Automatenpedia
1990
Neuigkeiten
der Version Januar 2010 Von
Eseka für Goldserie e.V. |
Neue Automaten des Jahres 1990
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Ergänzt um Fotos, die bei
der letzten Auflage noch fehlten, und Werbetexte:
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Gerät |
Hersteller |
Foto |
Mein Kommentar |
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4 Asse |
Adp |
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Grand Hand Blätterkarten
und das bekannte Poker-Spielsystem in neuem Gewand. Die beiden Jackpots
füllen sich durch Kombination von Assen und anderen Karten. Mit etwas taktischem
Geschick kann man darauf spielen, dass die mittlere Karte zuletzt beleuchtet
wird und eine attraktivere Serienausspielung gewinnt. Die Sonderspiele zahlen
deutlich über 50%, ähnlich wie Supersonderspiele am Grand Hand, so dass 100
Spiele oft über 150DM gewinnen. Dafür ist der Einstieg in die Risikoleitern
mager. Erfolgreich riskierte 1,70DM ergeben gerade mal 1 Sonderspiel! Werbetext: Dejä
vu Eine
Neuentwicklung mit Wiedererkennungswert präsentiert die Stella Electronic
GmbH. Das Geldspielgerät Venus 4 Asse ist der direkte Nachfolger des Grand
Hand und basiert ebenfalls auf der Kartenwendertechnik. Das bewährte
Spielsystem baut auf dem Prinzip des Pokerspiels auf und richtet sich in
erster Linie an den Spielgast, der Spaß am Zusammenstellen von
Kartenkombinationen hat. Das
Herzstück des 4 Asse bilden nach wie vor die fünf Kartenwender, die die
Gewinnkombinationen anzeigen. Aufgefrischt wurde das Gehäuse mit
Panorama-Scheibe und neuem Design. Neu sind auch die beiden Doppel-Jackpots,
die aus sich überlappenden Einzel-Jackpots bestehen. Wird ein Jackpot
komplett, kommt es zu einer Ausspielung zwischen einem und 90
Top-Sonderspielen. Sind 2 Jackpots aufgefüllt, so erhält der Spieler eine
Ausspielung zwischen 2 und 100 Top-Sonderspielen. Bei bis zu 10
beziehungsweise 12 Top-Sonderspielen kann durch eine „Karte gehalten"-Taste
zwischen den Risikoverhältnissen 1:1 und 1:3 gewählt werden. Bei 1:3 wird,
bei Risikoerfolg, die übernächste Stufe erreicht. Die Sonderspiele sind
ausschließlich TopSonderspiele und bereits ein Ass bringt einen Gewinn von
drei Mark. |
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Amigo |
Playmont |
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Das Spielsystem ist nicht
ganz so außergewöhnlich wie die Optik. Im Prinzip ist die mittlere
Risikoleiter dem Multi nachempfunden. Der lustige Joker hat
Kultstatus. |
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Arcon |
Bally Wulff |
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Ein belangloser Aufguss
des King II Spielsystems. Werbetext: Jugendlich
frisch Jung
und dynamisch - so präsentierte der Berliner Automatenhersteller Bally Wulff
das jüngste Kind aus seiner Entwicklungsabteilung: den Geldspieler Rototron
Arcon. Das
Spielsystem mit fünf Jackpots bedeutet fünfmal Spannung und fünfmal
Spielerlebnis. Mit der rechten und der linken Walze werden Punktekonten angesammelt
und können je nach Strategie transferiert werden. Bei Ausspielungen auf den
beiden Risikoleitern füllen sich der rechte und der linke Bonus: Die große
Ausspielung im Mitteltableau rückt in greifbare Nähe. Wird der Superbonus im
Spielverlauf angefüllt, gibt es statt einer Ausspielung zwei bis vier
Kronenspiele, das heißt einen Supergewinn. Für
modernstes Spielvergnügen, so ist man sich in Berlin sicher, wird der Rototron
Arcon mit seinem jugendlich frischen Design sorgen. |
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Arcon 2 |
Bally Wulff |
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Es ist nicht bekannt, was
der Unterschied zum Arcon darstellt. Nach Aussage eines Entwicklers von Bally
Wulff wurde die „2“ oder auch die „II“ oft für zweite Versionen verwendet, wenn
die PTB etwas an der ersten Fassung auszusetzen hatte. Das waren manchmal
einfach nur Scheibentexte. |
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Black Queen |
Bergmann |
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Optisch interessant mit
schwarzem Scheibenhintergrund und schwarzen Scheiben, doch spielerisch wenig
Neues. Einzig der Risikoschritt von 25 Sonderspielen auf 30
Supersonderspielen verkürzt etwas den Weg zu den begehrten besseren
Sonderspielen. Auch im mittleren
Ausspieltableau, das fast rekordverdächtig viele Felder enthält, erscheinen
viermal Supersonderspiele. Was den Ausspielwahrscheinlichkeiten gar nicht gut
bekommt und meist mit Frustergebnissen für 3 Kronen endet. Nicht gerade das,
was Spieler möchten. Werbetext: Königlich Einen
königlichen Auftritt bescherte das Haus Bergmann seinem neuen Geldspielgerät
Crown Black Queen auf der IMA in Frankfurt. Da der Automat über die
Spielinhalte des Crown Super Plus verfügt, sieht man in Rellingen keine
Probleme bei der Marktakzeptanz des Gerätes. Zu
den inhaltlichen Varianten auf Basis der Risiko- und Ausspielelemente gehört
beim Black Queen beispielsweise der sogenannte „Doppelsprung". Dieser
bedeutet bei Erscheinen des KroneSymbols auf dem mittleren Umlaufkörper für
alle Drei-Mark-Gewinne ein Splitting (innerhalb wie auch außerhalb der
Serien). Das ergibt mehrere Risikoangebote. Der Teilbetrag von 1,70 Mark kann
direkt gegen eine Ausspielung oder 80 Pfennig plus Wiederholung riskiert
werden, der Differenzbetrag von 1,30 Mark gegen Steigerung oder Nichts. Weitere
neue Spielanreize finden sich in der „Serien-Umwandlung", bei der
Sonderspiele beim Erreichen von Maxi-Multi-Serien automatisch in die gleiche
Wertigkeit umgewandelt werden. Außerdem gibt es eine „Risiko-Rückversicherung",
bei der man nach Erzielung von 30 Super-Plus-Sonderspielen oder 32
Sonderspielen auf den Risikoleitern nicht mehr alles verlieren kann. Bei
anschließendem Risikoverlust wird immer ein Gewinn von 16 Sonderspielen
garantiert. Viele
Gewinnmöglichkeiten beleben beim Black Queen die Spielfreudigkeit. Dazu
gehört auch, daß bereits mit 3 Kronen-Symbolen die Ausspielung im
Mitteltableau erreicht wird. Das bedeutet eine Chance für 100, 50, 40 oder
30 der begehrten Maxi-Multi-Sonderspiele. |
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Cash Time |
NSM-Löwen |
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Ähnlich dem Rheingold
wurden neben den bekannten Sonderspielen CashTime Spiele verwendet. In einem
komplizierten Bonussystem mit 5 korrespondierenden Zählwerken warfen 8
CashTime Spiele ähnlich wie normale 24 Sonderspiele. Dies überforderte die
Spieler offensichtlich, oder die „niedrigen“ Zahlen waren optisch nicht
attraktiv, so dass das Gerät kein Erfolg war. Heute ein gesuchtes
Sammlerobjekt. |
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Center |
Mega |
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Die damals junge Firma
Mega versuchte dem altbekannten Disc System neues Leben einhauchen, was
bemerkenswert gut gelang. Der mittlere Ausspielplan mit verschiedenen Ebenen,
in denen durch Risikoerfolg oder Ausspielerfolge aufwärts geklettert wurde,
waren höchst kurzweilig. Werbetext: Auf
der IMA'90 wurde es erstmals präsentiert, das Mega-Center, das neue
Geldspielgerät der Limburger Entwicklungsfirma Mega-Spielgeräte. Das
übersichtliche Spielsystem auf der Basis von drei Scheiben stellt das RisikoSpiel
klar in den Vordergrund. Zentral, im „Center", liegen die Hauptattraktionen: ·
Eine Mittelleiter, in der vor allem in Serien und ganz besonders in
Hit-Serien 3-Mark-Gewinne in einem Schritt in eine Ausspielung von bis zu 24
Sonderspielen riskiert werden können. ·
Ausspielungen, die der Spieler mit der Start Taste auslösen kann. Sie
geben dem Risiko-Spiel die rechte Würze. Höhepunkt sind die auch dort
gewinnbaren Hit-Sonderspiele. ·
Eine besonders hochwertige Ausspielung für 5 Kometen mit bis zu 100
Sonderspielen. Hit-Spiele
zeichnen sich durch eine höhere Gewinn- und Risikohäufigkeit aus. Neu sind
Freispiele, die beim Mega-Center in Serien gewonnen werden können. Dank
ihnen können Serien fast ohne Einsatz abgespielt werden. Wie
schon die bisherigen Mega-Geräte ist auch das Mega-Center adp-kompatibel,
das heißt, alle Standard-Baugruppen stimmen mit denen von adp überein. |
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Derby |
Playmont |
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Eine weitere Variante des
Roulette-Spielsystems, das Playmont seit über zehn Jahren immer wieder
verwendet. Ich hatte mal ein ähnliches Gerät und habe es nie geschafft, mit
einer gespielten Zahl 100 Sonderspiele zu gewinnen. Dazu musste die Zahl
viermal hintereinander einlaufen. Wahrscheinlichkeit schwierige 13hoch4 =
1:28561. |
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Diplomat CD |
Bally Wulff |
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Der
Diplomat glänzte durch ein kompliziertes Bonuspunktsystem, das in
außerordentlicher Weise taktisches Spiel ermöglichte. Der linke Bonuszähler
füllte sich mit Punkten, wenn Gewinne für Kronenkombinationen nicht
angenommen wurden. Je höher der Zähler, desto mehr Punkte wurden auf dem
rechten Zähler aufgezählt, wenn auf der mittleren Scheibe im unteren
Ablesefenster eine Medaille erschien. Die
Punkte des rechten Zählers konnten in jedem Spiel und beliebig gegen
Sonderspiele oder die große Ausspielung eingetauscht werden. So konnte man
aus mehreren kleinen Kronenkombinationen den Hauptgewinn „sammeln“. Der Nachfolger Admiral ergänzte das Spielsystem um Punkte, die für das Riskieren von Gewinnen und Sonderspielen aufgezählt wurden. |
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Disc Hit |
Adp |
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Ein Disc Verschnitt, der
nur durch vielfältige Scheibenfarbkombinationen auffiel. Werbetext: Anpassungsgenie Auf
der IMA hatte er einen großen Auftritt. An einer überdimensionalen Wand
reihte sich ein Disc Hit an den anderen. Aus einer Palette von zehn Farbkombinationen
konnten sich die Messebesucher ihren „Hit" auswählen. Klarer Sieger
wurde der Disc Hit mit der Kombination weiß/weiß. Besondere
Spielfeatures des Geldspielgerätes sind die Seriengewinne, die bereits nach
drei Geldgewinnen auf der rechten Risikoleiter möglich sind. Außerdem bieten
die Hit-Sonderspiele zusätzliche Anreize für den Spieler. Dort können
Drei-Mark-Gewinne durch ein Kleeblatt riskiert werden. Die
serienmäßige Ausstattung besteht aus der Münzeinheit ohne Rohrstandsmessung
und Alarmanlage. Wahlweise ist das Gerät mit einem 10- bzw 20Mark-Akzeptor
und elektronischem Münzprüfer erhältlich. Als Sonderzubehör wird ein
Münzeinlauf für den elektronischen Münzprüfer angeboten. |
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Disc Profi |
Adp |
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Auch wenn der Profi
aussieht wie ein weiterer Disc Verschnitt, hatte er es faustdick hinter den
Ohren. Erstmals und meines Wissens nie wieder wurde ein Risikoschritt
über beliebig viele Stufen bis zum Maximalgewinn angeboten. Die
Wahrscheinlichkeiten waren in einer Tabelle unter der mittleren Scheibe
angegeben und betrugen für den Schritt von 30Pf auf 48 Sonderspiele 1:256.
