Automatenpedia 1990
Teil 7 |
Von Esteka für www.goldserie.de
Goldserie e.V.
- Erster Deutscher Verein
der Münzspielfreunde
Humor
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Ich weiß nicht, ob man jedermann eine Freude macht,
ihn in Marzipan zu meißeln…

Viel Spass, Herr Eber!

Eine nette Collage. Die offizielle
Grafik zur IMA 1990


Handys hießen 1990 nicht Handys, sondern
„Bierdies“, und konnten nur telefonieren, keine Gespräche annehmen. Kaum zu glauben,
das heute statistisch jeder Bundesbürger zwei Handys besitzt und mobiles
Telefonieren so normal ist wie Fernseh gucken.
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Taschenruf „Birdie" heißt das
neue Zauberwort. „Birdie"
ist eine „Telefonzelle", die der Teilnehmer sozusagen in der Hosentasche
hat. Dieser neue Telekommunikationsdienst wird in einem Betriebsversuch im
Sommer dieses Jahres in Dortmund, Münster und München erprobt. Mit dem
schnurlosen Telefon kann der Teilnehmer anrufen, von wo er möchte und zwar
ohne Münzen - einzige Voraussetzung: eine „Birdie"-Station muß in der
Nähe sein. Im Raum Dortmund wird es zunächst etwa 200 solcher Stationen mit
2000 Handsets geben. Allerdings: Anrufe kann das kleine Gerät nicht
empfangen. Als Lösung bietet sich hier das Eurosignal oder der Cityruf an.
„Birdie"-Besitzer können darüber angewählt werden und dann den Partner
zurückrufen. Während des Pilotprojekts vermietet die Post die Endgeräte,
später sollen sie nicht wesentlich teurer als 300 Mark sein. |
Unterhaltungsgeräte
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Automaten in der Schule? Ein wagemutiger Ansatz, den
viele Eltern sicher entrüstet ablehnen werden. Aber es geht ja „nur“ um
Flipper…
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Gruppenverhalten in der Schule wird durch den
Flipper gefördert „Warum“, so fragen viele Eltern,
„warum können unsere Kinder eigentlich nicht jederzeit an diesem Flipper
spielen, sondern nur unter Aufsicht zu bestimmten Zeiten?" Heinz-Jochen Genrich,
Sozialpädagoge der Bröndby-Oberschule in Berlin berichtet von sechs Jahren
Erfahrung mit dem Flipper „The Six Million Dollar Man", den Bally Wulff
1984 gemeinsam mit der „Berliner Morgenpost" verlost hatte. Gewinner
war seinerzeit die Bröndby-Oberschule. Als die Ganztagsschule das
Gerät 1984 gewann, seien zunächst, so berichtet Genrich, 60 Prozent der
Lehrerschaft gegen eine Aufstellung des Flippers gewesen. Er selbst habe
dazugehört. Die schon damals einsetzende Modediskussion um angebliche Spielsucht,
die am Flipper beginnen soll, hatte bereits zu unsachlichen Vorurteilen
geführt. Heute steht und
funktioniert der Flipper noch immer - Bally Wulff hat die „Langzeit
Wartung" dafür übernommen-und die Einstellung der Lehrerschaft hat
sich grundlegend geändert. Die Lehrer und Sozialpädagogen der Schule
begrüßen den Flipper als pädagogisches Instrument zur Förderung des
Gruppenverhaltens ausdrücklich. Bis zu sechs Schüler können hier miteinander
auf Punktejagd gehen. Damit das Spielen in
geordneten Bahnen abläuft und alle interessierten Schüler zu ihrem Recht
kommen, ist meist ein Lehrer oder Sozialpädagoge dabei. Nach Angaben von
Heinz-Jochen Genrich vergnügen sich täglich bis zu 70 Schüler am „The Six
Million Dollar Man", in erster Linie in den Pausen. Deshalb auch der
Unmut der Elternschaft. Diese würden es viel lieber sehen, wenn ihre Kinder
auch in zusätzlichen Freistunden, die zum Beispiel durch Unterrichtsausfall
entstehen, flippern könnten. Und damit nicht auf „dumme Gedanken" kämen,
wie beispielsweise heimlich zu Rauchen. Der Flipper war darüber hinaus Anstoß für die Lehrer und
Soziapädagogen zu einem weiteren Experiment,
daß inzwischen Früchte trägt. Im Freizeitbereich der Schule stehen
mittlerweile neun Billard-Tische, an denen Billardgruppen das Spiel mit Queue
und Kugeln unter Anleitung erlernen. Die erfolgreiche Teilnahme am Billard
-Kursen wird sogar im Zeugnis geführt, und steht gleichwertig neben Bastel-,
Tischtennis und anderen Sportkursen. Sozialpädagoge Heinz-Jochen Genrich: „Meine anfängliche Ablehnung zur
Aufstellung des Flippers hat sich inzwischen vollständig verflüchtigt,
gemeinsame Spiel schafft zwischen den Schülern ein ungeheureres
Gemeinschaftsgefühl, das sich auch positiv auf den Ablauf des Unterrichts
auswirkt.” |
Und das kommt dabei heraus.

