Automatenpedia 1990

Neuigkeiten der Version Januar 2010

Von Eseka für Goldserie e.V.

 

 

 

Neue Automaten des Jahres 1990

 

Ergänzt um Fotos, die bei der letzten Auflage noch fehlten, und Werbetexte:

 

Gerät

Hersteller

Foto

Mein Kommentar

4 Asse

Adp

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Grand Hand Blätterkarten und das bekannte Poker-Spielsystem in neuem Gewand. Die beiden Jackpots füllen sich durch Kombination von Assen und anderen Karten. Mit etwas taktischem Geschick kann man darauf spielen, dass die mittlere Karte zuletzt beleuchtet wird und eine attraktivere Serienausspielung gewinnt.

Die Sonderspiele zahlen deutlich über 50%, ähnlich wie Supersonderspiele am Grand Hand, so dass 100 Spiele oft über 150DM gewinnen. Dafür ist der Einstieg in die Risikoleitern mager. Erfolgreich riskierte 1,70DM ergeben gerade mal 1 Sonderspiel!

Werbetext:

Dejä vu

Eine Neuentwicklung mit Wieder­erkennungswert präsentiert die Stella Electronic GmbH. Das Geldspielgerät Venus 4 Asse ist der direkte Nachfol­ger des Grand Hand und basiert eben­falls auf der Kartenwendertechnik. Das bewährte Spielsystem baut auf dem Prinzip des Pokerspiels auf und richtet sich in erster Linie an den Spielgast, der Spaß am Zusammen­stellen von Kartenkombinationen hat.

 

Das Herzstück des 4 Asse bilden nach wie vor die fünf Kartenwender, die die Gewinnkombinationen anzeigen. Aufgefrischt wurde das Gehäuse mit Panorama-Scheibe und neuem De­sign. Neu sind auch die beiden Dop­pel-Jackpots, die aus sich überlappen­den Einzel-Jackpots bestehen. Wird ein Jackpot komplett, kommt es zu einer Ausspielung zwischen einem und 90 Top-Sonderspielen. Sind 2 Jackpots aufgefüllt, so erhält der Spie­ler eine Ausspielung zwischen 2 und 100 Top-Sonderspielen. Bei bis zu 10 beziehungsweise 12 Top-Sonderspie­len kann durch eine „Karte gehal­ten"-Taste zwischen den Risikover­hältnissen 1:1 und 1:3 gewählt wer­den. Bei 1:3 wird, bei Risikoerfolg, die übernächste Stufe erreicht. Die Sonderspiele sind ausschließlich Top­Sonderspiele und bereits ein Ass bringt einen Gewinn von drei Mark.

Amigo

Playmont

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Das Spielsystem ist nicht ganz so außergewöhnlich wie die Optik. Im Prinzip ist die mittlere Risikoleiter dem Multi nachempfunden.

Der lustige Joker hat Kultstatus.

Arcon

Bally Wulff

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Ein belangloser Aufguss des King II Spielsystems.

 

Werbetext:

Jugendlich frisch

Jung und dynamisch - so präsentierte der Berliner Automatenhersteller Bal­ly Wulff das jüngste Kind aus seiner Entwicklungsabteilung: den Geldspie­ler Rototron Arcon.

 

Das Spielsystem mit fünf Jackpots be­deutet fünfmal Spannung und fünfmal Spielerlebnis. Mit der rechten und der linken Walze werden Punktekonten an­gesammelt und können je nach Strate­gie transferiert werden. Bei Ausspie­lungen auf den beiden Risikoleitern fül­len sich der rechte und der linke Bonus: Die große Ausspielung im Mittel­tableau rückt in greifbare Nähe. Wird der Superbonus im Spielverlauf ange­füllt, gibt es statt einer Ausspielung zwei bis vier Kronenspiele, das heißt ei­nen Supergewinn.

 

Für modernstes Spielvergnügen, so ist man sich in Berlin sicher, wird der Roto­tron Arcon mit seinem jugendlich fri­schen Design sorgen.

Arcon 2

Bally Wulff

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Es ist nicht bekannt, was der Unterschied zum Arcon darstellt. Nach Aussage eines Entwicklers von Bally Wulff wurde die „2“ oder auch die „II“ oft für zweite Versionen verwendet, wenn die PTB etwas an der ersten Fassung auszusetzen hatte. Das waren manchmal einfach nur Scheibentexte.

Black Queen

Bergmann

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Optisch interessant mit schwarzem Scheibenhintergrund und schwarzen Scheiben, doch spielerisch wenig Neues. Einzig der Risikoschritt von 25 Sonderspielen auf 30 Supersonderspielen verkürzt etwas den Weg zu den begehrten besseren Sonderspielen.

Auch im mittleren Ausspieltableau, das fast rekordverdächtig viele Felder enthält, erscheinen viermal Supersonderspiele. Was den Ausspielwahrscheinlichkeiten gar nicht gut bekommt und meist mit Frustergebnissen für 3 Kronen endet. Nicht gerade das, was Spieler möchten.

Werbetext:

Königlich

 

Einen königlichen Auftritt bescherte das Haus Bergmann seinem neuen Geldspielgerät Crown Black Queen auf der IMA in Frankfurt. Da der Automat über die Spielinhalte des Crown Super Plus verfügt, sieht man in Rellingen keine Probleme bei der Marktakzep­tanz des Gerätes.

 

Zu den inhaltlichen Varianten auf Basis der Risiko- und Ausspielelemente ge­hört beim Black Queen beispielsweise der sogenannte „Doppelsprung". Die­ser bedeutet bei Erscheinen des Krone­Symbols auf dem mittleren Umlaufkör­per für alle Drei-Mark-Gewinne ein Splitting (innerhalb wie auch außer­halb der Serien). Das ergibt mehrere Risikoangebote. Der Teilbetrag von 1,70 Mark kann direkt gegen eine Aus­spielung oder 80 Pfennig plus Wieder­holung riskiert werden, der Differenz­betrag von 1,30 Mark gegen Steigerung oder Nichts.

 

Weitere neue Spielanreize finden sich in der „Serien-Umwandlung", bei der Sonderspiele beim Erreichen von Ma­xi-Multi-Serien automatisch in die glei­che Wertigkeit umgewandelt werden. Außerdem gibt es eine „Risiko-Rück­versicherung", bei der man nach Erzie­lung von 30 Super-Plus-Sonderspielen oder 32 Sonderspielen auf den Risiko­leitern nicht mehr alles verlieren kann. Bei anschließendem Risikoverlust wird immer ein Gewinn von 16 Sonderspie­len garantiert.

 

Viele Gewinnmöglichkeiten beleben beim Black Queen die Spielfreudig­keit. Dazu gehört auch, daß bereits mit 3 Kronen-Symbolen die Ausspielung im Mitteltableau erreicht wird. Das be­deutet eine Chance für 100, 50, 40 oder 30 der begehrten Maxi-Multi-Sonder­spiele.

Cash Time

NSM-Löwen

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Ähnlich dem Rheingold wurden neben den bekannten Sonderspielen CashTime Spiele verwendet. In einem komplizierten Bonussystem mit 5 korrespondierenden Zählwerken warfen 8 CashTime Spiele ähnlich wie normale 24 Sonderspiele. Dies überforderte die Spieler offensichtlich, oder die „niedrigen“ Zahlen waren optisch nicht attraktiv, so dass das Gerät kein Erfolg war. Heute ein gesuchtes Sammlerobjekt.

Center

Mega

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Die damals junge Firma Mega versuchte dem altbekannten Disc System neues Leben einhauchen, was bemerkenswert gut gelang. Der mittlere Ausspielplan mit verschiedenen Ebenen, in denen durch Risikoerfolg oder Ausspielerfolge aufwärts geklettert wurde, waren höchst kurzweilig.

Werbetext:

Auf der IMA'90 wurde es erstmals prä­sentiert, das Mega-Center, das neue Geldspielgerät der Limburger Ent­wicklungsfirma Mega-Spielgeräte. Das übersichtliche Spielsystem auf der Ba­sis von drei Scheiben stellt das Risiko­Spiel klar in den Vordergrund. Zentral, im „Center", liegen die Hauptattrak­tionen:

·         Eine Mittelleiter, in der vor allem in Serien und ganz besonders in Hit-Se­rien 3-Mark-Gewinne in einem Schritt in eine Ausspielung von bis zu 24 Sonderspielen riskiert werden können.

·         Ausspielungen, die der Spieler mit der Start Taste auslösen kann. Sie geben dem Risiko-Spiel die rechte Würze. Höhepunkt sind die auch dort gewinnbaren Hit-Sonderspiele.

·         Eine besonders hochwertige Aus­spielung für 5 Kometen mit bis zu 100 Sonderspielen.

 

Hit-Spiele zeichnen sich durch eine hö­here Gewinn- und Risikohäufigkeit aus. Neu sind Freispiele, die beim Me­ga-Center in Serien gewonnen werden können. Dank ihnen können Serien fast ohne Einsatz abgespielt werden.

 

Wie schon die bisherigen Mega-Gerä­te ist auch das Mega-Center adp-kom­patibel, das heißt, alle Standard-Bau­gruppen stimmen mit denen von adp überein.

Derby

Playmont

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Eine weitere Variante des Roulette-Spielsystems, das Playmont seit über zehn Jahren immer wieder verwendet. Ich hatte mal ein ähnliches Gerät und habe es nie geschafft, mit einer gespielten Zahl 100 Sonderspiele zu gewinnen. Dazu musste die Zahl viermal hintereinander einlaufen. Wahrscheinlichkeit schwierige 13hoch4 = 1:28561.

Diplomat CD

Bally Wulff

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Der Diplomat glänzte durch ein kompliziertes Bonuspunktsystem, das in außerordentlicher Weise taktisches Spiel ermöglichte. Der linke Bonuszähler füllte sich mit Punkten, wenn Gewinne für Kronenkombinationen nicht angenommen wurden. Je höher der Zähler, desto mehr Punkte wurden auf dem rechten Zähler aufgezählt, wenn auf der mittleren Scheibe im unteren Ablesefenster eine Medaille erschien.

Die Punkte des rechten Zählers konnten in jedem Spiel und beliebig gegen Sonderspiele oder die große Ausspielung eingetauscht werden. So konnte man aus mehreren kleinen Kronenkombinationen den Hauptgewinn „sammeln“.

Der Nachfolger Admiral ergänzte das Spielsystem um Punkte, die für das Riskieren von Gewinnen und Sonderspielen aufgezählt wurden.

