Automatenpedia 1990

Teil 6

 

 

Von Esteka für www.goldserie.de

Goldserie e.V. - Erster Deutscher Verein der Münzspielfreunde

 

 

Verschiedenes

IMA 1990

 

Die IMA war immer das Schaufenster und der wichtigste Treffpunkt der Automatenbranche. Was wurde von der Fa. Gauselmann geboten?

 

 

Vom Bajazzo der Jahrhundertwende

zum Spielgerät der 90er Jahre

 

Münzautomaten sind mehr als 100 Jahre alt. Die Ausstellung der schön­sten Exponate im Deutschen Museum in München ging kürzlich mit einem überwältigenden Erfolg zu Ende. Nie zuvor hatten so viele Menschen eine Sonderausstellung besucht. Für die Au­tomatenbranche zeigte dies ganz deut­lich: Die Faszination der Münzautoma­ten ist ungebrochen, auch an der Schwelle zum letzten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts.

 

1906 wird der „Bajazzo" eingeführt. Auf der Leipziger Herbstmesse 1907 wird das unverkennbare Spielgerät erst­mals gezeigt. Das Gerät mit der Bajaz­zo-Figur wird unversehens zum abso­luten Renner unter den Geräten der Vorkriegsproduktion. Es gibt Automa­tenhallen, die ausschließlich mit dem „Bajazzo" bestückt sind. Undenkbar heutzutage? Was hat sich geändert?

 

Die Situation ist fast gleich geblie­ben. Auch heute gibt es Geräte, die in Spielstätten und Gastronomiebetrie­ben total dominieren. In den letzten Jahren war es der schon fast legendäre MerkurDisc und der Venus Multi. Heu­te hat der Disc II der Unternehmens­gruppe Gauselmann hervorragende Chancen, in diese Fußstapfen zu tre­ten. Nach wie vor entscheidet im Markt die Qualität der Produkte. Beispielhaft steht hier das erste Bildschirmgerät Kreuz As, das schon im fünften Jahr ge­baut und gut verkauft wird. Was sich ge­ändert hat, ist allerdings die Technolo­gie. Modernste Mikroelektronik eröff­net heute Perspektiven, die vor 15 bis 20 Jahren nicht für möglich gehalten wur­den.

 

Es war ein langer Weg vom rein me­chanischen Gerät über die ersten zag­haften Ansätze der Elektromechanik bis hin zur Computertechnik, die heute dem Automaten das Leben „ein­haucht". Dennoch: Die Basis sind auch heute noch teils uralte Spielideen, sie werden aber durch die moderne Tech­nik zu viel rasanteren, komplexeren und interessanteren Spielen. Und gäbe es nicht immer wieder Menschen mit ei­nem besonderen Spielfaible wie Paul Gauselmann, der, fasziniert vom Spie­len des Menschen, die alten Spielideen mit neuer Technik zu einem neuen Produkt macht, wären bestimmt viele die­ser ldeen in der Versenkung verschwun­den.

 

IMA 1990

 

Spielgeräte aus der Vergangenheit, Spielgeräte aus der Gegenwart, aber wohin gehen die Spielgeräte der Zu­kunft? Fragen, die den Automatenkaufmann heute interessieren. Auf der In­ternationalen Fachmesse für Musik­- und Unterhaltungsautomaten 1990 vom 23. bis 26. Januar in Frankfurt, wer­den die neuesten heißen Spiele gezeigt. Es ist die größte Automatenmesse der Welt. Die Gauselmann-Gruppe, als Marktführer bei elektronischen Spiel­geräten, stellt sich auf der IMA 1990 den Anforderungen des neuen Jahrtau­sends. Der Europäische Binnenmarkt wirft seine Schatten voraus. Daher wird es auf dem Gauselmann-Stand das „In­temationale-Angebot" geben. Export­geräte aus der adp-Produktion sprin­gen ins Auge. Punktespielgeräte, Super Taifun in einer „Disco Version" in leuchtenden Neon-Farben. Mit Hilfe einer Schwarzlicht-Lampe kommen tolle optische Wirkungen zustande.

 

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Paul Gauselmann am neuen Super-Taifun in der neonfarbigen Disco-Version

 

Super Taifun" ist aber auch in einer kleinen Ausführung, leicht transporta­bel und kompakt vorhanden. Die „Disc Dynastie" ist mit dem „Disc-Hit" vertre­ten, lieferbar in 10 verschiedenen Farben. Der Schlager im Punktespielbe­reich ist der „Disc-Point". Er bekommt mit dem „Disc-Point II" schon ein at­traktives Anschlußgerät. Und: Extra­blatt No. l ist jetzt in Table-Version lieferbar. Weiter geht's mit dem „Multi­ Point", dem ersten Walzengerät auf Punktespielbasis. Es ist ein „SuperMulti" ohne Auszahlung. Ganz neu auch der „Herz As-Treff". Statt Punkten können Medaillen gewonnen werden. Ta­ble-Geräte als Geld- oder Punktespie­ler sind in den verschiedensten Varianten immer mehr auf dem Vormarsch und erobern im Sturm immer mehr neue Plätze.

 

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DerDisc-Hit: Bewährtes Spielsystem mit attraktiven Frontscheiben-Farben

 

Alles aktuelle Geräte, die speziell auf der IMA geordert werden können. Aber zu einem Weltunternehmen, wie es die Gauselmann-Gruppe ist, gehören auch Zukunftsperspektiven: Erst­mals wird ein „Backgammon-Spielge­rät" auf den Markt gebracht. Von dem Ex-Weltmeister im Backgammon, Phil­lip Marmorstein, wird es präsentiert. Er spielt simultan gegen mehrere Besu­cher gleichzeitig. Das „Backgammon­ Gerät" ist das erste Spielgerät, was der Mensch alleine gegen den Computer spielen kann und (!) auch von zwei Spie­lern gegeneinander verwendet werden kann. Was die Erfinder der Gausel­mann-Gruppe alles auf dem Gebiet, rund ums Geldspiel" zu bieten haben, wird manches Herz der Automaten­kaufleute höher schlagen lassen. Hier seien nur die Geldscheinstapler in Geldspielgeräten, der Geldwechsler/ Stemtaler für Spielstätten und das Sy­stem Cash Commander für Spielstät­ten genannt. Weitere Überraschungen sollen folgen.

 

,Tele 5" macht Messefernsehen

 

Der Gauselmann-Gruppe ist es ge­lungen, das „Medium unserer Zeit", das Fernsehen, für die IMA zu interessie­ren. Gauselmann stellt ein pfiffiges Fernsehstudio und eine ansprechende Fläche seines Standes zur Verfügung. Hier wird der Münchener Privatsender, tele 5", dessen Zuschauerpotential sich mit der Zielgruppe unserer Branche fast nahezu deckt, ein ausgewogenes Programm von der Information bis hin zu aktuellen Highlights senden.