Mathematisch korrekt 2 hoch 8. |
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Game |
Mega |
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Uninspirierter Nachfolger
des Mega As. Werbetext: Kartenspiel Der
Mega Game ist das neueste Geldspielgerät der Limburger Entwicklungsfirma
Mega. Abgesehen
vom Risiko werden alle Seriengewinne durch ein Kartenspiel gesteuert.
Spielerisch und optisch dominiert dabei der Kartenfächer, ein Lichtjackpot,
der es in sich hat. Sein Aufbau wird über die beiden Mittelscheiben
gesteuert. Ist der Fächer voll, gibt es bis zu 100 Sonderspielen. Auch bei
der Serienkombination kommen die Karten mit ins Spiel. Je nach ausgespielter
Karte variiert die Gewinnhöhe, wobei auch hier bis zu 100 Sonderspiele
gewonnen werden können. Neben
dem Kartenspiel sind alle Standardelemente eines Geldspielgerätes vorhanden:
Hit-Serien als Krönung beider Leitern, unbegrenzte Teilgewinnübernahme,
End-Chance und mit „Start" auslösbare Serienausspielungen. |
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Jacky Super |
NSM-Löwen |
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Der Jacky Super setzte
die sehr erfolgreiche Jacky Serie fort und erschien in vielen Gehäuse- und
Farbvarianten. Darunter die heute gesuchte „Jukebox“ Variante, „Classic“
genannt, mit seitlichen Neonröhren. Beim Jacky Super wurde
die Jackpot Leiter um zusätzliche Felder für Supersonderspiele erweitert. Die
Spieler merkten aber schnell, dass die Auslösung viel seltener erfolgte und
die Jackpots meist auf 100 standen und lockten. Neu war auch die
Ausspielung bei 5 und 6 Sonderspielen, bei der garantiert Supersonderspiele
gewonnen wurde. Sehr gut geeignet für taktisches Spiel. Erst 10-20 normale
Sonderspiele annehmen und dann so schnell wie möglich umwandeln. |
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Jacky Super Young Line |
NSM-Löwen |
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Noch eine Jacky Super
Varianten. |
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Jacky Super Young Line (Classic-Version) |
NSM-Löwen |
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Noch eine Jacky Super
Varianten. |
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Jacky Super Traditional |
NSM-Löwen |
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Scheibenvariante des
Jacky Super |
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Jacky Super Traditional |
NSM-Löwen |
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Scheibenvariante des
Jacky Super, hier in der Classic Version. |
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Joker Trumpf |
adp |
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Auch wenn es so aussieht,
hatte der Joker Trumpf nicht die sich öffnenden Fenster des Sesam. Es waren
immer nur zwei Symbole sichtbar. Optisch auffällig: Die Gewinn- und
Sonderspielwerte in der Risikoleiter wurden grösser und „runder“ im Vergleich
z.B. zum Disc Profi. Ein Trend der sich bis heute fortsetzte. |
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Kreuz As „B“ |
adp |
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Neuauflage des Kreuz As
von 1985. Das Spielsystem ist unverändert. |
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Magic Card |
NSM-Löwen |
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Besonderheit war die
„Blätterkarte“, bei NSM-Löwen eine echte Seltenheit. Sie spielte jedes Spiel
zusätzliche Chancen aus, z.B. 3DM-Joker-3DM für direkte 100 Sonderspiele.
Dieses offensichtlich kurzweilige Zusatzspiel führte gefühlt jedoch sehr
selten zu zusätzlichen Gewinnen. Verschiedene
Gehäusevarianten siehe Jacky Super, damals eine Spezialität von Löwen. Werbetext: Doppelgerät Zwei
Fliegen mit einer Klappe will NSM/Löwen mit seinem neuesten Walzengerät
Triomint Magic Card schlagen. Besonderheit: das Geldspielgerät hat einen
zusätzlichen Kartenwender mit eingebaut. Im
ansonst bewußt einfach gehaltenen Spielsystem sorgt das neue Feature für
Extra-Chancen durch dynamischen Gewinnaufbau. Dieser doppelte Unterhaltungsaspekt
soll noch mehr Spannung und Abwechslung ins Spiel bringen. Als weiterer
Anreiz winken dem Spieler erhöhte Chancen durch grüne Extragewinnfelder neben
den üblichen Goldfeldern. Besonders ins Auge fällt die nachtblaue Scheibe,
umrahmt von einer schillernden Neonröhre. |
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Merkur Pro |
Adp |
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Abgeguckt! Würde man in der
Schule rufen. Herr Gauselmann bediente sich bei der Konkurrenz. Die
Stufenjackpots beim Arena, die aufschaukelnden Ausspielzeilen beim Crown
Winner. Eins der
farbenprächtigsten Geräte vor der LED-Ära. Werbetext: Jubiläumsgerät Rechtzeitig
zum 13. Merkur-Geburtstag lief der neue Merkur-Nachfolgervom Band. Das
Jubiläumsgerät Merkur Pro baut auf allseits bewährte Spielideen, kombiniert
mit neuen Features. Wie
seine erfolgreichen Vorfahren, die legendären Merkur B und Merkur Gold, ist
der Merkur Pro ein Walzengerät mit 3-2-1 Gewinnfeldern, sechs Gewinnlinien
und dem Merkur-Stern als Gewinnsymbol. Mit dabei sind auch die zwei
Risikoleitern und die 100er Serie im Direkteinlauf. Außerdem bietet das neue
Gerät Sonderund Top-Sonderspiele und viele Gewinnausspielungen. Neben
all den bewährten Spielzügen gibt es natürlich auch einige Neuheiten.
Beispielsweise das DreifachAusspieltableau. Je nach eingelaufener
Gewinnkombination erfolgt eine Ausspielung auf den drei Ebenen. Der Spieler
kann nun von der unteren Ausspielebene, beginnend mit drei Sonderspielen,
über die Ausspielung der anderen beiden Ebenen bis hin zu 100 Sonderspielen
oder 50 Topspielen klettern. Erstmals wird mit Merkur Pro ein Merkur-Gerät
mit zwei Jackpots_ die ieweils schnell aufgefüllt werden, angeboten. Ferner
ist das Jubiläumsgerät als erstes Merkur-Gerät mit einer Freispielanzeige
auf Diodenleiste ausgestattet. Kommt es zu überzähligen Freispielen, werden
diese als Geldeinsatz übernommen. Die
Ausspielvielfalt bei Merkur Pro wird optisch unterstützt durch gleichfarbige
Gewinnzahlen auf Walzen und Frontscheibe. Leuchtanzeigen weisen den Spielgast
auf Spielmöglichkeiten hin. |
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Miami |
NSM-Löwen |
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Scheibenvariante des
erfolgreichen „Arena“. Start von 5 und 6
Sonderspielen in der mittleren Supersonderspielauslosung. Dadurch war
taktisches Spiel möglich, z.B. Aufbau von 10-20 normalen Sonderspielen und
dann Umwandlung in Supersonderspiele. |
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Multi Excellent |
Adp |
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Noch ein Multi Klon. Diesmal
mit Freispielen statt zusätzlichen Sonderspielen, was die Spieler gar nicht
mochten. Werbetext: Erbfolge Der
Nachfolger des Venus Multi ist da. Multi Excellent heißt das neueste
Geldspielgerät des Espelkamper Spielgeräteherstellers adp-Automaten. Die
bewährten Spielzüge des Vorgängers wurden beibehalten und um neue,
zusätzliche Features erweitert. Geblieben ist auch das ansprechende Design,
die Serienleuchte sowie das moderne Innenleben. Dazu zählen beispielsweise
die elektrische Münzeinheit und die Alarmanlage. Neu beim Multi Excellent
sind die Freispiele mit Diodenanzeige und der wählbare Risikoschritt
zwischen 1:1 und 1:3. Wie aus der adp-Ideenküche
gemeldet wird, sind aufgrund einer veränderten Auszahlquote die Einspielergebnisse
des Multi Excellent bei gleicher Spielzahl um 20 Prozent besser als die des
Vorgängergerätes. (Anmerkung Esteka: Erfolgreicher Vorgänger, Spieler
sind angefixt, wenn sie nur Multi sehen, Nachfolger optisch kaum verändert,
aber massiv niedrigere AQ. Danke, adp. Sagen die Aufsteller. Nicht die
Spieler. Die merken das nur am Spielspass und ihrem Portemonne.) |
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Multi Stern |
Adp |
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Besonderheit des
Multi-Stern waren drei Sonnenfelder auf der mittleren Walze: Einfach-,
Zweifach- und -erstmals- Dreifachsonne. Dies führte zu drei verschiedenen
Vollbildern mit 40, 60 und 100 Supersonderspiele. Ein grösserer Erfolg war
dem Gerät vielleicht verwehrt, weil es „nur“ mehr Gewinnfelder in
Supersonderspielen gab, nicht die beliebten Sonderspielgewinne für Symbole
auf der mittleren Walze. Werbetext: Himmlisch Zu
dem Clan der Venus Multis hat sich ein weiteres Mitglied dazugesellt. Auf der
IMA präsentierte das Haus Gauselmann ein neues Geldspielgerät, den Multi
Stern. Multi
Stern zeichnet sich durch ein attraktives Spielsystem aus. Mit dem
Spielfeature der Freispiele, für die beim nächsten Spiel kein Einsatz abgebucht
wird, entsteht ein erhöhter Spielanreiz. Von der äußeren Erscheinung ist die
Verwandtschaft mit der herkömmlichen Multi-Reihe erkennbar, so daß
Stammspieler sofort bekannte Features am Multi Stern erkennen. An
Geräten, die bisher noch keinen Geldscheinakzeptor besitzen, ist dieser
problemlos nachrüstbar, da der Ausschnitt dafür bereits vorgesehen wurde.