 

Disc Hit

Adp

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Ein Disc Verschnitt, der nur durch vielfältige Scheibenfarbkombinationen auffiel. Die Spieler trauerten immer noch dem Ur-Disc (später Disc100 genannt) nach, weil er Risiko auf 90 und 100 Sonderspiele ermöglichte. Durch „freiwillige“ Selbstbeschränkungen der Industrie wurde dieser letzte Risikoschritt geopfert. Der Hit umgeht die eigene Selbstbeschränkung, indem von 40 und 50 Sonderspielen auf 40 und 50 Supersonderspiele riskiert werden konnte. Trotzdem trauerten die Spieler der grossen Zahl „100“ nach und ließen den Hit für Gauselmann-Verhältnisse zum Flop werden.

Werbetext:

Anpassungsgenie

Auf der IMA hatte er einen großen Auftritt. An einer überdimensionalen Wand reihte sich ein Disc Hit an den an­deren. Aus einer Palette von zehn Farb­kombinationen konnten sich die Mes­sebesucher ihren „Hit" auswählen. Klarer Sieger wurde der Disc Hit mit der Kombination weiß/weiß.

 

Besondere Spielfeatures des Geldspiel­gerätes sind die Seriengewinne, die be­reits nach drei Geldgewinnen auf der rechten Risikoleiter möglich sind. Au­ßerdem bieten die Hit-Sonderspiele zu­sätzliche Anreize für den Spieler. Dort können Drei-Mark-Gewinne durch ein Kleeblatt riskiert werden.

 

Die serienmäßige Ausstattung besteht aus der Münzeinheit ohne Rohrstands­messung und Alarmanlage. Wahlweise ist das Gerät mit einem 10- bzw 20­Mark-Akzeptor und elektronischem Münzprüfer erhältlich. Als Sonderzu­behör wird ein Münzeinlauf für den elektronischen Münzprüfer angebo­ten.     

Disc Profi

Adp

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Auch wenn der Profi aussieht wie ein weiterer Disc Verschnitt, hatte er es faustdick hinter den Ohren. Erstmals und meines Wissens nie wieder wurde ein Risikoschritt über beliebig viele Stufen bis zum Maximalgewinn angeboten. Die Wahrscheinlichkeiten waren in einer Tabelle unter der mittleren Scheibe angegeben und betrugen für den Schritt von 30Pf auf 48 Sonderspiele 1:256. Mathematisch korrekt 2 hoch 8.

 

Game

Mega

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Uninspirierter Nachfolger des Mega As.

Werbetext:

Kartenspiel

Der Mega Game ist das neueste Geld­spielgerät der Limburger Entwick­lungsfirma Mega.

 

Abgesehen vom Risiko werden alle Seriengewinne durch ein Kartenspiel gesteuert. Spielerisch und optisch dominiert dabei der Kartenfächer, ein Lichtjackpot, der es in sich hat. Sein Aufbau wird über die beiden Mittel­scheiben gesteuert. Ist der Fächer voll, gibt es bis zu 100 Sonderspielen. Auch bei der Serienkombination kommen die Karten mit ins Spiel. Je nach aus­gespielter Karte variiert die Gewinn­höhe, wobei auch hier bis zu 100 Sonderspiele gewonnen werden kön­nen.

 

Neben dem Kartenspiel sind alle Stan­dardelemente eines Geldspielgerätes vorhanden: Hit-Serien als Krönung beider Leitern, unbegrenzte Teilge­winnübernahme, End-Chance und mit „Start" auslösbare Serienausspielun­gen.

Jacky Super

NSM-Löwen

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Der Jacky Super setzte die sehr erfolgreiche Jacky Serie fort und erschien in vielen Gehäuse- und Farbvarianten. Darunter die heute gesuchte „Jukebox“ Variante, „Classic“ genannt, mit seitlichen Neonröhren.

Beim Jacky Super wurde die Jackpot Leiter um zusätzliche Felder für Supersonderspiele erweitert. Die Spieler merkten aber schnell, dass die Auslösung viel seltener erfolgte und die Jackpots meist auf 100 standen und lockten.

Neu war auch die Ausspielung bei 5 und 6 Sonderspielen, bei der garantiert Supersonderspiele gewonnen wurde. Sehr gut geeignet für taktisches Spiel. Erst 10-20 normale Sonderspiele annehmen und dann so schnell wie möglich umwandeln.

Jacky Super Young Line

NSM-Löwen

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Noch eine Jacky Super Varianten.

Jacky Super Young Line (Classic-Version)

NSM-Löwen

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Noch eine Jacky Super Varianten.

Jacky Super Traditional

NSM-Löwen

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Scheibenvariante des Jacky Super

Jacky Super Traditional

NSM-Löwen

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Scheibenvariante des Jacky Super, hier in der Classic Version.

Joker Trumpf

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Auch wenn es so aussieht, hatte der Joker Trumpf nicht die sich öffnenden Fenster des Sesam. Es waren immer nur zwei Symbole sichtbar. Optisch auffällig: Die Gewinn- und Sonderspielwerte in der Risikoleiter wurden grösser und „runder“ im Vergleich z.B. zum Disc Profi. Ein Trend der sich bis heute fortsetzte.

Kreuz As „B“

adp

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Neuauflage des Kreuz As von 1985. Das Spielsystem ist unverändert.

Magic Card

NSM-Löwen

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Besonderheit war die „Blätterkarte“, bei NSM-Löwen eine echte Seltenheit. Sie spielte jedes Spiel zusätzliche Chancen aus, z.B. 3DM-Joker-3DM für direkte 100 Sonderspiele. Dieses offensichtlich kurzweilige Zusatzspiel führte gefühlt jedoch sehr selten zu zusätzlichen Gewinnen.

Verschiedene Gehäusevarianten siehe Jacky Super, damals eine Spezialität von Löwen.

Werbetext:

Doppelgerät

Zwei Fliegen mit einer Klappe will NSM/Löwen mit seinem neuesten Wal­zengerät Triomint Magic Card schla­gen. Besonderheit: das Geldspielgerät hat einen zusätzlichen Kartenwender mit eingebaut.

 

Im ansonst bewußt einfach gehaltenen Spielsystem sorgt das neue Feature für Extra-Chancen durch dynamischen Gewinnaufbau. Dieser doppelte Un­terhaltungsaspekt soll noch mehr Span­nung und Abwechslung ins Spiel brin­gen. Als weiterer Anreiz winken dem Spieler erhöhte Chancen durch grüne Extragewinnfelder neben den üblichen Goldfeldern. Besonders ins Auge fällt die nachtblaue Scheibe, umrahmt von einer schillernden Neonröhre.           

 

Merkur Pro

Adp

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Abgeguckt! Würde man in der Schule rufen. Herr Gauselmann bediente sich bei der Konkurrenz. Die Stufenjackpots beim Arena, die aufschaukelnden Ausspielzeilen beim Crown Winner.

Eins der farbenprächtigsten Geräte vor der LED-Ära.

Werbetext:

Jubiläumsgerät

Rechtzeitig zum 13. Merkur-Ge­burtstag lief der neue Merkur-Nach­folgervom Band. Das Jubiläumsgerät Merkur Pro baut auf allseits bewährte Spielideen, kombiniert mit neuen Features.

 

Wie seine erfolgreichen Vorfahren, die legendären Merkur B und Merkur Gold, ist der Merkur Pro ein Walzen­gerät mit 3-2-1 Gewinnfeldern, sechs Gewinnlinien und dem Merkur-Stern als Gewinnsymbol. Mit dabei sind auch die zwei Risikoleitern und die 100er Serie im Direkteinlauf. Außer­dem bietet das neue Gerät Sonder­und Top-Sonderspiele und viele Gewinnausspielungen.

 

Neben all den bewährten Spielzügen gibt es natürlich auch einige Neuhei­ten. Beispielsweise das Dreifach­Ausspieltableau. Je nach eingelaufe­ner Gewinnkombination erfolgt eine Ausspielung auf den drei Ebenen. Der Spieler kann nun von der unteren Ausspielebene, beginnend mit drei Sonderspielen, über die Ausspielung der anderen beiden Ebenen bis hin zu 100 Sonderspielen oder 50 Topspie­len klettern. Erstmals wird mit Mer­kur Pro ein Merkur-Gerät mit zwei Jackpots_ die ieweils schnell aufgefüllt werden, angeboten. Ferner ist das Jubiläumsgerät als erstes Mer­kur-Gerät mit einer Freispielanzeige auf Diodenleiste ausgestattet. Kommt es zu überzähligen Freispielen, wer­den diese als Geldeinsatz übernom­men.

 

Die Ausspielvielfalt bei Merkur Pro wird optisch unterstützt durch gleich­farbige Gewinnzahlen auf Walzen und Frontscheibe. Leuchtanzeigen weisen den Spielgast auf Spielmöglichkeiten hin.

Miami

NSM-Löwen

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Scheibenvariante des erfolgreichen „Arena“.

Start von 5 und 6 Sonderspielen in der mittleren Supersonderspielauslosung. Dadurch war taktisches Spiel möglich, z.B. Aufbau von 10-20 normalen Sonderspielen und dann Umwandlung in Supersonderspiele.

Multi Excellent

Adp

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Noch ein Multi Klon. Diesmal mit Freispielen statt zusätzlichen Sonderspielen, was die Spieler gar nicht mochten. Werbetext:

Erbfolge

 

Der Nachfolger des Venus Multi ist da. Multi Excellent heißt das neueste Geldspielgerät des Espelkamper Spielgeräteherstellers adp-Automa­ten.

 

Die bewährten Spielzüge des Vor­gängers wurden beibehalten und um neue, zusätzliche Features erweitert. Geblieben ist auch das ansprechende Design, die Serienleuchte sowie das moderne Innenleben. Dazu zählen beispielsweise die elektrische Münz­einheit und die Alarmanlage. Neu beim Multi Excellent sind die Frei­spiele mit Diodenanzeige und der wählbare Risikoschritt zwischen 1:1 und 1:3. Wie aus der adp-Ideenküche gemeldet wird, sind aufgrund einer veränderten Auszahlquote die Ein­spielergebnisse des Multi Excellent bei gleicher Spielzahl um 20 Prozent besser als die des Vorgängergerätes. (Anmerkung Esteka: Erfolgreicher Vorgänger, Spieler sind angefixt, wenn sie nur Multi sehen, Nachfolger optisch kaum verändert, aber massiv niedrigere AQ. Danke, adp. Sagen die Aufsteller. Nicht die Spieler. Die merken das nur am Spielspass und ihrem Portemonne.)

Multi Stern

Adp

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Besonderheit des Multi-Stern waren drei Sonnenfelder auf der mittleren Walze: Einfach-, Zweifach- und -erstmals- Dreifachsonne. Dies führte zu drei verschiedenen Vollbildern mit 40, 60 und 100 Supersonderspiele. Ein grösserer Erfolg war dem Gerät vielleicht verwehrt, weil es „nur“ mehr Gewinnfelder in Supersonderspielen gab, nicht die beliebten Sonderspielgewinne für Symbole auf der mittleren Walze.