 

In Hearings und Gesprächsrunden, in Interviews und Statements, in Repor­tagen und Messeneuheiten, in Unter­haltungsbeiträgen und Gedankenaus­tausch werden auch die Verbände, Brancheninsider und IMA-Aussteller angemessen zu Wort kommen. Jeder interessierte Messebesucher hat die Chance, den Fernsehmachern auf die Finger zu schauen und zu erleben, wie Fernsehen abläuft.

 

Die Entwicklung der Spielgeräte be­schreibt die Wandlung der Zeit. Der Ba­jazzo ist ein Schmuckstück seiner Zeit. Daß er auch heute noch nicht vergessen ist, zeigt, daß man aus der Vergangen­heit lernen kann, Anregungen be­kommt und sich weiterentwickelt. Der Bajazzo ist ein Stück Vergangenheit, aber gleichzeitig auch Zukunftsmusik des Jahres 2000. Denn die Schönheit des Spiels hat die Jahre überdauert. Da­her wird in einer wachsenden Freizeit­gesellschaft, in der der einzelne Mensch immer mehr Freizeit haben wird, die Spielgerätebranche vernünfti­ge Wachstumschancen haben. Dies Wachstum wird allerdings auch durch gesetzliche und steuerliche Bollwerke des Staates begrenzt. Spielgeräte sind gefragt, die den Spieler faszinieren und ihm Erholung und Erlebnisse vermit­teln. Paul Gauselmann jedenfalls will weiterhin dafür sorgen, daß seine Mer­kur-Spielgeräte von den Spielanreizen und den Ideen her führend sind. Und die Spielgäste an seinen Geräten am liebsten einmal ein Stündchen Spaß und Entspannung suchen.

 

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Die CPU-Platine. Sinnbild für modernste Mikroelektronik der heutigen Spielgeräte

 

Dies gilt insbesondere auch auf dem großen Feld der reinen Unterhaltungs­spielgeräte ohne Geldgewinn. Sportge­räte und Strategiespiele bieten noch ein ungeahntes Entwicklungspotenti­al. Die Märkte in anderen europäischen Ländern wie Italien und Holland bei­spielsweise zeigen, daß an Sportgerä­ten mit einer noch sehr viel größeren Begeisterung gespielt wird als bei uns. Das Geldspiel ist und bleibt das i-Tüp­felchen im Spiel, die breite Akzeptanz im reinen Unterhaltungsspiel rückt die­sen Bereich aber automatisch mehr in das Blickfeld der Öffentlichkeit und des Spielers.  

 

 

 

Gewalt unter Aufstellern

 

 

Brutalität im Konkurrenzkampf

 

Unglaublich, zu welchen Auswüch­sen der Wettbewerb unter verschärf­ten Bedingungen führt. Wäre diese Geschichte nicht gerichtsnotorisch, könnte sie für ein Fantasieprodukt gehalten werden.

 

Bei einem Hausbesitzer wird eines Tages ein Herr X vorstellig. Von dem läßt sich der Hausbesitzer-wie auch immer - überreden, einem Mieter fristlos zu kündigen, der eine Gast­stätte betreibt.

 

Ein anderer Wirt tritt die Nachfolge an. Der steigt in sämtliche bestehen­den Vertrags-Verpflichtungen des Vorgängers ein. Nur den laufenden Automaten-Aufstellvertrag will er nicht fortsetzen.

 

Ein anderer Automatenaufsteller kommt ins Geschäft. Mit dem merk­würdigen Herrn X nicht verwandt und nicht verschwägert. Nur seine Adresse ist dieselbe.

 

Nennen wir den neuen Aufsteller Y. Denn es kommt auch noch ein Auf­steller Z ins Spiel. Der installiert an diesem Platz seine Geräte, nachdem der vom Platz vertriebene Aufsteller den Y verklagt hat. Der Prozeß wird gewonnen, der Fortbestand des Auf­stellvertrages vom Gericht bestätigt. Doch da hat der Beklagte seine Gerä­te längst abgeräumt. Um zu seinem Recht zu kommen, muß der Kläger das Verfahren ganz von vorne noch­mal aufrollen. Jetzt gegen Z, der ebenso widerrechtlich seine Auto­maten in dieser Gaststätte betreibt.

 

Y und Z sind, wenn auch nicht ver­wandt, zumindest verschwägert.

 

Der erste Aufsteller setzt Z eine Frist, die ungenutzt verstreicht. Dar­aufhin baut er selbst die Automaten ab und lagert sie bei einem Spediteur ein. Jetzt wird er selbst auf Schaden­ersatz verklagt, weil die Geräte an­geblich beschädigt worden sind. Aber nicht Z ist der Kläger, sondern Y Wieso eigentlich, denn dem gehör­ten die Geräte doch scheinbar gar nicht.

 

Y wollte jetzt in einen Landesver­band der ZOA aufgenommen wer­den. Nein danke, schmetterten die Mitglieder diesen Antrag einstim­mig ab.

 

 

Der zufriedene Kunde

Kann es den in dieser Branche auf Dauer eigentlich geben? Wer gewinnt, ist zufrieden. Doch überwiegend wird verloren. Ein Dilemma für die Branche, und Lösungsansätze:

 

 

„Der zufriedene Gast ist das beste Aushängeschild für ein Unternehmen"

 

Der unzufriedene Gast kann ein Störfaktor für den gesamten Be­triebsablauf sein. Wie wird aus einem reklamierenden Kunden ein zufriedener Partner? Wir frag­ten die Filialleiterin der Braun­schweiger Merkur-Spielothek, Ilona Klischat.

 

Jörg sitzt am „World Cup '90". Er ist voll konzentriert. Bis zur großen End­ausscheidung sind es nur noch wenige Tage. Bis dahin muß er noch trainieren, denn natürlich möchte er das Finale ge­winnen.

 

„Wir haben eigens zur Fußball-Welt­meisterschaft diese Aktion gestartet," weiß Filialleiterin Ilona Klischat. „Acht Tage lang können unsere Gäste kosten­los am TV-Gerät trainieren, um für das große Finale fit zu sein."

 

Diese Aktion bindet den Kunden an die Spielstätte, denn es ist sicherlich ein besonderer Service, kostenlos an ei­nem Gerät spielen zu können.

 

Zufriedene Gäste.jpgUnangenehm allerdings dürfte es, sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Gäste, sein, wenn Reklamationen angemeldet werden. Wie verhält man sich in solch einer Situation?

 

„Im Zweifel ist immer der Spielgast im Recht`, erklärt Ilona Klischat. „Ob­wohl unsere Geräte wirklich hervorra­gend arbeiten, kann immer mal wieder eine Störung auftauchen. Zum Beispiel verschluckt ein Geldspielgerät die Münzen, bei einem Unterhaltungsau­tomaten wird der Kredit gelöscht, beim TV-Gerät erfolgt ein Bildstillstand oder der Joy-Stick funktioniert nicht mehr."

 

Wichtig sei in solch einer Situation, daß der Kunde zufriedengestellt wird und somit auch weiterhin in die Spielo­thek vertraue. Denn nur wenn er eine positive Erfahrung mache, empfehle er das Unternehmen auch weiter.

