Automatenpedia 1990

Teil 1

 

 

Von Esteka für www.goldserie.de

Goldserie - Erster Deutscher Verein der Münzspielfreunde

 

Politisches, Wirtschaftliches und Sportliches

 

 

15. Januar: Wendezeit in der DDR. Demonstranten stürmen die Berliner Stasi-Zentrale.

 

11. Februar: Die bedingungslose Freilassung Nelson Mandelas markiert den Anfang vom Ende der Apartheid.

 

14. März: Michail Gorbatschow wird zum Präsidenten der UdSSR gewählt.

 

12. April: Lothar de Maizière wird erster (und letzter) demokratisch gewählter Ministerpräsident der DDR.

 

20. Juni: Erdbeben der Stärke 7,7 im Iran, 40.000 bis 50.000 Tote.

 

1. Juli: In der DDR löst mit Inkrafttreten der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion der beiden deutschen Staaten die D-Mark die Mark der DDR als gesetzliches Zahlungsmittel ab.

 

8. Juli: Durch einen von Brehme verwandelten Foulelfmeter gegen Argentinien gewinnt die DFB-Auswahl das Finale der 14. Fußball-WM mit 1:0 und wird zum dritten Mal Weltmeister.

 

14. Juli: Der bayerische Schauspieler Walter Sedlmayr wird ermordet aufgefunden.

 

22. Oktober: Ford kauft Jaguar.

 

2. Dezember: Bei der Bundestagswahl 1990, der ersten gesamtdeutschen, wird die Regierung von Helmut Kohl im Amt bestätigt.

 

 

 

Nummer 1 Hits 1990

 

Phil Collins: Another Day In Paradise

 

Werner Wichtig: Pump ab das Bier

 

Sinéad O'Connor: Nothing Compares 2 U

 

Matthias Reim: Verdammt ich lieb' dich

 

DNA & Suzanne Vega: Tom's Diner

 

 

Politisches aus der Automatenwirtschaft

 

 

Skeptischer Optimismus

 

Was werden de Neunziger bringen? Ein Kristallkugelblick von Paul Gauselmann im Interview der Zeitschrift Der Münzautomat:

 

Der Münzautomat fragte Paul Gauselmann, den VDAI-Vorsitzenden, nach Erfahrungen und Wegen in die Zukunft.

 

Die Neunziger: Hoffentlich stabilere neue Märkte, knappere Gewinne, mehr unternehmerische Initiative

 

Paul Gauselmann hat in den letzten Jahren viel Kraft, Zeit und Geld in die Arbeit um die Neugestaltung der Münzspielwirtschaft gesteckt. Dies ist unbestritten und wird von Kennern sehr geschätzt. Er ist Unternehmens­chef und Verbandsvorsitzender mit enormer Doppelbelastung. Paul Gau­selmann war der Initiator der IMS, oh­ne die man sich die Öffentlichkeitsar­beit heute nicht mehr vorstellen kann. Der VDAI ist von Köln nach Bonn ge­zogen und konnte unter neuer Ge­schäftsführung wichtige Aufgaben übernehmen. Er hat sich als Dreh- und Angelpunkt für die Kommunikation mit Wissenschaft und Politik erwiesen. Sicher hat Paul Gauselmann auch Kriti­ker. Wer viel macht, der macht auch Fehler. Er weiß das und kann nach eige­nen Aussagen gut damit leben, weil das Ergebnis unter dem Strich stimmt. Paul Gauselmann kommt schlecht klar mit Wankelmütigen, Zauderern und Wortakrobaten, die nicht „die Butter zu den Fischen kriegen". Er ist sicher nicht bequem, obwohl er diplomatisch sein kann, er ist hart und empfindsam zugleich - auf jeden Fall ist er als Ver­bandsführer und Unternehmer interes­sant. Wir haben ihn nach Einsichten und Aussichten für die neunziger Jahre befragt.

 

Münzautomat: Wie haben Sie ganz per­sönlich die letzten beiden Jahre erlebt und welche Erkenntnisse haben Sie daraus gezogen?

 

neu-1.jpgPaul Gauselmann: Ein bißchen viel für eine Frage. Lassen Sie mich erst einmal sagen, daß diese Jahre die schwersten in meiner Zeit als Verbandsvorsitzen­der und natürlich auch als Unterneh­mer waren. Es hat mir jedoch sehr ge­holfen, daß diese schwere Zeit auch eine Zeit der wirklichen Zusammenar­beit im VDAI war. Immer waren Mit­streiter an der Seite, die sich voll einge­setzt haben und zum richtigen Zeit­punkt an der richtigen Stelle eingreifen konnten. Was wir zuwege gebracht ha­ben, war auch ein Stück wirklicher Ge­meinschaftsarbeit. Zu mir selbst - auch in den harten Aufbaujahren hatte ich eigentlich immer das Gefühl, die Dinge im Griff zu haben. Da gab es Probleme mit Banken, mit Mitarbeitern, mit Kunden und natürlich auch mit Produk­ten, die immer weiterentwickelt wer­den mußten. Es gab aber nie diese Wechselbäder der Politik.

 

Münzautomat: Sind das die Wankelmü­tigen, die Sie nicht so mögen?

 

Paul Gauselmann: Sicher gibt es auch da Wankelmütige, aber nicht mehr, als in jedem anderen Beruf. Nein, diese Wechselbäder sind für die Demokratie systemimmanent, das heißt, sie sind na­türlicher, innerer Bestandteil der De­mokratie. Der Weg der Meinungsbil­dung eines Politikers, eines Ausschus­ses, oder gar des Parlamentes führt über viele Stationen. So hält der Abge­ordnete Rücksprache mit seinen politi­schen Basisorganisationen. Er hört sich in Orts-, Kreis- und Bezirksvor­ständen um, fragt Fachleute und Kolle­gen und schaut natürlich auch mit ei­nem Auge auf die Meinungsbildung bei den anderen Parteien. Ein langer Pro­zeß also, wobei die Dinge ständig im Fluß sind. Wenn Sie heute denken, ei­nen Pflock eingeschlagen zu haben, so hat den morgen schon wieder jemand gelockert.

 

Münzautomat: Manchmal hatte man aber auch den Eindruck, daß die Bran­che selbst sehr hektisch reagiert hat.

 

Paul Gauselmann: Das kann in einem solchen Prozeß sicher mal passieren. Wenn man einen Großteil der Verant­wortung für das Überleben der Bran­che auf den Schultern fühlt, dann ver­sucht man natürlich, jede Chance wahr­zunehmen, jede Gelegenheit für ein Gespräch zu suchen. Als die schlimm­sten Vorschläge für gesetzliche Maß­nahmen vor zwei Jahren auf den Tisch kamen, da stand der Tod der Branche ins Haus, und wir mußten nach jedem sinnvollen, rettenden Strohhalm grei­fen. Außerdem arbeiten ja auch die an­deren Verbände am gemeinsamen Ziel. Da sind mit Sicherheit mal kurzfristig Dissonanzen aufgetaucht, Mißver­ständnisse mußten ausgeräumt wer­den, und ganz ohne Eifersüchtelei geht das ja dann auch nicht ab. Mit dem Er­gebnis können wir aber sehr zufrieden sein. Wir sind an den Aufgaben gewach­sen und stehen rein organisatorisch heute erheblich besser da.

 

Münzautomat: Was heißt das im Kon­kreten?

 

Paul Gauselmann: Vor dieser ganzen Diskussion hatten wir in Bonn keinen Fuß in der Türe. Heute gibt es die IMS, der VDAI hat seine Geschäftsstelle in Bonn, außerdem leistet noch ein weite­res Büro wertvolle Arbeit im politi­schen Raum.

 

Münzautomat: Kommt da nicht der Beigeschmack der Lobbyarbeit auf?

 

Paul Gauselmann: Also wissen Sie, wer da einen Beigeschmack hineininterpre­tiert, der hat von politischer Meinungs­- und Willensbildung keine Ahnung. Wir haben doch nach den ersten Bonner Vorschlägen gemerkt, daß in den Köp­fen vieler Politiker ein völlig falsches Bild über unsere Branche existierte. Dies war geprägt durch Medienberich­te, durch Eingaben einiger sehr einsei­tiger Kommunalpolitiker und durch die grundsätzliche Haltung von Ideologen. Wir hatten durch mangelnde Kontakte nicht einmal die Chance, unsere Mei­nung dagegenzustellen. Verbände un­serer Branche, die in Bonn arbeiten, betreiben heute eine unbedingt nötige Informationspolitik. Sie merken dies auch an vielen Aussagen der Politik in der jüngsten Zeit. Da ist man einfach nachdenklicher geworden, weil auch wir jetzt einmal Fakten und Zahlen auf den Tisch bringen.

 

Münzautomat: Dies ist ja wohl ein un­bedingtes Muß für die Wirtschaft und wurde bei der Münzspielwirtschaft sehr spät erkannt.

 

Paul Gauselmann: Fehler der Vergan­genheit muß man sich nicht immer wie­der vorbeten - man muß daraus lernen, und das haben wir getan. In Bonn prä­sent zu sein, ist nicht nur ein Muß für die Wirtschaft. Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Sportverbände, Um­weltschutzorganisationen und viele mehr versuchen ihre Informationen und Wünsche dort an den Mann zu brin­gen. Die Politiker selbst brauchen die­se Fakten, um sich aus der Vielzahl der Meinungen dann ein Bild zu machen. Übrigens, wer Fehlinformationen streut und sich als unglaubwürdig er­weist, der wird nur einmal gefragt. Es gibt heute allein rund 1400 Bundesver­bände, die beim Deutschen Bundestag registriert sind, damit sie Zugang zu den parlamentarischen Gremien und den Ministerien erhalten. Wir waren da einfach hinten an und haben uns durch die Zwänge der letzten Jahre jetzt eine gute Basis geschaffen.

 

Münzautomat: Von Kennern werden die Ergebnisse, die der Willensbil­dungsprozeß bei den Politikern hervor­gebracht hat, auch begrüßt. Trotzdem gibt es Kritiker.

 

Paul Gauselmann: Wissen Sie, so manch ein Kritiker hat einen schon während der letzten Monate genervt. Konstruktive Kritik hilft ja weiter. Oft habe ich allerdings reines Lamentieren gehört. Wenn wir in Bonn gerade eine Kuh vom Eis hatten, die uns hätte den Kopf kosten können, dann hat diese Tatsache uns wieder etwas Mut ge­macht. Ich kann mich da an eine Ver­bandssitzung erinnern, wo sich just nach einem recht großen Erfolg dann stundenlang über die dreiminütige Zwangspause pro Stunde beim Geld­spielgerät - oder über ähnlich „weltbe­wegende" Dinge - beklagt wurde. Das ist so, als wenn Sie gerade mit dem Le­ben davongekommen sind und sich über die Schramme im Gesicht schier in Selbstmitleid auflösen.