Unterhaltungsgeräte ohne Geldauszahlung im
Geldspielergehäuse sollten die klammen Kassen der Aufsteller aufbessern,
konnten sie doch problemlos auf Standard-Kreuze und Geräteständer ohne
Genehmigung und Zulassung zusätzlich aufgestellt werden. Meist wurden die
Spielsysteme bestehender Automaten unverändert übernommen, nur die Spielzeit
(3-5 Sek.) und der Einsatz (meist 10Pf/Spiel, manche Geräte auch mit
Einsatzwahl) gesenkt und die Auszahlquote variabel einstellbar gemacht. Es gab
auch einige Neuentwicklungen wie den Joy, die so nie als Geldspieler erschienen
sind.

Rotamint Club (Werbetext):
Mit dem
Rotamint Club stellt das Haus NSM/Löwen einen neuen Punktespielautomaten vor.
Wie es bei NSM heißt, hat das reine Unterhaltungsgerät in ausgiebigen Tests
bewiesen, daß es in seiner Spielfreude und Spieler-Akzeptanz mühelos mit
Geräten mithalten kann, die Geldgewinne bieten.
Schnelle
Durchgänge ohne Wartezeiten steigern die Spannung, interessante Risikosituationen und hoher Anreiz durch
Gold- und Extra-Goldfelder sorgen für spannende Unterhaltung im Club. Beim neuartigen
Club-Spiel kann jeder Wert garantiert mit 300 Punkten multipliziert werden. Bei
Erreichen eines Extra-Goldfeldes kann sich dieser Wert noch weiter erhöhen.
Rotamint
Club ist ein einfaches, übersichtliches Gerät, das keine lange „Lernzeit"
erfordert. Die Gewinnquote liegt werkseitig bei 80 Prozent, kann jedoch
zwischen 70 und 90 Prozent individuell variiert werden.