„Wenn bei uns ein Fehler am Gerät gemeldet wird, gehen wir der Sache sofort auf den Grund. Erst einmal probieren wir es selbst aus und oft ist die Sache schon durch eine kurze Unterbrechung des Stromkreises behoben. Selbstverständlich bekommt der Gast eine Entschädigung, zum Beispiel ein Freispiel. Auf jeden Fall überprüft unser Techniker, der jeden Tag kommt, das Gerät auch noch einmal.“

 

Im Deutschen Fachverlag ist gerade ein Buch erschienen, das sich mit den Verhalten bei Reklamationen beschäftigt: „Der unzufriedene Kunde" von Cray von Brockdorff. Das Buch zeigt zahlreiche Möglichkeiten und Weg auf, wie man durch ein geschickt geführtes Reklamationsgespräch der Kunden zufriedenstellen kann. Auch unterscheidet der Autor den reklamierenden Kunden in mehreren Kategorien:

 

1.    Menschen, die zunächst freundlich, ruhig und sachlich ihr Anlieger vorbringen und dann aus der Haut fahren, wenn im Verlauf des Gespräche keine Lösung in Sicht kommt beziehungsweise unerwartet Schwierigkeiten auftreten, die den Zorn auslösen

 

2.    Menschen, die lautstark und wutschnaubend das Reklamationsgespräch eröffnen, im Verlauf des Gespräches feststellen, wie unbeherrscht und unkontrolliert sie sich selbst verhaltet haben und dann ihre Emotionen „zurückdrehen" und sogar umwandeln in extreme Freundlichkeit

 

3.    Menschen, die sachlich reklamieren und ohne Gemütsveränderung das Gespräch genauso sachlich beenden.

 

4.    Menschen, die ihre Reklamation fast verzweifelt und duckmäuserisch vortragen. Sie haben ein negatives beziehungsweise verschwommenes Bild von sich selbst, treten unsicher auf und wirken fast demütig, wenn sie sich mi dem Personal um ihr „gutes Recht als Kunde" auseinandersetzen wollet. Man spürt, wie unangenehm diese Kundengruppe offene Konfrontationen sind. Die Kommunikation seitens der Kunden verläuft auf einem fast "flehenden Niveau eines Bittstellers".

 

5.    Menschen, die selbstsichere Besserwisser sind. Dieser Personenkreis ist dank seines Selbstbewußtseins zu aller Spielarten der Gesprächsführung fähig Oft besitzt dieser Personenkreis auch eine hohe Fachkenntnis. Diese Kunden zeigen aber auch gern ganz offen sichtlich ihre menschliche wie fachliche Überlegenheit und sind bereit, das Personal entsprechend auszuspielen.

 

Auch Ilona Klischat hat es mit den verschiedensten Kundentypen zu tun:

 

„Es gibt die 'Rumhänger', die es ein­fach nur darauf anlegen, daß sie etwas monieren können. Sie beobachten ge­nau, an welchem Gerät ein Fehler auf­taucht, setzen sich dann selbst daran und behaupten, daß der bereits von uns behobene Fehler, wieder aufgetaucht sei.

 

Eine andere Art von Spielgast ist der 'Schnorrertyp'. Er reklamiert Fehler am Gerät, die gar nicht aufgetaucht sind, um dadurch ein Freispiel zu kassieren.

 

Dann gibt es noch die 'Nörgler'. Sie beklagen immer wieder, daß das Gerät nicht funktioniert und haben ständig etwas anderes daran auszusetzen."

 

Doch Ilona Klischat, die seit zehn Jahren in dieser Branche arbeitet, kennt ihre „Pappenheimer". Sie sieht sofort, ob es ein Gast bei der Reklama­tion nur auf Freispiele anlegt oder einen berechtigten Ersatz fordert.

 

„Wichtig ist, daß der Spielgast erst ein­mal bei uns 'Dampf ablassen' kann. Ist seine Wut erst heraus, versuchen wir in einem sachlichen, ruhigen Gespräch der Sache auf den Grund zu gehen. Ist die Reklamation berechtigt, münzen wir das Spiel nach und spendieren ihm zum Beispiel eine Tasse Kaffee. Er ist nun zufrieden und weiß, daß wir ihn als Kunden und Gast schätzen und ihm immer soweit wie möglich entgegen­kommen."

 

Wie aber sieht es bei Automaten-Ma­nipulationen aus? Ist das Personal dann auch so tolerant wie bei Reklamatio­nen?

 

„Die Mitarbeiter müssen ständig den Spielbetrieb verfolgen und nicht ir­gendwo in einer Ecke sitzen und war­ten, daß die Zeit bis zum Feierabend vergeht. Wenn der Kunde weiß, daß das Personal aufmerksam ist, wird er sicher­lich gar nicht erst eine Manipulation wagen."

 

Falls doch, kennen die Mitarbeiter in der Spielothek kein 'Pardon'. Sie beob­achten die Spieler und rufen dann so­fort die Polizei.

 

Ein wesentlicher Faktor, um den Gast an den Betrieb zu binden, ist die Animation. Gerade bei neuen Kunden bestehen Hemmschwellen, die abge­baut werden müssen. Hier ist ein um­sichtiges und hilfreiches Personal sehr wichtig, um den 'Neuling' zufriedenzu­stellen.

 

„Im Laufe der Zeit hat man einen Blick für Neukunden entwickelt. Sie ge­hen meist nicht zielstrebig auf ein Ge­rät zu, sondern wirken unsicher, schau­en sich hilfesuchend um. Hier ist nun das Personal gefragt. Wir gehen auf die Leute zu, fragen, ob wir ihnen die Gerä­te erklären dürfen, geben ihnen Frei­spiele, damit sie sich mit den Automa­ten vertraut machen können und laden sie zu einem Kaffee ein. Dadurch bau­en wir die Hemmungen des Gastes ab. Es fühlt sich nicht mehr alleingelassen und weiß, daß er in uns jederzeit einen Ansprechpartner findet."

 

Auch mit privaten Problemen der Spieler werden Ilona Klischat und ihre Mitarbeiter häufig konfrontiert, was wiederum zeigt, daß eine enge Bin­dung zwischen Kunden und Mitarbei­tern besteht.

 

„Wir haben für Probleme stets ein of­fenes Ohr. Oft kommen die Gäste nur, um mit uns zu reden. Sie hatten zum Beispiel Ärger im Büro und auch zu Hause und wissen, daß sie in uns einen zuverlässigen Ansprechpartner finden, bei dem sie ihren Kummer abladen können."

 

Der zufriedene Spielgast ist also im­mer das oberste Ziel in der Merkur­ Spielothek und die Mitarbeiter setzen alles daran, dieses Ziel zu erreichen.

 

Das Motto von Ilona Klischat lautet dabei: „Man muß den Gast so behan­deln, wie man selbst gerne behandelt werden möchte."       

 

 

 

Leerspielungen sind billige Werbung

Ein anderer Ansatz für zufriedene Kundschaft.

 

 

Portrait eines Automatenunternehmers

Warum sich Heiner Wunderlich über eine Leerspielung nicht groß ärgert

 

Er hält so einen Zwischenfall so­gar für beste Werbung - und gar nicht mal teuer. Auch sonst ist der Automatenunternehmer aus Lübbecke in manchen Fachfra­gen ein Alternativ-Denker.