Werbetext:

Himmlisch

 

Zu dem Clan der Venus Multis hat sich ein weiteres Mitglied dazugesellt. Auf der IMA präsentierte das Haus Gausel­mann ein neues Geldspielgerät, den Multi Stern.

 

Multi Stern zeichnet sich durch ein at­traktives Spielsystem aus. Mit dem Spielfeature der Freispiele, für die beim nächsten Spiel kein Einsatz abge­bucht wird, entsteht ein erhöhter Spiel­anreiz. Von der äußeren Erscheinung ist die Verwandtschaft mit der her­kömmlichen Multi-Reihe erkennbar, so daß Stammspieler sofort bekannte Features am Multi Stern erkennen.

 

An Geräten, die bisher noch keinen Geldscheinakzeptor besitzen, ist dieser problemlos nachrüstbar, da der Aus­schnitt dafür bereits vorgesehen wur­de. Es muß lediglich die Blendkappe entfernt werden. Der Multi Stern mit Akzeptor ist für den Einsatz eines Geldscheinstaplers vorbereitet.

Multi Krone 2

Bally-Wulff

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Es geht doch! Mag man Bally zurufen. Nicht jedes Gerät muss gleich sein.

Auch wenn kräftig vom Multi geklaut wurde (mittlere Risikoleiter und Multispiele mit weiteren Sonderspielgewinnen), hat man die Idee gut weiter entwickelt. Symbole in Multispielen geben erst mal nur 3DM, die durch einen Risikoschritt auf attraktive 4, 5 oder 7 Multispiele riskiert werden mussten.

Optisch zwar nur ein Trick, aber wirksam: Die drei roten Multiausspielfelder am unteren Rand des Ausspielrings platzieren und so „leichter“ erreichbar scheinen lassen als beim Multi oberhalb der Walzen.

Mystery

Bergmann

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Ein völlig untypisches Spielsystem für Bergmann. Als die „Evolution“ des Risikospiels gepriesen, so kann man von 5 Sonderspielen in die mittlere Mystery Serie drücken. Diese brachte tatsächlich sehr unterschiedliche Gewinne. Von nichts bis zu 30 Multispielen.

Werbetext:

Echt was Neues

Ein übersichtliches Spielsystem, alle klassischen Elemente und dazu aber ein völlig neuartiges Risikospiel bie­tet der Crown Mystery. Das Geheim­nis des neuen Geldspielers aus dem Hause Bergmann steckt in besonde­ren Serien, die sich dem Spieler aller­dings sehr schnell als attraktives Spiel­feature offenbaren. „Ich spiele gern und bin bekanntlich an der Entwick­lung verschiedenster Geldspielgeräte in unserem Haus maßgeblich betei­ligt. Ich kenne kein Gerät, das eine solche Faszination ausübt, wie die­ses", kommentiert Firmenchef Tjark Bergmann. „Eine einmalig gelunge­ne Kombination von besonderen Spieleffekten. Endlich mal was Neu­es", zeigt sich der Unternehmer hoch zufrieden.

 

Der Reiz des völlig neu definierten Risikospiels des Crown Mystery steckt in besonderen Serien. Diese Mystery­

Serien können eben über das Risiko erreicht werden und haben es natür­lich in sich, wird in Rellingen versi­chert. In einer Mystery-Serie werden fünf Mystery-Spiele gegeben, in de­nen bei „Wappen", „Krone" und „Rotfeld" auf der mittleren Scheibe drei Mark gewonnen werden. Diese Drei-Mark-Gewinne lassen sich durch Risiko wiederum in weitere Mystery­Serien umwandeln (bis maximal zehn Mystery-Serien, bzw. 50 Mystery-Spie­le erreicht sind).

 

Die besondere Attraktion der Myste­ry-Serie sind aber die drei Mystery­Chancen. Das sind Superchancen im klassischen Sinn, heißt es dazu im Haus Bergmann. Bei „Krone" in der Mitte allein werden 5 bzw. 10 Sonderspiele oder 30 „Maxi"-Sonderspiele, bei 3mal „Krone" sogar bis zu 100 „Maxi"­Sonderspiele gewonnen. Das heißt, wenn in einer Mystery-Serie alle 3 Mystery-Chancen getroffen werden, können anschließend 45 bis 100 „Maxi"-Sonderspiele abgespielt wer­den. Außerdem werden alle zuvor bereits angezeigten Sonderspiele

Nova Star

Nova

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Nova auf neuen Wegen. Keine Jackpotzählerwerke, sondern fette Direktserien. Was einfacher aussieht als zu holen ist, denn die getrennt laufenden äußeren Scheiben haben nun 13 und 9 Positionen, verglichen mit 8 und 5 bei den „Ur-Novas“. Interessanterweise bleibt neben der Inflation der grossen Zahlen (alleine 4 verschiedene Hunderter-Bilder) auch Platz für ganz kleine. 1 Sonderspiel durch Gewinnkombinationen zu gewinnen ist eine Rarität.

Ein erfolgreiches, modernes Gerät, mit den beliebten Startausspielungen bei 5 und 6 Sonderspielen.

Rex

Bally Wulff

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Die Einfallslosigkeit von Bally Wulff treibt muntere Blüten. Das immer gleiche Spielsystem im xten Aufguss.

Red Baron

Bergmann

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Die rote Hinterrundfarbe soll an den legendären ersten „richtigen“ Crown erinnern, den „Red Crown“. Ansonsten eher ein Bergmann typisches sehr einfaches Spielsystem.

Skipper

Adp

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Mega konnte nicht nur attraktive Spielsysteme mit neuen Ideen kreieren – sondern auch 0815 Geräte mit nachgeäfften Fremdideen. Welches Gerät wurde kopiert? Klar, der Löwen Miami!

SuperChance

Stella

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40, 50 und 100 Sonderspiele, beim Vollbild ausgespielt. erleuchten 4, 3 bzw. 2 Gewinnpunkte, die in den folgenden Spielen bis zu 96 weitere Spiele gewinnen können. Damit ist dann die damals geltende 200er-Grenze fast erreicht. Das Gerät lockt also mit sehr hohen Serien, die auch zu kräftigen Durststrecken führen mussten.

Triple-Jolly

Playmont

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Seltenes Gerät oder Prototyp, von dem nur ein Prospektbild bekannt ist. Der Triple-Jolly besitzt nur eine Gewinnlinie und die mittlere Risikoleiter des Amigo. Für drei Jolly werden dort nur die Felder 12/16/25 und 32 ausgespielt, zusätzlich der Pfeil, der auf das mittlere Display zeigt. Was dort erscheint, kann ich genauso wenig erklären wie den Sinn der rechten 1x/2x/3x/4x/8x Felder.

Ultra Krone

Bally-Wulff

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Scheibenvariante des Multi Krone 2.

Werbetext :

Wertsymbol

 

Rototron Ultra Krone ist das jüngste Geldspielgerät aus dem Hause Bally Wulff.

 

Der Geldspieler zeichnet sich durch fol­gende Spielfeatures aus:

-       große Ausspielung: Minimum 40, Maximum 100 Multispiele;

-       viermal Multi-Ausspielung direkt;

-       Risiko Transfer zum mittleren Risi­kotableau;

-       Ausspielung bei Krone allein oder 30-Krone-30;

-       Mini-Jackpot; - Multi-Risiko;

-       Zähler bis maximal 200 Multi-/Son­derspiele.

 

Das ultra-moderne Frontscheiben-De­sign sorgt an jedem Aufstellplatz für Aufmerksamkeit.

Venus Multi Pur

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Ein merkwürdiger Multiklon, der bei Symbolen in Supersonderspielen keine zusätzlichen Sonderspiele warf, sondern bis zu 10 Freispiele. So hatte man am Ende einer Serie manchmal 100 Freispiele auf dem Tacho, die zwangsweise abgespielt werden mussten und manchmal keinen zusätzlichen Gewinn brachten. Das mochten die Spieler gar nicht und ließen das Gerät links liegen.

 

Automatenwerbung

 

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Schlechte Geschäfte

 

 

Erneut Umsatzminus der Spielgeräte­wirtschaft

Einbußen von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr

 

Während die Wirtschaft in der Bun­desrepublik boomte und 4 Prozent zu­legte, mußte die Münzspielbranche er­neut ein Umsatzminus von 1,4 Prozent hinnehmen. Geringen Trost gibt die Tatsache, daß 1988 noch ein Rückgang von 4,2 Prozent verkraftet werden mußte. Wenn das Umsatzbarometer auch etwas freundlicher ist, so kann jedoch kein Wirtschaftszweig mit stän­dig sinkenden Zahlen leben. Vor allem dann, wenn der Umsatzrückgang von 1,4 Prozent noch durch Rückkäufe der Industrie geschönt ist. Da der Markt von älteren Geräten freigekauft wur­de, geben die Industrie- und Handels­umsätze kein realistisches Bild der tat­sächlichen Nachfrage. Ohne die gerin­gen Pluswerte von Handel (1,7 Pro­zent) und Industrie (1,9 Prozent) zeigt sich innerhalb der Gesamtbilanz bei den Aufstellern ein Minus von 2,6 Pro­zent.

 

 

DDR - Wilder Osten

 

Die Gier mancher Aufsteller nach Aufstellplätzen im Osten artete zum Verteilungskampf aus, in dem die Fetzen flogen. Offen wie selten wurden die Probleme von den Automatenverbänden und den –zeitschriften aufgegriffen. Wenn man bedenkt, dass folgendes sicher reichlich geschönt dargestellt ist, muss es zugegangen sein wie im Wilden Westen.

 

 

Ziegler nahm auch zur Aufstellung in der ehemaligen DDR Stellung. Er selbst, der bis 1969 Aufsteller in der DDR war, bedauerte, daß die Kolle­gen „drüben" von Westunternehmen überrollt würden. Ziegler sieht zwar, daß dies in allen Branchen an der Tagesordnung ist, warb aber trotz­dem um Fairneß und eine Handlungs­weise, die auch für die Zukunft kein Porzellan zerschlage.