Nova Joy: Blickfang (Werbetext)
Joy ist
einfach, übersichtlich und jugendlich modern. Joy ist ein Punktespieler aus
dem Hamburger Importhaus Nova Apparate.
Eine Reihe
unterschiedlicher Spielkombinationen lösen immer wieder spielerbindende
Effekte aus. Eckig ausgewiesene Gewinnkombinationen ergeben Punkte, die in
einen der beiden Jackpot-Punktezähler übertragen werden, um dann in 100000
Schritten bunte Joy-Jackpot-Ballons aufleuchten zu lassen. Diese weithin
sichtbaren, leuchtenden Ballons sind für die Gäste in Spiel- und Gaststätte ein
Blickfang.
Nova Joy
lädt den Spieler zum variantenreichen Spiel ein. Kleingewinne, die sich aus
den runden Symbolen ergeben, vervielfachen sich in Ausspielungen.
Sternkombinationen führen zu „Extras", die bis zu 88 oder 99 riskiert
werden können. Bei diesen „Extras" wird jeder Punktegewinn auf 300 erhöht.
Doppelstern-Kombinationen in Verbindung mit einem Stern oder Pokal auf der
mittleren Scheibe machen die Spielfreude erst perfekt. Denn aus den bunten
Joy-Jackpot-Ballons werden echte „Joys", die ebenfalls jeden Gewinn auf
300 Punkte erhöhen und obendrein mit erhöhter Chance weitere „Joys" in
Aussicht stellen.
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Mit dem Punktespiel »Joy« setzt Nova ein Zeichen:
Strategische Spiele sind im Aufwind. Noch ist es nur ein Prototyp, den uns Dieter
Rücker beim Fototermin vorstellt. Einsame Spitze! Das ist
wohl im wahrsten Sinne des Wortes zutreffend, wenn von Unterhaltungsgeräten
ohne Gewinnmöglichkeit und dem Hamburger Importhaus Nova Apparate die Rede
ist. Wobei die Betonung getrost
auf »einsame« gelegt werden darf. Nova macht diesen Markt in der
Bundesrepublik fast allein. Tritt vielfach auch schon als Generalimporteur
für den europäischen Raum oder Teilbereiche auf. Zumindest bei Flipper und
TV-Spielen hält Nova samt Tochter EuroGames mit gewaltigen Abständen die
Marktführerschaft. Nun wird in diesem Monat das Punktespiel »Joy« auf der
Titelseite des Automaten Markt ganz groß herausgestellt. ist daraus zu schließen,
daß Nova die Spitzenposition nun auch auf diesem Sektor des Münzspiels ohne
Geldgewinnmöglichkeit anstrebt? Nova- Chef Hans H.
Rosenzweig antwortet auf diese unerwartete Frage zunächst mit Schweigen und
Achselzucken. Dann mit vielsagendem Lächeln. „Anstreben", sagt er
schließlich und legt eine kleine Pause ein. „Selbstverständlich! Wo kämen
wir ohne Streben wohl hin. Aber`, meint er schließlich nach einer weiteren
winzigen Pause, „wir müssen das auch ganz realistisch sehen." Realität ist, daß das
Punktespiel wie es unserer Branche seit etwa vier Jahren einen neuen Markt
erschließt, eine Entwicklung von Paul Gauselmann ist. Angefangen hat es mit
dem »Full House« nach Kartenwender-Prinzip. Die Idee des Kartenwenders
ist denn ostwestfälischen Spiele-Macher bei einem Blick auf die Anzeigetafel
eines Flughafens gekommen. Die Idee des Punktespiels hat er vom Markt selbst
aufgenommen. Vereinzelt hatten Aufsteller damals Geldspielgeräte nach
englischer oder niederländischer Ani mit blockiertem Auszahlmechanismus' als
Unterhaltungsgeräte ohne Gewinnmöglichkeit eingesetzt. Das war von
Spielgästen gut angenommen worden. Eine Zeitlang hatten denn
auch Niederländer bei der Erschließung des bundesdeutschen Marktes für
Punktespiele ganz schön mitgemischt. Sie wurden abgeschlagen von deutschen
Herstellern, die heute ausnahmslos Punktespiele nach dem aus „Full House“ her
vorgegangenem deutschen Prinzip in ihre Produktionsprogramme auf genommen
haben. Auf den ersten Blick
gleichen Punktespielgeräte den Geldspielern nach deutschem Groschen-Prinzip.
Doch nicht nur die fehlende Geldgewinnmöglichkeit macht den Unterschied. Der
Unterhaltungswert ist erheblich ausgeprägter. Nur zu einem geringen Teil
sind es dieselben Spieler, die sowohl vom Gerät mit Geldgewinnmöglichkeit als
auch vom Punktespiel angezogen wen den, das bekanntlich den Unterhaltungsgeräten
ohne Gewinnmöglichkeit zugeordnet wird. Aber auch der typische Flipper- oder
TV-Spieler begeistert sich nur zum Teil fürs Punktespiel Nicht umsonst, so
Rosenzweig, habe das Punktespiel unserer Branche einen neuen Markt
erschlossen. Ein neuer Spieler-Typ sei damit zusätzlich für die
Münzspiel-Unterhaltung gewonnen worden. Wodurch tritt dieser Typ
hervor? „Beim Punkte-Spieler
dominiert die strategische Überlegung`; hat Hans Rosenzweig beobachtet.
„Dagegen kommt es dem typischen Flipper- oder TV-Spieler vor allem auf den
Einsatz seiner Geschicklichkeit an,während für den Gewinn-Spieler die
Herausforderung des Zufalls Priorität hat." Strategisches Spielen hat
inzwischen auch schon bei einigen TV-Spielen Boden gewonnen. Hier hat »Tetris«
als Trendsetter das Feld aufbereitet. Strategisches Spielen liegt
im Trend' Die steigende Beliebtheit der sogenannten Börsen-Spiele in
führenden Wirtschaftszeitschriften und Tageszeitungen mit fundiertem
Wirtschaftsteil setzt dafür ein Beispiel. Aus ihrem Leserkreis rekrutiert ein
großer Teil der neu fürs Münzspiel gewonnenen Zielgruppe. Hans Rosenzweig erkennt im
strategischen Spielen auch eine pädagogischen Effekt: „Es eignet sich
hervorragend, um Entscheidungsfähigkeit zu trainieren. Im Spiel lassen sich
Entscheidungen treffen, ohne daß damit auf echtes Risiko gesetzt wird." Seiner ständigen
Auseinandersetzung mit der Spieler-Psychologie und der Spiele-Philosophie
hat der Nova Chef weltweite Bedeutung als Branchenkenner zu verdanken. Flipper-Designer
haben großen Respekt davor und nutzen für ihre Entwicklungen in Chicago gern
Impulse aus Hamburg. Und auch immer mehr Japaner schätzen das Urteil von
Nova, um es in TV Spiele einzubringen. Da liegt es nahe, daß
Nova-Ideen auch in die Entwicklung des »Joy« eingeflossen sind. Zumindest
eine Eigentümlichkeit, die den »Joy« von allen anderen Punktespielen
deutlich abhebt, ist schon auf den ersten Blick zu erkennen: Die Scheiben
sind erheblich tiefer angesetzt als bisher bei Wandgeräten üblich.
Benutzerfreundlich in Augenhöhe! |