Es muß lediglich die Blendkappe entfernt werden. Der Multi Stern mit Akzeptor
ist für den Einsatz eines Geldscheinstaplers vorbereitet. |
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Multi Krone 2 |
Bally-Wulff |
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Es
geht doch! Mag man Bally zurufen. Nicht jedes Gerät muss gleich sein. Auch
wenn kräftig vom Multi geklaut wurde (mittlere Risikoleiter und Multispiele
mit weiteren Sonderspielgewinnen), hat man die Idee gut weiter entwickelt.
Symbole in Multispielen geben erst mal nur 3DM, die durch einen Risikoschritt
auf attraktive 4, 5 oder 7 Multispiele riskiert werden mussten. Optisch
zwar nur ein Trick, aber wirksam: Die drei roten Multiausspielfelder am
unteren Rand des Ausspielrings platzieren und so „leichter“ erreichbar
scheinen lassen als beim Multi oberhalb der Walzen. |
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Mystery |
Bergmann |
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Ein völlig untypisches
Spielsystem für Bergmann. Als die „Evolution“ des Risikospiels gepriesen, so
kann man von 5 Sonderspielen in die mittlere Mystery Serie drücken. Diese brachte
tatsächlich sehr unterschiedliche Gewinne. Von nichts bis zu 30 Multispielen.
Werbetext: Echt
was Neues Ein
übersichtliches Spielsystem, alle klassischen Elemente und dazu aber ein
völlig neuartiges Risikospiel bietet der Crown Mystery. Das Geheimnis des
neuen Geldspielers aus dem Hause Bergmann steckt in besonderen Serien, die
sich dem Spieler allerdings sehr schnell als attraktives Spielfeature
offenbaren. „Ich spiele gern und bin bekanntlich an der Entwicklung
verschiedenster Geldspielgeräte in unserem Haus maßgeblich beteiligt. Ich
kenne kein Gerät, das eine solche Faszination ausübt, wie dieses",
kommentiert Firmenchef Tjark Bergmann. „Eine einmalig gelungene Kombination
von besonderen Spieleffekten. Endlich mal was Neues", zeigt sich der
Unternehmer hoch zufrieden. Der
Reiz des völlig neu definierten Risikospiels des Crown Mystery steckt in
besonderen Serien. Diese Mystery Serien
können eben über das Risiko erreicht werden und haben es natürlich in sich,
wird in Rellingen versichert. In einer Mystery-Serie werden fünf
Mystery-Spiele gegeben, in denen bei „Wappen", „Krone" und
„Rotfeld" auf der mittleren Scheibe drei Mark gewonnen werden. Diese
Drei-Mark-Gewinne lassen sich durch Risiko wiederum in weitere MysterySerien
umwandeln (bis maximal zehn Mystery-Serien, bzw. 50 Mystery-Spiele erreicht
sind). Die
besondere Attraktion der Mystery-Serie sind aber die drei MysteryChancen.
Das sind Superchancen im klassischen Sinn, heißt es dazu im Haus Bergmann.
Bei „Krone" in der Mitte allein werden 5 bzw. 10 Sonderspiele oder 30
„Maxi"-Sonderspiele, bei 3mal „Krone" sogar bis zu 100 „Maxi"Sonderspiele
gewonnen. Das heißt, wenn in einer Mystery-Serie alle 3 Mystery-Chancen
getroffen werden, können anschließend 45 bis 100 „Maxi"-Sonderspiele
abgespielt werden. Außerdem werden alle zuvor bereits angezeigten
Sonderspiele |
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Nova Star |
Nova |
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Nova auf neuen Wegen.
Keine Jackpotzählerwerke, sondern fette Direktserien. Was einfacher aussieht
als zu holen ist, denn die getrennt laufenden äußeren Scheiben haben nun 13
und 9 Positionen, verglichen mit 8 und 5 bei den „Ur-Novas“.
Interessanterweise bleibt neben der Inflation der grossen Zahlen (alleine 4
verschiedene Hunderter-Bilder) auch Platz für ganz kleine. 1 Sonderspiel
durch Gewinnkombinationen zu gewinnen ist eine Rarität. Ein erfolgreiches,
modernes Gerät, mit den beliebten Startausspielungen bei 5 und 6
Sonderspielen. |
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Rex |
Bally Wulff |
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Die Einfallslosigkeit von
Bally Wulff treibt muntere Blüten. Das immer gleiche Spielsystem im xten
Aufguss. |
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Red Baron |
Bergmann |
Leider kein Galeriebild vorhanden, daher ein Anzeigenbild
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Die rote Hinterrundfarbe
soll an den legendären ersten „richtigen“ Crown erinnern, den „Red Crown“.
Ansonsten eher ein Bergmann typisches sehr einfaches Spielsystem. |
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Skipper |
Adp |
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Mega konnte nicht nur
attraktive Spielsysteme mit neuen Ideen kreieren – sondern auch 0815 Geräte
mit nachgeäfften Fremdideen. |
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SuperChance |
Stella |
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40,
50 und 100 Sonderspiele, beim Vollbild ausgespielt. erleuchten 4, 3 bzw. 2
Gewinnpunkte, die in den folgenden Spielen bis zu 96 weitere Spiele gewinnen können.
Damit ist dann die damals geltende 200er-Grenze fast erreicht. Das Gerät
lockt also mit sehr hohen Serien, die auch zu kräftigen Durststrecken führen
mussten. |
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Triple-Jolly |
Playmont |
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Seltenes
Gerät oder Prototyp, von dem nur ein Prospektbild bekannt ist. Der
Triple-Jolly besitzt nur eine Gewinnlinie und die mittlere Risikoleiter des
Amigo. Für drei Jolly werden dort nur die Felder 12/16/25 und 32 ausgespielt,
zusätzlich der Pfeil, der auf das mittlere Display zeigt. Was dort erscheint,
kann ich genauso wenig erklären wie den Sinn der rechten 1x/2x/3x/4x/8x
Felder. |
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Ultra Krone |
Bally-Wulff |
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Scheibenvariante des Multi Krone 2. Werbetext : Wertsymbol Rototron
Ultra Krone ist das jüngste Geldspielgerät aus dem Hause Bally Wulff. Der
Geldspieler zeichnet sich durch folgende Spielfeatures aus: - große Ausspielung: Minimum
40, Maximum 100 Multispiele; - viermal Multi-Ausspielung
direkt; - Risiko Transfer zum
mittleren Risikotableau; - Ausspielung bei Krone
allein oder 30-Krone-30; - Mini-Jackpot; -
Multi-Risiko; - Zähler bis maximal 200
Multi-/Sonderspiele. Das
ultra-moderne Frontscheiben-Design sorgt an jedem Aufstellplatz für
Aufmerksamkeit. |
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Venus Multi Pur |
adp |
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Ein merkwürdiger
Multiklon, der bei Symbolen in Supersonderspielen keine zusätzlichen
Sonderspiele warf, sondern bis zu 10 Freispiele. |
Automatenwerbung



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Erneut Umsatzminus der
Spielgerätewirtschaft Einbußen von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr Während die Wirtschaft in
der Bundesrepublik boomte und 4 Prozent zulegte, mußte die Münzspielbranche
erneut ein Umsatzminus von 1,4 Prozent hinnehmen. Geringen Trost gibt die
Tatsache, daß 1988 noch ein Rückgang von 4,2 Prozent verkraftet werden mußte.
Wenn das Umsatzbarometer auch etwas freundlicher ist, so kann jedoch kein
Wirtschaftszweig mit ständig sinkenden Zahlen leben. Vor allem dann, wenn
der Umsatzrückgang von 1,4 Prozent noch durch Rückkäufe der Industrie
geschönt ist. Da der Markt von älteren Geräten freigekauft wurde, geben die
Industrie- und Handelsumsätze kein realistisches Bild der tatsächlichen
Nachfrage. Ohne die geringen Pluswerte von Handel (1,7 Prozent) und
Industrie (1,9 Prozent) zeigt sich innerhalb der Gesamtbilanz bei den
Aufstellern ein Minus von 2,6 Prozent. |
Die Gier mancher
Aufsteller nach Aufstellplätzen im Osten artete zum Verteilungskampf aus, in
dem die Fetzen flogen. Offen wie selten wurden die Probleme von den
Automatenverbänden und den –zeitschriften aufgegriffen. Wenn man bedenkt, dass
folgendes sicher reichlich geschönt dargestellt ist, muss es zugegangen sein
wie im Wilden Westen.