 

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Bezüglich der Aufstellung von Spiel­geräten in der ehemaligen DDR konnten Roth und Riemer nur auf vergangene Ausführungen verweisen. Nach beider Auffassung ist eingetre­ten, was vielfach vorhergesagt wurde. Wie in guten alten Zeiten tun ver­schiedene Aufstellunternehmer alles dazu beitragen, den Ruf der Branche wieder auf Jahre zu schädigen. Nach der ersten Vertragswelle, so Riemer, ist jetzt die Welle der Vertragsbre­cher unterwegs. Dies will besagen, daß viele Aufstellplätze, aus Unwis­senheit oder Leichtfertigkeit, ohne die richtige Zulassung gemacht wurden. Zur Zeit sind einige Aufstellunter­nehmer der „zweiten Welle" dabei, die „erste Welle" bei allen möglichen Behörden anzuschwärzen und die Verträge zunichte zu machen. Gut vorstellbar, so Riemer, welchen Ein­druck Verwaltungsleute, die auch noch in 10 und 20 Jahren dort sitzen, von einer Branche bekommen, die mit solchen Methoden kämpft. Rie­mer rief die Aufstellunternehmer deshalb zu kollegialem Vorgehen auf und bat sie, gewisse geschäftliche Dinge doch auf die „vornehme" Art zu regeln. Schließlich könne man sich doch an einen Tisch setzen und Lö­sungen finden, mit denen beide Un­ternehmer leben können, meinte auch Albert Roth zu diesem Thema.

 

 

Beschluss der Automatenverände zu den Wildwestmethoden einiger Aufsteller

 

Geschäftliche Aktivitäten in der DDR

 

Alle Branchen der Bundesrepublik versuchen zur Zeit ihr Glück in der DDR zu machen. Die einen mehr, die anderen weniger. Die ersten Höhen­flüge haben mit einer Bauchlandung geendet, und viele Illusionen haben sich den realen Erwartungen genä­hert. Teilweise hat die Euphorie so­gar enormem Frust weichen müssen. In der Automatenwirtschaft hat na­türlich auch der Run nach Osten ein­gesetzt. Vielfach suchen dort Unter­nehmer ein Geschäft zu machen, die sich hierzulande nie aus ihrer Region herausgewagt haben. Die überzoge­ne Erwartungshaltung hat offensicht­lich den Blick verklärt. Wenn ein Land wie die DDR dann noch einen quasi rechtsfreien Raum eröffnet, dann besteht natürlich auch die Gefahr, daß sich gerade die berühmten schwarzen Schafe jeder Branche nicht an die Spielregeln halten. Die Automaten­wirtschaft, deren Spitzenverbände in der AMA organisiert sind, hat in ei­ner Erklärung sehr deutlich gemacht, was von ihr im Geschäftsalltag akzep­tiert wird und was nicht. Wer also in Verbänden organisiert ist, muß sich streng an diese Regeln halten, will er nicht branchenschädigend handeln. Es gibt nicht viele Branchen, deren Or­ganisationen so deutliche Verhaltens­regeln aufgestellt haben. Hätten sie es getan, so wäre mancher Unmut, der bei DDR-Bürgern und -Unterneh­mern entstanden ist, sicher nicht auf­gekommen. Wichtig ist, daß auch DDR-Automatenunternehmer, die, wenn organisiert, auch Mitglied in der ZOA sind, ihre westdeutschen Mit­bewerber auf diese Erklärung ver­weisen können. Hier der Text der AMA-Resolution:

 

„Im Zusammenhang mit der Zunah­me der gewerblichen Automatenauf­stellung in der DDR könnte dort eine ähnliche scharfe öffentliche Ausein­andersetzung um das gewerbliche Münzspiel drohen, wie wir sie hierzu­lande seit Jahren erleben. Um drasti­sche Konsequenzen und noch härtere Reglementierungen durch staatliche und kommunale Institutionen zu vermeiden, bitten wir Sie dringend, die in der DDR geltenden gesetzli­chen Bestimmungen, insbesondere die demnächst in Kraft tretende Spielan­ordnung, zu beachten, und weisen dar­auf hin, daß die für die Bundesrepu­blik beschlossene freiwillige Selbst­beschränkung der Branche nach In­krafttreten auch in der DDR einge­halten werden muß.

 

Bei der Standortwahl von Spielgerä­ten sollte unbedingt die Nähe von Schulen, Kindergärten und Jugend­zentren sowie Kirchen und Gedenk­stätten vermieden werden.

 

Nach gesetzlicher Zulassung von Un­terhaltungsautomaten mit Geldge­winn in der DDR sollten Geldspiel­automaten auch dort so plaziert wer­den, daß nicht mehr als zwei gleich­zeitig bespielt werden können. Auch eine optimale äußere Gestaltung der Spielstätte halten wir für geboten.

 

Als ein besonderes heikles Thema könnte sich auch wieder einmal der Jugendschutz erweisen. Diese Diskus­sion dürfte auch in der DDR in den Medien, im politischen Raum und innerhalb gesellschaftlicher Institu­tionen geführt werden. Weisen Sie daher Ihr Aufsichtspersonal und Ihre Partner in der Gastronomie bitte mit Nachdruck auf die Brisanz dieses Problems hin. Es genügt, Jugendli­chen bis zu 18 Jahren den Zutritt zu Spielstätten und das Spielen an Geld­spielautomaten in Gaststätten zu verbieten. Auch die Werbung ist so zu gestalten, daß sie sich zweifelsfrei nicht an Jugendliche wendet.

 

Wenn wir nicht weitere, schärfere Sanktionen im Steuerrecht, in der Genehmigungspraxis von Betrieben und möglicherweise zusätzliche Ein­schränkungen des Automatengewer­bes riskieren wollen, müssen wir die soziale und kommunale Verträglich­keit des Automatenspiels in der tägli­chen Praxis unter Beweis stellen.

 

Die Möglichkeit, die geschäftlichen Aktivitäten auf das Gebiet der DDR auszudehnen, ist auch eine Chance der Bewährung unserer Branche. Eine Chance, die wir nutzen müssen, denn wir brauchen politische und rechtli­che Rahmenbedingungen, die ein erfolgreiches unternehmerisches Han­deln auch in der Zukunft ermöglichen und sichern.

 

Hierfür bitten wir im Interesse der Branche und in Ihrem eigenen Inter­esse um Ihre Unterstützung.

 

 

Einig war man sich in Berlin, daß die Entwicklung des Automatengeschäfts im Osten Deutschlands sicher nicht so lief, wie man sich das von offizieller Seite gewünscht hätte. Viele Unterneh­mer hätten sich weder faktisch noch psychologisch gut und richtig verhal­ten, meinte Thüring. „Durch das Ver­halten von so einigen Kollegen haben wir uns ganz sicher keine Freunde ge­macht", drückte sich der Vorsitzende milde aus. Sorgenfalten zeigten sich bei diesem Thema auch im Gesicht von IMS-Geschäftsführer Heinz Warneke. PR-Arbeit sei ständiges Rudern gegen den Strom, meinte er. Nur wer ständig dranbleibe, komme wenigstens Stück­chen für Stückchen weiter. In diesem Sinne sei die IMS auch sofort in Sachen öffentliche Meinung in der DDR aktiv geworden. Aber teilweise seien so hohe Wellen geschlagen worden, daß das Boot sogar zurückgetrieben wurde, blieb Warneke im Bild. Nicht gerade glücklich über diese Entwicklung er­laubte sich Warneke die Frage, ob es denn nötig sei, mühsam abgestellte Fehler jetzt zu wiederholen. Die Ant­wort darauf ersparte er sich. Bis zu einem gewissen Maße hielt Hans Die­ter Morgenstern aus dem Hause adp es allerdings für normal, daß die derzei­tige Entwicklung im Osten Deutsch­lands „nicht ohne Ecken und Kanten" abgeht. Man habe es mit einem Prozeß ohne jedes historische Beispiel zu tun, an den dementsprechend auch keine alten Maßstäbe angelegt werden könn­ten. Wichtig für die weitere Entwick­lung in der DDR hielt Morgenstern die Kreativität und das Stehvermögen des privaten Unternehmers. Auf dessen Schwung und Tatkraft habe schon 1953 Ludwig Erhard gebaut, der damals in geradezu prophetischer Art und Weise voraussah: „In politischer, wirtschaft­licher und menschlicher Beziehung wird die Wiedervereinigung Deutsch­lands Kräfte frei machen, von deren Stärke und Macht sich die Schulweis­heit der Planwirtschaftler nichts träu­men läßt."

 

Ausführlich skizzierte Morgenstern den finanziellen Rahmen, in dem sich die Vereinigung Deutschlands bewe­gen wird. Mit umfangreichem Zahlen­material festigte er die Prognose, daß der Prozeß auch des wirtschaftlichen Zusammenwachsens ohne zusätzliche Steuern zu bezahlen sei. Unberücksich­tigt ließ er dabei höhere Staatseinnah­men auf Basis der jetzigen Besteue­rung, die sich durch die kräftigen Wachstums-Impulse ergeben werden. In welcher Höhe sich das abspielen würde, sei noch nicht vorauszusagen. Die Experten seien sich allerdings ei­nig, daß hier einiges zu erwarten sei.

 

Zu schnell werden nach Morgensterns Erwartung die wirtschaftlichen Blü­tenträume freilich nicht in himmlische Regionen wachsen. Als Hauptproble­me der DDR-Wirtschaft stellte er de­ren geringe Produktivität und völlig an­dere Struktur heraus. Hier müsse mehr umgekrempelt werden, als sich so man­cher vorstellen könne. Beispiel sei hier unter anderem die Kette von HO-Lä­den, die komplett auf private Basis ge­stellt werden müsse.

 

Wie Morgenstern es sah, werden des­wegen auch die Bürger der Noch-DDR in der nächsten Zeit andere Sorgen ha­ben, als sich vordringlich mit dem Un­terhaltungsspiel auseinanderzusetzen. Eine Art Explosion des Freizeit-Mark­tes generell werde es nicht geben. An­dererseits müsse man aber darauf vor­bereitet sein, daß die Entwicklung zur westlich geprägten Freizeitgesellschaft schneller verlaufe als bei allen bisher bekannten Modellen. Morgenstern war sich sicher, daß die typischen Wohl­standsstufen Essen, Konsum, Freizeit im Sauseschritt genommen werden. Es sei also sicher nicht falsch, die Zukunft schon heute vorzubereiten.

 

Wer es verstehe, sich mit Fingerspitzen­gefühl, Sinn für Sensibilitäten und dem realistischen Blick für das wirklich Machbare und Vernünftige dem noch fremden Markt zu nähern, habe beste Chancen, auch darauf zu bestehen.

 

 

 

DDR-Spiel(ver)ordnung

 

Eine Merkwürdigkeit war die Schaffung einer eigenen DDR-Spiel(ver)ordnung in der Zeit vor dem Anschluss der Neuen Bundesländer an die Bundesrepublik Deutschland. Man war noch ein eigener Staat mit einer Gesetzeskraft. Die oben beschriebenen Mißstände, bei denen westliche Aufsteller den Glücksspiel-betreffenden rechtsfreien Raum derart schamlos ausnutzten, erzeugte solch einen Druck auf die Ordnungsbehörden, dass für drei Wochen eine eigene DDR-Spielordnung geschaffen wurde. Die bis auf kleine Details der westdeutschen Regelung entsprach. Diese neue Ordnung war die Grundlage für Bally Wulff, den „Bally Number One“ in aller Eile zu veröffentlichen, ein Gerät nach den Regeln der kurzlebigen DDR-Spielordnung. Siehe die Prototypen-Gerätevorstellung für Vereinsmitglieder.