 

Münzautomat: Was auf die Branche zu­kommt ist aber mehr als eine Schram­me im Gesicht.

 

Paul Gauselmann: Damit es da gar kei­ne Mißverständnisse gibt, was auf uns zukommt wird sehr hart sein. Für eini­ge, wenn nicht sogar für viele Betriebe wird es zu hart sein und sie werden es nicht überleben. Es ist aber unsere un­ternehmerische Aufgabe, die Betriebe zu erhalten und sichere Arbeitsplätze zu bieten. Da wir das wollen, müssen wir neue Wege suchen. Solche Proble­me treffen doch nicht nur uns. Viele Unternehmen werden plötzlich von ge­setzlichen Maßnahmen oder Marktver­änderungen getroffen und müssen um­denken. Zu den Maßnahmen möchte ich aber im einzelnen nicht mehr sagen, bis in Bonn die Würfel gefallen sind.

 

Münzautomat: Dürfen wir nochmal Ih­re These von der Überlebensfähigkeit der Betriebe aufgreifen. Wie stark wird sich Ihrer Meinung nach die Branche reduzieren?

 

Paul Gauselmann: Sie werden ja wohl verstehen, daß ich da keine Zahlen nennen kann und will. Schätzungen, die man von Fachleuten hört, gehen bis zu dreistelligen Zahlen. Eines steht je­doch fest, die schnelle Mark, wie in den Jahren der Expansion, wird nicht mehr zu machen sein. Unternehmerische Fehler werden sich wieder böse rächen. Das war in der Vergangenheit nicht im­mer so. Es ging uns wie jeder Branche, die neu ist und recht gut im Wind liegt. Der Kunde nimmt unser elektronisches Spiel doch mit Freude an. Vergleiche mit der Computerwirtschaft sind da durchaus angebracht, auch dort hat sich so langsam die Spreu vom Weizen getrennt. Manch einer hat sich auch durch weit übertriebene Berichte in den Medien anlocken lassen und hatte nicht das nötige unternehmerische Rüstzeug. Da wird es jetzt Bauchlan­dungen geben. Wer dicke Autos und andere Statussymbole der typisch Neu­reichen braucht, um der Umwelt seine unternehmerischen Qualitäten zu be­weisen, der ist mit Sicherheit bei uns fehl am Platze.

 

Münzautomat: Grundsätzlich darf sich doch aber jeder auf seine Weise über den Erfolg freuen.

 

Paul Gauselmann: Das ist grundsätz­lich richtig. Wir sind hier aber nicht in Amerika. Dort wird man oft an der Bar beim ersten Kennenlernen schon nach den Umsätzen gefragt. Wer den neue­sten Porsche oder die größte Behau­sung in der Villengegend hat, der ist ein toller Hecht, und jeder will mit ihm Ge­schäfte machen. Das ist die Go-West­ Mentalität der Einwanderer. Erfolg entfacht keinen Neid, sondern regt eher zur Nachahmung an. Bei uns ist das etwas anders: Jeder Unternehmer sollte sich, wenn er klug ist, am Verhal­ten anderer orientieren. Deshalb muß man ja nicht als graue Maus durch die Gegend laufen, man muß aber auch nicht als Paradiesvogel auftreten. Wer wirklich mit dem Aufbau seines Unter­nehmens beschäftigt ist, der hat dafür auch gar keine Zeit und gibt dafür auch kein Geld aus. Sie werden sehen, daß mancher Paradiesvogel demnächst ab­stürzt - oder zumindest ganz schnell umdenken muß. Was die Betriebe jetzt brauchen, das ist eine gute Eigenkapi­taldecke und die muß sich auch ein Un­ternehmen zusammensparen.

 

Münzautomat: Kehren wir mal zurück zu den selbstbeschränkenden Maßnah­men. Die Branche hat sich erstmalig so weitreichende Selbstbeschränkungen auferlegt. Wie schätzen Sie die Durch­setzbarkeit ein?

 

Paul Gauselmann: Zur Überwachung dieser Selbstbeschränkungen ist eine Schiedsstelle vorgesehen. Alle Herstel­ler haben sich dabei selbst hohe Kon­ventionalstrafen auferlegt. Wenn die Sache den Bundesrat passiert hat, wird gelten, daß bei einer Überschreitung der Selbstbeschränkungen pauschal 100000 Mark fällig sind und für jedes auf den Markt gebrachte Gerät noch einmal 1000 Mark gezahlt werden müs­sen. Wenn Sie sich die verschiedenen Selbstbeschränkungen ansehen, so werden Sie feststellen, daß rund 90 Pro­zent in Händen der Industrie liegen. Diese Unternehmen gehen mit Ver­nunft an die Sache, denn sie wollen auch morgen noch entwickeln und pro­duzieren. Wir haben quasi einen richti­gen Vertrag mit der Bundesregierung geschlossen, der wurde über viele Mo­nate verhandelt, und wir werden den auch von unserer Seite voll erfüllen.

 

Münzautomat: Sind solche Maßnah­men auch für andere Branchenstufen sinnvoll, denn dort sind es ja 5000 bis 6000 Unternehmen, die sich daran hal­ten müssen?

 

Paul Gauselmann: Ich möchte dazu nicht Stellung beziehen. Dies müssen die Organisationen dieser Branchen­ stufen selbst entscheiden. Grundsätz­lich werden aber die Aufstellverbände auch bei ihren Mitgliedern strenge Maßstäbe anlegen müssen. Wir haben uns schließlich alle zur Einhaltung ver­pflichtet. Und ich kann Ihnen sagen, wenn wir es nicht schaffen, dieses Ver­sprechen auch einzuhalten, dann ste­hen mit Sicherheit gesetzliche Maßnah­men ins Haus, die viel härter ausfallen werden. Auf einen unverlässlichen Part­ner nimmt dann nämlich niemand mehr Rücksichten. Wir haben dann auf lange Zeit unsere Glaubwürdigkeit ver­loren.

 

Münzautomat: Für die einschränken­den und belastenden Maßnahmen muß es aber doch einen gewissen Ausgleich geben. Alle politischen Parteien haben gesagt, daß sie die Branche in ihrer Exi­stenz akzeptieren und sie nicht abschaf­fen wollen. Dann müssen ja auch Ge­genleistungen erfolgen, wenn die Be­triebe nicht erdrosselt werden sollen.

 

Paul Gauselmann: Zu einem Ausgleich der enormen Belastungen ist man ja auch grundsätzlich bereit. So soll die Mehrwertsteuer ja künftig bei Zähl­werken ihrer Steuersystematik entspre­chend auf den Spielpreis aufgeschlagen werden und damit auf den Spieler ab­wälzbar sein. Auch die Belastungen der Vergnügungssteuer treffen die Bran­che hart. Es wird also ein Steuerbetrag x auf den Spieleinsatz aufgeschlagen werden müssen. Zählt man die allge­meinen Kostensteigerungen seit 1976­ seit diesem Jahr ist der Spieleinsatz von 30 Pfennigen festgeschrieben - zusam­men, so ergibt dies fast 50 Prozent. Rechnet man die Mehrwertsteuer und die anderen steuerlichen Belastungen hinzu, so müßte eine weit höhere Spiel­preisanhebung herauskommen, als sie zur Zeit diskutiert wird. Wenn der Staat uns enorme Belastungen auferlegt, dann muß er auch Zugeständnisse ma­chen, sonst funktioniert das nicht.

 

Münzautomat: Vielleicht soll es nicht funktionieren?

 

Paul Gauselmann: Nein, das glaube ich nicht. Vielleicht gibt es einige Politiker, die das wollen, aber das ist nicht die entscheidende Mehrheit in Regierung und Opposition. Außerdem sollten wir nicht vergessen, daß ein wesentliches Ziel dieser ganzen Diskussion, nämlich die Eindämmung der Spielhallenflut, wenn es sie je gegeben hat, längst er­reicht ist. Heute eine neue Spielhallen­konzession zu erhalten, ist doch fast so schwer wie sechs Richtige im Lotto zu treffen. Da haben die Städte ja einen gewaltigen Riegel vorgeschoben und die neuen baugesetzlichen Regeln vom 21. Dezember 1989 geben ihnen wei­tere Rechte. Die Politik muß einsehen, daß wir jedoch auch künftig Geld für Investitionen brauchen. Wie sollen wir sonst Fassaden verschönern und unsere Spielstätten noch besser und kommu­nikationsfreundlicher machen? Außer­dem müssen sich die Politiker darüber im klaren sein, daß mit Blick auf 1992 große und finanzstarke Unternehmen aus dem Ausland schon jetzt in den deutschen Markt drängen. Meist aus Ländern, in denen es schon eine starke Konzentration in diesem Bereich gibt.

 

Wenn deren volle Kassen auf unsere überstrapazierten treffen, dann fällt uns der Erhalt der Branchenstruktur schwer. Es kann aber nicht der Wille des Gesetzgebers sein, daß auch bei uns plötzlich nur noch riesige Aufstel­lungen existieren und viele mittelstän­dische Betriebe die Tore schließen müs­sen. Wer aber am Markt mitmischen will, der muß auch Geld für die nötigen Investitionen haben und darf sich nicht von einem Steuertermin zum nächsten schleppen müssen. Dies ist gar nicht übertrieben, wenn Sie sehen, wie man­che Betriebe von Kommune und Bund in die Zange genommen werden.

 

Münzautomat: Trotzdem mit Mut in die Neunziger?