Royal Flush
adp stellt
ein neues Kartenwender-Gerät auf Pokerbasis vor. Es heißt „Royal Flush".
Und die adp-Ideenschmiede geizt nicht mit neuen Spielfeatures.
Zum Beispiel
die „Top Ten"-Abfrage. Das Gerät speichert die Ergebnisse von zehn
Spielern und ermittelt so eine Rangliste. Einzugeben sind die Initialen der
Spieler, den Rest besorgt „Royal Flush" selbst. Denn als Wettbewerb macht das
Spielen einfach mehr Spaß.
Ebenfalls
neu: das Jackpot-Tableau. Die richtige Strategie ist gefragt, denn der Spieler
kann den Jackpot komplett oder einzeln ausspielen. Bei Ausspielung des
gesamten Jackpots bekommt der Spieler 1000 Extra-Punkte, multipliziert mit dem
Einsatz, der bis zu achtfach möglich ist.
Auf der
linken Leiter kann ein „Royal Flush" von 240 bis 15 000 Punkten ausgespielt
werden, auf der rechten Leiter ein Doppel-Zwilling von 160 bis 10 000 Punkten.
Außerdem
gibt es die sogenannte Endchance. Bei einem „Zwilling" nach der zweiten
Ziehung kann der Spieler noch einmal Punkte über „Risiko" gewinnen.
Zusätzliche
Neuerung: die Medaillenausschüttung. Ab welchem Punktegewinn eine Medaille
„verliehen"wird, bestimmt jeder Aufsteller selbst.