 

Eine überrascht klingende Eilmeldung des Münzautomaten:

 

 

DDR-Spielanordnung in Kraft

 

Am frühen Nachmittag des 7. Sep­tember klingelte in der Redak­tion das Telefon. Am anderen Ende der Leitung: Dr. Bornecke, der Geschäftsführer des VDAI. Er wußte, daß wir gerade im Sei­ten-Layout steckten und da im­mer noch Platz für eine eilige Mel­dung „freischlagen" können.,,Sie ist in Kraft", sagte er nur kurz, und wir wußten, was gemeint war. Um die DDR-Spielanordnung hatte es nämlich einige Aufregung gegeben. Da wurde behauptet, sie sei schon in Kraft, andere ver­neinten das, und wiederum an­dere behaupteten, sie würde nie­mehr in Kraft treten, weil der 3. Oktober so nah sei. Jetzt ist sie da - entscheidend ist der Tag der Veröffentlichung-, und wenn Sie dies lesen, gilt sie vielleicht noch für drei ganze Wochen.

 

 

 

Ein bissiger Kommentar

 

 

Spielanordnung der DDR

Was soll das?

 

Die Frage nach dem Sinn und Zweck mancher staatlicher Maßnahmen in der DDR ist mehr als berechtigt. Vieles ist in den letzten Wochen und Monaten aufgedeckt worden, was einen nur den Kopf schütteln läßt. Ebenso groß wie die Verwirrung der Taten, ist die Verwirrung der Begrif­fe. So manches versteht man auch in der neuen Spielanordnung der DDR nicht. Dies beginnt schon mit dem Begriff Anordnung. Es lohnt sich nicht lange zu diskutieren, doch offensicht­lich sind Politik und Verwaltung noch sehr stark vom anordnenden Geist bestimmt.

 

Verwirrend waren auch die Umstän­de um den Zeitpunkt der Gültigkeit. Das Gesetzblatt selbst trägt die Auf­schrift „Ausgabetag: 4. September", und trotzdem war die Anordnung an diesem Tag noch nicht rechtskräftig, weil sie nicht tatsächlich ausgeliefert wurde. Verwirrung aller Orten. Bally Wulff hatte schon gemeldet, daß die Anordnung in Kraft sei und ab dem 4. September Geräte mit ASMW-Zu­lassung (ähnlich PTB) für die DDR angekündigt. Mitbewerber, Journali­sten und Verwaltungsleute waren teilweise ratlos, suchten in eigenen Nachlässigkeiten und fragten sich, ob da Termine übersehen wurden, ob eigene Quellen „drüben" nicht das Schwarze unter dem Nagel wert sind.

 

Der VDAI stellte dann klar, was Sache war: Die Anordnung war noch nicht gültig. Manch einer hatte sogar Infor­mationen, daß die Anordnung nie mehr gültig werden würde. Man stuf­te es unter die Kategorie „Blödsinn" ein, extra für ein paar Wochen ein neues Recht zu schaffen. Bis die Regelungen allgemein bekannt, be­achtet und wirklich angewendet wer­den würden, seien sie schon wieder ungültig, hieß es da. Wobei dies nicht ganz stimmt, denn die Anordnung ist weitgehend deckungsgleich mit der bundesdeutschen Spielverordnung. Am 3. Oktober kommt also nicht schon wieder ein völlig neues Recht über die Aufstellunternehmer in der DDR, sondern nur ein Recht mit ein paar recht unbedeutenden Abwand­lungen. Auf jeden Fall hatte Bally Wulff dann am Freitag, den 7. Sep­tember, mittags um 14.30 Uhr weitge­hend Recht behalten. Man hatte sich weit aus dem Fenster gelehnt und Glück gehabt.

 

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Verwirrend ist in der DDR-Anord­nung auch die Regelung über die Grundsätze zur Aufstellung von Spiel­geräten und Veranstaltung von ande­ren Spielen (§ 6). Da scheinen die Begriffe „Eigentümer" und „Besit­zer" (ist auch Pächter) durcheinander geraten zu sein. Versteht man die Anordnung in diesem Punkt ganz wortgetreu, dann muß der Eigentü­mer einer Gaststätte in die Aufstel­lung von Spielgeräten einwilligen. Diese Regelung könnte für den Fall erdacht sein, damit die Betreiber von staatlichen Gaststätten nicht Gelder kassieren, ohne sie an den staatlichen Inhaber abzuführen. Nach unserem Verständnis kann es nicht sein, daß ein Eigentümer eines Hausobjektes in die Aufstellung von Spielgeräten einwilligen muß, wenn er eine Gast­stätte als Pachtobjekt ganz vergeben hat. Im Verhältnis zwischen Eigentü­mer und Pächter kann dies zwar ver­traglich geregelt werden, es hat aber nichts in einer Spielver(an)ordnung zu suchen.

 

Die DDR-Spielanordnung regelt auch die Aufstelldauer. Was der Aufstel­lerverband „Ost" durchsetzen wollte, nämlich die unbegrenzte Aufstellung von Spielgeräten, ist nicht Anord­nungstext geworden. In § 14 Abs. 2 ist die Befristung auch für die DDR ein­deutig auf 4 Jahre festgelegt. Dies gilt auch in der Bundesrepublik, ist aber an anderer Stelle geregelt.

 

Abweichend von der Spielverordnung hierzulande kündigt in § 17 die DDR­Anordnung harte Zwangsgelder in Höhe von 50 000 Mark an, wenn der Leiter des Gewerbeamtes dies zur Durchsetzung von Auflagen für nötig empfindet. Es kann also richtig teuer werden, wenn unbelehrbare Geister meinen, sie könnten jetzt „drüben" immer noch „Wildwest" spielen. Je­der sollte sich auch darüber klar sein, daß Fehlverhalten in der DDR dazu führt, daß er dort für immer keine Erlaubnis zur Ausübung des Gewer­bes erhält und sie sogar hier verlieren kann, wenn seine Zuverlässigkeit in Frage gestellt ist. Ein hoher Preis für ein bißchen Abenteuer.

 

§ 18 regelt dann noch die Fälle, die es eigentlich gar nicht geben dürfte. In der quasi „rechtsfreien" Zeit, in der viele nicht genau wußten, wer zustän­dig ist, ist halt auch viel „wild" aufge­stellt worden. Da wurden Genehmi­gungen von fast jedem erteilt, der sich in der Nutzung eines Stempels aus­kannte. Obwohl eigentlich nur der Staatszirkus zuständig war, hat jeder kleine Bürgermeister sich für zustän­dig erklärt. Natürlich sind auch Gerä­te dabei, deren Zulassung inzwischen abgelaufen ist. Verständlich, daß man nicht teuere Spielgeräte dort einsetzt, wo es allenfalls gilt, den Platz zu si­chern, die Einnahmen aber noch ge­ring sind. Nun regelt die Spielanordnung, daß diese Geräte, die nicht den Erfordernissen des § 14 entsprechen (wie unsere Spielverordnung), dür­fen bis zum 31. Dezember 1991 in der Aufstellung bleiben. Da freut sich manch einer. Doch wie so oft viel­leicht zu früh. In der Anordnung steht nämlich das Erfordernis „wenn sie vor in Kraft treten dieser Anordnung zulässigerweise aufgestellt worden sind". Hierunter ist halt nicht die Zulassung durch den Rat des Kreises oder der Stadt gemeint, sondern nur durch den Staatszirkus. Alle Geräte, die diese Zulassung haben, sonst aber nicht den Erfordernissen des § 14 entsprechen, dürfen noch mit dieser Frist aufgestellt werden.

 

Die Regelung des § 18 der DDR­ Spielanordnung wird durch das Einigungsvertragsgesetz über­nommen und hat damit über den 3. Oktober hinaus Gültigkeit.

 

Aus vielen ersichtlichen Gründen ist es also doch schon wichtig, daß die DDR-Anordnung noch in Kraft ge­treten ist und nicht ein weiterer Monat der Rechtsunsicherheit ins Land geht. Für die Automatenwirtschaft, wie für alle anderen Branchen, war die Zeit der Rechtsunsicherheit schon zu lan­ge. Solche Zeiten werden regelmäßig auch von den berühmten schwarzen Schafen jeder Branche genutzt. Da versuchen sie, ihr Süppchen zu ko­chen. Was sie damit dem Ruf eines ganzen Gewerbes antun, das läßt sie völlig kalt. „Kommen, kassieren, abhauen", heißt die Parole. Auf sol­che Leute kann man getrost verzich­ten. Der Automatenwirtschaft wird es gut tun, wenn geregelte Zeiten einkehren. Dies wünschen sich schon lange diejenigen, die in der DDR seriöse zukunftsorientierte Geschäf­te aufbauen wollen. Den größten Vorteil wird dies den DDR-Aufstel­lern bringen, die sich bisher oft an die Wand gespielt sahen.

 

 

 

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Interview mit Dieter Wulf

 

Interessante Einblicke in die Geschichte der Unterhaltungsgeräte in der DDR liefert folgendes Interview. Was ist eigentlich aus Dieter Wulf geworden?

 

 

Heinz Warneke (IMS) im Gespräch mit Dieter Wulf (DDR).

 

Heinz Warneke: Herr Wulf, Sie sind in der DDR für das Münzspiel zuständig. In allen Ländern des östlichen Lagers liegt die Verantwortung dafür beim je­weiligen Staatszirkus. Sie haben sich seit langen Jahren mit dem Münzspiel - mit und ohne Gewinnmöglichkeit-be­schäftigt. Was hat sich im letzten Jahr­zehnt auf diesem Sektor in der DDR getan?