 

Paul Gauselmann: Na klar, der hat mich noch nie verlassen und ich sehe auch jetzt keinen Anlaß dazu. Ganz im Gegenteil. Die neunziger Jahre werden mit Sicherheit wieder viel mehr Ruhe ins Geschäft bringen, weil wir mit ge­setzlichen Rahmenbedingungen arbei­ten können. Die Politik will keine er­neute Diskussion mehr, die sich wieder über Jahre hinzieht, und die Branche könnte sie nicht verkraften. Wir wer­den mit schmaleren Gewinnen leben lernen müssen. Mit Sicherheit müssen alle Betriebe mit mehr unternehmeri­scher Phantasie geführt werden. Über­all wird die EDV Einzug halten, Zettel­wirtschaft wird tödlich sein. Ich bin mir sicher, daß wir unter diesem Druck ganz neue Formen der Unterhaltung mit Spielgeräten finden werden. Zwar sind die Unterhaltungsgeräte mit Geld­gewinn nach wie vor die Säule des Ge­schäfts, doch schon jetzt treten Sport­spiele, Punktespiele und andere neue Formen mit großen Erfolgen daneben. Wer sich allerdings nicht um diese neu­en Wege kümmert, für den kann der Zug eines Tages abgefahren sein. Wenn wir uns in der Industrie nicht ständig neuen Aufgaben stellen, dann haben auch wir als Unternehmer versagt. Dies gilt aber für alle Branchenberei­che. Denken Sie nur daran, daß in der Gastronomie etwa 100.000 Einrichtun­gen ohne Spielgeräte sind. Ein breites Feld für kluge Köpfe. Da muß man halt mal schnell reagieren und einem Sport­zentrum auch Sportgeräte anbieten. Wir lassen viele Marktlücken noch un­besetzt. Wenn wir uns wandeln und noch besser werden, sehe ich für die Branche eine recht gute Zukunft.

 

Münzautomat: Zweckoptimismus?

 

Paul Gauselmann: Nein, sonst müßte ich meine Arbeit im Industrieverband, mein Unternehmen und meine eigene Zukunft konsequenterweise in Frage stellen und in Rente gehen. Das könnte auch angenehm sein. Ich habe jedoch noch viel vor und denke vorwärts. Wer das nicht tut, der wird auch nicht vor­wärtskommen - ohne es zu wissen, ist schon der Rückwärtsgang eingelegt.

 

Münzautomat: Vielen Dank für das Gespräch.     

 

 

Schlechte Geschäfte

 

 

Erneut Umsatzminus der Spielgeräte­wirtschaft

Einbußen von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr

 

Während die Wirtschaft in der Bun­desrepublik boomte und 4 Prozent zu­legte, mußte die Münzspielbranche er­neut ein Umsatzminus von 1,4 Prozent hinnehmen. Geringen Trost gibt die Tatsache, daß 1988 noch ein Rückgang von 4,2 Prozent verkraftet werden mußte. Wenn das Umsatzbarometer auch etwas freundlicher ist, so kann jedoch kein Wirtschaftszweig mit stän­dig sinkenden Zahlen leben. Vor allem dann, wenn der Umsatzrückgang von 1,4 Prozent noch durch Rückkäufe der Industrie geschönt ist. Da der Markt von älteren Geräten freigekauft wur­de, geben die Industrie- und Handels­umsätze kein realistisches Bild der tat­sächlichen Nachfrage. Ohne die gerin­gen Pluswerte von Handel (1,7 Pro­zent) und Industrie (1,9 Prozent) zeigt sich innerhalb der Gesamtbilanz bei den Aufstellern ein Minus von 2,6 Pro­zent.

 

 

(Un)Freiwillige Selbstbeschränkung

 

Um „Negativeinstellungen der Medien entgegenzuwirken“, und „bestimmten politischen Richtungen den Boden zu entziehen“, kastriert die Industrie „freiwillig“ die Attraktivität ihrer Spielgeräte. Zudem läuft bereits die Übergangsfrist der gesetzlichen Regelung, nach der ab 1995 pro 15qm Spielhallenfläche nur noch ein Geldspielgerät aufgestellt werden darf (höchstens 10). Dies sollt den „Spielhallenboom“ in den Innenstädten entgegenwirken. In der Summe ist die Branche –mal wieder- kurz vor dem Abgrund.

 

 

Selbstbeschränkung ohne jeden Vorbehalt

 

Die Änderung der Spielverordnung sorgten auch auf der Mitgliederversamm­lung beim Automa­ten-Verband Saar (AVS) für erhitzte Ge­müter. Wollte doch jeder den aktuellen Stand der Lage ge­nau wissen. Nicht zu­letzt IMS-Geschäfts­führer Heinz Warneke und Hans Dieter Mor­genstern trugen ne­ben dem AVS-Vorsit­zenden Klaus Quint zu etwas mehr Klar­heit bei den momen­tan herrschenden Problemen bei.

 

Zuvor jedoch widmete sich Klaus Quint der freiwilligen Selbstbe­schränkung. „Die Gesamt­branche, also Industrie, Großhandel und Aufstel­ler, hat am 15. November 1989 selbstbeschränkende Maßnahmen beschlossen, um diesbezüglichen Be­strebungen bestimmter po­litischer Richtungen den Boden zu entziehen und der Negativeinstellungen der Medien entgegenzuwir­ken."

 

Hierzu führte der Vorsit­zende im einzelnen aus, daß hinsichtlich von Geld­spielgeräten folgendes ver­einbart worden sei:

-       Die Höchstzahl der durch Kumulierung erzielbaren Sonderspielgewinne muß von 200 auf 150 zurückge­führt werden.

-       Die Speichermöglichkeit auf dem Münzspeicher ist von 100 Mark auf 50 Mark zu senken.

-       Die Speichermöglichkeit auf dem Gewinnspeicher ist auf maximal 50 Mark festzulegen.

-       Die Risikoleiter ist auf 50 Sonderspiele zu begren­zen.

-       Eine Zwangspause von drei Minuten ist nach einer Stunde ununterbrochenen Spielens einzurichten.

-       Warnhinweise hinsicht­lich eines übermäßigen Vielspielens sind anzubrin­gen.

-       Die Werbung in Medien innerhalb und außerhalb der Branche ist einzu­schränken.

-       In Spielhallen ist dafür zu sorgen, daß gleichzeitig nicht mehr als an zwei Ge­räten gespielt werden kann.

 

Klaus Quint bat die Mit­glieder eindringlich darum, diese freiwilligen, selbstbe­schränkenden Maßnah­men ernst zu nehmen und vorbehaltlos in die Praxis umzusetzen.

Über die drastische Erhö­hung der Gefahrenklasse für Automatenbetriebe durch die Verwaltungs-Be­rufsgenossenschaft infor­mierte Vorstandsmitglied Antz. Dies sei im Hinblick auf die in den letzten Jah­ren zunehmenden Raub­überfälle auf Spielhallen er­folgt, bei denen Aufsichts­personal zu Schaden kam.

 

Antz stellte fest: „Die grundsätzliche Erhöhung der Gefahrenklasse ist nicht wirksam zu bekämp­fen, sondern immer nur die jeweilige in Ansatz ge­brachte Höhe kann zur Überprüfung gestellt wer­den."

 

Am 31. Dezember 1990 ist es soweit: Die erste Übergangsphase der Ver­ordnung zur Änderung der Spielverordnung vom 11. Dezember 1985 läuft ab. Die Bedeutung dieser Re­gelung erläuterte der Justi­tiar des Verbandes, Rechts­anwalt Max Schirber. „Die Übergangsregelung sagte aus, daß die bis zum 19. Dezember 1985 konzes­sionierten Spielhallen von der Neuregelung, die nur noch die Aufstellung von höchstens zehn Geldspiel­geräten unter Zugrundele­gung einer Grundfläche von 15 Quadratmetern pro Gerät gestattet, ausgenom­men wurden. Ab 1. Januar 1991 bis zum 31. Dezember 1995 dürfen nur noch 2/3 der vorher zulässigen An­zahl von Geldspielgeräten in Betrieb gehalten werden."

 

 

Nochmal die erschreckenden Auswirkungen der baulichen Beschränkungen, weil manche Aufsteller es wohl nicht glauben wollten.

 

Spielverordnung

Die große Abräume am 31. Dezember

 

Selten haben wir mit einem Be­richt soviel Resonanz gehabt wie mit dem über die „Große Abräu­me" im September-Heft. Dieses heikle Thema bewegt die Spiel­stättenbetreiber: Bis zum 31. De­zember 1990 muß ein Drittel der Geldspielgeräte abgeräumt wer­den. Ein weiteres Drittel Ende 1995. Rechtsanwalt Horst Riemer weist hier noch einmal auf die baurechtlichen Änderungen hin:

 

Die Übergangsregelung der Spielver­ordnung für Spielhallen wird jetzt wirk­sam. Nunmehr muß in Spielhallen al­ten Rechts die aufgestellte Gerätezahl so reduziert werden, daß nur noch zwei Drittel der bisher zulässigerweise auf­gestellten Geräte aufgestellt bleiben dürfen. Dies bedeutet also im Regelfall, daß am 1. Januar 1991 in Altkonzessio­nen nur noch zwei Geldspielgeräte ste­hen dürfen.

 

Nach einer Schätzung müssen etwa 10 000 bis 13 000 Geldspielgeräte abge­baut werden.

 

 

Gegen die PTB und gegen die selbstbeschränkenden Maßnahmen gab es in der Branche erheblichen Widerstand. Die Attraktivität der Geräte wurde beschränkt, doch die „überfällige“ Spielpreiserhöhung immer weiter hinausgezögert. Sie sollte dann 1992 kommen, und zu Umsatzeinbußen führen! Die Spieler nahmen die 40Pf Geräte in Verbindung mit massiv gekürzten Auszahlquoten nicht an, und für erfolgreiche 30Pf Geräte wurden auf dem Gebrauchtgerätemarkt Höchstpreise gezahlt.

 

Nicht päpstlicher als der Papst

 

Die Tätigkeit der Physikalisch - Technischen Bundesanstalt (PTB), die als Geneh­migungsbehörde für jedes neue Gerät ihr Okay geben muß, erweist sich immer mehr als Bremsklotz. In ihrer Genehmigungspraxis wirkt sie ausgesprochen restriktiv. Die Band­breite ihres Entscheidungsspielrau­mes würde in vielen Fällen durchaus Neuheiten gestatten, die heute von ihr abgelehnt werden... "

 

Diese Aussage ist nicht von mir. Wie käme ich auch zu so einer Behörden­schelte! Auch hat sich kein anderer aus unserer Branche getraut, so unverhehlt auszusprechen, was insgeheim vermut­lich von den meisten gedacht wird. Die eingangs zitierte Feststellung ist vom Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung so getroffen worden. Einer Institution, an deren Neutralität und Seriosität es keine Zweifel gibt.

 

Über Jahre hat das Institut die Unterhaltungsautomatenwirtschaft gründlich beobachtet. Die Einnahme­situation bei Geräten mit und ohne Geldgewinnmöglichkeit beurteilt es (ebenfalls wörtlich zitiert) so: „Ganz abgesehen von der Tatsache, daß die Einnahmen aus Geldspielgeräten auf­grund der zunehmend wachsenden Ver­gnügungssteuerbelastung permanent geschmälert werden, haben sich auch die Brutto-Einspielergebnisse in jünge­rer Zeit erheblich reduziert."Dieser Trend werde sich fortsetzen, prognosti­ziert das Wirtschaftsforschungs-Insti­tut.