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Ziegler nahm auch zur
Aufstellung in der ehemaligen DDR Stellung. Er selbst, der bis 1969
Aufsteller in der DDR war, bedauerte, daß die Kollegen „drüben" von
Westunternehmen überrollt würden. Ziegler sieht zwar, daß dies in allen
Branchen an der Tagesordnung ist, warb aber trotzdem um Fairneß und eine
Handlungsweise, die auch für die Zukunft kein Porzellan zerschlage.
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Bezüglich der Aufstellung
von Spielgeräten in der ehemaligen DDR konnten Roth und Riemer nur auf
vergangene Ausführungen verweisen. Nach beider Auffassung ist eingetreten,
was vielfach vorhergesagt wurde. Wie in guten alten Zeiten tun verschiedene
Aufstellunternehmer alles dazu beitragen, den Ruf der Branche wieder auf
Jahre zu schädigen. Nach der ersten Vertragswelle, so Riemer, ist jetzt die
Welle der Vertragsbrecher unterwegs. Dies will besagen, daß viele
Aufstellplätze, aus Unwissenheit oder Leichtfertigkeit, ohne die richtige
Zulassung gemacht wurden. Zur Zeit sind einige Aufstellunternehmer der
„zweiten Welle" dabei, die „erste Welle" bei allen möglichen
Behörden anzuschwärzen und die Verträge zunichte zu machen. Gut vorstellbar,
so Riemer, welchen Eindruck Verwaltungsleute, die auch noch in 10 und 20
Jahren dort sitzen, von einer Branche bekommen, die mit solchen Methoden
kämpft. Riemer rief die Aufstellunternehmer deshalb zu kollegialem Vorgehen
auf und bat sie, gewisse geschäftliche Dinge doch auf die „vornehme" Art
zu regeln. Schließlich könne man sich doch an einen Tisch setzen und Lösungen
finden, mit denen beide Unternehmer leben können, meinte auch Albert Roth zu
diesem Thema. |
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Beschluss der Automatenverände zu den
Wildwestmethoden einiger Aufsteller Geschäftliche Aktivitäten
in der DDR Alle Branchen der
Bundesrepublik versuchen zur Zeit ihr Glück in der DDR zu machen. Die einen
mehr, die anderen weniger. Die ersten Höhenflüge haben mit einer
Bauchlandung geendet, und viele Illusionen haben sich den realen Erwartungen
genähert. Teilweise hat die Euphorie sogar enormem Frust weichen müssen. In
der Automatenwirtschaft hat natürlich auch der Run nach Osten eingesetzt.
Vielfach suchen dort Unternehmer ein Geschäft zu machen, die sich
hierzulande nie aus ihrer Region herausgewagt haben. Die überzogene
Erwartungshaltung hat offensichtlich den Blick verklärt. Wenn ein Land wie
die DDR dann noch einen quasi rechtsfreien Raum eröffnet, dann besteht
natürlich auch die Gefahr, daß sich gerade die berühmten schwarzen Schafe
jeder Branche nicht an die Spielregeln halten. Die Automatenwirtschaft,
deren Spitzenverbände in der AMA organisiert sind, hat in einer Erklärung
sehr deutlich gemacht, was von ihr im Geschäftsalltag akzeptiert wird und
was nicht. Wer also in Verbänden organisiert ist, muß sich streng an diese
Regeln halten, will er nicht branchenschädigend handeln. Es gibt nicht viele
Branchen, deren Organisationen so deutliche Verhaltensregeln aufgestellt
haben. Hätten sie es getan, so wäre mancher Unmut, der bei DDR-Bürgern und
-Unternehmern entstanden ist, sicher nicht aufgekommen. Wichtig ist, daß
auch DDR-Automatenunternehmer, die, wenn organisiert, auch Mitglied in der
ZOA sind, ihre westdeutschen Mitbewerber auf diese Erklärung verweisen
können. Hier der Text der AMA-Resolution: „Im Zusammenhang mit der
Zunahme der gewerblichen Automatenaufstellung in der DDR könnte dort eine
ähnliche scharfe öffentliche Auseinandersetzung um das gewerbliche Münzspiel
drohen, wie wir sie hierzulande seit Jahren erleben. Um drastische
Konsequenzen und noch härtere Reglementierungen durch staatliche und
kommunale Institutionen zu vermeiden, bitten wir Sie dringend, die in der DDR
geltenden gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere die demnächst in Kraft
tretende Spielanordnung, zu beachten, und weisen darauf hin, daß die für
die Bundesrepublik beschlossene freiwillige Selbstbeschränkung der Branche
nach Inkrafttreten auch in der DDR eingehalten werden muß. Bei der Standortwahl von
Spielgeräten sollte unbedingt die Nähe von Schulen, Kindergärten und Jugendzentren
sowie Kirchen und Gedenkstätten vermieden werden. Nach gesetzlicher Zulassung
von Unterhaltungsautomaten mit Geldgewinn in der DDR sollten Geldspielautomaten
auch dort so plaziert werden, daß nicht mehr als zwei gleichzeitig bespielt
werden können. Auch eine optimale äußere Gestaltung der Spielstätte halten
wir für geboten. Als ein besonderes heikles
Thema könnte sich auch wieder einmal der Jugendschutz erweisen. Diese Diskussion
dürfte auch in der DDR in den Medien, im politischen Raum und innerhalb
gesellschaftlicher Institutionen geführt werden. Weisen Sie daher Ihr
Aufsichtspersonal und Ihre Partner in der Gastronomie bitte mit Nachdruck auf
die Brisanz dieses Problems hin. Es genügt, Jugendlichen bis zu 18 Jahren
den Zutritt zu Spielstätten und das Spielen an Geldspielautomaten in
Gaststätten zu verbieten. Auch die Werbung ist so zu gestalten, daß sie sich
zweifelsfrei nicht an Jugendliche wendet. Wenn wir nicht weitere,
schärfere Sanktionen im Steuerrecht, in der Genehmigungspraxis von Betrieben
und möglicherweise zusätzliche Einschränkungen des Automatengewerbes
riskieren wollen, müssen wir die soziale und kommunale Verträglichkeit des
Automatenspiels in der täglichen Praxis unter Beweis stellen. Die Möglichkeit, die
geschäftlichen Aktivitäten auf das Gebiet der DDR auszudehnen, ist auch eine
Chance der Bewährung unserer Branche. Eine Chance, die wir nutzen müssen,
denn wir brauchen politische und rechtliche Rahmenbedingungen, die ein
erfolgreiches unternehmerisches Handeln auch in der Zukunft ermöglichen und
sichern. Hierfür bitten wir im
Interesse der Branche und in Ihrem eigenen Interesse um Ihre Unterstützung. |
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Einig war man sich in
Berlin, daß die Entwicklung des Automatengeschäfts im Osten Deutschlands
sicher nicht so lief, wie man sich das von offizieller Seite gewünscht hätte.
Viele Unternehmer hätten sich weder faktisch noch psychologisch gut und
richtig verhalten, meinte Thüring. „Durch das Verhalten von so einigen
Kollegen haben wir uns ganz sicher keine Freunde gemacht", drückte sich
der Vorsitzende milde aus. Sorgenfalten zeigten sich bei diesem Thema auch im
Gesicht von IMS-Geschäftsführer Heinz Warneke. PR-Arbeit sei ständiges Rudern
gegen den Strom, meinte er. Nur wer ständig dranbleibe, komme wenigstens
Stückchen für Stückchen weiter. In diesem Sinne sei die IMS auch sofort in
Sachen öffentliche Meinung in der DDR aktiv geworden. Aber teilweise seien so
hohe Wellen geschlagen worden, daß das Boot sogar zurückgetrieben wurde,
blieb Warneke im Bild. Nicht gerade glücklich über diese Entwicklung erlaubte
sich Warneke die Frage, ob es denn nötig sei, mühsam abgestellte Fehler jetzt
zu wiederholen. Die Antwort darauf ersparte er sich. Bis zu einem gewissen
Maße hielt Hans Dieter Morgenstern aus dem Hause adp es allerdings für
normal, daß die derzeitige Entwicklung im Osten Deutschlands „nicht ohne
Ecken und Kanten" abgeht. Man habe es mit einem Prozeß ohne jedes
historische Beispiel zu tun, an den dementsprechend auch keine alten Maßstäbe
angelegt werden könnten. Wichtig für die weitere Entwicklung in der DDR
hielt Morgenstern die Kreativität und das Stehvermögen des privaten
Unternehmers. Auf dessen Schwung und Tatkraft habe schon 1953 Ludwig Erhard
gebaut, der damals in geradezu prophetischer Art und Weise voraussah: „In
politischer, wirtschaftlicher und menschlicher Beziehung wird die
Wiedervereinigung Deutschlands Kräfte frei machen, von deren Stärke und
Macht sich die Schulweisheit der Planwirtschaftler nichts träumen
läßt." Ausführlich skizzierte
Morgenstern den finanziellen Rahmen, in dem sich die Vereinigung Deutschlands
bewegen wird. Mit umfangreichem Zahlenmaterial festigte er die Prognose,
daß der Prozeß auch des wirtschaftlichen Zusammenwachsens ohne zusätzliche
Steuern zu bezahlen sei. Unberücksichtigt ließ er dabei höhere Staatseinnahmen
auf Basis der jetzigen Besteuerung, die sich durch die kräftigen
Wachstums-Impulse ergeben werden. In welcher Höhe sich das abspielen würde,
sei noch nicht vorauszusagen. Die Experten seien sich allerdings einig, daß
hier einiges zu erwarten sei. Zu schnell werden nach
Morgensterns Erwartung die wirtschaftlichen Blütenträume freilich nicht in
himmlische Regionen wachsen. Als Hauptprobleme der DDR-Wirtschaft stellte er
deren geringe Produktivität und völlig andere Struktur heraus. Hier müsse
mehr umgekrempelt werden, als sich so mancher vorstellen könne. Beispiel sei
hier unter anderem die Kette von HO-Läden, die komplett auf private Basis gestellt
werden müsse. Wie Morgenstern es sah,
werden deswegen auch die Bürger der Noch-DDR in der nächsten Zeit andere
Sorgen haben, als sich vordringlich mit dem Unterhaltungsspiel
auseinanderzusetzen. Eine Art Explosion des Freizeit-Marktes generell werde
es nicht geben. Andererseits müsse man aber darauf vorbereitet sein, daß
die Entwicklung zur westlich geprägten Freizeitgesellschaft schneller
verlaufe als bei allen bisher bekannten Modellen. Morgenstern war sich
sicher, daß die typischen Wohlstandsstufen Essen, Konsum, Freizeit im
Sauseschritt genommen werden. Es sei also sicher nicht falsch, die Zukunft
schon heute vorzubereiten. Wer es verstehe, sich mit
Fingerspitzengefühl, Sinn für Sensibilitäten und dem realistischen Blick für
das wirklich Machbare und Vernünftige dem noch fremden Markt zu nähern, habe
beste Chancen, auch darauf zu bestehen. |
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DDR-Spiel(ver)ordnung
Eine Merkwürdigkeit war die Schaffung
einer eigenen DDR-Spiel(ver)ordnung in der Zeit vor dem Anschluss der Neuen
Bundesländer an die Bundesrepublik Deutschland. Man war noch ein eigener Staat
mit einer Gesetzeskraft. Die oben beschriebenen Mißstände, bei denen westliche
Aufsteller den Glücksspiel-betreffenden rechtsfreien Raum derart schamlos
ausnutzten, erzeugte solch einen Druck auf die Ordnungsbehörden, dass für drei
Wochen eine eigene DDR-Spielordnung geschaffen wurde. Die bis auf kleine
Details der westdeutschen Regelung entsprach. Diese neue Ordnung war die
Grundlage für Bally Wulff, den „Bally Number One“ in aller Eile zu
veröffentlichen, ein Gerät nach den Regeln der kurzlebigen DDR-Spielordnung.