Bingo 33 (Werbetext):
Die
Punktespielerfinder in der adp Ideenküche scheinen unermüdlich bemüht, wenn
es darum geht, immer neue Varianten für das Unterhaltungsspiel ohne Geldgewinn
zu finden. Zur IMA präsentiert das Unternehmen Bingo 33, die
Spielgeräte-Version des überall bekannten und beliebten „Bingo".
Schon von
weitem zieht das große leuchtende, animierende Tastenfeld die Aufmerksamkeit
des Publikums auf sich. Großflächige Jackpot-Felder signalisieren
Jackpotgewinne bis zu 10000 Punkten. Die Spannung im Spiel erreicht ihre
Höhepunkte, wenn nach einem erzielten Gewinn der Gewinnmultiplikator
ausgespielt wird und bis x 35 erreichen kann. Hat diese Ausspielung keinen
höheren Multiplikator ergeben, so erhält man eine neue Chance im Risikospiel.
Dies ist nur
ein kurzer Abriß dessen, was sich alles während eines einzigen Durchganges
abspielen kann. Hier noch einmal eine kurze Auflistung aller Features:
Großes
Bingo-Feld mit 25 leuchtenden Zahlentasten. Bis zu drei Ziehungen möglich.
Einsatz- und damit Gewinnvervielfachung bis maximal 20fach!
Gewinn-Multiplikator-Ausspielung bis x 35. Risikoleiter bis x 35. Verlustbonuszähler,
fünf große Jackpotfelder, neue Stromversorgungs-Einheit und elektronischer
Münzprüfer (Option).









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Bergmann-Sonderaktion um
neuen Punktspieler Neue
Wege beschreitet das Haus Bergmann Automaten bei Unterhaltungsgeräten ohne Geldgewinnmöglichkeit.
Auf der Suche nach Features, die dem Punktspielgerät zusätzliche Attraktivität
verleihen, haben die Hamburger ihren „Crown Starlight" mit einer Medaillenausgabe
ausgerüstet. Seit Mitte Juli ist daran zusätzlich ein „Medaillen-Gewinnspiel"
gekoppelt, mit dem in einer Sonderaktion wertvolle Preise verlost werden. Steigende
Ansprüche des Publikums in punkto Unterhaltungswert von Spielgeräten
einerseits, zwangsläufige Veränderungen in der Angebotsstruktur von
Spielstätten andererseits - es ist an der Zeit, über attraktive Alternativen
zum bisherigen Unterhaltungsspiel mit Gewinnmöglichkeit nachzudenken, ist man
bei Bergmann Automaten überzeugt. Nach Meinung der Rellinger Spielemacher
reicht es nicht aus, Adaptionen von Geldspielgeräten mit Zahlenscheiben
durch „marginale Ergänzungen vorhandener Features" in Punktspieler
umzuwerten. An die Stelle von Geldgewinnen müssen ErlebnisAlternativen
geboten werden, die den Geldeinsatz im wahren Sinn des Wortes
..wertvoll" machen. Diese
Analyse führte im Haus Bergmann zum Crown Starlight. Das Wandunterhaltungsgerät
wurde speziell konzipiert, um die Lücken zu schließen, die durch die
gesetzlichen Bestimmungen über den Abbau von Geldspielgeräten demnächst in
Spielstätten zwangsläufig entstehen. Wie es bei Bergmann dazu heißt, hat sich
inzwischen erwiesen, daß der Starlight auch in der Gastronomie ein sehr
gutes Einsatzfeld findet. Das Vorurteil, Punktspieler seien für die
Gaststätte nicht geeignet, werde durch das Gerät widerlegt. Unter
anderem liege das daran, daß der Crown Starlight für Gesprächsstoff sorge.
Thema seien die Medaillen, die das Gerät in drei verschieden markierten
Versionen auf Knopfdruck hergibt. Aus Rellingen wird darauf hingewiesen, daß
der Gesetzgeber für das Wandunterhaltungsgerät mit Medaillenausgabe gewisse
Grenzen in der Anwendbarkeit gesetzt hat. Gleichzeitig unterstreicht man
bei Bergmann Automaten aber den Reiz des neuen Features, der dadurch erhöht
wird, daß zum Beispiel Spielgäste untereinander Medaillenwettbewerbe
austragen können. Um
die Akzeptanz des neuen Spielsystems weiter zu fördern, hat Bergmann
Automaten eine Aktion konzipiert, die den Reiz des Punktspielers Crown
Starlight gezielt vervielfachen soll. Seit Mitte Juli läuft in vielen Spielstätten
das Crown Starlight-Medaillenspiel, mit dem das Publikum direkt an das
Unterhaltungsgerät herangeführt wird. Bei dem Gerät ist auf Knopfdruck nicht
nur eine von drei verschieden markierten Medaillen zu erhalten. Der Automat
zeigt auch, bei wieviel erreichten Punkten dies geschieht. Nach dem Spiel
kann der Kunde Gewinnspielkarten ausfüllen, die an monatlichen Verlosungen
mit wertvollen Preisen teilnehmen. Wie von Bergmann Automaten betont wird,
gewinnen dabei nicht nur die Spielgäste. Mit jeder Karte ist gleichzeitig
auch eine Person der Spielstätte in einer Sonderverlosung. Wie
aus Rellingen gemeldet wird, wächst die Beteiligung an dieser Verlosung
rapide an. Zufrieden äußert man sich über die parallel dazu steigende
Nachfrage nach dem Gerät. Bei Bergmann Automaten wird darauf hingewiesen,
daß „die Neuaufstellung auch mit einem Werbebeitrag für die betreffende
Spielstätte in der Lokalpresse verbunden ist". „Die bisherigen Erfahrungen
mit dem individuellen Einsatz der Medaillen beweisen, daß hier die richtige
Alternative gewählt wurde", so der Kommentar aus dem Haus Bergmann über
den bisherigen Verlauf der Aktion Crown Starlight. |