 

Wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kind zur Branche gekommen. Was für viele gilt, trifft auf Heiner Wün­derlich nicht zu.

 

„Ich bin auf einer folgerichtigen Be­rufslaufbahn zur Unterhaltungsauto­matenbranche gestoßen`, sagt er.

 

Leerspielungen.jpgWie sieht so was aus?

 

Da hat am Anfang eine Kaufmanns­lehre gestanden. Der Wunsch nach Selbständigkeit wurde mit einem Bier­verlag verwirklicht, Getränkegroßhan­del. Eine knochenharte Aufbauarbeit

sei dies gewesen, erfahren wir. Ehefrau Rosa hat da von Anfang an mitgehol­fen.

 

Getränke-Fachgroßhandel. Das be­deutete Aufbau und Pflege eines gro­ßen Netzes von Verbindungen zur Ga­stronomie. Folgerichtig auch Begeg­nung mit Unterhaltungsautomaten. Als kollegiale Branche, als Mitbewer­ber, als Partner.

 

Für Heiner Wünderlich führte das zur Konsequenz, sein Unternehmen auf ein zweites Bein zu stellen. Als Di­versifikation hat's angefangen. Bald aber konzentrierte sich der zukunfts­orientierte Unternehmer voll auf die Automaten.

 

„Man kann so was nicht nebenbei ma­chen`; hatte er schnell erkannt. „Die Au­tomatenaufstellung erfordert den Spe­zialisten, der sich voll darauf konzen­triert."

 

Halben Kram macht er grundsätzlich nicht. So versteht es sich fast von selbst daß Heiner Wünderlich nach dem Verkauf seines Getränkegroßhandels im Automatengeschäft schnell expandierte. Vor acht Jahren hat er seine erste Spielstätte errichtet. Inzwischen hat ei es schon auf elf gebracht.

 

Von Lübbecke in Ostwestfalen ziehe er einen Radius bis Neuß im Süden und im Norden Wilhelmshaven.

 

„Nur die moderne Kommunikationstechnik macht es möglich", erläutert er „Das Autotelefon zum Beispiel. Seine sicher nicht geringen Kosten sind bereits hereingeholt, wenn ein einziges Mal ein unvorhergesehener Störfall gerade auf der Route liegt."

 

In Tourenplanung war er bereits als Getränkegroßhändler geübt. Da hat er die Besonderheiten der Automatenbranche schnell begriffen. In einigen anderen spezifischen Problemen ist er eher ein Alternativ-Denker. Heiner Wünderlich führt das auf seine relativ junge Zugehörigkeit zurück. Betriebsblindheit, die sich bei jeder Tätigkeit einstelle, habe bei ihm noch nicht durchgeschlagen.

 

Es klingt fast schockierend wenn er meint, daß ihn Leerspielungen von Geräten nicht groß aufregen. Im Gegenteil! Solche Zwischenfälle seien eine relativ billige Werbung.

 

Wünderlich: „Es trübt den Blick, wenn er immer nur vordergründig auf den Kasseninhalt der Geräte gerichtet ist. Erst durch Weitblick wird ein gutes Gesamtergebnis erzielt"

 

Darum bewerte er ein Test-Gerät auch niemals nach dem Kassenergeb­nis. Entscheidend sei für ihn allein die Zahl der Spiele.

 

„Nur diese Zahl gibt mir Auskunft darüber, ob das Gerät vom Spielerange­nommen wird", erklärt er. „Nach den von mir gesammelten Erfahrungen fällt manches neue Gerät, das anfangs Super-Kassen einspielt, sehr schnell ab. Wenn die Einspielergebnisse von vom herein nicht überragend sind, steigen sie meistens kontinuierlich."

 

Heiner Wünderlich testet neue Gerä­te nicht auf den besten Plätzen. Das füh­re nicht zu einem repräsentativen Er­gebnis. Mancher sogenannte schlechte Platz sei zum Testen viel besser.

 

„Meines Erachtens wird oftmals vor­eilig zwischen guten und weniger guten Plätzen unterschieden" äußert er sich kritisch. „Über die Qualität eines Platzes entscheidet doch in erster Linie der Unternehmer. Was nicht konsequent gepflegt wird, verkommt sehr schnell."

 

Womit er eigentlich nichts Neues sagt. Nur vielfach Vergessenes.

 

Heiner Wünderlich betrachtet sich als Automatenunternehmer mit Haut und Haar. Er liebt seinen Beruf.

 

„Sonst würde ich wohl auch den Sechzehn-Stunden-Arbeitstag nicht durchstehen, den dieser Job nun mal mit sich bringt. Mein Beruf ist mein Hobby!"

 

Glücklich macht ihn, daß sein Junior da genauso denkt. Der ist bereits voll ins Geschäft mit eingestiegen. Die Zu­kunft des Unternehmens ist für eine weitere Generation gesichert.

 

Während unsere Branche perma­nent verteufelt und beschnitten wird, muß die Frage gestellt werden, ob ein Vater noch guten Gewissens seinen Sohn in die beruflichen Fußstapfen tre­ten lassen kann.

 

Heiner Wünderlich antwortet spon­tan und überzeugend: „Probleme gibt es in jeder Branche. Warum sollte unse­re da eine Ausnahme machen. Proble­me sind lösbar. Sich darauf einzustel­len, ist ein wesentlicher Bestandteil des unternehmerischen Handelns. Des­halb mache ich mir um die Zukunft kei­ne Sorgen. Und was die Kinder anbe­trifft bedaure ich nur, daß ich nicht viele mehr habe. Denen würde ich allesamt zu einer Existenz in der Unterhaltungs­automatenbranche raten!"     

 

 

Gewinnballungen

Zu den „Leerspielungen“ ein paar technische Hintergrundinfos.

 

Dipl.-Ing. Reinhold Lüders ist Ge­schäftsführer der Merkur Service Ge­sellschaft mbH. An dieser Stelle setzt er sich in regel­mäßiger Folge mit Problemen aus der Aufstellpraxis auseinander

 

Gewinnballungen sind für jeden Spielfreund „das Salz in der Suppe", befriedigen seine Gewinnerwartung, steigern seine Spiellaune, besonders, wenn er „den Kasten leer macht".

 

Ballungen.jpgVielfalt an Seriengewinnmöglichkei­ten, worauf beispielsweise Geräte aus der adp-Produktion (Merkur, Venus, Nova und neuerdings auch Mega) ih­ren guten Ruf gründen, hat zwangs­läufig gelegentliche Gewinnballun­gen bis zur Leerspielung zur Folge.

Diese Ballungen entstehen durch ei­ne zeitweilige Verdichtung von Klein­serien oder durch hohe Auszahlun­gen aus den höherwertigen Sonder­spielen, bekannt und beliebt z. B. als Hit-, Multi- oder Top-Sonderspiele.