Siehe die Prototypen-Gerätevorstellung
für Vereinsmitglieder.
Eine überrascht klingende Eilmeldung des
Münzautomaten:
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DDR-Spielanordnung in Kraft Am frühen Nachmittag des 7.
September klingelte in der Redaktion das Telefon. Am anderen Ende der
Leitung: Dr. Bornecke, der Geschäftsführer des VDAI. Er wußte, daß wir gerade
im Seiten-Layout steckten und da immer noch Platz für eine eilige Meldung
„freischlagen" können.,,Sie ist in Kraft", sagte er nur kurz, und
wir wußten, was gemeint war. Um die DDR-Spielanordnung hatte es nämlich
einige Aufregung gegeben. Da wurde behauptet, sie sei schon in Kraft, andere
verneinten das, und wiederum andere behaupteten, sie würde niemehr in
Kraft treten, weil der 3. Oktober so nah sei. Jetzt ist sie da - entscheidend
ist der Tag der Veröffentlichung-, und wenn Sie dies lesen, gilt sie
vielleicht noch für drei ganze Wochen. |
Ein bissiger Kommentar
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Spielanordnung der DDR Was soll das? Die Frage nach dem Sinn und
Zweck mancher staatlicher Maßnahmen in der DDR ist mehr als berechtigt.
Vieles ist in den letzten Wochen und Monaten aufgedeckt worden, was einen nur
den Kopf schütteln läßt. Ebenso groß wie die Verwirrung der Taten, ist die
Verwirrung der Begriffe. So manches versteht man auch in der neuen
Spielanordnung der DDR nicht. Dies beginnt schon mit dem Begriff Anordnung.
Es lohnt sich nicht lange zu diskutieren, doch offensichtlich sind Politik
und Verwaltung noch sehr stark vom anordnenden Geist bestimmt. Verwirrend waren auch die
Umstände um den Zeitpunkt der Gültigkeit. Das Gesetzblatt selbst trägt die
Aufschrift „Ausgabetag: 4. September", und trotzdem war die Anordnung
an diesem Tag noch nicht rechtskräftig, weil sie nicht tatsächlich
ausgeliefert wurde. Verwirrung aller Orten. Bally Wulff hatte schon gemeldet,
daß die Anordnung in Kraft sei und ab dem 4. September Geräte mit ASMW-Zulassung
(ähnlich PTB) für die DDR angekündigt. Mitbewerber, Journalisten und
Verwaltungsleute waren teilweise ratlos, suchten in eigenen Nachlässigkeiten
und fragten sich, ob da Termine übersehen wurden, ob eigene Quellen
„drüben" nicht das Schwarze unter dem Nagel wert sind. Der VDAI stellte dann klar,
was Sache war: Die Anordnung war noch nicht gültig. Manch einer hatte sogar
Informationen, daß die Anordnung nie mehr gültig werden würde. Man stufte
es unter die Kategorie „Blödsinn" ein, extra für ein paar Wochen ein
neues Recht zu schaffen. Bis die Regelungen allgemein bekannt, beachtet und
wirklich angewendet werden würden, seien sie schon wieder ungültig, hieß es
da. Wobei dies nicht ganz stimmt, denn die Anordnung ist weitgehend
deckungsgleich mit der bundesdeutschen Spielverordnung. Am 3. Oktober kommt
also nicht schon wieder ein völlig neues Recht über die Aufstellunternehmer
in der DDR, sondern nur ein Recht mit ein paar recht unbedeutenden Abwandlungen.
Auf jeden Fall hatte Bally Wulff dann am Freitag, den 7. September, mittags
um 14.30 Uhr weitgehend Recht behalten. Man hatte sich weit aus dem Fenster
gelehnt und Glück gehabt.
Verwirrend ist in der
DDR-Anordnung auch die Regelung über die Grundsätze zur Aufstellung von
Spielgeräten und Veranstaltung von anderen Spielen (§ 6). Da scheinen die
Begriffe „Eigentümer" und „Besitzer" (ist auch Pächter)
durcheinander geraten zu sein. Versteht man die Anordnung in diesem Punkt
ganz wortgetreu, dann muß der Eigentümer einer Gaststätte in die Aufstellung
von Spielgeräten einwilligen. Diese Regelung könnte für den Fall erdacht
sein, damit die Betreiber von staatlichen Gaststätten nicht Gelder kassieren,
ohne sie an den staatlichen Inhaber abzuführen. Nach unserem Verständnis kann
es nicht sein, daß ein Eigentümer eines Hausobjektes in die Aufstellung von
Spielgeräten einwilligen muß, wenn er eine Gaststätte als Pachtobjekt ganz
vergeben hat. Im Verhältnis zwischen Eigentümer und Pächter kann dies zwar
vertraglich geregelt werden, es hat aber nichts in einer Spielver(an)ordnung
zu suchen. Die DDR-Spielanordnung
regelt auch die Aufstelldauer. Was der Aufstellerverband „Ost"
durchsetzen wollte, nämlich die unbegrenzte Aufstellung von Spielgeräten, ist
nicht Anordnungstext geworden. In § 14 Abs. 2 ist die Befristung auch für
die DDR eindeutig auf 4 Jahre festgelegt. Dies gilt auch in der
Bundesrepublik, ist aber an anderer Stelle geregelt. Abweichend von der
Spielverordnung hierzulande kündigt in § 17 die DDRAnordnung harte
Zwangsgelder in Höhe von 50 000 Mark an, wenn der Leiter des Gewerbeamtes dies
zur Durchsetzung von Auflagen für nötig empfindet. Es kann also richtig teuer
werden, wenn unbelehrbare Geister meinen, sie könnten jetzt „drüben"
immer noch „Wildwest" spielen. Jeder sollte sich auch darüber klar
sein, daß Fehlverhalten in der DDR dazu führt, daß er dort für immer keine
Erlaubnis zur Ausübung des Gewerbes erhält und sie sogar hier verlieren
kann, wenn seine Zuverlässigkeit in Frage gestellt ist. Ein hoher Preis für
ein bißchen Abenteuer. § 18 regelt dann noch die
Fälle, die es eigentlich gar nicht geben dürfte. In der quasi
„rechtsfreien" Zeit, in der viele nicht genau wußten, wer zuständig
ist, ist halt auch viel „wild" aufgestellt worden. Da wurden Genehmigungen
von fast jedem erteilt, der sich in der Nutzung eines Stempels auskannte.
Obwohl eigentlich nur der Staatszirkus zuständig war, hat jeder kleine
Bürgermeister sich für zuständig erklärt. Natürlich sind auch Geräte dabei,
deren Zulassung inzwischen abgelaufen ist. Verständlich, daß man nicht teuere
Spielgeräte dort einsetzt, wo es allenfalls gilt, den Platz zu sichern, die
Einnahmen aber noch gering sind. Nun regelt die Spielanordnung, daß diese
Geräte, die nicht den Erfordernissen des § 14 entsprechen (wie unsere
Spielverordnung), dürfen bis zum 31. Dezember 1991 in der Aufstellung
bleiben. Da freut sich manch einer. Doch wie so oft vielleicht zu früh. In
der Anordnung steht nämlich das Erfordernis „wenn sie vor in Kraft treten
dieser Anordnung zulässigerweise aufgestellt worden sind". Hierunter ist
halt nicht die Zulassung durch den Rat des Kreises oder der Stadt gemeint,
sondern nur durch den Staatszirkus. Alle Geräte, die diese Zulassung haben,
sonst aber nicht den Erfordernissen des § 14 entsprechen, dürfen noch mit
dieser Frist aufgestellt werden. Die Regelung des § 18 der
DDR Spielanordnung wird durch das Einigungsvertragsgesetz übernommen und
hat damit über den 3. Oktober hinaus Gültigkeit. Aus vielen ersichtlichen
Gründen ist es also doch schon wichtig, daß die DDR-Anordnung noch in Kraft
getreten ist und nicht ein weiterer Monat der Rechtsunsicherheit ins Land
geht. Für die Automatenwirtschaft, wie für alle anderen Branchen, war die
Zeit der Rechtsunsicherheit schon zu lange. Solche Zeiten werden regelmäßig
auch von den berühmten schwarzen Schafen jeder Branche genutzt. Da versuchen
sie, ihr Süppchen zu kochen. Was sie damit dem Ruf eines ganzen Gewerbes
antun, das läßt sie völlig kalt. „Kommen, kassieren, abhauen", heißt die
Parole. Auf solche Leute kann man getrost verzichten. Der Automatenwirtschaft
wird es gut tun, wenn geregelte Zeiten einkehren. Dies wünschen sich schon
lange diejenigen, die in der DDR seriöse zukunftsorientierte Geschäfte
aufbauen wollen. Den größten Vorteil wird dies den DDR-Aufstellern bringen,
die sich bisher oft an die Wand gespielt sahen. |

Interview mit Dieter Wulf
Interessante Einblicke in die
Geschichte der Unterhaltungsgeräte in der DDR liefert folgendes Interview. Was
ist eigentlich aus Dieter Wulf geworden?