Ein Spielstättenbetreiber baute
abgelaufene Venus Multi zu Punktespielern um.

Wenn
zur Anschaffung eines Punktegeldspielers gerade Ebbe in der Aufstellerkasse
ist, baut er einen abgelaufenen Geldspieler um. Was die Verbände erschreckt,
weil illegal.
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Warnung
vor „Mißbrauch" von Punktespielen „Dies
ist ein schwerwiegendes Problem, für das allein wir selbst verantwortlich
sind!" schreckte Verbandsjustitiar Dr. Manfred Paschke in der
Dezember-Versammlung die Mitglieder auf. Er habe von Seiten der öffentlichen
Hand Hinweise auf missbräuchliche Nutzung von Punktespielgeräten bekommen.
Darüber sei er tief besorgt. Worum
geht's? Einige
Aufsteller haben abgelaufene Geldspielgeräte zu Punktespielen umfunktioniert.
Dazu wurde der Auszahlmechanismus abgeklemmt. Selbst von Beschwerdeführern
wird eingeräumt, daß dies nicht unbedingt ungesetzlich ist. Konkrete Fälle,
dass solche Geräte für illegale Spiele verwendet werden, liegen ebenfalls
nicht vor. So viel aber steht fest: Es irritiert, wenn ein bisher gern frequentiertes
Geldspielgerät plötzlich nur noch Unterhaltungsautomat ohne
Gewinnmöglichkeit ist. Oelfke:
„Unsere Branche ist gut beraten, wenn sie in der Selbstbeschränkung
gelegentlich päpstlicher als der Papst ist. Wir haben es ja schon mehrfach
erfahren, daß an den nebensächlichsten Kleinigkeiten Kampagnen gegen uns
festgemacht werden." Also:
Finger weg von solchen Manipulationen! Jeder Missbrauch des Punktespiels
kann Schaden bedeuten. |
Zum
Abschluss noch ein Exot. Gauselmanns Blätterkartentechnik in einem Gerät für
den US-Markt.

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Jolly Poker (Werbetext): Hält der
wirbelnde Kartenwender von Paul Gauselmann jetzt auch Einzug in die USA? Nun,
die ersten Schritte dazu sind jedenfalls getan. Auf der
A.C.M.E.-Ausstellung vom 8. bis 11. März in Chicago stellte die Stella
International erstmals Produkte aus der adp-Produktion aus. Jolly
Poker" heißt das Poker-Karten wendergerät speziell für den amerikanischen
Markt. Reges Interesse aus dem „Land der unbegrenzten Möglichkeiten"vermeldete
die Stella. Pokergeräte gibt es in den USA bislang nur auf Video-Basis. Die
Lübbecker Spielemacher hoffen, das Monopol der Video-Geräte mit dem
wirbelnden Kartenwender durchbrechen zu können. Den Vertrieb soll die
neugegründete Stella/Dynamo GmbH in Dallas, Texas/USA übernehmen. |
Fortsetzung folgt…