 

Mancher Aufstellunternehmer sieht solche Gewinnballungen vordergrün­dig als vermeintlichen Fehler des Ge­rätes an, weil sie eben auch zu Leer­spielungen führen können.

 

Erfahrene Aufstellunternehmer wis­sen aber, daß Leerspielungen bis auf Einzelfälle - dort, wo eine echte Stö­rung oder eine neue Manipulation vorliegt - kein Fehler und kein Ge­winnverlust sind, sondern eine wenn auch lästige Störung, die Mehrarbeit verursacht.

 

Doch es gibt eine gute, sofern von vornherein programmierte Lösung, Leerspielungen einzuschränken: Bei allen Geldspielgeräten aus adp-Pro­duktion hilft die verfügbare Software vorzubeugen und die Bevorratung al­ler Münzwerte zu optimieren. Diese Lösung heißt:

 

Programmierbarer Auszahlmodus für 1,- und 2,- DM.

 

Damit kann ein großer Teil der Leer­spielungen ausgeschaltet werden, denn diese Einstellung bewirkt, daß erst bei mehr als 60 Münzen in der Röhre in diesen Werten-also in 1-bzw. 2-DM-Stücken - ausgezahlt wird. Bei der Einstellung 70 Münzen ist die Sicherheit noch größer, dann aller­dings muß ein erhöhter Anteil an 2­und 1-DM-Münzen in der Kasse ak­zeptiert werden.

 

Umgekehrt läßt sich natürlich auch der Vorrat verringern, was zu häufige­ren „Erfolgserlebnissen" der Spieler führt, nämlich eine Leerspielung er­zielt zu haben. In einer Spiel- bzw. Gaststätte, wo die Aufsicht oder der Wirt sofort von außen auffüllen kann und will, ist eine solche Leerspielung kein Problem. Liegt der Aufstellplatz weiter entfernt und der Wirt hat mit Nachfüllung nichts im Sinn, dann soll­te auf jeden Fall die optimale Geldre­serve einprogrammiert werden.

 

Wie einfach der Auszahlmodus um­programmiert werden kann, sehen Sie hier:

 

1.    Fronttür öffnen.

 

2.    Testgerät anschließen.

 

3.    Taste „Münzung" drücken.

 

4.    Das Display zeigt die Grundeinstel­lung.

 

5.    Mit gekennzeichneter Taste den Wert einstellen.

 

6.    Mit dem Serviceschalter zurück ins Normalprogramm.

 

 

Spielstätten

 

 

4.jpgRaumkonzepte, die aus dem Rahmen fallen

Carl Eschig zeigt Profil

 

Über Innen- und Außenarchitektur von Spielstätten ist in den letzten Jahren viel geredet worden. Und nicht nur geredet, sondern viele Automa­tenunternehmer haben sich dem Trend angepaßt und ihn sogar mitge­prägt. Sicher ist dies in der Bevölke­rung, bei Politikern und Journalisten noch nicht überall angekommen. Einmal geschieht so etwas immer mit einer gewissen zeitlichen Verzöge­rung, zum anderen fällt es manch einem schwer, geliebte Vorurteile über Bord zu werfen. Mit Sicherheit tut die Masse der Spielstättenbetrei­ber auch sehr wenig dafür, daß je­mand von ihrem Gesinnungs- und Ge­staltungswandel erfährt. Das PR­ Motto „Tu Gutes und rede darüber" wird vielfach sträflich ignoriert. An Konzeption und Einrichtung wird häufig nicht gespart. Der Gast regi­striert es erfreut, und jeden anderen läßt man ruhig die Vorurteile von der „Spielhölle" weiter pflegen. Eigent­lich schade! So empfindet es auch Carl Eschig, ein Innenarchitekt mit einem besonderen Blick für den Raum, mit Konzeptionen, die Profil verleihen.

 

Ein Portrait:

 

Wer sich erst die Spielstätten anschaut, die Carl Eschig eingerichtet hat, der macht sich zwangsläufig ein Bild von diesem Mann. Wer ihn dann in Bret­ten, nahe Bruchsal, besucht, der muß dieses Bild gehörig revidieren. Da tritt einem keiner dieser gestilten Modear­chitekten gegenüber. Kein Kreativer in Seidenjäckchen und all den ande­ren angeblichen Ausweisen von Er­folg und dickem Bankkonto. Carl Eschig wohnt auch auf keinem Hügel mit Kiesauffahrt, sondern in einem Geschäftshaus mitten im Städtchen. Unten, hinter der Fensterfront, be­treibt er einen Ausstattungsladen, und quer durchs Haus verteilt sitzen Leu­te an Zeichenbrettern und planen, was anderen Leuten später Freude berei­ten soll. Carl Eschig macht nicht viel Wind um seinen guten Geschmack. Auf den ersten Blick scheint er ihn

sogar zu verleugnen. „Dem hätte ich das nicht zugetraut", wird manch einer sagen. Nach wenigen Minuten weiß man jedoch, daß dieser Carl Eschig sehr genau weiß, was er will. Er weiß auch, was seine Kunden wollen. Mit den Problemen der Branche, mit den Wünschen der Spielefreunde und der Spielstättenbetreiber ist er eng ver­traut. Das hat viele Gespräche und Sitzungen bis in die Nacht gekostet, denn niemand schluckt dieses Fach­wissen im Vorbeigehen. Der Brette­ner Raumgestalter geht auch in Spiel­stätten und spricht mit Gästen, er­fragt ihre Wünsche und versucht, sich in sie hineinzuversetzen.

 

1.jpgCarl Eschig schaut sich seine Kun­den sehr genau an. Er versucht, ihre Lebenseinstellungen, ihre Ge­schmacksrichtungen und ihr Gefühl für Farben genau zu ergründen. Denn bei ihm kommt erst der Auftragge­ber, dann der Raum und dann erst die eigentliche Einrichtung. Er will sich nicht ständig selbst „Denkmäler" sei­nes guten Geschmacks setzen, wie so viele seiner Kollegen. Für ihn ist wich­tig, daß der Kunde sich darin wohl­ fühlt, daß er es als seine eigene Ge­staltung annimmt und sich darin wie­dererkennt. Hierin sieht Eschig die Grundvoraussetzung für Erfolg oder Mißerfolg einer Innengestaltung. Steht der Kunde selbst in einem frem­den Raum, so kann er auch keine Begeisterung auf seine Mitarbeiter übertragen. Dieses negative Gefühl pflanzt sich bis zum Spielgast fort. Der Mißerfolg ist vorprogrammiert.

 

2.jpgEschig hat Glück, im Süden der Re­publik zu leben. Dies macht es ihm etwas einfacher, Moderne und Ge­mütlichkeit zu verbinden. Er kann eine großzügige Gastronomie - na­türlich ohne Alkohol - mit einplanen und erhält dadurch kommunikative Zonen in der Spielstätte, die Wohlbe­finden ausstrahlen. Meist betreibt der Spielstätteninhaber diese auf eigene Rechnung, oder sie wird verpachtet. Dem Pächter obliegt dann natürlich die Überwachung des ganzen Objek­tes. Dies ist sehr sinnvoll, weil der Pächter ein natürliches Eigeninteres­se am guten Lauf der Dinge hat. Auf jeden Fall, so Eschigs Erfahrung, kann das Thekengeschäft gewinnbringend betrieben werden.