 

Dieter Wulf: Bis zu Beginn der 80er Jahre haben die Schausteller und Auf­steller bei uns überwiegend nur Altge­räte einsetzen können. Der Spielein­satz betrug für Unterhaltungs- und Gewinnspielautomaten jeweils zehn Pfennige. Die Automaten mit Gewinn­spiel tragenden Sammelbegriff UWAG (Universal-Waren-Ausspielgerät). In den letzten Jahren bestand für diesen Berufszweig - Schausteller und Auto­matenaufsteller - die Möglichkeit, über den Weg der Schenkung Geräte aus dem NSW (Nicht-Sozialistisches Wirtschaftsgebiet) einzuführen und ge­werblich zu nutzen. Dabei waren gewis­se Fragen zu beachten, die vorrangig in der finanziellen Seite begründet waren. 100 Prozent des Neuwertes mußten als Zoll bezahlt werden. Dieser Einfuhr­zoll wurde später auf 20 Prozent ge­senkt. In jüngster Zeit ist der Zoll ganz weggefallen. Auch andere Dinge des Verfahrens- und Verwaltungsweges sind zudem wesentlich einfacher ge­worden. Im Gegensatz zur Bundesre­publik ist bei uns zu dem, was Sie unter Münzspiel verstehen, zu sagen, daß bei uns Gewinne nicht in Bargeld ausge­zahlt werden dürfen. Die Gewinne be­stehen bei uns ausschließlich aus Spiel­marken. Die Geräte selbst dürfen mit Spielmarken oder mit Bargeld betrie­ben werden. Die Münzstrecke muß bei Betreiben mit Bargeld vom Warenaus­stoß getrennt sein, so daß der Spieler ei­nen Gewinn immer nur in Spielmarken erhält. Diese kann er beim Betreiber gegen Warengewinn einlösen, ein Um­tausch in Bargeld ist nicht erlaubt.

 

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Dieter Wulf ist Fachgebietsleiter Spielerlaubniswesen, Staatszirkus der DDR, Generaldirektion

Für westliche Gepflogenheiten et­was ungewöhnlich, liegt in allen Ländern Osteuropas die Verant­wortung für das Münzspiel beim jeweiligen Staatszirkus. Der dafür in der DDR zuständige Mann ist Dieter Wulf. Als Fachgebietsleiter Spielerlaubniswesen beim Staats­zirkus der DDR, Generaldirek­tion, regelt er alles, was in der DDR mit Spielgeräten zu tun hat. Ohne die Zulassung seines Amtes darf zwischen Elbe und Oder kein Spielautomat, ganz gleich welchen Typs, betrieben werden. Wulf kennt die gesetzliche Seite des we­nig ausgeprägten Automatenge­schäfts in der DDR sehr genau, weiß aber auch generell über den Freizeitmarkt des Landes gut Be­scheid. Ebenfalls wohlinformiert über die Situation in der Bundesre­publik Deutschland ist er prädesti­niert für realistische Prognosen hinsichtlich der Möglichkeiten, die sich für die Spielgerätewirtschaft durch die rasanten politischen Ent­wicklungen unserer Tage ergeben.

 

 

Heinz Warneke: In der DDR gibt es ge­setzliche Rahmenbestimmungen über das Geldspiel. Diese schließen Gewin­ne in Form von Bargeld aus. Glauben Sie, daß sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern wird?

 

Dieter Wulf: Grundlage dieses Gesamt­komplexes ist die „Anordnung über das gewerbsmäßige Veranstalten von Spielen" (GBI. Teil 1, Nr. 37 vom De­zember 1981). Im gleichen Gesetzblatt enthalten ist auch die Anordnung über die Erhebung der Lotteriesteuer. Die erstgenannte Anordnung bezieht auch das Betreiben von Automaten ohne und mit Gewinn ein. Dabei ist nicht for­muliert, ob die Gewinne in Form von Bargeld, Spielmarken oder Waren zu erfolgen haben. In der Anordnung zur Lotteriesteuerpflicht steht, daß bei Spielen an Automaten und anderen Spielen, bei denen keine Spielausweise erteilt werden, der Gewinn ganz oder teilweise in barem Geld bestehen kann. Der Gesetzgeber hat hier, wie auch in der vorgenannten AO, die Möglichkeit zum Bargeldgewinn eingeräumt. Mit Sicht auf die Festlegungen in der Kin­der- und Jugendschutzverordnung, die einem 14jährigen Jugendlichen die Möglichkeit geben, auch an Automa­ten jeglicher Bauart zu spielen, wurden die Spielbedingungen und Gewinnplä­ne schon in den 60er Jahren so gefaßt, daß ein Gewinn an Spielautomaten ausschließlich in Spielmarken zur Aus­zahlung zu kommen hat. Einsatz dabei war zunächst maximal ein Groschen, Höchstgewinn das Zehnfache. Heute hat sich das bei elektronischen Geräten auf einen Höchsteinsatz von 30 Pfenni­gen und Höchstgewinn 3 Mark geän­dert (ab 1981). Der Gewinn muß aber immer aus Spielmarken bestehen.

 

Heinz Warneke: Gibt es in der DDR ei­ne Produktion von Münzspielgeräten? Was wird dort produziert?

 

Dieter Wulf: Wie mir bekannt ist, gibt es keine Produktionsanlagen für Münz­spielgeräte, mit einer Ausnahme: TV Spielgeräte Polyplay werden in Karl­Marx-Stadt hergestellt im VEB Poly­technik. Dieses Gerät wird mit acht Spielprogrammen angeboten, so daß der Spieler unter acht Varianten aus­wählen kann. Alle anderen Geräte stammen aus den 50er Jahren oder sind zum Teil noch älter. Der Rest resultiert aus den Geschenk-Importen.

 

Heinz Warneke: Wenn man nur flüchtig die DDR kennt, hat man den Ein­druck, daß es hier keine Automaten gibt und damit auch keine Automaten­aufsteller. Sicherlich liegt es daran, daß aus den von Ihnen erwähnten Gründen nur wenige Geräte betrieben werden.

 

Dieter Wulf: Da haben Sie sicherlich recht. Aber gerade die letzten Wochen haben gezeigt, daß man in Zukunft mit einem verstärkten Angebot von sta­tionären Spieleinrichtungen rechnen kann, wenn die erforderlichen Gewer­beräume vorhanden sind. Dabei ist zu beachten, daß bei uns - territorial un­terschiedlich - bisher die Nachfrage nach dem Münzautomatenspiel nicht immer in der Vielfalt ausreichend be­friedigt werden konnte.

 

Heinz Warneke: Sie sehen demnach große Möglichkeiten für das Automa­tenspiel, wobei man sicherlich nach den Kategorien mit und ohne Geldge­winn unterscheiden muß. Wie sehen Sie im Augenblick die Chancen für ein Spiel mit Geldgewinn?

 

Dieter Wulf: In der heutigen Zeit sollte man sich davor hüten, etwas generell auszuschließen. Die Erwartungshal­tung bei einer ganzen Reihe von Bür­gern unserer Republik, ausgehend von einer immer weitergehenden Mündig­keit, tendiert dahin, daß diese Ebene der Unterhaltung angeboten werden sollte, zumal wenn der Verlust bere­chenbar ist. Auch bei uns gibt es ja be­reits Möglichkeiten des Gewinns. Von jenem, der wöchentlich zweimal auf die Rennbahn geht und dabei hohe Be­träge beim Wetten einsetzt, sprechen wenige. Und ich finde, daß es zumut­bar ist, wenn Spielgeräte mit Gewinn eingesetzt werden, allerdings immer unter der Bedingung, daß der Spielein­satz maximal 30 Pfennige beträgt. Da­von ausgehend glaube ich, daß man in Zukunft bei uns Möglichkeiten prüfen muß, inwieweit die geltenden Bestim­mungen auch auf eine Bargeldauszah­lung erweitert werden können. Aller­dings müßte dann auch der Zugang zu diesen Geräten verändert werden. Da­bei könnten die Erfahrungen, die Ihre Industrie und auch Ihre Aufsteller in den vergangenen Jahren gesammelt ha­ben, unter unseren Bedingungen be­rücksichtigt werden, damit zum Bei­spiel kein Überangebot entsteht. Man muß das Rad ja nicht erneut erfinden.

 

Heinz Warneke: Aus Sicht der sozialen Marktwirtschaft erlauben Sie mir eine Anmerkung: Dies klingt ein wenig nach Lenkung. Zweifellos wird die DDR eine freie Marktwirtschaft in Zu­kunft haben und dabei werden Ange­bot und Nachfrage den Markt bestim­men. Zurück zu den Geräten. Richtig ist doch, daß im Augenblick Geldspiel­geräte westlicher Bauart nicht zugelas­sen werden. Zuvor müßte bei Ihnen ein Antrag auf Zulassung gestellt werden und Ihr Amt müßte dann versuchen, im Rahmen der gesetzgebenden Körper­schaften eine Genehmigung dafür zu bekommen.

 

Dieter Wulf: Das ist durchaus richtig. Allerdings waren die Aufsteller und Schausteller in der Vergangenheit sehr findig. Bei den elektronischen Geräten zum Beispiel sind Veränderungen vor­genommen worden, so daß die gesetz­lichen Bestimmungen hinsichtlich des Spielens mit Spielmarken erfüllt wur­den. Nach wie vor ist es bei uns so, daß Automaten im Fachgebiet Spielerlaub­niswesen beim Staatszirkus der DDR zugelassen werden müssen. Dies gilt nicht nur für Geräte mit Gewinnen in Form von Spielmarken, sondern auch für Flipper, TV Spielgeräte usw.

 

Heinz Warneke: Das ist sehr interes­sant. Ein Aufsteller aus der Bundesre­publik könnte also nicht allein oder mit einem Kollegen aus der DDR morgen Flipper in der DDR aufstellen.

 

Dieter Wulf: Jeder Flipper und jedes TV Spielgerät bedarf der Genehmi­gung. Auch jeder Bürger der DDR muß im Besitz einer Gewerbeerlaubnis sein, die vom zuständigen Rat erteilt wird. Sie müssen auf der einen Seite die Genehmigung meines Amtes haben und auf der anderen Seite die Gewer­beerlaubnis. Diese Erlaubnis ist ganz speziell auf den Automaten und den Betreiber ausgestellt. Bei einer Veräu­ßerung muß eine neue Zulassung aus­geschrieben werden. Ob dies so blei­ben wird ist heute nur schwer zu beant­worten. Bei Ihnen ist es ja so, daß eine enge Zusammenarbeit mit der Physika­lisch-Technischen Bundesanstalt be­steht, in Teilbereichen auch mit dem Bundeskriminalamt. Wir arbeiten nur mit dem erwähnten Hersteller der TV Spielgeräte zusammen. Schon von da­her müssen alle bei uns auf den Markt kommenden Geräte von uns geprüft werden. Gerade Anfang Februar war in einer Mitteilung der Pressestelle des Ministeriums für Kultur zu lesen, daß die bisherigen Zulassungsbestimmun­gen nach wie vor ihre volle Rechtsgül­tigkeit haben. Dazu zählen bei TV Spielgeräten auch die sachlichen Inhal­te. Was bei Ihnen die ASK macht, habe ich bei uns zu prüfen.