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Heinz
Warneke (IMS) im Gespräch mit Dieter Wulf (DDR). Heinz
Warneke: Herr Wulf, Sie sind in der DDR für das Münzspiel zuständig. In allen
Ländern des östlichen Lagers liegt die Verantwortung dafür beim jeweiligen
Staatszirkus. Sie haben sich seit langen Jahren mit dem Münzspiel - mit und
ohne Gewinnmöglichkeit-beschäftigt. Was hat sich im letzten Jahrzehnt auf
diesem Sektor in der DDR getan? Dieter
Wulf: Bis zu Beginn der 80er Jahre haben die Schausteller und Aufsteller bei
uns überwiegend nur Altgeräte einsetzen können. Der Spieleinsatz betrug für
Unterhaltungs- und Gewinnspielautomaten jeweils zehn Pfennige. Die Automaten
mit Gewinnspiel tragenden Sammelbegriff UWAG
(Universal-Waren-Ausspielgerät). In den letzten Jahren bestand für diesen
Berufszweig - Schausteller und Automatenaufsteller - die Möglichkeit, über
den Weg der Schenkung Geräte aus dem NSW (Nicht-Sozialistisches
Wirtschaftsgebiet) einzuführen und gewerblich zu nutzen. Dabei waren gewisse
Fragen zu beachten, die vorrangig in der finanziellen Seite begründet waren.
100 Prozent des Neuwertes mußten als Zoll bezahlt werden. Dieser Einfuhrzoll
wurde später auf 20 Prozent gesenkt. In jüngster Zeit ist der Zoll ganz
weggefallen. Auch andere Dinge des Verfahrens- und Verwaltungsweges sind
zudem wesentlich einfacher geworden. Im Gegensatz zur Bundesrepublik ist
bei uns zu dem, was Sie unter Münzspiel verstehen, zu sagen, daß bei uns
Gewinne nicht in Bargeld ausgezahlt werden dürfen. Die Gewinne bestehen bei
uns ausschließlich aus Spielmarken. Die Geräte selbst dürfen mit Spielmarken
oder mit Bargeld betrieben werden. Die Münzstrecke muß bei Betreiben mit
Bargeld vom Warenausstoß getrennt sein, so daß der Spieler einen Gewinn
immer nur in Spielmarken erhält. Diese kann er beim Betreiber gegen
Warengewinn einlösen, ein Umtausch in Bargeld ist nicht erlaubt.
Dieter Wulf ist Fachgebietsleiter
Spielerlaubniswesen, Staatszirkus der DDR, Generaldirektion Für westliche Gepflogenheiten etwas
ungewöhnlich, liegt in allen Ländern Osteuropas die Verantwortung für das
Münzspiel beim jeweiligen Staatszirkus. Der dafür in der DDR zuständige Mann
ist Dieter Wulf. Als Fachgebietsleiter Spielerlaubniswesen beim Staatszirkus
der DDR, Generaldirektion, regelt er alles, was in der DDR mit Spielgeräten
zu tun hat. Ohne die Zulassung seines Amtes darf zwischen Elbe und Oder kein
Spielautomat, ganz gleich welchen Typs, betrieben werden. Wulf kennt die
gesetzliche Seite des wenig ausgeprägten Automatengeschäfts in der DDR sehr
genau, weiß aber auch generell über den Freizeitmarkt des Landes gut Bescheid.
Ebenfalls wohlinformiert über die Situation in der Bundesrepublik
Deutschland ist er prädestiniert für realistische Prognosen hinsichtlich der
Möglichkeiten, die sich für die Spielgerätewirtschaft durch die rasanten
politischen Entwicklungen unserer Tage ergeben. Heinz
Warneke: In der DDR gibt es gesetzliche Rahmenbestimmungen über das
Geldspiel. Diese schließen Gewinne in Form von Bargeld aus. Glauben Sie, daß
sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern wird? Dieter
Wulf: Grundlage dieses Gesamtkomplexes ist die „Anordnung über das
gewerbsmäßige Veranstalten von Spielen" (GBI. Teil 1, Nr. 37 vom Dezember
1981). Im gleichen Gesetzblatt enthalten ist auch die Anordnung über die
Erhebung der Lotteriesteuer. Die erstgenannte Anordnung bezieht auch das
Betreiben von Automaten ohne und mit Gewinn ein. Dabei ist nicht formuliert,
ob die Gewinne in Form von Bargeld, Spielmarken oder Waren zu erfolgen haben.
In der Anordnung zur Lotteriesteuerpflicht steht, daß bei Spielen an
Automaten und anderen Spielen, bei denen keine Spielausweise erteilt werden,
der Gewinn ganz oder teilweise in barem Geld bestehen kann. Der Gesetzgeber
hat hier, wie auch in der vorgenannten AO, die Möglichkeit zum Bargeldgewinn
eingeräumt. Mit Sicht auf die Festlegungen in der Kinder- und Jugendschutzverordnung,
die einem 14jährigen Jugendlichen die Möglichkeit geben, auch an Automaten
jeglicher Bauart zu spielen, wurden die Spielbedingungen und Gewinnpläne
schon in den 60er Jahren so gefaßt, daß ein Gewinn an Spielautomaten
ausschließlich in Spielmarken zur Auszahlung zu kommen hat. Einsatz dabei
war zunächst maximal ein Groschen, Höchstgewinn das Zehnfache. Heute hat sich
das bei elektronischen Geräten auf einen Höchsteinsatz von 30 Pfennigen und
Höchstgewinn 3 Mark geändert (ab 1981). Der Gewinn muß aber immer aus
Spielmarken bestehen. Heinz
Warneke: Gibt es in der DDR eine Produktion von Münzspielgeräten? Was wird
dort produziert? Dieter
Wulf: Wie mir bekannt ist, gibt es keine Produktionsanlagen für Münzspielgeräte,
mit einer Ausnahme: TV Spielgeräte Polyplay werden in KarlMarx-Stadt
hergestellt im VEB Polytechnik. Dieses Gerät wird mit acht Spielprogrammen
angeboten, so daß der Spieler unter acht Varianten auswählen kann. Alle
anderen Geräte stammen aus den 50er Jahren oder sind zum Teil noch älter. Der
Rest resultiert aus den Geschenk-Importen. Heinz
Warneke: Wenn man nur flüchtig die DDR kennt, hat man den Eindruck, daß es
hier keine Automaten gibt und damit auch keine Automatenaufsteller.
Sicherlich liegt es daran, daß aus den von Ihnen erwähnten Gründen nur wenige
Geräte betrieben werden. Dieter
Wulf: Da haben Sie sicherlich recht. Aber gerade die letzten Wochen haben
gezeigt, daß man in Zukunft mit einem verstärkten Angebot von stationären
Spieleinrichtungen rechnen kann, wenn die erforderlichen Gewerberäume
vorhanden sind. Dabei ist zu beachten, daß bei uns - territorial unterschiedlich
- bisher die Nachfrage nach dem Münzautomatenspiel nicht immer in der
Vielfalt ausreichend befriedigt werden konnte. Heinz
Warneke: Sie sehen demnach große Möglichkeiten für das Automatenspiel, wobei
man sicherlich nach den Kategorien mit und ohne Geldgewinn unterscheiden
muß. Wie sehen Sie im Augenblick die Chancen für ein Spiel mit Geldgewinn? Dieter
Wulf: In der heutigen Zeit sollte man sich davor hüten, etwas generell
auszuschließen. Die Erwartungshaltung bei einer ganzen Reihe von Bürgern
unserer Republik, ausgehend von einer immer weitergehenden Mündigkeit,
tendiert dahin, daß diese Ebene der Unterhaltung angeboten werden sollte,
zumal wenn der Verlust berechenbar ist. Auch bei uns gibt es ja bereits
Möglichkeiten des Gewinns. Von jenem, der wöchentlich zweimal auf die
Rennbahn geht und dabei hohe Beträge beim Wetten einsetzt, sprechen wenige.
Und ich finde, daß es zumutbar ist, wenn Spielgeräte mit Gewinn eingesetzt
werden, allerdings immer unter der Bedingung, daß der Spieleinsatz maximal
30 Pfennige beträgt. Davon ausgehend glaube ich, daß man in Zukunft bei uns
Möglichkeiten prüfen muß, inwieweit die geltenden Bestimmungen auch auf eine
Bargeldauszahlung erweitert werden können. Allerdings müßte dann auch der
Zugang zu diesen Geräten verändert werden. Dabei könnten die Erfahrungen,
die Ihre Industrie und auch Ihre Aufsteller in den vergangenen Jahren
gesammelt haben, unter unseren Bedingungen berücksichtigt werden, damit zum
Beispiel kein Überangebot entsteht. Man muß das Rad ja nicht erneut
erfinden. Heinz
Warneke: Aus Sicht der sozialen Marktwirtschaft erlauben Sie mir eine Anmerkung:
Dies klingt ein wenig nach Lenkung. Zweifellos wird die DDR eine freie
Marktwirtschaft in Zukunft haben und dabei werden Angebot und Nachfrage den
Markt bestimmen. Zurück zu den Geräten. Richtig ist doch, daß im Augenblick
Geldspielgeräte westlicher Bauart nicht zugelassen werden. Zuvor müßte bei
Ihnen ein Antrag auf Zulassung gestellt werden und Ihr Amt müßte dann
versuchen, im Rahmen der gesetzgebenden Körperschaften eine Genehmigung
dafür zu bekommen. Dieter
Wulf: Das ist durchaus richtig. Allerdings waren die Aufsteller und
Schausteller in der Vergangenheit sehr findig. Bei den elektronischen Geräten
zum Beispiel sind Veränderungen vorgenommen worden, so daß die gesetzlichen
Bestimmungen hinsichtlich des Spielens mit Spielmarken erfüllt wurden. Nach
wie vor ist es bei uns so, daß Automaten im Fachgebiet Spielerlaubniswesen
beim Staatszirkus der DDR zugelassen werden müssen. Dies gilt nicht nur für
Geräte mit Gewinnen in Form von Spielmarken, sondern auch für Flipper, TV
Spielgeräte usw. Heinz
Warneke: Das ist sehr interessant. Ein Aufsteller aus der Bundesrepublik
könnte also nicht allein oder mit einem Kollegen aus der DDR morgen Flipper
in der DDR aufstellen. Dieter
Wulf: Jeder Flipper und jedes TV Spielgerät bedarf der Genehmigung. Auch
jeder Bürger der DDR muß im Besitz einer Gewerbeerlaubnis sein, die vom
zuständigen Rat erteilt wird. Sie müssen auf der einen Seite die Genehmigung
meines Amtes haben und auf der anderen Seite die Gewerbeerlaubnis. Diese
Erlaubnis ist ganz speziell auf den Automaten und den Betreiber ausgestellt.