 

Ganz besonderen Wert legt Eschig auf die „sympathische" Gestaltung der Sicherheitselemente. Er hält nicht viel von abgeschotteten Kassenräumen, in denen Menschen, die keiner kennt, wie hinter Panzerglas ihren Dienst tun. Für ihn schwingt da immer ein unguter Klang mit, der auch sicher manches Vorurteil beim Normalbür­ger verstärkt. Bei Eschig sind die Thekenräume offen gestaltet. Durch integrierte Geldschränke, Systeme, bei denen kaum noch Bargeld über die Theke gehen muß, und andere Ideen, die er gerne für sich behält, macht er die Spielstätte sehr sicher. Für ihn ist wichtig, daß die Kunden die Angestellten kennen und ein per­sönliches Verhältnis aufbauen. Dies reißt beide Seiten aus der Anonymi­tät und schafft Sicherheit. Daß Spiel­stätten zu kritischen Zeiten nicht nur einer Aufsicht überlassen werden, ist für ihn nun wirklich Gebot der Stunde und kaum durch andere Sicherheits­maßnahmen zu ersetzen.

 

3.jpgDie Theke, an der man ein Glas 0­Saft, eine Cola oder auch ein alkohol­freies Bier trinken kann, ist nicht nur Ort der Kommunikation, sie ist auch Ort der Animation. Wer sich dort mit dem Nachbarn über das eine oder andere Unterhaltungsspiel austauscht, der bekommt Lust, es zu probieren. An der Theke werden Billardpartner gesucht und gefunden, und schließ­lich schaut man einfach mal vorbei, um den oder jenen zu treffen.

 

Für den Innenarchitekten aus Bret­ten ist natürlich an erste Stelle wich­tig, daß der Betreiber der Spielstätte später mit seinen Umsätzen zufrie­den ist. Dafür müssen die Gäste die Spielstätte annehmen. Sie ist von ih­rer Gestaltung her ein wichtiges Ele­ment, welches über Erfolg und Miß­erfolg entscheidet.

 

Eschig möchte aber auch, daß die Spielstätte jedem Betrachter gegen­über, auch demjenigen, der nicht un­bedingt mit Spielabsichen reinschaut, als wirklicher Ort der Freizeitgestal­tung erscheint. Seiner Meinung nach hat in diesem Punkt die ganze Bran­che eine Verpflichtung gegenüber ihrem Image. Jeder Kollege gegen­über jedem Kollegen. Er kennt Spiel­stätten, die so lieblos ausgestattet sind, daß jeder vernünftige Mensch denken muß: Dort will jemand ohne viel Aufwand die schnelle Mark ma­chen. Manchmal funktioniert das ja auch. Wenn die Konkurrenz schläft, oder nicht vor Ort ist, so klappt's. Aber eben nur so lange, wie dies so ist, und in dieser Zeit schadet jede solcher Spielhallen dem Ansehen der ganzen Branche und letztlich dem Betreiber selbst.

 

 

 

 

Fassadengestaltung

 

Fassaden.jpg

IMA 1990

 

Ein paar Fotos vom Branchenereignis des Jahres.

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Wenn einem keine neuen Spielideen mehr einfallen, bastelt man am Äußeren.

 

 

Das äußere Erscheinungsbild ist und bleibt wohl eines der bestim­menden Themen der nächsten Jahre. Wo Neues entsteht, funktionierende Technik und Marktpräsenz zunächst einmal wichtig sind, rücken gestalteri­sche Überlegungen offenbar zunächst einmal in den Hintergrund. Die Be­schäftigung mit dem Design scheint noch den etablierten Produktgruppen vorbehalten zu sein. Es wurde nicht auf Rummel gezielt und auch kein unnötiger Wirbel gemacht. Besonders auffällig war das bei der Vor­stellung der neuen Unterhaltungsgerä­te mit Gewinnmöglichkeit, immerhin nach wie vor die tragende des Automa­tengeschäfts. Alle Hersteller zeigten natürlich ihr spezielles Messegerät und hoben dessen Vorteile heraus. Dabei traten allerdings die spieltechnischen Elemente eher in den Hintergrund. Dagegen waren die gestalterischen Ele­mente ganz klar dominierend. Bally Wulff zum Beispiel präsentierte das neue Geldspielgerät unter dem De­sign-Aspekt „Art-Deco-Line". NSM/ Löwen testete die Käuferakzeptanz ganz verschiedener Gehäuse. Zusehen waren ein Marmorrahmen, ein Holz­rahmen und das schon bekannte Neon­Outfit, diesmal aber im Stil der alten „Blubber-Musikboxen" mit pulsieren­den Lichtröhren. Ein zentraler Punkt bei Gauselmann waren die „Tables", deren ganze Konzeption auf einen völ­lig neuen Auftritt des Geldspiels in der Öffentlichkeit zielt. Außerdem präsen­tierten die Espelkamper den Besu­chern eine wahre Frontscheiben-Farb­orgie zur Auswahl und fragten nach der beliebtesten Farbkombination. Be­zeichnenderweise ging das schicke, re­präsentative Modell in weiß/weiß als Sieger aus der „Abstimmung" hervor. Zwar sicher nicht für jeden Aufstell­platz geeignet, deutet dieses Ergebnis doch an, daß die gesamte Branche in Sachen Selbstdarstellung einiges ge­tan hat.

 

 

 

Werbung Gauselmann

 

Eine in meinen Augen gelungene Werbekampagne

 

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Automatenspieler – besser als ihr Ruf

 

Sorry, erklären kann ich die folgende Grafik nicht. Was will sie uns sagen? Dass vor allem arbeitslose, ledige Arbeiter unter 40 mit Hauptschulabschluss spielen? Ja und? Prolls eben. Wissen wir doch. Was ist daran „besser als der Ruf?“

 

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Tips zum Umgang mit Automatenspielern

 

Vorsicht Kunde! Mag man beim Lesen des folgenden Textes lesen. Was anfängt wie die Anleitung zum harmonischen Umgang mit der eigenen Kundschaft, entpuppt sich als verkrampfter Psychologiekurs für Anfänger. Oder will sollen Tips zu verstehen sein wie „Ein freundschaftlicher Klaps auf die Schulter wirkt oft Wun­der“ oder „Ihre Kunden müssen nicht unbedingt dasselbe lustig finden wie Sie.“, oder „Rea­gieren Sie die mitunter nicht zu umgehenden emotionalen Ausbrüche nicht mit noch emotionaleren Explo­sionen.“. Ist wahrscheinlich besser, die Aufsicht sitzt im Glaskasten und der Chef kommt nur zum Kassieren, oder?

 

 

Ist Ihr Kunde Ihr König?

