ende der Risikoleiter mit 40 oder 50 Sonderspielen zur
entsprechenden Anzahl von Jumbo-Spielen führen kann. Die beiden Power-Pots
stellen die Spitze dar, die bis zu 100 Sonderspiele bei ihrer Auslösung
versprechen. Größtmöglicher Gewinn ist ein Royal , Flush, der 100
Sonderspiele direkt und weitere 50 dann bringt, wenn im nachfolgenden Spiel
ein Gewinn einläuft. AM: Wie ist die Auszahlquote bemessen? Besse: Beim Trumpf As wird die Auszahlquote in erster
Linie durch das strategische Spiel bestimmt. Daneben ist aufgrund der
Mathematik die Auszahlquote an die Bedürfnisse des Marktes nach dem
EuGH-Urteil angepaßt und liegt bei mehr als 60 Prozent. Wenn der Spielgast
eine optimale Taktik anwendet, bestimmt er seinen Erfolg am Gerät selbst.
Damit behält die alte Aufstellerregel gerade beim Trumpf As ihre Gültigkeit,
derzufolge es heißt, wenn der Spielgast seine Freude hat, kommt auch der
Aufsteller auf seine Kosten. AM: Wo ist dieser Gerätetyp sinnvollerweise zu plazieren? Besse: Eigentlich darf der Trumpf As in keiner Spielstätte
fehlen, denn überall gibt es Spielgäste für Geräte, deren Gewinnermittlung
nicht ausschließlich per Scheibe oder Walze erfolgt. Und es sollte natürlich
nicht in Gaststätten fehlen, in denen das herkömmliche Kartenspiel zum
Aufenthaltsvergnügen gehört. Ganz einfach ein Gerät, das das
Angebotsspektrum deutlich erweitert und besonders die Individualisten
anspricht. |
Industriespionage
Doch wer weiss nun, welche Spielsysteme Zukunft haben? Vorsichtig nähert sich die Branche ihren wahren Kunden, den Spielern. Doch die rücken ihr Wissen einfach nicht heraus. Da sind Spionagemethoden gefragt. Heutzutage hätte es die Branche einfacher: Einfach die Goldserie fragen.
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Von
der Industrie erwartet Scheele, der sich im Forum Junger Automatenunternehmer
engagiert, „unkompliziertere Spielsysteme mit mehr Aktionen". Denn:
„Die Spieler wollen denken und nicht nur Knöpfe drücken." Wolfgang
Scheele gesteht zu, daß es „die Automatenhersteller beim Entwurf neuer
Features ungemein schwer haben, da sie nicht auf verwertbare Informationen
der Spieler zurückgreifen können. Die wirklichen Profi-Spieler schotten sich
mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung ab. An die kommt man nur wie ein Undercoveragent
heran" so seine Erkenntnis. |
Die geheimen Wünsche unserer Spielgäste enthüllt
Man beackerte die Spieler nun auch mit wissenschaftlichen
– statistischen Methoden. Für das Marketing der Automatenunternehmer liefert
die „Marketingorientierte Spielhallenanalyse" Hinweise auf Spielerverhalten
und –erwartungen. Findet Ihr Euch wieder?




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Vermischtes |
IMA 1994
Die Branche feiert, auch wenn es nicht viel zu feiern gibt.

Elektronik-Recycling
von Geldspielern
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Zulassung abgelaufen, wohin mit der
SCHROTTKISTE ? Hier eine grüne Tonne, da
der Restmüll und auch noch der gelbe Sack für Kunststoff. Ach ja, Altpapier
und Altglas gibt es ja auch noch. In den privaten Haushalten hat man sich
mehr oder weniger daran gewöhnt, den Müll nach verschiedenen Fraktionen zu
sortieren und getrennt zu entsorgen. Aber wie sieht das eigentlich mit den
gewerblichen Abfällen aus? Gemeint sind in diesem Fall
nicht die unzähligen Kippen und Einwegverpackungen aus dem Getränkeangebot in
den Spielstätten, sondern die sogenannten Altgeräte. Die Geräte also, die
nicht mehr laufen, die ausgenudelt sind und von den Aufstellplätzen
verschwinden. Sie können nicht einfach mit dem normalen Müll entsorgt
werden, dürfen erst recht nicht auf die nächste Deponie oder gar in den Wald
gekarrt werden. |