 

Nach dem Beschluß des Bundesrats ist die Abwälzbarkeit der Mehrwertsteuer nun endlich entschie­den. Doch hat sich das zum Ausgleich von der Bundesregierung versprochene 40-Pfennig-Spiel gegen eine Länder­mehrheit nicht durchsetzen lassen.

 

Nachdem die letzte Spielpreiserhö­hung vor über 14 Jahren, 1976, stattge­funden hat, wäre jetzt auch unter nor­malen Umständen eine Angleichung überfällig gewesen. Erst recht aber zum Ausgleich des erheblich steigenden An­teils der Umsatzsteuer am Spieleinsatz. Wird also letztlich wieder vom Aufstel­ler aus einer sowieso geschmälerten Kasse bezahlt werden müssen.

 

Was wird nun aus den freiwilligen selbstbeschränkenden Vereinba­rungen der Spitzenverbände unserer Branche? Reduzierung der Speicher­möglichkeit, Zwangsunterbrechung bei Dauerspiel, Unterbindung des Spie­lens an mehr als zwei Geräten und so weiter? Und Einbau manipulations­sicherer Zählwerke, die uns der Gesetz­geber aus juristischen Gründen nicht aufzwingen kann? Unsere Branche war bekanntlich mit freiwilligen Selbst­verpflichtungen in die Bresche gesprun­gen.

Allerdings im Rahmen eines Pakets, worin auch wenigstens die Sicherung des realen Einkommens durch Spielpreis-Angleichung vorgesehen war. Dieses Paket ist nun aufgeschnürt worden. Es wäre eine menschliche Reaktion, jetzt auch die gemachten Selbstbeschränkungs-Zusagen zurückzuzie­hen.

 

Ob es ein kluge Reaktion wäre, ist eine andere Frage! Immerhin wird in den selbstbeschränkenden Vereinbarungen der erklärte Wille des Deut­schen Bundestages nach seinem Be­schluß vom 20. April 1989 umgesetzt. Wenn nun der Bundesrat da nicht voll mitzieht, muß seinem schlechten Beispiel nicht gefolgt werden.

 

Unsere Spitzenverbände werden eine Entscheidung treffen müssen, die in unser aller Interesse ist. Gegebe­nenfalls erneut Überzeugungsarbeit leisten, um auch Nichtmitglieder bei der Stange zu halten. Das Bekenntnis zur Selbstbeschränkung muß lücken­los, also hundertprozentig sein.

 

Wenn dann abermals von unserer Branche Vorleistungen erbracht werden, darf sie wohl erwarten, daß sich der Gesetzgeber auf seine Fürsorge­pflicht besinnt. Da wir unseren Spiel­preis nicht selbst kalkulieren dürfen, besteht ein juristisches und politisches Recht auf Angleichung. Das 40-Pfen­nig-Spiel Spiel wird zu Beginn der nächsten Legislaturperiode verstärkt notwendig werden. Dann ist die erste Übergangs­frist der Spielverordnungs-Novellie­rungvon 1985 abgelaufen. Eine Minderung um rund 12.000 Geräte wird dann zusätzlich zu verkraften sein.

 

Wie der Spielgast auf real geringere Auszahlquoten reagieren wird, weiß niemand. Die Unterhaltungsautoma­tenindustrie wird sich eine Menge ein­fallen lassen müssen, um ihn weiterzu faszinieren. Dazu sollte aber die PTB die eingangs zitierten Fesseln lösen. Sie muß doch nicht noch restriktiver als der Gesetzgeber sein, päpstlicher als der Papst.

 

 

Steuern

 

Anfang 1990 war die Diskussion um die Besteuerung der Gewinne der Automatenaufsteller in vollem Gange. Die Steuerbehörden warfen den Aufstellern seit Jahren vor, nur einen Teil der Einnahmen zu versteuern. In einer langwierigen Debatte wurden von der Bundesregierung  so genannte „Faktoren“ beschlossen, also einen Multiplikator, mit dem die gemeldeten Einnahmen versteuert werden. Dieser stiegen jährlich von 1,5 auf 2,5. Die Automatenwirtschaft witterte Erdrosselung und erklärte sich bereit, in Neugeräte ab Herbst 1990 Zählwerke einzubauen, die die echten Einnahmen nachweisen. Auf diese Einnahmen wird dann die Mehrwertsteuer gerechnet. Die Automatenindustrie wälzte die MwSt auf den Spielgast ab. Seitdem steht im Spieltext ähnlich „mindestens 60% der Einsätze abzüglich der MwSt von (damals) 14%) werden ausgeschüttet“. Diese Verminderung der Auszahlquote unter 60% sollte die Automatenindustrie in den folgenden Jahren stark treffen, denn die Spieler waren Auszahlquoten um 70% gewohnt und bemerkten den Unterschied sehr wohl. Der gleichzeitig gestiegene Einsatz von 30 auf 40 Pf führte nicht zu Mehreinnahmen, sondern eher zur Zurückhaltung der Kundschaft.

 

 

 

Interview des Automatenmarktes mit Paul Gauselmann zur IMA 1990

 

(?) Herr Gauselmann, ein neues Jahr­zehnt hat begonnen, wir stehen damit an der Schwelle zu einem neuen Jahr­tausend. Was zeigt sich da in Ihrem Blickfeld, wenn Sie zurück und vor­wärts schauen?

(!) Eines steht fest: Was unsere Branche im letzten Jahrzehnt durchgemacht hat, vor allem in den letzten Jahren, um erwach­sen zu werden, das kann einer Branche nur einmal zugemutet werden! Es ist wohl nie die Thematik eines Wirtschaftszwei­ges so lang und so ausgiebig in den Me­dien, in Bundes- und Landesregierungen diskutiert worden wie unsere. Meistens nicht zu unserer Freude. Anfangs überwie­gend emotional.

(?) Wel­che politischen Entscheidungen sind noch nicht abgeschlossen?

(!) Da ist einmal die neue Spielverordnung noch im Umlauf Sie ist abgestimmt auf die Mehrwertsteuer-Problematik, die wie­derum Folge eines Prozesses ist, der im Ur­teil vordem Bundesfinanzhof 1987 gegen uns ausgegangen war. Im Urteil wurde nicht nur die Zulässigkeit des Multiplika­tors festgeschrieben. Er sei mit 1,5 viel zu niedrig und müsse eigentlich 3,1 betragen (so der Bundesrechnungshof). Anhebun­gen solcher Art können den Politikern mei­stens nicht schnell genug gehen. Dass man hier im Rahmen der Steuergesetzgebung­ und das ist der dritte Komplex - zu einem maßvollen Anstieg finden wird, ist das Er­gebnis zäher Verhandlungen. Zum Glück können wir Wirtschaftsdaten aus dem Be­triebsvergleich vorweisen. Das hat sehr po­sitiv zum Verhandlungsklima beigetra­gen. Im Klartext: Was zur Zeit verhandelt wird, ist eine Veränderung des Faktors 1,5 auf Faktor 2 am 1. Januar 1991. Am 1.7.1992 kommt der Faktor 2,5. Und ab 1. 1. 1995 entfällt jeglicher Faktor. Das heißt es wird dann nach Umsatz-Zählwerken abgerechnet oder geschätzt. Aber wohlge­merkt ist das der Vorschlag von CDU ­CSU und FDP in Bonn einschließlich des Finanzministeriums. Zustimmen muss noch der Bundesrat.

(?) Die Entscheidung darüber war schon zum Jahresende angekündigt worden. Weshalb und wie lange wird sie nun hinausgeschoben? Und welche Schwie­rigkeiten entstehen möglicherweise von Seiten der Technik in der Umset­zung?

(!) Ich rechne damit, dass die neue Spielver­ordnung am 16. Februar beschlossen wird und am 1. März in Kraft tritt. Dann kann die Industrie damit beginnen, Geräte nach den neuen Maßgaben zu entwickeln .und der PTB zur Zulassung einzureichen. Dann können ungefähr im Frühherbst, vielleicht im Oktober, die ersten Geräte der neuen Generation auf den Markt kommen. Die haben dann alle vom ersten Tag an Zählwerke. Dann wird die Mehr­wertsteuer so abgerechnet, wie sie nach der Gesetzgebung auch richtig ist. Es gibt dann für diese neuen Geräte keinen Multi­plikator mehr.

(?) Zählwerke! Damit haben Sie ein Reiz­thema angesprochen. Was hat es damit auf sich?

(!) Das Zählwerk ist eingebettet in die Forde­rungen, die uns von den Politikern aufer­legt worden sind. Sie können das im Bun­destagsprotokoll nachlesen. Es sollte im Spiel- oder Steuerrecht untergebracht wer­den. Im nachhinein stellte man fest, dass  dies nicht so ohne weiteres aus verfassungsrechtlichen Gründen möglich ist. Um dies mal ganz klar herauszustellen: Da sind die Geldspiel-Hersteller einstimmig in die Bresche gesprungen und haben von sich aus den Einbau von Zählwerken  beschlossen. Allerdings mit der Maßgabe dass dies nicht zu Lasten des Aufstellers geht, sondern dieser die von ihm bringende Mehrwertsteuer auf den Konsumenten, sprich Spielgast, abwälzen kann. So wie es das System dieser Steuern vorsieht. Nach 30 Jahren sind wir auf dem Sektor Mehrwertsteuer endlich nicht mehr durch einen willkürlichen Faktor erpressbar. Wir zahlen unsere Steuer gemessen an dem, was wirklich hereinkomme nämlich 14 Prozent Mehrwertsteuer auf die Kasse und auf den Gewinn des Spielers   Nicht mehr aufgrund von Schätzungen.

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Börsengänge

 

Lange vor dem Börsenboom 1999/2000 dachte die Gauselmann AG an den Börsengang. Schade dass es nicht geklappt hat, ich hätte mich gerne an dem Unternehmen beteiligt und wäre zur Hauptversammlung gefahren. Wer weiß, vielleicht würden die Wirtschaftsjournalisten dann heute die Goldserie lesen. Aber es wurde nichts, die Gauselmann AG ist heute immer noch fest in Familienhand.