Bei einer Veräußerung muß eine neue Zulassung ausgeschrieben werden. Ob
dies so bleiben wird ist heute nur schwer zu beantworten. Bei Ihnen ist es
ja so, daß eine enge Zusammenarbeit mit der Physikalisch-Technischen
Bundesanstalt besteht, in Teilbereichen auch mit dem Bundeskriminalamt. Wir
arbeiten nur mit dem erwähnten Hersteller der TV Spielgeräte zusammen. Schon
von daher müssen alle bei uns auf den Markt kommenden Geräte von uns geprüft
werden. Gerade Anfang Februar war in einer Mitteilung der Pressestelle des
Ministeriums für Kultur zu lesen, daß die bisherigen Zulassungsbestimmungen
nach wie vor ihre volle Rechtsgültigkeit haben. Dazu zählen bei TV
Spielgeräten auch die sachlichen Inhalte. Was bei Ihnen die ASK macht, habe
ich bei uns zu prüfen. Heinz
Warneke: Lassen Sie mich zum Schluß noch zu einem anderen Thema kommen. Im
Augenblick bereiten wir gemeinsam die Ausstellung „Für'n Groschen Glück und
Seife - Alte Münzautomaten", im Friedrichstadtpalast vor. Dies ist eine
gemeinsame Ausstellung des Friedrichstadtpalastes, des Staatszirkus der DDR
und der IMS in Bonn. Freuen Sie sich auf diese Ausstellung? Dieter
Wulf: Ja, darauf freue ich mich sehr, zumal ich die Möglichkeit auf der IMA in
Frankfurt hatte, die Vielfalt des Angebots kennenzulernen. Außerdem habe ich
die Unterlagen zur Ausstellung im Deutschen Museum in München begeistert
aufgenommen. Aber auch meine Landsleute werden viel Spaß haben. Diese
Ausstellung braucht sich um ihre Besucher keine Sorgen zu machen. |
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Zeichen für Vertrauen 25 Jahre Krone-Symbol bei
Bally Wulff Ein
Symbol feiert bei Bally Wulff Jubiläum. Seit 25 Jahren verwenden die
Berliner die Krone als führendes Symbol für Glück und Gewinn im Repertoire
der „Zeichensprache" ihrer Unterhaltungsgeräte mit Gewinnmöglichkeit.
Daß das ehemalige Zeichen für monarchische Würde praktisch unbeschadet in
seiner Bedeutung in demokratische Zeiten transformiert werden konnte, ist
für Bally Wulff nicht weiter verwunderlich. Wie ihre Erfahrung zeigt, gilt
die Krone den Menschen noch immer als Ausweis für Vertrauen und Qualität.
Grund genug, auch beim modernsten Gerät aus Berliner Produktion, der
klassischen Symbolik treu zu bleiben.
Das
Image als Mauerblümchen hat sich in den vergangenen 25 Jahren kräftig gewandelt.
Denn sehr rasch wurde deutlich, daß die Krone sich als Symbol für Gewinn und
Glück hervorragend eignet und sich beim Publikum über Jahre hinweg
gleichbleibender Wertschätzung erfreut. Wenn sie auch politisch nicht mehr
allzuviel aussagt, gilt die Krone nämlich noch immer als Merkmal für Qualität
und Vertrauen. Was
von der Wirtschaft in den' unterschiedlichsten Konsumbereichen nach wie vor
genutzt wird. Das klassische Symbol verfehlt seine Wirkung nicht. Es hat
seine Aussagekraft als Zeichen von besonderem Wert, hervorgehobener Position
und sozusagen institutioneller Verläßlichkeit aus monarchischen Zeiten in
unsere demokratischen Verhältnisse herüberretten können. Und das, obwohl die
Menschheit mit dieser Symbolik zumindest nicht immer die besten Erfahrungen
machte. Der Sinngehalt der klassischen Zeichen, zu denen zum Beispiel auch
das Wappen zählt, hat die Jahrhunderte offenbar überdauert. Den
Grund für die anhaltende Attraktivität der Krone wird denn auch bei Bally
Wulff in der Geschichte gesehen. In so ziemlich allen Kulturen der Menschheit
gilt der Kopfschmuck als das Zeichen für eine besonders herausgehobene und
auch machtvolle Position. Aus dem Lorbeerkranz der römischen Imperatoren und
Kaiser entwickelte sich in späterer Zeit der Kranz aus Edelmetall, die Krone
also, zusätzlich geschmückt und verziert durch noch edlere Steine. Böse
Zungen behaupten zwar, daß viele historische Würdenträger in erster Linie
deswegen mächtigen Kopfschmuck trugen, um schlicht und einfach größer zu
wirken als ihre Untertanen. Aber das ändert nichts daran, daß sich die
Bedeutung der Krone offenbar tief im Bewußtsein der Menschen verankern
konnte. Das ist bis auf den heutigen Tag gleich geblieben. Nach
25 Jahren Erfolg mit der Kronen Symbolik war es eigentlich zwangsläufig,
daß Bally Wulff im hauseigenen Jubiläums-Jahr des Symbols auch ein entsprechendes
Gerät präsentiert, das das Zeichen in den Mittelpunkt des Spielgeschehens
stellt. Bei der Entwicklung des Automaten peilten die Berliner die Verbindung
zwischen traditioneller Symbolik und innovativer Technik bewußt an. Mit dem
Gerät Ultra Krone soll „das Tor zu neuen Dimensionen bei Unterhaltungsgeräten
mit Kronen Symbolik aufgestoßen" werden, heißt es dazu aus Berlin. In
dem neuen Gerät sieht man bei Bally Wulff den „vorläufigen Höhepunkt einer
langen Reihe von erfolgreichen Krone-Geräten". Die Betonung wollen die
Berliner allerdings auf das Wort „vorläufig" gelegt wissen. Mit der
Krone als Glücks- und Gewinn-Symbol soll weitergearbeitet werden. Und zwar
erfolgreich, wie bei Bally Wulff betont wird. |
Wenn einem keine neuen Spielideen mehr einfallen,
bastelt man am Äußeren.
|
Das äußere Erscheinungsbild
ist und bleibt wohl eines der bestimmenden Themen der nächsten Jahre. Wo Neues
entsteht, funktionierende Technik und Marktpräsenz zunächst einmal wichtig
sind, rücken gestalterische Überlegungen offenbar zunächst einmal in den
Hintergrund. Die Beschäftigung mit dem Design scheint noch den etablierten
Produktgruppen vorbehalten zu sein. Es wurde nicht auf Rummel gezielt und
auch kein unnötiger Wirbel gemacht. Besonders auffällig war das bei der Vorstellung
der neuen Unterhaltungsgeräte mit Gewinnmöglichkeit, immerhin nach wie vor
die tragende des Automatengeschäfts. Alle Hersteller zeigten natürlich ihr
spezielles Messegerät und hoben dessen Vorteile heraus. Dabei traten
allerdings die spieltechnischen Elemente eher in den Hintergrund. Dagegen
waren die gestalterischen Elemente ganz klar dominierend. Bally Wulff zum
Beispiel präsentierte das neue Geldspielgerät unter dem Design-Aspekt
„Art-Deco-Line". NSM/ Löwen testete die Käuferakzeptanz ganz
verschiedener Gehäuse. Zusehen waren ein Marmorrahmen, ein Holzrahmen und
das schon bekannte NeonOutfit, diesmal aber im Stil der alten
„Blubber-Musikboxen" mit pulsierenden Lichtröhren. Ein zentraler Punkt
bei Gauselmann waren die „Tables", deren ganze Konzeption auf einen völlig
neuen Auftritt des Geldspiels in der Öffentlichkeit zielt. Außerdem präsentierten
die Espelkamper den Besuchern eine wahre Frontscheiben-Farborgie zur
Auswahl und fragten nach der beliebtesten Farbkombination. Bezeichnenderweise
ging das schicke, repräsentative Modell in weiß/weiß als Sieger aus der
„Abstimmung" hervor. Zwar sicher nicht für jeden Aufstellplatz
geeignet, deutet dieses Ergebnis doch an, daß die gesamte Branche in Sachen
Selbstdarstellung einiges getan hat. |
Bally Chef Hans Kloß sieht der Neuen SpV positiv
gegenüber.