Denkanstöße zur Verbesserung des Klimas zu Gästen und Kunden

 

Der Kunde ist König. Ein altbekannter Kaufmanns-Spruch. Doch oftmals ha­ben Kunden alles andere als königliche Gefühle, wenn sie als Gast ein Restau­rant, ein Ladengeschäft oder auch eine Spielstätte betreten. Solche schlechten Erfahrungen Ihrer Gäste und Kunden haben langfristige negative Auswirkun­gen auf das Geschäft. Oft merken Sie als Unternehmer erst nach vielen Mo­naten, warum es hier oder dort finan­zielle Einbrüche gab. Nicht selten ist eine schlechte Kundenbehandlung schuld daran. Erfahrungen, die viel Geld kosten! Schulen Sie Ihr Personal und führen Sie Kontrollen durch. Bei Stammkunden kann man sich erkundi­gen und auch Wirte geben gerne Aus­kunft. Dies hat nichts mit Spitzelei zu tun, ist auch kein Mißtrauen, sondern einfach ein Weg, der Schwachstellen zeigen soll. Im Gespräch mit dem Kun­denbetreuer oder der Spielstättenauf­sicht können dann oft problemlos klei­ne Fehler korrigiert werden. Diplom­betriebswirt Hartmut Volk gibt 12 Tips, die Sie auf einem Schulungsbogen an Ihr Personal weitergeben sollten.

 

1. Seien Sie bei jedem Kontakt mit Ih­ren Gästen und Kunden darum be­müht, sich in deren Lage zu versetzen und in deren Gefühle hineinzuverset­zen. Geben Sie ihnen unmißverständ­lich zu verstehen, daß Sie ihnen aufge­schlossen gegenübertreten und ein ge­meinsames Ziel erreichen wollen. (Zum Beispiel wenn Billard-Spieler sich beschweren, daß es zu laut sei, so sollten Sie dies ernst nehmen und ge­meinsame Überlegungen anstellen, wie man dem abhelfen kann. Ist es nicht möglich, so werden Sie trotzdem den Gast nicht verlieren. Im Gegenteil, er wird anderen Gästen von den ge­meinsamen Überlegungen berichten und für Verständnis werben.)

 

2. Schieben Sie die Schuld an zutage tretenden Problemen oder Schwierig­keiten nicht automatisch gedanklich „den anderen" zu. Machen Sie es sich konsequent zu eigen, Sachverhalte, die zu Steinen des Anstoßes geworden sind oder zu werden drohen, in einer Atmo­sphäre von Geduld und Ruhe gemein­sam mit den betreffenden Kunden zu erklären und gemeinsam mit ihnen nach beiderseitig befriedigenden Lö­sungen zu suchen. Dies ist besonders in der Beratung des Verkäufers ein wichti­ges Moment. Es muß Gemeinsamkeit erzeugt werden.

 

3. Leiten Sie die Absichten Ihrer Kun­dinnen und Kunden nicht aus Ihren ei­genen Absichten, Befürchtungen, Sor­gen, Wünschen oder Zielen ab. Hüten Sie sich davor, die Probleme Ihrer Kun­den aus dem Hintergrund Ihres eige­nen Denkschemas zu beurteilen. Ver­suchen Sie, Ihre Kunden zu verstehen.

 

4. Achten Sie (also) unbedingt darauf, sich nicht im erdachten Vorstellungs­schema Ihrer Kunden zu verirren - nach dem Motto: Die sind eben so. Fra­gen Sie nach, wenn Sie den Eindruck haben, daß Ihre Kunden Ihnen nicht das sagen, was sie Ihrer Meinung nach eigentlich meinen. Daß sich Ihre Gäste und Kunden verständlich ausdrücken und nicht um den Brei herumreden, da­zu tragen Sie Erhebliches bei. Oft muß man durch sein Verhalten erst Vertrau­en herstellen und Offenheit schaffen.

 

5. Scheuen Sie nie davor zurück, Ihre Ansichten und Vorstellungen zu den Kundenäußerungen und -wünschen of­fen darzulegen. Versuchen Sie nicht, Ihren Gästen oder Kunden nach dem Mund zu reden. Das fällt bald auf und ist nicht mehr zu reparieren. Wenn Ihre Meinung gefragt ist, ist Ihre Meinung gefragt und nicht geschickte Herumre­derei. Sie werden als Fachmann angese­hen und angesprochen. Dieser Sicht­weise müssen Sie gerecht werden und das können Sie nur, wenn Sie ihr Rech­nung tragen. Dies heißt aber auch, daß Sie sich informieren müssen. Wenn zum Beispiel Wirte meinen, eine eigene Aufstellung würde sich eher lohnen, so müssen Sie schlagkräftige Argumente haben. Sie müssen über Vergnügungs­steuer, Kostenstruktur, Reparaturen, Angebot der Geräte und vieles mehr Bescheid wissen. Der Gastwirt will gu­te Argumente für seine Entscheidungs­grundlage haben. Eine schnoddrige Bemerkung wird ihn eher abstoßen.

 

6. Stimmen Sie Ihr gesamtes Verhalten, also Ihre Wortwahl, die Stimmführung, die Gestik, die Mimik im Rahmen Ih­res normalen Verhaltens (alles Überzo­gene wirkt unecht) auf Ihre Kunden ab. Nicht jeder kann gleichbehandelt wer­den. Dies gilt ganz besonders für die Sprache. Einen kann oder muß man so­gar im Dialekt anreden, der andere ver­bietet sich dies geradezu, aus welchen Gründen auch immer. Besonders das Spielstättenpersonal muß in diesem Bereich geschult werden. Oft hilft das richtige Wort zur rechten Zeit über un­angenehme Situationen hinweg. Glei­che Erfahrungen sind in der Ga­stronomie gemacht worden. Nicht nur aus diesem Grund haben Spielstätten­betreiber sehr gute Erfahrungen mit Personal aus der Gastronomie ge­macht.

 

7. Hören Sie aufmerksam zu und geben Sie Rückmeldung an Ihre Vorgesetzten oder an die für diesen Bereich zuständi­gen Personen über das, was bei Ihnen angekommen ist. Denken Sie dabei aber bitte daran, daß Sie als Gastgeber oder Berater auftreten. Fragen Sie di­rekt nach, wenn Sie etwas nicht ver­standen haben. Schauen Sie Ihre Kun­dinnen und Kunden an, wenn Sie mit Ihnen sprechen. Machen Sie auf gar keinen Fall nebenbei noch etwas ande­res (unwichtige Dinge auf dem Schreib­tisch erledigen). Wenn Sie mit einem Kunden reden, dann gibt es im Augen­blick nichts Wichtigeres für Sie als die­sen Kundenkontakt. Kunden und Gä­ste sind keine Nebensache. Deshalb darf in ihnen auch durch nichts die Ver­mutung aufkeimen können, sie würden als solche angesehen. Leider ist aber gerade das in Beratungs- und Verkaufs­gesprächen zum nachhaltigen Schaden der eigenen Interessenten häufig der Fall.