 

 

Gang an die Börse

Gauselmann Zentralverwaltung unter Dach einer Aktiengesellschaft

Paul Gauselmann bekräftigt sein Versprechen: Vorkaufsrechte für Branchenangehörige.

 

Zur IMA wurde die Umwandlung der Unternehmensgruppe Gausel­mann in eine Aktiengesellschaft ange­kündigt. Der erste Schritt ist inzwischen getan: Bereits seit Mitte Jun wird die Zentralverwaltungsgesellschaft mit Sitz in Espelkamp im Handelsregister als AG geführt. Mit der Änderung der Rechtsform wurde gleichzeitig das Stammkapital auf eine Million Mark erhöht.

 

Die Zentralverwaltung schließt die Bereiche Personal, Kommunikation Dienstleistung, Verwaltung und Finanzbuchhaltung zusammen. Ausgenommen von der neuen Rechtsform bleiben vorläufig die Bereiche Produktion, Großhandel und Spielotheken Die werden nach wie vor als Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) geführt.

 

Die Umwandlung des Familienunternehmens in eine Aktiengesellschaft wurde bereits seit Jahren angestrebt. Wie gegenüber Journalisten erklärt wurde, bleibt das Aktienkapital in Händen der Familie Gauselmann. In etwa vier oder fünf Jahren, so der stellvertretende Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit Siegmund Kolthoff, sollen die ersten Gauselmann-Aktien zunächst an Kunden und Mitarbeiter weitergegeben werden. Im »AutomatenMarkt« hatte Paul Gauselmann schor vor Jahren das Versprechen abgegeben daß Branchenangehörigen ein Vorkaufsrecht eingeräumt wird.

 

Noch in den neunziger Jahren, so Kolthoff, könne dann der endgültige Schritt an die Börse vollzogen werden. In jedem Fall bleibe aber die Aktienmehrheit bei der Familie Gauselmann.

 

Die Umwandlung zur Aktiengesellschaft sei vor dem Hintergrund des stetigen Wachstums des Unternehmen getroffen worden. Auch der Generationswechsel im Hause habe dabei eine nicht unbedeutende Rolle gespielt. Als noch relativ junges Unternehmen wolle man die Umwandlung in eine AG behutsam vollziehen.

 

 

Auch der Konkurrent NSM-Löwen dachte an den Börsengang. Während bei Gauselmann wohl die Firmenfortführung nach dem bald erwarteten Abtritt von Paul Gauselmann (die bis heute immer noch nicht erfolgt ist!) im Vordergrund stand, waren es bei NSM-Löwen schwere wirtschaftliche Probleme. Welche sich auch nicht mehr bessern sollten, bis sie in den Schoß der Novomatic fielen.

 

 

Hersteller erweitert Programm und plant den Gang an die Börse

 

Das im Jahre 1949 gegründete Unternehmen nutzt seine stabile Firmenkonjunktur im traditio­nellen Automatengeschäft für den Transfer seines Know-hows in neue Produkte und Märkte. Die Voraussetzungen zur Siche­rung zukünftigen Wachstums wurden jetzt durch die Umwand­lung der NSM Apparatebau GmbH & Co. KG in eine Aktien­gesellschaft geschaffen. Der Gang an die Börse ist aber erst mittelfristig geplant.

 

Auf der kombinierten Gesellschaf­ter- und Aufsichtsratssitzung wurde rückwirkend zum 1. Januar 1990 die Umwandlung der NSM-Apparatebau GmbH&Co. KG in die NSM Aktienge­sellschaft beschlossen. Damit konnte ein umfassendes Umstrukturierungs­programm der ehemals 56 Gesellschaf­ten zählenden Unternehmensgruppe abgeschlossen werden.

 

Zur AG gehören die Töchter Löwen­ Automaten Gerhard W. Schulze GmbH (Automatengroßhandel mit bundesweit 25 Niederlassungen),GES, Gesellschaft für Elektronische Spiele GmbH (Automatenaufstellung; Fusi­on sämtlicher Aufstellaktivitäten zum 1. Januar 1991) und Loewen America Inc., Chicago,  (Import und Vertrieb von Automaten und CD-Wechsler-Produk­ten).

 

Zukünftig werden die Produktlinien münzbetätigte Musik- und Unterhal­tungsautomaten unter dem für dieses Segment traditionellen Löwen-Logo und alle anderen Produktlinien unter dem NSM-Logo vermarktet.

 

Das Aktienkapital der Gesellschaft von 25 Millionen Mark (plus Rückla­gen von 15 Millionen Mark) wird von den beiden Gründerfamilien Menke und Schulze zu je 50 Prozent gehalten.

 

Für das laufende Geschäftsjahr wird weltweit ein Umsatz von 315 Millionen Mark (1989: 287 Millionen Mark) erwar­tet.

 

Konsequente Analyse der eigenen Stärken war Voraussetzung für eine ehr­geizige Diversifikationsstrategie des Unternehmens:

 

Hohe Fertigungstiefe und Anwen­dung modernster Elektronik in Verbin­dung mit hochwertiger Mechanik und ausgefeilter Software haben NSM zu ei­nem weltweit bedeutenden Produzen­ten von münzbetätigten Unterhal­tungs- und Musikautomaten gemacht. Dieses Know-how ist nun auch Basis für ein Diversifikationsprogramm für völlig andere aber dennoch artverwand­te Produkte. So zum Beispiel für die Entwicklung von High-Tech Problem­lösungen auf den Gebieten der Daten­- und Dienstleistungsautomatisierung, bei CD-ROM Verwaltungssystemen („CD-ROM Jukebox"), für die Ent­wicklung digitaler Musik-Übertragungssysteme. Für die IBM werden Da­tenträger in Reinräumen hergestellt. Von IBM wurde N S M gerade zum sieb­ten Mal in ununterbrochener Reihen­folge mit dem Qualitäts-Zertifikat aus­gezeichnet. Nur zehn Lieferanten aus 1500 erhalten diese Auszeichnung jähr­lich. Der nächsterfolgreiche Lieferant hat diese Auszeichnung dreimal erhal­ten.

 

Wachstum im angestammten Ge­schäft wird schwieriger. Die nach wie vor wichtigste Produktsparte Geldspiel­automaten unterliegt immer stärker staatlichen Beschränkungen. Öffentli­che Diskussionen über starke Expansi­on von Spielstätten und damit verbun­denem exzessiven Spielverhalten be­schränkten sich im wesentlichen auf den gewerblich zugelassenen Unterhal­tungsspielbetrieb mit und ohne Ge­winnmöglichkeiten. Städte und Kom­munen, die sich gleichzeitig um lukrati­ve Casinostandorte und Dependancen für „Einarmige Banditen" bewerben, fordern immer weitergehende Be­schränkungen und greifen mit Vergnü­gungssteuereinführungen oder -erhö­hungen dem Automatenbetreiber empfindlich in die Kasse, um so steu­ernd auf die Aufstellplatzverteilung Einfluß zu nehmen.

 

Unterhaltungsspiele mit Gewinn­möglichkeit (Geldspielautomaten) können nur in gastronomischen Betrie­ben und Spielhallen aufgestellt werden. Die Zahl dieser Aufstellmöglichkeiten ist ausgeschöpft und damit nachhalti­ges Wachstum in der Bundesrepublik nicht möglich. Für die NSM AG beste­hen daher Expansionsmöglichkeiten für diese Sparte nur durch Verdrän­gungswettbewerb und auf neuen Märk­ten wie zum Beispiel in der DDR und im Export.

 

Dabei verfolgt das Unternehmen die Geschäftspolitik, nur für solche Länder Geldspielgeräte anzubieten, in denen es eine gesetzliche Grundlage für deren Betrieb gibt. Zu diesen Ländern gehö­ren Holland, die Schweiz (wenige Kan­tone), Spanien, England und dem­nächst auch die DDR. In einigen Län­dern des ehemaligen Ostblocks sind Ansätze für eine gesetzliche Regelung zu finden (Ungarn).

 

Die Herstellung von „Einarmigen Banditen" oder „Slotmachines" für den Betrieb in Casinos und auf Kreuzfahrt­schiffen wird von dem Unternehmen nicht betrieben.

 

Das traditionsreiche Musikautoma­tengeschäft erlebt durch den Erfolg der Compact Disc (CD) eine starke Expan­sion. Die Umstellung derüber eine Mil­lion Musikboxen, die weltweit noch aufgestellt sind, ist in vollem Gange. NSM ist weltweit die Nummer zwei in diesem Geschäft und wird in diesem Jahr nach Jahren des stetigen Rück­gangs einen neuen Produktionsrekord erreichen. Doch nicht nur die Umstel­lung von alt auf neu findet statt; auch neue Aufstellmöglichkeiten werden mit dieser modernen Technik erschlos­sen. Eine einzigartige CD-Wechsler ­Technik, plattenschonend und die schnellste auf dem Weltmarkt, hat we­sentlichen Anteil an der Entwicklung. Zum Jahresende wird NSM die Pro­duktion gegenüber dem Vorjahr ver­vierfacht haben.

 

Schon frühzeitig reagierte das Unter­nehmen auf die öffentliche Diskussion im Zusammenhang mit dem Geldspiel mit neuen Marketingstrategien für nicht kritisch gesehene Produkte im Automatenbereich und begann außer­dem als Zulieferbetrieb die Zusam­menarbeit mit IBM.

 

 

Dazu ein bisschen Selbstdarstellung:

 

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Trennwände

 

Zum Spielerschutz soll dieser nur noch an maximal zwei Geräten gleichzeitig spielen. Dazu müssen Trennwände errichtet werden. Wie ist das baulich umzusetzen?

 

 

Problemlösungen: Nur noch zwei Spielern an Unterhal­tungsautomaten mit Geldgewinnmöglichkeit soll die Gelegenheit genommen werden, an mehr als zwei Geräten gleichzeitig zu spielen. Diese Aufforderung des Deutschen Bundestages vom 20. April 1989 hat unsere Branche in ihre freiwilligen selbst­beschränkenden Verein­barungen aufgenommen.

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Die Vereinbarungen zeigen jetzt Wirkung. Schon seit einiger Zeit bemühen sich Spielstät­tenbetreiber, bei Neueinrichtungen diese Auflage zu erfüllen. Zum Teil sind auch schon länger bestehende Betriebe danach umgestaltet worden.

 

Wir haben uns nach Problemlösun­gen umgesehen, die sich zum Nach­machen eignen. Einige Beispiele sind auf den Bildern zu sehen. Die Auf­nahmen wurden uns von Voblo und Wertplan zur Verfügung gestellt.