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… Der Bally-Chef setzt ebenfalls
viel auf den neuen Zähler, der in Spielgeräten endlich dafür sorgen wird,
daß die alten Vorurteile fallen. Für ihn ist es ein Problem der Industrie,
auch nach den geänderten Bedingungen, neue und interessante Spielgeräte auf
den Markt zu bringen. Seiner Meinung nach werden sich viele Spielsysteme
ändern und ganz neue Features das Spiel bestimmen. Für ihn wird es sich erst
nach einer gewissen Zeit zeigen, ob der Markt die Weitergabe der
Mehrwertsteuer an den Spielgast verkraftet. Gelingt dies, so ist seiner
Meinung nach zumindest nicht mit großen Verlusten zu rechnen. Wenn also die
neue Spielverordnung, die am 21. September beschlossen wurde, in Kraft tritt
(meist einige Wochen danach mit Veröffentlichung), dann dürfen alle Geräte
nur noch nach diesem Modus zugelassen werden und müssen mit Zähler
ausgerüstet sein. |
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Carl Eschig zeigt Profil Über Innen- und
Außenarchitektur von Spielstätten ist in den letzten Jahren viel geredet
worden. Und nicht nur geredet, sondern viele Automatenunternehmer haben sich
dem Trend angepaßt und ihn sogar mitgeprägt. Sicher ist dies in der Bevölkerung,
bei Politikern und Journalisten noch nicht überall angekommen. Einmal
geschieht so etwas immer mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung, zum
anderen fällt es manch einem schwer, geliebte Vorurteile über Bord zu werfen.
Mit Sicherheit tut die Masse der Spielstättenbetreiber auch sehr wenig
dafür, daß jemand von ihrem Gesinnungs- und Gestaltungswandel erfährt. Das
PR Motto „Tu Gutes und rede darüber" wird vielfach sträflich ignoriert.
An Konzeption und Einrichtung wird häufig nicht gespart. Der Gast registriert
es erfreut, und jeden anderen läßt man ruhig die Vorurteile von der
„Spielhölle" weiter pflegen. Eigentlich schade! So empfindet es auch
Carl Eschig, ein Innenarchitekt mit einem besonderen Blick für den Raum, mit
Konzeptionen, die Profil verleihen. Ein Portrait: Wer sich erst die
Spielstätten anschaut, die Carl Eschig eingerichtet hat, der macht sich
zwangsläufig ein Bild von diesem Mann. Wer ihn dann in Bretten, nahe
Bruchsal, besucht, der muß dieses Bild gehörig revidieren. Da tritt einem
keiner dieser gestilten Modearchitekten gegenüber. Kein Kreativer in
Seidenjäckchen und all den anderen angeblichen Ausweisen von Erfolg und
dickem Bankkonto. Carl Eschig wohnt auch auf keinem Hügel mit Kiesauffahrt,
sondern in einem Geschäftshaus mitten im Städtchen. Unten, hinter der
Fensterfront, betreibt er einen Ausstattungsladen, und quer durchs Haus
verteilt sitzen Leute an Zeichenbrettern und planen, was anderen Leuten
später Freude bereiten soll. Carl Eschig macht nicht viel Wind um seinen
guten Geschmack. Auf den ersten Blick scheint er ihn sogar zu verleugnen. „Dem hätte
ich das nicht zugetraut", wird manch einer sagen. Nach wenigen Minuten
weiß man jedoch, daß dieser Carl Eschig sehr genau weiß, was er will. Er weiß
auch, was seine Kunden wollen. Mit den Problemen der Branche, mit den
Wünschen der Spielefreunde und der Spielstättenbetreiber ist er eng vertraut.
Das hat viele Gespräche und Sitzungen bis in die Nacht gekostet, denn niemand
schluckt dieses Fachwissen im Vorbeigehen. Der Brettener Raumgestalter geht
auch in Spielstätten und spricht mit Gästen, erfragt ihre Wünsche und
versucht, sich in sie hineinzuversetzen.
Ganz besonderen Wert legt
Eschig auf die „sympathische" Gestaltung der Sicherheitselemente. Er
hält nicht viel von abgeschotteten Kassenräumen, in denen Menschen, die
keiner kennt, wie hinter Panzerglas ihren Dienst tun. Für ihn schwingt da
immer ein unguter Klang mit, der auch sicher manches Vorurteil beim Normalbürger
verstärkt. Bei Eschig sind die Thekenräume offen gestaltet. Durch integrierte
Geldschränke, Systeme, bei denen kaum noch Bargeld über die Theke gehen muß,
und andere Ideen, die er gerne für sich behält, macht er die Spielstätte sehr
sicher. Für ihn ist wichtig, daß die Kunden die Angestellten kennen und ein
persönliches Verhältnis aufbauen. Dies reißt beide Seiten aus der Anonymität
und schafft Sicherheit. Daß Spielstätten zu kritischen Zeiten nicht nur
einer Aufsicht überlassen werden, ist für ihn nun wirklich Gebot der Stunde
und kaum durch andere Sicherheitsmaßnahmen zu ersetzen.
Für den Innenarchitekten
aus Bretten ist natürlich an erste Stelle wichtig, daß der Betreiber der
Spielstätte später mit seinen Umsätzen zufrieden ist. Dafür müssen die Gäste
die Spielstätte annehmen. Sie ist von ihrer Gestaltung her ein wichtiges Element,
welches über Erfolg und Mißerfolg entscheidet. Eschig möchte aber auch,
daß die Spielstätte jedem Betrachter gegenüber, auch demjenigen, der nicht
unbedingt mit Spielabsichen reinschaut, als wirklicher Ort der
Freizeitgestaltung erscheint. Seiner Meinung nach hat in diesem Punkt die
ganze Branche eine Verpflichtung gegenüber ihrem Image. Jeder Kollege gegenüber
jedem Kollegen. Er kennt Spielstätten, die so lieblos ausgestattet sind, daß
jeder vernünftige Mensch denken muß: Dort will jemand ohne viel Aufwand die
schnelle Mark machen. Manchmal funktioniert das ja auch. Wenn die Konkurrenz
schläft, oder nicht vor Ort ist, so klappt's. Aber eben nur so lange, wie
dies so ist, und in dieser Zeit schadet jede solcher Spielhallen dem Ansehen
der ganzen Branche und letztlich dem Betreiber selbst. |

Ein Spielstättenbetreiber baute
abgelaufene Venus Multi zu Punktespielern um.

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Bergmann-Sonderaktion um
neuen Punktspieler Neue
Wege beschreitet das Haus Bergmann Automaten bei Unterhaltungsgeräten ohne
Geldgewinnmöglichkeit. Auf der Suche nach Features, die dem Punktspielgerät
zusätzliche Attraktivität verleihen, haben die Hamburger ihren „Crown
Starlight" mit einer Medaillenausgabe ausgerüstet. Seit Mitte Juli ist
daran zusätzlich ein „Medaillen-Gewinnspiel" gekoppelt, mit dem in
einer Sonderaktion wertvolle Preise verlost werden. Steigende
Ansprüche des Publikums in punkto Unterhaltungswert von Spielgeräten
einerseits, zwangsläufige Veränderungen in der Angebotsstruktur von
Spielstätten andererseits - es ist an der Zeit, über attraktive Alternativen
zum bisherigen Unterhaltungsspiel mit Gewinnmöglichkeit nachzudenken, ist man
bei Bergmann Automaten überzeugt. Nach Meinung der Rellinger Spielemacher
reicht es nicht aus, Adaptionen von Geldspielgeräten mit Zahlenscheiben
durch „marginale Ergänzungen vorhandener Features" in Punktspieler
umzuwerten. An die Stelle von Geldgewinnen müssen ErlebnisAlternativen
geboten werden, die den Geldeinsatz im wahren Sinn des Wortes
..wertvoll" machen. Diese
Analyse führte im Haus Bergmann zum Crown Starlight. Das Wandunterhaltungsgerät
wurde speziell konzipiert, um die Lücken zu schließen, die durch die
gesetzlichen Bestimmungen über den Abbau von Geldspielgeräten demnächst in
Spielstätten zwangsläufig entstehen. Wie es bei Bergmann dazu heißt, hat sich
inzwischen erwiesen, daß der Starlight auch in der Gastronomie ein sehr
gutes Einsatzfeld findet. Das Vorurteil, Punktspieler seien für die
Gaststätte nicht geeignet, werde durch das Gerät widerlegt. Unter
anderem liege das daran, daß der Crown Starlight für Gesprächsstoff sorge.
Thema seien die Medaillen, die das Gerät in drei verschieden markierten
Versionen auf Knopfdruck hergibt. Aus Rellingen wird darauf hingewiesen, daß
der Gesetzgeber für das Wandunterhaltungsgerät mit Medaillenausgabe gewisse
Grenzen in der Anwendbarkeit gesetzt hat. Gleichzeitig unterstreicht man
bei Bergmann Automaten aber den Reiz des neuen Features, der dadurch erhöht
wird, daß zum Beispiel Spielgäste untereinander Medaillenwettbewerbe
austragen können. Um
die Akzeptanz des neuen Spielsystems weiter zu fördern, hat Bergmann Automaten
eine Aktion konzipiert, die den Reiz des Punktspielers Crown Starlight
gezielt vervielfachen soll. Seit Mitte Juli läuft in vielen Spielstätten das
Crown Starlight-Medaillenspiel, mit dem das Publikum direkt an das
Unterhaltungsgerät herangeführt wird. Bei dem Gerät ist auf Knopfdruck nicht
nur eine von drei verschieden markierten Medaillen zu erhalten. Der Automat
zeigt auch, bei wieviel erreichten Punkten dies geschieht. Nach dem Spiel
kann der Kunde Gewinnspielkarten ausfüllen, die an monatlichen Verlosungen
mit wertvollen Preisen teilnehmen. Wie von Bergmann Automaten betont wird,
gewinnen dabei nicht nur die Spielgäste. Mit jeder Karte ist gleichzeitig
auch eine Person der Spielstätte in einer Sonderverlosung. Wie
aus Rellingen gemeldet wird, wächst die Beteiligung an dieser Verlosung
rapide an. Zufrieden äußert man sich über die parallel dazu steigende
Nachfrage nach dem Gerät. Bei Bergmann Automaten wird darauf hingewiesen,
daß „die Neuaufstellung auch mit einem Werbebeitrag für die betreffende
Spielstätte in der Lokalpresse verbunden ist". „Die bisherigen Erfahrungen
mit dem individuellen Einsatz der Medaillen beweisen, daß hier die richtige
Alternative gewählt wurde", so der Kommentar aus dem Haus Bergmann über
den bisherigen Verlauf der Aktion Crown Starlight. |

Der bekannte Schauspieler
Heiner Lauterbach flippert gerne zu Hause