 

Heinz Warneke: Lassen Sie mich zum Schluß noch zu einem anderen Thema kommen. Im Augenblick bereiten wir gemeinsam die Ausstellung „Für'n Groschen Glück und Seife - Alte Münzautomaten", im Friedrichstadt­palast vor. Dies ist eine gemeinsame Ausstellung des Friedrichstadtpala­stes, des Staatszirkus der DDR und der IMS in Bonn. Freuen Sie sich auf diese Ausstellung?

 

Dieter Wulf: Ja, darauf freue ich mich sehr, zumal ich die Möglichkeit auf der IMA in Frankfurt hatte, die Vielfalt des Angebots kennenzulernen. Außerdem habe ich die Unterlagen zur Ausstel­lung im Deutschen Museum in Mün­chen begeistert aufgenommen. Aber auch meine Landsleute werden viel Spaß haben. Diese Ausstellung braucht sich um ihre Besucher keine Sorgen zu machen.

 

 

 

25 Jahre Krone

 

 

Zeichen für Vertrauen

25 Jahre Krone-Symbol bei Bally Wulff

 

Ein Symbol feiert bei Bally Wulff Jubi­läum. Seit 25 Jahren verwenden die Berliner die Krone als führendes Sym­bol für Glück und Gewinn im Repertoi­re der „Zeichensprache" ihrer Unter­haltungsgeräte mit Gewinnmöglich­keit. Daß das ehemalige Zeichen für monarchische Würde praktisch unbe­schadet in seiner Bedeutung in demo­kratische Zeiten transformiert werden konnte, ist für Bally Wulff nicht weiter verwunderlich. Wie ihre Erfahrung zeigt, gilt die Krone den Menschen noch immer als Ausweis für Vertrauen und Qualität. Grund genug, auch beim modernsten Gerät aus Berliner Pro­duktion, der klassischen Symbolik treu zu bleiben.

 

Krone.jpgAlles begann vor 25 Jahren und ohne daß sich jemand irgend etwas Besonde­res dabei gedacht hätte. Damals wur­den von Berlin aus die Geräte Rototron Dualo und Dualo Super auf den Markt gebracht. Natürlich gab es damals schon Gewinnsymbole. Und eines die­ser Symbole bei diesen Geräten war die Krone. Eine besonders hervorgehobe­ne Position nahm sie nicht gerade ein. Sie fungierte eben als ein Gewinn-Zei­chen unter anderen. Es war wie so oft bei großen Karrieren. Sie beginnen im Stillen und völlig unbeachtet.

 

Das Image als Mauerblümchen hat sich in den vergangenen 25 Jahren kräftig gewandelt. Denn sehr rasch wurde deutlich, daß die Krone sich als Symbol für Gewinn und Glück hervorragend eignet und sich beim Publikum über Jahre hinweg gleichbleibender Wert­schätzung erfreut. Wenn sie auch poli­tisch nicht mehr allzuviel aussagt, gilt die Krone nämlich noch immer als Merkmal für Qualität und Vertrauen.

 

Was von der Wirtschaft in den' unter­schiedlichsten Konsumbereichen nach wie vor genutzt wird. Das klassische Symbol verfehlt seine Wirkung nicht. Es hat seine Aussagekraft als Zeichen von besonderem Wert, hervorgehobe­ner Position und sozusagen institutio­neller Verläßlichkeit aus monarchi­schen Zeiten in unsere demokratischen Verhältnisse herüberretten können. Und das, obwohl die Menschheit mit dieser Symbolik zumindest nicht im­mer die besten Erfahrungen machte. Der Sinngehalt der klassischen Zei­chen, zu denen zum Beispiel auch das Wappen zählt, hat die Jahrhunderte of­fenbar überdauert.

 

Den Grund für die anhaltende Attrakti­vität der Krone wird denn auch bei Bal­ly Wulff in der Geschichte gesehen. In so ziemlich allen Kulturen der Mensch­heit gilt der Kopfschmuck als das Zei­chen für eine besonders herausgehobe­ne und auch machtvolle Position. Aus dem Lorbeerkranz der römischen Im­peratoren und Kaiser entwickelte sich in späterer Zeit der Kranz aus Edelme­tall, die Krone also, zusätzlich ge­schmückt und verziert durch noch edle­re Steine. Böse Zungen behaupten zwar, daß viele historische Würdenträ­ger in erster Linie deswegen mächtigen Kopfschmuck trugen, um schlicht und einfach größer zu wirken als ihre Unter­tanen. Aber das ändert nichts daran, daß sich die Bedeutung der Krone of­fenbar tief im Bewußtsein der Men­schen verankern konnte. Das ist bis auf den heutigen Tag gleich geblieben.

 

Nach 25 Jahren Erfolg mit der Kronen­ Symbolik war es eigentlich zwangsläu­fig, daß Bally Wulff im hauseigenen Ju­biläums-Jahr des Symbols auch ein ent­sprechendes Gerät präsentiert, das das Zeichen in den Mittelpunkt des Spiel­geschehens stellt. Bei der Entwicklung des Automaten peilten die Berliner die Verbindung zwischen traditioneller Symbolik und innovativer Technik be­wußt an. Mit dem Gerät Ultra Krone soll „das Tor zu neuen Dimensionen bei Unterhaltungsgeräten mit Kronen­ Symbolik aufgestoßen" werden, heißt es dazu aus Berlin. In dem neuen Gerät sieht man bei Bally Wulff den „vorläufi­gen Höhepunkt einer langen Reihe von erfolgreichen Krone-Geräten". Die Betonung wollen die Berliner aller­dings auf das Wort „vorläufig" gelegt wissen. Mit der Krone als Glücks- und Gewinn-Symbol soll weitergearbeitet werden. Und zwar erfolgreich, wie bei Bally Wulff betont wird.   

 

 

 

IMA

 

Wenn einem keine neuen Spielideen mehr einfallen, bastelt man am Äußeren.

 

 

Das äußere Erscheinungsbild ist und bleibt wohl eines der bestim­menden Themen der nächsten Jahre. Wo Neues entsteht, funktionierende Technik und Marktpräsenz zunächst einmal wichtig sind, rücken gestalteri­sche Überlegungen offenbar zunächst einmal in den Hintergrund. Die Be­schäftigung mit dem Design scheint noch den etablierten Produktgruppen vorbehalten zu sein. Es wurde nicht auf Rummel gezielt und auch kein unnötiger Wirbel gemacht. Besonders auffällig war das bei der Vor­stellung der neuen Unterhaltungsgerä­te mit Gewinnmöglichkeit, immerhin nach wie vor die tragende des Automa­tengeschäfts. Alle Hersteller zeigten natürlich ihr spezielles Messegerät und hoben dessen Vorteile heraus. Dabei traten allerdings die spieltechnischen Elemente eher in den Hintergrund. Dagegen waren die gestalterischen Ele­mente ganz klar dominierend. Bally Wulff zum Beispiel präsentierte das neue Geldspielgerät unter dem De­sign-Aspekt „Art-Deco-Line". NSM/ Löwen testete die Käuferakzeptanz ganz verschiedener Gehäuse. Zusehen waren ein Marmorrahmen, ein Holz­rahmen und das schon bekannte Neon­Outfit, diesmal aber im Stil der alten „Blubber-Musikboxen" mit pulsieren­den Lichtröhren. Ein zentraler Punkt bei Gauselmann waren die „Tables", deren ganze Konzeption auf einen völ­lig neuen Auftritt des Geldspiels in der Öffentlichkeit zielt. Außerdem präsen­tierten die Espelkamper den Besu­chern eine wahre Frontscheiben-Farb­orgie zur Auswahl und fragten nach der beliebtesten Farbkombination. Be­zeichnenderweise ging das schicke, re­präsentative Modell in weiß/weiß als Sieger aus der „Abstimmung" hervor. Zwar sicher nicht für jeden Aufstell­platz geeignet, deutet dieses Ergebnis doch an, daß die gesamte Branche in Sachen Selbstdarstellung einiges ge­tan hat.

 

 

 

Bally Chef Hans Kloß sieht der Neuen SpV positiv gegenüber.

 

 

… Der Bally-Chef setzt ebenfalls viel auf den neuen Zähler, der in Spielge­räten endlich dafür sorgen wird, daß die alten Vorurteile fallen. Für ihn ist es ein Problem der Industrie, auch nach den geänderten Bedingungen, neue und interessante Spielgeräte auf den Markt zu bringen. Seiner Mei­nung nach werden sich viele Spielsy­steme ändern und ganz neue Features das Spiel bestimmen. Für ihn wird es sich erst nach einer gewissen Zeit zeigen, ob der Markt die Weitergabe der Mehrwertsteuer an den Spielgast verkraftet. Gelingt dies, so ist seiner Meinung nach zumindest nicht mit großen Verlusten zu rechnen. Wenn also die neue Spielverordnung, die am 21. September beschlossen wur­de, in Kraft tritt (meist einige Wochen danach mit Veröffentlichung), dann dürfen alle Geräte nur noch nach diesem Modus zugelassen werden und müssen mit Zähler ausgerüstet sein.

 

 

 

Spielstätten

 

 

4.jpgRaumkonzepte, die aus dem Rahmen fallen

Carl Eschig zeigt Profil

 

Über Innen- und Außenarchitektur von Spielstätten ist in den letzten Jahren viel geredet worden. Und nicht nur geredet, sondern viele Automa­tenunternehmer haben sich dem Trend angepaßt und ihn sogar mitge­prägt. Sicher ist dies in der Bevölke­rung, bei Politikern und Journalisten noch nicht überall angekommen. Einmal geschieht so etwas immer mit einer gewissen zeitlichen Verzöge­rung, zum anderen fällt es manch einem schwer, geliebte Vorurteile über Bord zu werfen. Mit Sicherheit tut die Masse der Spielstättenbetrei­ber auch sehr wenig dafür, daß je­mand von ihrem Gesinnungs- und Ge­staltungswandel erfährt. Das PR­ Motto „Tu Gutes und rede darüber" wird vielfach sträflich ignoriert. An Konzeption und Einrichtung wird häufig nicht gespart. Der Gast regi­striert es erfreut, und jeden anderen läßt man ruhig die Vorurteile von der „Spielhölle" weiter pflegen. Eigent­lich schade! So empfindet es auch Carl Eschig, ein Innenarchitekt mit einem besonderen Blick für den Raum, mit Konzeptionen, die Profil verleihen.