 

Daß manche Spielstättenbetreiber sogar noch weiter gehen, als der Bun­destag es fordert, zeigt sich auf Bild 2. Wenn die Automaten wie hier auf ei­ner Spielinsel montiert sind, haben die Spieler nur ein Gerät in ihrem Blickfeld. Es ist mehr als wahrschein­lich, daß dann nur dieser Automat be­spielt wird.

 

Doch auch die anderen Aufnah­men zeigen den Trend, maximal zwei Geldspielgeräte nebeneinander zu platzieren. Ob der Betreiber die Auto­maten dabei an der Wand anbringt (Bild 3,6 und 7) oder sie als Raumob­jekte zusammenfaßt (Bild 2,4 und 5), hängt von der Gesamtkonzeption ab.

 

Um einen Raum optimal zu nutzen und trotzdem den Vereinbarungen zu entsprechen, ist eine Lösung wie sie Bild 1 zeigt denkbar. Hier hat der Betreiber ein TV-Gerät neben die Geldspielautomaten gesetzt.

 

Möglichkeiten gibt es einige und von vielen werden sie schon genutzt. Alle Aufnahmen zeigen die räumli­che Trennung der einzelnen Spielebereiche.

Die Abbildungen 6 und 7 bietet darüber hinaus noch eine Lösung für eine zusätzlich optische Trennung an. Erreicht wird sie in diesen Fället durch einen weißen Hintergrund, der jeweils durch eine Holzumrandung abgeschlossen wird.

 

Die Automatenbranche ist verstärkt darum bemüht, Spielstätte von Klischees zu befreien. Dazu gehört, daß die Spieler ihre Freizeit in einer harmonischen und freundlichen Atmosphäre verbringen sollen Aufeinander abgestimmte farblicht Akzente, ein geschickt platziertes Angebot und Grünpflanzen helfen den Betreiber, dieses Ziel zu erreichen.

 

Aber auch ein Angebot von Ruhezonen mit Bistrocharakter oder eint gemütliche Theke wirken unterstützend.

 

Jede Spielstätte besitzt ihre eigene Identität. Welchen Weg der Betreibe: bei der Ausstattung geht, hängt unter anderem auch vom Raumangebot ab Deutlich ist die Tendenz, auch durch die Inneneinrichtung Vorurteilen zu; begegnen.

 

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Neue Automaten des Jahres 1990

 

 

Gerät

Hersteller

Foto

Mein Kommentar

4 Asse

Adp

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Grand Hand Blätterkarten und das bekannte Poker-Spielsystem in neuem Gewand. Die beiden Jackpots füllen sich durch Kombination von Assen und anderen Karten. Mit etwas taktischem Geschick kann man darauf spielen, dass die mittlere Karte zuletzt beleuchtet wird und eine attraktivere Serienausspielung gewinnt.

Die Sonderspiele zahlen deutlich über 50%, ähnlich wie Supersonderspiele am Grand Hand, so dass 100 Spiele oft über 150DM gewinnen. Dafür ist der Einstieg in die Risikoleitern mager. Erfolgreich riskierte 1,70DM ergeben gerade mal 1 Sonderspiel!

Werbetext:

Dejä vu

Eine Neuentwicklung mit Wieder­erkennungswert präsentiert die Stella Electronic GmbH. Das Geldspielgerät Venus 4 Asse ist der direkte Nachfol­ger des Grand Hand und basiert eben­falls auf der Kartenwendertechnik. Das bewährte Spielsystem baut auf dem Prinzip des Pokerspiels auf und richtet sich in erster Linie an den Spielgast, der Spaß am Zusammen­stellen von Kartenkombinationen hat.

 

Das Herzstück des 4 Asse bilden nach wie vor die fünf Kartenwender, die die Gewinnkombinationen anzeigen. Aufgefrischt wurde das Gehäuse mit Panorama-Scheibe und neuem De­sign. Neu sind auch die beiden Dop­pel-Jackpots, die aus sich überlappen­den Einzel-Jackpots bestehen. Wird ein Jackpot komplett, kommt es zu einer Ausspielung zwischen einem und 90 Top-Sonderspielen. Sind 2 Jackpots aufgefüllt, so erhält der Spie­ler eine Ausspielung zwischen 2 und 100 Top-Sonderspielen. Bei bis zu 10 beziehungsweise 12 Top-Sonderspie­len kann durch eine „Karte gehal­ten"-Taste zwischen den Risikover­hältnissen 1:1 und 1:3 gewählt wer­den. Bei 1:3 wird, bei Risikoerfolg, die übernächste Stufe erreicht. Die Sonderspiele sind ausschließlich Top­Sonderspiele und bereits ein Ass bringt einen Gewinn von drei Mark.

Amigo

Playmont

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Das Spielsystem ist nicht ganz so außergewöhnlich wie die Optik. Im Prinzip ist die mittlere Risikoleiter dem Multi nachempfunden.

Der lustige Joker hat Kultstatus.

Arcon

Bally Wulff

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Ein belangloser Aufguss des King II Spielsystems.

 

Werbetext:

Jugendlich frisch

Jung und dynamisch - so präsentierte der Berliner Automatenhersteller Bal­ly Wulff das jüngste Kind aus seiner Entwicklungsabteilung: den Geldspie­ler Rototron Arcon.

 

Das Spielsystem mit fünf Jackpots be­deutet fünfmal Spannung und fünfmal Spielerlebnis. Mit der rechten und der linken Walze werden Punktekonten an­gesammelt und können je nach Strate­gie transferiert werden. Bei Ausspie­lungen auf den beiden Risikoleitern fül­len sich der rechte und der linke Bonus: Die große Ausspielung im Mittel­tableau rückt in greifbare Nähe. Wird der Superbonus im Spielverlauf ange­füllt, gibt es statt einer Ausspielung zwei bis vier Kronenspiele, das heißt ei­nen Supergewinn.

 

Für modernstes Spielvergnügen, so ist man sich in Berlin sicher, wird der Roto­tron Arcon mit seinem jugendlich fri­schen Design sorgen.

Arcon 2

Bally Wulff

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Es ist nicht bekannt, was der Unterschied zum Arcon darstellt. Nach Aussage eines Entwicklers von Bally Wulff wurde die „2“ oder auch die „II“ oft für zweite Versionen verwendet, wenn die PTB etwas an der ersten Fassung auszusetzen hatte. Das waren manchmal einfach nur Scheibentexte.

Black Queen

Bergmann

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Optisch interessant mit schwarzem Scheibenhintergrund und schwarzen Scheiben, doch spielerisch wenig Neues. Einzig der Risikoschritt von 25 Sonderspielen auf 30 Supersonderspielen verkürzt etwas den Weg zu den begehrten besseren Sonderspielen.

Auch im mittleren Ausspieltableau, das fast rekordverdächtig viele Felder enthält, erscheinen viermal Supersonderspiele. Was den Ausspielwahrscheinlichkeiten gar nicht gut bekommt und meist mit Frustergebnissen für 3 Kronen endet. Nicht gerade das, was Spieler möchten.

Werbetext:

Königlich

 

Einen königlichen Auftritt bescherte das Haus Bergmann seinem neuen Geldspielgerät Crown Black Queen auf der IMA in Frankfurt. Da der Automat über die Spielinhalte des Crown Super Plus verfügt, sieht man in Rellingen keine Probleme bei der Marktakzep­tanz des Gerätes.

 

Zu den inhaltlichen Varianten auf Basis der Risiko- und Ausspielelemente ge­hört beim Black Queen beispielsweise der sogenannte „Doppelsprung". Die­ser bedeutet bei Erscheinen des Krone­Symbols auf dem mittleren Umlaufkör­per für alle Drei-Mark-Gewinne ein Splitting (innerhalb wie auch außer­halb der Serien). Das ergibt mehrere Risikoangebote. Der Teilbetrag von 1,70 Mark kann direkt gegen eine Aus­spielung oder 80 Pfennig plus Wieder­holung riskiert werden, der Differenz­betrag von 1,30 Mark gegen Steigerung oder Nichts.

 

Weitere neue Spielanreize finden sich in der „Serien-Umwandlung", bei der Sonderspiele beim Erreichen von Ma­xi-Multi-Serien automatisch in die glei­che Wertigkeit umgewandelt werden. Außerdem gibt es eine „Risiko-Rück­versicherung", bei der man nach Erzie­lung von 30 Super-Plus-Sonderspielen oder 32 Sonderspielen auf den Risiko­leitern nicht mehr alles verlieren kann. Bei anschließendem Risikoverlust wird immer ein Gewinn von 16 Sonderspie­len garantiert.

 

Viele Gewinnmöglichkeiten beleben beim Black Queen die Spielfreudig­keit. Dazu gehört auch, daß bereits mit 3 Kronen-Symbolen die Ausspielung im Mitteltableau erreicht wird. Das be­deutet eine Chance für 100, 50, 40 oder 30 der begehrten Maxi-Multi-Sonder­spiele.

Cash Time

NSM-Löwen

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Ähnlich dem Rheingold wurden neben den bekannten Sonderspielen CashTime Spiele verwendet. In einem komplizierten Bonussystem mit 5 korrespondierenden Zählwerken warfen 8 CashTime Spiele ähnlich wie normale 24 Sonderspiele. Dies überforderte die Spieler offensichtlich, oder die „niedrigen“ Zahlen waren optisch nicht attraktiv, so dass das Gerät kein Erfolg war. Heute ein gesuchtes Sammlerobjekt.

Center

Mega

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Die damals junge Firma Mega versuchte dem altbekannten Disc System neues Leben einhauchen, was bemerkenswert gut gelang. Der mittlere Ausspielplan mit verschiedenen Ebenen, in denen durch Risikoerfolg oder Ausspielerfolge aufwärts geklettert wurde, waren höchst kurzweilig.

Werbetext:

Auf der IMA'90 wurde es erstmals prä­sentiert, das Mega-Center, das neue Geldspielgerät der Limburger Ent­wicklungsfirma Mega-Spielgeräte. Das übersichtliche Spielsystem auf der Ba­sis von drei Scheiben stellt das Risiko­Spiel klar in den Vordergrund. Zentral, im „Center", liegen die Hauptattrak­tionen:

·         Eine Mittelleiter, in der vor allem in Serien und ganz besonders in Hit-Se­rien 3-Mark-Gewinne in einem Schritt in eine Ausspielung von bis zu 24 Sonderspielen riskiert werden können.

·         Ausspielungen, die der Spieler mit der Start Taste auslösen kann. Sie geben dem Risiko-Spiel die rechte Würze. Höhepunkt sind die auch dort gewinnbaren Hit-Sonderspiele.