 

8. Sprechen Sie so, daß man Sie verste­hen kann und überzeugen Sie sich, daß Sie wirklich verstanden worden sind. Fragen Sie nach und prüfen Sie das ab. Ehe Sie einen bestimmten Satz ausspre­chen, machen Sie sich in ersten Situa­tionen klar, was Sie genau aussagen wollen und überprüfen Sie, ob nicht un­gewollte Doppeldeutigkeiten ausge­sprochen werden. Überlegen Sie sich, welchem Ziel oder Zweck die Aussage dienen soll. Bedenken Sie dabei stets auch, daß Ihr Gegenüber nicht unbe­dingt eine mit Ihrer übereinstimmen­den Wertvorstellung haben muß. Bei­spielsweise müssen Ihre Kunden nicht unbedingt dasselbe lustig finden wie Sie. Was Sie verbal möglicherweise auf die leichte Schulter nehmen, kann ei­nen Kunden oder eine Kundin zutiefst verletzen.

 

9. Achten Sie darauf, daß jeder Kunde Ihnen gegenüber sein Gesicht wahren kann. Die - mitunter geradezu schlim­me - Arroganz, mit der immer wieder Kunden behandelt und auch bloßge­stellt werden, untergräbt die Funda­mente, auf denen Sie selber stehen.

 

10. Benutzen Sie, wann immer es geht, symbolische Gesten. Seien Sie mehr als aufmerksam. Ein freundschaftlicher Klaps auf die Schulter wirkt oft Wun­der. Mit Gesten können Sie das Menschliche im Kunden gezielt anspre­chen. Und gerade die Beachtung des Menschen im Kunden ist für die Bin­dung wohl mit das ausschlaggebendste Element.

 

11. Bemühen Sie sich, so schnell wie möglich, Emotionen zu erkennen und zu verstehen. Lassen Sie sich aber auf gar keinen Fall von den Emotionen Ih­rer Kunden oder Gäste mitreißen. Rea­gieren Sie also auf die mitunter nicht zu umgehenden emotionalen Ausbrüche nicht mit noch emotionaleren Explo­sionen. Gestatten Sie Ihren Gästen ein­fach, vor Ihnen Dampf abzulassen. Ver­suchen Sie, in Ihrer Person so etwas wie ein Überdruckventil zu sehen und seien Sie sich dabei stets der Tatsache be­wußt, daß es allemal besser ist, wenn ein Kunde Ihnen gegenüber explodiert als wenn er draußen im Gespräch über Sie herzieht.

 

12. Bauen Sie aktive Beziehungen zu Ihren Kunden und Gästen auf. Sehen Sie in ihnen nicht ausschließlich gute oder weniger gute Umsatzträger. Se­hen Sie in ihnen Menschen, die durch eine gute Mund-zu-Mund-Reklame Ih­ren Umsatz steigern können. Der Um­gang mit Ihren Kunden wird dadurch auf Dauer nicht nur unkomplizierter und unproblematischer, er wird auch auf eine bindende Art intensiver. Eine gute Spielstättenaufsicht, ein guter „Platzmacher" und ein guter Verkäufer muß mehr über seinen Kunden wissen als nur den Namen. Ein Gast (Kunde), der ein Stammgast werden soll, will auch mal ein privates Wort reden kön­nen. Dazu müssen Sie etwas aus seiner privater Existenz mit den dazugehöri­gen Freuden und Hobbys, aber auch den Sorgen und Nöten wissen. Ziel muß es sein, neben dem guten Berater, dem freundlichen Gastgeber in der Spielstätte, auch ein guter Bekannter zu sein.       

 

 

Medienpreis

 

Die Automatenwirtschaft lobte Preise aus für gelungene Filme- und Medienarbeiten. Nix Kritisches, nix Spielsucht oder Spielhallenboom. Das Gegenteil bitte! Spielen macht Spass und macht schön. Allenfalls auf die Spielbanken durfte geschimpft werden. Die drei Preisträger:

 

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1.    Preis

2.    Preis

3.    Preis

 

Preisgeld 10.000 DM

 

Spielsucht? Klar gibt‘s die. Ich war so ein Zocker. Ralf (29) ist gelernter Groß­handelskaufmann und momentan ar­beitslos. Auf die Gefahren angesprochen, die von diesen Automaten ausgehen, auf die Schicksale süchtiger Spieler, sagt er: „Was soll das Geschrei? Ich kann in die Scheiße schlittern mit einer protzigen Ka­rosse, oder wenn ich 'n Penthouse abzah­len muß. Oder weil ich mich nur mit Spit­zenwhisky besaufen will. Manche zocken eben." Ralf hängt das „Soziologenge­wäsch " zum Hals raus. „Nicht die Hölle ist gefährlich. Sondern das, was das Le­ben zur Hölle macht, zum Beispiel Politik oder Alltag. Also ab und zu raus aus der Tretmühle, rein in den Pufff ür Aids, in den Suff für Zirrhose, in die Hölle für Pleite...

 

 

Preisgeld 5.000 DM

 

... man kann nicht unterscheiden, ob Spie­lerodernicht. Die einen gehen ran, die an­deren lassen's. DerPunkt ist, daßfast alle Menschen schlechte Verlierer sind. So steckt die Veranlagung in jedem drin ... Natürlich kommen Aggressionen auf Ich ärgere mich, wenn die Kugel abfällt, oder wenn ich nichtschaffe was ich will. Das ist halt aufregend. Und viel Emotion ist da­bei ... Das sind ja alles nur Spiele, Gesell­schaftsspiele oder Kartenspiele, nur eben elektronisch. Zu Hause würde ich so was nicht machen. Ich könnte mirdieseSpiele ja auch gar nicht leisten. Zu Hause würde ich den Automaten manipulieren ... Ich meine, daß das Maschinen sind, was soll's. Wirleben ja schließlich im Zeitalter der Maschinen, im Zeitalter der Technik. Ja, und alles was ich mache, ist irgendwie maschinell. Zu Hause bediene ich die Ma­schine, ich fahre mit der Maschine oder laß mich fahren mit der Maschine. Und beruflich. Ich schule gerade um auf EDV. Da kann mich die Maschine schon nicht mehr erschüttern ...

 

 

Preisgeld 3.000 DM

 

...Ich saß zu Hause herum und langweilte mich. Da hörte ich plötzlich meine innere Stimme.,, Geh ins Casino`, sagte sie, „geh ins Casino!` Ich stand auf und ging, ging durch die Spielbank-Rezeption, hörtewie­der meine innere Stimme: „Spiel die 7, spiel die 7!` Ich holtezehn Mark raus und setzte auf die 7. Da hörte ich: „Setz mehr, setz mehr!"Ich holte 20 Mark raus und setzte auf die 7. Das war meiner inneren Stimme immrnoch zu wenig.Sie ließnicht locker, bis ich meinen letzten Hunderter auf die 7gesetzt hatte. Endlich rollte die Kugel. Und was kam? Die 13! Da rief mir meine innere Stimme zu: „Schade! Scha­de! Schade!"

 

 

Automaten Hoffmann

Vor ebay und Goldserie war Automaten Hoffmann für viele die einzige Quelle, sich privat einen Automaten anzuschaffen. Welche preiswerten Angebote waren im Hauptkatalog 1990 zu finden ?

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 Fortsetzung folgt…