 

Ein Portrait:

 

Wer sich erst die Spielstätten anschaut, die Carl Eschig eingerichtet hat, der macht sich zwangsläufig ein Bild von diesem Mann. Wer ihn dann in Bret­ten, nahe Bruchsal, besucht, der muß dieses Bild gehörig revidieren. Da tritt einem keiner dieser gestilten Modear­chitekten gegenüber. Kein Kreativer in Seidenjäckchen und all den ande­ren angeblichen Ausweisen von Er­folg und dickem Bankkonto. Carl Eschig wohnt auch auf keinem Hügel mit Kiesauffahrt, sondern in einem Geschäftshaus mitten im Städtchen. Unten, hinter der Fensterfront, be­treibt er einen Ausstattungsladen, und quer durchs Haus verteilt sitzen Leu­te an Zeichenbrettern und planen, was anderen Leuten später Freude berei­ten soll. Carl Eschig macht nicht viel Wind um seinen guten Geschmack. Auf den ersten Blick scheint er ihn

sogar zu verleugnen. „Dem hätte ich das nicht zugetraut", wird manch einer sagen. Nach wenigen Minuten weiß man jedoch, daß dieser Carl Eschig sehr genau weiß, was er will. Er weiß auch, was seine Kunden wollen. Mit den Problemen der Branche, mit den Wünschen der Spielefreunde und der Spielstättenbetreiber ist er eng ver­traut. Das hat viele Gespräche und Sitzungen bis in die Nacht gekostet, denn niemand schluckt dieses Fach­wissen im Vorbeigehen. Der Brette­ner Raumgestalter geht auch in Spiel­stätten und spricht mit Gästen, er­fragt ihre Wünsche und versucht, sich in sie hineinzuversetzen.

 

1.jpgCarl Eschig schaut sich seine Kun­den sehr genau an. Er versucht, ihre Lebenseinstellungen, ihre Ge­schmacksrichtungen und ihr Gefühl für Farben genau zu ergründen. Denn bei ihm kommt erst der Auftragge­ber, dann der Raum und dann erst die eigentliche Einrichtung. Er will sich nicht ständig selbst „Denkmäler" sei­nes guten Geschmacks setzen, wie so viele seiner Kollegen. Für ihn ist wich­tig, daß der Kunde sich darin wohl­ fühlt, daß er es als seine eigene Ge­staltung annimmt und sich darin wie­dererkennt. Hierin sieht Eschig die Grundvoraussetzung für Erfolg oder Mißerfolg einer Innengestaltung. Steht der Kunde selbst in einem frem­den Raum, so kann er auch keine Begeisterung auf seine Mitarbeiter übertragen. Dieses negative Gefühl pflanzt sich bis zum Spielgast fort. Der Mißerfolg ist vorprogrammiert.

 

2.jpgEschig hat Glück, im Süden der Re­publik zu leben. Dies macht es ihm etwas einfacher, Moderne und Ge­mütlichkeit zu verbinden. Er kann eine großzügige Gastronomie - na­türlich ohne Alkohol - mit einplanen und erhält dadurch kommunikative Zonen in der Spielstätte, die Wohlbe­finden ausstrahlen. Meist betreibt der Spielstätteninhaber diese auf eigene Rechnung, oder sie wird verpachtet. Dem Pächter obliegt dann natürlich die Überwachung des ganzen Objek­tes. Dies ist sehr sinnvoll, weil der Pächter ein natürliches Eigeninteres­se am guten Lauf der Dinge hat. Auf jeden Fall, so Eschigs Erfahrung, kann das Thekengeschäft gewinnbringend betrieben werden.

 

Ganz besonderen Wert legt Eschig auf die „sympathische" Gestaltung der Sicherheitselemente. Er hält nicht viel von abgeschotteten Kassenräumen, in denen Menschen, die keiner kennt, wie hinter Panzerglas ihren Dienst tun. Für ihn schwingt da immer ein unguter Klang mit, der auch sicher manches Vorurteil beim Normalbür­ger verstärkt. Bei Eschig sind die Thekenräume offen gestaltet. Durch integrierte Geldschränke, Systeme, bei denen kaum noch Bargeld über die Theke gehen muß, und andere Ideen, die er gerne für sich behält, macht er die Spielstätte sehr sicher. Für ihn ist wichtig, daß die Kunden die Angestellten kennen und ein per­sönliches Verhältnis aufbauen. Dies reißt beide Seiten aus der Anonymi­tät und schafft Sicherheit. Daß Spiel­stätten zu kritischen Zeiten nicht nur einer Aufsicht überlassen werden, ist für ihn nun wirklich Gebot der Stunde und kaum durch andere Sicherheits­maßnahmen zu ersetzen.

 

3.jpgDie Theke, an der man ein Glas 0­Saft, eine Cola oder auch ein alkohol­freies Bier trinken kann, ist nicht nur Ort der Kommunikation, sie ist auch Ort der Animation. Wer sich dort mit dem Nachbarn über das eine oder andere Unterhaltungsspiel austauscht, der bekommt Lust, es zu probieren. An der Theke werden Billardpartner gesucht und gefunden, und schließ­lich schaut man einfach mal vorbei, um den oder jenen zu treffen.

 

Für den Innenarchitekten aus Bret­ten ist natürlich an erste Stelle wich­tig, daß der Betreiber der Spielstätte später mit seinen Umsätzen zufrie­den ist. Dafür müssen die Gäste die Spielstätte annehmen. Sie ist von ih­rer Gestaltung her ein wichtiges Ele­ment, welches über Erfolg und Miß­erfolg entscheidet.

 

Eschig möchte aber auch, daß die Spielstätte jedem Betrachter gegen­über, auch demjenigen, der nicht un­bedingt mit Spielabsichen reinschaut, als wirklicher Ort der Freizeitgestal­tung erscheint. Seiner Meinung nach hat in diesem Punkt die ganze Bran­che eine Verpflichtung gegenüber ihrem Image. Jeder Kollege gegen­über jedem Kollegen. Er kennt Spiel­stätten, die so lieblos ausgestattet sind, daß jeder vernünftige Mensch denken muß: Dort will jemand ohne viel Aufwand die schnelle Mark ma­chen. Manchmal funktioniert das ja auch. Wenn die Konkurrenz schläft, oder nicht vor Ort ist, so klappt's. Aber eben nur so lange, wie dies so ist, und in dieser Zeit schadet jede solcher Spielhallen dem Ansehen der ganzen Branche und letztlich dem Betreiber selbst.

 

 

 

Fassadengestaltung

 

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Unterhalter

 

Ein Spielstättenbetreiber baute abgelaufene Venus Multi zu Punktespielern um.

 

Wega Ultra.jpg

 

 

 

Starlight.jpgMedaillenspiel

Bergmann-Sonderaktion um neuen Punktspieler

 

Neue Wege beschreitet das Haus Berg­mann Automaten bei Unterhaltungsge­räten ohne Geldgewinnmöglichkeit. Auf der Suche nach Features, die dem Punktspielgerät zusätzliche Attraktivi­tät verleihen, haben die Hamburger ih­ren „Crown Starlight" mit einer Me­daillenausgabe ausgerüstet. Seit Mitte Juli ist daran zusätzlich ein „Medail­len-Gewinnspiel" gekoppelt, mit dem in einer Sonderaktion wertvolle Preise verlost werden.

 

Steigende Ansprüche des Publikums in punkto Unterhaltungswert von Spiel­geräten einerseits, zwangsläufige Ver­änderungen in der Angebotsstruktur von Spielstätten andererseits - es ist an der Zeit, über attraktive Alternativen zum bisherigen Unterhaltungsspiel mit Gewinnmöglichkeit nachzudenken, ist man bei Bergmann Automaten über­zeugt. Nach Meinung der Rellinger Spielemacher reicht es nicht aus, Adap­tionen von Geldspielgeräten mit Zah­lenscheiben durch „marginale Ergän­zungen vorhandener Features" in Punktspieler umzuwerten. An die Stel­le von Geldgewinnen müssen Erlebnis­Alternativen geboten werden, die den Geldeinsatz im wahren Sinn des Wortes ..wertvoll" machen.

 

Diese Analyse führte im Haus Berg­mann zum Crown Starlight. Das Wand­unterhaltungsgerät wurde speziell kon­zipiert, um die Lücken zu schließen, die durch die gesetzlichen Bestimmun­gen über den Abbau von Geldspiel­geräten demnächst in Spielstätten zwangsläufig entstehen. Wie es bei Bergmann dazu heißt, hat sich inzwi­schen erwiesen, daß der Starlight auch in der Gastronomie ein sehr gutes Ein­satzfeld findet. Das Vorurteil, Punkt­spieler seien für die Gaststätte nicht ge­eignet, werde durch das Gerät wider­legt.

 

Unter anderem liege das daran, daß der Crown Starlight für Gesprächsstoff sor­ge. Thema seien die Medaillen, die das Gerät in drei verschieden markierten Versionen auf Knopfdruck hergibt. Aus Rellingen wird darauf hingewie­sen, daß der Gesetzgeber für das Wand­unterhaltungsgerät mit Medaillenaus­gabe gewisse Grenzen in der Anwend­barkeit gesetzt hat. Gleichzeitig unter­streicht man bei Bergmann Automaten aber den Reiz des neuen Features, der dadurch erhöht wird, daß zum Beispiel Spielgäste untereinander Medaillen­wettbewerbe austragen können.

 

Um die Akzeptanz des neuen Spiel­systems weiter zu fördern, hat Berg­mann Automaten eine Aktion konzi­piert, die den Reiz des Punktspielers Crown Starlight gezielt vervielfachen soll. Seit Mitte Juli läuft in vielen Spiel­stätten das Crown Starlight-Medaillen­spiel, mit dem das Publikum direkt an das Unterhaltungsgerät herangeführt wird. Bei dem Gerät ist auf Knopf­druck nicht nur eine von drei verschie­den markierten Medaillen zu erhalten. Der Automat zeigt auch, bei wieviel er­reichten Punkten dies geschieht. Nach dem Spiel kann der Kunde Gewinn­spielkarten ausfüllen, die an monatli­chen Verlosungen mit wertvollen Prei­sen teilnehmen. Wie von Bergmann Automaten betont wird, gewinnen da­bei nicht nur die Spielgäste. Mit jeder Karte ist gleichzeitig auch eine Person der Spielstätte in einer Sonderverlo­sung.

 

Wie aus Rellingen gemeldet wird, wächst die Beteiligung an dieser Verlo­sung rapide an. Zufrieden äußert man sich über die parallel dazu steigende Nachfrage nach dem Gerät. Bei Berg­mann Automaten wird darauf hinge­wiesen, daß „die Neuaufstellung auch mit einem Werbebeitrag für die betref­fende Spielstätte in der Lokalpresse verbunden ist". „Die bisherigen Erfah­rungen mit dem individuellen Einsatz der Medaillen beweisen, daß hier die richtige Alternative gewählt wurde", so der Kommentar aus dem Haus Berg­mann über den bisherigen Verlauf der Aktion Crown Starlight.         

 

 

Jackpot Royal Super.jpg

Flipper

 

Der bekannte Schauspieler Heiner Lauterbach flippert gerne zu Hause

 

Lauterbach.jpg

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Euer Esteka