·         Eine besonders hochwertige Aus­spielung für 5 Kometen mit bis zu 100 Sonderspielen.

 

Hit-Spiele zeichnen sich durch eine hö­here Gewinn- und Risikohäufigkeit aus. Neu sind Freispiele, die beim Me­ga-Center in Serien gewonnen werden können. Dank ihnen können Serien fast ohne Einsatz abgespielt werden.

 

Wie schon die bisherigen Mega-Gerä­te ist auch das Mega-Center adp-kom­patibel, das heißt, alle Standard-Bau­gruppen stimmen mit denen von adp überein.

Derby

Playmont

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Eine weitere Variante des Roulette-Spielsystems, das Playmont seit über zehn Jahren immer wieder verwendet. Ich hatte mal ein ähnliches Gerät und habe es nie geschafft, mit einer gespielten Zahl 100 Sonderspiele zu gewinnen. Dazu musste die Zahl viermal hintereinander einlaufen. Wahrscheinlichkeit schwierige 13hoch4 = 1:28561.

Diplomat CD

Bally Wulff

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Der Diplomat glänzte durch ein kompliziertes Bonuspunktsystem, das in außerordentlicher Weise taktisches Spiel ermöglichte. Der linke Bonuszähler füllte sich mit Punkten, wenn Gewinne für Kronenkombinationen nicht angenommen wurden. Je höher der Zähler, desto mehr Punkte wurden auf dem rechten Zähler aufgezählt, wenn auf der mittleren Scheibe im unteren Ablesefenster eine Medaille erschien.

Die Punkte des rechten Zählers konnten in jedem Spiel und beliebig gegen Sonderspiele oder die große Ausspielung eingetauscht werden. So konnte man aus mehreren kleinen Kronenkombinationen den Hauptgewinn „sammeln“.

Der Nachfolger Admiral ergänzte das Spielsystem um Punkte, die für das Riskieren von Gewinnen und Sonderspielen aufgezählt wurden.

 

Disc Hit

Adp

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Ein Disc Verschnitt, der nur durch vielfältige Scheibenfarbkombinationen auffiel. Die Spieler trauerten immer noch dem Ur-Disc (später Disc100 genannt) nach, weil er Risiko auf 90 und 100 Sonderspiele ermöglichte. Durch „freiwillige“ Selbstbeschränkungen der Industrie wurde dieser letzte Risikoschritt geopfert. Der Hit umgeht die eigene Selbstbeschränkung, indem von 40 und 50 Sonderspielen auf 40 und 50 Supersonderspiele riskiert werden konnte. Trotzdem trauerten die Spieler der grossen Zahl „100“ nach und ließen den Hit für Gauselmann-Verhältnisse zum Flop werden.

Werbetext:

Anpassungsgenie

Auf der IMA hatte er einen großen Auftritt. An einer überdimensionalen Wand reihte sich ein Disc Hit an den an­deren. Aus einer Palette von zehn Farb­kombinationen konnten sich die Mes­sebesucher ihren „Hit" auswählen. Klarer Sieger wurde der Disc Hit mit der Kombination weiß/weiß.

 

Besondere Spielfeatures des Geldspiel­gerätes sind die Seriengewinne, die be­reits nach drei Geldgewinnen auf der rechten Risikoleiter möglich sind. Au­ßerdem bieten die Hit-Sonderspiele zu­sätzliche Anreize für den Spieler. Dort können Drei-Mark-Gewinne durch ein Kleeblatt riskiert werden.

 

Die serienmäßige Ausstattung besteht aus der Münzeinheit ohne Rohrstands­messung und Alarmanlage. Wahlweise ist das Gerät mit einem 10- bzw 20­Mark-Akzeptor und elektronischem Münzprüfer erhältlich. Als Sonderzu­behör wird ein Münzeinlauf für den elektronischen Münzprüfer angebo­ten.     

Disc Profi

Adp

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Auch wenn der Profi aussieht wie ein weiterer Disc Verschnitt, hatte er es faustdick hinter den Ohren. Erstmals und meines Wissens nie wieder wurde ein Risikoschritt über beliebig viele Stufen bis zum Maximalgewinn angeboten. Die Wahrscheinlichkeiten waren in einer Tabelle unter der mittleren Scheibe angegeben und betrugen für den Schritt von 30Pf auf 48 Sonderspiele 1:256. Mathematisch korrekt 2 hoch 8.

 

Game

Mega

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Uninspirierter Nachfolger des Mega As.

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Kartenspiel

Der Mega Game ist das neueste Geld­spielgerät der Limburger Entwick­lungsfirma Mega.

 

Abgesehen vom Risiko werden alle Seriengewinne durch ein Kartenspiel gesteuert. Spielerisch und optisch dominiert dabei der Kartenfächer, ein Lichtjackpot, der es in sich hat. Sein Aufbau wird über die beiden Mittel­scheiben gesteuert. Ist der Fächer voll, gibt es bis zu 100 Sonderspielen. Auch bei der Serienkombination kommen die Karten mit ins Spiel. Je nach aus­gespielter Karte variiert die Gewinn­höhe, wobei auch hier bis zu 100 Sonderspiele gewonnen werden kön­nen.

 

Neben dem Kartenspiel sind alle Stan­dardelemente eines Geldspielgerätes vorhanden: Hit-Serien als Krönung beider Leitern, unbegrenzte Teilge­winnübernahme, End-Chance und mit „Start" auslösbare Serienausspielun­gen.

Jacky Super

NSM-Löwen

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Der Jacky Super setzte die sehr erfolgreiche Jacky Serie fort und erschien in vielen Gehäuse- und Farbvarianten. Darunter die heute gesuchte „Jukebox“ Variante, „Classic“ genannt, mit seitlichen Neonröhren.

Beim Jacky Super wurde die Jackpot Leiter um zusätzliche Felder für Supersonderspiele erweitert. Die Spieler merkten aber schnell, dass die Auslösung viel seltener erfolgte und die Jackpots meist auf 100 standen und lockten.

Neu war auch die Ausspielung bei 5 und 6 Sonderspielen, bei der garantiert Supersonderspiele gewonnen wurde. Sehr gut geeignet für taktisches Spiel. Erst 10-20 normale Sonderspiele annehmen und dann so schnell wie möglich umwandeln.

Jacky Super Young Line

NSM-Löwen

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Noch eine Jacky Super Varianten.

Jacky Super Young Line (Classic-Version)

NSM-Löwen

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Noch eine Jacky Super Varianten.

Jacky Super Traditional

NSM-Löwen

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Scheibenvariante des Jacky Super

Jacky Super Traditional

NSM-Löwen

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Scheibenvariante des Jacky Super, hier in der Classic Version.

Joker Trumpf

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Auch wenn es so aussieht, hatte der Joker Trumpf nicht die sich öffnenden Fenster des Sesam. Es waren immer nur zwei Symbole sichtbar. Optisch auffällig: Die Gewinn- und Sonderspielwerte in der Risikoleiter wurden grösser und „runder“ im Vergleich z.B. zum Disc Profi. Ein Trend der sich bis heute fortsetzte.

Kreuz As „B“

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Neuauflage des Kreuz As von 1985. Das Spielsystem ist unverändert.

Magic Card

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Besonderheit war die „Blätterkarte“, bei NSM-Löwen eine echte Seltenheit. Sie spielte jedes Spiel zusätzliche Chancen aus, z.B. 3DM-Joker-3DM für direkte 100 Sonderspiele. Dieses offensichtlich kurzweilige Zusatzspiel führte gefühlt jedoch sehr selten zu zusätzlichen Gewinnen.

Verschiedene Gehäusevarianten siehe Jacky Super, damals eine Spezialität von Löwen.

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Doppelgerät

Zwei Fliegen mit einer Klappe will NSM/Löwen mit seinem neuesten Wal­zengerät Triomint Magic Card schla­gen. Besonderheit: das Geldspielgerät hat einen zusätzlichen Kartenwender mit eingebaut.

 

Im ansonst bewußt einfach gehaltenen Spielsystem sorgt das neue Feature für Extra-Chancen durch dynamischen Gewinnaufbau. Dieser doppelte Un­terhaltungsaspekt soll noch mehr Span­nung und Abwechslung ins Spiel brin­gen. Als weiterer Anreiz winken dem Spieler erhöhte Chancen durch grüne Extragewinnfelder neben den üblichen Goldfeldern. Besonders ins Auge fällt die nachtblaue Scheibe, umrahmt von einer schillernden Neonröhre.           

 

Merkur Pro

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Abgeguckt! Würde man in der Schule rufen. Herr Gauselmann bediente sich bei der Konkurrenz. Die Stufenjackpots beim Arena, die aufschaukelnden Ausspielzeilen beim Crown Winner.

Eins der farbenprächtigsten Geräte vor der LED-Ära.

Werbetext:

Jubiläumsgerät

Rechtzeitig zum 13. Merkur-Ge­burtstag lief der neue Merkur-Nach­folgervom Band. Das Jubiläumsgerät Merkur Pro baut auf allseits bewährte Spielideen, kombiniert mit neuen Features.

 

Wie seine erfolgreichen Vorfahren, die legendären Merkur B und Merkur Gold, ist der Merkur Pro ein Walzen­gerät mit 3-2-1 Gewinnfeldern, sechs Gewinnlinien und dem Merkur-Stern als Gewinnsymbol. Mit dabei sind auch die zwei Risikoleitern und die 100er Serie im Direkteinlauf. Außer­dem bietet das neue Gerät Sonder­und Top-Sonderspiele und viele Gewinnausspielungen.

 

Neben all den bewährten Spielzügen gibt es natürlich auch einige Neuhei­ten. Beispielsweise das Dreifach­Ausspieltableau. Je nach eingelaufe­ner Gewinnkombination erfolgt eine Ausspielung auf den drei Ebenen. Der Spieler kann nun von der unteren Ausspielebene, beginnend mit drei Sonderspielen, über die Ausspielung der anderen beiden Ebenen bis hin zu 100 Sonderspielen oder 50 Topspie­len klettern. Erstmals wird mit Mer­kur Pro ein Merkur-Gerät mit zwei Jackpots_ die ieweils schnell aufgefüllt werden, angeboten. Ferner ist das Jubiläumsgerät als erstes Mer­kur-Gerät mit einer Freispielanzeige auf Diodenleiste ausgestattet. Kommt es zu überzähligen Freispielen, wer­den diese als Geldeinsatz übernom­men.

 

Die Ausspielvielfalt bei Merkur Pro wird optisch unterstützt durch gleich­farbige Gewinnzahlen auf Walzen und Frontscheibe. Leuchtanzeigen weisen den Spielgast auf Spielmöglichkeiten hin.

Miami

NSM-Löwen

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Scheibenvariante des erfolgreichen „Arena“.

Start von 5 und 6 Sonderspielen in der mittleren Supersonderspielauslosung. Dadurch war taktisches Spiel möglich, z.B. Aufbau von 10-20 normalen Sonderspielen und dann Umwandlung in Supersonderspiele.

Multi Excellent

Adp

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Noch ein Multi Klon. Diesmal mit Freispielen statt zusätzlichen Sonderspielen, was die Spieler gar nicht mochten. Werbetext:

Erbfolge

 

Der Nachfolger des Venus Multi ist da. Multi Excellent heißt das neueste Geldspielgerät des Espelkamper Spielgeräteherstellers adp-Automa­ten.

 

Die bewährten Spielzüge des Vor­gängers wurden beibehalten und um neue, zusätzliche Features erweitert. Geblieben ist auch das ansprechende Design, die Serienleuchte sowie das moderne Innenleben. Dazu zählen beispielsweise die elektrische Münz­einheit und die Alarmanlage. Neu beim Multi Excellent sind die Frei­spiele mit Diodenanzeige und der wählbare Risikoschritt zwischen 1:1 und 1:3. Wie aus der adp-Ideenküche gemeldet wird, sind aufgrund einer veränderten Auszahlquote die Ein­spielergebnisse des Multi Excellent bei gleicher Spielzahl um 20 Prozent besser als die des Vorgängergerätes. (Anmerkung Esteka: Erfolgreicher Vorgänger, Spieler sind angefixt, wenn sie nur Multi sehen, Nachfolger optisch kaum verändert, aber massiv niedrigere AQ. Danke, adp. Sagen die Aufsteller. Nicht die Spieler. Die merken das nur am Spielspass und ihrem Portemonne.)

Multi Stern

Adp

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Besonderheit des Multi-Stern waren drei Sonnenfelder auf der mittleren Walze: Einfach-, Zweifach- und -erstmals- Dreifachsonne. Dies führte zu drei verschiedenen Vollbildern mit 40, 60 und 100 Supersonderspiele. Ein grösserer Erfolg war dem Gerät vielleicht verwehrt, weil es „nur“ mehr Gewinnfelder in Supersonderspielen gab, nicht die beliebten Sonderspielgewinne für Symbole auf der mittleren Walze.

Werbetext:

Himmlisch

 

Zu dem Clan der Venus Multis hat sich ein weiteres Mitglied dazugesellt. Auf der IMA präsentierte das Haus Gausel­mann ein neues Geldspielgerät, den Multi Stern.

 

Multi Stern zeichnet sich durch ein at­traktives Spielsystem aus. Mit dem Spielfeature der Freispiele, für die beim nächsten Spiel kein Einsatz abge­bucht wird, entsteht ein erhöhter Spiel­anreiz. Von der äußeren Erscheinung ist die Verwandtschaft mit der her­kömmlichen Multi-Reihe erkennbar, so daß Stammspieler sofort bekannte Features am Multi Stern erkennen.

 

An Geräten, die bisher noch keinen Geldscheinakzeptor besitzen, ist dieser problemlos nachrüstbar, da der Aus­schnitt dafür bereits vorgesehen wur­de. Es muß lediglich die Blendkappe entfernt werden. Der Multi Stern mit Akzeptor ist für den Einsatz eines Geldscheinstaplers vorbereitet.

Multi Krone 2

Bally-Wulff

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Es geht doch! Mag man Bally zurufen. Nicht jedes Gerät muss gleich sein.

Auch wenn kräftig vom Multi geklaut wurde (mittlere Risikoleiter und Multispiele mit weiteren Sonderspielgewinnen), hat man die Idee gut weiter entwickelt. Symbole in Multispielen geben erst mal nur 3DM, die durch einen Risikoschritt auf attraktive 4, 5 oder 7 Multispiele riskiert werden mussten.

Optisch zwar nur ein Trick, aber wirksam: Die drei roten Multiausspielfelder am unteren Rand des Ausspielrings platzieren und so „leichter“ erreichbar scheinen lassen als beim Multi oberhalb der Walzen.

Mystery

Bergmann

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Ein völlig untypisches Spielsystem für Bergmann. Als die „Evolution“ des Risikospiels gepriesen, so kann man von 5 Sonderspielen in die mittlere Mystery Serie drücken. Diese brachte tatsächlich sehr unterschiedliche Gewinne. Von nichts bis zu 30 Multispielen.

Werbetext:

Echt was Neues

Ein übersichtliches Spielsystem, alle klassischen Elemente und dazu aber ein völlig neuartiges Risikospiel bie­tet der Crown Mystery. Das Geheim­nis des neuen Geldspielers aus dem Hause Bergmann steckt in besonde­ren Serien, die sich dem Spieler aller­dings sehr schnell als attraktives Spiel­feature offenbaren. „Ich spiele gern und bin bekanntlich an der Entwick­lung verschiedenster Geldspielgeräte in unserem Haus maßgeblich betei­ligt. Ich kenne kein Gerät, das eine solche Faszination ausübt, wie die­ses", kommentiert Firmenchef Tjark Bergmann. „Eine einmalig gelunge­ne Kombination von besonderen Spieleffekten. Endlich mal was Neu­es", zeigt sich der Unternehmer hoch zufrieden.

 

Der Reiz des völlig neu definierten Risikospiels des Crown Mystery steckt in besonderen Serien. Diese Mystery­

Serien können eben über das Risiko erreicht werden und haben es natür­lich in sich, wird in Rellingen versi­chert. In einer Mystery-Serie werden fünf Mystery-Spiele gegeben, in de­nen bei „Wappen", „Krone" und „Rotfeld" auf der mittleren Scheibe drei Mark gewonnen werden. Diese Drei-Mark-Gewinne lassen sich durch Risiko wiederum in weitere Mystery­Serien umwandeln (bis maximal zehn Mystery-Serien, bzw. 50 Mystery-Spie­le erreicht sind).

 

Die besondere Attraktion der Myste­ry-Serie sind aber die drei Mystery­Chancen. Das sind Superchancen im klassischen Sinn, heißt es dazu im Haus Bergmann. Bei „Krone" in der Mitte allein werden 5 bzw. 10 Sonderspiele oder 30 „Maxi"-Sonderspiele, bei 3mal „Krone" sogar bis zu 100 „Maxi"­Sonderspiele gewonnen. Das heißt, wenn in einer Mystery-Serie alle 3 Mystery-Chancen getroffen werden, können anschließend 45 bis 100 „Maxi"-Sonderspiele abgespielt wer­den. Außerdem werden alle zuvor bereits angezeigten Sonderspiele

Nova Star

Nova

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Nova auf neuen Wegen. Keine Jackpotzählerwerke, sondern fette Direktserien. Was einfacher aussieht als zu holen ist, denn die getrennt laufenden äußeren Scheiben haben nun 13 und 9 Positionen, verglichen mit 8 und 5 bei den „Ur-Novas“. Interessanterweise bleibt neben der Inflation der grossen Zahlen (alleine 4 verschiedene Hunderter-Bilder) auch Platz für ganz kleine. 1 Sonderspiel durch Gewinnkombinationen zu gewinnen ist eine Rarität.

Ein erfolgreiches, modernes Gerät, mit den beliebten Startausspielungen bei 5 und 6 Sonderspielen.

Rex

Bally Wulff

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Die Einfallslosigkeit von Bally Wulff treibt muntere Blüten. Das immer gleiche Spielsystem im xten Aufguss.

Red Baron

Bergmann

Leider kein Galeriebild vorhanden, daher ein Anzeigenbild

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Die rote Hinterrundfarbe soll an den legendären ersten „richtigen“ Crown erinnern, den „Red Crown“. Ansonsten eher ein Bergmann typisches sehr einfaches Spielsystem.

Skipper

Adp

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Mega konnte nicht nur attraktive Spielsysteme mit neuen Ideen kreieren – sondern auch 0815 Geräte mit nachgeäfften Fremdideen. Welches Gerät wurde kopiert? Klar, der Löwen Miami!

SuperChance

Stella

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40, 50 und 100 Sonderspiele, beim Vollbild ausgespielt. erleuchten 4, 3 bzw. 2 Gewinnpunkte, die in den folgenden Spielen bis zu 96 weitere Spiele gewinnen können. Damit ist dann die damals geltende 200er-Grenze fast erreicht. Das Gerät lockt also mit sehr hohen Serien, die auch zu kräftigen Durststrecken führen mussten.

Triple-Jolly

Playmont

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Seltenes Gerät oder Prototyp, von dem nur ein Prospektbild bekannt ist. Der Triple-Jolly besitzt nur eine Gewinnlinie und die mittlere Risikoleiter des Amigo. Für drei Jolly werden dort nur die Felder 12/16/25 und 32 ausgespielt, zusätzlich der Pfeil, der auf das mittlere Display zeigt. Was dort erscheint, kann ich genauso wenig erklären wie den Sinn der rechten 1x/2x/3x/4x/8x Felder.

Ultra Krone

Bally-Wulff

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Scheibenvariante des Multi Krone 2.

Werbetext :

Wertsymbol

 

Rototron Ultra Krone ist das jüngste Geldspielgerät aus dem Hause Bally Wulff.

 

Der Geldspieler zeichnet sich durch fol­gende Spielfeatures aus:

-       große Ausspielung: Minimum 40, Maximum 100 Multispiele;

-       viermal Multi-Ausspielung direkt;

-       Risiko Transfer zum mittleren Risi­kotableau;

-       Ausspielung bei Krone allein oder 30-Krone-30;

-       Mini-Jackpot; - Multi-Risiko;

-       Zähler bis maximal 200 Multi-/Son­derspiele.

 

Das ultra-moderne Frontscheiben-De­sign sorgt an jedem Aufstellplatz für Aufmerksamkeit.

Venus Multi Pur

adp

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Ein merkwürdiger Multiklon, der bei Symbolen in Supersonderspielen keine zusätzlichen Sonderspiele warf, sondern bis zu 10 Freispiele. So hatte man am Ende einer Serie manchmal 100 Freispiele auf dem Tacho, die zwangsweise abgespielt werden mussten und manchmal keinen zusätzlichen Gewinn brachten. Das mochten die Spieler gar nicht und ließen das Gerät links liegen.